<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0">
    <channel>
        
        <title>FAB INDUSTRIES&#160;&#091;DE&#093;
        </title>
        
        <link>https://fab.industries/de/</link>
        <description>New media, new rules</description>
        <generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>de</language><lastBuildDate>Wed, 25 Jun 2025 00:03:58 &#43;0200</lastBuildDate>
            <atom:link href="https://fab.industries/de/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml" />
        <item>
    <title>Deutschland jetzt weltweit Nummer Vier bei Rüstungs-Exporten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/deutsche-ruestungs-exporte/</link>
    <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 11:10:23 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/deutsche-ruestungs-exporte/</guid>
    <description><![CDATA[<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2026/sipri-arms-exports-2025.png" title="SIPRI report" data-thumbnail="/img/2026/sipri-arms-exports-2025.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Laut dem <a href="https://www.sipri.org/sites/default/files/2026-03/fs_2603_at_2025.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neuesten Bericht über internationale Waffenlieferungen des Stockholm International Peace Research Institute</a>, hat Deutschland im vergangenen Jahr China überholt und ist damit zum viertgrößten Waffenexporteur der Welt geworden. Die deutschen Waffenexporte in den Jahren 2021–2025 sind im Vergleich zum Zeitraum 2016–2020 um 15% gestiegen. Damit steht Deutschland kurz davor, Russland zu überholen und den dritten Platz hinter den USA und Frankreich einzunehmen. 24% der deutschen Waffenexporte gehen in die Ukraine, 14% nach Ägypten und 10% nach Israel.</p>
<p>Das ist äußerst enttäuschend, besonders wenn man die Geschichte unseres Landes berücksichtigt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Redaktion der Kölnischen Rundschau wird eingestampft</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/koelnische-rundschau/</link>
    <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 12:00:39 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/koelnische-rundschau/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Der Heinen-Verlag stellt die <em>Kölnische Rundschau</em> und die <em>Bonner Rundschau</em> ein. Jedenfalls als eigenständiges journalistisches Produkt. Was bleibt, sind die „Marken”. Mit anderen Worten: man veräppelt die Leser.</p>
<p>Der DJV-NRW <a href="https://www.djv-nrw.de/press-detail/koeln-wird-zur-einzeitungs-stadt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a>:</p>
<blockquote>
  <p><em>Erst gestern hatte die Belegschaft der Kölnischen Rundschau eine kurzfristige Einladung zur Belegschaftsversammlung erhalten, auf der ihnen heute mitgeteilt wurde, dass sie alle ihre Kündigung erhalten, bis Ende März weiterarbeiten sollen, um dann freigestellt zu werden. Die Marke „Kölnische Rundschau“ — ebenso die Marke „Bonner Rundschau“ — sollen erhalten bleiben und werden künftig vom „Kölner Stadtanzeiger“ produziert. Eine eigenständige Rundschau-Lokalredaktion wird es nicht mehr geben.</em></p>
<p><em>Der Heinen-Verlag zieht nach 80 Jahren einen Schlussstrich unter seine publizistischen Aktivitäten. Diese hatten mit der ersten Ausgabe der Kölnischen Rundschau am 19. März 1946 begonnen. Der Heinen-Verlag gibt auch seinen 50-Prozent-Anteil an der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG) in Köln an DuMont ab. Die RRG produziert seit 2014 für die Rundschau und den Kölner Stadt-Anzeiger die gemeinsamen Umlandausgaben. Bereits 1999 hatte DuMont das Verlagsgeschäft der Rundschau übernommen.</em></p>
<p><em>Der DJV-NRW appelliert an das Medienhaus DuMont, seiner publizistischen Verantwortung gerecht zu werden und für Nordrhein-Westfalens größte Stadt eine zweite unabhängige Lokalredaktion zu erhalten. „Wo die Konkurrenz fehlt, leidet die Qualität und die Medien- und damit Meinungsvielfalt“.</em></p>
</blockquote><p>Die Meinungsvielfalt leidet nicht. Sie ist <strong>nicht mehr gegeben</strong>, wenn es nur eine Zeitung gibt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vierundzwanzig</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/vierundzwanzig/</link>
    <pubDate>Sun, 01 Mar 2026 00:29:18 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/vierundzwanzig/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2026/katy-copilot.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Die Tage hatte ich ein interessantes Erlebnis. Ich war im Fitnessstudio und wartete auf einen Freund, der sich gerade umzog, als ich mit einem Typen  über Bitcoin ins Gespräch kam. Irgendwann erwähnte ich, dass ich mich nicht wirklich um die Finanzen unseres Haushalts kümmere, sondern dass meine Frau dafür zuständig ist. Da sah mich der Fremde eindringlich an, hob eine Augenbraue und fragte pointiert: &ldquo;Aber <strong>vertraust</strong> du deiner Frau auch?&rdquo; Einen Moment lang wusste ich nicht, was ich sagen sollte. Also hakte er nach: &ldquo;Vertraust du ihr <strong>wirklich</strong>?&rdquo; An diesem Punkt musste ich laut lachen. Er sah mich komisch an. Ich versuchte zu erklären, wie absurd diese Frage ist. Aber ich merkte, dass er mich überhaupt nicht verstanden hat.</p>
<p>Meine Frau und ich sind heute genau 24 Jahren zusammen. Ich bin 42 Jahre alt. Diese Zahlen vermitteln vielleicht eine Vorstellung davon, wie viel Investition — oder vielleicht wie viel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Versunkene_Kosten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">versunkene Kosten</a> — mit unserer Beziehung verbunden sind. Aber sie können die schiere Liebe und das Vertrauen, das sich in all dieser gemeinsamen Zeit aufgebaut hat, nicht angemessen erklären. <a href="/de/blog/2023/21-jahre/" rel="">Wie ich schon mal geschrieben habe</a>, denke ich, dass unsere Beziehung insofern besonders ist, weil wir umso mehr zusammenwachsen, je länger wir zusammen sind. Wenn man die Gesellschaft im Allgemeinen betrachtet, scheint für die meisten Menschen eher das Gegenteil der Fall zu sein. Und unsere besondere Nähe bringt natürlich Vertrauen mit sich. Wenn man so viel Zeit miteinander verbracht hat, alles, was einem wichtig ist, gemeinsam unternimmt und — was noch wichtiger ist — gelernt hat, dem anderen Freiraum zu lassen und nicht eifersüchtig auf den Spaß zu sein, die der andere alleine hat, wie kann man sich dann nicht vertrauen? Geld ist wirklich das Letzte, worüber ich mir in einer Beziehung Gedanken machen würde. Wenn dein Vertrauen in deinen Partner an dieser Stelle aussetzt, ist es nicht nur an der Zeit, die Beziehung zu überdenken, sondern man sollte seine Lebensentscheidungen an sich noch einmal beleuchten.</p>
<p>Aber vielleicht hat der Typ einfach nichts verstanden, weil ich &ldquo;meine Frau&rdquo; gesagt habe. Das ist eine eher allgemeine Bezeichnung, die man im Alltag so verwendet, aber natürlich beschreibt sie meine Beziehung zu Katy nicht adäquat. Der Tag unserer Hochzeit war großartig, aber er hat unsere Beziehung überhaupt nicht verändert. Es war ein Signal für alle anderen, aber es hat nichts daran geändert, wie wir über einander denken. &ldquo;Meine Frau&rdquo; zu sagen, wenn ich mit Fremden spreche, ist besser als &ldquo;meine Freundin&rdquo;, da es unserer tatsächlichen Beziehung näher kommt, aber es wird natürlich niemanden, der uns nicht kennt, dazu bringen, uns als Paar zu verstehen. Was dieser Typ sich unter einer Beziehung zu seiner Frau vorstellt, hat wahrscheinlich nichts damit zu tun, wie Katy und ich zusammenleben.</p>
<p>Katy ist so viel mehr als nur meine Frau. Sie ist meine beste Freundin und die Person, die ich von allen Menschen auf der Welt am meisten liebe. Sie ist meine Komplizin, meine strengste Kritikerin und die einzige Person, auf die ich mich immer verlassen kann — egal, was passiert. Sie stärkt mir <strong>immer</strong> bedingungslos den Rücken. Sie ist die Person, der ich am meisten vertraue, auf die ich am meisten stolz bin und mit der ich am liebsten Zeit verbringe. Sie ist die Person, bei der ich mich am wohlsten fühle. Ich kann ihr alles erzählen. Sie hat mich in den verletzlichsten Situationen gesehen. Sie hat meine hässlichsten Seiten gesehen. Und sie hat sich nie von mir abgewandt. Sie ist die Person, mit der ich mich am besten streiten kann, und trotzdem liebe ich sie. Nichts macht mich glücklicher, als sie lächeln zu sehen. Ich weiß, das klingt wie der kitschigste Mist, die ihr je gehört habt. Aber was soll ich sagen … es ist wahr.</p>
<p>Und all das ist der Grund, warum ich gar nicht beschreiben kann, wie lächerlich und komisch es war, als dieser Typ mich ernsthaft fragte, ob ich meiner Frau vertraue. Nach 24 Jahren kann ich ehrlich sagen, dass ich meiner Frau an den meisten Tagen mehr vertraue als mir selbst. Und ich glaube, dass dies mittlerweile über Liebe hinausgeht. Ich weiß nicht, was es ist. Sie sagt oft, es könnte sich um <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Stockholm-Syndrom" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stockholm-Syndrom</a> handeln. Mir ist es wirklich völlig egal, woher das kommt. Ich kann nur sagen, dass es mir gefällt und ich mir mein Leben gar nicht mehr anders vorstellen kann … und will.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Modern Solution ist pleite</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/modern-solution-pleite/</link>
    <pubDate>Fri, 30 Jan 2026 12:34:52 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/modern-solution-pleite/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2026/modern-solution.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>In der Wirtschaft passiert es viel seltener, als man erwarten würde, dass sich gravierende Fehltritte einer Firmenleitung so rächen, wie es eigentlich angebracht wäre. Um so mehr befriedigt es meinen Gerechtigkeitssinn, wenn es dann doch mal passiert. Auch wenn ich da in der Sache Modern Solution eigentlich nicht mehr mit gerechnet hatte, ist nun dort genau dieser Fall eingetreten. Die Firma Modern Solution ist nun nämlich pleite. Das geht aus einer öffentlichen Bekanntmachung durch das Amtsgericht Essen hervor:</p>
<blockquote>
  <p><em><strong>Amtsgericht Essen, Aktenzeichen: 161 IN 10/26, 26.01.2026</strong></em></p>
<p><em>In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der im Handelsregister des Amtsgerichts Gelsenkirchen unter HRA 5929 eingetragenen Modern Solution GmbH &amp; Co. KG, vertr. d. d. pers. haft. Gesellschafterin, Marienstr. 39 b, 45968 Gladbeck, gesetzlich vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin, die im Handelsregister des Amtsgerichts unter HRB 15438 eingetragene Modern Solution Verwaltungs GmbH, Marienstr. 39 b, 45968 Gladbeck, diese vertreten durch die Geschäftsführer Herrn Timo Tyrakowski, Marienstr. 39 b, 45968 Gladbeck, und Herrn René Grünhagen, Marienstr. 39 b, 45968 Gladbeck, ist am 26.01.2026, um 12:10 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):  Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wird Rechtsanwalt Wolfgang Piroth, Prinz-Georg-Str. 91, 40479 Düsseldorf bestellt. Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. InsO). Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Der vorläufige Insolvenzverwalter wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO). Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).</em></p>
</blockquote><p>Normalerweise liegt es mir fern, dass mich das Unglück anderer positiv stimmt, aber manchmal kann ich mir das nicht verkneifen. Und im Fall Modern Solution denke ich sogar, dass es für die Gesellschaft als Ganzes definitiv von Vorteil ist, wenn diese Firma keine &ldquo;Lösungen&rdquo; im IT-Bereich mehr anbietet. Für alle, die nicht wissen, wovon ich rede, folgt hier eine verkürzte Zusammenfassung der Geschichte.</p>
<h3 id="rückblick" class="headerLink">
    <a href="#r%c3%bcckblick" class="header-mark"></a>Rückblick</h3><p>Die Modern Solution GmbH &amp; Co. KG war im Jahr 2021 <a href="/de/blog/2021/link-00049/" rel="">Gegenstand der Presse-Berichterstattung</a> geworden, weil man als Reaktion auf das Bekanntwerden einer gravierenden Sicherheitslücke in den eigenen Systemen dem Entdecker nicht etwa für das prompte Melden der Lücke an die Firma gedankt hatte, sondern diesem stattdessen die Polizei auf den Hals hetzte.</p>
<p>Die Firma aus dem Ruhrgebiet, ein Anbieter einer Software-Schnittstelle für Online-Shops, hatte sein Produkt derart stümperhaft zusammengeschustert, dass jeder Kunde mit den einfachsten Mitteln Zugang zu den Daten aller anderen Kunden hätte erlangen können. Diese waren nämlich alle in der selben Datenbank abgelegt und mit dem selben simplen Passwort geschützt, welches in der EXE-Datei des Programms fest einprogrammiert war. Da es sich um Online-Shop-Software handelte, konnte jeder Modern-Solution-Kunde nicht nur auf die Daten der anderen Modern-Solution-Kunden, sondern auch auf die Daten von <em>deren</em> Shop-Kunden zugreifen. Insgesamt waren die Zahlungs- und Adressdaten von knapp 700.000 deutschen Online-Shoppern frei im Netz verfügbar, ohne dass diese etwas davon ahnten. Da Moden Solution besagte EXE-Datei mit der Datenbankverbindung, und dem dazugehörigen Passwort im Klartext, frei auf seinen Servern zum öffentlichen Download angeboten hatte, hätte jeder, der von der Lücke wusste, diese Daten einfach kopieren können.</p>
<p>Als ein unabhängiger IT-Dienstleister diese gravierende Sicherheitslücke im Zuge einer Untersuchung der Modern-Solution-Software bei einem seiner Auftraggeber (einem Kunden von Modern Solution) fand, wendete der Dienstleister sich umgehend an Modern Solution als den Hersteller der Software. Als die Firma daraufhin nicht sofort reagierte, wie man es eigentlich bei einer solchen Lücke erwarten würde, meldete er sich beim E-Commerce-Blogger Mark Steier, der in der betroffenen Branche viele Leser hat. Auch Steier kontaktierte Modern Solution und versuchte, durch Ankündigung einer bevorstehenden Veröffentlichung der Sicherheitslücke zu erreichen, dass diese möglich schnell geschlossen wird. Erst nach dieser Androhung sah sich Modern Solution dann schließlich genötigt, die Warnungen ernst zu nehmen und die Sicherheitslücke zu stopfen.</p>
<p>Modern Solution stellte sich auf den Standpunkt, der unabhängige IT-Experte, der die Lücke entdeckt, vertraulich an den Hersteller gemeldet und später öffentlich gemacht hatte, sei nicht etwa, wie er selbst immer behauptet hatte, im Sinne der Öffentlichkeit vorgegangen, sondern als ein Konkurrent im Segment der Online-Shop-Dienstleister aktiv geworden, der dem Geschäft von Modern Solution schaden wolle.</p>
<p>Was folgte, war eine Strafanzeige gegen den selbstständigen Programmierer, <a href="/de/blog/2024/link-00074/" rel="">eine Reihe von Gerichtsverfahren</a>, die dieser <a href="/de/blog/2024/modern-solution-berufung/" rel="">eins nach dem anderen verlor</a>, und schließlich sogar eine <a href="/de/blog/2025/modern-solution-ende/" rel="">erfolglose Verfassungsbeschwerde</a> durch den Beklagten. Am Ende war das rachsüchtige Vorgehen von Modern Solution wohl geschäftsschädigender als das Bekanntwerden des Datenlecks. Sicherheitslücken, sogar solche, die zu katastrophalen Veröffentlichungen von den Daten von hunderttausenden Verbrauchern führen können, gibt es heutzutage schließlich wie Sand am Meer. Einen unfreiwilligen Sicherheitsforscher anzuzeigen und im Verlauf der Berichterstattung dann auch noch <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39812831/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gegen die Presse</a> zu <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39814096/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schießen</a> … dazu gehört allerdings schon sehr viel Dummheit oder eine daran grenzende Selbstüberschätzung und Verklärung der eigenen Position, vor allem wenn diese klar im Widerspruch zum öffentlichen Interesse steht.</p>
<p>Im weiteren Verlauf dieser Geschichte, mit immer mehr Gerichtsterminen bei immer größeren Gerichten, mit immer wichtigeren Staatsanwälten und Richtern, hat mich dann allerdings viel mehr erschreckt, wie die Strafverfolgungsbehörden und unser Justizsystem mit diesem Fall umgegangen sind. Dass eine Firma unbedarft handelt, war für mich, im Nachhinein, weniger überraschend, als die Tatsache, dass Ermittler, Staatsanwälte — und schließlich sogar mehrere Richter — nicht gesehen haben, dass sie hier einen Strafprozess im Sinne einer Firma gegen einen Bürger geführt haben, der eigentlich nichts falsch gemacht hat. Das Ganze offenbarte ziemlich anschaulich, dass unsere Gesetze oft völlig unzulänglich sind, wenn es darum geht, Gerechtigkeit im digitalen Raum abzubilden. Und dass das Bundesverfassungsgericht sich nicht genötigt sah, im Nachhinein steuernd einzugreifen, zeigt darüber hinaus, dass eine Änderung dieses Missstands nicht absehbar ist. Aber was soll man auch von Menschen erwarten, die unironisch Wörter verwenden, die mit &ldquo;Cyber-&rdquo; anfangen. Trotz dieses Versagens des Rechtsystems scheint jetzt allerdings wenigsten der freie Markt den Auslöser des Debakels abgestraft zu haben.</p>
<h3 id="die-insolvenz-von-modern-solution" class="headerLink">
    <a href="#die-insolvenz-von-modern-solution" class="header-mark"></a>Die Insolvenz von Modern Solution</h3><p>Die Insolvenz von Modern Solution war bekannt geworden, nachdem der Hoster der Firma ihr die Server abgeschaltet hatte. Grund dafür scheint zu sein, dass Modern Solution bei der Hosting-Firma für das Betreiben der eigenen Server-Infrastruktur  &ldquo;einen guten fünfstelligen Betrag offen hat&rdquo;. Das schreibt Mark Steier in <a href="https://wortfilter.de/jtl-agentur-modern-solution-insolvent/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Blog-Eintrag zu der Insolvenz</a>. Er geht davon aus, dass das Geschäft von Modern Solution nach Bekanntwerden des Datenlecks und des unbeholfenen Umgangs mit dem unabhängigen IT-Dienstleister, der es schließen lassen wollte, stark gelitten hat. Demnach soll das Unternehmen, das 2019 in Gelsenkirchen gegründet worden war, sich nach der Presse-Berichterstattung deutlich verkleinert haben. Im Jahr 2022 ist es dann in Geschäftsräume in einem Wohngebiet in Gladbeck umgezogen. Auch JTL, der Hersteller eines Warenwirtschaftssystems, für das Modern Solution den Großteil seiner sogenannten Lösungen anbot, soll dem Unternehmen in Reaktion auf das PR-Debakel mit der Strafanzeige den Status als offiziellen Servicepartner entzogen und es aus dem offiziellen Partnerverzeichnis entfernt haben.</p>
<p>Für unabhängige Shop-Betreiber, die Kunden von Modern Solution waren, ist das Ganze eine Katastrophe. Sie waren über die Insolvenz des Dienstleisters, über den sie einen wichtigen, vielleicht sogar unverzichtbaren, Teil ihres Geschäftes abwickeln, nicht informiert worden. Die Abschaltung der Server traf viele anscheinend ebenso überraschend. Das schreibt jedenfalls Steier, der sich auf Kontakte im Umfeld der Firmen JTL und des Hamburger E-Zigaretten-Händlers InnoCigs beruft, für deren Shopping-Systeme Modern Solution Schnittstellen für kleinere Online-Shops angeboten hatte. Demnach waren die Webseiten von Modern-Solution-Kunden, oder deren Geschäftsdaten, plötzlich aus dem Internet verschwunden und bei Modern Solution war niemand mehr erreichbar, ohne dass den Kunden ein Grund dafür mitgeteilt worden war. Diese sahen sich plötzlich mit der Situation konfrontiert, als sie bemerkten, dass ihre Shops nicht mehr erreichbar waren, beziehungsweise schon bezahlte Bestellungen nicht mehr erfüllt werden konnten.</p>
<p>Glücklicherweise scheint der Hoster von Modern Solution deutlich mehr an Lösungen interessiert zu sein als die Software-Stümper aus Gladbeck. Die Firma Kamp Netzwerkdienste hat sich aus Eigeninitiative nun nämlich dazu entschieden, die Server des insolventen Unternehmens wieder ans Netz zu nehmen, damit deren Kunden wieder an ihre Daten kommen und auf alternative Software und andere Dienstleister umsteigen können. Auch wenn klar zu sein scheint, dass man das von Modern Solution geschuldete Geld wohl nicht mehr eintreiben kann und durch diesen Schritt natürlich noch mehr Kosten entstehen.</p>
<p>Ein Vizepräsident des Mutterunternehmens von Kamp beschreibt dem Umgang mit Modern Solution in <a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7420075998034956289/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einer Stellungnahme auf LinkedIn</a> wie folgt:</p>
<blockquote>
  <p><em>Seit Monaten haben wir intensiv versucht, gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten. Leider blieben notwendige Schritte, verbindliche Zusagen und zugesagte Maßnahmen seitens der Geschäftsführung der Modern Solution GmbH &amp; Co. KG aus. Unter diesen Umständen waren uns zunehmend die Hände gebunden, sodass wir letztlich von einer lange geplanten und zuvor angekündigten Abschaltung Gebrauch machen mussten.</em></p>
</blockquote><p>Das vervollständigt das Bild, welches ich mir über die Jahre von diesem Unternehmen gemacht habe. Erst programmiert man stümperhaft eine Software, die kein verantwortungsvoller Programmierer bei Verstand jemals so in Produktion genommen hätte. Als diese selbstverschuldete, offensichtlich bei vollem Bewusstsein entstandene Sicherheitslücke dann entdeckt wird, handelt man gar nicht oder sehr langsam. Als die Lücke dann bekannt wird, geht man, anstatt Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen, mit strafrechtlichen Mitteln gegen jemanden vor, der die Öffentlichkeit vor den Folgen der eigenen Inkompetenz bewahren wollte — offensichtlich aus Rachsucht. Und wenn die Presse dann über diesen Umstand berichten will, reagiert man nicht auf Anfragen und wird im Nachhinein auch noch patzig, weil einem das berechtigte öffentliche Interesse an den eigenen Fehlentscheidungen nicht passt. Und nun scheint es so, als sei das Unternehmen mit der selbstverschuldeten Insolvenz auch nicht erwachsener umgegangen als mit seinen Programmierfehlern.</p>
<p>Moderne Lösungen sehen anders aus.</p>
<br />
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2026/janeway-dismissed.gif" title="Captain Janeway: &ldquo;Dismissed!&rdquo;" data-thumbnail="/img/2026/janeway-dismissed.gif">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Lars Wienand zurück auf Twitter</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/wienand-twitter-2/</link>
    <pubDate>Thu, 15 Jan 2026 10:20:05 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/wienand-twitter-2/</guid>
    <description><![CDATA[<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M43.246 466.142c-58.43-60.289-57.341-157.511 1.386-217.581L254.392 34c44.316-45.332 116.351-45.336 160.671 0 43.89 44.894 43.943 117.329 0 162.276L232.214 383.128c-29.855 30.537-78.633 30.111-107.982-.998-28.275-29.97-27.368-77.473 1.452-106.953l143.743-146.835c6.182-6.314 16.312-6.422 22.626-.241l22.861 22.379c6.315 6.182 6.422 16.312.241 22.626L171.427 319.927c-4.932 5.045-5.236 13.428-.648 18.292 4.372 4.634 11.245 4.711 15.688.165l182.849-186.851c19.613-20.062 19.613-52.725-.011-72.798-19.189-19.627-49.957-19.637-69.154 0L90.39 293.295c-34.763 35.56-35.299 93.12-1.191 128.313 34.01 35.093 88.985 35.137 123.058.286l172.06-175.999c6.177-6.319 16.307-6.433 22.626-.256l22.877 22.364c6.319 6.177 6.434 16.307.256 22.626l-172.06 175.998c-59.576 60.938-155.943 60.216-214.77-.485z"/></svg> Siehe: <a href="/de/blog/2026/lars-wienand-twitter/" rel=""><strong>Twitter-Konto von T-Online-Redakteur Lars Wienand verschwunden</strong></a></p>
<p>Lars Wienand <a href="https://x.com/LarsWienand/status/2011443838695743672" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist zurück auf Twitter</a>. Erklären, was mit seinem Konto passiert ist, tut er nicht. So viel Transparenz kann man heutzutage von Presse-Kollegen wohl nicht mehr erwarten. Hauptsache, das Clickbait geht weiter an die Leser raus…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Forstamt Speranza</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/forstamt-speranza/</link>
    <pubDate>Sat, 10 Jan 2026 13:35:02 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/forstamt-speranza/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/art/illustrations/forstamt-speranza.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Fefe langsam auf dem Wege der Besserung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/fefe-update/</link>
    <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 11:52:19 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/fefe-update/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Seit der Kult-Blogger der deutschen Tech-Szene, Felix &ldquo;Fefe&rdquo; von Leitner, <a href="/de/blog/2025/wo-ist-fefe/" rel="">im Mai 2025 plötzlich aus dem Netz verschwunden war</a>, vermissen viele Leser seine charakteristischen Kommentare zu den Nachrichten des Tages. Zwischenzeitlich hatten wir erfahren, <a href="/de/blog/2025/fefe-lebt/" rel="">dass Fefe einen Schlaganfall erlitten hatte</a>.</p>
<p>Am 6. Dezember hatte Fefe dann anscheinend tatsächlich <a href="http://blog.fefe.de/?ts=97cd29cd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen neuen Eintrag auf seinem Blog veröffentlicht</a>.</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2026/fefe-post-dec-2025.png" title="Blog-Eintrag von Fefe" data-thumbnail="/img/2026/fefe-post-dec-2025.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Seitdem herrscht allerdings wieder Funkstille. Auch auf der deutschen Hacker-Konferenz 39C3 in Hamburg <a href="https://infosec.exchange/@oec/115798058160462746" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurde Fefe anscheinend von vielen vermisst</a>.</p>
<blockquote>
  <p><em>Viele Grüße und ein großes Dankeschön für die vielen lieben Genesungswünsche und Weihnachtsgrüße soll ich von Fefe ausrichten.</em></p>
<p><em>Der Gipfel ist überwunden, aber der Weg bleibt steinig, sagt er. Allen auf dem #39c3 wünscht er viel Spaß!</em></p>
</blockquote><p>   — Özgür Kesim</p>
<p>Fefes fehlende Blog-Einträge haben offensichtlich so ein so großes Loch in die deutsche Blogger-Szene gerissen, dass sich auf Reddit nun in seiner Abwesenheit eine Community von Leuten zusammengefunden hat, die den Stil seines Blogs tagesaktuell imitieren: <a href="https://www.reddit.com/r/fefe_blog_interim/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">/r/fefe_blog_interim</a></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Twitter-Konto von T-Online-Redakteur Lars Wienand verschwunden</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/lars-wienand-twitter/</link>
    <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 10:37:05 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/lars-wienand-twitter/</guid>
    <description><![CDATA[<p><a href="https://x.com/LarsWienand" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Twitter-Konto von T-Online-Redakteur Lars Wienand</a> wurde offensichtlich entweder gesperrt oder gelöscht. Auf jeden Fall ist es momentan nicht erreichbar.</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2026/twitter-lars-wienand-account-offline.png" title="Twitter-Konto Wienand" data-thumbnail="/img/2026/twitter-lars-wienand-account-offline.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Lars Wienand <a href="https://www.t-online.de/author/id_83072898/lars-wienand.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist bei <em>T-Online</em> Leitender Redakteur Recherche</a> und war mir zuerst vor ein paar Jahren wegen seiner Berichterstattung zum Phänomen Drachenlord unter gekommen. Diese Berichte gefielen mir damals von allen, die ich in der Altlasten-Presse gelesen habe, noch mit am besten.</p>
<p>In folge war mir Wienand dann eher wegen tendenziöser und schlecht recherchierten Meldungen aufgefallen. Erst kürzlich nahm ich irritiert <a href="https://x.com/LarsWienand/status/1992584630155825604" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Tweet</a> (aktuell gelöscht, aber <a href="https://archive.is/Rx0iX" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier archiviert</a>) wahr, in dessen Verlauf er mit seinen Lesern diskutiert und dann diese Perle des modernen Journalismus absetzt:</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2026/twitter-lars-wienand-liber-net.png" title="Tweet von Lars Wienand" data-thumbnail="/img/2026/twitter-lars-wienand-liber-net.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Dass ein explizit mit Recherche beauftragter Leitender Redakteur aktiv die Recherche verweigert, weil er anscheinend ideologisch so vorgeformt ist, dass er glaubt, die Antwort schon zu kennen, hat mich zwar angesichts des aktuellen Zustands der deutschen Presse nicht überrascht, aber krass fand ich es dann doch. Und natürlich ist das besonders ironisch für jemanden, dessen Selbstbeschreibung auf seiner Autorenseite mit folgenden Worten beginnt:</p>
<blockquote>
  <p><em>&ldquo;Auf den zweiten Blick sieht manches anders aus.&rdquo;</em></p>
<p><em>Mein Name ist Lars Wienand, und ich weiß, dass ich sehr vieles nicht weiß. Das ist oft auch meine Herangehensweise bei Themen, die vermeintlich eindeutig zu sein scheinen.</em></p>
</blockquote><p>Bisher habe ich nicht herausfinden können, warum Wienands Twitter-Konto offline ist. Und entgegen der Herangehensweise von Wienand selbst, habe ich mir darüber noch keine Meinung gebildet, weil ich halt nichts weiß. Ich weiß nur, dass dies nicht das erste Mal zu sein scheint, <a href="https://x.com/uhl_ju/status/1904593203166101514" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass sein Konto dort gesperrt wurde</a>.</p>
<p>Sachdienliche Hinweise werden dankend entgegen genommen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Schnee</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/schnee/</link>
    <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 09:52:35 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/schnee/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2026/metar-taf-eddl-snow.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Als wir heute Morgen aufwachten, war die Welt in Weiß gehüllt. Es hatte geschneit. Wie es hier in Westdeutschland schon fast Tradition ist, hatten wir keine weiße Weihnacht, sondern stattdessen Schnee Anfang Januar. Das ist schon seit Jahrzehnten so, und tatsächlich schneit es etwa alle zwei oder drei Jahre Anfang Januar. Wenn es hier schneit, dann normalerweise Anfang Januar.</p>
<p>Die Presse <a href="https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/winter-ade-nie-wieder-schnee-a-71456.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erzählt uns natürlich seit über 25 Jahren</a>, dass Kinder nie wieder Schnee sehen werden. Aber das erweist sich für eine Generation nach der anderen als falsch. Wenn ich gerade aus meinem Fenster schaue, sehe ich mehrere Kinder, die fröhlich einen Schneemann bauen. Es scheint fast so, als wären die meisten dieser Vorhersagen völliger Blödsinn. &#x1f914;</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Silvester in Berlin</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2026/silvester-in-berlin/</link>
    <pubDate>Thu, 01 Jan 2026 14:09:04 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2026/silvester-in-berlin/</guid>
    <description><![CDATA[<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M552 64H88c-13.255 0-24 10.745-24 24v8H24c-13.255 0-24 10.745-24 24v272c0 30.928 25.072 56 56 56h472c26.51 0 48-21.49 48-48V88c0-13.255-10.745-24-24-24zM56 400a8 8 0 0 1-8-8V144h16v248a8 8 0 0 1-8 8zm236-16H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm-208-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm0-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-40c0-6.627 5.373-12 12-12h360c6.627 0 12 5.373 12 12v40c0 6.627-5.373 12-12 12z"/></svg> <em>Tagesschau:</em> <a href="https://www.tagesschau.de/inland/silvester-2026-102.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Silvesternacht in Deutschland: Tote und Verletzte bei Unfällen und Krawallen</a></p>
<p>Eigentlich ist in der Silvesternacht in Berlin so gut wie nichts passiert:</p>
<blockquote>
  <p><em>Die Polizei war nach Angriffen auf Einsatzkräfte in den vergangenen Silvesternächten verstärkt vor allem in Städten unterwegs. Allein in Berlin waren mehr als 4.000 Polizisten im Einsatz. Nach ersten Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nahm die Polizei in Berlin mehr als 420 Menschen fest und zählte 30 verletzte Beamte. Die Polizei sei in der Hauptstadt &ldquo;konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen&rdquo;. Einsatzstrategie und -konzept seien erfolgreich gewesen. Dennoch sei es auch diesmal zu &ldquo;Gewalt&rdquo; gekommen. Nun müsse die Justiz Straftaten &ldquo;schnell und konsequent&rdquo; verfolgen.</em></p>
</blockquote><p>420 Festnahmen in einer Stadt von 3,6 Millionen Einwohnern sind so gut wie nichts. Okay, 30 verletzte Polizisten sind nicht schön, aber da ich annehme, dass da auch kleinste Verletzungen wie verknackste Knöchel gezählt werden, ist es dann wahrscheinlich auch nicht mehr so schlimm, wie es sich erstmal anhört.</p>
<p>Es ist eine statistische Unausweichlichkeit, dass es mehr Verhaftungen und mehr verletzte Polizisten gibt, je mehr Polizisten man an solchen Abenden einsetzt. Aber natürlich muss die Presse, egal wie wenig passiert, wieder mal alles Negative hervorheben.</p>
<blockquote>
  <p><em>Stephan Weh, Landesbezirkschef in Berlin bei der Gewerkschaft der Polizei, sagte bei tagesschau24, in den &ldquo;Hotspots&rdquo; sei es etwas ruhiger gewesen. Dennoch gab es mehrere verletzte Einsatzkräfte. Man somit können wir &ldquo;nicht von einem friedlichen Silvesterabend reden&rdquo;.</em></p>
</blockquote><p>Das gleiche gilt für Feuerwerk. Natürlich verletzen sich jedes Jahr die Spinner, die unverantwortlich mit Böllern hantieren. Das ist nun wirklich nichts Neues. Das steht seit über 50 Jahren nach jedem Silvester in der Zeitung. Trotzdem wird es immer wieder berichtet, als ob es das erste Mal wäre.</p>
<blockquote>
  <p><em>In Berlin zogen sich zudem beim Umgang mit Feuerwerk mehrere Menschen in der Silvesternacht schwerste Verletzungen zu. Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) waren bis Donnerstagmorgen mehr als 30 Verletzte in Behandlung, bei einigen von ihnen mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden, wie Kliniksprecherin Angela Kijewski der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auch Verbrennungen, Gesichts- und Augenverletzungen seien vorgekommen.</em></p>
<p><em>&ldquo;Besonders entsetzlich&rdquo; sei, dass unter den Verletzten acht Minderjährige zwischen 14 und 17 Jahren seien: &ldquo;Ihr Leben wird sich durch diese Verletzungen für immer verändern&rdquo;, sagte Kijewski. Zudem hätten mehrere junge Männer beim Beugen über Böllerbatterien Feuerwerk ins Gesicht bekommen und dabei schwere Verletzungen etwa an den Augen davongetragen. Die Klinik erwarte, dass sich im Laufe des Tages noch weitere Menschen zur Behandlung einfinden werden.</em></p>
</blockquote><p>Als nächstes kommen dann wieder die Rufe nach Verboten. Nur weil ein paar dumme Menschen dumme Dinge gemacht haben. &#x1f926;&zwj;&#x2642;&#xfe0f;</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Frohes Neues!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/frohes-neues/</link>
    <pubDate>Wed, 31 Dec 2025 14:57:15 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/frohes-neues/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/happy-new-year.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><span style="font-family: 'Typewriter Elite MT Std'; font-size: 1.2em; font-weight: 600;">Allen meinen Lesern ein frohes neues Jahr! Wir sehen uns in 2026…</span></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Frohe Weihnachten!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/frohe-weihnachten/</link>
    <pubDate>Wed, 24 Dec 2025 16:14:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/frohe-weihnachten/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/christmas-2025.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><span style="font-family: 'Typewriter Elite MT Std'; font-size: 1.2em; font-weight: 600;">Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs frohe Weihnachten! Ich hoffe, ihr verbringt die Feiertage entspannt und ruhig mit eurer Familie.</span></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Keine KI — Zeit, Position zu beziehen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/keine-ki/</link>
    <pubDate>Thu, 04 Dec 2025 14:28:10 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/keine-ki/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/eule-auf-schmucklosem-baum.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Keiner meiner veröffentlichten Texte wurde mit Hilfe von Tools der künstlichen Intelligenz erstellt — weder mit neuronalen Netzen, maschinellem Lernen, Large Language Models oder mit anderen Algorithmen, die massenhaft statistische Analysen oder Ähnliches durchführen. Ich verwende keine KI-Technologie, um Texte oder Teile von Texten zu schreiben, und ich nutze sie auch nicht als Inspiration für Texte.</p>
<p>In der Vergangenheit habe ich natürlich mit KI experimentiert. Schließlich bin ich Tech-Journalist und muss mich über neue Technologien auf dem Laufenden halten. Ich habe KI verwendet, um Texte aus dem Englischen ins Deutsche (oder umgekehrt) zu übersetzen, zur Handschrifterkennung und zur Erstellung von Bildern zur Illustration für Artikel. Ich werde auch weiterhin mit KI-Tools experimentieren, habe aber beschlossen, keine dieser Inhalte auf meiner Website zu veröffentlichen — mit der möglichen Ausnahme von Artikeln, in denen ich über künstliche Intelligenz berichte und etwas illustrieren muss, worüber ich schreibe.</p>
<p><strong>Seit Anfang Dezember 2025 werden auf dieser Website keinerlei KI-Inhalte veröffentlicht.</strong></p>
<p>Ich arbeite daran, die meisten KI-generierten Bilder auf dieser Seite durch Zeichnungen oder Fotos zu ersetzen, die ich selbst gemacht habe. Darüber hinaus werde ich weiterhin Fotos und Grafiken aus Quellen verwenden, die KI-generierte Inhalte ausdrücklich verbieten. Es liegt auf der Hand, dass dieser Prozess, bei dem die doch begrenzte Anzahl von KI-generierten Bildern auf der Website ersetzt wird, einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Aber warum mache ich das alles?</p>
<h2 id="die-dunkle-seite-der-ki" class="headerLink">
    <a href="#die-dunkle-seite-der-ki" class="header-mark"></a>Die dunkle Seite der KI</h2><p>Also, die Technologien, die heutzutage unter dem Begriff „künstliche Intelligenz” (oder KI) zusammengefasst werden, sind faszinierend. Aber sie sind nicht, entgegen dem, was einem die Sales-Leute aus dem Silicon Valley weismachen wollen, neu oder sogar  revolutionär. Was wir heute als KI bezeichnen, ist einfach die Anwendung jahrzehntealter Algorithmen und Programmiertechniken auf die Berge von „Big Data”, riesige Informationssammlungen, die Unternehmen in den letzten zwanzig Jahren angehäuft haben. Bislang waren diese Datensammlungen — über unsere Gewohnheiten, unser Privatleben, unsere kreativen Errungenschaften und auch über die Welt um uns herum im Allgemeinen — weitgehend unbrauchbar. Die massenhafte statistische Analyse dieser Daten durch relativ einfache Algorithmen ermöglicht nun die „Wunder“, die KI-Unternehmen uns in den letzten Jahren verkauft haben.</p>
<p>Einige der mit KI geschaffenen Inhalte sind nützlich, vieles davon ist einfach nur albern und manches ist entweder richtig witzig oder furchtbar schlecht, je nachdem, in welchem Kontext es verwendet wird. Ich gönne jedem die Nutzung dieser Technologie. Und ich mache mir keinerlei Illusionen, dass sie aufgehalten werden kann. KI ist nicht mehr wegzudenken. Ich wünschte mir nur, dass die Menschen sich bemühen würden, zumindest die grundlegendsten Prinzipien dieser Technologie zu verstehen.</p>
<p>Künstliche „Intelligenz“ ist nicht intelligent. Vor allem fehlt ihr eine der wichtigsten Eigenschaften des Menschen: Kreativität. Sie ist auch keine Zauberei und sollte nicht als revolutionärer digitaler Paradigmenwechsel dargestellt werden, der fast unmöglich zu verstehen ist. KI kann erstaunliche Ergebnisse erzeugen, aber deren Entstehung lässt sich gut verstehen, wenn man siech anschaut, wie die Algorithmen tatsächlich funktionieren. Das Gleiche gilt für die Grenzen dieser Technologie. Diese Grenzen werden oft fälschlicherweise als „Halluzinationen“ bezeichnet werden — wahrscheinlich, um die sehr realen und unverrückbaren  Grenzen der Technologie als „Bugs“ herunterzuspielen, die leicht behoben werden können.</p>
<p>Der Mangel an Kreativität von KI kann nicht behoben werden — zumindest nicht, bis jemand eine radikal andere Technologie entwickelt, die das ersetzt, was wir heute unter diesem Begriff verstehen. Und genau dieser Mangel an Kreativität und auch die Lüge der KI-Unternehmen, diesen Mangel zu leugnen, ist es, was ich an KI ablehne. Denn dieses Missverständnis ist gefährlich. Es bedeutet, dass KI-Unternehmen im Wesentlichen Produkte menschlicher Genialität und Kreativität, die im Internet frei verfügbar sind, ausnutzen, um die Systeme zu entwickeln, die sie verkaufen.</p>
<p>Das ist letztendlich ein selbstzerstörerisches Vorgehen, da es den Anreiz für Menschen nimmt, in digitalen Medien (auf die diese KI-Unternehmen Zugriff haben) kreativ zu sein. Wenn Menschen aufhören, im Internet kreativ zu sein, wird digitale Kunst und andere Ausdrucksformen menschlicher Kreativität im Web durch eine Flut von mittelmäßigen und uninspirierten Werken ersetzt werden. Selbst jetzt schon, nur wenige Jahre nach der ersten Verbreitung von KI-Technologien, sehen wir diesen Effekt bereits überall. Und derzeit wächst dieses Problem fast exponentiell.</p>
<p>Und das liegt nicht nur an der generativen Nutzung von LLMs und anderen KI-Technologien. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch bei agentenbasierter KI (agentic AI) beobachten. Da der Einsatz dieser Technologien die klassische Websuche immer mehr ersetzt, ist auch hier ein destruktiver Effekt zu beobachten.</p>
<p>Google war mal Vorreiter bei dem Geschäftsmodell, Geld mit den von anderen Menschen im Internet produzierten Inhalten zu verdienen. Gleichzeitig belohnte der Dienst aber auch die Urheber, indem er ihre Inhalte für die Öffentlichkeit sichtbar und damit zugänglich machte. Durch den Aufbau eines Werbenetzwerks rund um die Suchmaschine schuf Google sogar eine völlig neue Möglichkeit für Kreative, mit ihrer Arbeit im Internet Geld zu verdienen. Zugegeben, das war weniger Geld, als diese Menschen vor dem Internets hätten verdienen können, aber es eröffnete auch vielen Menschen erst diese Möglichkeiten, die sonst niemals ein Publikum für ihre Werke gefunden hätten.</p>
<p>Das alte Google-Modell hatte zwar viele Nachteile, aber diese verblassen im Vergleich zu dem, was KI-Unternehmen den Kreativen im Internet antun. ChatGPT und seine Konkurrenten bieten ihren Nutzern keinerlei Anreiz, sich zu den Originalinhalten durchzuklicken. Diese Produkte sind darauf ausgelegt, die Arbeit anderer als Ergebnis ihrer eigenen „Intelligenz” auszugeben. Selbst wenn diese Chatbots Quellenlinks angeben, beschränken sich diese oft auf einen winzigen Bruchteil der tatsächlichen Quellen, die der Algorithmus zur Erstellung seiner Antwort verwendet hat. Und die Nutzer werden durch die Benutzererfahrung dieser Systeme bewusst darauf trainiert, einfach zu akzeptieren, was die KI sagt, ohne selbst zu lesen und zu recherchieren. Schließlich ist das Umgehen dieses Schrittes eines ihrer Verkaufsargumente. Diese Systeme sind darauf ausgelegt, „Gespräche” mit ihren Nutzern zu führen — mit anderen Worten: sie sollen die Nutzer in ihrem eigenen Ökosystem halten.</p>
<p>Das Ergebnis ist, dass Menschen nun davon abgehalten werden, ihre Arbeit im Internet zu veröffentlichen. Denn sie wird einfach schamlos von KI-Agenten gestohlen, die die Werke anderer als ihr eigenes Produkt ausgeben, während gleichzeitig verhindert wird, dass Nutzer den tatsächlichen Urheber finden. Kreative können also kein Publikum mehr für ihre Arbeit finden, geschweige denn Geld damit verdienen..</p>
<p>In den letzten dreißig Jahren haben wir also einen Wandel erlebt, bei dem Kreative ihre Werke zunächst offline amboten und dann gezwungen waren, sie online für viel weniger Geld zu verkaufen. Während dies zumindest mit der Möglichkeit einherging, ein um ein Vielfaches größeres Publikum als in der Offline-Welt zu erreichen und dadurch vielleicht sogar mehr Geld als zuvor zu verdienen, nehmen wir ihnen nun mit der KI sowohl ihr Geld als  auch <strong>ihr Publikum</strong> weg. So wie es derzeit aussieht, müssen Kreative in Zukunft entweder umsonst arbeiten, das kreative Arbeiten ganz aufgeben oder ihre Arbeit komplett auf Offline-Medien verlagern.</p>
<h2 id="position-beziehen" class="headerLink">
    <a href="#position-beziehen" class="header-mark"></a>Position beziehen</h2><p>Obwohl ich schon seit Jahren über die Auswirkungen von KI-Technologien nachdenke, hat mich nun <a href="https://eclecticlight.co/2025/07/27/last-week-on-my-mac-%F0%9F%A6%89-no-ai-content/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Artikel</a>, den ich vor Kurzem entdeckt habe, dazu motiviert, endlich aktiv zu werden.</p>
<blockquote>
  <p><em>Der [Leitartikel des Economist] stellt klar fest: „Die Gefahr besteht darin, dass Antwortmaschinen so viele Leser wegnehmen, dass die Motivation entfällt, Inhalte zu erstellen.“ Der Artikel kommt zu dem Schluss: „Wenn sich nichts ändert, besteht die Gefahr einer modernen Tragödie der Allmende. Die gemeinsamen Ressourcen des offenen Internets werden übermäßig ausgebeutet, was letztendlich zu ihrer Erschöpfung führt.“</em></p>
<p><em>Das Problem liegt darin, was so treffend als Googles Wandel von einer <strong>Suchmaschine</strong> zu einer <strong>Antwortmaschine</strong> bezeichnet wird. Ein Thema, das in dem aktuellen Bericht des Pew Research Center, hier von Menschen zusammengefasst, weiter beleuchtet wird. Darin wird gezeigt, dass Google-Nutzer „weniger auf Links klicken, wenn in den Suchergebnissen eine KI-Zusammenfassung erscheint“.</em></p>
<p><em>Nichts, was ich hier veröffentliche, stammt von KI oder Antwort-Engines. Jedes Wort, das geschrieben wird, stammt von mir. Wenn es Fehler oder Irrtümer gibt, sind diese meine und nicht das Produkt eines LLMs. Ich verwende keine KI wie Writing Tools zum Korrekturlesen, zum Zusammenfassen von Artikeln oder zum Verfassen von Kommentaren. Das Gleiche gilt für Inhalte, die ich für die Veröffentlichung an anderer Stelle schreibe, einschließlich meiner regelmäßigen Rubriken in den Magazinen MacFormat und MacLife, deren Herausgeber die Verwendung von KI zur Erstellung von Inhalten ausdrücklich verbietet.</em></p>
<p><em>Es ist an der Zeit, klar zu sagen, dass keiner der Inhalte dieses Blogs mit Hilfe von Schreibtools, Apple Intelligence, Large Language Models oder künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Was ihr hier hier lest, wurde von einem Menschen recherchiert, verfasst und korrigiert.</em></p>
<p><em>Um diese Unterscheidung deutlich zu machen, wird auf dieser Website nun ein Eulen-Emoji angezeigt. Eulen sind seit langem tief verwurzelt mit der Nacht sowie mit Weisheit und Wissen, was bis in das klassische Zeitalter des Mittelmeerraums zurückreicht [&hellip;] Und ich ermutige andere, die Blogs und Online-Inhalte ohne KI schreiben, dasselbe zu tun. Es ist Zeit, zusammenzustehen.</em></p>
</blockquote><p>Ich stimme vielen der hier angesprochenen Punkte zu und finde die Idee des Autors, eine Eule und das Label „Keine KI-Inhalte“ zu verwenden, großartig. Ich werde dieses Label daher ab sofort selbst verwenden.</p>
<p>Viele Menschen werden dies wahrscheinlich als hoffnungslose letzte Schlacht verstehen. „Man kann den Fortschritt nicht aufhalten“ und so weiter. Da ich jedoch noch nie KI beim Schreiben verwendet habe und auch nicht die Absicht habe, dies in Zukunft zu tun, kostet es mich wirklich nicht viel, diese Haltung nun explizit deutlich zu machen. Es wird etwas schwieriger sein, Teaser-Bilder für Beiträge zu finden, aber das war es auch schon.</p>
<p>Für mich, der ich eher aus einer Berufung heraus als von Beruf aus Schriftsteller bin, war es immer eine Frage der persönlichen Integrität und der Berufsethik, diese Technologien niemals zu nutzen. Denn wenn man so malen kann wie Simon Stålenhag, würde man keine KI einsetzen, um Bilder zu generieren. Wenn man Sabaton ist, braucht man keine Algorithmen, um einen Power-Metal-Kracher zu schreiben. Und wenn man sich selbst für einen guten Schriftsteller hält, was ich heutzutage wohl tue, sollten die eigenen Ambitionen in die gleiche Richtung gehen. Beim Schreiben geht es meiner Meinung nach nicht darum, den Prozess so einfach wie möglich zu gestalten. Es geht darum, das beste Ergebnis zu erzielen. Und KI erzielt <strong>niemals</strong> das beste Ergebnis, das kann nur die menschliche Kreativität.</p>
<p>Aus ethischer Sicht betrachtet: Die Atombombe war zwar unaufhaltsam, seit wir wissen wie man das Atom spaltet, ich wäre aber trotzdem nicht gerne Oppenheimer. Solcher Ruhm hat meiner Meinung nach einen zu hohen Preis. Nur weil eine Entwicklung unvermeidlich ist, heißt das nicht, dass <strong>man selbst</strong> daran beteiligt sein muss. So wie ich die zukünftige Entwicklung von hier aus sehe, würde ich mich lieber aus diesen Technologien heraushalten. Ich werde sie vielleicht verwenden, wenn ich D&amp;D-Settings für meine Spieler erstelle und in bei anderen privaten Gelegenheiten, in denen ich darin keinen Schaden sehe. Aber auf dieser Website, auf der ich Journalismus und meine eigene Kreativität zur Schau stelle, sehe ich den Schaden sehr wohl und möchte nicht Teil des Problems sein.</p>
<p>Also werde ich hier wohl mein letztes Gefecht austragen: <svg class="icon" role="img" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 24 24"><path d="M12 14q2.375 0 4.188-1.388T18 9q0-.875-.3-1.638T16.85 6q-1.6.05-2.725 1.2T13 10h-2q0-1.65-1.125-2.775t-2.725-1.2q-.55.6-.85 1.35T6 9q0 2.225 1.813 3.613T12 14m-3.5-4q-.425 0-.712-.288T7.5 9t.288-.712T8.5 8t.713.288T9.5 9t-.288.713T8.5 10m7 0q-.425 0-.712-.288T14.5 9t.288-.712T15.5 8t.713.288T16.5 9t-.288.713T15.5 10M12 22q-3.35 0-5.675-2.325T4 14V9q0-3.05 2.4-5.025T12 2t5.6 1.975T20 9v11h-2q-1.25 0-2.125-.875T15 17v-1.5q-.5.175-1 .288t-1 .162V17q0 2.075 1.463 3.538T18 22z"></path></svg>
 <a href="/no-ai/" rel=""><strong>KEINE KI-INHALTE</strong></a></p>
<br />
<iframe data-testid="embed-iframe" style="border-radius:12px" src="https://open.spotify.com/embed/track/2aL4Dr516WsEswstjfnyYr?utm_source=generator" width="100%" height="152" frameBorder="0" allowfullscreen="" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy"></iframe>
<blockquote>
  <p><em>It’s the nature of time that the old ways must give in</em><br>
<em>It’s the nature of time that the new ways come in sin</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein weiterer Morgen an der Oberfläche</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/morgen/</link>
    <pubDate>Thu, 04 Dec 2025 11:58:24 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/morgen/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/screenshots/2025/arc-raiders-03.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Rückkehr nach Speranza</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/rueckkehr/</link>
    <pubDate>Thu, 27 Nov 2025 14:38:55 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/rueckkehr/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/screenshots/2025/arc-raiders-02.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zweihundertfünfzig</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-250/</link>
    <pubDate>Tue, 11 Nov 2025 09:16:11 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-250/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2026/digital-total-250.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 250. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Heute veröffentliche ich die 250. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne. Die Kolumne &ldquo;Digital Total&rdquo; ist nicht die erste Kolumne, die ich schreibe — mit dem regelmäßigen Kolumnenschreiben angefangen habe ich <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">am 6. Januar 2019</a>, in der ersten Woche meiner Selbstständigkeit als freier Journalist mit der Blog-Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel="">&ldquo;Ausgefuchst&rdquo;</a>. &ldquo;Digital Total&rdquo; ist allerdings die Kolumne, die ich am längsten durchgehalten habe. <a href="/de/blog/2021/digital-total-001/" rel="">Angefangen</a> habe ich sie am 5. Januar 2021 im Auftrag der <a href="https://www.oz-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a>. Von der Ostfriesen-Zeitung stammt auch der Name der Kolumne. Aufgabe war es, einmal die Woche ein Thema aus dem weiten Bereich der Digitaltechnik für regionale Zeitungsleser zu kommentieren. Ich habe mir dabei selbst vorgenommen, nicht nur zu me­ckern, sondern, wenn dies möglich ist, auch einen lehrreichen Aspekt in den Text zu bringen. Im besten Fall wird der Leser durch die Kolumne nicht nur unter­halten, sondern lernt nebenbei vielleicht auch noch etwas.</p>
<p>Als die Ostfriesen-Zeitung beschloss, <a href="/de/blog/2025/digital-total-230/" rel="">dass nach der 230. Kolumnen am 24. Juni 2025 Schluss sein sollte</a>, entschied ich mich, das Format &ldquo;Digital Total&rdquo; hier auf meinem Blog weiterzuführen. Seitdem habe ich die Themen der Kolumnen mehr an mein Blog-Publikum angepasst, welches im Durchschnitt deutlich be­wanderter ist was Technik-Themen angeht, als die Leser bei der Ostfriesen-Zeitung. Ich habe aber trotzdem versucht, den Grund-Charakter der Kolumne beizubehalten. Ich hoffe, dass mir dies gelungen ist. Dabei freue ich mich natürlich immer über Anregungen und Hinweise meiner Leser — bitte zögert nicht, mich zu kontaktieren, falls euch etwas unterkommt, worüber ich an dieser Stelle mal schreiben sollte.</p>
<p>Ich hoffe euch gefällt die Kolumne nach wie vor, denn ich plane, sie noch lange weiterzu­führen. Ich freue mich schon darauf, zu sehen, wie sie sich innerhalb der nächsten 250 Ausgaben entwickeln wird.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der 20.000-Dollar-Roboter, der keiner ist</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-249/</link>
    <pubDate>Tue, 04 Nov 2025 18:35:10 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-249/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-1x-neo.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 249. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>In der vergangenen Woche zeigte mir ein Freund <a href="https://www.youtube.com/watch?v=f3c4mQty_so" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Video auf YouTube</a>, von dem ich zuerst dachte, es sei sehr aufwendig produzierte Satire. In dem Video testet eine Reporterin des <em>Wall Street Journal</em> einen Haushalts-Roboter der Silicon-Valley-Firma 1X Technologies und hält das Ganze für eine gute Idee, obwohl dieser Roboter nicht nur absurd teuer ist, sondern auch noch unglaublich schlecht funktioniert. Die ganze Prämisse ist so schlecht, dass ich es wirklich erst für einen Witz hielt. Dann hielt ich es für einen Betrugsversuch. Aber es stellt sich heraus, dass die das wirklich ernst meinen.</p>
<p>Der Roboter namens 1x NEO kostet 20.000 US-Dollar und braucht fünf Minuten, um drei Teile in einen Geschirrspüler zu räumen. Und dabei geht er fast kaputt. Aber das Beste kommt noch: Das Ding ist nicht mal ein wirklicher Roboter, da es nichts automatisch machen kann. Es ist eine Art ferngesteuerte Puppe, die von einem Menschen mit VR-Headset bedient wird. Die Zeit mit einem solchen Roboter-Fahrer muss man vorher buchen, man kann seinen 20.000-Dollar-&ldquo;Roboter&rdquo; also nicht mal immer dann benutzen, wenn es einem gerade passt. Und natürlich sieht und hört der Pilot alles, was rund um den Roboter passiert, während er oder sie das Ding bedient. Außerdem sieht es in dem Video ganz so aus, als passiert es schon mal, dass NEO umfällt und dabei etwas kaputt geht. Dann muss die Firma kommen und das Ding mit einer speziellen Roboter-Trage abholen.</p>
<p>Das ist wirklich kein Witz. Diese Firma denkt, das ist ein Produkt, das man so verkaufen kann. Natürlich mit einer Menge zusätzlicher Versprechungen, dass bald alles automatisch ohne VR-Roboter-Pilot in Indien funktioniert und so. KI, etc., bla bla. Ja klar. Das wird bestimmt genau so wahr wie das papierlose Büro, die selbst fahrenden Autos, die versiegenden Ölquellen, die abgeschmolzenen Polkappen und was uns Silicon Valley sonst noch so alles versprochen hat. Irgendwann wird das kommen. Ganz bestimmt.™</p>
<p>Na ja, die Trottel vom <em>Wall Street Journal</em> haben den Bullshit dieser Firma auf jeden Fall schon mal gekauft. Es wird wirklich immer schwieriger, die Realität von alberner Satire auseinanderzuhalten…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Thought for the Day</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/pico-8-tftd/</link>
    <pubDate>Sun, 02 Nov 2025 23:23:55 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/pico-8-tftd/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/pico8-tftd-teaser-2.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Nach etwas weniger als einem Monat Entwicklungszeit bin ich stolz darauf, meine erste fertige App für die <a href="https://www.lexaloffle.com/pico-8.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PICO-8</a> Fantasy-Konsole veröffentlichen zu können. Diese App wurde von meiner Uhr für <a href="https://munitorum.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">munitorum.net</a> inspiriert und zeigt wie diese die aktuelle Uhrzeit im 24-Stunden-Format mit dem aktuellen Datum der <a href="https://wh40k-de.lexicanum.com/wiki/Imperiale_Zeitrechnung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Imperialen Zeitrechnung aus <em>Warhammer 40.000</em></a> an. Darunter wird ein wahrhaft inspirierendes Zitat aus dem lokalen Komissariats-Büros des <a href="https://wh40k-de.lexicanum.com/wiki/Departmento_Munitorum" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Departmento Munitorum</a> angezeigt — der Imperator sei gepriesen!</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/pico8-tftd-3.gif" title="TFTD Screen-Cap" data-thumbnail="/img/2025/pico8-tftd-3.gif">
        
    </a></figure></p>
<p>Diese App wurde vollständig in der Entwicklungsumgebung PICO-8 entwickelt und enthält eine Reihe cooler Funktionen wie visuelle Effekte, die einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kathodenstrahlr%C3%B6hre" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CRT</a>-Look simulieren, komplett mit Scanlinien und einem Magnetisierungs-Glitch. Außerdem merkt sie sich auch nach einem Neustart, welcher Tag gerade ist, um jeden Tag nur eine inspirierende Nachricht anzuzeigen. Darauf bin ich ziemlich stolz. Und darauf, dass ich herausgefunden habe, wie man das Imperiale Datum auf einer Plattform berechnet, die nur eine recht rudimentäre Datumsfunktion bietet. Derzeit enthält die App 120 verschiedene Imperiale Sprichwörter. Ohne die Sprichwörter und Grafiken umfasst die gesamte App nur 337 Zeilen Code.</p>
<p>Falls ihr die App ausprobieren wollt, findet ihr hier Links zur PICO-8-Cartridge, zu Binärdateien für verschiedene Betriebssysteme und zu einer auf dieser Website gehosteten Web-App, die mit den meisten Desktop- und Mobilbrowsern funktionieren sollte:</p>
<div class="details admonition example open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M61.77 401l17.5-20.15a19.92 19.92 0 0 0 5.07-14.19v-3.31C84.34 356 80.5 352 73 352H16a8 8 0 0 0-8 8v16a8 8 0 0 0 8 8h22.83a157.41 157.41 0 0 0-11 12.31l-5.61 7c-4 5.07-5.25 10.13-2.8 14.88l1.05 1.93c3 5.76 6.29 7.88 12.25 7.88h4.73c10.33 0 15.94 2.44 15.94 9.09 0 4.72-4.2 8.22-14.36 8.22a41.54 41.54 0 0 1-15.47-3.12c-6.49-3.88-11.74-3.5-15.6 3.12l-5.59 9.31c-3.72 6.13-3.19 11.72 2.63 15.94 7.71 4.69 20.38 9.44 37 9.44 34.16 0 48.5-22.75 48.5-44.12-.03-14.38-9.12-29.76-28.73-34.88zM496 224H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zM16 160h64a8 8 0 0 0 8-8v-16a8 8 0 0 0-8-8H64V40a8 8 0 0 0-8-8H32a8 8 0 0 0-7.14 4.42l-8 16A8 8 0 0 0 24 64h8v64H16a8 8 0 0 0-8 8v16a8 8 0 0 0 8 8zm-3.91 160H80a8 8 0 0 0 8-8v-16a8 8 0 0 0-8-8H41.32c3.29-10.29 48.34-18.68 48.34-56.44 0-29.06-25-39.56-44.47-39.56-21.36 0-33.8 10-40.46 18.75-4.37 5.59-3 10.84 2.8 15.37l8.58 6.88c5.61 4.56 11 2.47 16.12-2.44a13.44 13.44 0 0 1 9.46-3.84c3.33 0 9.28 1.56 9.28 8.75C51 248.19 0 257.31 0 304.59v4C0 316 5.08 320 12.09 320z"/></svg></span>Aktuelle Version: v0.06<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content"><p><strong>Downloads:</strong></p>
<p><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 384 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M320 0H128L0 128v320c0 35.3 28.7 64 64 64h256c35.3 0 64-28.7 64-64V64c0-35.3-28.7-64-64-64zM160 160h-48V64h48v96zm80 0h-48V64h48v96zm80 0h-48V64h48v96z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/releases/download/v0.06/tftd.p8.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PICO-8-Cartridge</a>   <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M0 93.7l183.6-25.3v177.4H0V93.7zm0 324.6l183.6 25.3V268.4H0v149.9zm203.8 28L448 480V268.4H203.8v177.9zm0-380.6v180.1H448V32L203.8 65.7z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/releases/download/v0.06/tftd_windows.zip" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Windows</a>   <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M220.8 123.3c1 .5 1.8 1.7 3 1.7 1.1 0 2.8-.4 2.9-1.5.2-1.4-1.9-2.3-3.2-2.9-1.7-.7-3.9-1-5.5-.1-.4.2-.8.7-.6 1.1.3 1.3 2.3 1.1 3.4 1.7zm-21.9 1.7c1.2 0 2-1.2 3-1.7 1.1-.6 3.1-.4 3.5-1.6.2-.4-.2-.9-.6-1.1-1.6-.9-3.8-.6-5.5.1-1.3.6-3.4 1.5-3.2 2.9.1 1 1.8 1.5 2.8 1.4zM420 403.8c-3.6-4-5.3-11.6-7.2-19.7-1.8-8.1-3.9-16.8-10.5-22.4-1.3-1.1-2.6-2.1-4-2.9-1.3-.8-2.7-1.5-4.1-2 9.2-27.3 5.6-54.5-3.7-79.1-11.4-30.1-31.3-56.4-46.5-74.4-17.1-21.5-33.7-41.9-33.4-72C311.1 85.4 315.7.1 234.8 0 132.4-.2 158 103.4 156.9 135.2c-1.7 23.4-6.4 41.8-22.5 64.7-18.9 22.5-45.5 58.8-58.1 96.7-6 17.9-8.8 36.1-6.2 53.3-6.5 5.8-11.4 14.7-16.6 20.2-4.2 4.3-10.3 5.9-17 8.3s-14 6-18.5 14.5c-2.1 3.9-2.8 8.1-2.8 12.4 0 3.9.6 7.9 1.2 11.8 1.2 8.1 2.5 15.7.8 20.8-5.2 14.4-5.9 24.4-2.2 31.7 3.8 7.3 11.4 10.5 20.1 12.3 17.3 3.6 40.8 2.7 59.3 12.5 19.8 10.4 39.9 14.1 55.9 10.4 11.6-2.6 21.1-9.6 25.9-20.2 12.5-.1 26.3-5.4 48.3-6.6 14.9-1.2 33.6 5.3 55.1 4.1.6 2.3 1.4 4.6 2.5 6.7v.1c8.3 16.7 23.8 24.3 40.3 23 16.6-1.3 34.1-11 48.3-27.9 13.6-16.4 36-23.2 50.9-32.2 7.4-4.5 13.4-10.1 13.9-18.3.4-8.2-4.4-17.3-15.5-29.7zM223.7 87.3c9.8-22.2 34.2-21.8 44-.4 6.5 14.2 3.6 30.9-4.3 40.4-1.6-.8-5.9-2.6-12.6-4.9 1.1-1.2 3.1-2.7 3.9-4.6 4.8-11.8-.2-27-9.1-27.3-7.3-.5-13.9 10.8-11.8 23-4.1-2-9.4-3.5-13-4.4-1-6.9-.3-14.6 2.9-21.8zM183 75.8c10.1 0 20.8 14.2 19.1 33.5-3.5 1-7.1 2.5-10.2 4.6 1.2-8.9-3.3-20.1-9.6-19.6-8.4.7-9.8 21.2-1.8 28.1 1 .8 1.9-.2-5.9 5.5-15.6-14.6-10.5-52.1 8.4-52.1zm-13.6 60.7c6.2-4.6 13.6-10 14.1-10.5 4.7-4.4 13.5-14.2 27.9-14.2 7.1 0 15.6 2.3 25.9 8.9 6.3 4.1 11.3 4.4 22.6 9.3 8.4 3.5 13.7 9.7 10.5 18.2-2.6 7.1-11 14.4-22.7 18.1-11.1 3.6-19.8 16-38.2 14.9-3.9-.2-7-1-9.6-2.1-8-3.5-12.2-10.4-20-15-8.6-4.8-13.2-10.4-14.7-15.3-1.4-4.9 0-9 4.2-12.3zm3.3 334c-2.7 35.1-43.9 34.4-75.3 18-29.9-15.8-68.6-6.5-76.5-21.9-2.4-4.7-2.4-12.7 2.6-26.4v-.2c2.4-7.6.6-16-.6-23.9-1.2-7.8-1.8-15 .9-20 3.5-6.7 8.5-9.1 14.8-11.3 10.3-3.7 11.8-3.4 19.6-9.9 5.5-5.7 9.5-12.9 14.3-18 5.1-5.5 10-8.1 17.7-6.9 8.1 1.2 15.1 6.8 21.9 16l19.6 35.6c9.5 19.9 43.1 48.4 41 68.9zm-1.4-25.9c-4.1-6.6-9.6-13.6-14.4-19.6 7.1 0 14.2-2.2 16.7-8.9 2.3-6.2 0-14.9-7.4-24.9-13.5-18.2-38.3-32.5-38.3-32.5-13.5-8.4-21.1-18.7-24.6-29.9s-3-23.3-.3-35.2c5.2-22.9 18.6-45.2 27.2-59.2 2.3-1.7.8 3.2-8.7 20.8-8.5 16.1-24.4 53.3-2.6 82.4.6-20.7 5.5-41.8 13.8-61.5 12-27.4 37.3-74.9 39.3-112.7 1.1.8 4.6 3.2 6.2 4.1 4.6 2.7 8.1 6.7 12.6 10.3 12.4 10 28.5 9.2 42.4 1.2 6.2-3.5 11.2-7.5 15.9-9 9.9-3.1 17.8-8.6 22.3-15 7.7 30.4 25.7 74.3 37.2 95.7 6.1 11.4 18.3 35.5 23.6 64.6 3.3-.1 7 .4 10.9 1.4 13.8-35.7-11.7-74.2-23.3-84.9-4.7-4.6-4.9-6.6-2.6-6.5 12.6 11.2 29.2 33.7 35.2 59 2.8 11.6 3.3 23.7.4 35.7 16.4 6.8 35.9 17.9 30.7 34.8-2.2-.1-3.2 0-4.2 0 3.2-10.1-3.9-17.6-22.8-26.1-19.6-8.6-36-8.6-38.3 12.5-12.1 4.2-18.3 14.7-21.4 27.3-2.8 11.2-3.6 24.7-4.4 39.9-.5 7.7-3.6 18-6.8 29-32.1 22.9-76.7 32.9-114.3 7.2zm257.4-11.5c-.9 16.8-41.2 19.9-63.2 46.5-13.2 15.7-29.4 24.4-43.6 25.5s-26.5-4.8-33.7-19.3c-4.7-11.1-2.4-23.1 1.1-36.3 3.7-14.2 9.2-28.8 9.9-40.6.8-15.2 1.7-28.5 4.2-38.7 2.6-10.3 6.6-17.2 13.7-21.1.3-.2.7-.3 1-.5.8 13.2 7.3 26.6 18.8 29.5 12.6 3.3 30.7-7.5 38.4-16.3 9-.3 15.7-.9 22.6 5.1 9.9 8.5 7.1 30.3 17.1 41.6 10.6 11.6 14 19.5 13.7 24.6zM173.3 148.7c2 1.9 4.7 4.5 8 7.1 6.6 5.2 15.8 10.6 27.3 10.6 11.6 0 22.5-5.9 31.8-10.8 4.9-2.6 10.9-7 14.8-10.4s5.9-6.3 3.1-6.6-2.6 2.6-6 5.1c-4.4 3.2-9.7 7.4-13.9 9.8-7.4 4.2-19.5 10.2-29.9 10.2s-18.7-4.8-24.9-9.7c-3.1-2.5-5.7-5-7.7-6.9-1.5-1.4-1.9-4.6-4.3-4.9-1.4-.1-1.8 3.7 1.7 6.5z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/releases/download/v0.06/tftd_linux.zip" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Linux (64-bit)</a>    <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 384 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M318.7 268.7c-.2-36.7 16.4-64.4 50-84.8-18.8-26.9-47.2-41.7-84.7-44.6-35.5-2.8-74.3 20.7-88.5 20.7-15 0-49.4-19.7-76.4-19.7C63.3 141.2 4 184.8 4 273.5q0 39.3 14.4 81.2c12.8 36.7 59 126.7 107.2 125.2 25.2-.6 43-17.9 75.8-17.9 31.8 0 48.3 17.9 76.4 17.9 48.6-.7 90.4-82.5 102.6-119.3-65.2-30.7-61.7-90-61.7-91.9zm-56.6-164.2c27.3-32.4 24.8-61.9 24-72.5-24.1 1.4-52 16.4-67.9 34.9-17.5 19.8-27.8 44.3-25.6 71.9 26.1 2 49.9-11.4 69.5-34.3z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/releases/download/v0.06/tftd_osx.zip" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MacOS X</a>    <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 407 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M372 232.5l-3.7-6.5c.1-46.4-21.4-65.3-46.5-79.7 7.6-2 15.4-3.6 17.6-13.2 13.1-3.3 15.8-9.4 17.1-15.8 3.4-2.3 14.8-8.7 13.6-19.7 6.4-4.4 10-10.1 8.1-18.1 6.9-7.5 8.7-13.7 5.8-19.4 8.3-10.3 4.6-15.6 1.1-20.9 6.2-11.2.7-23.2-16.6-21.2-6.9-10.1-21.9-7.8-24.2-7.8-2.6-3.2-6-6-16.5-4.7-6.8-6.1-14.4-5-22.3-2.1-9.3-7.3-15.5-1.4-22.6.8C271.6.6 269 5.5 263.5 7.6c-12.3-2.6-16.1 3-22 8.9l-6.9-.1c-18.6 10.8-27.8 32.8-31.1 44.1-3.3-11.3-12.5-33.3-31.1-44.1l-6.9.1c-5.9-5.9-9.7-11.5-22-8.9-5.6-2-8.1-7-19.4-3.4-4.6-1.4-8.9-4.4-13.9-4.3-2.6.1-5.5 1-8.7 3.5-7.9-3-15.5-4-22.3 2.1-10.5-1.3-14 1.4-16.5 4.7-2.3 0-17.3-2.3-24.2 7.8C21.2 16 15.8 28 22 39.2c-3.5 5.4-7.2 10.7 1.1 20.9-2.9 5.7-1.1 11.9 5.8 19.4-1.8 8 1.8 13.7 8.1 18.1-1.2 11 10.2 17.4 13.6 19.7 1.3 6.4 4 12.4 17.1 15.8 2.2 9.5 10 11.2 17.6 13.2-25.1 14.4-46.6 33.3-46.5 79.7l-3.7 6.5c-28.8 17.2-54.7 72.7-14.2 117.7 2.6 14.1 7.1 24.2 11 35.4 5.9 45.2 44.5 66.3 54.6 68.8 14.9 11.2 30.8 21.8 52.2 29.2C159 504.2 181 512 203 512h1c22.1 0 44-7.8 64.2-28.4 21.5-7.4 37.3-18 52.2-29.2 10.2-2.5 48.7-23.6 54.6-68.8 3.9-11.2 8.4-21.3 11-35.4 40.6-45.1 14.7-100.5-14-117.7zm-22.2-8c-1.5 18.7-98.9-65.1-82.1-67.9 45.7-7.5 83.6 19.2 82.1 67.9zm-43 93.1c-24.5 15.8-59.8 5.6-78.8-22.8s-14.6-64.2 9.9-80c24.5-15.8 59.8-5.6 78.8 22.8s14.6 64.2-9.9 80zM238.9 29.3c.8 4.2 1.8 6.8 2.9 7.6 5.4-5.8 9.8-11.7 16.8-17.3 0 3.3-1.7 6.8 2.5 9.4 3.7-5 8.8-9.5 15.5-13.3-3.2 5.6-.6 7.3 1.2 9.6 5.1-4.4 10-8.8 19.4-12.3-2.6 3.1-6.2 6.2-2.4 9.8 5.3-3.3 10.6-6.6 23.1-8.9-2.8 3.1-8.7 6.3-5.1 9.4 6.6-2.5 14-4.4 22.1-5.4-3.9 3.2-7.1 6.3-3.9 8.8 7.1-2.2 16.9-5.1 26.4-2.6l-6 6.1c-.7.8 14.1.6 23.9.8-3.6 5-7.2 9.7-9.3 18.2 1 1 5.8.4 10.4 0-4.7 9.9-12.8 12.3-14.7 16.6 2.9 2.2 6.8 1.6 11.2.1-3.4 6.9-10.4 11.7-16 17.3 1.4 1 3.9 1.6 9.7.9-5.2 5.5-11.4 10.5-18.8 15 1.3 1.5 5.8 1.5 10 1.6-6.7 6.5-15.3 9.9-23.4 14.2 4 2.7 6.9 2.1 10 2.1-5.7 4.7-15.4 7.1-24.4 10 1.7 2.7 3.4 3.4 7.1 4.1-9.5 5.3-23.2 2.9-27 5.6.9 2.7 3.6 4.4 6.7 5.8-15.4.9-57.3-.6-65.4-32.3 15.7-17.3 44.4-37.5 93.7-62.6-38.4 12.8-73 30-102 53.5-34.3-15.9-10.8-55.9 5.8-71.8zm-34.4 114.6c24.2-.3 54.1 17.8 54 34.7-.1 15-21 27.1-53.8 26.9-32.1-.4-53.7-15.2-53.6-29.8 0-11.9 26.2-32.5 53.4-31.8zm-123-12.8c3.7-.7 5.4-1.5 7.1-4.1-9-2.8-18.7-5.3-24.4-10 3.1 0 6 .7 10-2.1-8.1-4.3-16.7-7.7-23.4-14.2 4.2-.1 8.7 0 10-1.6-7.4-4.5-13.6-9.5-18.8-15 5.8.7 8.3.1 9.7-.9-5.6-5.6-12.7-10.4-16-17.3 4.3 1.5 8.3 2 11.2-.1-1.9-4.2-10-6.7-14.7-16.6 4.6.4 9.4 1 10.4 0-2.1-8.5-5.8-13.3-9.3-18.2 9.8-.1 24.6 0 23.9-.8l-6-6.1c9.5-2.5 19.3.4 26.4 2.6 3.2-2.5-.1-5.6-3.9-8.8 8.1 1.1 15.4 2.9 22.1 5.4 3.5-3.1-2.3-6.3-5.1-9.4 12.5 2.3 17.8 5.6 23.1 8.9 3.8-3.6.2-6.7-2.4-9.8 9.4 3.4 14.3 7.9 19.4 12.3 1.7-2.3 4.4-4 1.2-9.6 6.7 3.8 11.8 8.3 15.5 13.3 4.1-2.6 2.5-6.2 2.5-9.4 7 5.6 11.4 11.5 16.8 17.3 1.1-.8 2-3.4 2.9-7.6 16.6 15.9 40.1 55.9 6 71.8-29-23.5-63.6-40.7-102-53.5 49.3 25 78 45.3 93.7 62.6-8 31.8-50 33.2-65.4 32.3 3.1-1.4 5.8-3.2 6.7-5.8-4-2.8-17.6-.4-27.2-5.6zm60.1 24.1c16.8 2.8-80.6 86.5-82.1 67.9-1.5-48.7 36.5-75.5 82.1-67.9zM38.2 342c-23.7-18.8-31.3-73.7 12.6-98.3 26.5-7 9 107.8-12.6 98.3zm91 98.2c-13.3 7.9-45.8 4.7-68.8-27.9-15.5-27.4-13.5-55.2-2.6-63.4 16.3-9.8 41.5 3.4 60.9 25.6 16.9 20 24.6 55.3 10.5 65.7zm-26.4-119.7c-24.5-15.8-28.9-51.6-9.9-80s54.3-38.6 78.8-22.8 28.9 51.6 9.9 80c-19.1 28.4-54.4 38.6-78.8 22.8zM205 496c-29.4 1.2-58.2-23.7-57.8-32.3-.4-12.7 35.8-22.6 59.3-22 23.7-1 55.6 7.5 55.7 18.9.5 11-28.8 35.9-57.2 35.4zm58.9-124.9c.2 29.7-26.2 53.8-58.8 54-32.6.2-59.2-23.8-59.4-53.4v-.6c-.2-29.7 26.2-53.8 58.8-54 32.6-.2 59.2 23.8 59.4 53.4v.6zm82.2 42.7c-25.3 34.6-59.6 35.9-72.3 26.3-13.3-12.4-3.2-50.9 15.1-72 20.9-23.3 43.3-38.5 58.9-26.6 10.5 10.3 16.7 49.1-1.7 72.3zm22.9-73.2c-21.5 9.4-39-105.3-12.6-98.3 43.9 24.7 36.3 79.6 12.6 98.3z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/releases/download/v0.06/tftd_raspi.zip" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raspberry Pi</a></p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<p><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 640 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M537.6 226.6c4.1-10.7 6.4-22.4 6.4-34.6 0-53-43-96-96-96-19.7 0-38.1 6-53.3 16.2C367 64.2 315.3 32 256 32c-88.4 0-160 71.6-160 160 0 2.7.1 5.4.2 8.1C40.2 219.8 0 273.2 0 336c0 79.5 64.5 144 144 144h368c70.7 0 128-57.3 128-128 0-61.9-44-113.6-102.4-125.4z"/></svg> <a href="/pico-8/tftd" rel="">Web-App</a>   <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 384 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M181.9 256.1c-5-16-4.9-46.9-2-46.9 8.4 0 7.6 36.9 2 46.9zm-1.7 47.2c-7.7 20.2-17.3 43.3-28.4 62.7 18.3-7 39-17.2 62.9-21.9-12.7-9.6-24.9-23.4-34.5-40.8zM86.1 428.1c0 .8 13.2-5.4 34.9-40.2-6.7 6.3-29.1 24.5-34.9 40.2zM248 160h136v328c0 13.3-10.7 24-24 24H24c-13.3 0-24-10.7-24-24V24C0 10.7 10.7 0 24 0h200v136c0 13.2 10.8 24 24 24zm-8 171.8c-20-12.2-33.3-29-42.7-53.8 4.5-18.5 11.6-46.6 6.2-64.2-4.7-29.4-42.4-26.5-47.8-6.8-5 18.3-.4 44.1 8.1 77-11.6 27.6-28.7 64.6-40.8 85.8-.1 0-.1.1-.2.1-27.1 13.9-73.6 44.5-54.5 68 5.6 6.9 16 10 21.5 10 17.9 0 35.7-18 61.1-61.8 25.8-8.5 54.1-19.1 79-23.2 21.7 11.8 47.1 19.5 64 19.5 29.2 0 31.2-32 19.7-43.4-13.9-13.6-54.3-9.7-73.6-7.2zM377 105L279 7c-4.5-4.5-10.6-7-17-7h-6v128h128v-6.1c0-6.3-2.5-12.4-7-16.9zm-74.1 255.3c4.1-2.7-2.5-11.9-42.8-9 37.1 15.8 42.8 9 42.8 9z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/blob/master/readme.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dokumentation</a>   <svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 640 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M278.9 511.5l-61-17.7c-6.4-1.8-10-8.5-8.2-14.9L346.2 8.7c1.8-6.4 8.5-10 14.9-8.2l61 17.7c6.4 1.8 10 8.5 8.2 14.9L293.8 503.3c-1.9 6.4-8.5 10.1-14.9 8.2zm-114-112.2l43.5-46.4c4.6-4.9 4.3-12.7-.8-17.2L117 256l90.6-79.7c5.1-4.5 5.5-12.3.8-17.2l-43.5-46.4c-4.5-4.8-12.1-5.1-17-.5L3.8 247.2c-5.1 4.7-5.1 12.8 0 17.5l144.1 135.1c4.9 4.6 12.5 4.4 17-.5zm327.2.6l144.1-135.1c5.1-4.7 5.1-12.8 0-17.5L492.1 112.1c-4.8-4.5-12.4-4.3-17 .5L431.6 159c-4.6 4.9-4.3 12.7.8 17.2L523 256l-90.6 79.7c-5.1 4.5-5.5 12.3-.8 17.2l43.5 46.4c4.5 4.9 12.1 5.1 17 .6z"/></svg> <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quellcode</a></p>
</div></div>
<p>Falls euch interessiert, wie die App unter der Haube funktioniert, findet ihr den Quellcode <a href="https://github.com/fab-industries/tftd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf GitHub</a> unter der <a href="https://github.com/fab-industries/tftd/blob/master/LICENSE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MIT-Lizenz</a>.</p>
<br />
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/pico8-tftd-code.png" title="TFTD Quellcode" data-thumbnail="/img/2025/pico8-tftd-code.png" data-sub-html="<h2>Der vollständige Quellcode der TFTD-App</h2><p>TFTD Quellcode</p>">
        
    </a><figcaption class="image-caption">Der vollständige Quellcode der TFTD-App</figcaption>
    </figure></p>
<p>Da ich plane, weitere PICO-8-Apps und schließlich auch Spiele zu veröffentlichen, habe ich einen neuen Bereich <a href="/de/software" rel="">Software</a> auf der Seite eingerichtet. Speichert euch das schon mal als Lesezeichen ab!</p>
<p>Ich hoffe, euch gefällt diese kleine App. Wenn ja, würde ich mich über Kommentare freuen. &#x1f913;</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zurück aus Polen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/auschwitz-seminar-2/</link>
    <pubDate>Sat, 01 Nov 2025 11:25:38 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/auschwitz-seminar-2/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ich bin gerade von meiner Reise  zur <a href="https://www.auschwitz.org/en/german/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau</a> in Polen zurückgekehrt. Es war eine sehr interessante Reise, bei der ich nicht nur eine Führung durch die Gedenkstätte und das Museum erhielt, sondern auch die Möglichkeit hatte, Teile der Gedenkstätte zu sehen, die für normale Besucher nicht zugänglich sind. Wir wurden sogar durch eine neu restaurierte Baracke in Birkenau geführt, zu der bisher nur Museumsmitarbeiter Zugang hatten. Außerdem durften wir die Archive und Konservierungslabore besichtigen und hörten eine  Reihe interessanter Vorträge, unter anderem vom Direktor des Museums und von einem Historiker, der dort arbeitet.</p>
<p>Es war eine sehr anstrengende Reise. Ich bin über 1600 Kilometer hin- und zurückgefahren und habe jeden Seminar-Tag acht Stunden lang ununterbrochen Informationen aufgenommen. Und zwischendrin sind wir sehr viel gelaufen. Das Ganze war ein unheimlich dichtes Programm.  Ich habe über 600 Fotos auf dem Gelände der Gdenkstätte gemacht.</p>
<p>In den kommenden Tagen und Wochen werde ich über meine Erfahrungen auf dieser Reise schreiben, und natürlich auch einige der Fotos hier veröffentlichen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Mit der KI schlafen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-248/</link>
    <pubDate>Tue, 28 Oct 2025 07:00:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-248/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-dt-cloud-bett.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 248. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Was ist nur mein Problem damit, Leute zu belügen? Wenn ich besser darin wäre, Menschen übers Ohr zu hauen, müsste ich nicht als armseliger Journalist mein Geld zusammenkratzen. Ich könnte so reich sein. Es ist so einfach, im Tech-Sektor Leuten Bullshit zu verkaufen. Leute kaufen offensichtlich <a href="https://www.cnet.com/health/sleep/owners-of-luxury-smart-beds-literally-lost-sleep-due-to-aws-outage/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den dümmsten Scheiß</a>, man muss ihnen nur genug Buzzwords wie &ldquo;smart&rdquo; und &ldquo;KI&rdquo; um die Ohren hauen.</p>
<blockquote>
  <p><em>Eight Sleep stellt internetfähiges Bettzubehör her, unter anderem einen temperaturregulierenden Matratzenbezug und eine Unterlage, die zwischen Bettrahmen und Matratze passt und während des Schlafs eine Winkelverstellung ermöglicht. Mithilfe von KI können die Produkte auch Schlafgewohnheiten, Atemmuster, Herzfrequenz und andere Gesundheitsdaten erfassen, um ein individuelles Schlaferlebnis zu bieten, ohne dass ein Wearable benötigt wird. Kunden können gegen Aufpreis den sogenannten Autopilot erwerben, eine KI-Komponente, die Schlaf- und Gesundheitsdaten sammelt und zur Verfügung stellt. Wie viele andere Unternehmen nutzt Eight Sleep die Amazon Web Services für seine Produkte. Daher verursachte der Ausfall von AWS am Montag Probleme für Kunden, die die Matratzen im Wert von mindestens 2.748 US-Dollar erworben hatten.</em></p>
<p><em>Kunden berichteten auf Reddit, dass sie davon aufgewacht seien, dass ihr Bett plötzlich ihre bevorzugte Schlaftemperatur neu eingestellt habe — bei manchen sogar auf bis zu 43 °C. Andere sagen, ihr Bett sei in einer extrem geneigten Position stehen geblieben.</em></p>
</blockquote><p>Ich dachte eigentlich bis jetzt, dass wenigstens Schlafen die eine Sache ist, die fast jeder ohne Hilfe hinbekommt. Ich mein, man legt sich hin und macht dann ein paar Stunden gar nichts mehr. Aber jetzt brauchen Menschen schon zum Schlafen KI? Selbst das Bett muss ans Internet angeschlossen werden? Was zum Henker…</p>
<p>Wieso kaufen Menschen solchen Mist? Mal abgesehen von den offensichtlichen, oben beschriebenen Problemen, die eigentlich jeder, der die letzten zwanzig Jahre nicht komplett verschlafen hat, vorhersehen konnte. Reicht diesen Menschen die 24/7-Überwachung durch Handys, Computer und Alexa nicht? Jetzt muss Silicon Valley auch noch wissen, wie wir schlafen? Und dafür, dass diese Leute ihre intimsten Daten preisgeben, <strong>zahlen sie auch noch extra???</strong></p>
<p>Ich bin wirklich zu naiv. Ich verstehe so etwas einfach nicht. Aber manchmal wünschte ich, ich hätte solche Ideen. Bullshit wie KI-Betten teuer verkaufen, umsonst massenweise Daten einsammeln und die dann auch noch mal teuer verkaufen. Klar. So skrupelos muss man erst mal sein… Aber dann lachst du Martini-schlürfend den Rest deines Lebens auf deiner Yacht in der Karibik über die Trottel, die dir diesen Mist abgekauft haben.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was ist das Problem mit Chat Control?!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-247/</link>
    <pubDate>Tue, 21 Oct 2025 12:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-247/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-dt-the-future.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 247. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>In einer E-Mail zu <a href="/de/blog/2025/digital-total-246/" rel="">meiner Kolumne aus der vergangenen Woche</a> fragt ein Leser, was ich denn überhaupt gegen das Chat-Control-Gesetz der EU hätte. Schließlich sei es doch lobenswert, es der Polizei zu ermöglichen, mehr Straftäter zu fangen.</p>
<p>Um das noch einmal unmissverständlich hier dazulegen: Die EU hat vor, sämtliche Verschlüsselung im Internet auszuhebeln. Ihr Vorschlag sieht vor, sämtliche Verschlüsselung einfach damit zu umgehen, dass die Daten  vor und nach der Übermittlung — wenn sie noch im unverschlüsselten Zustand vorliegen — abzugreifen. Das würde dazu führen, dass es absolut keine Privatsphäre mehr im digitalen Raum gibt. Der Staat sieht dann automatisch alles, was jeder einzelne Bürger tut. Egal, ob gegen diesen Bürger überhaupt nur der Verdacht einer Straftat vorliegt. Das hebelt nicht nur die Privatsphäre aus, sondern auch die Unschuldsvermutung. Mehr <em>1984</em> könnte ein Gesetz nicht sein.</p>
<p>Und wer jetzt denkt, ach was, ist doch nur die digitale Welt, der versteht nicht, dass wir unser komplettes Leben auf die digitale Welt verlegt haben. Fast unsere gesamte Kommunikation mit unseren Freunden, unserer Familie, unserem Partner, unseren Affären, unserem Arbeitgeber … alles läuft digital. Unser Handy zeichnet jede Sekunde unseres Lebens auf, wo wir uns gerade befinden. Wir bezahlen digital. Früher oder später werden wir digital wählen. Sämtliche Meinungsäußerungen finden dieser Tage im Internet statt.</p>
<p>Big Data™ und KI™ werden es dem Staat ermöglichen, jeden einzelnen seiner Bürger auf diese Weise zu überwachen. Wir werden keine Geheimnisse mehr vor dem Staat haben. Die Regierung wird wissen, was wir kaufen, mit wem wir schlafen, welche Krankheiten wir haben, wen wir wählen und was wir über ihre Vertreter denken. Wer jetzt meint das sei übertrieben, der versteht nicht, dass allein funktionierende Verschlüsselung unserer Daten und Internetverbindungen es uns ermöglicht, auch nur Teile aller dieser Informationen für uns zu behalten. Und genau diese Verschlüsselung will die EU mit Chat Control abschaffen.</p>
<p>Aber das wird ja nur gegen Kinderschänder eingesetzt, höre ich sie rufen. Bullshit. Die Geschichte lehrt uns, dass solche Gesetze niemals zurückgenommen werden. Nein, sie werden immer ausgeweitet. Hat der Staat einmal einen neuen Aspekt der Macht über seine Bürger gewonnen, lässt er diese nicht mehr los. Er weitet sie nur immer mehr aus.</p>
<p>Wir müssen gar nicht zum Dritten Reich oder zur DDR zurückdenken, um zu sehen, wie so etwas funktioniert. Guckt euch einfach an, wozu der PATRIOT Act in den USA geführt hat. In einer Stunde der Panik schnell erlassen, sollte er den Terrorismus verhindern und die Bürger der USA schützen. Was ist wirklich passiert? <a href="https://www.eff.org/nsa-spying" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die NSA hat Millionen von unschuldigen US-Bürger ausspioniert</a>. <a href="https://www.washingtonpost.com/world/national-security/us-airstrike-that-killed-american-teen-in-yemen-raises-legal-ethical-questions/2011/10/20/gIQAdvUY7L_story.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">President Obama lies US-Bürger (und deren unschuldige Kinder) mit Drohnen ermorden</a>. Und die Menschen, die der Öffentlichkeit über die Ausartungen einer solch an Macht besoffenen Regierung berichteten, <a href="https://ephemerajournal.org/contribution/battle-whistleblower-interview-john-kiriakou-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">landeten</a> im <a href="https://www.theguardian.com/us-news/2022/jul/25/reality-winner-leaked-file-on-russia-election-hacking-because-public-was-being-lied-to?CMP=Share_iOSApp_Other" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Knast</a>, <a href="https://www.sueddeutsche.de/politik/edward-snowden-russland-putin-nsa-1.5664429" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mussten ins Ausland fliehen</a> und wurden dort dann <a href="https://www.ifj.org/media-centre/news/detail/category/press-freedom/article/us-cia-reportedly-plotted-to-kidnap-and-assassinate-julian-assange" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eventuell auch Ziel von CIA-Mordplänen</a>. Mal ganz abgesehen von den unsinnigen Regeln für Flugreisende oder die ganze Spionage gegen Nicht-Amerikaner. Zumal das alles komplett unnötig war, <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Oj20sGzcAc4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">da CIA, NSA und FBI auch ohne den PATRIOT Act vor dem 11. September eh schon fast alles über die Hijacker wussten</a>.</p>
<p>Haben wir aus diesem ganzen Wahnsinn wirklich nichts gelernt? Wollen wir so etwas jetzt unbedingt auch in Europa haben? Ja? Dann lasst Chat Control mal kommen. Ihr werdet schon sehen, wie das in Windeseile von &ldquo;wir wollen nur die Pedos fangen&rdquo; auf ganz andere Verbrechen ausgeweitet wird. Und Dinge, die jetzt noch gar keine Verbrechen sind — noch nicht. In Zusammenhang mit tollen neuen Plänen zur Bekämpfung von &ldquo;Hassrede&rdquo; in der EU kann man sich gut vorstellen, wie Menschen sehr bald für Dinge in den Knast gehen, die heute noch täglich in privaten WhatsApp-Chats geäußert werden. Es gibt nur zwei biologische Geschlechter? AfD gewählt? Die Meinung vertreten, dass unbegrenzte Einwanderung nicht immer das Beste ist? Elektroautos sind nicht die Lösung all unserer Probleme? Sie mögen es, Fleisch zu essen? Aha! Die KI schlägt Alarm! Die Polizei steht vor der Tür!</p>
<p>Noch lacht ihr.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Überraschend</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-246/</link>
    <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 13:01:53 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-246/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-von-der-leyen.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 246. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Obwohl ich jetzt bald zwanzig Jahre lang im Nachrichtengeschäft bin<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>, überraschen mich ab und zu dann doch noch mal Nachrichten. Aktuell ist es Jens Spahn — jemand, für den ich seit seiner Pandemie-Politik nichts als Abscheu übrig habe<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup> — <a href="https://www.patrick-breyer.de/buergerprotest-stoppt-chatkontrolle-breyer-feiert-rettung-des-digitalen-briefgeheimnisses/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dessen Absage an das Chat-Control-Gesetz der EU</a> mich verwundert. Normalerweise sind solche Leute, vor allem bei der CDU, doch immer ganz vorne dabei, wenn es darum geht, die Grundrechte einzuschränken. Es muss eigentlich nur das Wort &ldquo;Kinderporno&rdquo; fallen und diese Menschen wollen gleich alle Bürger Ketten legen.</p>
<p>Gut, Spahn ist jetzt nicht grundsätzlich dagegen, die Bevölkerung auszuspionieren. Nur <a href="https://www.heise.de/news/Spahn-Anlasslose-Chatkontrolle-wird-es-mit-uns-nicht-geben-10733716.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&ldquo;anlasslos&rdquo;</a> soll das nicht möglich sein. Man will also nicht <strong>alle</strong> Chats <strong>aller</strong> Menschen vorsorglich abhören. Sondern nur die von den ganz bösen. Ein bisschen Lauschangriff muss schon sein, da bleibt man sich bei der CDU treu. Aber ich mein, immerhin. Immerhin ist dieses unsagbar drakonische Chat-Control-Gesetz erst mal gestoppt. Wenigstens für eine Weile.</p>
<p>Klar, es gab <a href="https://www.heise.de/news/Chatkontrolle-Immer-mehr-Warnungen-vor-dem-Aufweichen-sicherer-Verschluesselung-10733582.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">massiven Widerstand gegen dieses Gesetz aus der Zivilgesellschaft</a>, aber dass die Regierung darauf hört, überrascht mich trotzdem. Vielleicht überrascht mich aber auch gerade dieser Widerstand. Klar, er ist unglaublich wichtig. Aber ich hatte ehrlich gesagt einfach auch nicht mehr damit gerechnet, dass so viele Menschen verstehen, warum dieses Gesetz schlecht ist. Oder sich, ehrlich gesagt, überhaupt noch für Privatsphäre interessieren. So etwas erwartet man heute einfach nicht mehr. Vielleicht tue ich damit aber den jüngeren Generationen Unrecht. Vielleicht sehen wir gerade eine Wende in der öffentlichen Meinung. Vielleicht glauben Zoomer und Alphas auch einfach nicht an den Unsinn, den viel zu viele meiner Millennial-Generationsgenossen einfach so geschluckt haben: Dass Privatsphäre tot ist. Dass es keinen Sinn macht, sich gegen die großen Konzerne wie Google, Meta und Apple zu wehren. Dass wir unser Schicksal einfach akzeptieren müssen.</p>
<p>Wenn dem so wäre, dann wäre das richtig gut. Ein solches Umdenken ist genau das, was wir jetzt gerade brauchen. In einer Welt, die mehr und mehr von digitaler Technik abhängt ist Privatsphäre wichtiger denn je. Denn sie schützt jetzt nicht mehr nur das, was wir früher in Briefen oder am Telefon mit unseren Arbeitgebern, Geschäftspartnern oder weit weg lebenden Verwandten besprochen haben. Chat Control bedroht unsere intimsten Gespräche mit Freunden, Ehepartnern, Geliebten und Anwälten. Es betrifft unsere innigsten politischen Gedanken — wen wir wählen und warum, im Privaten geäußerte Kritik am Staat und seinen Organen — für was wir Geld ausgeben und wie es mit unserer Gesundheit bestellt ist.</p>
<p>Gesetze wie dieses gibt es, weil der Staat Kontrolle<sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" class="footnote-ref" role="doc-noteref">3</a></sup> über Bereiche unseres Lebens erlangen will, über die er nie Kontrolle hatte — und auch niemals haben sollte. Wir müssen uns mit aller Kraft gegen solche Eingriffe wehren. Jedenfalls, wenn wir gerne in einer Domokratie leben wollen.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>&ldquo;Geschäft&rdquo; ist vielleicht der falsche Ausdruck. Ich zähle hier meine unbezahlten Podcasts mit. Journalismus als Beruf mache ich erst seit dreizehn Jahren.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Böse Zungen behaupten, ich hätte den Boxsack, den ich mir in der Pandemie gekauft habe, wegen ihm &ldquo;Jens&rdquo; genannt.&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:3">
<p>Der Name dieses Gesetzes ist, für die EU eher untypisch, Programm: Gesprächskontrolle&#160;<a href="#fnref:3" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Jimmy Pimmel</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-245/</link>
    <pubDate>Tue, 07 Oct 2025 20:35:20 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-245/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-jimmy-kimmel.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 245. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p><a href="https://www.racket.news/p/capsule-summaries-of-all-twitter?hide_intro_popup=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Twitter-Files</a> haben offen gelegt, dass Twitter (jetzt X) im Auftrag des FBI und der Biden-Regierung hunderttausende Bürger zensiert hat. <a href="https://www.axios.com/2025/01/10/mark-zuckerberg-joe-rogan-facebook-censorship-biden" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mark Zuckerberg gab daraufhin bei Joe Rogan zu</a>, dass Facebook unter dem Druck der US-Regierung genauso gehandelt hat. <a href="https://judiciary.house.gov/media/press-releases/google-admits-censorship-under-biden-promises-end-bans-youtube-accounts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Und jetzt gerade erst hat Google zugegeben</a>, dass die Firma bei YouTube und in ihren Suchergebnissen, ebenfalls hunderttausende Menschen zensiert und deren Meinung hat verschwinden lassen. Unter anderem nach Druck von Präsident Biden persönlich. Und Google hat zugegeben, dass diese Menschen keine Gesetze gebrochen haben. Sie haben nicht mal die AGB der verschiedenen Google-Plattformen verletzt. Sie sind allein deswegen zensiert worden, weil der US-Regierung ihre Meinung nicht passte.</p>
<p>Ich selbst gehöre diesem illustren Club an. Mein Twitter-Konto ist seit Jahren mit einem Shadow-Ban belegt. Ich denke wegen <a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Tuerkische-Verhaeltnisse-bei-Twitter-3274573.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Kolumne</a>. Einige Zeit danach hatte Twitter mir auf eine Presseanfrage noch dreist ins Gesicht gelogen, dass es auf der Plattform keine Shadow-Bans gebe. Seit den Twitter-Files wissen wir: das ist Quatsch. Man hatte dort eine eigene, geheime Zensur-Infrastruktur, unter anderem mit mehren Arten von Shadow-Bans. Und zwar schon sehr lange. YouTube hat Videos meines Podcasts aus dem Netz genommen, weil ich während (und nach) der Pandemie angeblich medizinische Desinformationen verbreitet habe. Eine unhaltbare Behauptung, die Google mir gegenüber nie belegen konnte. Jetzt hat die Firma ja auch offen zugegeben, dass man Content zensiert und Nutzer unter komplett fadenscheinigen Begründungen geblockt hat. LinkedIn hatte sogar mal einen Post einer Podcast-Folge zensiert, weil ich ein <a href="https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36634620/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hochrangiges Paper von Anthony Fauci</a> in einem recht renommierten naturwissenschaftlichen Forschungsjournal zitiert hatte. Angeblich medizinische Desinformation zu SARS-CoV-2, obwohl das ein Peer-reviewtes Paper vom langjährigen Leiter der Pandemieabwehr der USA in einem hochrangigen Journal ist. Eine absolute lachhafte Begründung, die nicht mal der flüchtigsten Betrachtung standhält.</p>
<p>Dass hunderttausende, wahrscheinlich Millionen von Bürger zensiert wurden, weil ihre Meinung den diversen Regierungen dieser Welt nicht passte, da schreit kein Hahn nach. Dass die renommiertesten Virologen, Epidemiologen, Soziologen, Politikwissenschaftler und Historiker zensiert wurden, weil sie faktisch korrekte Daten und Einschätzungen zur Situation in der Pandemie verbreitet haben, nur weil diese unangenehmen Wahrheiten nicht mit der Linie diverser Regierungen und Weltgesundheitsorganisationen, oder den Abstrusen Ideen von Bill Gates oder Robert De Niro, übereinstimmten, interessiert niemanden.</p>
<p>Aber wenn fucking Jimmy Kimmel, ein untalentierter, unlustiger, dummer Talk-Show-Host Lügen über die Ermordung eines Politikers verbreitet, <a href="https://www.independent.co.uk/news/jimmy-kimmel-broadway-hollywood-jennifer-aniston-selena-gomez-b2831426.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dann kommen sie alle aus ihren Löchern</a>. Dann muss auf einmal die Meinungsfreiheit verteidigt werden. Ich bin ja nun wirklich dafür, dass jeder maximale Meinungsfreiheit haben sollte. Auch ein unlustiger Comedian wie Jimmy Pimmel, <a href="https://edition.cnn.com/videos/media/2021/09/09/jimmy-kimmel-coronavirus-vaccine-hospital-newsroom-vpx.cnn" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der während der Pandemie im Fernsehen Witze darüber gemacht hat, dass wenn ein Ungeimpfter mit Herzinfarkt in eine Klinik eingeliefert wird, diese ihn doch bitte sterben lassen soll</a>, da er sich ja nicht geimpft und damit seine Bürgerpflicht vernachlässigt hat. Oder so … ich steig durch die kranke Logik hinter diesem &ldquo;Witz&rdquo; nicht durch. Aber Meinungsfreiheit zu verteidigen heißt halt, auch immer die Meinung derer zu verteidigen, mit denen man am wenigsten übereinstimmt. Aber die Leute, die da jetzt plötzlich so laut schreien, kotzen mich halt an.</p>
<p>Jetzt kommen da auf einmal Hollywood-Schauspieler und Kongressabgeordnete an. Die Meinungsfreiheit der dummen Massen hat sie nicht interessiert. Twitter-Files? <a href="https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kontext/musk-twitter-files-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alles Desinformation von Elon Musk!</a> Aber wehe, ein Talk-Show-Host bekommt Ärger, weil er <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Q7yBqiKj7pE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">was richtig Dummes</a> gesagt hat. Wen interessieren die Massen? Aber wenn einer von unserer elitären Gesellschaft in Gefahr ist, werden sofort große Geschütze aufgefahren. Dann entdeckt sogar die ACLU ihre Liebe zur Meinungsfreiheit auf einmal wieder. Diese Ganze Episode ist genauso abstoßend wie der Bullshit mit Böhmermann damals. Wenn ein kleiner Rentner unlustigen Bullshit über Politiker verbreitet, <a href="https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/habeck-beleidigung-plattform-x-ermittlungen-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kommt direkt die Polizei</a>. Aber <a href="https://www.tagesschau.de/inland/schoenbohm-bsi-boehmermann-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenn Jan Böhmermann so etwas macht</a>, dann darf &ldquo;Satire&rdquo; plötzlich alles. Hört mir auf mit dem Scheiß. Entweder Meinungsfreiheit gilt für alle, nicht nur die Reichen, Mächtigen und Medien-Eliten, oder sie ist wertlos.</p>
<p>Übrigens hat Jimmy Kimmel ganz zu Recht <a href="https://www.youtube.com/watch?v=_VW2A0kYeLs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ärger mit der FCC bekommen</a>. Da er nämlich eine Rundfunk-Sendung hat, hat er sehr eingeschränkte Meinungsfreiheit. Wer auf begehrten Funk-Spektren senden will, muss sich nun mal an Regeln halten. Das ist hierzulande ganz genauso. Das lernt jeder Funkamateur in der ersten Ausbildungsstunde. In Deutschland gehen wir da sogar noch weiter. Hier regulieren die Rundfunkbehörden sogar Internet-Streams, obwohl da gar kein Funk involviert ist. <a href="https://www.heise.de/news/Rundfunklizenz-Landesmedienanstalt-Bayern-untersagt-Drachenlord-Livestream-4354856.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frag mal den Drachenlord</a>. Also ist die ganze Aufregung auch noch komplett fehl am Platz, da es genaugenommen nicht mal um Meinungsfreiheit geht. Wer Probleme damit hat, dass Disney dem Kimmel kurzzeitig den Saft abgedreht hat, der sollte die Rundfunkgesetze reformieren und bei der Meinungsfreiheit denen das Feld überlassen, die Ahnung vom Thema haben.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auschwitz-Seminar</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/auschwitz-seminar/</link>
    <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 12:55:30 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/auschwitz-seminar/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Mir wurde gerade mitgeteilt, dass ich für <a href="https://www.auschwitz.org/en/museum/news/call-for-participants-seminar-for-journalists-2025-27-30-october,1788.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Journalisten-Seminar in Auschwitz</a> am Monatsende ausgewählt wurde. Trotz meines lebenslangen Interesses an der Geschichte des Zweiten Weltkriegs war ich noch nie dort. Ich war überhaupt noch nicht in Polen, obwohl ein Teil meiner Familie aus dem jetzt polnischen Teil von Pommern stammt. Es hat sich einfach bisher nie ergeben. Deswegen bin ich nun doppelt froh, an diesem Seminar teilnehmen zu können. Sehr aufregend!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>In Erinnerung an Harald Bögeholz</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/harald-boegeholz/</link>
    <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 09:26:25 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/harald-boegeholz/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/harald-boegeholz.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Gestern <a href="https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7378412292712988672/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">habe ich erfahren</a>, dass mein ehemaliger Kollege Harald Bögeholz vor einer Woche gestorben ist. Noch in meinem ersten Jahr bei der <em>c&rsquo;t</em> hatte Harald mit mir zusammen mein erstes <a href="https://www.heise.de/select/ct/archiv/2013/25" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Titelthema</a> bei diesem Magazin <a href="https://epaper.heise.de/download/archiv/db7589976392/ct.13.25.146-149.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">über Bitcoin</a> geschrieben. Da Harald ein ziemliches mathematisches Genie war und ich seit der Schule Mathe hasse, musste er mich ziemlich zu dieser Ehre hinprügeln, was sicher nicht einfach für ihn war. Aber genau weil er so penibel darauf bedacht war, Qualität abzuliefern, habe ich dabei so viel gelernt. In meiner Zeit bei Heise war er stets freundlich, hilfsbereit und vor allem unbeugsam der journalistischen Qualität verschrieben — eine Eigenschaft, die man im heutigen Journalismus bei vielen Kollegen leider vergeblich sucht.</p>
<p>Harald verließ drei Jahre vor mir den Heise-Verlag nach 22 Jahren dort, um in Australien seinen Doktor zu machen. Ich beneidete ihn damals sehr. Nicht um die Gelegenheit, seinen Doktor zu machen, sondern ob der Möglichkeit, in Australien leben zu können. Ich kann mich noch daran erinnern, ihm vor unserem Abschied in Hannover über einem Bier so ziemlich alles Hilfreiche über Australien, an das ich mich noch aus meiner Zeit dort erinnern konnte, vermitteln zu wollen. Vielleicht etwas zu enthusiastisch…</p>
<p>Im September 2022 <a href="https://blogs.monash.edu/discretemaths/2022/09/27/dr-harald-bogeholz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erhielt er seinen PhD von der Monash University in Melbourne</a> für seine Doktorarbeit, <a href="https://figshare.com/articles/thesis/A_Relational_Model_for_Parallel_Computation/20173886?file=36071015" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>A Relational Model for Parallel Computation</em></a>. In den Danksagungen dieser Arbeit schreibt Harald:</p>
<blockquote>
  <p><em>Das Lösen mathematischer Rätsel kann Ihre Karriere beeinträchtigen — genau das ist mir passiert, nachdem ich die Website &ldquo;Using your Head is Permitted&rdquo; entdeckt und mich an die schwierigen Rätsel gewagt hatte, die dort jeden Monat gestellt wurden. Durch diese Aktivität lernte ich die Person hinter der Website kennen, meinen Doktorvater Michael Brand. Es war Michael, der mich nach meiner Karriere als IT-Journalist in Deutschland ermutigte, mich auf Veränderungen einzulassen und in die Wissenschaft zurückzukehren, nachdem ich die reine Mathematik längst hinter mir gelassen hatte.</em></p>
</blockquote><p>Später ging Harald zurück nach Hannover und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Leibnitz-Universität. Leider habe ich ihn nach meinem Abschied damals im Jahr 2018 nicht wiedergesehen. Wir hatten noch ein paar Mal online Kontakt und ich erinnere mich, wie Harald mir von einem schweren Fahrradunfall in Australien erzählte, nachdem er dann aber schließlich mit Elan zu seinem zweiten großen Hobby — neben der Mathematik — zurückkehrte. Da ist es auch irgendwie auf tragische Weise passend, dass Harald nun bei einem Fahrradurlaub verstorben ist. Natürlich ist er viel zu jung gestorben. Es gehört zur Tragik des Lebens, dass die Intelligentesten von uns es oft viel zu früh verlassen. Es hat mich ziemlich geschockt zu erfahren, dass dieses Schicksal Harald ereilt hat. Ich hatte mich darauf gefreut, ihn mal in Hannover wiederzusehen. Er hätte mir mehr von seiner Zeit in Australien erzählen können. Und vielleicht hätte er einen seiner hoffnungslosen Versuche gestartet, mich von den verwickelten Knobeleien der abstrakten Mathematik zu begeistern.</p>
<p>Harald war ein echtes Original. Ich werde ihn vermissen.</p>
<hr>
<h4 id="quellen" class="headerLink">
    <a href="#quellen" class="header-mark"></a>Quellen</h4><ul>
<li><a href="https://www.heise.de/hintergrund/So-funktioniert-die-Kryptowaehrung-Bitcoin-3742304.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">So funktioniert die Kryptowährung Bitcoin</a>, Harald Bögeholz, Fabian A. Scherschel, <em>heise online</em></li>
<li><a href="/docs/2025/ct-2013-25-146-149.pdf" rel="">Währung im Kollektiv – So funktioniert die Kryptowährung Bitcoin</a>, Harald Bögeholz, Fabian A. Scherschel, <em>c&rsquo;t 2013/25</em></li>
<li><a href="/docs/2025/h-boegeholz-thesis.pdf" rel="">A Relational Model for Parallel Computation</a>, Harald Bögeholz, Monash University</li>
</ul>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Von der Marotte, unbedingt mit Technik die Welt retten zu wollen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-244/</link>
    <pubDate>Tue, 30 Sep 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-244/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-dscovr-erde.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 244. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Ein signifikanter Teil meines Jobs ist es, das zu lesen, was andere Tech-Journalisten so schreiben. Einer der Trends, der mir dabei seit Jahren auffällt, ist die Tatsache, dass viele meiner Kollegen auffallend oft über Technologie schreiben, die nicht primär wegen neuer technischer Errungenschaften im Vordergrund steht, sondern deshalb, weil sie als klimafreundlich gilt. Mir fällt das meist schon deswegen auf, weil ich diese Themen immer totlangweilig finde. Aus technischer Sicht geben sie meist nicht viel her: Elektroautos, Balkonkraftwerke, KI-Apps im öffentlichen Nahverkehr … technisch gesehen passiert da kaum was Neues. Denn schon die deutschen U-Boote im Zweiten Weltkrieg hatten einen Elektroantrieb, Solarzellen waren für mich zuletzt in den &lsquo;90ern interessant und Apps und KI nannten wir früher einfach Programme und Datenbanken und auch da hat sich, wenn man genau hinschaut, nicht viel Neues getan seit Steve Jobs im Jahr 2008 auf einmal die Apps als Heilsbringer entdeckte<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>.</p>
<p>Liegt das daran, dass sich so viele Leser für diese Themen interessieren? Ich bezweifele das. Ich glaube, die Journalisten selbst wollen über diese Themen schreiben, weil sie diese, wenn schon nicht als besonders interessant, dann als besonders wichtig erachten. Ich denke diese Weltverbesserungsmentalität stammt aus einem unterschwelligen, vielleicht auch verdrängtem, schlechten Gewissen. Denn Tech-Journalisten — nicht alle, aber viele — plappern seit Jahrzehnten den Hype von Silicon Valley nach. &ldquo;Das iPhone wird unser Leben revolutionieren!&rdquo; &ldquo;Selbstfahrende Autos sind die Zukunft!&rdquo; &ldquo;Blockchain!&rdquo; &ldquo;Ki!&rdquo; … und so weiter und so weiter. Und wozu führt das? Mehr Stromverbrauch, mehr Wegwerf-Konsum, mehr Ungleichheit in der Gesellschaft. Silicon Valley ist nun mal keine Kraft, die für das Gute auf dieser Welt kämpft. Silicon Valley kämpft vor allem für den eigenen Profit. Fortschritt nicht zur Verbesserung der Menschheit steht hier im Mittelpunkt, sondern Fortschritt um des Fortschritts Willens.</p>
<p>Und dann kommen auf einmal die Klimaforscher und sagen uns, dass es mit der Welt zu Ende geht. Was macht der Tech-Jünger dann, dessen ganzes Weltbild darauf aufbaut, dass Technik unser Heiland ist? Umdenken? Darüber schreiben, dass weniger Technik vielleicht besser ist? Dass Digitalisierung um jeden Preis vielleicht nicht das beste fürs Klima ist? Nein, natürlich nicht. Wer Technik als unausweichliches Werkzeug zur Verbesserung des Menschen und seiner Umwelt sieht, wird in der Technik auch die Lösung für diese Probleme sehen. Zumal da auch eine Sunk Cost Fallacy<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup> mit reinspielt: Wer seine ganze Karriere auf Technik-Konsum aufgebaut hat, kann jetzt schlecht zugeben, dass das vielleicht genau die schlechteste Richtung war, die man hätte einschlagen können.</p>
<p>Jemand wie ich, der schon immer allem und jedem grundlegend kritisch gegenüberstand, hat natürlich solche Probleme nicht und schreibt nur dann über Dinge wenn er, oder seine Leser, sie wirklich interessant finden. Vielleicht der bessere Ansatz für einen Journalisten?</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Der eine oder andere wird sich vielleicht noch daran erinnern, dass bei Erscheinen des ersten iPhones im Sommer 2007 noch keine Rede von richtigen Apps war. Anfänglich schwor Jobs noch auf mobile Web-Seiten als die Zukunft des mobilen Computings.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p><a href="https://biases.de/sunk-cost-fallacy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Webseite Biases.de beschreibt dieses Phänomen</a> wie folgt: <em>&ldquo;Die Sunk Cost Fallacy, auch bekannt als versunkene Kosten, beschreibt  die Tendenz, an einer Entscheidung festzuhalten, obwohl sie sich als  nachteilig herausstellt, nur weil bereits erhebliche irreparable  Investitionen wie Zeit, Geld oder Mühe getätigt wurden. Diese kognitive  Verzerrung beeinflusst stark das Wirtschaftsverhalten und führt oft zu  irrationalem Handeln.&rdquo;</em>&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>(Schon wieder) zurück aus dem Urlaub</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/zurueck-aus-der-normandie/</link>
    <pubDate>Mon, 29 Sep 2025 16:02:26 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/zurueck-aus-der-normandie/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/route-submersible-vanlee.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><span style="font-family: 'Typewriter Elite MT Std'; font-size: 1.2em; font-weight: 600;">
Ja, mir ist schon klar, dass ich in letzter Zeit viel Urlaub gemacht habe &hellip; Ich bin gerade von einer einwöchigen Motorradtour durch die Normandie zurückgekommen. Das war die alljährliche Tour, die ich mit meinem Vater mache. Sie war ursprünglich viel früher im Jahr geplant, musste aber aus gesundheitlichen Gründen verschoben werden.<br/><br/>
Es war eine sehr schöne Motorradtour durch eine wirklich wunderschöne Landschaft, und obwohl sie anstrengend war &mdash; ein Faktor war hier das Wetter, das bereits recht kühl war &mdash; hat mir die Abwechslung sehr dabei geholfen, meinen Kopf von Arbeits-Zeugs frei zu bekommen. Jetzt bin ich wieder bereit, mich erneut an die Arbeit zu machen. Und da in absehbarer Zukunft keine weiteren Urlaube geplant sind, könnt ihr euch auch wieder auf regelmäßige Beiträge im Blog freuen.
</span>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>So geht Deutschland technologisch den Bach runter</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-243/</link>
    <pubDate>Tue, 23 Sep 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-243/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-modern-solution-gladbeck.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 243. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p><a href="https://www.heise.de/news/Bundesverfassungsgericht-lehnt-Beschwerde-im-Fall-Modern-Solution-ab-10663649.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Modern-Solution-Geschichte ist durch</a>: Vom Amtsgericht Jülich bis zum Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat dieser Fall in vier Jahren alle Instanzen der deutschen Juristerei beschäftigt. Und was kam dabei herum? Ein riesiger Haufen Bockmist.</p>
<p>Da wird ein IT-Consultant von einem Kunden beauftragt, sich eine Software anzugucken, die rumzickt. Er findet eine Datenbankverbindung zu einem Server des Herstellers der Software und haufenweise Fehlermeldungen im Log, die darauf hindeuten, dass irgendwas mit dieser Datenbankverbindung nicht stimmt. Alles deutet darauf hin, dass die Datenbank auf dem Server spinnt. Also will er sich die Sache mal angucken. Er guckt, wie die Software denn genau die Verbindung aufbaut. Findet die Datenbankverbindung im Code und gleich daneben die Zugangsdaten. Das Passwort ist sowas wie &ldquo;superfirma234&rdquo;.</p>
<p>Der IT-Consultant macht manuell jetzt das, was die Software auch macht: Er wählt sich mit diesen Daten auf dem Server ein und verbindet sich mit einer Datenbank. Sofort fällt ihm auf, dass er nicht nur die Daten seines Kunden sehen kann, sondern auch die von allen Kunden des Softwareherstellers. Da es sich um eine E-Commerce-Middleware handelt, sind da die Adress- und Kontodaten von knapp 700.000 Online-Shoppern aus ganz Deutschland in der Datenbank. Eine krasse Sicherheitslücke! Das Passwort steht schließlich im Klartext des Programmcodes einer Software, die jeder einfach so von der Webseite des Software-Herstellers runterladen kann!</p>
<p>Der IT-Experte dokumentiert die Sicherheitslücke und meldet sie beim Hersteller. Der reagiert langsam und kommuniziert flapsig und unhöflich. Also schaltet der Programmierer einen Blogger ein, der im E-Commerce-Bereich in Deutschland viele Leser hat und beide üben Druck auf die Firma aus: Repariert die Sicherheitslücke umgehend, sonst veröffentlichen wir die Lücke. Da sind schließlich die Daten von 700.000 Deutschen für Jedermann zugänglich im Netz! Die Firma fixt die Lücke und weil der Blogger schließlich Arbeit in die Sache gesteckt hat, veröffentlicht er die Geschichte kurz darauf. Durchaus legitim, denn bei einer solch stümperhaft geschriebenen Software und bei der Menge der Daten von unschuldigen Dritten im Netz hat die Öffentlichkeit schließlich ein handfestes Interesse daran, zu erfahren, was genau passiert ist.</p>
<p>Und was macht die Firma? Eigentlich hätte man den IT-Consultant von Anfang an nett behandeln und für den Fund der Lücke belohnen sollen, dann wäre das wahrscheinlich gar nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangt, aber okay. Man könnte sich jetzt entschuldigen. Ach was! Natürlich nicht! Die Firma zeigt den freiberuflichen Programmierer an. Die Polizei räumt seine Wohnung aus und nimmt alle Computer, Handys und Festplatten mit. Für Jahre. Und jetzt kommt&rsquo;s: Die Staatsanwaltschaft denkt wirklich, dass hier ein Verbrechen vorliegt! Also klagt man den unfreiwilligen Sicherheitsforscher auch noch an.</p>
<p>Zwei Jahre später landet das Ganze vor Gericht und nach weiteren zwei Jahren sind sich doch glatt das Amtsgericht Jülich, das Landgericht Aachen und das Oberlandesgericht Köln einig, dass hier eine Straftat vorlag und der IT-Experte glücklich sein kann, mit ein paar tausend Euro Strafe noch einmal dem Knast entkommen zu sein. Und das Bundesverfassungsgericht sieht keinen Grund dafür, hier irgendwas an den Gesetzen ändern zu lassen. Alles völlig logisch und gerecht.</p>
<p>Das ist Deutschland. Ein Land in dem die Politiker den lieben langen Tag über Fortschritt und die schöne, neue digitale Welt reden, in der in Zukunft alles besser wird und dann sehen es Staatsanwälte als Indiz einer Straftat an, wenn ein Programmierer einen Dekompilierer auf dem Rechner hat. Holy shit! Der Chefkoch dieses Restaurants hatte bei der Arbeit ein großes Messer in der Hand? Wir sehen es als erwiesen an, dass er jemanden ermorden wollte_!1einself11!_ Und Richter stimmen da auch noch zu! Da sitzt man als IT-Journalist mit einem Kompiler auf dem Linux-PC im Gerichtssaal und denkt sich: Wenn ich jetzt was dazu sage, komme ich dann auch in den Knast? Was für eine lachhafte Farce!</p>
<p>Unsere Bundeswehr soll im hybriden Cyber-Hyper-KI-Cyber-Krieg gegen die bösen Cyber-Russen auf Cyber-Trapp sein, aber deutsche Gerichte denken, das Auslesen eines Klartext-Passwortes, das ein Vierjähriger erraten könnte, und das darüber hinaus noch für jeden einsehbar im Klartext im Programmcode steht, stellt eine Straftat dar? Und es ist völlig egal, dass die Firma, die den armen Programmierer angezeigt hat, ihrem Kunden diesen digitalen Scheißhaufen als Produkt verkauft hat. Es ist keine legitime Entschuldigung, dass der Programmierer von dem Käufer der Scheißsoftware beauftragt war, deren Fehler zu finden und zu flicken? Da sieht sich das Bundesverfassungsgericht nicht genötigt, mal einzugreifen? Verfassungsbeschwerde ohne Begründung abgelehnt. &ldquo;Diese Entscheidung ist unanfechtbar.&rdquo;</p>
<p>Ja super. Tolle Wurst. Viel Spaß mit der digitalen Infrastruktur. Die ist nämlich schrottreif. Und die, die es besser machen wollen, denen drohen wir Knast an. Während Firmen, die sowas verbocken, noch belohnt werden. Das kann ja was geben.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Modern Solution: Verfassungsbeschwerde abgelehnt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/modern-solution-ende/</link>
    <pubDate>Sat, 20 Sep 2025 20:07:05 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/modern-solution-ende/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Damit geht dann wohl meine vierjährige Berichterstattung bei Heise zum Thema Modern Solution entgültig zu Ende:</p>
<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M552 64H88c-13.255 0-24 10.745-24 24v8H24c-13.255 0-24 10.745-24 24v272c0 30.928 25.072 56 56 56h472c26.51 0 48-21.49 48-48V88c0-13.255-10.745-24-24-24zM56 400a8 8 0 0 1-8-8V144h16v248a8 8 0 0 1-8 8zm236-16H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm-208-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm0-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-40c0-6.627 5.373-12 12-12h360c6.627 0 12 5.373 12 12v40c0 6.627-5.373 12-12 12z"/></svg> <em>heise online:</em> <a href="https://www.heise.de/news/Bundesverfassungsgericht-lehnt-Beschwerde-im-Fall-Modern-Solution-ab-10663649.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Bundesverfassungsgericht lehnt Beschwerde im Fall Modern Solution ab</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Das Bundesverfassungsgericht lehnt es ab, mehr Klarheit in den Umgang mit dem Hackerparagrafen 202 StGB zu bringen.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>World Wide Dummheit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-242/</link>
    <pubDate>Tue, 16 Sep 2025 22:13:01 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-242/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-charlie-kirk-tiktok.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 242. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Das Internet hat unserer modernen Gesellschaft viele großartige Dinge gegeben. Von der augenblicklichen Kommunikation von einer Seite des Planeten zur anderen, über das digitale Bezahlen bis hin zu einem nie zuvor dagewesenen Potential zum Austausch zwischen den Völkern und zur Erlangung neues Wissens. Das Internet macht es möglich, dass wir unser Verständnis der Welt nun aus einer fast unbegrenzten Anzahl von Blickwinkeln beziehen können, anstatt uns auf staatliche Quellen und einige wenige, quasi-monopolistische Medien-Konzerne verlassen zu müssen.</p>
<p>Solche kolossalen Errungenschaften bringen natürlich auch immer negative Aspekte mit sich. Und der negativste Aspekt des Internets ist es, meiner Meinung nach, sehen zu müssem wie viele schreckliche Menschen es auf dem Planeten gibt. Seit jeder sein Gesicht in eine Kamera halten und seine Meinung an ein potentielles Millionenpublikum übertragen kann, wird dieser Umstand mit jedem Tag deutlicher.</p>
<p>Da haben wir ein nie dagewesenes, unglaublich mächtiges Werkzeug zur Erringung von Wissen gebaut, mit dem sich nun jeder Mensch mit einem Computer (den die meisten nun fast jede Minute ihres Lebens in der Tasche mit sich herumtragen) über alle erdenklichen Themen fortbilden kann und was machen wir damit? Wir nutzen dieses Werkzeug dazu, allen zu zeigen wie wenig wir uns bilden und wie wir stattdessen geistigen Dünnschiss auf TikTok und Instagram konsumieren und dann widerkäuen.</p>
<p>Nichts hat das deutlicher gemacht als der politische Mord an Charlie Kirk in den USA. Ein Mann, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit seinen politischen Gegnern zu diskutieren, um sie von seiner Sichtweise zu überzeugen, wird auf dem Campus einer Uni — der sprichwörtlichen Hochburg eben jenes Geistes des intellektuellen Diskurses — hinterhältig ermordet. Er wird erschossen, während er äußerst zivilisiert mit Menschen diskutiert, die ihm sehr aggressiv entgegen treten, ihm vielleicht sogar mit Abscheu begegnen. Und wie reagieren Menschen darauf? Sie freuen sich öffentlich, dass dieser Mann ermordet wurde. Sie rufen dazu auf, weitere Menschen umzubringen, die ähnliche Werte vertreten.</p>
<p>Klar, es gibt immer Irre und in der Regel sollte man solche Menschen ignorieren. Aber die schiere Anzahl der Kommentatoren, nicht nur im Internet sondern auch im Mainstream-Fernsehen in den USA,  und auch hier in Deutschland auf der Straße, die solche Meinungen in den letzten Tagen vertreten haben, fand ich wirklich erschreckend. Nun bin ich der letzte, der so etwas zensieren oder bestrafen will. Ganz im Gegenteil. Ich finde es gut, dass solche Menschen sich offen äußern dürfen. Wir müssen als Zivilgesellschaft wissen, wer die Feinde unseres Rechtsstaates sind. Wir müssen wissen, wer politische Morde, gegen wen auch immer, rechtfertigt oder befürwortet. Aber es schockt mich schon, wie viele Menschen heutzutage der Meinung sind, man könne so etwas öffentlich äußern, ohne dann dafür massenweise Abneigung und Unverständnis zu ernten.</p>
<p>Es überrascht mich nicht, dass Menschen so denken. Was mich überrascht ist, dass das Internet ihnen offensichtlich irgendwie signalisiert hat, dass es in Ordnung sei, solche Meinungen zu äußern. Erwarten diese Menschen wirklich, dass die Gesellschaft um sie herum Mord als gerechtfertigt ansieht? Nur weil jemand eine andere politische Meinung hat? Wie dumm muss man sein. Es ist doch offensichtlich, dass das Befürworten von politischen Morden an meinen Gegnern als nächstes dazu führt, dass meine Gegner den Mord an mir und meinen Gesinnungsgenossen legitimieren. Da muss man ja nicht mal Geschichte studiert haben. Eigentlich versteht man das Konzept dahinter nach den ersten Kloppereien auf dem Kindergarten-Spielplatz.</p>
<p>Das Internet hat wirklich schon ein einzigartiges Talent dafür, einem immer wieder die grenzenlose Dummheit anderer Menschen vor Augen zu führen und auch den hoffnungslosesten Pessimisten immer wieder damit zu überraschen, wie viele dumme Menschen es gibt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bloß keine Fehler zugeben</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/unprofessionell/</link>
    <pubDate>Wed, 10 Sep 2025 11:14:03 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/unprofessionell/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-incompetent-worker.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Was ist eigentlich in diesem Land los, dass Mitarbeiter von Firmen nicht mehr richtig arbeiten und dann ständig ihre dummen Flüchtigkeitsfehler mit dummen Ausreden entschuldigen und auf andere abwälzen wollen? Wenn ich heutzutage mit Firmen interagiere, machen deren Mitarbeiter in 90% der Fälle irgendwelche Fehler, die dann die Interaktion verzögern oder komplett torpedieren. Das ist keine Übertreibung. Ich feiere mittlerweile schon richtig, wenn etwas mal reibungslos abläuft, weil das so gut wie nie vorkommt. Vor zehn Jahren hat man mit Firmen interagiert und solche Fehler traten in 10% der Fälle auf. Was hat diese Umkehr bewirkt? Wie kann die Produktivität und Effektivität eines Landes in so kurzer Zeit so rapide vor die Hunde gehen?</p>
<p>Und als wenn das nicht ärgerlich genug wäre, zeitgleich hat die Professionalität derart abgebaut, dass niemand mehr Fehler zugeben kann und es dann immer auf andere schiebt. Aber natürlich so plump, dass Leuten mit mehr als drei Gehirnzellen sofort auffällt, dass es sich um eine dumme Ausrede handelt.</p>
<p>Neuestes Beispiel aus meinem Leben: Der Regler meiner Moto Guzzi V7 Special ist kaputt. Also recherchiere ich, welches Ersatzteil ich brauche und finde es beim größten deutschen Online-Handel für Italo-Bikes: auf Lager, sofort versandbereit. Ich denke: super! Ich rufe da gestern an und frage einen Mitarbeiter ob das Teil das ist, was ich suche. Er so: &ldquo;Ich guck mal nach.&rdquo; <em>Tipp, tipp, tipp</em> … &ldquo;Ja, ist es.&rdquo; Ich hab dann mal gefragt, wie man das Teil aus- und einbaut. &ldquo;Wir haben keine Werkstatt, keine Ahnung&rdquo; war die etwas flapsige Antwort. Da hätte ich von einem Spezialisten für Guzzi-Teile mehr erwartet, vor allem wenn mir deren E-Mail-Werbung ständig verkaufen will, wie kompetent der Laden bei dem Thema ist. Aber okay. Dann hab ich noch gefragt, ob das Teil wirklich vorrätig ist. Auch da kam ein &ldquo;ja&rdquo;. Ich so: &ldquo;Okay, cool. Dann bestell ich das direkt.&rdquo;</p>
<p>Ich zahle also €250 und bekomme eine Bestellbestätigung. Dann ist allerdings Funkstille für den Rest des Tages. Heute morgen hab ich dann mal nachgefragt, wann das Teil rausgeht. Ich bekomme folgende Antwort:</p>
<blockquote>
  <p>Leider haben wir den von Ihnen bestellten Regler nicht ab Lager verfügbar, da sich Ihre Bestellung mit einer anderen überschnitten hat und sich der Bestand in unserem Onlineshop nicht so schnell aktualisieren konnte. Dies haben wir Ihnen mit der Auftragsbestätigung mitgeteilt.</p>
<p>Daher müssen wir diesen nun für Sie bestellen. Derzeit rechnen wir mit einer Lieferzeit von ca. 2 Wochen.</p>
</blockquote><p>Nein, das habt ihr mir nicht mitgeteilt! Ich hab gerade extra noch mal in eure Mails geguckt. Weder da, noch in den angehängten PDFs, steht was drin.</p>
<p>Und meine Bestellung hat sich mit einer anderen überschnitten? Bei so einem spezifischen Teil für ein Motorrad, von dem in Deutschland in allen Ausführungen seit 2012 nur knapp 6000 rumfahren? Wobei die Modellreihe mit diesem Regler nur für zwei Jahre gebaut wurde. Zumal mein Bike eines der ältesten dieses Modells ist und mit fast 100.000 gefahrenen Kilometern sicherlich in den oberen 5% dieser Bikes mitfährt. Solche Regler gehen eigentlich nur nach hoher Laufleistung oder bei Bikes kaputt, die deutlich älter als zehn Jahre sind. Diese Geschichte mit der zeitgleichen Bestellung ist äußerst unglaubwürdig. Das glauben die doch selber nicht.</p>
<p>Und was soll der Blödsinn mit der Bestand im Onlineshop konnte sich &ldquo;nicht so schnell aktualisieren&rdquo;? Was benutzen die bitte für ein Warenmanagement-System, dass das nicht automatisch und sofort nach Bestellung passiert? Haben die sich ihren Online-Shop aus Bambus zusammengezimmert?</p>
<p>Bullshit. Der eine Regler, der da im System &ldquo;auf Lager&rdquo; war, war gar nicht auf Lager. Da hat jemand ein Fehler gemacht und den Lagerbestand falsch verbucht und jetzt wollen die das nicht zugeben. Sowas ärgert mich wirklich ungemein! Fehler können passieren. Ist ja auch alles nicht so schlimm, auch wenn jetzt für mich wahrscheinlich eine einwöchige Motorrad-Tour ins Wasser fällt, weil ich mein Bike nicht rechtzeitig repariert bekomme. Aber gebt so was doch wenigstens zu! So viel Professionalität erwarte ich dann doch schon von einer Firma, die behauptet, in ihrem Gebiet die Kompetenz mit Löffeln gefressen zu haben. Von Höflichkeit und Zuvorkommen, die ein Kunde verdient hat, der schon mal mit €250 in Vorauskasse gegangen ist, ganz zu schweigen.</p>
<h3 id="update-mdash-10-september-2025-1555-uhr" class="headerLink">
    <a href="#update-mdash-10-september-2025-1555-uhr" class="header-mark"></a>Update — 10. September 2025, 15:55 Uhr</h3><p>Der Händler hat auf meine Antwort-E-Mail, in der ich die oben genannten Zweifel an deren Geschichte geäußert habe, natürlich reagiert:</p>
<blockquote>
  <p>Wir können Ihre Skepsis in Bezug auf eine solche Überschneidung natürlich auch nachvollziehen. Bitte beachten Sie jedoch, dass wir nicht nur innerhalb Deutschlands verkaufen, sondern weltweit. Darüber hinaus beliefern wir auch zahlreiche Händler, die ebenfalls regelmäßig solche spezifischen Teile ordern. Entsprechend ist es nicht untypisch, dass sich Bestellungen zeitlich überschneiden können. Auch wenn wir alles daransetzen, solche Situationen zu vermeiden, lässt es sich in Einzelfällen leider nicht gänzlich ausschließen. Für uns ist das genauso wenig zufriedenstellend wie für Sie.</p>
</blockquote><p>Da ich mir kaum vorstellen kann, dass deren Shop-System wirklich so schlecht ist, und da ich immer noch bezweifele, dass die wirklich so zeitnah zweimal dieses ziemlich spezielle Teil verkauft haben, habe ich wieder geantwortet und folgende Fragen gestellt:</p>
<ol>
<li>In Bezug auf die auf der Webseite des Händlers angegebene Shop-Software und das dort angegebene Warenwirschaftssystem, wie kann es sein, dass Lagerbestände nicht in Echtzeit aktualisiert werden?</li>
<li>Wie gros ist der Teil des Umsatzes, den die Firma wirklich im Ausland macht?</li>
<li>Wie oft wurde genau dieses Teil in diesem Jahr bestellt?</li>
</ol>
<p>Außerdem habe ich darum gebeten, mir einen Auszug aus dem Warenwirtschaftssystem zu schicken, der zeigt, wann die beiden Bestellungen für dieses Teil eingegangen sind. Natürlich unter Schwärzung aller personenbezogenen Daten.</p>
<p>Die Antwort des Händlers:</p>
<blockquote>
  <p>Gerne möchten wir etwas genauer erklären, warum wir die [vom Software-Hersteller] angebotene Echtzeit-Datenschnittstelle nicht einsetzen. Grundsätzlich bietet unser Shopsystem diese Möglichkeit tatsächlich an. In der Praxis hat sich bei uns jedoch gezeigt, dass dies aufgrund unseres sehr großen Sortiments nicht sinnvoll nutzbar ist. Bei internen Tests kam es durch die enorme Datenmenge zu spürbaren Verzögerungen und teilweise sogar zu Ausfällen in der Shop-Performance. Damit der Onlineshop für alle Kunden stabil, zuverlässig und angenehm zu bedienen bleibt, haben wir uns bewusst für eine Lösung entschieden, bei der die Daten in festgelegten Intervallen abgeglichen werden.</p>
</blockquote><p>Das sagt mir, dass die Software Schrott ist. In einer Welt, in der Amazon existiert, hört sich das nach finsterem Mittelalter an. Von zuverlässiger und angenehmer Bedienung kann auf diese Art ja wohl auch keine Rede sein, wenn man sich nicht mal auf so grundlegende Daten wie den Lieferstatus eines Produktes verlassen kann.</p>
<blockquote>
  <p>Wir können sehr gut nachvollziehen, dass Sie als Journalist an weiterführenden Informationen interessiert sind. Gleichzeitig bitten wir um Verständnis, dass wir zu sensiblen internen Details wie Verkaufszahlen, Bestellhistorien oder Lagerbewegungen keine Auskünfte erteilen.</p>
</blockquote><p>Ich habe nach keinem dieser Details gefragt. Ich wollte einen nachvollziehbaren Beleg dafür, dass die recht unwahrscheinlich anmutende Geschichte, die man mir auftischen will, wahr ist. Das hätte man sicher bewerkstelligen können, ohne &ldquo;sensible interne Details&rdquo; preiszugeben. In Abwesenheit solcher Belege erscheint es mir meine initiale Vermutung dann doch als deutlich wahrscheinlicher, als die Aussage des Händlers.</p>
<p>Floskeln wie &ldquo;wir haben offen und nachvollziehbar kommuniziert&rdquo; und &ldquo;bitte seien Sie versichert, dass wir Ihr Anliegen ernst nehmen&rdquo;, die den Rest der E-Mail ausmachen sind natürlich wertlos. Ich habe immer noch das Gefühl, dass man Mist gebaut hat, das dann vertuschen wollte und sich jetzt so weit reingeredet hat, dass man aus dem Konstrukt der Unwahrheiten nicht mehr raus kommt. Natürlich kann ich das nicht beweisen, aber der gegenteilige Beweis, der einfach gewesen wäre, wurde halt auch nicht erbracht. Ich werde in Zukunft einen weiten Bogen um diesen Händler machen und allen davon abraten, dort zu bestellen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Einmal im Jahr so richtig abschalten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-241/</link>
    <pubDate>Tue, 09 Sep 2025 20:08:13 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-241/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-toskana.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 241. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Ich bin gerade aus einem sehr erholsamen Camping-Urlaub in der Toskana zurückgekommen. Wie immer war für mich dabei ausschlaggebend, dass ich fast den ganzen Urlaub lang mein Smartphone ausgeschaltet hatte. Ich habe auch keinen anderen Computer mitgenommen, wenn man von meinem Remarkable-E-Ink-Tablet absieht, das ich dabei hatte, um ab und zu an meinem Roman zu arbeiten. Ansonsten habe ich eigentlich nur gelesen — und zwar fast nur altmodische Papierbücher.</p>
<p>Da ich fast mein komplettes Leben vor dem einen oder anderen Computer verbringe und eigentlich fast immer online bin, sind solche Urlaube für mich unheimlich erholsam. Es überrascht mich immer wieder selber, wie befreiend es ist, wenn man sich erst einmal von den Zwängen der Dauerkommunikation gelöst hat. Es überrascht mich auch immer wieder aufs Neue, wie erfrischt und voller Elan ich bin, wenn ich dann wieder zu Hause vor dem Rechner sitze. Ich freue mich momentan wieder jeden morgen auf den Arbeitstag. Ein Gefühl, dass ich vor dem Urlaub monatelang nicht hatte.</p>
<p>Ich kann das wirklich nur jedem empfehlen, der viel am Computer arbeitet: Lasst im Urlaub mal den ganzen Scheiß hinter euch! Keine Nachrichten, kein Instagram, kein YouTube … nix! Man denkt im ersten Moment, man würde so viel verpassen. Aber später stellt man dann überrascht fest, dass eigentlich nichts passiert ist, während man faul in der Gegend herum lag und sein Gehirn mal anderweitig beschäftigt hat. Klar, man braucht vielleicht ein, zwei Tage, diese elendigen Instinkte zu unterdrücken, die einen dazu bringen, alle paar Minuten die Apps und Feeds zu checken, aber wenn man da erst einmal drüber hinweg ist, stellt sich schnell die absolute Entspannung ein.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Sabaton-Interview</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/sabaton-interview/</link>
    <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 14:33:08 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/sabaton-interview/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Auf der Gamescom 2025 hatte ich die Chance, meine Lieblingsband Sabaton zu Videospielen, dem Internet und ihrem neuen Album zu interviewen. Während ich im Urlaub war, hat <em>heise online</em> diese Geschichte basierend auf dem Interview veröffentlicht:</p>
<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M552 64H88c-13.255 0-24 10.745-24 24v8H24c-13.255 0-24 10.745-24 24v272c0 30.928 25.072 56 56 56h472c26.51 0 48-21.49 48-48V88c0-13.255-10.745-24-24-24zM56 400a8 8 0 0 1-8-8V144h16v248a8 8 0 0 1-8 8zm236-16H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm-208-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm0-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-40c0-6.627 5.373-12 12-12h360c6.627 0 12 5.373 12 12v40c0 6.627-5.373 12-12 12z"/></svg> <a href="https://www.heise.de/news/Missing-Link-Die-Plattformen-muessen-mal-aufwachen-Interview-mit-Sabaton-10590579.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Missing Link: &ldquo;Die Plattformen müssen mal aufwachen!&rdquo; – Interview mit Sabaton</strong></a></p>
<br/>
<figure><figcaption>
      <h4>Auf der Gamescom 2025 zusammen mit Hannes Van Dahl, Pär Sundström und Thobbe Englund von der Band Sabaton</h4>
    </figcaption>
</figure>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zurück aus dem Urlaub</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/zurueck-aus-der-toskana/</link>
    <pubDate>Sat, 06 Sep 2025 12:02:44 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/zurueck-aus-der-toskana/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/tuscany-pratomagno.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><span style="font-family: 'Typewriter Elite MT Std'; font-size: 1.2em; font-weight: 600;">Ich bin gerade von einem wunderschönen zweiwöchigen Urlaub in der sonnigen Toskana nach Hause gekommen. Mein Smartphone war fast während der gesamten Dauer dieses Urlaubs ausgeschaltet, und ich habe keinen Computer mitgenommen. Ich habe viel gelesen, einige handschriftliche Notizen gemacht und mich ansonsten viel entspannt, indem ich in der Sonne gesessen und über Holzkohle gegrillt habe. Außerdem war ich viel schwimmen. <br/><br/>Jetzt bin ich vollkommen entspannt und bereit, wieder an die Arbeit zu gehen. Freut euch also bald auf neue Texte (und andere Unternehmungen) von mir.</span></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Keine Ideen, aber Geld verdienen wollen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-240/</link>
    <pubDate>Tue, 02 Sep 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-240/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-homeworld-3.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 240. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Im Zuge meines <a href="/de/blog/2025/digital-total-239/" rel="">kürzlichen Besuchs auf der Spiele-Messe Gamescom</a>, habe ich natürlich auch ziemlich viel über Videospiele im Allgemeinen nachgedacht und mich mit Leuten über dieses Thema unterhalten. Dabei ist mir immer wieder etwas untergekommen, was mich schon seit einiger Zeit beschäftigt. Es hat sich in letzter Zeit ein ziemliches Muster etabliert: Reboots, Sequels und Neuauflagen von alten Gaming-Franchises, die an die Nostalgie der Gamer etablieren und dann am Ende absoluten Schrott abliefern und das geliebte Franchise mit sich in den Abgrund ziehen.</p>
<p>Davon gab es in letzter Zeit mehr Beispiele, als dass man die alle im Kopf behalten könnte, aber aus dem Stehgreif fallen mir da <a href="/blog/2024/failguard/" rel=""><em>Dragon Age: The Veilguard</em></a>, <a href="/blog/2024/stalker-2/" rel=""><em>STALKER 2</em></a> und <a href="/blog/2025/civ-7-fail/" rel=""><em>Civilization VII</em></a> ein. Ausschlaggebend bei so etwas ist eigentlich immer eine Kombination aus Woke-Ideologie und Entwicklerstudios, die es nicht mal schaffen, die Features von Spielen zu kopieren, die zehn, zwanzig oder manchmal fast dreißig Jahre alt sind. Der Woke-Einfluss zerstört dann die Story, weil diese Leute alle nicht schreiben können, und die Entwickler verbocken das Spielprinzip, weil sie das Original-Spiel, das sie kopieren wollen, gar nicht verstehen.</p>
<p>Mein neuestes Beispiel dieser Art ist gar nicht so neu, aber mir war es bisher nicht untergekommen: <em>Homeworld 3</em>. Ich hatte zum Release dieses Spiels zufällig keine Zeit und weil es direkt aus dem Zeitgeist verschwunden ist, habe ich es dann vergessen. Glücklicherweise. Denn jetzt stellt sich heraus: Das Spiel ist aus dem Zeitgeist verschwunden, weil es eine Vollkatastrophe ist. Und ich habe es damals glücklicherweise nicht gekauft. Das hatte ich eigentlich vor, denn ich liebe Echtzeit-Strategiespiele und das erste <em>Homeworld</em> ist ein Meisterwerk. Aber es ging schon damals mit <em>Homeworld 2</em> so steil bergab, dass die Serie danach über ein Jahrzehnt auf Eis lag. Ein im Nachhinein auf das Homeworld-Setting umgemodeltes drittes Spiel im Jahr 2016 war ebenfalls ein Flop und bis ins Jahr 2024 war wieder Ruhe, bis <em>Homeworld 3</em> mit seiner grottigen Story und dem lahmen Gameplay das Franchise schließlich komplett versenkte.</p>
<figure><figcaption>
      <h4>Die Definition von Versagen: Wenn dein neues Spiel durchgängig weniger Spieler hat als das Remake des 25 Jahre alten Klassikers, auf dem es basiert. (Screenshot: SteamDB)</h4>
    </figcaption>
</figure>

<p>Natürlich warten die jetzt erstmal wieder ein paar Jahre, bevor ein anderes Studio die Leiche dieses einst geliebten Franchises ausbuddelt, wiederbelebt und dann zur Schande aller noch einmal tanzen lässt. Diese Entwickler sind kreativ genauso bankrott wie Hollywood. Das ist die dunkle Seite der Medaille. Man wird heutzutage als Videospieler nicht mehr wie ein Aussätziger behandelt. Dafür ruinieren Entwickler und Publisher, in denen untalentierte BWL-Studenten die Show leiten und dann Dumpfbacken mit Master in Gender Studies als Story-Schreiber einstellen, jetzt halt unser Hobby.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Gamescom 2025</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-239/</link>
    <pubDate>Tue, 26 Aug 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-239/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-sabaton-gamescom.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 239. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Dieses Jahr war ich tatsächlich mal wieder auf der Gamescom. Eigentlich hatte ich Urlaub, aber dann hat man mir ein Interview mit der Band Sabaton angeboten, die auf der Gamescom ein Konzert in der Wargaming-Event-Halle gegeben haben. Wer mich kennt, weiß, dass ich diese Band liebe. Als sie 2017 zum ersten Mal auf der Gamescom aufgetreten sind, <a href="https://www.heise.de/news/Power-Metal-auf-der-Gamescom-Sabaton-begeistert-Panzer-Fans-am-Wargaming-Stand-3811434.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">habe ich darüber für <em>heise online</em> geschrieben</a>. Und natürlich wollte ich mir dieses Mal das Interview nicht entgehen lassen. Und zu dem Konzert, passenderweise einen Tag nach meinem Geburtstag, bin ich natürlich auch gegangen. Ich hab dann mal meinen Urlaub verschoben und die Zeit auf der Gamescom noch dazu benutzt, Kontaktpflege mit Spiele- und PR-Firmen zu betreiben.</p>
<p>Den Urlaub zu verschieben hat sich wirklich gelohnt. Im Konzert stand ich ganz vorne und die Setlist war purer Fanservice: Jeder Song ein Banger. Das Interview war eine super coole Erfahrung. Das was das zweite Mal, dass ich der Band auf der Gamescom über den Weg gelaufen sind — das sind ziemliche Gamer — aber ein Interview im Hotelzimmer von Pär war schon ein ganz anderes Level. Es überrascht mich immer wieder, wie down to earth diese Leute sind. Einfach super nett und ganz normal. Ich hab jetzt echt schon viel wegen Sabaton gemacht — im Jahr 2018 bin ich mit dem Motorrad von Hamburg nach Falun in Zentralschweden zu deren Festival gefahren — aber die vergangene Woche war der absolute Höhepunkt. Ich konnte mir sogar das unveröffentlichte Album anhören, das erst am 17. Oktober raus kommt. Ich darf darüber eigentlich nichts sagen, aber…</p>
<br/>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/sabaton-banger.webp" title="Absolute banger" data-thumbnail="/img/2025/sabaton-banger.webp">
        
    </a></figure></p>
<br/>
<p>Interessantes Spiele-Zeugs habe ich auf der Gamescom kaum gesehen, aber dafür hab ich mit vielen Besuchern gesprochen. Was bei mir dieses Mal einen besonderen Eindruck hinterlassen hat, waren die ganzen Zehn- bis Sechszehnjährigen, die mit ihren Eltern auf der Messe waren. Wo man dann oft gesehen hat, dass vor allem die Väter auch Gamer waren — mit Nerd-Shirts und allem. Macht natürlich Sinn, war aber das erste Mal, dass ich das so gesehen habe. Wenn man keine Kinder hat ist man dem ja nicht so ausgesetzt.</p>
<p>Lustig fand ich auch, dass es vor Jahren auf diesen Messen immer Aufregung wegen den Messe-Babes gab und die dann irgendwann sehr verpönt waren und verschwunden sind. Jetzt nennen wird das &ldquo;Cosplay&rdquo; und die Mädels haben noch weniger an, aber das ist dann okay. &#x1f923;</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Modern Solution: Der verurteilte IT-Experte reicht Verfassungsbeschwerde ein</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/modern-solution-verfassungsbeschwerde/</link>
    <pubDate>Sat, 23 Aug 2025 14:53:15 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/modern-solution-verfassungsbeschwerde/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ein neuer Artikel von mir zum Thema Modern Solution bei <em>heise online</em>:</p>
<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M552 64H88c-13.255 0-24 10.745-24 24v8H24c-13.255 0-24 10.745-24 24v272c0 30.928 25.072 56 56 56h472c26.51 0 48-21.49 48-48V88c0-13.255-10.745-24-24-24zM56 400a8 8 0 0 1-8-8V144h16v248a8 8 0 0 1-8 8zm236-16H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm-208-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm208 0H348c-6.627 0-12-5.373-12-12v-8c0-6.627 5.373-12 12-12h152c6.627 0 12 5.373 12 12v8c0 6.627-5.373 12-12 12zm0-96H140c-6.627 0-12-5.373-12-12v-40c0-6.627 5.373-12 12-12h360c6.627 0 12 5.373 12 12v40c0 6.627-5.373 12-12 12z"/></svg> <a href="https://www.heise.de/news/Modern-Solution-Verurteilter-IT-Experte-reicht-Verfassungsbeschwerde-ein-10569034.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Modern Solution: Verurteilter IT-Experte reicht Verfassungsbeschwerde ein</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Das Urteil gegen einen nach dem Hackerparagrafen verurteilten Sicherheitsforscher ist rechtskräftig. Der Verurteilte geht nun nach Karlsruhe.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Darf man Orwell als E-Book lesen?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-238/</link>
    <pubDate>Tue, 19 Aug 2025 22:23:42 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-238/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-nineteen-eighty-four.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 238. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Ich habe wieder damit angefangen, George Orwells <em>Nineteen Eighty-Four</em> zu lesen. Unter anderem, weil ich das Gefühl habe, dass dieses Buch immer aktueller wird, je älter es ist. Aber auch, weil es schon eine ziemliche Weile her ist, seit ich es das letzte mal in der Hand hatte. So lange, dass ich mich gar nicht mehr daran erinnern kann, welche Ausgabe ich damals gelesen habe und wo die jetzt ist. Ich habe die Vermutung, ich hatte es damals aus der Bibliothek ausgeliehen. Auf jeden Fall scheine ich diese Ausgabe nicht mehr zu besitzen. Oder kann sie auf jeden Fall nicht finden.</p>
<p>Deshalb stand ich nun vor der Situation, mir eine neue Ausgabe dieses Klassikers zulegen zu müssen. In den vergangenen Jahren habe ich in dieser Kolumne ja immer mal wieder darüber geschrieben, wie sehr ich echte Bücher aus Papier liebe. Aber auch, welche Vorteile E-Books haben und dass ich diese Vorteile ebenfalls sehr zu schätzen weiß. Ich bin deshalb durchaus schon mal hin- und hergerissen, ob ich mir ein Buch jetzt auf Papier oder in digitaler Form kaufen soll. Meist entscheide ich mich für die Digitalform, weil es eben weniger umständlich ist — auch wenn ich es eigentlich lieber mag, altmodisch auf Papier zu lesen.</p>
<p>In diesem Fall schwebte mein Finger schon über dem &ldquo;jetzt kaufen&rdquo;-Button des E-Books von <em>Nineteen Eighty-Four</em> bei Amazon, als mir plötzlich etwas bewusst wurde. Als Buchautor weiß ich, <a href="https://kdp.amazon.com/de_DE/help/topic/G202176900" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass Amazon es Verlegern erlaubt, den Text von E-Books zu ändern</a>, nachdem das Nuch veröffentlicht wurde. Und es ist in der Vergangenheit auch schon das ein oder andere mal passiert, dass Herausgeber den Text von E-Books im Nachhinein verändert haben und diese Änderung dann in die Kindle-Bibliotheken aller Leser ausgespielt wurde. Und zwar rede ich hier nicht von Rechtsschreib- oder Layoutfehlern, wo so etwas ja durchaus legitim ist. Nein, hier wurde der Inhalt von Texten verändert; zum Teil aus politischen Gründen. Also haben Kunden eine Version eines Buches gekauft und hatten dann plötzlich eine andere Version auf ihrem Kindle. Nun wäre es denkbar, dass ich eine Kindle-Ausgabe von <em>Nineteen Eighty-Four</em> kaufe und Amazon die im Nachhinein ändert. Das ist gar nicht so schrecklich weit hergeholt, da der Konzern in der Tat <a href="https://www.fastcompany.com/1347432/amazon-apologizes-destroying-1984-copies-offers-new-1984-copies-or-30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Jahr 2009 Ausgaben eben dieses Buches aus den Kindle-Bibliotheken von Kunden gelöscht hatte</a>, nachdem man bei Amazon festgestellt hatte, dass diese Ausgaben ohne die entsprechenden Urheberrechte veröffentlich worden waren.</p>
<p>Dass mir der Herausgeber von <em>Nineteen Eighty-Four</em> meine Kindle-Ausgabe des Buches heimlich ändert, oder gar löscht, wäre so ziemlich die größte Ironie, die ich mir vorstellen kann. Denn <em>Nineteen Eighty-Four</em> ist schließlich ein Buch, in dem es vor allem darum geht, was mit einer Gesellschaft passiert, wenn ganze Teile ihrer Geschichte gelöscht und andere ständig umgeschrieben werden. Ich bin deshalb zu dem Entschluss gelangt, dass man <em>Nineteen Eighty-Four</em> wirklich nur als gedrucktes Buch kaufen kann. Denn das tolle an gedruckten Büchern ist, dass es viel schwerer ist, diese zu verändern. Solange wir noch nicht in einem Regime wie in diesem Roman leben, wird das auffallen. Falls wir aber stattdessen unsere Bücher alle als jederzeit veränderliche E-Books kaufen, könnte es sein, dass wir uns schneller in einem solchen totalitären Alptraum wiederfinden, als uns lieb ist.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wieder mal Drachenlord</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-237/</link>
    <pubDate>Tue, 12 Aug 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-237/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-drachenlord.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 237. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Es ist nun fast genau 14 Jahre her, seit Rainer Winkler — besser bekannt als der &ldquo;Drachenlord&rdquo; — zum ersten Mal Aufsehen im Internet erregte. Einer breiteren Öffentlichkeit ist der mittelfränkische Charakter wohl seit mindestens der Hälfte dieser Zeit ein Begriff, nämlich seit dem als &ldquo;Schanzenfest&rdquo; bekannt gewordenen Ansturm auf seinen ehemaligen Wohnsitz in Altschauerberg im Jahr 2018. In dieser ganzen Zeit hat die deutsche Öffentlichkeit das Phänomen Drachenlord immer noch nicht verstanden. Das liegt vor allem an der Presse, die mit Vorliebe eine dümmlich-naive Version der Realität propagiert, in dem ein armer, etwas unbedarfter YouTuber von einer großen Community aus &ldquo;Hatern&rdquo; verfolgt wird.</p>
<p>Was in der Presse gerne als &ldquo;Hass&rdquo; beschrieben wird, ist  allerdings eher ein komplexes soziologisches Problem, an denen der sogenannte &ldquo;Drachenlord&rdquo; mindestens genauso stark beteiligt ist, wie seine sogenannten &ldquo;Hater&rdquo;. Dass die Floskel des Internet-Hasses das Problem nicht ausreichend beschreibt, geschweige denn erklärt, erkennt man schon daran, dass seit Jahren viele Leser auf solche Presse-Berichte mit der überraschten Frage reagieren, woher dieser Hass den bloß kommt? Das liegt daran, dass die ebenso vereinfachte wie schlichtweg falsche Version der Realität, die in diesen Berichten widergespiegelt wird, die Reaktion der Allgemeinheit auf Winkler nicht adäquat erklären kann.</p>
<p>Um das Phänomen Drachenlord zu verstehen, muss man zuerst einmal akzeptieren, dass dieser Mann einen großen Teil der Reaktionen, die ihm entgegenschlagen, selbst ausgelöst hat. Was die Reaktion seiner &ldquo;Hater&rdquo; — oder genauer: seiner Anti-Fan-Community — nicht entschuldigen soll. Aber genau wie eine Beleidigung die Reaktion des Faustschlages ins Gesicht durch das Gegenüber nicht entschuldigt, so erklärt sich die ganze Situation einer nebenstehenden Person doch deutlich besser, wenn sie beiden Seiten der Auseinandersetzung beiwohnt. So ähnlich ist das mit Winkler. Was seine Community mit ihm macht, ist oft schrecklich und unentschuldbar. Es wird aber deutlich verständlicher, wenn man sich vorher mal den &ldquo;Content&rdquo; angesehen hat, mit dem Winkler über Jahre versucht hat, im Internet Geld zu verdienen. Leider machen sich die wenigsten Journalisten die Mühe, so weit zu recherchieren und verstehen deshalb von Anfang an die ganze Situation gehörig falsch.</p>
<p>Das erklärt dann auch, dass es auch 2025 immer wieder Presseberichte gibt, die <a href="https://www.zeit.de/digital/2025-08/drachenlord-hater-emskirchen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das, was da alle Jahre wieder um den &ldquo;Drachenlord&rdquo; passiert</a>, nur naiv beschreiben, aber nicht erklären können. Dass die &ldquo;Hater&rdquo; vom sogenannten &ldquo;Schanzenfest&rdquo; im Jahr 2025 nichts mit denen aus dem Jahr 2018 gemeinsam haben, verstehen diese Journalisten nicht. Weil sie eben auch nicht verstehen, dass es bei diesem gesellschaftlichen Phänomen längst nicht mehr um Rainer Winkler geht, sondern um die Gesellschaft an sich und wie sie mit dem Internet umgeht. Wie sonst erklärt sich, dass sich dort Menschen in Altschauerberg treffen, die mit der eigentlichen Anti-Fan-Community, die Winklers Videos und Streams vor Jahren geschaut und darauf reagiert hat, rein gar nichts zu tun haben? Zumal sich diese neuen &ldquo;Hater&rdquo; in Altschauerberg zusammenrotten, wo nur noch ein leergeräumtes Brachgrundstück an den &ldquo;Drachenlord&rdquo; erinnert, und nicht in dem Kaff in der sächsischen Provinz, wo Winkler dieser Tage residiert.</p>
<p>Winkler hat vor Gericht mal behauptet, der &ldquo;Drachenlord&rdquo; sei gar nicht er selbst, sondern eine von ihm gespielte Kunstfigur. Im Endeffekt hat er damit Recht behalten. Beim sogenannten &ldquo;Hass&rdquo; auf den &ldquo;Drachenlord&rdquo; geht es schon lange nicht mehr um Rainer Winkler. Es geht darum, was das Internet mit Menschen macht. Und was Menschen mit dem Internet machen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wacken liegt nicht in Neuland</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-236/</link>
    <pubDate>Tue, 05 Aug 2025 19:58:28 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-236/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/dt-wacken-buehne.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 236. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Die vergangene Woche habe ich mal wieder auf einem Acker in Schleswig-Holstein verbracht. Wie auch schon 2019 und 2024 war ich beim <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wacken_Open_Air" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wacken Open Air</a>. Was mir dabei dieses Mal besonders aufgefallen ist: der exzellente Handy-Empfang. Die Organisation dieses Festivals fand ich schon 2019 einfach großartig und sie hat sich seitdem nur noch verbessert. Nach allem, was ich so in Erfahrung bringen konnte, ist sie anderen Festivals dieser Größe haushoch überlegen. Aber die Mobilfunkanbindung hat mich dieses Mal wirklich geflasht. Ich hatte sowohl beim Campen auf dem Acker, als auch vor den Bühnen, deutlich besseren Handy-Empfang als bei mir zu Hause im Garten mitten in Düsseldorf. Und das betrifft nicht nur den angezeigten Funkempfang, denn auch die Datenraten beim Versenden von Fotos oder Videos und beim Download und Streamen von Musik auf das Smartphone war deutlich besser, als ich es aus deutschen Großstädten gewohnt bin.</p>
<p>Und es ist ja nicht so, als ob da wenig los ist. Auf dem Acker im Nirgendwo von Schleswig-Holstein sind schließlich knapp 120.000 Menschen<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> und viele von Ihnen haben ständig ihr Handy in der Hand und kommunizieren mit anderen Festival-Teilnehmern und Freunden und Verwandten in der ganzen Welt. Metal-Fans sind nämlich größtenteils Nerds. Das macht Wacken laut Vodafone zum Festival mit dem umfangreichsten mobilen Datenverkehr: dieses Jahr waren es <a href="https://newsroom.vodafone.de/smartphones-auf-dem-metal-festival-in-wacken-im-dauereinsatz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">102 Terabyte an den vier offiziellen Festivaltagen</a>.</p>
<p>Auf der vergleichsweise kleinen Fläche des Festivals benötigt es da schon eine ziemlich seriöse Infrastruktur, um eine gute Verbindung für die Geräte der Teilnehmer zu garantieren. Dass diese gegeben ist, ist an sich gar nicht überraschend, da das Wacken Open Air vor einigen Jahren komplett aufs bargeldlose Bezahlen umgestellt hat. Seitdem zahlen die Teilnehmer für alles auf dem Festivalgelände (Essen, Trinken, Merchandising-Artikel) mittels eines NFC-Chips, der am Festivalbändchen befestigt ist. Dieser wird vor Ort von den Mitarbeitern der Stände mit speziell dafür bereitgestellten Smartphones gescannt und das Geld wird vom Prepaid-Konto des Besuchers abgezogen. Damit das funktioniert, brauchen diese Geräte zwingend eine Handy-Datenverbindung, da auf dem Festival-Gelände die Versorgung mit WLAN logistisch ziemlich unmöglich ist. Um diese Handy-Datenverbindungen, und auch die der Besucher, zu gewährleisten, sind auf dem ganzen Festivalgelände überall mobile Mobilfunk-Basisstationen stationiert.</p>
<p>Was mir die Erfahrung der vergangenen Woche sagt, ist, dass wir in Deutschland Mobilfunkinfrastruktur dann doch ziemlich gut können, wenn wir nur wollen. Wenn das auf einem Acker im Nirgendwo so gut funktioniert, gibt es eigentlich keine Ausrede dafür, dass das Netz in anderen Teilen des Landes zum Teil so schlecht ist. Vodafone, die Telekom und Telefónica können sowas schon leisten, wenn sie nur wollen. Was als Prestige-Projekt auf einem Metal-Festival funktioniert, würde im nächsten Bauernkaff oder auch hier in Düsseldorf (immerhin die Heimat von Vodafone in Deutschland) auch funktionieren. Der einzige Grund, warum dem nicht so ist, sind die Firmen selbst. Man stellt halt den Profit über die Kundenzufriedenheit. Wenn mir nächstes Mal einer was von Neuland erzählt, werde ich also einfach mit Wacken kontern. Wir können schon, wir wollen nur nicht.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Offiziell wurden diesmal 85.000 Karten verkauft, aber aus Veranstalter-nahen Quellen ist bekannt, dass die eigentliche Teilnehmerzahl immer deutlich höher ist, da es eine Menge Tickets gibt, die nicht dem normalen Verkauf zugerechnet werden. Knapp 120.000 gescannte Eintritts-Tickets ist die Zahl, die mir dieses Mal aus mehreren glaubhaften Quellen berichtet wurde.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Man könnte es kommen sehen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-235/</link>
    <pubDate>Tue, 29 Jul 2025 08:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-235/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/digital-bezahlen.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 235. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Leute sind immer gerne überrascht, wenn sie erfahren, dass ich digitale Bezahlsysteme nicht wirklich mag. Ich versuche dann immer zu erklären, dass das nicht an den digitalen Bezahlsystemen selber liegt. Obwohl ich mit den aktuellen Systemen auch Probleme habe, da die Infrastruktur ziemlich unsicher ist. Aber darum geht es mir eigentlich gar nicht. Solange es noch Bargeld gibt und digitale Systeme nur optional sind, ist alles in Ordnung. Was mir wirklich Sorgen macht ist die Zukunft, die für mich offensichtlich ist, die andere aber anscheinend nicht sehen können.</p>
<p>Es wird eine Zeit kommen, in der sämtliche Finanztransaktionen, die nicht direkt von einer Bank an die andere laufen, von einer Handvoll Firmen kontrolliert werden:  Visa, Mastercard, PayPal und die Firmen, welche die Middleware für diese Konzerne zur Verfügung stellen. Und was soll jetzt daran so schlimm sein? Dass diese Konzerne dann eine noch nie zuvor dagewesene Kontrolle über unser aller Leben haben!</p>
<p>Der Vorteil von Bargeld — und historisch gesehen, der eigentliche Grund, warum es erfunden wurde — ist die Tatsache, dass niemand kontrollieren kann, wofür man es ausgibt. Solange das Gegenüber in der Transaktion bereit ist, Bargeld anzunehmen, hat sonst niemand Einfluss oder Kontrolle. Nicht mal ein König, oder wer auch immer die Regierung leitet. Solange die Währung einen signifikanten Wert hat, kann nicht mal das totalitaristischste Regime verhindern, dass im Land selbst damit frei gehandelt wird.</p>
<p>Genau das ist das geniale an Bitcoin. Es ist die erste digitale Währung die dieses Grundmerkmal des Bargelds umsetzt: die Freiheit, damit machen zu können, was man will, ohne dass einem der Staat oder ein mächtiger Konzern das verbieten könnte. Und genau deswegen wird sich Bitcoin als Währung nicht durchsetzen und Bargeld wird komplett durch das Visa/Mastercard-System und PayPal ersetzt. Die Leute, die entscheiden, wo lang die Reise geht, werden sich nicht für weniger Macht entscheiden, wenn die Alternative ist, dass sie viel mehr Macht haben können.</p>
<p>Statt unserer gewohnten Freiheit mit Bargeld leben wir bald in einer Zukunft, in der diese Firmen entscheiden, was wir wann kaufen können. Und diese Zukunft hat schon längst begonnen. Vor zehn Jahren fing PayPal damit an, Prostituierte von seiner Plattform zu schmeißen und das Geld in deren Konten zu behalten. Dann übten Firmen wie Visa und Mastercard Druck auf Pornoseiten aus, bestimmtes Material zu löschen. Und jetzt wurde der weltweit größte Marktplatz für Videospiele, Steam, gezwungen, bestimmte Erwachsenenspiele zu löschen, weil eine Bürgerinitiative diese nicht mochte und die Bezahlsystem-Firmen unter Druck gesetzt hat. Keiner dieser Vorfälle hatte mit etwas zu tun, was illegal ist. Die Prostituierten haben legal Geld verdient, die Pornos und Videospiele verstießen gegen keinerlei Gesetze. Hier geht es um Firmen, die arbiträr entscheiden, dass ihre Kunden bestimmte Sachen nicht kaufen können, nur weil sie ihnen nicht gefallen.</p>
<p>Viele werden jetzt sagen: Aber wen interessiert so ein Schund? Na ja, das interessiert Menschen, die mehr als sieben Tage in die Zukunft planen können. Es ist doch offensichtlich, wohin das führt, wenn wir Konzernen, die eine bis dato nicht gekannte Machtstellung in unserem Leben haben, erlauben, unsere Gesellschaft nach ihren eigenen Regeln zu führen. Heute sind es Pornos, morgen ist es George Orwells <em>1984</em>, das verboten wird. Und danach die Webseite eines Investigativ-Journalisten, der kritisch über die Regierung — oder noch schlimmer, über PayPal — berichtet.</p>
<p>Wenn es nach mir ginge, müsste man solche Firmen behandeln wie Strom- oder Wasseranbieter. Sie müssten gesetzlich dazu gezwungen werden, sämtliche Zahlungen zu verarbeiten. Alles andere entscheiden Gesetze. Das ist die Definition eines Rechtsstaates. Der Stromanbieter kann dir ja auch nicht den Saft abdrehen, weil er die Pornos, die du guckst, nicht mag. Wenn Visa, Mastercard und PayPal entscheiden wollen, was gut und richtig ist und wofür ich bezahlen darf und wofür nicht, dann sollten sie auch dafür haften, wenn Kriminelle ihre Bezahlsysteme verwenden, um Verbrechen zu begehen. Wer viel Macht haben will, muss auch viel Verantwortung tragen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Geburtsfehler des digitalen Staates</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-democracy-zitat/</link>
    <pubDate>Thu, 24 Jul 2025 11:26:24 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-democracy-zitat/</guid>
    <description><![CDATA[<blockquote>
  <p><em>Bedauerlicherweise leidet der digitale Staat [&hellip;] (unbeabsichtigt) an einer Art Geburtsfehler. Wie im privatwirtschaftlichen Sektor wird die Notwendigkeit der Digitalisierung staatlicher Institutionen, Strukturen und Prozesse oft mit einer verbesserten Effizienz begründet. Während Effizienzsteigerungen auch im öffentlichen Sektor an sich begrüßenswert sind, ist allerdings nur wenigen bewusst, zu welchem Preis sie in einer digitalen Welt erkauft werden müssen: Effizienz lässt sich vor allem dadurch steigern, dass (digitale) Prozesse oder Vorgänge optimiert werden. Um optimieren zu können, braucht es wiederum Informationen über die Prozesse und Vorgänge, die zunächst erhoben werden müssen. Wenn die Informationen nun aber digital erhoben werden, können sie dauerhaft gespeichert werden, sind leicht auffindbar und stehen somit immer wieder für weitere Auswertungen zur Verfügung. Solche Informationserhebungen mögen nicht direkt auf eine (spätere) Kontrolle zielen, allerdings erleichtern und ermöglichen sie diese immer auch. Das gilt umso mehr im staatlichen Kontext der Machtausübung. Man muss sich daher bewusst machen: Effizienzsteigerungen im digitalen Raum implizieren zugleich Kontrolle. Anders ausgedrückt: In der digitalen Welt weitet die Optimierung quasi per Definition die Kontrollmöglichkeiten aus und erhöht damit auch die Risiken, diese Möglichkeiten (früher oder später) zu missbrauchen.</em></p>
</blockquote><p>— Christian R. Ulbrich &amp; Bruno S. Frey, <em>Automated Democracy – Die Neuverteilung von Macht und Einfluss im digitalen Staat</em></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Sind die Bücher in Gefahr?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-234/</link>
    <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 22:46:40 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-234/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/was-ich-gerade-lese.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 234. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Man liest ja schon seit Jahren immer wieder, dass mit jeder neuen Generation, die geboren wird, die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne der Menschen abnimmt. Es scheint aber so als ob wir nun langsam einen kritischen Punkt erreicht haben, an dem wir uns wirklich Gedanken machen sollten, ob das alles so weitergehen kann. Jedenfalls, wenn wir unsere Gesellschaft nicht irgendwann in ein neues Mittelalter stürzen wollen. Man hört schon seit längerem, dass Schüler keine Geduld mehr dazu haben, Bücher zu lesen. Nun aber gibt es die ersten Berichte von Universitätsprofessoren, die das selbe über ihre Studenten sagen.</p>
<p>Ich glaube diese Berichte ohne Weiteres, denn meine eigenen Beobachtungen der Social-Media-Gewohnheiten der Menschen bestätigen diese neue Art des digitalen Analphabetismus. Man muss sich nur mal auf X angucken, wie junge Menschen regelmäßig Elon Musks KI Grok dazu benutzen, um sich die Bedeutung von Tweets zusammenfassen zu lassen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Menschen bemühen eine KI, um sich 280 Zeichen lange Texte erklären zu lassen. Das zeugt von einer beängstigend kurzen Aufmerksamkeitsspanne und/oder von der kompletten Abwesenheit jeglicher Fähigkeit zu analytischem Denken.</p>
<p>Als jemand, der Bücher liebt — <a href="/de/blog/2023/digital-total-028/" rel="">sowohl analog als auch digital</a> — finde ich diesen Trend beängstigend. Verlieren wir als Gesellschaft langsam die Fähigkeit, zu lesen? Damit meine ich nicht, die technische Fähigkeit, Buchstaben, Wörter und Sätze zu entziffern, sondern die literarische Fähigkeit, diese zu verstehen und kritisch zu analysieren. Wenn eine ganze Generation nur noch Textnachrichten, Instagram-Schnipsel und Bildunterschriften lesen kann, aber nicht die Fähigkeit und/oder die Geduld besitzt, einen Roman zu lesen, kann man das dann noch lesen nennen?</p>
<p>Die Theorie des berühmten Historikers Edward Gibbon zum Fall des Römischen Reiches besagt, dass eine Gesellschaft fast unweigerlich untergehen muss, wenn große Teile ihrer Interessenvertreter nicht mehr an die Werte der Gesellschaft glauben. Die Werte unserer Gesellschaft verwahren wir in Büchern: dem Grundgesetz, dem <em>Kapital</em>, in Shakespeares Theaterstücken, in Orwells <em>Ninteen Eighty-Four</em> und in Tennysons Gedichten. In Bismarcks <em>Gedanken und Erinnerungen</em>, in Solschenizyns <em>Archipel Gulag</em>, in Anne Franks Tagebuch, in Clausewitz <em>Vom Kriege</em> und in den Werken von Vonnegut, Goethe, Hemingway und Seneca. Was passiert wenn die, die später einmal diese Gesellschaft anführen und weiterentwickeln sollen, diese Werte nicht mehr aufnehmen können? Nicht nur, weil sie die Fähigkeit verloren haben, diese im Ganzen zu konsumieren, sondern auch, weil damit ein Verlust der Fähigkeit, diese Werke im Ganzen zu analysieren, einhergeht.</p>
<p>Eine Gesellschaft, die keine Bücher mehr liest, will ich mir gar nicht ausmalen. Und leben möchte ich in einer solchen Dystopie schon gar nicht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Geflohener Strafgefangener immer noch auf der Flucht</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/geflohener-gefangener/</link>
    <pubDate>Tue, 22 Jul 2025 10:33:27 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/geflohener-gefangener/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Der <a href="/de/blog/2025/polizeieinsatz-oberbilk-flingern/" rel="">gestern aus dem Düsseldorfer Amtsgericht in Oberbilk geflohene Gefangene</a> ist nach wie vor flüchtig. Das Gericht schreibt in <a href="https://www.ag-duesseldorf.nrw.de/behoerde/presse/Presseordner/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen-2025/Flucht-aus-dem-Amtsgericht/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seiner Pressemeldung von gestern nachmittag</a>:</p>
<blockquote>
  <p><em>Heute wurde ein wegen schweren Bandendiebstahls in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf Inhaftierter dem Amtsgericht Düsseldorf zugeführt. Die Vorführung erfolgte aufgrund eines österreichischen Auslieferungsersuchens. Im besonders gesicherten Haftbereich wurde der Inhaftierte in einen Besprechungsraum verbracht, um dort mit seiner Rechtsanwältin ein vertrauliches Gespräch zu führen. Nach Verlassen des Besprechungsraums gelang es ihm durch eine Seitentür des Hausgefängnisses in den abgesicherten Innenhof zu flüchten. Dort überwand er den Sicherheitszaun und entfernte sich. Trotz sofortiger Nacheile durch die Justizwachtmeister gelang es nicht, den Inhaftierten an der weiteren Flucht zu hindern. Die unmittelbar hinzugerufene Polizei leitete umgehend umfassende Suchmaßnahmen ein. Gegen den Inhaftierten sind weitere Ermittlungs- und Strafverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung und Bandendiebstahls anhängig. Aufgrund (europäischer) Haftbefehle ist der Flüchtige jetzt mit Fotos öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben.</em></p>
</blockquote><p>Der Mann ist nun durch die Polizei NRW <a href="https://polizei.nrw/fahndung/175126" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zur Fahndung ausgeschrieben worden</a>:</p>
<blockquote>
  <p><em>Der Flüchtige verbüßt aktuell eine Haftstrafe wegen schweren Bandendiebstahl in der Justizvollzugsanstalt Düsseldorf. Bei einem Anwaltstermin am 21.07.2025 beim Landgericht Düsseldorf flüchtete dieser um 11:34 Uhr aus dem Gebäude und ist seit dem unbekannten Aufenthalts.</em></p>
</blockquote><p>Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise zum Aufenthaltort des Strafgefangenen.</p>
<figure><figcaption>
      <h4>Der Mann ist 1,70 Meter groß und trug zur Zeit seiner Flucht eine dunkelblaue Hose und einen dunklen Pullover, er hat braune Augen (Foto: Polizei NRW)</h4>
    </figcaption>
</figure>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>Geflohener Häftling: Polizeieinsatz in Oberbilk &amp; Flingern</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/polizeieinsatz-oberbilk-flingern/</link>
    <pubDate>Mon, 21 Jul 2025 12:03:17 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/polizeieinsatz-oberbilk-flingern/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/polizeihubschrauber-oberbilk.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Seit ca. einer Stunde schwebt über meinem Viertel in Oberbilk ein Polizeihubschrauber. Davor waren sehr viele Sirenen zu hören.</p>
<p>Laut <strong>duesseldorf_aktuell</strong> sucht die Polizei eine flüchtige Person in Flingern-Süd, unter anderem mit einer Hundestaffel.</p>
<p>Auf Grund der Position, in der der Heli schwebt und den Justizbeamten vor Ort, würde ich davon ausgehen, dass jemand aus dem Landgericht geflohen ist. Ich kann aus meinem Büro nach wie vor Sirenen hören und der Heli schwebt gerade über der Güterbahnstrecke an der Grenze zwischen Oberbilk und Flingern.</p>
<hr>
<h5 id="update-1212-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-1212-cest" class="header-mark"></a>Update 12:12 CEST</h5><p><em>Antenne Düsseldorf</em> <a href="https://www.antenneduesseldorf.de/artikel/polizei-sucht-haeftling-hubschrauber-ueber-oberbilkflingern-2387641.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bestätigt</a> meine Vermutung:</p>
<blockquote>
  <p><em>Der Häftling sei demnach den Sicherheitskräften im Amtsgericht weggelaufen und seitdem flüchtig. Weitere Angaben zu den genauen Umständen der Flucht oder zu der Frage, ob der Gesuchte gefährlich sei, könne man derzeit noch nicht machen, so der Polizeisprecher weiter.</em></p>
</blockquote><h5 id="update-1247-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-1247-cest" class="header-mark"></a>Update 12:47 CEST</h5><p><em>Antenne Düsseldorf</em> berichtet weiter:</p>
<blockquote>
  <p><em>Laut Polizei sind inzwischen Hundertschaften eingetroffen, um bei der Suche nach dem Häftling zu helfen. Auch Hundeführer und Polizeibeamte auf Fahrrädern seien im Einsatz. Weitere Angaben zu dem entflohenen Häftling und seiner Gefährlichkeit könne man nach wie vor nicht machen, so eine Polizeisprecherin.</em></p>
</blockquote><p>Der Hubschrauber ist mittlerweile abgezogen. Das war sein ungefährer Einsatzradius vorhin:</p>
<figure><figcaption>
      <h4>Suchradius des Polizeihubschraubers in rot, Land- und Amtsgericht in blau (eigene Grafik, Karte: Mapbox)</h4>
    </figcaption>
</figure>

<h5 id="update-1301-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-1301-cest" class="header-mark"></a>Update 13:01 CEST</h5><p>Nun <a href="https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/blaulicht/duesseldorf-angeklagter-flieht-aus-dem-gericht-in-oberbilk_aid-131519791" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet auch die <em>Rheinische Post</em></a>:</p>
<blockquote>
  <p><em>Ein Angeklagter ist am Montagvormittag aus dem Gerichtsgebäude in Düsseldorf-Oberbilk geflohen. Die Meldung über den Vorfall erreichte die Polizei um 10.33 Uhr. Der Mann sei Justizbeamten entwischt, als sie ihn ins Gericht bringen wollten, sagte eine Sprecherin der Polizei. Ob er sich bereits im Gebäude befand oder noch außerhalb, konnte die Sprecherin nicht sagen. Man suche ihn derzeit unter anderem mit Hunden und einem Hubschrauber nach dem Mann.</em></p>
</blockquote><p>Bei der <em>NRZ</em> <a href="https://www.nrz.de/lokales/duesseldorf/article409563985/grosseinsatz-der-polizei-hubschrauber-kreist-ueber-flingern.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heisst es</a>:</p>
<blockquote>
  <p><em>Der Polizei lägen keine Informationen vor, ob eine Gefahr für die unmittelbare Bevölkerung bestehe. Eine Sprecherin des Düsseldorfer Landgerichts konnte bestätigen, dass es sich um eine Flucht aus dem Haftbereich des Gerichts handele. Weitere Informationen könne sie jedoch nicht geben. &ldquo;Der Sachverhalt wird gerade aufgeklärt.&rdquo;</em></p>
</blockquote><h5 id="update-1356-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-1356-cest" class="header-mark"></a>Update 13:56 CEST</h5><p><a href="https://www.bild.de/regional/duesseldorf/rumaene-sollte-abgeschoben-werden-verbrecher-fluechtet-aus-gericht-687e1ad5e3080c1c1f382320" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laut <em>Bild</em></a> handelt es sich bei dem flüchtigen Mann um einen 26 Jahre alten Rumänen, der wohl <strike>abgeschoben</strike> ausgeliefert werden sollte.</p>
<blockquote>
  <p><em>Der in Haft sitzende Rumäne (26) hatte sich nach ersten Erkenntnissen mit seiner Anwältin unterhalten, war dabei nicht gefesselt. Wie er dann allerdings das Gerichtsgebäude verlassen konnte, ohne den Justizbediensteten aufzufallen, ist noch unklar.</em></p>
<p><em>Der Mann ist nicht ungefährlich, er soll bei der Polizei bekannt sein wegen Bandendiebstahl, Körperverletzung, Widerstand, Einbruch und Straßenverkehrsgefährdung. Laut Behörden sollte er wegen weiterer Straftaten nach Österreich abgeschoben werden. Möglicherweise wollte er das durch seine Flucht verhindern. Momentan sind mehrere Straßen abgeriegelt, die Bewohner sollen in den Häusern bleiben.</em></p>
</blockquote><h5 id="update-1427-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-1427-cest" class="header-mark"></a>Update 14:27 CEST</h5><p>Die <em>Rheinische Post</em> bestätigt in Updates zu ihrem Artikel die Informationen von <em>Bild</em>.</p>
<blockquote>
  <p><em>Wie die Sprecherin am frühen Nachmittag sagte, sei der Mann noch immer nicht gefasst worden. Inzwischen seien die Fahndungsmaßnahmen aber zurückgefahren worden. So sei zum Beispiel der Hubschrauber nicht mehr im Einsatz.</em></p>
<p><em>Eine Sprecherin des Amtsgerichts bestätigte den Vorfall. Es handle sich um einen rumänischen Staatsangehörigen, der eine Anhörung in einem Auslieferungsverfahren gehabt habe. Er sei der Justiz bereits wegen Fällen von bandenmäßigem Diebstahl bekannt.</em></p>
<p><em>Details, wie der Mann entkommen ist, konnte sie unter Verweis auf die laufende Suche nicht nennen. Es werde ermittelt, wie es zu der Flucht kommen konnte. Er sei als Gefangener vorgeführt worden und dann geflohen.</em></p>
</blockquote><p><strong>Update 14:33 CEST:</strong> Fehler korrigiert, den ich aus der <em>Bild</em>-Berichterstattung übernommen hatte. Der Mann sollte nicht abgeschoben werden. Es handelte sich um ein Ausliefrungsverfahren. Die Berichterstattung der <em>Rheinischen Post</em> bestätigt allerdings, dass es sich um einen rumänischen Staatsbürger handelt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Tulsi macht Ernst</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/russiagate-dokumente/</link>
    <pubDate>Sat, 19 Jul 2025 13:01:42 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/russiagate-dokumente/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/tulsi-gabbard-dni.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Tulsi Gabbard, ehemalige Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei und jetzt Trumps Geheimdienstchef (<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Director_of_National_Intelligence" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DNI</a>), <a href="https://x.com/DNIGabbard/status/1946271414132133999" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hat geheime Dokumente veröffentlicht</a>, die zeigen, dass Barack Obama als amtierender US-President den Russiagate-Medienskandals ausgelöst zu haben scheint.</p>
<p>Offenbar hatte Obama CIA-Direktor John Brennan, FBI-Direktor James Comey und seinen DNI James Clapper angewiesen, eine nachrichtendienstliche Bewertung zu erstellen, die eine Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahlen 2016 unterstellt. Dies geschah, obwohl CIA-Analysten das Gegenteil glaubten und Clapper zuvor ein Geheimdienst-Briefing für Obama vorbereitet hatte, in dem es hieß, dass es keine Cyberangriffe auf die Wahl 2016 oder eine Cybermanipulation durch russische und kriminelle Akteure gegeben habe. Dieses Briefing sollte dem Präsidenten eigentlich am 8. Dezember 2016 übergeben werden, es wurde dann aber zurückgezogen. Am nächsten Tag beauftragte Obama nun Brennan, Comey und Clapper, eine nachrichtendienstliche Bewertung zu erstellen, die das Gegenteil beweisen sollte. Diese Einschätzung wurde zur Grundlage für den <a href="https://www.cjr.org/special_report/trumped-up-press-versus-president-ed-note.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Russiagate-Schwindel</a>, der die US-Presse über Jahre beschäftigte.</p>
<div class="details admonition info open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M256 8C119.043 8 8 119.083 8 256c0 136.997 111.043 248 248 248s248-111.003 248-248C504 119.083 392.957 8 256 8zm0 110c23.196 0 42 18.804 42 42s-18.804 42-42 42-42-18.804-42-42 18.804-42 42-42zm56 254c0 6.627-5.373 12-12 12h-88c-6.627 0-12-5.373-12-12v-24c0-6.627 5.373-12 12-12h12v-64h-12c-6.627 0-12-5.373-12-12v-24c0-6.627 5.373-12 12-12h64c6.627 0 12 5.373 12 12v100h12c6.627 0 12 5.373 12 12v24z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Genauere Details zu den veröffentlichten Dokumenten finden sich <a href="/blog/2025/russiagate-disclosures/" rel="">in meinem englischsprachigen Artikel zu diesem Thema</a>.</div></div>
<p>Mein Journalisten-Kollege Matt Taibbi, der in der Vergangenheit mehrfach erwähnt hat, dass er aufgrund seiner Twitter-Files-Nachforschungen über Quellen in Geheimdienst-Kreisen verfügt, von denen einige Gabbard nahe stehen, hat die Veröffentlichung der Dokumente <a href="https://www.racket.news/p/note-on-new-trump-russia-disclosures" target="_blank" rel="noopener noreferrer">so kommentiert</a>, dass dies wohl erst der Anfang der Enthüllungen ist.</p>
<p>Wie ich auch, hat Taibbi die Russiagate-Geschichte von Anfang an nicht geglaubt. Bei uns beiden gingen sofort unser journalistischer Bullshit-Alarm los. Da wir beide die Geschichte sofort öffentlich bezweifelten, wurden wir als Reaktion heftig von anderen Journalisten kritisiert. Das scheint der Grund dafür zu sein, dass Taibbi sich so in diese Geschichte verbissen hat. Ich werde aus den selben Gründen nicht locker lassen.</p>
<p>Für Gabbard ist die Sache wohl auch persönlich. Nicht nur, weil sie aus der demokratischen Partei gekickt wurde, nachdem sie als Präsidentschaftskandidatin bei der Wahl 2020 im Vorwahlkampf der Demokraten mehrmals Kamala Harris sehr scharf angriff. Sondern auch, weil Gabbard sich nach dem 11. September 2001 freiwilig zum Militär meldete und als Gefechts-Sanitäterin am eigenen Leib erfahren musste, was der von den Geheimdiensten ausgelöste <a href="https://taz.de/Frei-erfunden-oder-manipuliert/!734247/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Presseskandal zu den erfundenen Massenvernichtungswaffen Saddam Husseins</a> im Nahen Osten auslöste. Nach ihren Zusammenstößen mit Harris wurde Gabbart, die aktuell als  Oberstleutnant <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/440th_Civil_Affairs_Battalion" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Battalion der Heeresreserve der US-Armee befehligt</a>, dann <a href="https://burchett.house.gov/sites/evo-subsites/burchett.house.gov/files/evo-media-document/Letter%20to%20TSA%20Admin%20-%20Tulsi%20Gabbard.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf eine Anti-Terror-Liste gesetzt</a> und auf Flügen von Geheimdienstagenten verfolgt. Danach hat sie es sich wohl zur persönlichen Mission gemacht, den US-Geheimdienstapparat von solchen politischen Schikanen zu befreien.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>RSS-Feed repariert</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/rss-umleitung/</link>
    <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 20:34:56 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/rss-umleitung/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Falls ihr den RSS-Feed dieses Blogs abonniert habt und seit einiger Zeit keine Updates mehr bekommt, sollte dieses Problem nun behoben sein. Dank meines Freundes <a href="https://jonathanmh.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jonathan</a>, der mich auf einen Fehler hingewiesen hat, den ich bei der <a href="/de/blog/2025/version-3/" rel="">Aktualisierung der Webseite auf Version 3.0</a> gemacht habe.</p>
<p>Bei diesem Update änderte sich nämlich der Endpunkt für den RSS-Feed von <code>https://fab.industries/de/blog/index.xml</code> auf <code>https://fab.industries/de/index.xml</code>. Ich habe jetzt einen Redirect eingebaut, der die alte Adresse auf die neue umleitet; d.h. egal, welche Adresse ihr verwendet, ihr solltet jetzt einen Feed haben, der sich wieder aktualisiert.</p>
<p>Es tut mir leid, dass ich das nicht selbst bemerkt habe — das war ziemlich dumm. Nochmals vielen Dank an Jonathan fürs Bescheid sagen!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ich bin den Lehrern wohl zu analog</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-233/</link>
    <pubDate>Tue, 15 Jul 2025 16:05:35 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-233/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/jms-notizen.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 233. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Vor einiger Zeit sah ich in einem Newsletter des <a href="https://www.djv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJV</a> — meiner Gewerkschaft — einen Aufruf, sich für das Programm <a href="https://journalismus-macht-schule.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Journalismus macht Schule</a> als Freiwilliger zu melden. Dieses Programm ermöglicht es Lehrern, Journalisten in ihre Klassen zu holen, die den Schülern — begleitend zum Unterricht — etwas aus ihrer Berufspraxis beibringen. Da ich ziemlich viel Kritik an der Presse, und auch an der Medienkompetenz der Öffentlichkeit, übe, sah ich diese ehrenamtliche Arbeit als schöne Gelegenheit, etwas Gutes zu tun, das die Situation vielleicht in die andere Richtung ändert und die Welt ein kleines Stück besser macht. Seitdem war ich nun schon ein paar Mal auf Anfrage von Lehrern hin in verschiedenen Schulen und habe versucht, den unterschiedlichsten Schülern nahezubringen, was einen Journalisten ausmacht und wie er arbeitet. Natürlich immer mit einer gehörigen Portion Kritik an den Berufsgenossen, die uns allen mit ihrer schludrigen Arbeit einen schlechten Ruf geben.</p>
<p>Bisher habe ich bei meinen ehrenamtlichen Einsätzen für das JmS-Projekt immer gute Erfahrungen gemacht. Das hat sich allerdings leider in der vergangenen Woche geändert. Ein Lehrer einer Realschule hier in Düsseldorf, der mich vor einigen Wochen für einen dreistündigen Besuch im Rahmen einer Projektwoche in seiner Schule angefragt hatten, sagte diesen Besuch nämlich am Morgen des Termins ab. Wir hatten knapp zwei Wochen zuvor telefoniert und meinen Einsatz im Rahmen dieses Telefonats und mehrerer E-Mails durchgesprochen. Der Lehrer hatte sich diesen Plan dann über Nacht spontan anders überlegt und wollte den Termin daraufhin am Morgen des Besuchs verschieben.</p>
<p>Ich teilte ihm daraufhin mit, dass ich mit der Planung und Vorbereitung des Schulbesuchs bereits genug Zeit verschwendet hatte. Ich werde ihm deshalb jetzt nicht noch einmal drei Stunden in meinem Terminkalender blocken, auf die Gefahr hin, dass der Termin dann wieder nicht stattfindet. Ich investiere hier schließlich unentgeltlich meine Arbeitszeit und das Mindeste, was ich als Gegenleistung erwarte, ist etwas Respekt vor meiner Zeit. Dass Termine aus triftigen Gründen kurzfristig abgesagt werden, kann immer mal passieren. Aber wenn man extra früh aufsteht und dann beim aus dem Haus gehen eine E-Mail sieht, in der &ldquo;ich habe es mir über Nacht anders überlegt&rdquo; steht, ist das unakzeptabel.</p>
<p>Es geht hier allerdings nicht darum, wie sehr ich mich über diesen Lehrer geärgert habe. Viel interessanter ist die Erkenntnis, die ich als Konsequenz dieses Ärgernisses erlangt habe; nämlich als ich drüber nachdachte, warum der Lehrer den Termin wohl abgesagt hatte. Er schien mir durch die Blume zu verstehen gegeben zu haben, dass es ihm nicht gefiel, dass sich meine Vorbereitung allein auf Papiernotizen beschränkte. Er hätte sich, so denke ich, eine Multimedia-Präsentation für seine Schüler gewünscht. Dass ich bei meinen JmS-Besuchen auf Papiernotizen zurückgreife hat drei Gründe:</p>
<ol>
<li>Ich persönlich bevorzuge Papiernotizen. Ich mag es, Vorträge ganz ohne visuelle Hilfen zu halten und das erleichtert es mir auch, während  des Vortrags mit meinem Publikum ins Gespräch zu kommen.</li>
<li>Die IT in deutschen Schulen ist sehr heterogen und man weiß nie, was einen erwartet. Davon auszugehen, dass die IT-Ausstattung in einer beliebigen Schule mit meinem Linux-Laptop klar kommt, ist, meiner Ansicht nach, ziemlich unrealistisch.</li>
<li>Diese Art der Notizen bilden nun mal realistisch ab, wie ich arbeite. In den letzten Jahren habe ich, besonders bei heiklen Recherchen, immer mehr meiner Arbeit auf Papier ausgelagert. Das hat definitiv Nachteile beim alltäglichen Komfort, ich fühle mich aber einfach nicht mehr wohl damit, brisante, unveröffentlichten Informationen einem digitalen System anzuvertrauen.</li>
</ol>
<p>Je mehr ich darüber nachgedacht habe, dass diese Art der Vorgehensweise wahrscheinlich ziemlich davon abweicht, was heutzutage in modernen Klassenzimmern passiert, desto mehr denke ich, dass ich eine falsche Entscheidung getroffen habe. Ich hätte darauf bestehen sollen, in diese Schule zu fahren. Nicht nur, um den Schülern etwas über Journalismus beizubringen, sondern auch, um Sie mal aus ihrer digitalen Welt zu holen. Ich glaube mittlerweile, dass eine multimediale Reizüberflutung Schüler und Studenten gar nicht gut tut.</p>
<p>Ich habe vor ein paar Tagen den Bericht eines Universitätsprofessors aus den USA gesehen, in dem dieser beschreibt, dass seine Studenten ihm immer öfter sagen, dass sein Lehrmaterial — etwa Shakespeares <em>Hamlet</em> — zu lang sei, um es zu lesen. Wir reden hier von Studenten, die Anglistik studieren und denen ein Shakespeare-Stück zu mühsam zu lesen ist! Und die Universitäten in den USA gehen daraufhin dazu über, jetzt mehr mit Videos zu unterrichten! Ein Trend, der anscheinend auch auf deutsche Unis zukommt.</p>
<p>Wenn Studenten keine Geduld haben, zu lesen, wird es, glaube ich, höchste Zeit, dass wir schon in den Schulen dagegen steuern. Viele Schüler haben eindeutig Aufmerksamkeitsdefizite. Die Lösung kann doch nicht sein, auf diese Schüler zu zugehen und mehr digital zu unterrichten. Wir müssen das Gegenteil tun und diese Kinder dazu erziehen, mehr lange Texte zu lesen, auch mal längere Zeit zuzuhören und mit Stift und Papier zu schreiben. Ganz nebenbei würde Letzteres übrigens das Problem lösen, dass Schüler ihre Hausaufgaben mit ChatGPT machen. Wer handschriftliche Texte einreichen muss, kann auch gleich selbst denken. Die Schüler würden früher oder später merken, dass selber denken auch nicht viel mühseliger ist, als lange KI-Texte per Hand abzuschreiben. Und das wäre, glaube ich, für unser aller Zukunft sehr wichtig.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Webseiten-Update 3.0.03</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/version-3-0-03/</link>
    <pubDate>Fri, 11 Jul 2025 23:20:11 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/version-3-0-03/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ich habe ein kleines Update der Website eingespielt — <code>v. 3.0.03</code> — das einen verbesserten Look des giscus-Kommentarsystems mit sich bringt. Es gibt jetzt drei Farbschemata anstelle von zwei, eines für jedes Websiten-Theme. Ich hoffe, der neue Look gefällt euch! &#x1f60e;</p>
<br/>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/giscus-themes.png" title="Giscus-Farbschemata" data-thumbnail="/img/2025/giscus-themes.png">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Videospiele-Publisher sind echt das Letzte</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-232/</link>
    <pubDate>Tue, 08 Jul 2025 00:17:05 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-232/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-mod-destroyed-games.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 232. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>Ich liebe Videospiele. Videospiele sind seit Jahrzehnten mit Abstand meine liebste Form der Unterhaltung. Und weil ich Videospiele so mag, habe ich auch viel Verständnis für Videospiele-Entwickler. Aber je größer und erfolgreicher die Videospiele-Industrie wird, desto mächtiger werden die, die das eigentliche Geld an Videospielen verdienen: die Publisher. Und für die habe ich dieser Tage fast gar keine Sympathie mehr übrig.</p>
<p>Denn in der Spiele-Industrie passiert dasselbe wie in ähnlichen Branchen zuvor. Nehmen wir als Beispiel die Musikindustrie: Seit Jahrzehnten werden hier vor allem die Plattenfirmen reich, während die Künstler nur überleben können, wenn sie es als einer der wenigen ganz nach oben schaffen. In der Presse sah das jahrzehntelang ähnlich aus: Während die Verleger stinkreich wurden, sanken die Gehälter der Journalisten und Redakteure im Vergleich immer stärker ab. Und jetzt ist halt die Spiele-Industrie dran. Entwickler werden entlassen, während die Studio-Bosse und Publisher über die Situation in der Branche jammern und dann im Bentley nach Hause fahren und ihre Depressionen in einer Flasche Dom Perignon ertränken.</p>
<p>Genau deswegen macht mich solche Propaganda wie <a href="/de/blog/2025/stop-killing-games-2/" rel="">die Publisher-Antwort auf die Stop-Killing-Games-Kampagne</a> richtig wütend. Da gehen die Publisher hin und verkaufen es uns jahrelang als geniale Idee, die doch ach so gut für uns Kunden sei, wenn alle Spiele ständig online sein müssen. Auch Single-Player-Spiele. Das ist viel besser für uns. So haben wir mehr Spaß und zu unserem eigenen Schutz ist es auch noch! Wegen Online-Hass und so weiter. Always-Online ist super für den Kunden. Ach was, die Tatsache, dass man so Raubkopien verhindern kann ist reiner Zufall. Dass wir gar nicht das Spiel, sondern nur eine Lizenz zum Spielen kaufen, ist auch besser für uns. Dass die Publisher so Spiele, wenn es ihnen passt, einfach abschalten können, damit wir dann hingehen und noch mehr Geld für den Nachfolger ausgeben … das ist natürlich eine reine Verschwörungstheorie. <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Planned_obsolescence" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Planned obsolescence</a>? Haha! So ein Quatsch! &#x1f602;</p>
<p>Leider haben die Gamer euch das nicht abgekauft. Und jetzt wo es eine Kampagne mit einer Million Unterschriften gibt, die euch in Zukunft dazu verpflichten soll, eure Versprechen auch einzuhalten, also euch drauf festzunageln, dass Always-Online-Spiele auch wirklich besser sind, als die Alternative, mit der wir jahrzehntelang vorher gut gelebt haben, da schreit ihr auf einmal das sei unfair? Angeblich sind Offline-Spiele der alten Schule auf einmal teurer herzustellen, als der Always-On/Cloud-Schund, den ihr jetzt verkauft? Und das sollen wir euch abkaufen? Was ein Quatsch!</p>
<p>Was hier passiert ist doch eindeutig: Publisher haben ihre Kunden jahrelang verarscht und Spiele so umgebaut, dass ihre Interessen begünstigt werden  und nicht die der Gamer. Und jetzt wehren sich die Gamer und die Publisher sehen ein Teil des Geldes, das sie mit dreckigen Tricks verdient haben, in Zukunft davon schwimmen. Also versuchen sie nun, das mit blödsinnigen Argumenten zu verhindern. Und sie tun so, als ob es ihrer Branche schlecht geht. Einer Branche, die wächst und wächst und deren größte Firmen, solche die sich hier am meisten bedroht sehen, jedes Jahre Milliarden reinholen. Warum hat keiner der ach so qualifizierten Gaming-Journalisten bei den großen Verlagen die Eier, das anzusprechen? Ich kann doch unmöglich der einzige sein, der diesen offensichtlichen Bullshit durchschaut.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stop Killing Games hat Erfolg</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/stop-killing-games-2/</link>
    <pubDate>Mon, 07 Jul 2025 09:42:19 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/stop-killing-games-2/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/stop-killing-games-overdrive.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><a href="/de/blog/2025/stop-killing-games/" rel="">Die Initiative Stop Killing Games</a> war erfolgreich, denn sie hat über eine Million Unterschriften von EU-Bürgern gesammelt, die über den derzeitigen Zustand von Triple-A-Spielen besorgt sind. Die Organisatoren der Kampagne versuchen nun, <a href="https://www.stopkillinggames.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">noch mehr Unterschriften zu sammeln</a> (insgesamt 1,4 Millionen), um auf der sicheren Seite zu sein, falls sich herausstellt, dass einige der Unterschriften gefälscht wurden (es handelt sich schließlich um eine Online-Petition).</p>
<p>Als Reaktion darauf hat sich nun die Publisher-Lobby mit ein bisschen Propaganda <a href="https://www.videogameseurope.eu/news/statement-on-stop-killing-games/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu Wort gemeldet</a>:</p>
<blockquote>
  <p>Private Server sind nicht immer eine praktikable Alternative für die Spieler, da die Schutzmaßnahmen, die wir zum Schutz der Spielerdaten, zur Entfernung illegaler Inhalte und zur Bekämpfung unsicherer Community-Inhalte ergriffen haben, nicht existieren und die Rechteinhaber haftbar machen würden.</p>
</blockquote><p>Wie genau man für einen Server haftbar sein soll, über den man keine Kontrolle hat, ist mir allerdings schleierhaft. Ich bin zwar kein Jurist, aber alles, was ich über die Gesetze hier in Deutschland weiß, sagt mir, dass das Blödsinn ist. Man würde einfach einen Haftungsausschluss irgendwo hin kleben, dass der Herausgeber und/oder Entwickler nicht für den Inhalt der Community-Server verantwortlich ist, und das war&rsquo;s. Ich finde es allerdings toll, dass die von der EU verordnete Online-Zensur jetzt dazu benutzt wird, Verbraucherrechte zu unterdrücken. Weitere Munition für  Leute wie mich, die schon seit Ewigkeiten sagen, dass diese Art von Zensur alles nur noch schlimmer macht.</p>
<p>Aber die Publisher schreiben noch dümmere Dinge:</p>
<blockquote>
  <p>Außerdem sind viele Titel von vornherein für die Online-Nutzung konzipiert; diese Vorschläge würden die Wahlmöglichkeiten der Entwickler einschränken, da die Entwicklung dieser Videospiele zu teuer wäre.</p>
</blockquote><p>Warum sind Offline-Spiele teurer in der Entwicklung als Spiele, die immer online sind? Wären Offline-Spiele  nicht billiger? Für wie blöd halten uns diese Arschlöcher eigentlich? Wir erinnern uns noch an Spiele früher, Alter. <strong>Ihr</strong> wart es, die die geniale Idee hatten, alle Spiele nur noch mit erzwungener Online-Verbindung zu verkaufen. Ihr habt das gemacht, weil ihr dachtet, das würde die Leute von Raubkopien abhalten. Und jetzt wollt ihr auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen? Nein. Es ist an der Zeit, dass wir Verbraucher ein paar Rechte zurückbekommen, ihr Wichser.</p>
<p>Und selbst wenn es teurer wird, den Kunden das zu liefern, was ihnen versprochen wurde, ich bezweifele, dass euch das umbringen wird. Schauen wir uns doch einmal an, wie viel Geld die Unternehmen in dieser Branche so verdienen. Auf der Grundlage der letzten Umsatzmeldungen:</p>
<ul>
<li>Sony Interactive Entertainment: $31,7 Milliarden</li>
<li>Tencent Interactive Entertainment: $27,1 Milliarden</li>
<li>Microsoft Gaming: $21,5 Milliarden</li>
<li>Nintendo: $13,9 Milliarden</li>
<li>Electronic Arts: $7,5 Milliarden</li>
<li>Epic Games: $6,0 Milliarden</li>
<li>Embracer Group: $2,35 Milliarden</li>
<li>Ubisoft: $2,07 Milliarden</li>
</ul>
<p>Diese Unternehmen, die jedes Jahr mehrere Milliarden US-Dollar einnehmen, können es sich also nicht leisten, ein paar Server laufen zu lassen, damit ihre Produkte weiter funktionieren wie bei Verkauf versprochen? Server, die diese Produkte nur deshalb benötigen, weil diese Unternehmen vor ein paar Jahren die geniale Idee hatten, dass alle ihre Produkte an Server angeschlossen werden sollten, um mehr Knete zu scheffeln?</p>
<p>Leute, wir erinnern uns an eine Zeit, in der Spiele keine Server brauchten. Oder, falls doch, haben wir damals diese Server für euch betrieben. Kostenlos. Wir erinnern uns an eine Zeit, in der Spiele einfach funktioniert haben. Für immer. <strong>Ihr</strong> habt das geändert. Und da ihr offensichtlich immer noch reich werdet mit dem, was ihr tut, kaufen wir euch eure schwachsinnigen Ausreden nicht ab. Und jetzt wehren wir uns mal dagegen, immer wieder über den Tisch gezogen zu werden. genug ist genug. Die Spiele werden immer teurer, ihr brecht jedes Jahr aufs Neue Verkaufsrekorde, also hört auf zu jammern und verhaltet euch ausnahmsweise mal ehrenhaft!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stop Killing Games</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/stop-killing-games/</link>
    <pubDate>Thu, 03 Jul 2025 15:05:15 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/stop-killing-games/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/stop-killing-games.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Ich schreibe viel über Videospiele, und wie ihr als Leser meines Blogs wahrscheinlich wisst, bin ich ein leidenschaftlicher Verfechter von Verbraucherrechten. Einer der Hauptgründe, warum ich überhaupt schreibe, ist der Kampf für die Rechte einfacher Bürger gegen Unternehmen, den Staat oder jeden, der Geld oder Macht hat.</p>
<p>Und obwohl ich nicht oft Petitionen unterschreibe — ich halte die meisten für ziemlich nutzlos — gibt es manchmal dann doch welche, die gut durchdacht sind und eine realistische Chance auf Erfolg haben. So wie eine Initiative namens Stop Killing Games, die darauf abzielt, EU-Gesetze einzuführen, die es Spieleherstellern verbieten, Spiele zu verkaufen und sie dann — manchmal nach sehr kurzer Zeit — unspielbar zu machen, indem die für den Betrieb erforderlichen Server abgeschaltet werden. Ich halte diese Initiative für eine gute Idee und denke, dass es durchaus sinnvoll ist, die EU-Kommission dazu zu bringen, zumindest über so ein Gesetz zu diskutieren. Denn das alleine sensibilisiert schon die  Öffentlichkeit für dieses Problem. Und weil ich so denke, habe ich diese Petition dann doch mal unterschrieben.</p>
<p>Falls ihr in der EU wohnt, überlegt euch mal, ob ihr das nicht vielleicht auch machen wollt. Bis zum Ende des Monats brauchen die noch 10.000 Unterschriften:</p>
<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M190.5 66.9l22.2-22.2c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0L441 239c9.4 9.4 9.4 24.6 0 33.9L246.6 467.3c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.2-22.2c-9.5-9.5-9.3-25 .4-34.3L311.4 296H24c-13.3 0-24-10.7-24-24v-32c0-13.3 10.7-24 24-24h287.4L190.9 101.2c-9.8-9.3-10-24.8-.4-34.3z"/></svg> <a href="https://www.stopkillinggames.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Stop Killing Games</strong></a></p>
<hr>
<p><strong>Update vom 7.Juli 2025, 10:11 CEST:</strong> Die vorherige Version dieses Textes sprach vom EU-Parlament, wohingegen die EU-Kommission über solche Petitionen diskutiert und entscheidet, ob entsprechende Gesetzesvorlagen eingereicht werden.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Hilfe! Die KI versteht die Jugend nicht mehr!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-231/</link>
    <pubDate>Tue, 01 Jul 2025 00:02:11 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-231/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-mod-child-robot.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dies ist die 231. Ausgabe meiner Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>, die früher in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht wurde. Seit dem 1. Juli 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</div></div>
<p>In der vergangenen Woche habe ich <a href="https://mashable.com/article/ai-models-gen-alpha-slang" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in der Presse</a> gelesen, dass KI-Modelle wohl Schwierigkeiten damit haben, den Slang der Alpha-Generation — also von Kindern und Jugendlichen — zu verstehen. Ich finde diese Nachricht an sich viel weniger interessant, als die Art, wie die Presse mit ihr umgeht. Schließlich geht es da hauptsächlich um irgendein komplexes Problem der technischen Implementierung solcher Systeme, das früher oder später eh gelöst werden wird. Viel interessanter ist, warum das als Problem angesehen wird. Und dass niemand über die viel wichtigeren soziologischen Hintergründe berichtet, über die wir bei dieser Gelegenheit viel eher diskutieren sollten.</p>
<p>Das eigentlich Berichtenswerte bei dieser Nachricht ist nicht, <em>dass</em> eine Studie herausgefunden hat, dass Machine-Learning-Modelle Probleme mit dem Slang von Jugendlichen haben, sondern <em>warum</em> das als Problem angesehen wird. Laut den Journalisten, die diese Studie unreflektiert wiederkäuen, ist es nämlich gefährlich, dass die KI jetzt nicht mehr die digitalen Räume der Alpha-Generation zensieren kann. Weil die KI ja eventuell nicht versteht, dass sich die Jugendlichen gerade beleidigen. Glaubt man den Autoren der Studie, einer Lehrerin aus dem Silicon Valley und einem Forscher an der Universität von Trento in Norditalien, ist das ein Sicherheitsrisiko.</p>
<p>Weder die Studie noch die Journalisten erklären, warum Slang-Beleidigungen, die eine KI nicht lesen kann, ein Sicherheitsrisiko sein sollen. Ich finde das auch nicht eingängig. Da ich nicht bei einem Geheimdienst arbeite oder sonst wie professionell lügen muss oder Geheimnisse bewahre, habe ich Sprache noch nie als Sicherheitsrisiko angesehen. Als ich Kind war, wurden unsere Diskussionen (und Beleidigungen) auch nicht per KI analysiert und zensiert. Unsere Eltern haben damals auch nur höchstens die Hälfte von dem, was wir da erzählt haben, verstanden. Und es ist trotzdem niemand durch Worte getötet oder dauerhaft verletzt worden. Jetzt reden Kinder halt oft per Textkommunikation miteinander. Das macht es eventuell schwieriger, Beleidigungen zu erkennen, weil Kontext wie die Stimmlage oder Lautstärke fehlt, aber körperlicher Schaden entsteht da trotzdem nicht.</p>
<p>Und wenn die psychologischen Schmerzen das Problem sind, würde ich als Journalist, Forscher — und vor allem als Elternteil — mal lieber drüber nachdenken, warum sich mein Kind durch Worte derart verletzt fühlt. Vielleicht ist das eher ein Problem der Erziehung und kein technisches Manko für das man eine technische Lösung finden muss. Allerdings vermute ich stark, dass die Erwachsenen, die hier wieder mal nach einer technischen Lösung schreien, selbst nicht reif genug sind, um mit Wörtern erwachsen umzugehen.</p>
<p>Als jemand, der fast seine ganze gymnasiale Laufbahn von anderen Kindern auf derbste Weise mit Worten angegangen und ziemlich hinterhältig psychologisch angegriffen wurde, weiß ich ziemlich gut, dass die beste Art der Verteidigung gegen solche Grausamkeiten das Wissen ist, dass diese psychologischen Prozesse keine Macht über einen haben, wenn man sie analysiert, versteht und dann abschaltet. Statt einer dystopischen Zensur und KI-Kontrolle würde ich mir wünschen, dass wir Kindern beibringen, wie man mit solchem Verhalten effektiv umgeht. Ich habe das über lange Jahre und unter viel Schmerz Stück für Stück selbst lernen müssen. Man hätte mir diese mühsam erlernten Verteidigungsstrategien aber auch ziemlich schnell beibringen können. Angefangen mit der offensichtlichen Weisheit, dass Worte einem nicht weh tun können, wenn man das selbst nicht zulässt. Das ist eine Lebenserfahrung, die einem als Erwachsener viel mehr bringt als alles andere, was man sonst so auf der Schule lernen kann.</p>
<p>Ich sehe aber im Moment leider nur, dass sich unsere Gesellschaft in die entgegengesetzte Richtung entwickelt. Wir ziehen offensichtlich Kinder groß, die nicht mal mehr Worte aushalten und schreien dann nach unserer eigenen, privaten Orwell-Hölle, um uns davor zu schützen. Was machen diese Kinder denn, wenn ihnen als Erwachsener mal wer Widerworte gibt und sich weigert einzulenken? Davon, was passiert, wenn diese Erwachsenen mal auf ein wirkliches Sicherheitsrisiko treffen, ganz zu schweigen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Softshell</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/softshell/</link>
    <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 15:40:32 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/softshell/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2025/softshell.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Fefe lebt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/fefe-lebt/</link>
    <pubDate>Fri, 27 Jun 2025 15:21:41 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/fefe-lebt/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Nachdem wir uns alle gefragt hatten <a href="/de/blog/2025/wo-ist-fefe/" rel="">was mit Fefe passiert ist</a>, kommt jetzt endlich Licht ins Dunkel. Es sieht so aus als ob er einen Schlaganfall hatte im Krankenhaus lag. Glücklicherweise scheint er aber auf dem Weg der Besserung zu sein.</p>
<p>Das geht aus <a href="https://infosec.exchange/@oec/114740115046613709" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Mastodon-Post von Özgür Kesim</a> hervor, der zusammen mit Fefe die Secutity-Firma Code Blau betreibt. Gute Besserung, Fefe!</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/fefe-lebt.png" title="Post von Özgür Kesim" data-thumbnail="/img/2025/fefe-lebt.png">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Compact-Verbot aufgehoben</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/compact-verbot/</link>
    <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 14:15:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/compact-verbot/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Dass dieses Verbot überhaupt angestrebt, und dann auch noch durchgesetzt wurde, ist ein Schlag ins Gesicht der Meinungs- und Pressefreiheit in diesem Land. Jeder Journalist, der von Anfang an nicht ohne Wenn und Aber gegen diese Entscheidung war, ist eine Schande (und eine Gefahr) für seinen Berufsstand.</p>
<p>Darüber hinaus sehe ich dieses Urteil, <a href="https://www.danisch.de/blog/2025/06/24/bundesverwaltungsgericht-hebt-compact-verbot-auf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">genau wie Hadmut Danisch</a>, als guten Grund als freier Journalist alleine zu arbeiten. Das hat zwar auch viele Nachteile, unter anderem auch juristische, aber wenigstens ist dann das Vereinsrecht nicht auf mich anwendbar.</p>
<p>Was das BVerwG da über Compact sagt, nämlich dass deren GmbH nicht nur &ldquo;ein Presse- und Medienunternehmen&rdquo; sei, sondern auch &ldquo;nach seinem eigenen Selbstverständnis eine politische Agenda&rdquo; verfolgt, trifft meiner Meinung nach auch auf eine Menge anderer Medien in diesem Land zu. Mal abgesehen von offensichtlichen Beispielen wie <em>Taz</em>, <em>Emma</em> oder dem <em>Greenpeace Magazin</em> sind da auch Leitmedien wie <em>Der Spiegel</em> oder <em>Die Zeit</em> betroffen. Jeder Leser der nicht komplett naiv ist, kann bei diesen Publikationen ganz klar eine politische Leitlinie ausmachen und diese Redaktionen haben in den letzten Jahren immer offener ausgesprochen, dass sie auch schon mal eine politische Agenda verfolgen. Mir fallen da Beispiele vom Klimaschutz bis hin zur Pandemie ein.</p>
<p>Mit diesen politischen Richtungen mögen viele Leser übereinstimmen, aber Angesichts dieses Urteils müssen sich diese Journalisten nun sehr hüten, keine Aussagen zu treffen, die als verfassungsfeindlich aufgefasst werden könnten. Und solche Aussagen können nicht nur aus dem rechten Umfeld kommen. Linke rufen gerne schon mal zur Revolution auf und unterschlagen dabei, dass damit in der Regel ein gewaltsamer Umsturz der verfassungsmäßigen Ordnung gemeint ist. Und auch Greta Thunberg wurde vor ein paar Jahren auf vielen Magazinseiten für Aussagen gefeiert, die nahelegten, man musse den Klimawandel im Zweifel am Rechtsstaat vorbei bekämpfen.</p>
<p>Wäre es statt solcher Verbote nicht doch besser, die Presse- und Meinungsfreiheit überhaupt nicht anzugreifen? Dann können alle Seiten sich frei äußern und der mündige Bürger kann selbst entscheiden. Ist das nicht eher im Sinne der Verfassung? Sind solche Verbote nicht letztendlich selbst verfassungsfeindlich?</p>
<p><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M504.971 199.362l-22.627-22.627c-9.373-9.373-24.569-9.373-33.941 0l-5.657 5.657L329.608 69.255l5.657-5.657c9.373-9.373 9.373-24.569 0-33.941L312.638 7.029c-9.373-9.373-24.569-9.373-33.941 0L154.246 131.48c-9.373 9.373-9.373 24.569 0 33.941l22.627 22.627c9.373 9.373 24.569 9.373 33.941 0l5.657-5.657 39.598 39.598-81.04 81.04-5.657-5.657c-12.497-12.497-32.758-12.497-45.255 0L9.373 412.118c-12.497 12.497-12.497 32.758 0 45.255l45.255 45.255c12.497 12.497 32.758 12.497 45.255 0l114.745-114.745c12.497-12.497 12.497-32.758 0-45.255l-5.657-5.657 81.04-81.04 39.598 39.598-5.657 5.657c-9.373 9.373-9.373 24.569 0 33.941l22.627 22.627c9.373 9.373 24.569 9.373 33.941 0l124.451-124.451c9.372-9.372 9.372-24.568 0-33.941z"/></svg> <em>BVerwG:</em> <a href="https://www.bverwg.de/pm/2025/48" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverwaltungsgericht hebt COMPACT-Verbot auf</a></p>
<blockquote>
  <p>Das mit Verfügung des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) vom 5. Juni 2024 ausgesprochene Verbot der COMPACT-Magazin GmbH und ihrer Teilorganisation, der CONSPECT FILM GmbH, ist rechtswidrig. Das erst- und letztinstanzlich zuständige Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat es deshalb mit heute verkündetem Urteil aufgehoben.</p>
<p>Die Klägerin, die COMPACT-Magazin GmbH, gibt das monatlich erscheinende &ldquo;COMPACT-Magazin für Souveränität&rdquo; heraus und ist im Internet präsent. Neben einer eigenen Webseite mit einem Onlineshop veröffentlicht sie über ihren YouTube-Kanal in verschiedenen Rubriken fernsehähnliche Beiträge. Vor allem erscheint dort werktäglich eine Nachrichtensendung. Über die journalistische Tätigkeit hinaus organisiert die Klägerin Veranstaltungen und Kampagnen. Im Wahljahr 2024 tourte sie mit einer Bühne unter dem Slogan &ldquo;Die blaue Welle rollt&rdquo; durch verschiedene Bundesländer.</p>
<p>Mit der Verbotsverfügung vom 5. Juni 2024 stellte das BMI unter Berufung auf Art. 9 Abs. 2 Var. 2 GG i. V. m. § 3 Abs. 1 Satz 1 Var. 2, § 17 Nr. 1 Var. 1 VereinsG fest, dass die Klägerin und ihre Teilorganisation sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung richteten, deshalb verboten würden und aufgelöst seien. Zur Begründung führte das BMI an, die Vereinigung lehne nach ihren Zwecken und ihrer Tätigkeit die verfassungsmäßige Ordnung ab und weise eine verfassungsfeindliche Grundhaltung auf. Dies komme u. a. in zahlreichen Beiträgen des monatlich erscheinenden Magazins zum Ausdruck.</p>
<p>Entgegen der Auffassung der Klägerin ist das Vereinsgesetz anwendbar. Bedenken hieran ergeben sich weder aus der Rechtsform einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, in der die Klägerin organisiert ist, noch aus dem Umstand, dass es sich bei ihr um ein Presse- und Medienunternehmen handelt.</p>
<p><strong>Die von Art. 5 Abs. 1 GG gewährleistete Freiheit von Meinung, Presse und Medien steht der Anwendbarkeit des Vereinsgesetzes auf Presse- und Medienunternehmen nicht entgegen. Der Bedeutung dieser grundrechtlichen Gewährleistungen ist vielmehr bei der Rechtsanwendung im Einzelfall Rechnung zu tragen.</strong> Mit einem auf Art. 9 Abs. 2 GG i.V.m. § 3 Abs. 1 VereinsG gestützten Vereinsverbot gegen ein Presse- und Medienunternehmen darf der Schutz des Art. 5 Abs. 1 GG nicht unterlaufen werden. Entgegen der klägerischen Rechtsauffassung ist weder das Verbot der Vorzensur (Art. 5 Abs. 1 Satz 3 GG) betroffen noch ist der dem Bundesverfassungsgericht vorbehaltene Ausspruch einer Grundrechtsverwirkung (Art. 18 GG) ein gegenüber dem Vereinsverbot vorrangiges Instrument des präventiven Verfassungsschutzes.</p>
<p>Die Anwendung des Vereinsgesetzes auf die Klägerin erweist sich schließlich auch mit Blick auf den Gesetzeszweck als gerechtfertigt. Denn bei der Klägerin, die uneingeschränkt den Schutz der grundrechtlichen Medienfreiheiten genießt, handelt es sich nicht nur um ein Presse- und Medienunternehmen. Vielmehr verfolgt der maßgebliche Personenzusammenschluss nach seinem eigenen Selbstverständnis eine politische Agenda, organisiert Veranstaltungen sowie Kampagnen und versteht sich als Teil einer Bewegung, für die er auf eine Machtperspektive hinarbeitet.</p>
<p><strong>Das Grundgesetz garantiert jedoch im Vertrauen auf die Kraft der freien gesellschaftlichen Auseinandersetzung selbst den Feinden der Freiheit die Meinungs- und Pressefreiheit. Es vertraut mit der Vereinigungsfreiheit grundsätzlich auf die freie gesellschaftliche Gruppenbildung und die Kraft des bürgerschaftlichen Engagements im freien und offenen politischen Diskurs.</strong> Deshalb ist ein Vereinsverbot mit Blick auf das das gesamte Staatshandeln steuernde Prinzip der Verhältnismäßigkeit nur gerechtfertigt, wenn sich die verfassungswidrigen Aktivitäten für die Vereinigung als prägend erweisen.</p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Webseite 3.0: Ein frischer Look &amp; viele Verbesserungen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/version-3/</link>
    <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 13:40:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/version-3/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/version-3.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="typeit"><div id="id-1" class=""></div></div>

<p>Nach mehreren Monaten harter Arbeit bringt diese Aktualisierung der Webseite ein neues Theme, das zwar ein bisschen frischen Wind in die Bude bringt, aber dennoch jedem, der diese Webseite in den letzten sechs Jahren besucht hat, vertraut sein sollte. Ich habe mein Bestes gegeben, um etwas zu bauen, was sich frisch anfühlt, aber die Designsprache beibehält, die ich in der Vergangenheit für die Webseite entwickelt habe. Hier sind die wichtigsten Features des neuen Themes:</p>
<ul>
<li>Verbesserte Navigation mit <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 128H272l-64-64H48C21.49 64 0 85.49 0 112v288c0 26.51 21.49 48 48 48h416c26.51 0 48-21.49 48-48V176c0-26.51-21.49-48-48-48z"/></svg> <a href="/de/categories" rel=""><strong>Kategorien</strong></a>, <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <a href="/de/series" rel=""><strong>Artikel-Serien</strong></a> und <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 640 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.941 225.941L286.059 14.059A48 48 0 0 0 252.118 0H48C21.49 0 0 21.49 0 48v204.118a48 48 0 0 0 14.059 33.941l211.882 211.882c18.744 18.745 49.136 18.746 67.882 0l204.118-204.118c18.745-18.745 18.745-49.137 0-67.882zM112 160c-26.51 0-48-21.49-48-48s21.49-48 48-48 48 21.49 48 48-21.49 48-48 48zm513.941 133.823L421.823 497.941c-18.745 18.745-49.137 18.745-67.882 0l-.36-.36L527.64 323.522c16.999-16.999 26.36-39.6 26.36-63.64s-9.362-46.641-26.36-63.64L331.397 0h48.721a48 48 0 0 1 33.941 14.059l211.882 211.882c18.745 18.745 18.745 49.137 0 67.882z"/></svg> <a href="/de/tags" rel=""><strong>Tags</strong></a></li>
<li>Client-seitige <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M505 442.7L405.3 343c-4.5-4.5-10.6-7-17-7H372c27.6-35.3 44-79.7 44-128C416 93.1 322.9 0 208 0S0 93.1 0 208s93.1 208 208 208c48.3 0 92.7-16.4 128-44v16.3c0 6.4 2.5 12.5 7 17l99.7 99.7c9.4 9.4 24.6 9.4 33.9 0l28.3-28.3c9.4-9.4 9.4-24.6.1-34zM208 336c-70.7 0-128-57.2-128-128 0-70.7 57.2-128 128-128 70.7 0 128 57.2 128 128 0 70.7-57.2 128-128 128z"/></svg> <strong>Suchfunktion</strong> — heutzutage dringend erforderlich, da die Ergebnisse von Google von Tag zu Tag schlechter werden</li>
<li>Drei unterschiedliche <svg class="icon" style="transform: rotate(225deg);" xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><path d="M8 256c0 136.966 111.033 248 248 248s248-111.034 248-248S392.966 8 256 8 8 119.033 8 256zm248 184V72c101.705 0 184 82.311 184 184 0 101.705-82.311 184-184 184z"></path></svg> <strong>Farbschemata</strong>:
<ul>
<li>Newsprint &lsquo;72 — ein heller Look</li>
<li>Synthwave &lsquo;84 — ein gedämpftes Farbschema mit farbenfrohen Akzenten</li>
<li>Usenet &lsquo;95 — ein dunkler Look (die Standard-Einstellung)</li>
</ul>
</li>
<li>Funktionen zum Teilen einzelner Artikel in sozialen Netzen</li>
<li>Eine klarere <a href="/de/blog" rel="">Blog-Startseite</a></li>
<li>Emoji-Unterstützung über die bei Hugo eingebauten Funktionen:</li>
</ul>
<h2 id="nbspnbspnbsp-kissing-cowboy_hat_face-owl" class="headerLink">
    <a href="#nbspnbspnbsp-kissing-cowboy_hat_face-owl" class="header-mark"></a>    &#x1f617; &#x1f920; &#x1f989;</h2><ul>
<li>Die Website sollte jetzt auf mobilen Browsern besser dargestellt und zwischengespeichert werden</li>
<li>Wechsel auf die Schriftart <a href="https://typeof.net/Iosevka/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Iosevka</a> <code>für vorformattierten Text und Quellcode-Blöcke</code>; alles andere wird natürlich weiter mit <a href="https://rsms.me/inter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Inter</a> dargestellt</li>
<li>Viele andere neue Funktionen, wie bessere Einbettungen von Drittanbieter-Inhalten, integrierte Mapbox-Karten und lustige Layout-Funktionen wie diese Informationsboxen:</li>
</ul>
<div class="details admonition success open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M504 256c0 136.967-111.033 248-248 248S8 392.967 8 256 119.033 8 256 8s248 111.033 248 248zM227.314 387.314l184-184c6.248-6.248 6.248-16.379 0-22.627l-22.627-22.627c-6.248-6.249-16.379-6.249-22.628 0L216 308.118l-70.059-70.059c-6.248-6.248-16.379-6.248-22.628 0l-22.627 22.627c-6.248 6.248-6.248 16.379 0 22.627l104 104c6.249 6.249 16.379 6.249 22.628.001z"/></svg></span>Privatssphäre<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Wie bisher ist die gesamte Website statisch und der Code wird nur im Browser ausgeführt, nicht auf dem Server. Ich tracke niemanden. Die Besucherstatistiken sind IP-basiert und werden nach 14 Tagen anonymisiert. Kein Dritter, mit Ausnahme meines Hosters, hat Zugang zu diesen Daten.</div></div>
<div class="details admonition warning open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 576 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M569.517 440.013C587.975 472.007 564.806 512 527.94 512H48.054c-36.937 0-59.999-40.055-41.577-71.987L246.423 23.985c18.467-32.009 64.72-31.951 83.154 0l239.94 416.028zM288 354c-25.405 0-46 20.595-46 46s20.595 46 46 46 46-20.595 46-46-20.595-46-46-46zm-43.673-165.346l7.418 136c.347 6.364 5.609 11.346 11.982 11.346h48.546c6.373 0 11.635-4.982 11.982-11.346l7.418-136c.375-6.874-5.098-12.654-11.982-12.654h-63.383c-6.884 0-12.356 5.78-11.981 12.654z"/></svg></span>Cookies<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Neu ist, dass Besucher jetzt einen Cookie-Banner akzeptieren müssen, wenn sie die Webseite besuchen und noch kein Cookie gesetzt wurde. Obwohl meine Seite selbst keine Tracking-Informationen oder Sessions im Browser der Besucher speichert, legt mein neues Kommentarsystem (mehr dazu weiter unten) <a href="https://github.com/giscus/giscus/blob/main/PRIVACY-POLICY.md#cookies" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cookies</a> ab, wenn man es benutzt. Alles in allem hielt ich dies angesichts der neuen Funktionalität für einen akzeptablen Kompromiss.</div></div>
<h2 id="neues-kommentarsystem" class="headerLink">
    <a href="#neues-kommentarsystem" class="header-mark"></a>Neues Kommentarsystem</h2><p>Die einzige größere Änderung, die Seitenbesucher bei dieser neuen Version direkt betrifft, ist das neue Kommentarsystem. Nachdem ich vor einiger Zeit <a href="http://localhost:1313/blog/2024/version-2-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit Version 2.2 der Webseite</a> Webmention-basierte Kommentare eingeführt hatte, habe ich dieses System wieder abgeschafft. Nicht genug Besucher haben es benutzt, und einige Leser haben mir sogar geschrieben und ihre Verwirrung über dieses System zum Ausdruck gebracht. Obwohl ich die ganze IndieWeb-Idee immer noch sehr mag und unterstütze, ist mir doch klar geworden, dass diese Technik für die meisten Menschen noch nicht benutzbar ist. Da ich offensichtlich ein Kommentarsystem benötige, welches einfacher zu bedienen ist, habe ich beschlossen, auf <a href="https://giscus.app/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">giscus</a> zu wechseln. Dieses System verwendet GitHub Discussions, um Webseiten-Kommentare und Reaktionen zu speichern.</p>
<div class="details admonition quote open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 32H336c-26.5 0-48 21.5-48 48v128c0 26.5 21.5 48 48 48h80v64c0 35.3-28.7 64-64 64h-8c-13.3 0-24 10.7-24 24v48c0 13.3 10.7 24 24 24h8c88.4 0 160-71.6 160-160V80c0-26.5-21.5-48-48-48zm-288 0H48C21.5 32 0 53.5 0 80v128c0 26.5 21.5 48 48 48h80v64c0 35.3-28.7 64-64 64h-8c-13.3 0-24 10.7-24 24v48c0 13.3 10.7 24 24 24h8c88.4 0 160-71.6 160-160V80c0-26.5-21.5-48-48-48z"/></svg></span>Zitat<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content"><p>Wenn giscus geladen wird, wird die <a href="https://docs.github.com/de/graphql/guides/using-the-graphql-api-for-discussions#search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GitHub-Diskussions-Such-API</a> verwendet, um die mit der Seite verknüpfte Diskussion anhand einer gewählten Zuordnung (URL, <code>pathname</code>, <code>&lt;title&gt;</code>, etc.) zu finden. Wenn keine passende Diskussion gefunden werden kann, erstellt der Giscus-Bot automatisch eine Diskussion, sobald jemand einen Kommentar oder eine Reaktion hinterlässt.</p>
<p>Um zu kommentieren, müssen Besucher <a href="https://github.com/apps/giscus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die giscus-App</a> autorisieren, <a href="https://docs.github.com/de/apps/creating-github-apps/authenticating-with-a-github-app/authenticating-with-a-github-app-on-behalf-of-a-user" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in ihrem Namen</a> über den GitHub OAuth-Flow zu posten. Alternativ können Besucher auch direkt in der GitHub-Diskussion kommentieren. Kommentare können auf GitHub moderiert werden.</p>
</div></div>
<p>Da ich die Kommentare nicht selbst speichern möchte — und selbst wenn ich das wollte, wäre es bei den aktuellen Gesetzen in Europa rechtlich kaum machbar — entschied ich, dass es akzeptabel wäre, dies auf Microsoft auszulagern. GitHub bietet eine gute Plattform, um Kommentare zu moderieren, und giscus <a href="https://github.com/giscus/giscus/blob/main/LICENSE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist Open Source</a>. Außerdem habe ich festgestellt, dass viele meiner Webseiten-Besucher eh bereits ein GitHub-Konto haben.</p>
<p>Wenn ihr GitHub nicht nutzen wollt oder Microsoft irgendwas zensiert, könnt ihr, wie immer, auch einfach per <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M502.3 190.8c3.9-3.1 9.7-.2 9.7 4.7V400c0 26.5-21.5 48-48 48H48c-26.5 0-48-21.5-48-48V195.6c0-5 5.7-7.8 9.7-4.7 22.4 17.4 52.1 39.5 154.1 113.6 21.1 15.4 56.7 47.8 92.2 47.6 35.7.3 72-32.8 92.3-47.6 102-74.1 131.6-96.3 154-113.7zM256 320c23.2.4 56.6-29.2 73.4-41.4 132.7-96.3 142.8-104.7 173.4-128.7 5.8-4.5 9.2-11.5 9.2-18.9v-19c0-26.5-21.5-48-48-48H48C21.5 64 0 85.5 0 112v19c0 7.4 3.4 14.3 9.2 18.9 30.6 23.9 40.7 32.4 173.4 128.7 16.8 12.2 50.2 41.8 73.4 41.4z"/></svg> <a href="mailto:contact@fab.industries" rel=""><strong>E-Mail</strong></a> Kontakt aufnehmen. Wenn ihr das wollt, oder wenn ich eine Diskussion als besonders interessant für alle Leser des Blogs erachte, werde ich sie mit einem Beitrag in der neuen Kategorie <svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 128H272l-64-64H48C21.49 64 0 85.49 0 112v288c0 26.51 21.49 48 48 48h416c26.51 0 48-21.49 48-48V176c0-26.51-21.49-48-48-48z"/></svg> <a href="/de/category/korrespondenz/" rel=""><strong>Korrespondenz</strong></a> hervorheben.</p>
<p>Um das noch einmal klarzustellen: Wenn Besucher das Kommentarsystem nicht nutzen, werden auf deren Systemen nur ein leeres giscus-Cookie und ein einziges Cookie von meiner Website gespeichert, welches dazu dient, sich das Durchklicken des Cookie-Banners zu merken.</p>
<h2 id="work-in-progress" class="headerLink">
    <a href="#work-in-progress" class="header-mark"></a>Work in Progress</h2><p>Als Teil der Arbeit am neuen Webseiten-Theme musste ich jeden einzelnen Inhalt, den ich jemals in diesem Blog veröffentlicht habe, anfassen. Ich bin damit immer noch nicht fertig, vor allem auf dem deutschen Teil der Webseite. Daher kann es sein, dass einige Inhalte noch auf Blog-Startseite fehlen oder in einem fehlerhaften Zustand angezeigt werden. In den nächsten Wochen werde ich das beheben, aber nachdem ich so lange hinter den Kulissen geschuftet habe, fand ich, dass es wichtiger ist, die neue Version des Blogs so schnell wie möglich online zu bringen. Jetzt kann ich mich wieder dem Schreiben neuer Inhalte widmen und werde nebenbei die alten Sachen reparieren.</p>
<div class="details admonition bug open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M511.988 288.9c-.478 17.43-15.217 31.1-32.653 31.1H424v16c0 21.864-4.882 42.584-13.6 61.145l60.228 60.228c12.496 12.497 12.496 32.758 0 45.255-12.498 12.497-32.759 12.496-45.256 0l-54.736-54.736C345.886 467.965 314.351 480 280 480V236c0-6.627-5.373-12-12-12h-24c-6.627 0-12 5.373-12 12v244c-34.351 0-65.886-12.035-90.636-32.108l-54.736 54.736c-12.498 12.497-32.759 12.496-45.256 0-12.496-12.497-12.496-32.758 0-45.255l60.228-60.228C92.882 378.584 88 357.864 88 336v-16H32.666C15.23 320 .491 306.33.013 288.9-.484 270.816 14.028 256 32 256h56v-58.745l-46.628-46.628c-12.496-12.497-12.496-32.758 0-45.255 12.498-12.497 32.758-12.497 45.256 0L141.255 160h229.489l54.627-54.627c12.498-12.497 32.758-12.497 45.256 0 12.496 12.497 12.496 32.758 0 45.255L424 197.255V256h56c17.972 0 32.484 14.816 31.988 32.9zM257 0c-61.856 0-112 50.144-112 112h224C369 50.144 318.856 0 257 0z"/></svg></span>Achtung Bugs<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Ich habe viel Arbeit investiert, um dieses Theme an meine Bedürfnisse anzupassen und die Grundlage für die neuen Funktionen zu legen. Ich habe dabei auch viel getestet, aber ich bin mir sicher, dass trotzdem noch Dinge kaputtgehen oder nicht richtig funktionieren werden. Ich bin schließlich eine Ein-Mann-Show. Wenn etwas schief geht, könnt ihr mir aber gerne einen Kommentar hinterlassen oder eine E-Mail schicken, damit ich den betreffenden Bug behebn kann.</div></div>
<p>Zum Abschluss noch ganz am Rande: Im Zuge der Entwicklung der neuen Farbschemata für diese Seite habe ich übrigens eine eigene Farbpalette für die Webseite und für <strong><em>FAB INDUSTRIES</em></strong> als Ganzes entwickelt. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis.</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2025/fab-industries-palette.png" title="FAB INDUSTRIES Palette" data-thumbnail="/img/2025/fab-industries-palette.png">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Digital Total hat ein neues Zuhause</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-zukunft/</link>
    <pubDate>Wed, 25 Jun 2025 07:39:38 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-zukunft/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-printing-press.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Wie ihr vielleicht schon <a href="/de/blog/2025/digital-total-230/" rel="">hier im Blog</a> oder in der <em>Ostfriesen-Zeitung</em> gelesen habt, endete meine Dienstags-Kolumne, die ich dort seit viereinhalb Jahren geschrieben habe, diese Woche. Ich habe mich deswegen entschieden, die Kolumne nun in meinem Blog fortzusetzen. Das bedeutet, dass ab dem 1. Juni 2025 an dieser Stelle jeden Dienstag ein Text zum Thema Digitaltechnik erscheinen wird.</p>
<p>Ich werde diese Kolumnen in die vorhandene Rubrik <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a> einbetten.</p>
<p>Da ich allerdings noch hunderte Texte habe, die ich in den vergangenen Jahren in dieser Kolumne in der OZ veröffentlicht habe, werden natürlich zwischen drin auch ältere Kolumnen in dieser Rubrik auftauchen. Die erkennt ihr aber sofort an einem solchen Hinweis oben über dem Text:</p>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content"><p>Dieser Text wurde ursprünglich am <code>DATUM</code> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht. Seit dem 1. Juni 2025 führe ich diese Kolumne hier in meinem Blog weiter.</p>
<p>Alte und neue Ausgaben dieser Kolumne findet ihr in dieser Liste: <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a></p>
</div></div>
<p>Außerdem werde ich, um die Verwirrung möglichst gering zu halten, darauf achten, dass an Dienstagen nur neue Kolumnen veröffentlicht werden.</p>
<p>Allen Lesern, die nun extra mein Blog besuchen, um meine Kolumnen zu lesen, möchte ich an dieser Stelle noch einmal gesondert danken. Ich weiß eure Loyalität zu schätzen!</p>
<svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 448 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M400 32H48C21.49 32 0 53.49 0 80v352c0 26.51 21.49 48 48 48h352c26.51 0 48-21.49 48-48V80c0-26.51-21.49-48-48-48zM112 416c-26.51 0-48-21.49-48-48s21.49-48 48-48 48 21.49 48 48-21.49 48-48 48zm157.533 0h-34.335c-6.011 0-11.051-4.636-11.442-10.634-5.214-80.05-69.243-143.92-149.123-149.123-5.997-.39-10.633-5.431-10.633-11.441v-34.335c0-6.535 5.468-11.777 11.994-11.425 110.546 5.974 198.997 94.536 204.964 204.964.352 6.526-4.89 11.994-11.425 11.994zm103.027 0h-34.334c-6.161 0-11.175-4.882-11.427-11.038-5.598-136.535-115.204-246.161-251.76-251.76C68.882 152.949 64 147.935 64 141.774V107.44c0-6.454 5.338-11.664 11.787-11.432 167.83 6.025 302.21 141.191 308.205 308.205.232 6.449-4.978 11.787-11.432 11.787z"/></svg>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf Wiedersehen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-230/</link>
    <pubDate>Tue, 24 Jun 2025 18:22:26 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-230/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/ostfriesen-zeitung-24-06-2025.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde heute im Rahmen meiner letzten Dienstags-Kolumne in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> veröffentlicht. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Seit dem 5. Januar 2021 schreibe ich in dieser Zeitung die Kolumne &ldquo;Digital Total&rdquo;. Da ich jeden einzelnen Dienstag, an dem diese Zeitung seitdem erschienen ist, eine Kolumne veröffentlicht habe, ist dies meine 230. Kolumne dieser Art. Ich möchte sie dazu nutzen, mich von Ihnen zu verabschieden. Für mich war diese Kolumne eine kleine Institution und ich habe mich jedes einzelne Mal sehr über die Ehre gefreut, meine Gedanken in dieser Spalte für Sie darlegen zu dürfen.</p>
<p>Ich bin mir bewusst, dass ich sicherlich nicht jedem aus der Seele gesprochen habe. Ab und zu habe ich, meist per E-Mail, auch mal vehemente Gegenmeinungen zu hören bekommen. Das wusste ich immer zu schätzen und ich habe mich stets im Rahmen des Möglichen bemüht, alle Zuschriften zu beantworten. Dem Großteil der Leserschaft mag meine bescheidene Kolumne auch ganz egal gewesen sein. Aber die meisten Zuschriften erhielt ich in den vergangenen viereinhalb Jahren in der Tat von Lesern, die meine kritische Einstellung zu vielen Aspekten unseres digitalen Lebens als erfrischend wahrgenommen haben oder mir sogar das eine oder andere Mal vollkommen zustimmten.</p>
<p>Wäre es nach mir gegangen, hätte ich Sie noch viele Jahre mit Anekdoten aus dem digitalen Leben Deutschlands erheitert, verärgert oder gänzlich kalt gelassen. Aber Veränderungen sind die einzige Konstante im Leben eines Journalisten und wie es ein bekanntes Karnevalslied aus meiner Heimat so schön sagt: Alles hat ein Ende nur die Wurst hat zwei.</p>
<p>Zum Abschluss möchte ich mich noch herzlich bei der Redaktion des ZGO-Verlages bedanken, die meine sicher oft nicht wenig kontroversen Meinungen so lange toleriert hat. In diesem Sinne verabschiede ich mich nun von Ihnen und da ich nicht die Möglichkeit habe, Ihnen diese Kolumne als gedrucktes Produkt direkt zukommen zu lassen, verweise ich an dieser Stelle auf meine Webseite <a href="/" rel="">fab.industries</a>, wo von nun an jeden Dienstag eine komplett digitale Ausgabe von &ldquo;Digital Total&rdquo; erscheinen wird.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Digitalisierung, Digitalisierung, Digitalisierung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-048/</link>
    <pubDate>Tue, 17 Jun 2025 15:53:50 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-048/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/7kylhidm770.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>30. November 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung kommt das Wort &ldquo;Digitalisierung&rdquo; ganze dreiundsechzig Mal vor. Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP will die Verwaltung, das Bauwesen, das Finanzwesen, das Steuersystem, die Wirtschaft, die Schule, die Forschung, die Bundeswehr und Autos in Stadt, Land und im Bund digitalisieren. Und das alles soll bis 2027 komplett klimaneutral geschehen. Krass. Unsereins ist ja schon mal froh, wenn man aus zwei Internetanbietern wählen kann und da wenigstens einer dabei ist, der es schafft, korrekte Rechnungen zu stellen.</p>
<p>Aber gut, die Ära Merkel und damit das System Absitzen sind endgültig beendet und nach langen Jahren der Großen Koalition kommt nun endlich mal wieder frischer Wind in die Politik. Es könnte ja auch gut sein, dass sich diese drei Parteien, die manchmal in ihren Ansichten nicht verschiedener sein könnten, gegenseitig genug auf die Finger klopfen, dass vielleicht aus zehn Prozent dieser hochgestochenen Pläne etwas wird. Deutschland wird sicher nicht in vier Jahren zum Vorreiter der digitalen Innovation werden. Muss es ja auch gar nicht, aber wenigstens einen guten Grundstein für vernünftige, durchdachte Infrastruktur zu legen, wäre nach der Neuland-Kanzlerin ja immerhin auch schon mal ein Fortschritt.</p>
<p>Nur bitte lasst dabei Sinn und Unsinn digitaler Techniken nicht aus dem Blick. Wir machen gerade hierzulande viel zu viel einfach mal planlos, weil es uns eben gerade wie eine gute Idee erschien. Von der ohne absehbaren Erfolg einfach mal so teuer umgesetzten Corona-Warn-App bis hin zu E-Rollern, die zugelassen werden und dann einfach in Flüssen und Baugruben verrotten. Erst mal machen und dann denken führt nicht zuletzt auch zu Hackerangriffen auf Krankenhäuser und Verwaltungen, die sich eigentlich verhindern ließen.</p>
<p>Na ja, wenn das alles ganz schlimm wird, kann ich zur Beruhigung immerhin bald legal Marihuana aus Ostfriesland kiffen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wo ist Fefe?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/wo-ist-fefe/</link>
    <pubDate>Mon, 16 Jun 2025 14:05:22 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/wo-ist-fefe/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/fefes-blog.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Felix von Leitner, den meisten wohl besser bekannt unter seinem Pseudonym Fefe, ist einer der einflussreichsten Blogger der deutschen IT-Szene. Mit seinem ebenso klaren wie respektlosen Stil hat er sich über die Jahre wohl mindestens genauso viele Kritiker wie Freunde gemacht. Ich kenne nicht wenige deutsche IT-Journalisten, die Fefes Meinung zwar extrem nervt, die aber trotzdem mit fast religiösem Eifer mehrmals am Tag sein Blog auf neue Einträge prüfen.</p>
<p>Fefes Kommentare zu News-Artikeln aus dem IT-Bereich sind legendär. Manchmal kommentiert er lakonisch-neutral, öfters aber vernichtend ehrlich. Auch wenn ich bei Weitem nicht immer mit ihm übereinstimme, habe ich Fefe immer respektiert. Auch wenn ich selbst schon öfter Ziel seines Spotts war — nicht immer ganz unverdient.</p>
<p>Es ist keine Übertreibung, <a href="https://blog.fefe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fefes Blog</a> als Institution der deutschen Tech-Landschaft zu bezeichnen. Es wurde auch schon mal <a href="https://www.dctp.tv/filme/fefe?thema=meinungsmacher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als &ldquo;Bild-Zeitung für Nerds&rdquo; betitelt</a>. Sein Blog ist seit 2005 online und Fefe bloggt seit mittlerweile Jahrzehnten, mit wenigen Ausnahmen, eigentlich jeden Tag. Was es um so merkwürdiger macht, dass er seit dem 16.05.2025, also jetzt schon einen Monat lang, keinen Blog-Eintrag mehr verfasst hat. Wie ungewöhnlich das ist, sieht man auch daran, dass seine selbsgeschriebene Blog-Software offensichtlich gar nicht darauf ausgelegt ist, dass er drei Tage nicht bloggt und deswegen momentan gar keine Einträge anzeigt.</p>
<p>Aber nicht nur das, auch das TLS-Zertifikat seiner Webseite ist am 26.05.2025 ausgelaufen. Für einen Sicherheits-Experten mit <a href="https://www.codeblau.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigener IT-Security-Beratungsfirma</a>, der sich in der Vergangenheit immer wieder sehr schnippisch über solche Security-Fauxpas geäußert hat, eigentlich undenkbar.</p>
<br/>
<figure><figcaption>
      <h4>Abgelaufenes Zertifikat für blog.fefe.de</h4>
    </figcaption>
</figure>

<br/>
<p>Das alles wirft die Frage auf: Wo ist Fefe? Es gibt <a href="https://mastodon.social/@enricopflaume/114585291174505755" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einige Spekulationen</a>, die haben sich aber alle als Blödsinn rausgestellt. Natürlich <a href="https://c0d1.eu/wofefe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freuen sich auch einige</a>, weil Fefe sich eben nicht nur Freunde im Netz gemacht hat. Gesichert ist bisher aber nur:</p>
<ol>
<li>Es ist bekannt, dass Fefe seine Privatsphäre sehr schätzt und deshalb würde er, wenn er aus privaten Gründen offline ist, wohl nicht in die Welt posaunen, wieso.</li>
<li>Niemand aus dem CCC-Umfeld oder der deutschen Nerd-Bubble, der glaubwürdig was über die Situation berichten könnte, hat das bisher getan.</li>
</ol>
<p>Stutzig macht mich das Ganze aber schon. Fefe hat, wie gesagt, nie ein Blatt vor den Mund genommen, auch nicht, wenn es um politische Meinungsäußerungen ging. Und mit seiner mitunter ziemlich überheblich wirkenden Art hat er sich sicher viele Feinde gemacht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Absolute Sicherheit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-047/</link>
    <pubDate>Tue, 10 Jun 2025 20:01:36 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-047/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/znoxwcej5mw.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>23. November 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Immer wenn ich über IT-Sicherheit schreibe, was recht oft der Fall ist, bekomme ich Zuschriften von Lesern mit Variationen von ein und derselben Frage: Wie mache ich meinen Computer, mein Handy, mein Smart-Home sicher? Ich kann da immer nur mit denselben Floskeln antworten: Virenscanner installieren, nicht auf Links in E-Mails klicken, sichere Passwörter verwenden, etc. Dass ich diese Frage für viele Leute meist nicht zufriedenstellender beantworten kann, liegt an zwei Dingen. Erstens kenne ich mein Gegenüber oft kaum und weiß nicht, wie dessen Alltag aussieht und welche Gewohnheiten er oder sie so pflegt. Und ohne dieses Wissen kann man kaum konkrete Hilfestellung geben.</p>
<p>Der zweite Grund ist aber viel wichtiger und sagt eine Menge über unsere Gesellschaft aus. Und es hat lange gedauert, bis ich ihn überhaupt wahrgenommen habe. Was Menschen wirklich meinen, wenn sie mir diese Frage stellen ist: Wie mache ich mein Gerät absolut, 100-prozentig sicher. So, dass ich mich um nichts mehr kümmern muss. Menschen sehnen sich nach absoluter Sicherheit. Das liegt wohl daran, dass unsere moderne Gesellschaft – vor allem die Presse und Werbung von Firmen – den Eindruck vermittelt, dass es absolute Sicherheit tatsächlich gebe. Und nicht nur im Digitalen sehnen sich Menschen danach. Auch beim Autofahren, beim Fliegen und in der Medizin wird vermittelt, dass man absolut sicher ist, wenn man nur alles richtig macht.</p>
<p>Aber jeder, der schon mal mit einem Experten gesprochen hat, weiß: Absolute Sicherheit ist eine Illusion. Man kann noch so vorsichtig fahren, sich noch so viele Sicherheitsmaßnahmen herbeiwünschen, sich drei oder viermal impfen lassen und die Maske niemals ablegen – es kann einen trotzdem erwischen. Und kein Virenscanner schützt absolut. Schon gar nicht, wenn die NSA am anderen Ende der Leitung sitzt. Je früher man das versteht, desto mehr im Einklang mit der Realität – und letztlich besser vorbereitet – kann man durchs Leben gehen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Postwendend ins Nirwana</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-046/</link>
    <pubDate>Tue, 03 Jun 2025 11:25:14 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-046/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/ir0vre74xkg.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>16. November 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Die Deutsche Post war bekannterweise hierzulande mal für die Telekommunikation zuständig. Das endete 1995 mit der zweiten Postreform. Seitdem scheint die Post auch endgültig alle Kompetenzen, was das Internet und moderne Technik angeht, abgegeben zu haben. Als ich mich vor ein paar Jahren als freier Autor selbstständig gemacht habe, baute ich mir eine Webseite für mein Gewerbe und beauftragte bei der Post ein Postfach. Damals begann mein Ärger mit der Post und der modernen Technik.</p>
<p>Um zu erklären, warum es so kam, muss ich kurz ausholen und beschreiben, was eine Domain-Endung ist. Dabei handelt es sich um die Zeichenkette, auf der eine Webadresse endet. Am bekanntesten sind hierzulande wohl die Domain-Endungen .de (wie bei oz-online.de) oder .com (wie bei google.com). Nun wird die Liste mit den Endungen aber stetig erweitert. Spätestens seit 2008 gibt es hunderte solcher Domain-Endungen, dazu gehören etwa .hamburg und .post. Meine eigene Webseite, fab.industries, hat eine solche neuartige Endung.</p>
<p>Das Problem mit meiner Web-Adresse ist, dass sich manche Webseitenentwickler nicht an moderne Standards halten. Sie prüfen also etwa Mailadressen gegen Listen, in denen viele der neuen Endungen fehlen. So wird mir dann regelmäßig gesagt, meine Mailadresse sei nicht gültig, weil das entsprechende Web-Formular schlecht programmiert ist und meine Webadresse für ungültig hält.</p>
<p>Bei einer Wald-und-Wiesen-Webseite wäre das nicht so schlimm. Aber wenn es bei der Post passiert, dann finde ich das sehr peinlich. Mir kann die Post etwa auf Grund von Programmierfehlern in ihren Systemen keine E-Mails schreiben. Richtig lustig wurde es, als man mir nicht mal mehr Briefe zustellen konnte, weil man die Zustellung zu meinem Postfach und meiner Privatadresse irgendwie verbockt hat. Jetzt kann die Post mir also gar nicht mehr schreiben – weder digital noch analog. Peinlich, peinlich…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bitte macht Backups!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-045/</link>
    <pubDate>Tue, 20 May 2025 12:15:05 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-045/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/r52yghraik.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>9. November 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Jeder, der schon mal ernsthaft IT-Support gemacht hat, ob nun beruflich oder im Kreise der Familie, wird das Problem kennen. Man kann viel wieder geradebiegen, wenn es um Hard- und Software geht, aber wenn die Leute keine Backups gemacht haben und es geht mal wirklich etwas richtig schief, dann ist endgültig Schicht im Schacht, wie man in meiner Heimat im Westen Deutschlands gerne sagt. Da blickt man dann in leere Gesichter und muss den Menschen erklären, dass ihre Daten wirklich unwiederbringlich verloren sind.</p>
<p>Es gibt eine Menge Menschen, die ihre Daten gar nicht sichern. Sie wundern sich nur, wenn auf einmal die Festplatte oder SSD verreckt und denken dann erst drüber nach, welche Daten sie denn überhaupt besaßen. Und auch wir IT-Leute machen zwar mehr und häufiger, aber trotzdem oft nicht genug Backups. Dass das Ganze ein Problem auf gesellschaftlicher Ebene ist sieht man schon an den Erpressungstrojanern: Die wären statt der ultimativen Katastrophe meist einfach nur eine kleinere Unbequemlichkeit, wenn der Betroffene aktuelle Backups und genug Kopien davon an sicheren Orten hätte. Aber das hat so gut wie niemand und genau deswegen sind die Kriminellen mit ihren Erpressungen so erfolgreich.</p>
<p>Allerdings verstehe ich nicht, warum das so ist. Der typische Deutsche ist zum Beispiel gnadenlos überversichert. Es gibt hierzulande Experten, die empfehlen, Versicherungen zu versichern. Wir Deutschen schützen uns gerne vor Risiko. Auf alle erdenklichen Arten. Warum mangelt es dann an den einfachsten Grundlagen? Festplatten sind billig wie nie. Es gibt haufenweise kostenlose Programme, um Backups zu erstellen und so gut wie jedes Betriebssystem ermöglicht es uns, oft für weniger Geld als wir für unsere Unterhaltung im Internet ausgeben, alle Daten bequem in der Cloud zu sichern. Nutzt diese Möglichkeiten, Leute! Wie wir beim IT-Magazin, für das ich jahrelang geschrieben habe, immer gesagt haben: Kein Backup, kein Mitleid!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Drachenlord und seine Hater</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-044/</link>
    <pubDate>Tue, 06 May 2025 08:00:21 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-044/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/drachenlord.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>2. November 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Momentan geht der Fall von Rainer Winkler durch die Medien, wohl besser bekannt unter seinem YouTube-Namen Drachenlord. Der Drachenlord ist wohl der meistgehasste YouTuber Deutschlands. Er lädt seit knapp zehn Jahren Videos ins Internet, in denen er hauptsächlich über Heavy Metal und Videospiele, meist aber über sein eigenes Leben und seine Hater spricht. Die meisten YouTuber werden im Laufe ihrer Karriere besser darin, zu erkennen, was ihr Publikum will und was nicht – oder sie hören ganz auf, Videos zu machen. Das Markenzeichen des Drachenlords ist allerdings, einfach sein Ding zu machen, egal was die Welt sagt. Dass hat ihm auf YouTube eine Gefolgschaft verschafft, die ihn hauptsächlich scheitern sehen will.</p>
<p>Seit Jahren fahren die Hater regelmäßig, manchmal zu hunderten, in das kleine Dorf Altschauerberg in Mittelfranken und treiben die dort lebenden knapp 40 Menschen mit Ruhestörungen in den Wahnsinn. Dabei kam es immer wieder zu Ausschreitungen, vor allem mit dem Drachenlord, der deswegen auch schon einmal wegen Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde. Nun hat allerdings ein Gericht entschieden, dass der Drachenlord wegen einer Wiederholung des Vorfalls ins Gefängnis muss. Das Gerichtsverfahren zog landesweites Medieninteresse auf sich.</p>
<p>Meine Presse-Kollegen scheint es im Rahmen ihrer Berichterstattung fast durchgängig zu überraschen, dass Animositäten aus dem Internet auf diese Art in die reale Welt überschwappen. Ich frage mich warum? Die digitale Welt ist doch mittlerweile ein fester Bestandteil unser aller Leben. Dort informieren wir uns, dort amüsieren wir uns und dort ärgern wir uns oder reagieren uns ab. Warum überrascht es irgendwen, dass sich dann unser digitales Leben mit dem analogen auch mal überschneidet? Vor allem wenn jemand wie der Drachenlord seine Gegner in einem Video herausfordert, ihn zu besuchen und ihnen sagt, wo er wohnt. Natürlich kommen die dann vorbei, um ihn zu ärgern.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Apple macht es richtig</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-043/</link>
    <pubDate>Tue, 22 Apr 2025 19:40:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-043/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/iphone-werbung.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>26. Oktober 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Man kann über Apple ja vieles sagen – die Produkte sind zu teuer, Apple verführt Menschen dazu, sich unsinnigerweise oft neue Geräte zu kaufen und Design-Änderungen sind meist arrogant und wenig im Sinne der Kunden – aber Leute in ihr Ökosystem holen und da binden, das kann diese Firma! In meiner Funktion als oberster Familien-Nerd und Verwandtschafts-Administrator war ich vergangene Woche einen halben Tag lang damit beschäftigt, meinen Eltern beim Einrichten ihrer neuen Smartphones zur Seite zu stehen. Wer das schon mal gemacht hat, kennt die Probleme die da auftreten. Welche Apps habe ich installiert? Was sind überhaupt Apps? Wo sind meine Kontakte gespeichert? Was war noch mal das Passwort für die Apple-ID und die PIN für die SIM-Karte?</p>
<p>Glücklicherweise zog meine Mutter von einem alten iPhone auf ein etwas neueres iPhone um. Es ist schon krass, wie einfach Apple das macht. Man fotografiert einfach den Bildschirm des einen Handys mit dem anderen ab, legt beide Geräte nebeneinander auf den Tisch und – zack! – fertig. Alle Apps und alle Daten sind übertragen. Sogar das WLAN-Passwort. Bei meinem Vater, der bisher ein Android-Gerät genutzt hat, habe ich mir das alles viel schwieriger vorgestellt. Aber auch hier ist Apple wirklich schlau. Die haben eine App im Android App Store, die nicht anderes macht, als Ex-Android-Nutzer zu iPhone-Besitzern zu machen. Da Ding überträgt Daten und installiert alle Apps neu, die es auch unter iOS gibt. Unglaublich, wie gut das funktioniert.</p>
<p>Jetzt müsste nur noch WhatsApp es hinbekommen, Backups zwischen Android und iOS (oder umgekehrt) auszutauschen und dann bräuchten Eltern kaum noch die Hilfe ihrer Computernerd-Sprösslinge. Na ja, fast. Sie müssten sich dann natürlich noch merken, welches Passwort man wo eingeben muss. Ach Moment, dafür hat Apple ja auch schon eine Lösung: die iCloud kann das. Die haben da drüben in Cupertino auch wirklich an alles gedacht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Nicht bereit für Windows 11</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-042/</link>
    <pubDate>Tue, 08 Apr 2025 15:40:56 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-042/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/windows11.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>19. Oktober 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, der in den letzten Wochen geschaut hat, ob seine Windows-Updates aktuell sind und dann mit einer Nachricht von Microsoft begrüßt wurde, die ihm sagte, sein Rechner sei nicht bereit für Windows 11. Das hat mich gleich auf mehrere Arten überrascht und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen wütend gemacht.</p>
<p>Als erstes verstehe ich schon mal nicht, warum mein Rechner nicht für Windows 11 geeignet sein soll. Ich habe gerade erst das Mainboard aufgerüstet und einen High-End-Prozessor und mehr RAM eingebaut, als man jemals brauchen könnte. Zusätzlich habe ich Terabytes an SSD-Speicher. Das Einzige, was an dem System nicht neu ist, ist die sechs Jahre alte Grafikkarte. Die war damals das Beste, was man kriegen konnte und kann im Zusammenhang mit einem Betriebssystem-Update eigentlich keine Rolle spielen. Ich hätte sie auch schon längst aufgerüstet, wenn Grafikkarten wegen dem allgemeinen Chipmangel und anderen Faktoren nicht gerade so viel kosten würden wie ein gebrauchter Kleinwagen.</p>
<p>Microsoft sagt mir auch nicht, was mit meinem Rechner nicht stimmt. Dazu muss ich ein Tool runterladen und installieren. Was für ein Quatsch. Wenn das Windows-Update-Programm weiß, dass mein Rechner Windows 11 nicht unterstützt, muss es doch auch wissen warum. Und jetzt soll ich ein zusätzliches Programm installieren? Ne, lass mal, Microsoft. Zumal mir bis heute niemand auch nur ein gutes Argument liefern konnte, warum man Windows 11 braucht. Die einzigen, die das installieren sind Leute, die immer das Neuste haben müssen, einfach weil es neu ist. Solange Windows 10 noch vernünftige Sicherheitsupdates bekommt, also voraussichtlich bis Oktober 2025, werde ich erst mal gar nichts tun.</p>
<p>Neue Technik, vor allem Software, hat immer Macken. Die lass ich mal die anderen ausbaden. Ich steig dann um, wenn das solide läuft. Oder wenn Microsoft endlich ein gutes Argument für das nächste Windows liefert.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was bei mir gerade los ist</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/ein-update/</link>
    <pubDate>Mon, 31 Mar 2025 10:34:15 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/ein-update/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/secit-2025-red-stage.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Ihr habt wahrscheinlich bemerkt, dass hier in letzter Zeit nicht viel los war. Das liegt vor allem daran, dass ich hinter den Kulissen sehr hart daran gearbeitet habe, die Webseite auf Version 3.0 zu bringen, was auch eine optische Auffrischung der Seite beinhaltet. Außerdem war ich eine Woche lang unterwegs, habe eine Bühne auf der <a href="https://secit-heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">secIT 2025</a> moderiert, viel Networking betrieben und um die Veranstaltung herum ein paar Stories ausgegraben.</p>
<p>Dann bekam ich prompt die obligatorische Konferenzgrippe, die mich etwa eine Woche lang außer Gefecht setzte. Mehrere Tage lang hatte ich keine Stimme mehr und ich war außerdem ziemlich müde, was mich ziemlich effektiv an der Arbeit hinderte. Daher gibt es jetzt natürlich einen ziemlichen Rückstand, den ich aufarbeiten muss.</p>
<p>Die Arbeit an der neuen Webseiten-Version hinter den Kulissen läuft nach wie vor. Zur neuen Version gehören drei neue Farbschemata, an denen ich einige Wochen gearbeitet habe. Außerdem gibt es neue Funktionen, die erst einmal implementiert und getestet werden mussten. Das ist jetzt alles abgeschlossen. Aber es gibt noch viel zu tun, denn ich muss alle Inhalte auf der Website einmal anfassen, um Code zu ändern, der mit einem neuen, verbesserten Kategorisierungsschema zu tun hat, das Teil des neuen Designs ist. Das ist eine Menge Arbeit, aber am Ende wird sich das lohnen. Ich hoffe, dass ich das bald erledigt habe, damit alle die neue Version der Website sehen können, an der ich so lange gearbeitet habe. Bis dahin, habt bitte ncoh etwas Geduld.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Lernen statt Löschen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-041/</link>
    <pubDate>Tue, 11 Mar 2025 13:59:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-041/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/1lfi7wkgwz4.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>12. Oktober 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>In den späten Achtzigern und frühen Neunzigerjahren, als ich mit der ersten Heimcomputer-Technik aufgewachsen bin, waren IT-Systeme viel weniger nützlich als heutzutage – denn es gab kein Internet, jedenfalls nicht für den normalen Heimanwender. Wissen musste man sich damals noch aus Magazinen und Büchern anlesen. Als ich dann ins Gymnasium kam, hielt das Internet Einzug in unser aller Leben. Damals, in der Schule, wurde uns das Internet als größte Errungenschaft der Menschheit angepriesen. Ein neues Zeitalter hätte begonnen, sagten meine Lehrer damals: Das Informationszeitalter.</p>
<p>Ich denke bis heute, dass das Internet eine großartige Errungenschaft ist. Das Wissen fast der gesamten Menschheit ist nur wenige Mausklicks entfernt. Man kann auf so einfache Weise so viel Lernen. Und dieser Tage braucht man dazu nicht mal einen Schreibtisch, man hat sogar unterwegs mit dem Smartphone dieses Wissen immer dabei. Momentan kommt mir oft der Gedanke, dass viele von uns vergessen haben, wie gut wir es haben. Und wie schwer es in früheren Zeiten war, an Informationen zu kommen.</p>
<p>Heute wird das Internet sehr oft verteufelt. Das liegt meist daran, dass wir nun erkennen, dass Zugang zu allen Information nicht nur Zugang zu allen Fakten bedeutet. Uns wird dieser Tage oft vor Augen geführt, wie wenig unseres Wissens und unserer Wissenschaft sich als unverrückbare Fakten klassifizieren lässt und wie viel davon am Ende doch nur Hypothese und Meinung ist. Daher kommt wohl auch der starke Drang, Hypothesen und Meinungen die uns nicht passen, oder die wir für gefährlich halten, aus dem Netz löschen zu wollen. Gerade ist dies wieder besonders im Gespräch, dank der Anhörung der Facebook-Whistleblowerin im US-Parlament.</p>
<p>Ich denke, wir sollten uns weniger aufs Löschen von Desinformation konzentrieren und mehr Zeit damit verbringen, den Wissensschatz des Internets zum Lernen zu nutzen. Je mehr wir lernen, desto einfacher ist es auch, Desinformationen zu entlarven.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Unsere letzte, beste Hoffnung für innovatives TV</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-040/</link>
    <pubDate>Tue, 25 Feb 2025 09:31:07 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-040/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/babylon5-screengrab.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>5. Oktober 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ich habe mich in der vergangenen Woche sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass Drehbuchschreiber-Genie J. Michael Straczynski die Science-Fiction-Serie Babylon 5 wiederbelebt. Mitte der Neunziger war Babylon 5 bahnbrechend – auf mehreren Ebenen gleichzeitig. Zum einen war es eine der ersten Science-Fiction-Serien überhaupt, bei der alle Außenaufnahmen und Raumschiffe mit dem Computer generiert wurden. Wo Star Trek noch Jahrzehnte später alles mit handgebauten Modellen filmte, zeigte Babylon 5 schon 1993 die Zukunft des Fernsehens. Was die Spezialeffekte-Macher bei B5 aus dem Amiga Video Toaster zauberten, war für damalige Verhältnisse geradezu magisch.</p>
<p>Aber auch bei den Drehbüchern setzte Babylon 5 Maßstäbe, an die andere Serien erst Jahrzehnte später anknüpfen würden. Die Serie erzählte eine durchgehende Geschichte, über mehrere Staffeln, lange bevor Zuschauer durch die Sopranos, Lost oder Game of Thrones an so etwas gewöhnt waren. Straczynski schrieb damals 92 der insgesamt 110 Folgen der Serie – und hält damit wohl noch heute den Rekord in Hollywood. Und er hatte Auswege für jede seiner Figuren eingeplant, falls ein Schauspieler aus unvorhergesehenen Gründen aus der Serie ausscheiden sollte. Weswegen er es auch schaffte, nach einer Staffel seine Hauptfigur nahtlos gegen eine von einem neuen Schauspieler verkörperte Figur auszutauschen – eine erzählerische Meisterleistung die bis heute im Fernsehen unerreicht ist. Die meisten anderen Serien wären an diesem Punkt den Bach runter gegangen.</p>
<p>In einer Zeit wo Fernseh- und Filmemacher nichts originelles Neues mehr geschafft kriegen, ist ein Remake von Babylon 5 unsere letzte, beste Hoffnung auf innovative Inhalte im modernen TV. Und Straczynski hat bereits angekündigt, dass er, getreu der Originalserie, mit dem Remake wieder erzählerisch und im Bereich Spezialeffekte neue Maßstäbe setzen will. Ich kann es kaum erwarten!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Deutschland wählt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/bundestagswahl/</link>
    <pubDate>Sat, 22 Feb 2025 17:55:23 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/bundestagswahl/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/make-socialism-great-again.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Wir haben in Deutschland gerne die Angewohnheit, den Amerikanern Dinge nachzumachen — meist so fünf bis zehn Jahre später. Wir reden zwar gerne darüber, wie verrückt und dumm die Amis sind, in Wirklichkeit kommen aber fast alle unsere Trends von da drüben — in der Mode, bei technischen Entwicklungen und auch in der Politik. Weil wir Deutsche uns aber gerne selbst als viel innovativer und schlauer halten, als wir es in Wirklichkeit sind, reden wir uns allerdings gerne ein, dass dem nicht so ist. Selbst das Internet — und mit ihm die Möglichkeit, viel mehr über die Trends in den USA zu erfahren — hat dieser Praxis kein Ende gesetzt. Ich denke, viele verstecken sich hinter der Sprachbarriere, selbst wenn sie genug Englisch können und eigentlich die Wahrheit sehen müssten.</p>
<p>Ich beobachte dieses Phänomen, seit ich das erste Mal die Webseite des damals in Popularität rasant steigenden sozialen Netzwerks StudiVZ besuchte. Könnt ihr euch not an StudiVZ erinnern? Das muss so 2008 gewesen sein. Ich habe damals hauptsächlich Facebook benutzt und mir fiel sofort auf, dass StudiVZ eine dreiste Kopie war. Bis hin zum Layout der Webseite, welches sogar Teile des Facebook-Quellcodes übernahm — man hatte einfach alle dunkelblauen Elemente rot eingefärbt. Wir Deutschen haben also ein paar Jahre nach Facebook einfach das Konzept von Facebook Eins-zu-Eins kopiert.</p>
<p>In den darauf folgenden Jahren fiel mir immer wieder auf, dass deutsche Firmen im Tech-Bereich sehr oft amerikanische Vorbilder kopierten, die hierzulande einfach weniger bekannt waren. Das entwickelte sich regelrecht zu einer Spezialität der deutschen Internet-Wirtschaft. Seit ich als Tech-Journalist arbeite, habe ich immer wieder in Artikeln auf diesen Trend hingewiesen; auch wenn viele meiner deutschen Leser das nicht gerne hören wollten. In den letzten zehn Jahren ist mir darüber hinaus allerdings klar geworden, dass sich dieses Phänomen nicht nur auf den Tech-Sektor beschränkt, sondern über die gesamte Gesellschaft erstreckt. Und unter denen, die den Amerikanern gerne alles nachmachen, sind meine Berufsgenossen in den Medien ganz vorne mit dabei.</p>
<h2 id="die-afd-ist-der-deutsche-donald-trump" class="headerLink">
    <a href="#die-afd-ist-der-deutsche-donald-trump" class="header-mark"></a>Die AfD ist der deutsche Donald Trump</h2><p>Die deutsche Presse wiederholt zum Beispiel gerade die Fehler ihrer amerikanischen Kollegen der vergangenen zehn Jahre. Die Leitmedien in den USA haben es zweimal geschafft, dass Donald Trump die Wahl zum US-Präsidenten gewinnt. In ihrer grenzenlosen Dummheit haben sie die Propaganda zu Trump verbreitet, die ihnen die mächtigen, dem Status Quo verschriebenen Eliten untergeschoben haben. Hanebüchener Blödsinn, wie die Behauptung, Trump sei ein russischer Agent oder dass er ein schlechterer Mensch sei als die Obamas und Clintons dieser Welt. Kriege beenden zu wollen war auf einmal etwas bösartiges und die offensichtlich frei erfundene Behauptung, Trump wolle die Demokratie abschaffen, wurde aufrecht erhalten, selbst nachdem er, genau wie jeder andere Präsident vor ihm, nach der Wahlniederlage das Amt verlies.</p>
<p>Jeder halbwegs intelligente Beobachter mit etwas gesundem Menschenverstand konnte sehen, dass diese Berichterstattung mehr auf politischen Motivationen als auf Fakten beruhte. Aber das war meinen Kollegen in den US-Medien egal. Selbst nach dem ersten Scheitern dieser Propaganda-Kampagne im Wahljahr 2016, machten sie im vergangenen Jahr einfach den selben Fehler noch einmal. Und zweimal war dann die Überraschung groß, als sich herausstellte, dass mindestens die Hälfte der Wählerschaft den Schwachsinn durchschaut hatte, der da verbreitet wurde.</p>
<p>Die deutsche Presse macht seit Monaten das Selbe mit der AfD. Da werden schrecklich demokratiefeindliche Konzepte wie eine &ldquo;Brandmauer&rdquo; gegen eine legitime demokratische Partei als etwas verkauft, was die Demokratie retten soll. Die AfD und ihre potentiellen Wähler werden als rechtsextrem verschrien, obwohl das AfD-Parteiprogramm das überhaupt nicht hergibt. Ich denke, das liegt auch daran, dass meine Kollegen in den Leitmedien, die diesen Mist verzapfen, viel zu faul sind, Wahlprogramme komplett zu lesen. Zugegeben, das der AfD ist zu lang, schlecht geschrieben und in manchen Punkten gänzlich lachhaft oder auch schon mal ein bisschen zu radikal, aber die beiden letzten Punkte treffen auf das Programm der Linken auch zu. Und das Programm der Grünen ist ähnlich lang und in vielen Punkten noch lachhafter.</p>
<p>Wer sich, altmodischerweise, allerdings dann doch durch das Programm der AfD kämpft, wird feststellen, dass die Vorwürfe von Seiten der Presse und der gescheiterten Ampel-Regierung völlig haltlos sind. Das sagt einem ja auch schon der gesunde Menschenverstand. Wir haben in Deutschland schließlich unvergleichlich strenge Regeln gegen Parteien, die demokratiefeindlich sind. Was in der Vergangenheit natürlich auch schon zum Verbot wirklich rechtsextremer Parteien geführt hat. Auf Basis des Grundgesetzes die Einwanderung einzuschränken, Straftäter abzuschieben und islamischen Organisationen Rechte abzusprechen, die ihnen das Grundgesetz nicht garantiert, ist aber nicht rechtsextrem. Und wenn die MLPD im vergangenen Bundestagswahlkampf damit davongekommen ist, auf Plakaten zur Revolution aufzurufen — also per Definition zum gewaltsamen Umsturz unseres demokratischen Staatsgefüges — dann können die Forderungen der AfD wohl kaum demokratiefeindlicher sein.</p>
<p>So wenig mir diese Ziele der AfD gefallen, sie sind nicht rechtsextrem und untergraben auch nicht den Rechtsstaat. Ganz im Gegenteil, das Wahlprogramm dieser Partei als Ganzes erscheint mir deutlich demokratiefreundlicher und rechtsstaatlicher als die Regierungspraxis der Ampel in den vergangenen Jahren, die sich bei mir vor allem mit Einschränkungen der Meinungsfreiheit, verfassungswidrigen Haushaltstricks und dreckigen Methoden gegen die Parteien, die ihnen am wahrscheinlichsten die Stimmen abnehmen werden, hervorgetan hat.</p>
<h2 id="brandmauern-schützen-nicht-vor-der-realität" class="headerLink">
    <a href="#brandmauern-sch%c3%bctzen-nicht-vor-der-realit%c3%a4t" class="header-mark"></a>Brandmauern schützen nicht vor der Realität</h2><p>Es ist offensichtlich, dass morgen hier in Deutschland etwas ähnliches passieren wird, wie 2016 und 2024 in den USA: Die Masse der Wähler, die der Presse und einer kompetenzlosen Regierung ihren ewigen Bullshit schon lange nicht mehr abnimmt, wird an der Wahlurne eine deutliches Zeichen setzen. Und meine Kollegen in der Presse werden wieder aus allen Wolken fallen, obwohl das Ganze seit Monaten für jeden mit auch nur ein bisschen gesundem Menschenverstand deutlich vorherzusehen ist. Ich persönlich tippe auf eine CDU/CSU/AfD-Regierung. Vielleicht als Minderheitsregierung unter Duldung aller Nicht-Ampel-Parteien.</p>

<p><em>Die Zeit kann ja morgen abend einfach diese Überschrift recyclen. Der Zenit der Peinlichkeit war damit eh erreicht, jetzt kann man seine Faulheit dann auch gleich offen zur Schau stellen…</em></p>
<br />
<p>Da ich selbst klar für Einwanderung bin — solange sie unter vernünftigen Umständen und mit einem klaren Plan des Staates und mit einer Perspektive für die Zukunft stattfindet — werde ich die AfD nicht wählen. Zumal mir diese Partei zu kinderfreundlich ist. Als jemand, der keine Kinder hat und keine Kinder will, werden da einfach die falschen Interessen prioritisiert. Ich kann aber auch keine Parteien der Ampel wählen, denn ich sehe diese Regierung eindeutig als schlechteste an, die Deutschland je hatte.</p>
<p>Es sollte aber morgen niemand überrascht sein. Ein massiver Gewinn der AfD kündigt sich seit Monaten an und ist auch verständlich; vor allem die Presse hat ihn mit verschuldet. Wir leben in einem Informationszeitalter — das scheinen meine Kollegen noch nicht kapiert zu haben. Stupide Propaganda wirkt da nicht mehr auf die Masse. Wenn man konsequent die Lebensrealität der Menschen ignoriert, führt das einfach dazu, dass man jegliche Glaubwürdigkeit verliert. Das gilt für die Ampel-Regierung genau wie für die Presse, die deren Bullshit unkritisch nachgeplappert hat. Deswegen suchen sich die Menschen momentan Alternativen — sowohl zur herkömmlichen Presse, als auch zu den Ampel-Parteien.</p>
<p>Und wehe uns, wenn die ausgehende Regierung — oder gar die Presse — morgen dieses Ergebnis nicht anerkennt. Dann ist die Demokratie wirklich in Gefahr. Ich sehe das genau wie US-Vize J.D. Vance: Es gibt keine &ldquo;Brandmauer&rdquo;. Und wer Wahlergebnisse leugnet oder legitimen Parteien ihre Stimmen oder gar den Sieg absprechen will, ist der wirkliche Demokratiefeind. Zur Demokratie gehört es, unangennehme, dumme und vielleicht sogar gefährliche Meinungen zu akzeptieren. Und zur Demokratie gehört es auch, den Sieg solcher Meinungen an der Wahlurne hinzunehmen. Das ist nicht verhandelbar.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vorauseilender Gehorsam</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-039/</link>
    <pubDate>Tue, 11 Feb 2025 18:23:05 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-039/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/guij0yszpig.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>28. September 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Wenn Kriminelle uns Trojaner auf den Rechner schieben wollen, die uns die Festplatte verschlüsseln und erpressen, machen sie das meist mit betrügerischen E-Mails, die uns dazu verleiten, den Schadcode auf unseren Rechner zu laden und auszuführen. Wenn andere Kriminelle sich Passwörter für unser Bankkonto, unser E-Mail-Postfach oder unser Amazon-Kundenkonto erschleichen wollen, machen sie das mit betrügerischen E-Mails, die vorgeben, eben jene legitime Webseite zu sein, es aber nicht sind und unsere Daten an die Kriminellen schicken. Diese Technik, Menschen mit betrügerischen E-Mails zu überlisten, nennt der Fachmann Phishing.</p>
<p>Solche Phishing-Mails werden täglich millionenfach an Postfächer in ganz Deutschland verschickt. Das ist mit ein Grund, warum unsere Inboxen regelmäßig in Spam-Fluten ertrinken. Oder, fast genauso schlimm, uns gehen wichtige Mails durch die Lappen, weil unser E-Mail-Provider sehr aggressiv auf solchen Spam hin filtert und echte Mails mit in den Fallen landen.</p>
<p>Mit Phishing können Kriminelle viel Geld verdienen. Und es ist ein einfaches Geschäft, denn solche E-Mails und die dazugehörigen bösartigen Webseiten lassen sich automatisch erstellen. Mittlerweile kann so was bereits als All-Inclusive-Dienst bei anderen Kriminellen mieten. Aber warum funktioniert das so gut?</p>
<p>Meiner Meinung nach ist das unser verdammter vorauseilender Gehorsam. Menschen klicken auf Links, über die sie nichts wissen, scannen Barcodes, die auf Webseiten führen, die sie nicht kennen und legen wildfremden Leuten ihren Personalausweis zum Abfotografieren vor ohne sich etwas dabei zu denken. Nur weil ihnen jemand weiß gemacht hat, dass da jetzt halt sein muss. Wenn wir nicht langsam anfangen, über so etwas nachzudenken, können wir uns auch nicht beschweren, wenn die bösen russischen Hacker unsere ganze Infrastruktur übernehmen. Vor gedankenloser Leichtgläubigkeit schützt nun mal kein Virenscanner und keine DSGVO.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wie wäre es stattdessen mit Steuern zahlen?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-038/</link>
    <pubDate>Tue, 04 Feb 2025 13:07:48 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-038/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/lcjfbegiom.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>21. September 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ich habe langsam wirklich genug davon, dass mir die Tech-Unternehmen aus dem Silicon Valley, aus Stockholm und aus Berlin weiß machen wollen, es wäre ihre Aufgabe, die Welt zu verbessern. Dass mir jeder versucht zu erzählen, man wäre ach so grün und würde alles für den Planeten tun, ist eine Sache – das machen die meisten anderen großen Firmen ja auch. Aber das Neueste scheint jetzt zu sein, zur anstehenden Bundestagswahl am kommenden Wochenende, potenzielle Wähler in die Wahlkabinen treiben zu wollen. Die Apps von Spotify auf meinem Handy, Amazon auf meinem Fernseher und so manche andere blenden mir jetzt auf einmal Erinnerungen an die Bundestagswahl und Links zu Webseiten und Wahl-Hilfe-Apps ein.</p>
<p>Damit ich hier nicht falsch verstanden werde: Natürlich will ich, dass jeder sein Entscheidungsrecht in der Demokratie wahrnimmt. Ich selbst habe dies vor Wochen per Briefwahl getan. Aber wir sind hier nicht in Amerika. Ich muss ja nichts tun, um mich zur Wahl anzumelden. In Deutschland bekommt jeder Wahlberechtigte schließlich einen Wahlschein nach Hause geschickt. Man kann die Bundestagswahl, oder jede andere Wahl, also unmöglich verpassen. Jeder der wählen will, kann auch wählen. Und diese Firmen müssen sich nicht einbilden, sie müssten irgendwen auf die Wahl hinweisen.</p>
<p>Diese Firmen wollen doch nur Sympathiepunkte sammeln und zeigen, wie unglaublich gesellschaftlich verantwortungsvoll sie sind. Wenn Amazon und Spotify wirklich was für die Gesellschaft tun wollen, könnten sie ja mal einen Teil ihres Milliardenumsatzes für den Digitalausbau oder andere gemeinnützige Projekte zur Verfügung stellen. Oder sie könnten einfach mit ihren Steuervermeidungstricks aufhören. Dadurch, dass man auf faire Art Steuern zahlt, kann man als Unternehmen den Staat, und damit letztlich auch die Demokratie, wohl immer noch am besten unterstützen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wunderschön trostlos</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/wunderschoen-trostlos/</link>
    <pubDate>Fri, 31 Jan 2025 12:57:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/wunderschoen-trostlos/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2025/beautiful-desolation.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wahl digital</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-037/</link>
    <pubDate>Tue, 28 Jan 2025 08:43:57 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-037/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/26katlj00sc.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>14. September 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Im Englischen gibt es ein bekanntes Sprichwort, was mir immer wieder in den Sinn kommt, wenn in Deutschland mal wieder Wahlen anstehen: If it ain&rsquo;t broke, don&rsquo;t fix it – Wenn etwas nicht kaputt ist, versuch es nicht zu reparieren. Was das mit Wahlen zu tun hat? Nun, als jemand, der sich intensiv sowohl mit Digitalisierung als auch mit IT-Sicherheit beschäftigt, ist mir schon vor Jahren etwas aufgefallen. Immer, wenn in Deutschland mal wieder eine Wahl ansteht, fordern selbsternannte Digitalisierungs-Experten, dass wir doch endlich die Wahl am Computer einführen. Das soll die demokratische Bürgerpflicht erleichtern und würde angeblich dazu führen, dass mehr Menschen wählen gehen. Ob das wirklich so ist, sei dahingestellt.</p>
<p>Was mir dann meist zur selben Zeit auffällt, ist Panikmache in den Nachrichten, dass der große Hack unserer Demokratie kurz bevorsteht. Da wird mir dann erklärt, wie böse Hacker – meist sind es Russen im Auftrag von Vladimir Putin persönlich – versuchen, unsere Wahlen zu manipulieren. Was niemandem aufzufallen scheint ist, dass unser aktuelles Wahlsystem die beste Verteidigung gegen Manipulationen aus dem Cyberspace ist. Da wir schön altmodisch auf Papier wählen, können wir im Fall eines digitalen Angriffs dieses Papier zur Hand nehmen und noch einmal nachzählen. Im Zweifel mit Stift und Notizblock; wir bräuchten dazu also nicht mal Computer. Ging ja früher auch ohne.</p>
<p>Deswegen ist mir völlig schleierhaft, wie man gleichzeitig fordern kann, die Wahl zu digitalisieren und dann im selben Atemzug auf einmal Angst vor Hackerangriffen bekommt. Nicht alles, was neu ist, ist auch besser. Manchmal sind die altmodischen Dinge einfach neuen Ideen überlegen. Wer faul ist, kann ja per Brief wählen. Das mache ich schon seit der Bundestagswahl 2002 so. If it ain&rsquo;t broke, don&rsquo;t fix it.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Kulturgut Personal Computer</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-036/</link>
    <pubDate>Tue, 21 Jan 2025 23:31:35 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-036/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/ibm-pc.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>7. September 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Der PC, oder genauer: der IBM-compatible personal computer, ist eine einmalige Errungenschaft in der Geschichte der Informatik. Normalerweise werden technische Neuerungen durch eine einzelne Firma vorangetrieben, die ihren Fortschritt, und den damit verbundenen Wettbewerbsvorteil, eifersüchtig gegenüber ihren Konkurrenten verteidigt. Firmen versuchen, mit Hilfe von Geheimhaltung und Patenten, die Kontrolle über ihre Produkte und deren Entwicklung fest im Griff zu behalten. Das wiederum führt zu monolithischen Systemen wie Apples Mac-Computer oder den modernen Smartphones.</p>
<p>IBMs PC ist etwas Besonderes. Durch eine Laune der Geschichte war es damals für IBM von Vorteil, diese Kontrolle abzugeben. Der PC wurde als offenes System konzipiert. Ein Spielfeld mit klaren Regeln, auf dem nichts desto trotz andere Firmen mitspielen durften. Jeder, der sich an die entsprechenden Standards hielt, konnte so einen Prozessor, Speichermedien, Netzteile, Erweiterungskarten, ja sogar das Mainboard selber herstellen – und alle diese Geräte funktionierten mit Komponenten anderer Hersteller. Aus diesem Grund kann ich heute eine Grafikkarte von Nvidia auf einem Mainboard von Asus mit einer CPU von AMD betreiben. Bei meinem iPhone kann ich nicht mal defekte Komponenten gegen andere desselben Herstellers tauschen.</p>
<p>Die Modularität des PCs wurde zu einem ungeahnten Motor der Entwicklung der Computer-Technik. Jeder, der in den Neunzigern aufgewachsen ist und den Sprung, den PC-Spiele zwischen etwa 1992 und 1996 gemacht haben, miterlebt hat, wird wissen, was ich meine. Digitale Technik hat sich bis dato, und seitdem, nie wieder so rasant entwickelt. Sehr viele brandheiße Technologien von heute wie Smartphones, Apps, das Internet of Things, digitale Assistenten und KI-Algorithmen lassen sich direkt zur Entwicklung des PC als offene Plattform zurückverfolgen. Der PC ist etwas ganz Besonderes. Er ist ein Kulturgut, das wir bewahren sollten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die zweite Amtszeit von Donald Trump</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/amtsantritt-trump/</link>
    <pubDate>Mon, 20 Jan 2025 17:04:02 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/amtsantritt-trump/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2025/trump-inauguration.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal sagen würde, aber ich bin tatsächlich froh, dass Donald Trump wieder Präsident der Vereinigten Staaten ist. Ich war anfangs jemand, der den Mann nie wirklich mochte, und habe seine ursprüngliche Kandidatur für die Republikanische Partei mit Erstaunen verfolgt. Da ich Fernsehsendungen grundsätzlich nicht viel Aufmerksamkeit schenkte, kannte ich ihn damals nur von seinen kurzen Auftritten bei WWE-Veranstaltungen. Falls ihr euch nicht erinnert, am Anfang haben die Konzernmedien in den USA seine Kandidatur noch stark unterstützt. Vor allem, weil es ihnen gute Einschaltquoten und Leserzahlen einbrachte, und wohl auch, weil viele Journalisten seine Kampagne für ziemlich witzig hielten und dachten, dass er ohnehin keine Chance auf den Sieg hatte. Das änderte sich natürlich alles, als Trump die Nominierung für sich entschied und plötzlich ein echter Anwärter auf das Präsidentenamt war. Plötzlich gerieten die Medien, die Trump aufgebaut und seine Kandidatur in vielerlei Hinsicht erst möglich gemacht hatten, in Panik. Nun wandten sich fast alle Journalisten gegen Trump und begannen einen nicht enden wollenden Kreislauf bösartiger Angriffe gegen ihn.</p>
<p>Je mehr die Medien Trump angriffen, desto sympathischer wurde er mir. Ob ich es wollte, oder nicht. Das lag vor allem an der unfairen Behandlung, die er durch die Presse erfuhr. Journalisten haben seine Reden so geschnitten, dass er wie ein Idiot aussah, sie haben behauptet, er hätte bestimmte Dinge gesagt und getan, obwohl das nicht der Fall war, und sie haben seine Aussagen ständig aus dem Zusammenhang gerissen. Die meisten Menschen nahmen den Medien diese Manipulationen komplett ab, aber als jemand, der darauf trainiert ist, Geschichten auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen, hatte ich die dumme Angewohnheit, mir Trumps Reden auf C-SPAN vollständig anzuhören und alle Originaldokumente, die ich finden konnte, komplett mit einem kritischen Auge zu lesen. Und dabei wurde mir klar, dass viele meiner Kollegen, die über Trump schrieben, nur Scheiße erzählten. Das ist auch der Grund, warum ich <a href="https://eyeonthepress.substack.com/p/trump-is-going-to-win-again" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sowohl seine Wahl als auch seine Wiederwahl richtig vorausgesagt habe</a>, als so ziemlich alle Reporter der Leitmedien mit heruntergelassenen Hosen dastanden.</p>
<p>Ich war schon sehr amüsiert über die Doppelmoral, mit der versucht wurde, Trump wegen der Bemerkung &ldquo;grab them by the pussy&rdquo; als den schlimmsten Menschen der Geschichte hinzustellen, während der Ehemann seiner Gegenkandidatin dafür bekannt war, dass er sich im Weißen Haus von einer Praktikantin einen blasen lies und dann dreist behauptete, dies sei &ldquo;kein Sex&rdquo; gewesen. Anfangs hatte ich diese Art von Idiotie der Presse vielleicht noch lustig gefunden, aber als das berüchtigte Zelensky-Telefonat und das daraus resultierende Amtsenthebungsdebakel aufkamen, hatte ich langsam den Kaffee auf. Für mich war klar, dass diese Anschuldigungen Blödsinn waren, und dass die Presse im Großen und Ganzen trotzdem an der Geschichte festhielt, machte mich stinksauer. Jeder, der die (ziemlich kurze) Abschrift des Telefonats gelesen hat, konnte sehen, dass die Anschuldigungen ein Witz waren. Am Ende waren es unfähige Journalisten, die mich mehr und mehr auf die Seite von Trump drängten.</p>
<p>Der Russigate-Irrsinn hat natürlich auch nicht geholfen. Das war eine weitere dumme Theorie, die wenig Sinn ergab — reiner Propaganda-Schwachsinn. Wie auch jeder vernünftige Mensch, der sich ein wenig Mühe gab und ein paar Seiten Primärquellen las, schnell erkennen konnte. Ich bin schon früh zu diesem Schluss gekommen, einfach indem ich ein wenig gesunden Menschenverstand und einige grundlegende Lesefähigkeiten einsetzte — lange bevor die offiziellen Untersuchungen schließlich abgeschlossen waren und zu dem gleichen Ergebnis kamen. Offensichtlich war das zugrunde liegende Dokument gefälscht und die ganze Prämisse basierte auf politischer Propaganda statt auf Fakten. Es war eine ausgeklügelte Verschwörungstheorie … und nicht einmal eine gute.</p>
<p>Den endgültigen Ausschlag für meine Entscheidung, eher mit Trump als mit seinen Gegnern zu sympathisieren, gab der Laptop-Skandal um Hunter Biden. Als sich die Demokratische Partei, die Geheimdienste, Big Tech und — am schlimmsten — die Presse zusammentaten, um eine auf nachprüfbaren Fakten basierende Nachricht zu unterdrücken, die Biden sehr wahrscheinlich die Wahl gekostet hätte, hatte ich endgültig genug. Zu diesem Zeitpunkt sah Trump mehr und mehr wie der tatsächlicher Retter der US-Demokratie aus und nicht mehr wie das kleinere Übel, als das ich ihn bisher gesehen hatte. Ganz abgesehen von der Tatsache, dass das, was er während seiner ersten Amtszeit getan hat, eigentlich ganz gut ist, wenn man sich ansieht, was tatsächlich getan wurde, und nicht, was die Presse so vermeldet hat. Klar, Trump hat viele dumme Dinge getan, die Lockdowns und der Vorstoß für Impfpässe stehen ganz oben auf der Liste, aber seine Antikriegspolitik und seine Haltung gegenüber China waren lobenswert. Ich stimme sogar mit dem Großteil seiner Feindseligkeit gegenüber der EU und der deutschen Regierung überein. In vielen Fällen war ich froh, dass die USA unter Trump ein Gegenpol zur wahnwitzigen Politik des EU-Parlaments, der NATO und der deutschen Regierung bildeten.</p>
<p>Ich hoffe, dass eine zweite Trump-Regierung den censorship-industrial complex, der unter Joe Biden aufgebaut wurde, wieder abschaffen wird. <a href="https://www.racket.news/p/report-on-the-censorship-industrial-74b" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was wir über die Zusammenarbeit zwischen dem FBI, großen US-Universitäten wie Stanford und den Tech-Konzernen gesehen haben</a>, war höchstwahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Diese ganze „Industrie“ mit ihren Anti-Desinformations-Leuten, Faktencheckern und NGOs ist der Tod eines funktionierenden demokratischen Systems, und ich hoffe aufrichtig, dass es Trump gelingt, sie vollständig auszurotten. Hoffentlich wird dies mit der Zeit ein Signal an die Politiker und Gesetzgeber hier in der EU sein, das Gleiche zu tun. Diese Art von staatlicher Zensur durch Strafverfolgungsbehörden, Geheimdienste und private Unternehmen wird früher oder später das Ende aller Möglichkeiten sein, die Verfehlungen der Reichen und Mächtigen in unserer Gesellschaft aufzudecken — und als solches ist diese Entwicklung der natürliche Feind einer Presse, die ihre gesellschaftliche Funktion noch Ernst nimmt.</p>
<p>Und vielleicht wird Trump ja sogar den irrsinnigen Krieg in der Ukraine beenden und uns alle vom Rande der nuklearen Vernichtung weg führen. Wäre das nicht mal was?</p>
<p>Natürlich wird es jetzt, da Trump wieder im Amt ist, die Aufgabe von Leuten wie mir sein, ihm auf die Finger zu schauen und zu sehen, ob er die Dinge, die er versprochen hat, auch tatsächlich umsetzt. Diese Aufgabe wird zweifellos weiterhin durch die Konzernmedien und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk erschwert werden, denn meine Kollegen dort werden mit ihren grundlosen Angriffen und der unverhohlenen Propaganda nicht aufhören. Es wird wahrscheinlich ziemlich schwer sein, Trumps wirkliche Erfolge und Misserfolge von den eingebildeten zu unterscheiden, oder die tatsächlichen Gefahren von den erfundenen Katastrophen auseinanderzuhalten. Aber ich verspreche, dass ich hier im Blog mein Bestes geben werde, genau das zu tun.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>E-Roller sind auch keine Lösung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-035/</link>
    <pubDate>Tue, 14 Jan 2025 09:07:23 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-035/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/emjnolbrzio.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>31. August 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Wer ab und zu in deutschen Ballungsgebieten unterwegs ist, stolpert buchstäblich überall über E-Roller. Da jeder, der ein Smartphone und die entsprechende App hat, diese Dinger mieten kann, sind sie in Städten allgegenwärtig und werden von den unterschiedlichsten Menschen genutzt – vom Bankier der zur Arbeit fährt bis zu Gruppen aus Achtjährigen, die sich damit in der Fußgängerzone waghalsige Rennen liefern.</p>
<p>E-Roller wurden als moderne Lösung für die Kurzstreckenmobilität in einem Land gehandelt, das sich anscheinend anschickt, früher oder später das Auto aus dem Leben vieler Bürger zu verbannen. Die Idee wurde aus dem Westen der USA nach Deutschland importiert, bevor sie sich dort im Alltag beweisen konnte. Jetzt stellt sich heraus, dass es keine gute Idee war.</p>
<p>Auf dem Land sind E-Roller ohnehin nutzlos. Die Strecken, die Menschen dort in ihrem Alltag überbrücken müssen, sind zu groß und die Menschen leben zu verteilt, als dass das Konzept von Sharing-Dienstleistern aufgehen würde – egal ob man nun Roller, Fahrräder oder E-Autos mietet. Aber immerhin bleibt einem in ländlichen Gegenden damit das Chaos von E-Rollern in Städten erspart. Da sich niemand für die Dinger verantwortlich fühlt, werden sie dort überall abgestellt: Auf Fußgänger- und Radwegen, auf der Straße, auf Behindertenparkplätzen, in öffentlichen Grünflächen, in Vorgärten und auf dem Grund von Teichen und Flüssen.</p>
<p>Da jeder einfach mit App aber ohne Führerschein sie mieten kann, sind die Fahrer der Roller zum Teil extrem rücksichtslos unterwegs und behindern sämtliche anderen Verkehrsteilnehmer. Dass die Fahrer oft Strecken zurücklegen, die man als Mensch mit etwas Selbstachtung auch problemlos zu Fuß bewältigen könnte, sei gar nicht erst erwähnt. Und über die ganzen Autos, die ständig herumfahren müssen, um die Dinger einzusammeln und die Akkus zu betanken, will ich auch gar nicht nachdenken. E-Roller mögen zwar modern sein, sinnvoll sind sie deswegen noch lange nicht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was hat Don Johnson mit Bibi und Tina gemeinsam?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-034/</link>
    <pubDate>Tue, 07 Jan 2025 11:11:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/digital-total-034/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2025/midjourney-don-johnson-bibi-und-tina.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>24. August 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Wenn mir jemand was von Künstlicher Intelligenz erzählt, verdrehe ich fast immer automatisch die Augen. Nicht nur, weil als nächstes meist leeres Marketing-Geschwafel kommt und mir derjenige etwas verkaufen will. Sondern auch, weil ich von Algorithmen, die Menschen die Arbeit abnehmen oder erleichtern sollen (und nichts anderes ist &ldquo;Künstliche Intelligenz&rdquo; im Grunde) eh nicht besonders viel halte. Das liegt vor allem daran, dass ich mich in den letzten zwanzig Jahren zwar täglich in jeder erdenklichen Ecke des Internets rumtreibe, ich aber so gut wie nie irgendwelche Software entdecke, von der ich dann denke &ldquo;Oh wow, das ist ja mal intelligent!&rdquo;</p>
<p>Ein gutes Beispiel sind Empfehlungs-Algorithmen. Egal wie fortschrittlich und cool die Firma oder das Startup ist, auf deren Seite oder in deren App ich mich gerade befinde, mir kann seltenst irgendwer etwas Schlaues empfehlen. Seit fast fünf Jahren höre ich Musik ausschließlich mit Spotify. Jeden Tag mehrere Stunden. Ich habe da hunderte Alben und tausende einzelne Songs geliked. Da meint man doch, die App könnte mir jetzt Musik empfehlen, die mir gefällt. Die kennen jetzt meine Vorlieben in- und auswendig. Aber keine Chance: Die Empfehlungen von Spotify sind seit Jahren absolut unpassend. Ich finde nach wie vor neue Musik hauptsächlich durch Empfehlungen von Freunden und durch Artikel im Internet.</p>
<p>Mit Amazon ist es genau das Selbe: Da kaufe ich seit Jahrzehnten ein und die schlagen mir immer noch regelmäßig Dinge vor, die man nur einmal braucht, die ich aber vor ein paar Monaten schon mal da gekauft habe. Von den Video-Empfehlungen ganz zu schweigen. Ich habe seit Jahren alles lineare Fernsehen durch Netflix und Amazon ersetzt. Die kennen meine (kinderlose) Familiensituation und meine Vorlieben aus dem EffEff. Und dann spielen sie Werbung für Bibi und Tina wenn ich gerade Miami Vice gucke? Intelligenz sieht anders aus.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Groß Borstel</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2025/gross-borstel/</link>
    <pubDate>Thu, 02 Jan 2025 22:57:56 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2025/gross-borstel/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2025/gross-borstel.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00058/</link>
    <pubDate>Wed, 25 Dec 2024 12:34:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00058/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/christmas-2023.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><span style="font-family: 'Typewriter Elite MT Std'; font-size: 1.2em; font-weight: 600;">Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2025! Ich hoffe, ihr habt eine erholsame Zeit über die Feiertage und genießt sie so gut ihr könnt. Ich selbst werde mir jetzt eine Auszeit vom Schreiben nehmen. Wir sehen uns im kommenden Jahr wieder.</span></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Telepolis löscht alle früheren Texte</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/telepolis-loescht/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Dec 2024 12:18:02 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/telepolis-loescht/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/mlgen/2024/midjourney-reverse-printing-press.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>→ <a href="https://multipolar-magazin.de/meldungen/0147" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Telepolis löscht alle früheren Texte</strong></a>, <em>Multipolar Magazin</em></p>
<blockquote>
  <p><em>Telepolis, eines der ältesten Online-Magazine Deutschlands, informierte am Freitag (6. Dezember) darüber, alle Artikel, die vor dem Jahr 2021 veröffentlicht wurden, vollständig gelöscht zu haben. In jenem Jahr hatte der aktuelle Chefredakteur Harald Neuber die Leitung des Magazins von seinem Vorgänger Florian Rötzer übernommen, der Telepolis 1996 gegründet hatte. Zur Begründung für die massenhafte Löschung, der schätzungsweise mehr als 50.000 Artikel zum Opfer fallen, schreibt Neuber, man habe die Texte „zunächst aus dem Archiv genommen“, da man „für deren Qualität nicht pauschal garantieren“ könne. „Keinesfalls“ handle es sich um „ein Misstrauensvotum gegen frühere Autoren und damalige Beiträge heutiger Autoren“. „Wir mussten aber einsehen“, so der Chefredakteur, „dass es keine realistische Möglichkeit gibt, die enorme Menge von Artikeln aus gut 25 Jahren hinreichend zu prüfen.“</em></p>
<p><em>Im Widerspruch dazu heißt es im Text der Erklärung, die Redaktion werde nun „die alten Inhalte systematisch und so schnell wie möglich sichten und – soweit sie noch einen Mehrwert bieten – nach unseren Qualitätskriterien bewerten und überarbeiten.“ Eine Nachfrage von Multipolar, was mit „bewerten und überarbeiten“ gemeint sei und ob die Texte nun umgeschrieben werden sollten, ließ Neuber zunächst unbeantwortet – ebenso die Frage, woraus abgeleitet werde, dass ein Chefredakteur die vor vielen Jahren publizierten Artikel, die seine Vorgänger zu verantworten haben, prüfen müsse.</em></p>
<p><em>Die Kritik an dem in der deutschen Medienlandschaft bislang beispiellosen Vorgehen ist scharf. Telepolis-Gründer Florian Rötzer erklärte, Telepolis betreibe: „stalinistische Cancel Culture“ und lösche „fast 25 Jahre Geschichte unter anderem des Internets, um sich dem Mainstream unkritisch und marktkonform anzupassen“. Das Magazin wolle „Geschichte korrigieren oder verfälschen“, kritisierte Rötzer. Unter seiner Leitung hatte Telepolis seinerzeit mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter den Grimme Online Award.</em></p>
<p><em>Telepolis-Autorin Sabine Schiffer hält die aktuelle Löschung für „den Anfang vom Ende des Projekts“ und bemängelt fehlendes Rückgrat. Die Redaktionsleitung gehe „den geduckten Weg“ und setze „fatale Signale“. Vieles, was auf dem Portal „einst kontrovers war (und deshalb besonders gut und aufwändig belegt werden musste)“ habe sich „inzwischen bewahrheitet“. Doch „die Dokumentation der eigenen frühen und mutigen Leistung ist nun weg“, so Schiffer, die als Professorin an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Frankfurt am Main lehrt. Telepolis-Autor Philipp von Becker, dessen neuere Texte weiterhin aufrufbar sind, die älteren aber ebenso vollständig gelöscht, spricht von einer „Unverschämtheit und Dreistigkeit, das als ‚Qualitätsoffensive‘ zu verkaufen“. Neuber „zerstöre“ Telepolis. Marcus Klöckner, ein weiterer langjähriger Autor des Magazins, erklärte gegenüber Multipolar, Telepolis habe „über zwei Jahrzehnte im positivsten Sinne ein Stück deutsche Mediengeschichte geschrieben“, nun jedoch sei der „Untergang eines Magazins“ zu erleben, „dessen Wurzeln abgeschlagen werden“.</em></p>
<p><em>Unter dem aktuellen Beitrag, der über die Löschung der Artikel informiert, ist, anders als bei Telepolis üblich, das Leserforum abgeschaltet worden. Kommentare sind nicht möglich. Auf dem X-Kanal des Portals, wo kommentiert werden kann, wurde der Beitrag nicht ausgespielt.</em></p>
</blockquote><p><em>Telepolis</em> gehörte von Anfang an zum Heise-Verlag. Einer der Gründe, warum ich immer Stolz war, für Heise zu arbeiten — und warum ich auch als freier Journalist für Heise schreibe — war immer, dass Heise sehr auf Meinungspluralität bedacht war. Als ich Ende 2018 bei Heise aufgehört habe, zeichnete sich zwar schon ein starker Trend in eine entgegengesetzte Richtung ab — was mich unter anderem dazu bewegt hatte, die Redaktion zu verlassen — aber bisher hat sich Heise immer noch viel besser gegen den Trend der Selbst-Gleichschaltung und Propagandisierung der Presse zur Wehr gesetzt, als so ziemlich jede andere Medienorganisation in Deutschland. Und vor allem war man immer selbsbewusst genug, Fehler nicht zu verstecken, sondern transparent zu korrigieren. Zu meiner Zeit bei <em>heise online</em> waren tote Links zu alten Artikeln ein absolutes No-Go.</p>
<p>Klar, <em>Telepolis</em> war schon immer das schwarze Schaf und bei vielen in der Redaktion nicht sehr beliebt, hatte aber immer die Rückendeckung der Chefredaktion von <em>heise online</em>. Das scheint sich jetzt geändert zu haben und, als jemand, der immer noch einige Freunde hat, die in diversen Heise-Redaktionen arbeiten, macht es mich sehr traurig, diese Entwicklung zu sehen. Ich würde nicht so weit gehen, den Vorgang als &ldquo;stalinistische Cancel Culture&rdquo; zu beschreiben, aber seriöser Journalismus sieht anders aus. Die Erklärung für den Vorgang, die Neuber in <a href="https://www.telepolis.de/features/Qualitaetsoffensive-Telepolis-ueberprueft-historische-Artikel-10190173.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Beitrag</a> angibt, scheint mir jedenfalls nicht sehr schlüssig:</p>
<blockquote>
  <p><em>In einigen dieser alten Beiträge ließen sich mögliche Urheberrechtsverletzungen nicht ausschließen. Auch wenn der Umgang mit urheberrechtlich geschütztem Material in der Frühzeit des Internets lockerer war, sind Verlag und Redaktion unabhängig vom Alter dieses Contents auch heute noch von Abmahnungen bedroht. Zudem waren Bilder nie barrierefrei und damit nicht für alle Leser zugänglich. Das waren auch Gründe, das Archiv aus der Zeit vor 2021 zunächst offline zu nehmen.</em></p>
</blockquote><p>Wenn das Problem die Bilder in den Beiträgen sind, hätte man einfach alle Bilder entfernen und die Texte weiter online stehen lassen können. <em>Telepolis</em> ist schließlich fast ausschließlich ein Text-Medium. Dass diese alternative Lösung bei <em>heise online</em> technisch möglich ist, weiß ich, da ich zu meiner Zeit bei Besprechungen in der Redation anwesend war, in der ein sehr ähnliches Problem auf anderen Teilen von <em>heise online</em> diskutiert wurde. Diese fadenscheinige Begründung wird wohl auch einer der Auslöser dafür sein, das Forum abzuschalten. Das Heise-Forum ist bekannt dafür, solche Artikel auf seine eigene, aufmüpfige Art sehr kritisch zu kommentieren und da sind Leute unterwegs, die diese Begründung sofort als Bullshit identifiziert hätten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Genderverwirrung bei der ARD</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/genderverwirrung/</link>
    <pubDate>Mon, 02 Dec 2024 14:06:37 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/genderverwirrung/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/tagesschau-genderforschung.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Als ich mir vor knapp 20 Jahren in der Uni das erste Gender-Studies-Seminar im Rahmen meines Anglistik-Studiums antun musste, habe ich versucht der Dozentin zu erklären, warum die Art von idiologischer Verblendung, die sie vertrat, gefährlich für unsere Gesellschaft ist. Ich habe versucht zu erklären, dass ich nichts gegen soziologische Untersuchungen von Geschlechterrollen habe; vor allem nicht im Rahmen der Geschichtswissenschaft, die ich ja ebenfalls studierte. Allerdings wiedersprach mir dieser Ansatz in der Sprachwissenschaft. Denn jemand, der als sprachwissenschaftlicher Dozent arbeitet, sollte das Konzept des grammatikalischen Geschlechts verstehen und es nicht mit dem Konzept des biologischen Geschlechts verwechseln. Und er sollte verstehen, dass sich soziologische &ldquo;gender studies&rdquo;, vor allem im historischen Bereich, auf die gesellschaftlichen Konzequenzen des biologischen und nicht des grammatikalischen Geschlechts beziehen.</p>
<p>Dieser Zug ist leider abgefahren. Und eine Konsequenz dieser unwissenschaftlichen Uni-Seminare ist es, dass nun auch schon Journalisten der vielgepriesenen Leitmedien den Unterschied zwischen soziologischen Konzepten und biologischen Fakten nicht mehr verstehen. Journalisten sind heute zwar woke, aber sie sind auch dumm. Ein schönes Beispiel ist eine heute morgen auf der Seite der <em>Tagesschau</em> veröffentlichte Nachrichtenmeldung:</p>
<p>→ <a href="https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/sehen-wahrnehmung-autofahren-frauen-maenner-gender-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Genderforschung: Frauen sehen im Dunkeln schlechter als Männer</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Frauen fühlen sich beim Autofahren nachts oft unsicherer als Männer. Ist der Unterschied im Sehvermögen zwischen Männern und Frauen nur Wahrnehmung oder lässt er sich wissenschaftlich belegen?</em></p>
</blockquote><p>Im Deutschen hat das Wort &ldquo;Geschlecht&rdquo; mehrere Bedeutungen. Neben dem grammatikalischen Geschlecht, kann man mit dem Wort genauso biologische Unterschiede wie auch ein soziologisch-psychologisches Phänomen beschreiben. Deswegen entleihen wir im Neudeutschen gerne das englische Wort &ldquo;gender&rdquo;. Im Englischen unterscheidet man nämlich &ldquo;sex&rdquo; (biologisches Geschlecht) und &ldquo;gender&rdquo; (soziologische oder grammatikalische Konstrukte). Das macht es einfacher, präzise — und wissenschaftlich korrekt — zu kommunizieren. Leider können das diese Gender-Experten, unter anderem bei der ARD, nicht. Sie verstehen weder wissenschaftliche Fakten noch können sie kritische denken und das tumbe Wiederkäuen idiologisch antrainierter Propaganda führt dann zu solchen unsinnigen Meldungen. Neue Wörter helfen eben nicht, wenn man sie eben nicht versteht und nicht richtig verwenden kann.</p>
<p>Die oben verlinkte Geschichte handelt von einer wissenschaftlichen Studie, die belegen will, dass Frauen und Männer — Personen mit unterschiedlichem <strong>biologischen</strong> Geschlecht (Englisch: &ldquo;sex&rdquo;) — im Dunkeln unterschiedlichen sehen. Was hat das mit <strong>Gender</strong>forschung zu tun? Gender ist ein soziologisches Konstrukt. Laut diesen Leuten kann ich mein <strong>Gender</strong> fast beliebig ändern. Ich kann mich morgen entscheiden, dass ich eigentlich eine Frau bin. Nun ist aber der Punkt der Studie, um die sich diese Meldung dreht, gerade dass es anscheinend Unterschiede in der Nachtsicht zwischen <strong>biologischen</strong> Geschlechtern gibt. Wenn das irgendwas mit Gender oder subjektiver Wahrnehmung zu tun hätte, könnte ich meine Nachtsicht ja damit verbessern, dass ich als Frau mich dazu entscheide, ab morgen Mann zu sein. Aber diese Studie sagt ja gerade eben, dass das nicht möglich ist, weil es — Überraschung! — deutliche biologische Unterschiede zwischen den (biologischen) Geschlechtern gibt, die nichts mit Gender zu tun haben, sondern mit Chromosomen und Hormonen und anderem komplizierten wissenschaftlichen Krams, das so ein ARD-Journalist wohl nicht verstehen kann oder will.</p>
<p>So eine Meldung unter der Überschrift &ldquo;Genderforschung&rdquo; zu veröffentlichen, zeigt, wie offensichtlich die Verfasser das Thema, über das sie schreiben, nicht verstanden haben. Das ist genau diese idiologische Verblendung, die mir schon for fast 20 Jahren sauer aufgestoßen ist. Dieses grundsätzliche Unverständnis, fußend auf idiologischem Glauben und nicht auf Wissen, das zuerst in unseren Universitäten die Runde gemacht hat, zieht sich mittlerweile durch unsere gesamte Gesellschaft. Ich habe noch nie verstanden, wie eine Uni gleichzeitig Biologen und dann auch Sprachwissenschaftler beschäftigen kann, die behaupten, von Biologen klar belegte Geschlechterunterschiede seien rein soziologisch-psychologischer Natur. Andereseits unterrichten die selben Unis aber auch Religions- <strong>und</strong> Naturwissenschaften, also sollte mich das alles vielleicht gar nicht verwundern.</p>
<p>Trotzdem machen mich halt Journalisten wütend, die Wörter nicht richtig benutzen können. Das ist wie ein Rennfahrer, der nicht richtig Auto fahren kann. Und dann zwingen diese Leute uns alle auch noch dazu, diesen geistigen Dünnschiss mit Gebühren zu finanzieren.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Fuck</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00057/</link>
    <pubDate>Thu, 07 Nov 2024 14:49:53 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00057/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/zeit-fuck.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Ja, das war gestern eine echte Schlagzeile in der <em>Zeit</em>. Ich habe den Screenshot nicht verändert. So was ist der Grund, warum der Journalismus im Moment den Bach runtergeht. Man besucht die Webseite einer der einflussreichsten kommerziellen Medienorganisationen Deutschlands und das ist deren Analyse der US-Präsidentschaftswahlen? &ldquo;Fuck&rdquo;?</p>
<p>Diese Leute sind dem Untergang geweiht. Nicht nur, dass sie den wahrscheinlichsten Wahlausgang nicht kommen gesehen haben — ein Ergebnis, das jeder, der nur halbwegs bei Verstand ist und über die Situation in den USA Bescheid weiß, hätte vorhersagen können — sie stellen dann auch noch stolz ihre eigene Unwissenheit gegenüber ihren Lesern zur Schau. Die zuständigen <em>Zeit</em>-Journalisten haben ihre Wahl-Analyse vermasselt, weil die Redaktion offensichtlich so sehr in ihrem eigenen Arsch steckt, dass niemand die Erfahrungen der Menschen da draußen versteht. Und dann verkündet man das auch noch mit breiter Brust auf der eigenen Webseite? Das ist, als wäre ein Auto-Mechaniker stolz darauf, dass er dein Auto nicht reparieren kann. „Ja, keine Ahnung. Hier im Handbuch steht, dass das leicht zu reparieren ist, aber fuck, was soll&rsquo;s, kauf dir einfach ein neues Auto.“</p>
<p>Das Schlimmste ist, dass diese Deppen von mir erwarten, dass ich ein Abo abschließe und für die erstaunliche Erkenntnis, dass sie Idioten sind und keine Ahnung von ihrem Job haben, auch noch <em>bezahle</em>. Leute, ich würde solche dummen Artikel nicht mal lesen, wenn ihr <em>mich</em> dafür bezahlen würdet! Im Gegensatz zu euch hat mich das Wahlergebnis nicht überrascht, denn im Gegensatz zu euch habe ich einen guten Draht zur Realität. Ihr solltet tatsächlich lieber mich bezahlen, statt der sogennanten Experten, die solchen Müll verzapfen.</p>
<p>Kein Wunder, dass die Leitmedien jegliches Vertrauen der Öffentlichkeit verlieren. Das einzige, was sie leiten ist eine Gruppe von verwirrten Lesern, die sich ahnungslos von den Klippen der Selbsttäuschung stürzen, um dann auf den Felsen des Wahnsinns zu zerschellen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Kopenhagen-Reise</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/kopenhagen-reise/</link>
    <pubDate>Tue, 03 Sep 2024 21:48:37 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/kopenhagen-reise/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/copenhagen-21.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Ich war vor Kurzem mal wieder in Kopenhagen. Dorthin habe ich meine Kombination aus Nikon Z fc und Nikkor Z DX 16-50 mm ƒ/3,5-6,3 VR mitgenommen. Hier sind einige der Fotos, die ich auf der Reise gemacht habe. Von der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Storeb%C3%A6ltsforbindelsen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brücke über den Großen Belt</a> und einem brennenden Auto auf der Autobahn westlich von Kopenhagen<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> bis hin zu <a href="https://warpigs.dk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warpigs</a> und dem <a href="https://copenhagenswim.com/en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Copenhagen Swim</a> gab es eine Menge zu sehen. Vielen Dank an Jonathan von <a href="https://gegenwind.dk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GegenWind</a>, der die Fotos von mir gemacht hat!</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-01.jpg" title="Kopenhagen-Foto 1" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-01.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-02.jpg" title="Kopenhagen-Foto 2" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-02.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-03.jpg" title="Kopenhagen-Foto 3" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-03.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-04.jpg" title="Kopenhagen-Foto 4" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-04.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-05.jpg" title="Kopenhagen-Foto 5" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-05.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-06.jpg" title="Kopenhagen-Foto 6" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-06.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-07.jpg" title="Kopenhagen-Foto 7" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-07.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-08.jpg" title="Kopenhagen-Foto 8" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-08.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-09.jpg" title="Kopenhagen-Foto 9" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-09.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-10.jpg" title="Kopenhagen-Foto 10" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-10.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-11.jpg" title="Kopenhagen-Foto 11" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-11.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-12.jpg" title="Kopenhagen-Foto 12" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-12.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-13.jpg" title="Kopenhagen-Foto 13" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-13.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-14.jpg" title="Kopenhagen-Foto 14" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-14.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-15.jpg" title="Kopenhagen-Foto 15" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-15.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-16.jpg" title="Kopenhagen-Foto 16" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-16.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-17.jpg" title="Kopenhagen-Foto 17" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-17.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-18.jpg" title="Kopenhagen-Foto 18" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-18.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-19.jpg" title="Kopenhagen-Foto 19" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-19.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-20.jpg" title="Kopenhagen-Foto 20" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-20.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-21.jpg" title="Kopenhagen-Foto 21" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-21.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-22.jpg" title="Kopenhagen-Foto 22" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-22.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-23.jpg" title="Kopenhagen-Foto 23" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-23.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-24.jpg" title="Kopenhagen-Foto 24" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-24.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-25.jpg" title="Kopenhagen-Foto 25" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-25.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-26.jpg" title="Kopenhagen-Foto 26" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-26.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-27.jpg" title="Kopenhagen-Foto 27" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-27.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-28.jpg" title="Kopenhagen-Foto 28" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-28.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-29.jpg" title="Kopenhagen-Foto 29" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-29.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-30.jpg" title="Kopenhagen-Foto 30" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-30.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-31.jpg" title="Kopenhagen-Foto 31" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-31.jpg">
        
    </a></figure><br />
<figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/copenhagen-32.jpg" title="Kopenhagen-Foto 32" data-thumbnail="/img/2024/copenhagen-32.jpg">
        
    </a></figure><br /></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Zu dem Zeitpunkt, als diese Bilder entstanden sind, hatte ich mich natürlich vergewissert, dass alle in Sicherheit waren, dass niemand Hilfe brauchte, dass ich das Feuer mit den Bordmitteln meines Autos nicht selbst löschen konnte und dass die Feuerwehr unterwegs war.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wie Millionen Bundesbürger kommerziell auspioniert werden</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00086/</link>
    <pubDate>Sun, 21 Jul 2024 22:42:38 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00086/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor zehn Jahren in der Heise-Redaktion saß und regelmäßig darüber gewettert habe, dass fast jede Smartphone-App ständig Positionsdaten abruft, auch wenn das für die Funktion der App gar nicht nötig ist. Und dass das in der Allgemeinheit niemanden zu stören scheint.</p>
<p>Genauso hat es mich immer ziemlich wütend gemacht, dass wir es nie geschafft haben, den Menschen zu vermitteln, wie sensibel feinmaschige Positionsdaten wirklich sind. Ich hatte ständig Leser am Telefon, die sich zwar große Sorgen um den Schutz ihrer Privatsphäre gemacht haben, aber trotz meiner langwierigen Erklärungsversuche nicht erfasst haben, dass Standortdaten immer sehr schnell verraten, wer die betroffene Person ist, auch wenn sie sonst mit nichts verknüpft sind.</p>
<p>Mit etwas Glück hat das nach <a href="https://netzpolitik.org/2024/databroker-files-die-grosse-datenhaendler-recherche-im-ueberblick/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der aktuellen Recherche von Netzpolitik.org und BR</a> jetzt ein Ende. Vielleicht versteht die Allgemeinheit jetzt endlich, was für ein krasser Eingriff in unser aller Leben da durch die Online-Werbeindustrie läuft. Ich habe für <em>heise online</em> in einem Artikel dargelegt, warum das alles überhaupt gesetzeskonform ist und ob man sich gegen diese allgegenwärtige Spionage durch Behörden, Geheimdienste, Privatwirtschaft und sogar Privatpersonen irgendwie wehren kann.</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Wie-Millionen-Bundesbuerger-kommerziell-auspioniert-werden-9805284.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Missing Link: Wie Millionen Bundesbürger kommerziell auspioniert werden</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Wie ist es trotz rigider Datenschutzgesetze möglich, mit brisanten Standortdaten von Millionen von Menschen viel Geld zu verdienen? Eine Spurensuche.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Null Bock auf KI</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00085/</link>
    <pubDate>Fri, 19 Jul 2024 14:43:54 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00085/</guid>
    <description><![CDATA[<p>→ <a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-Studie-ermittelt-grosse-Vorbehalte-gegenueber-KI-in-Deutschland-9803393.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Null Bock auf KI: Warum besseres Marketing nicht hilft</strong></a></p>
<p>Bei diesem <em>heise online</em> Meinungsartikel von Hartmut Gieselmann habe ich ja kurz laut aufgelacht. Da steht nämlich drin:</p>
<blockquote>
  <p><em>Künstliche Intelligenz hat in Deutschland ein schlechtes Image. Schuld daran sind nicht die KI-Hersteller und falsche Tatsachen halluzinierende Sprachmodelle, sondern zu kritische Journalisten - sagt zumindest der Autor Thomas Ramge.</em></p>
</blockquote><p>Was für eine idiotische Idee! Zu kritische Journalisten? Gibt es das überhaupt? Kritisch sein ist die Grundlage dieses verdammten Jobs! Das ist so, als würde man einen Chirurgen oder Flugzeugmechaniker als zu gründlich bezeichnen. </p>
<p>Hier mal ne Idee: Sind die Leute vielleicht deswegen so skeptisch, weil schon der Name &ldquo;künstliche Intelligenz&rdquo; PR-Schwachsinn ist? KI hat so viel mit Intelligenz zu tun wie ein Golf IV mit dem Space Shuttle.</p>
<p>Gerade Heise könnte durchaus drei Nummern skeptischer sein, wenn es um die Berichterstattung zu KI geht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Blast-RADIUS</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00084/</link>
    <pubDate>Thu, 11 Jul 2024 16:05:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00084/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Meine <em>heise online</em>-Meldung zur Blast-RADIUS-Sicherheitslücke:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Blast-RADIUS-Sicherheitsluecke-im-Netzwerkprotokoll-RADIUS-veroeffentlicht-9797185.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Blast-RADIUS: Sicherheitslücke im Netzwerkprotokoll RADIUS veröffentlicht</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Lange bekannte Schwachstellen können dem RADIUS-Protokoll zum Verhängnis werden, das vor allem im Enterprise-Umfeld in sehr vielen Netzwerken eingesetzt wird.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Influencer-Chatbots</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00083/</link>
    <pubDate>Wed, 03 Jul 2024 13:02:21 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00083/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Eine Meldung bei <em>heise online</em> von mir vom letzten Freitag:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Influencer-koennen-jetzt-ihre-eigenen-Chatbots-auf-Instagram-bauen-9783146.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Influencer können jetzt ihre eigenen Chatbots auf Instagram bauen</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Zuckerberg selbst scheint auch nicht zu wissen, ob und wie das Ganze funktionieren soll und betont wohl auch deswegen in dem Interview mehrmals, dass das Vorhaben ein reines Experiment sei und man erst mal schauen wolle, wozu die Instagram-Nutzer die neue Technik am Ende einsetzen.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was will Mozilla mit einer Werbefirma?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00082/</link>
    <pubDate>Thu, 27 Jun 2024 15:22:55 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00082/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ich habe im Auftrag von <em>heise online</em> mal wieder was über Open-Source-Geschehnisse geschrieben:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Mozilla-will-datenschutzfreundliche-Werbung-im-Netz-9781095.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Umstrittener Zukauf: Was will Mozilla mit einer Werbefirma?</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Die Macher des Firefox-Browsers haben mit Anonym eine Firma übernommen, welche die Welt der Online-Werbung respektvoller gestalten will.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Schweden meldet russischen Störfunk gegen Astra-Satelliten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00081/</link>
    <pubDate>Wed, 26 Jun 2024 14:38:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00081/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Eine <em>heise online</em> von mir vom letzten Freitag:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Schweden-meldet-russischen-Stoerfunk-gegen-Astra-Satelliten-9773494.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Schweden meldet russischen Störfunk gegen Astra-Satelliten</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Die russischen Störsignale, die nach dem NATO-Eintritt Schwedens begannen, sollen in der kommenden Woche Thema bei einem Treffen der ITU sein.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>BundID-Datenleck</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00080/</link>
    <pubDate>Thu, 20 Jun 2024 11:17:58 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00080/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Eine Meldung von mir bei <em>heise online</em> zu den von Lilith Wittmann entdeckten Sicherheitslücken in der BundID, dem Authentifizierungsverfahren für digitale Behördengänge:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Sicherheitsluecke-in-kommunaler-Verwaltungs-Webseite-oeffnet-Datenleck-in-BundID-9770233.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Sicherheitslücke in kommunaler Verwaltungs-Webseite öffnet Datenleck in BundID</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>Die Schwachstelle befindet sich in der Implementierung der Security Assertion Markup Language (SAML), einer OAuth-Alternative, die bei der BundID als Authentifizierungs-Verfahren zum Einsatz kommt. Hiermit kann die Webseite einer Kommune einen beim BundID-System eingeloggten Nutzer identifizieren, so dass dieser sich nicht bei jeder lokalen Seite neu anmelden muss. SAML gilt zwar grundsätzlich als sicher, ist laut Wittmann aber schwer korrekt zu implementieren. Da hunderte kommunale Ämter dies tun müssen, um mit der BundID kompatibel zu sein, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass irgendwer einen Fehler macht. Genau das ist bei der Software OpenR@thaus des Dienstleisters ITEBO aus Osnabrück passiert, welche anscheinend in einer Vielzahl von Kommunen zum Einsatz kommt.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Motorradtour durch die Vogesen und Ardennen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/vogesen-ardennen-tour/</link>
    <pubDate>Wed, 19 Jun 2024 13:37:39 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/vogesen-ardennen-tour/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/vosges-ardennes-11.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Nachdem wir letztes Jahr unser jährliches Ritual, ein paar Wochen gemeinsam auf dem Motorrad zu verbringen, haben ausfallen lassen, wollten mein Vater und ich dieses Jahr unbedingt eine Tour planen. Aufgrund verschiedener Umstände mussten wir uns jedoch für eine kürzere Reise als üblich entscheiden. Da es uns vor einigen Jahren sehr gut gefallen hat, durch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Vogesen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Vogesen</a> zu fahren, beschlossen wir, diese wunderbare Landschaft dieses Mal noch einmal zu besuchen und ein wenig mehr zu erkunden. Papa plante eine Tour, die auf und ab quer durch die beiden französischen Nationalparks führte, die die Vogesen umfassen, und dann nach Norden durch Luxemburg in die belgischen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ardennen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ardennen</a> führte.</p>
<p>Wir sind in fünf Tagen 1579 Kilometer durch vier Länder gefahren und hatten dabei eine wunderbare Zeit.</p>
<p></p>
<p>Beide Gebiete sind mit historischen Denkmälern übersät, von Burgruinen aus dem Mittelalter über Schlachtfelder aus dem Ersten Weltkrieg bis hin zu Panzern aus dem Zweiten. Das Wetter war während der gesamten Fahrt suboptimal, aber die Strecken waren angenehm, die Landschaft so schön wie in meiner Erinnerung. Und das Essen war natürlich ausgezeichnet. Die historischen Überbleibsel der Vergangenheit waren ein netter Bonus für einen Historiker wie mich.</p>
<figure><figcaption>
      <h4>Unsere Tour führte uns von Deutschland durch die Vogesen in Frankreich, dann zurück nach Deutschland über das Saarland und durch Luxemburg nach Belgien in die Ardennen. (Kartendaten: OpenStreetMap).</h4>
    </figcaption>
</figure>

<p>Hier sind ein paar Fotos von unserer Reise. Alle wurden mit meiner zuverlässigen Nikon Z fc und einem Nikkor Z DX 16-50 mm ƒ/3.5-6.3 VR aufgenommen. Ich hoffe, sie gefallen euch ebenso gut wie mir die wunderbare Zeit, die ich auf diesen Straßen hatte. Mit dieser Tour hat meine Guzzi nun 90.000 Kilometer hinter sich, seit ich sie vor fast genau zehn Jahren gekauft habe.</p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Unsere Motorräder (eine Honda CB 1100 RS und eine Moto Guzzi V7 Special) beim ersten Zwischenstopp in La Petit-Pierre.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Wir kannten unsere erste Unterkunft, die wunderbare Auberge d&#39;Imsthal im Elsass, schon von unserer Motorradtour im Jahr 2021, wo sie ebenfalls unsere erste Station war.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Es ist ein gemütlicher kleiner Ort mit sehr netten Gastgebern.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Es gibt sogar einen Anbindepfosten für Pferde, falls man ein Outlaw der alten Schule sein sollte und sein Stahlpferd gegen ein echtes eingetauscht hat.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Muss ich noch erwähnen, dass das Essen hervorragend ist? Wenn ich im Elsass bin, esse ich immer Escargot.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Die Église Notre-Dame de l&#39;Assomption in Phalsbourg</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Statue von Georges Mouton, Comte de Lobau (Marschall von Frankreich) in seinem Geburtsort Phalsbourg</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Aussichtsturm auf dem Champ du Feu (1099 m)</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Das Wetter war im Allgemeinen miserabel (etwa 15 °C, viel Nieselregen mit einigen stärkeren Schauern) und vergleichbar mit unserer Schottlandtour vor einigen Jahren.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Die Vogesen sind wirklich sehr schön und es macht Spaß, dort rum zu fahren; die Straßen sind durchweg gut ausgebaut und es gibt fast keinen Verkehr.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Meine Guzzi genießt eine wohlverdiente Pause, während ich das bessere Wetter nutze, um einige Fotos zu machen.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Erhaltene Befestigungsanlagen aus der Schlacht am Lingerkopf im Ersten Weltkrieg</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Deutsches Kriegsdenkmal am Lingerkopf; hier wurden fast 20.000 deutsche und französische Soldaten getötet.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Dieses Foto wurde während eines Haltes auf meinem Bike sitzend aufgenommen. Solche Aussichten hatte ich mehrmals zu meiner Rechten durch die Bäume, während ich diesen Bergpass hinunterfuhr.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Eine weitere atemberaubende Aussicht auf unglaublich grüne Wälder unter den grauen, tief hängenden Wolken. Es hat diesen Sommer viel geregnet und alles wächst wie verrückt.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Papa sieht zu, wie ich bei einer kurzen Rast am Rande einer Bergstraße ein Foto mache.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Noch mehr schöne Aussichten...</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Man beachte den verwunschenen Wolkenschleiher, der sich an die Kiefern über der Straße schmiegt.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Jemand hat anscheinend beschlossen, den Asphalt auf diesem Pass durch Schotter zu ersetzen, was eine interessante Herausforderung darstellte. Zum Glück sind Papa und ich an Schotter gewöhnt, nachdem wir 2022 mit unseren Bikes den Peer Gynt Vegen in Norwegen befahren hatten.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Blick vom ersten Bergpass des Tages hinunter nach Guebwiller, wo wir die vergangene Nacht verbracht hatten.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Die Route des Crêtes verschwindet in den Wolken</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Ich musste einfach anhalten und ein Foto von dieser wunderschönen Eiche machen, die in einem der Täler am Straßenrand wuchs.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Eine weitere Rast am Straßenrand, um die Schönheit der Landschaft zu genießen</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Die Schlossruine über dem Ort Lutzelbourg</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Nahaufname der Burgruine Lutzelbourg</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>“Nous marchons sur la tête” — französische Landwirte stellen ihre Dorfschilder auf den Kopf, um gegen die Politik der Regierung zu protestieren, die ihrer Meinung nach keinen Sinn macht und etablierte Lebensweisheiten auf den Kopf stellt; damit sympathisiere ich durchaus.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Das Nationale Kriegsmuseum von Luxemburg in Diekirch</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Ein amerikanischer M4A1 Sherman-Panzer mit 76 mm Geschütz im Kriegsmuseum von Diekirch</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>M47 Patton der 3. Infanteriedivision der US-Armee (links) und leichter Panzer vom Typ M24 Chaffee (rechts)</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Am dem letzten Zwischenstopp in Houffalize in den belgischen Ardennen; unsere Bikes sehen aus, als hätten wir einen wochelangen Offroad-Trip hinter uns.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Burgruine über La Roche-en-Ardenne</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Alte Panzer stehen überall auf Dorfplätzen in den Ardennen rum (aus offensichtlichen Gründen). Dies ist ein Panther (PzKpfw V) Ausführung G der 2. SS-Panzer-Division “Das Reich” in Grandmenil.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Und hier ein paar der obligatorischen “Fab mit Panzer”-Fotos. Als erstes: Fab mit einem M4A1 Sherman.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<p><figure><figcaption>
      <h4>Fab mit einem M4 Sherman der Task Force Hogan der 3. US-Panzerdivision in Beffe.</h4>
    </figcaption>
</figure>
<br /></p>
<figure><figcaption>
      <h4>Und schließlich: Fab mit einem Panther G.</h4>
    </figcaption>
</figure>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>Alter Elbtunnel</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00016/</link>
    <pubDate>Thu, 16 May 2024 09:14:32 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00016/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/alter-elbtunnel.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Kurzer Olaf</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00015/</link>
    <pubDate>Tue, 14 May 2024 20:37:48 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00015/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/kurzer-olaf.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>Amazons Fallout-Serie ist gar nicht mal so schlecht</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00079/</link>
    <pubDate>Fri, 12 Apr 2024 10:07:23 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00079/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Meine Rezension zu den ersten vier Folgen von Amazons Fallout-Serie bei <em>heise online:</em></p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/tests/Amazons-Fallout-Serie-Gar-nicht-mal-so-schlecht-9672611.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Amazons &ldquo;Fallout&rdquo;-Serie ist gar nicht mal so schlecht</strong></a></p>
<blockquote>
  <p><em>&ldquo;Fallout&rdquo; ist schwieriges Material. In der postapokalyptischen Welt der Videospielserie trifft die Zerstörung und das Leid des atomaren Weltkriegs auf den Optimismus und den Flair der &lsquo;50er- und &lsquo;60er-Jahre. Grauen und ungehemmte Brutalität mischen sich mit einem kernigen schwarzen Humor, der diesen Spielen eine große Fangemeinde verschafft hat. Nun will Amazon diesen Erfolg mit einer Streaming-Serie wiederholen. Kann das gelingen?</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Duisburg ist echt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00014/</link>
    <pubDate>Mon, 11 Mar 2024 22:06:11 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00014/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/duisburg-ist-echt.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf der SecIT 2025</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00056/</link>
    <pubDate>Thu, 29 Feb 2024 21:02:57 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00056/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Nächste Woche ist wieder mal <a href="https://secit-heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SecIT in Hannover</a>. Ich werde dort wie immer eine Bühne moderieren. Wenn ein Leser in Person ein paar Worte wechseln will: Ich bin der Mann mit dem Hut. </p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/secit-2023-1.jpg" title="SecIT 2023" data-thumbnail="/img/2024/secit-2023-1.jpg">
        
    </a></figure> <br/></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/secit-2023-2.jpg" title="SecIT 2023" data-thumbnail="/img/2024/secit-2023-2.jpg">
        
    </a></figure></p>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>iX-Editorial zu Modern Solution</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00078/</link>
    <pubDate>Thu, 29 Feb 2024 11:07:38 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00078/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/ix-editorial.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Damals bei Heise habe ich eine Handvoll Editorials in der <em>c&rsquo;t</em> verfasst. Sowohl als <em>c&rsquo;t</em>- wie auch als <em>heise online</em>-Redakteur ist es allerdings nie dazu gekommen, dass ich auch mal ein Editorial für die <em>iX</em>, das andere Magazin von Heise, geschrieben habe. Das hat sich diesen Monat, fünf Jahre nach meiner Zeit bei Heise, endlich geändert. In <a href="https://www.heise.de/select/ix/2024/3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der aktuellen <em>iX</em></a> findet sich nämlich ein Editorial von mir zum Thema <a href="/de/blog/2024/modern-solution-berufung/" rel="">Modern Solution</a>.</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/select/ix/2024/3/2401713532286021788" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Deutsche Justiz: Verloren im Neuland</strong></a>, <em>iX</em> 3/2024, S. 3</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Berufung im Fall C.J. Hopkins</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00077/</link>
    <pubDate>Thu, 15 Feb 2024 13:46:25 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00077/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Laut C.J. Hopkins hat die Staatsanwaltschaft Berufung gegen <a href="/de/blog/2024/cj-hopkins/" rel="">das Urteil vom Januar eingelegt</a>. Sieht so aus als würde ich noch mal nach Berlin fahren müssen.</p>
<p>→ <a href="https://cjhopkins.substack.com/p/the-resistible-rise-of-the-new-normal" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>The Resistible Rise of The New Normal Reich</strong></a>, C.J. Hopkins</p>
<blockquote>
  <p><em>Also, die deutschen Behörden haben Berufung gegen meinen Freispruch im Kriminalgericht in der vergangenen Woche eingelegt.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Kommentar zum AI Act: Wir brauchen einen EU-Act für politische Intelligenz</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00076/</link>
    <pubDate>Fri, 02 Feb 2024 13:27:15 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00076/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Mein ehemaliger Kollege Hartmut Gieselmann bei <em>heise online</em> zum bevorstehenden KI-Gesetz der EU:</p>
<blockquote>
  <p><em>Da wird also ein Gesetz verabschiedet, von dem man weiß, dass es schlecht ist und für das man mehr Zeit bräuchte. Und der Grund dafür ist die Angst vor dem Unmut des Volkssouveräns, vulgo des Wählers und die Kapitulation vor den überkomplexen Prozessen der EU. Das ist in meinen Augen eine Bankrotterklärung.</em></p>
<p><em>Es ist ein Festhalten an einer Politik des kleineren Übels, da geht es der EU nicht anders als Deutschland. Doch je mehr die derzeit regierenden Fraktionen aus Christdemokraten (EVP), Sozialdemokraten (S&amp;D), Liberalen (Renew Europe) und Grünen (EFA) wider besseres Wissen die eigenen Reihen zur Geschlossenheit verdammen, desto mehr Unzufriedene werden in die Arme der Rechtspopulisten bis Postfaschisten (EKR und ID) getrieben, die europaweit als einzige lautstarke Opposition wahrgenommen werden und Ergebnisse von 20 bis 30 Prozent erzielen.</em></p>
</blockquote><p>→ <a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zum-AI-Act-Wir-brauchen-einen-EU-Act-fuer-politische-Intelligenz-9615839.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kommentar zum AI Act: Wir brauchen einen EU-Act für politische Intelligenz</strong></a>, <em>heise online</em></p>
<p>Wenn das Fazit hier ist, dass die EU schlechte Gesetze macht (was übrigens nichts Neues ist, man erinnere sich zuletzt an das grenzebile und gänzlich unwissenschaftliche Verbot bestimmter Tattoo-Farben vor knapp zwei Jahren), dann ist die Europa-Skepsis der AfD und ihrer Wähler vielleicht angebracht? Es ist ja offensichtlich nicht so, dass die EU nur zufällig solchen Murks verarbschiedet. Das tritt deutlich als grundlegendes Problem im System Brüssel zu Tage, welches dauerhaft unsere Gesellschaft schädigt.</p>
<p>Warum wundert es uns dann so, dass viele Bürger unzufrieden sind? Wenn dieses Problem seit langem besteht und die etablierten Parteien kein Interesse daran haben, den Status Quo zu ändern, was sollen die Wähler auch anderes tun, als die Parteien zu wählen, die Abhilfe versprechen? Ich stelle jetzt mal die gewagte These auf, dass das weder undemokratisch noch (post)faschistisch ist sondern, ganz im Gegenteil, genau dem entspricht, was Demokratie ausmacht. Dass das den Parteien an der Macht nicht gefällt, macht es nicht automatisch zu einem Problem für die Demokratie.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Apples hohles Versprechen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/digital-total-033/</link>
    <pubDate>Fri, 02 Feb 2024 11:17:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/digital-total-033/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/apple-1984.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>17. August 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Apple war schon immer gut darin, seine Produkte mit einem guten Gefühl zu bewerben, das nichts mit der eigentlichen Technik zu tun hat. Seit Mitte der Neunziger macht die Firma das sehr erfolgreich, in dem sie ihren Kunden vermittelt, sie seien besonders kreativ. Große Teile der Videoindustrie, fast die ganze Marketingbranche und auch sehr viele professionelle Schreiber verwenden deswegen Apple-Geräte, weil sie durch jahrzehntelange Werbung darauf konditioniert sind, dass kreative Menschen nun mal Macs, iPads und iPhones benutzen.</p>
<p>Seit ein paar Jahren hat Apple eine weitere Nische äußerst erfolgreich besetzt: Privatsphäre. Als Google dem iPhone mit seinem eigenen Android-Betriebssystem die Marktführung abnahm, ersannen die Werbe-Strategen bei Apple eine Gegenstrategie. Was ist das Negativste an Google, von dem sich Apple absetzen könnte? Die Tatsache, dass Google Geld mit den Daten seiner Kunden macht. Und so schlug Apple mit seiner Werbung nun in eine neue Kerbe: Wir sind der Hardware-Lieferant für alle, denen die eigenen Daten wichtig sind.
Dass Apple kein Geld mit den Daten seiner Kunden macht, liegt aber wohl eher daran, dass der Firma dazu das Know-How fehlt. Apple war noch nie gut darin, Web-Plattformen zu bauen und viele Nutzer für sie zu gewinnen – die Voraussetzung dafür, möglichst viele Daten über möglichst viele Menschen zu sammeln. Und da man bei dem Versuch, Google mit eigenen Mitteln zu schlagen, scheiterte, entschied man sich, das als Werbe-Argument zu nutzen.</p>
<p>Wie hohl dieses Versprechen ist, wurde in der vergangenen Woche deutlich, als Apple ankündigte, die Privatsphäre der eigenen Dienste für Backups und Smartphone-Direktnachrichten auszuhebeln, um in den Daten der Kunden automatisch nach Nacktbildern zu suchen. Laut Apple alles zum Schutz von Minderjährigen. Trotzdem kauft der Firma nun niemand, der IT-Sicherheit und Datenschutz ernst nimmt, ihre Werbeversprechen mehr ab. Vielleicht wachen die Kreativen ja auch irgendwann auf.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Raumschiff-Korridor</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00013/</link>
    <pubDate>Thu, 01 Feb 2024 18:46:44 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00013/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/spaceship-corridor.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>We Choose to Go</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00012/</link>
    <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 20:38:19 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00012/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/we-choose-to-go.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Düsseldorf Noir</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00011/</link>
    <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 15:48:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00011/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/dus-noir.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><figure><a class="lightgallery" href="/img/photos/2024/dus-noir-01.jpg" title="Düsseldorf Noir 1" data-thumbnail="/img/photos/2024/dus-noir-01.jpg">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/photos/2024/dus-noir-02.jpg" title="Düsseldorf Noir 2" data-thumbnail="/img/photos/2024/dus-noir-02.jpg">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/photos/2024/dus-noir-03.jpg" title="Düsseldorf Noir 3" data-thumbnail="/img/photos/2024/dus-noir-03.jpg">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der C.J.-Hopkins-Prozess</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/cj-hopkins/</link>
    <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 12:44:22 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/cj-hopkins/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/hopkins-ag-tiergarten.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>In dieser Woche war ich in Berlin, um dem Prozess gegen den Dramatiker und Satiriker <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/CJ_Hopkins" target="_blank" rel="noopener noreferrer">C.J. Hopkins</a> beizuwohnen. Hopkins ist gebürtiger Amerikaner und wohnt seit ca. 20 Jahren in Berlin. Nach eigener Aussage ist er ausgewandert, um dem Absturz der USA in den Totalitarismus zu entkommen — so wertete er den Angriffskrieg des Landes gegen den Irak und den Aufbau des Polizeistaates unter Bush und Obama.</p>
<p>Während der SARS-CoV-2-Pandemie erkannte Hopkins auch hierzulande ein Aufkommen einer &ldquo;neuen Art von Totalitarismus&rdquo;, wie er es nennt, in den Notfallmaßnahmen der deutschen Regierung. Um darauf hinzuweisen, postete er im Sommer 2022 zwei Tweets, die sich kritisch mit dem Pandemie-Maßnahmen der Regierung auseinandersetzten und das Titelblatt seines Buches enthielten. Auf dem Titel seines Buches, eine Sammlung von Aufsätzen zum eben jenem Thema, ist eine medizinische Maske abgebildet, auf der ein Hakenkreuz sichtbar ist.</p>
<p>Daraufhin <a href="https://www.nzz.ch/feuilleton/cj-hopkins-corona-hakenkreuz-justiz-lauterbach-twitter-ld.1755323" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wurde Hopkins im vergangenen Jahr per Strafbefehl vom Amtsgericht Tiergarten zu € 3600 Bußgeld oder 60 Tagen Gefängnis verurteilt</a>, weil er, so das Gericht, gegen <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__86a.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">§ 86a StGB</a> (&ldquo;Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen&rdquo;) verstoßen hatte.</p>
<h2 id="wie-man-journalisten-motiviert" class="headerLink">
    <a href="#wie-man-journalisten-motiviert" class="header-mark"></a>Wie man Journalisten motiviert</h2><p>Da die deutsche Presse über diesen Fall, soweit mir bekannt ist, nicht berichtet hat, hatte ich davon nur am Rand erfahren, <a href="https://www.racket.news/p/madness-american-satirist-cj-hopkins" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als Matt Taibbi ein Interview mit Hopkins veröffentlichte</a>. Bis dato hatte ich noch nie von C.J. Hopkins gehört.</p>
<p>Als ich über die Jahre mit einer Autopanne in einem schwedischen Blizzard festsaß, las ich aus Langeweile auf Substack herum und dieser Fall kam mir aus irgendeinem Grund wieder unter. Ich verfasste <a href="https://substack.com/@foxtrotalfabravo/note/c-46207361" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine kurze Notiz</a> zu einem Post von Hopkins, in dem er den Taibbi-Artikel verlinkte, und schrieb meine Meinung zu der ganzen Sache: Dass ich  § 86 StGB als relativ sinnloses Gesetz ansehe, dass man sich aber nicht darüber wundern dürfe, wenn man in Deutschland deswegen angeklagt werde. Vor allem nicht, wenn man Hakenkreuze auf sein Buch-Cover druckt. Daraufhin beleidigte mich Hopkins als &ldquo;widerlichen Mensch&rdquo; und als &ldquo;Faschist&rdquo;. Ich versuchte, meinen Standpunkt noch einmal zu erklären und wurde als &ldquo;Parasit&rdquo; beleidigt. Ich blieb höflich, allerdings war meine Neugier nun geweckt. Was war das bloß für eine Person?</p>
<p>Hopkins hatte mich sarkastisch in einer seiner Nachrichten an mich zu seinem Prozess in Berlin am 23. Januar eingeladen. Also akkreditierte ich mich beim Amtsgericht Tiergarten und plante meine Reise nach Berlin. Als ich Hopkins schrieb, ich würde kommen, empfand er dies als Drohung. Ich sagte ihm, dass man sich nicht davor fürchten müsse, wenn die Presse zu einem öffentlichen Gerichtstermin erscheint und versprach, trotz seiner grundlosen Beleidigungen so objektiv wie möglich zu berichten. Immerhin bin ich Schlimmeres von Lesern gewöhnt. An die Foren-Grabenkämpfe in den Frühzeiten des Internets kommt das alles sowieso nicht heran.</p>
<h2 id="harte-vorwürfe-an-das-gericht" class="headerLink">
    <a href="#harte-vorw%c3%bcrfe-an-das-gericht" class="header-mark"></a>Harte Vorwürfe an das Gericht</h2><p>Der Prozess am Amtsgericht Tiergarten lockte knapp 50 Besucher an — so viele, dass er kurzfristig in einen größeren Saal verlegt werden musste. Die Leitmedien glänzten durch Abwesenheit. Allein ein paar unabhängige Journalisten und Vertreter der deutschen Ausgabe der <em>Epoch Times</em><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> waren anwesend.</p>
<p>Nach der Feststellung der Personalien des Angeklagten und dessen prompten Geständnisses, forderte der Staatsanwalt € 1800 Bußgeld. Er stellte sich auf den Standpunkt, man habe bei <a href="https://twitter.com/CJHopkins_Z23/status/1742197379275616430" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hopkins Tweets</a> nicht direkt erkennen können, dass dieser das Hakenkreuz in direkter Opposition zur Nazi-Herrschaft verwendet habe — deshalb sei der Straftatbestand der Verbreitung von Propagandamitteln nach <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__86.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">§ 86 StGB</a> erfüllt.</p>
<p>Hopkins Anwalt stritt dies eindeutig ab. Es läge kein Straftatbestand vor. Es sei eindeutig, dass Hopkins die Ideologie der NSDAP (deren Symbol er wissentlich benutzt habe, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen) und des Dritten Reiches ablehne. Das gehe schon daraus hervor, dass er das Hakenkreuz benutze, um vor einem &ldquo;neuen Totalitarismus&rdquo; zu warnen. Das würde nur Sinn ergeben, wenn man Totalitarismus und die Nazi-Herrschaft ablehne. Zudem sei seine Verwendung des Hakenkreuzes durch die Meinungsfreiheit und außerdem die Kunstfreiheit gedeckt.</p>
<p>In einem ziemlich langen und akribisch vorbereiteten Plädoyer in deutscher Sprache verteidigte sich anschließend Hopkins selbst gegen den Vorwurf, ihm sei in irgendeiner Art auch nur der Hauch einer Sympathie mit dem Nationalsozialismus vorzuwerfen. Beim Vortragen seiner Rede kamen ihm mehrmals die Tränen und seine Stimme versagte, vor allem, als er seine jüdische Frau erwähnte.</p>
<p>Hopkins sagte, es sei eindeutig, dass er jegliche Art des Totalitarismus, und natürlich auch die Nazi-Herrschaft, ablehne. Er warf dem Staatsanwalt vor, in diesem Verfahren nicht gegen Nazis und deren Sympathisanten vorgehen zu wollen. Es sei klar, so Hopkins, dass er nur hier vor Gericht säße, weil er die Pandemie-Maßnahmen der Regierung kritisiert und deren Lügen aufgedeckt habe. Das wolle er auch weiterhin tun. Wenn das Gericht ihn schon verurteile, so solle es doch auch &ldquo;die Dinge beim Namen nennen&rdquo;. Er werde hier als politischer Dissident verfolgt. Das Verfahren sei eine Farce. &ldquo;Das alles wäre ein schlechter Witz, wenn es nicht so traurig wäre&rdquo;, so Hopkins.</p>
<p>Hopkins warf dem Gericht vor, ein Gesetz, dass sinnvoll sei und dass er befürworte<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup>, zu missbrauchen, um ihn mundtot zu machen. &ldquo;So funktionieren demokratische Staaten nicht, so funktionieren totalitäre Systeme&rdquo;, warf er dem Gericht vor. Sein Plädoyer endete mit der Behauptung, die deutsche Gesellschaft stehe vor einem Scheideweg: Man könne den Weg einschreiten, den die Regierung zu Zeiten der Pandemie geebnet habe. Oder man könne sich von dieser neuen Art des Totalitarismus abwenden, dessen Symbol die Maske geworden sei und den die Deutschen, trotz ihrer Erfahrungen der Vergangenheit, so fügsam akzeptiert hätten.</p>
<h2 id="freispruch-in-berlin" class="headerLink">
    <a href="#freispruch-in-berlin" class="header-mark"></a>Freispruch in Berlin</h2><p>Trotz dieses Frontalangriffs auf den deutschen Rechtsstaat verkündete die Richterin im Anschluss an Hopkins Plädoyer einen Freispruch im Namen des Volkes. Was großen Jubel aus den Rängen nach sich zog und fast zur Folge hatte, dass die Öffentlichkeit aus dem Gerichtssaal entfernt wurde. Hopkins hatte offensichtlich Fans mitgebracht.</p>
<p>Da die Richterin bereits nach der Beweisaufnahme hatte durchblicken lassen, Hopkins freisprechen zu wollen<sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" class="footnote-ref" role="doc-noteref">3</a></sup>, kam das Urteil in diesem Moment für mich nicht gerade überraschend. Nachdem was Hopkins direkt davor über die deutsche Gerichtsbarkeit gesagt hatte, weckte es in mir allerdings einen stillen Respekt für die Berliner Richterin.</p>
<p>In ihrer Urteilsbegründung sagte sie, es sei eindeutig, dass Hopkins mit seinen Tweets in Ablehnung des Nationalsozialismus gestanden habe, weswegen keine Straftat im Sinne von § 86 StGB vorliege. Entgegen der Meinung des Staatsanwalts sah sie es nicht für gegeben an, dass es größerer kognitiver Prozesse beim Leser bedurft hätte, dies zu erkennen. Ob Hopkins Posts von der Meinungs- und Kunstfreiheit gedeckt seien, müsse deswegen gar nicht untersucht werden.</p>
<p>Dann wies sie Hopkins Vorwürfe gegen das Gericht und die deutsche Gesellschaft als haltlos zurück. Alleine der Freispruch zeige den Einfluss des Rechtsstaates. &ldquo;In einem totalitären System&rdquo;, wie Hopkins es in Deutschland sehe, &ldquo;wären Sie nicht freigesprochen worden&rdquo;, so die Richterin. Hopkins Ansicht, in Deutschland etabliere sich &ldquo;ein neuer Totalitarismus&rdquo; sei vielleicht einfach nur eine persönliche Sichtweise. Hopkins selbst argumentiere totalitär, wenn er diese Sichtweise als allgemeingültig propagiere. &ldquo;Vielleicht haben viele Menschen die Masken nicht aus blindem Gehorsam getragen, sondern aus Rücksicht&rdquo;, gab sie zu bedenken.</p>
<p>Sie beendete ihre Urteilsverkündung mit dem Fazit: &ldquo;Ich halte Ihre Ausführungen vor diesem Gericht für idiologisches Geschwurbel, aber das ist ja nicht verboten. Deshalb sind Sie freizusprechen.&rdquo; Daraufhin explodierte lauter Protest auf den Besucherrängen und die Richterin musste, erneut verärgert, wieder Ordnung im Gerichtssaal einfordern, bevor der Prozess ordnungsgemäß beendet werden konnte.</p>
<h2 id="ein-sieg-für-die-meinungsfreiheit" class="headerLink">
    <a href="#ein-sieg-f%c3%bcr-die-meinungsfreiheit" class="header-mark"></a>Ein Sieg für die Meinungsfreiheit</h2><p>Ich persönlich halte § 86 StGB seit meinem Politikstudium für ein verfehltes Gesetz. Man kann Ideen nicht dadurch bekämpfen, dass man ihre Symbole verbietet. Das ist genauso verfehlt wie das idiotische Konzept des &ldquo;Kriegs gegen den Terror&rdquo;. Knapp 75 Jahre Bundesrepublik haben eindeutig gezeigt, dass Neo-Nazis nicht verschwinden, wenn man ihnen ihre Fahne oder den Hitlergruß verbietet. Und auch ihren Ideologien tut das keinen Abbruch. Alles was dieses Gesetz erreicht ist, eine künstliche Mystik um diese Symbole herum aufzuziehen, die vor allem junge Leute fasziniert und anzieht. Das funktioniert etwa so, wie wenn Firmen ihre Produkte künstlich verknappen, um Begehrlichkeiten und Hype bei den Kunden auszulösen — eine durchaus wirksame Marketing-Taktik.</p>
<p>Meiner Meinung nach sollte man Neo-Nazis wegen konkreter Taten — und meinetwegen auch Aussagen — belangen, die den Rechtsstaat und die Demokratie gefährden, und nicht wegen ihrer Symbole. Denn Gesetze wie § 86 StGB führen eher dazu, dass Menschen, die sich höchstens (wie Hopkins) des schlechten Geschmacks schuldig gemacht haben, belangt werden, als echte Feinde der Demokratie.</p>
<p>Ob einem die Gesetze nun aber gefallen, oder nicht, als verantwortungsvoller Bürger eines demokratischen Rechtsstaates muss man sie akzeptieren. Geändert werden Gesetze an der Wahlurne und nicht dadurch, dass man sie gezielt missachtet. In diesem Kontext bin ich froh, dass Hopkins freigesprochen wurde. Das ist ein klarer Sieg für die Meinungsfreiheit, auch wenn er von einem griesgrämigen, unfreundlichen Menschen errungen wurde. Obwohl ich <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-49/" rel="">in den Jahren 2020</a> und <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-78/" rel="">auch 2021</a> durchaus ähnliche Parallelen wie Hopkins gezogen hatte, denke ich, dass man diese Missstände besser ansprechen kann, und mehr Menschen erreicht, wenn man subtiler, nüchterner und weniger krass argumentiert.</p>
<p>Zumal ich immer noch der Meinung bin, dass dieser Prozess nicht sehr überraschend daherkam. Wenn man sich das Gesetz durchliest und dann Hopkins Tweets anguckt, kann man auch als juristischer Laie recht schnell sehen, warum die Polizei ermittelt hat und wie ein Staatsanwalt der Meinung sein kann, eventuell eine Verurteilung erwirken zu können. Das hat nichts mit einer Verschwörung des Staates gegen Hopkins zu tun, sondern allein mit den durch Hopkins gewählten rhetorischen Mitteln.</p>
<p>Trotzdem bin ich, wie gesagt, froh über das Urteil. Meiner Meinung nach ist es gerecht. Allerdings ist es noch nicht rechtskräftig und die Staatsanwaltschaft könnte noch Berufung einlegen.</span></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Die <em>Epoch Times</em> wird gerne als rechte, oder gar rechtsextreme, Zeitung beschrieben. Ich selber habe dort bisher nichts gelesen, was ich als besonders rechts bezeichnen würde. Konservativ, ja. Aber nicht rechtsextrem. Zumal mir gefällt, dass das aus der Falun-Gong-Religion hervorgegangene Verlagshaus — aus offensichtlichen Gründen — nicht vor der kommunistischen Diktatur in China kuscht, wie es viele Leitmedien tun.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>&ldquo;Ich mag dieses Gesetz. Ich will nicht, dass Nazis mit Hakenkreuzflaggen durch die Straßen von Berlin laufen. Ich bin Meinungsfreiheits-Absolutist, aber für Deutschland mache ich auf Grund seiner besonderen Geschichte eine Ausnahme.&rdquo; (C.J. Hopkins)&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:3">
<p>Nach der Beweisaufnahme hatte die Richterin den Staatsanwalt gefragt, ob dieser auf eine Verlesung der Vorstrafen Hopkins aus dem Bundeszentralregister bestehe. Der Staatsanwalt bestand auf der öffentlichen Verlesung (keine Vorstrafen in Deutschland), da dies zur Bemessung des Strafmaßes in Betracht gezogen wird und er Hopkins als schuldig ansah. Die Frage der Richterin deutete darauf hin, dass sie nicht der Meinung war, ein Strafmaß bestimmen zu müssen — mit anderen Worten: sie wollte Hopkins freisprechen.&#160;<a href="#fnref:3" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vertigo (Berlin Hbf)</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00010/</link>
    <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 10:04:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00010/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/berlin-hbf-vertigo.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Nie Langweilig (Berlin Hbf)</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00009/</link>
    <pubDate>Thu, 25 Jan 2024 09:52:30 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/fotos-00009/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/photos/2024/berlin-hbf-never-boring.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Hackerparagraf muss endlich weg!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00075/</link>
    <pubDate>Fri, 19 Jan 2024 14:11:39 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00075/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>heise online</em> hat gerade einen zweiten Kommentar von mir zur Causa Modern Solution veröffentlicht:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zu-Modern-Solution-Der-Hackerparagraf-muss-endlich-weg-9602664.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Kommentar zu Modern Solution: Der Hackerparagraf muss endlich weg!</strong></a></p>
<blockquote>
  <p>Das Modern-Solution-Verfahren ist nur eins in einer langen Reihe von Fehltritten der deutschen Justiz, wenn es um Digitalpolitik geht.</p>
</blockquote><p>Mein erster Kommentar bei <em>heise online</em> zu dem Thema <a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zu-Modern-Solution-Der-Staat-darf-kein-Handlanger-von-Stuempern-sein-6224293.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist vom Oktober 2021</a>.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das Modern-Solution-Verfahren geht weiter: Der Angeklagte legt Berufung ein</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/modern-solution-berufung/</link>
    <pubDate>Fri, 19 Jan 2024 12:58:40 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/modern-solution-berufung/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/ag-juelich.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Der Prozess um den Programmierer, der diese Woche in Jülich zu einer Geldstrafe verurteilt worden war, <a href="https://www.heise.de/news/Warum-ein-Sicherheitsforscher-im-Fall-Modern-Solution-verurteilt-wurde-9601392.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weil er eine gravierende Sicherheitslücke in der Software der Gladbecker Firma Modern Solution gemeldet hatte</a>, geht weiter. Nach dem das Amtsgericht Jülich ihn für schuldig befunden und ihm eine Geldstrafe von € 3000 plus die Kosten des Verfahrens aufgebrummt hatte, hat er nun Berufung gegen die Entscheidung eingelegt. Das teilte die Verteidigung mir heute mit.</p>
<p>Da es sich bei dem Verfahren in Jülich um Strafbefehlsverfahren gehandelt hatte, gab es bei der Hauptverhandlung am Mittwoch nur eine verkürzte Beweisaufnahme und Zeugen wurden ebenfalls nicht geladen. Die Software der Firma Modern Solution – die Dreh- und Angelpunkt des Verfahrens war, weil dem Programmierer vorgeworfen wurde, unberechtigterweise ein Passwort ausgelesen zu haben – wurde dabei gar nicht betrachtet. Strafbefehlsverfahren sind im Strafrecht dafür vorgesehen, bei Vergehen minderer Kriminalität angewandt werden zu können und sollen den Aufwand für alle Beteiligten möglichst klein halten.</p>
<p>Der Verteidiger hatte schon beim Prozess in Jülich erklärt, sein Mandant sei zweifelsohne unschuldig. Nach Ansicht der Verteidigung hat der Programmierer nur, im Sinne des Auftrags seines Kunden, seinen Job gemacht, als er die Software der Firma Modern Solution untersuchte. Da das Passwort einfach im Klartext in einer Datei vorlag, die der Kunde von Modern Solution bekommen hatte, handele es sich beim Vorwurf der Staatsanwaltschaft nicht um eine Straftat. Man verteidige hier auch die Berufsehre von IT-Dienstleistern, so der Tenor des Verteidigerplädoyers. Mit dem Einspruch des Angeklagten muss sich nun ein Landgericht mit dem Fall beschäftigen.</p>
<p>Das Amtsgericht Jülich war zuerst, genau wie die Verteidigung, der Ansicht gewesen, es habe keine ausreichende Straftat vorgelegen, um den Fall zu verhandeln. Nach Einspruch der Staatsanwaltschaft Köln hatte dann aber das Landgericht Aachen entschieden, <a href="https://www.heise.de/news/Modern-Solution-Jetzt-doch-Hackerparagraf-Verfahren-gegen-Sicherheitsforscher-9246117.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass alleine die Absicherung der Daten durch ein Passwort genüge, um dessen Umgehung in diesem Fall zu einer Straftat zu machen</a>. Wann, und an welchem Gericht, der Fall neu verhandelt wird, steht bisher nicht fest.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Gericht sieht Nutzung von Klartext-Passwörtern als Hacken an</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00074/</link>
    <pubDate>Thu, 18 Jan 2024 16:02:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/link-00074/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Eine aktuelle Meldung von mir bei <em>heise online</em> zum Thema <strong>Modern Solution</strong>:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/news/Warum-ein-Sicherheitsforscher-im-Fall-Modern-Solution-verurteilt-wurde-9601392.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Gericht sieht Nutzung von Klartext-Passwörtern als Hacken an</strong></a></p>
<blockquote>
  <p>Der Programmierer, der eine gravierende Lücke in der Software der Firma Modern Solution aufgedeckt hat, fällt unter den Hackerparagrafen, meint das Gericht.</p>
</blockquote><p>Dazu hatte ich auch in der Vergangenheit mehrmals was geschrieben. Unter anderem am <a href="/de/blog/2021/link-00049/" rel="">20. Oktober 2021</a>, <a href="/de/blog/2021/link-00051/" rel="">5. November 2021</a> und <a href="/de/blog/2023/link-00070/" rel="">16. Juni 2023</a>.</p>
<p><strong>Anmerkung:</strong> Die Meldung ist übrigens auch <a href="https://blog.fefe.de/?ts=9b57d6ab" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Fefe gelandet</a>.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Golden</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00055/</link>
    <pubDate>Fri, 12 Jan 2024 20:11:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00055/</guid>
    <description><![CDATA[<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/art/pixels/golden.png" title="Golden" data-thumbnail="/img/art/pixels/golden.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Pixelart in der PICO-8-Farbpalette für <a href="https://twitter.com/Pixel_Dailies/status/1745794613799985342" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#PixelDailies</a></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ampel am Galgen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00054/</link>
    <pubDate>Wed, 10 Jan 2024 22:49:15 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/notiz-00054/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Aus dem Newsletter der <a href="https://www.oz-online.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Ostfriesen-Zeitung</em></a>:</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/ampel-am-galgen.png" title="/img/2024/ampel-am-galgen.png" data-thumbnail="/img/2024/ampel-am-galgen.png">
        
    </a></figure></p>
<p>&ldquo;Jetzt ermittelt die Polizei&rdquo; — ich fand solche Meldungen schon immer etwas fragwürdig. Gerade Journalisten sollten wissen, dass die Tatsache, dass die Polizei ermittelt, ganz und gar nicht aussagt, dass eine Straftat vorgelegen hat. So funktioniert unser Rechtssystem halt nicht. Das wäre so, als ob ein Journalist schon vor der Recherche davon ausgeht, das Ergebnis der Recherche zu kennen. Oh wait. Das machen viele meiner Kollegen ja heutzutage genau so… </p>
<p>Also, die erste Frage, die sich bei mir Sekundenbruchteile nach dem Lesen dieses Teaser ergibt, ist: Wieso sollte eine Galgen-Atrappe, an der eine Ampel-Atrappe hängt, strafrechtlich relevant sein? Gegen welches Gesetz soll das verstoßen? Die Straßenverkehrsordnung? Sind Lichtzeichenwechselanlagen jetzt eine juristische Person? Ist es neuerdings verboten, Gegenstände zu beleidigen? Haben Ampeln Rechte? Können Ampeln sterben?</p>
<p>Das Ganze wirft so viele Rätsel auf. Einige davon sind recht metaphysischer Natur…</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/2024/oppenheimer.gif" title="Oppenheimer GIF" data-thumbnail="/img/2024/oppenheimer.gif">
        
    </a></figure></p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auch mal das Gute sehen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2024/digital-total-032/</link>
    <pubDate>Sat, 06 Jan 2024 14:35:02 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2024/digital-total-032/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2024/nasa-earth-epic.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>10. August 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Das Internet ist ohne Frage eine der wichtigsten Erfindungen in der Geschichte der Menschheit, aber es hat heutzutage keinen guten Ruf. Wenn man dieser Tage Zeitungsberichte durchblättert, könnte man den Eindruck bekommen, das Internet wäre der Auslöser für einen großen Teil der Probleme unserer Zeit. Wahlmanipulation, Hacker-Angriffe auf kritische Infrastruktur, Hass in sozialen Netzwerken und wirre Geister, die irre Ideen in mehr oder weniger versteckten Messenger-Gruppen verbreiten, sind in der Berichterstattung allgegenwärtig.</p>
<p>Da ich mich als Journalist beruflich auch jeden Tag mit diesen Themen auseinandersetze, habe ich immer öfter das Bedürfnis, auch einmal die positiven Aspekte der Digitalisierung hervorzuheben. Erst kürzlich wurde mir zum Beispiel wieder direkt vor Augen geführt, wie großartig das Internet doch unser Leben verändert hat. So besuchten mich nämlich zwei Freunde das erste Mal, die ich vor ein oder zwei Jahren im Internet kennengelernt hatte. Ich hatte sie noch nie zuvor getroffen, aber von der ersten Minute war es für alle Beteiligten so, als träfe man sich schon seit Jahren regelmäßig.</p>
<p>Es gibt Menschen in Kopenhagen in Dänemark, in Liverpool in England, in Fort Worth in Texas (USA) und in Melbourne in Australien, die ich als gute Freunde bezeichnen würde. Alle diese Menschen habe ich im Internet kennengelernt und wir kommunizieren auf diese Art regelmäßig miteinander. Das Internet hat in vielen Bereichen die Grenzen der realen Welt fast komplett verschwinden lassen. Freundschaften, Spiele-Abende und Interessengruppen sind grenzenlos geworden. Und so hat das globale Computernetzwerk mehr für die Völkerverständigung getan als die gesamte UNESCO oder jeder Botschafter eines beliebigen Landes. Bei allen negativen Schlagzeilen sollten wir uns auch das immer wieder vergegenwärtigen. Und wir sollten dafür dankbar sein.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das neue Outlook von Microsoft ist keine gute Idee</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/das-neue-outlook/</link>
    <pubDate>Thu, 16 Nov 2023 14:44:34 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/das-neue-outlook/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Microsoft, und wahrscheinlich auch die US-Regierung, können eure Mails lesen. Selbst wenn sie in Konten gespeichert sind, bei denen ein Zugriff durch Microsoft euch in rechtliche Probleme bringen könnte.</em></p>
<hr>
<p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://www.microsoft.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsoft</a>, abgewandelt</p>
<hr>
<p>Vor kurzem habe ich <a href="https://mailbox.org/de/post/warnung-neues-outlook-sendet-passwoerter-mails-und-andere-daten-an-microsoft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Hinweis</a> von meinem E-Mail-Anbieter<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> erhalten. Es stellt sich raus, dass meine Kollegen bei <em>heise online</em> <a href="https://www.heise.de/news/Microsoft-krallt-sich-Zugangsdaten-Achtung-vorm-neuen-Outlook-9357691.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwas ziemlich Beunruhigendes</a> über Microsofts neue Version des Outlook-E-Mail-Clients herausgefunden haben, mit dem die Firma das bestehende Mail-Programm für Privatanwender in Windows ablösen will.</p>
<blockquote>
  <p>Richtet man in der Software einen neuen Account ein, bietet Microsoft eine vermeintliche Sicherheitsfunktion an: So heißt es, dass Nicht-Microsoft-Konten mit der Microsoft-Cloud synchronisiert werden und damit Kopien der &ldquo;E-Mails, Kalender und Kontakte zwischen Ihrem E-Mail-Anbieter und Microsoft-Rechenzentren synchronisiert“ werden. Angesichts der drastischen Auswirkungen einer hier erfolgten Zustimmung, sind die Warn- und Erklärhinweise seitens Microsoft wohl zu unscheinbar. Die wenigstens Nutzer werden realisieren, dass sie Microsoft umfassenden Zugriff auf Passwörter und Mailbestand &amp; mehr geben.</p>
</blockquote><p>Mit anderen Worten: Microsoft kann alle deine E-Mails lesen. Selbst wenn diese Mails lokal und auf Servern gespeichert sind, die nichts mit Microsoft zu tun haben. Wenn du zum Beispiel deine Arbeits-Mails zu Hause abrufst, kann Microsoft auch darauf zugreifen. Dies ist bei der aktuellen Mail-Anwendung in Windows nicht der Fall. Microsoft nutzt hier <a href="https://support.microsoft.com/en-us/office/outlook-for-windows-the-future-of-mail-calendar-and-people-on-windows-11-715fc27c-e0f4-4652-9174-47faa751b199" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die bevorstehende Umstellung auf &ldquo;das neue Outlook&rdquo;</a>,  um an Daten heranzukommen, auf die sie vorher nie Zugriff gehabt hätten.</p>
<p>Und es gibt gute Gründe, warum sie keinen Zugriff hatten. Wenn du Microsoft beispielsweise Zugang zu deinen beruflichen E-Mails gibst, könnte dies gegen alle möglichen Verträge verstoßen, ganz zu schweigen von Datenschutzgesetzen wie der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz-Grundverordnung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DSGVO</a>. Über Dinge wie Industriegeheimnisse, NDAs oder Patientdaten möchte ich gar nicht erst nachdenken. Immer dran denken: Alle Daten in den Händen von Microsoft <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/CLOUD_Act" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sind potenziell auch Daten in den Händen der US-Regierung</a>. Ich denke, heutzutage kann man davon ausgehen, dass, sobald diese Daten auf den Servern von Microsoft liegen, alle möglichen Personen in der US-Regierung (und Organisationen, denen sie diese Daten zur Verfügung stellen will) darauf zugreifen können.<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup></p>
<p>Der deutsche Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Ulrich Kelber, <a href="https://social.bund.de/@bfdi/111381793883035665" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scheint ähnlicher Meinung zu sein</a>.</p>
<blockquote>
  <p>Die Meldungen über ein vermutetes Datensammeln von MS über Outlook sind alarmierend. Wir werden am Dienstag beim Treffen der europäischen Datenschutzaufsichtsbehörden die rechtlich dafür federführenden irischen Datenschutzbeauftragten um einen Bericht bitten.</p>
</blockquote><p>Auch vor diesem Skandal hätte ich nie jemandem empfohlen, Outlook zu benutzen. Outlook ist ein schrecklicher E-Mail-Client, der einen zu allen möglichen schlechten Praktiken verleitet.<sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" class="footnote-ref" role="doc-noteref">3</a></sup> Nach diesen neuen Erkentnissen muss ich dann aber definitiv jedem kategorisch davon abraten, dieses Programm zu nutzen. Selbst wenn man nur mit Microsoft-Mail-Konten arbeitet, bedeutet schlicht die Tatsache, dass Microsoft überhaupt <strong>versucht</strong> hat, auf so eine hinterlistige Art an diese Daten zu kommen, dass niemand denen jemals wieder E-Mail-Daten anvertrauen sollte.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p><strong>Full Disclosure:</strong> <a href="Mailbox.org" rel="">Mailbox.org</a> stellt mir seit Beginn meiner freiberuflichen Tätigkeit ein kostenloses E-Mail-Konto zur Verfügung. Unabhängig von dieser Großzügigkeit halte ich die Firma für einen sehr guten Mail-Anbieter. Da sie nie auch nur eine einzige Gegenleistung für diese Hilfestellung verlangt haben, kann ich auch darüber hinaus momentan auch nichts Negatives über die Firma anbringen.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Lasst euch beim Lesen des CLOUD Acts nicht von der vermeintlich hohen Schwelle eines richterlichen Beschlusses täuschen. <a href="https://www.racket.news/p/twitter-files-the-twitter-the-fbi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie wir aus den Twitter Files wissen</a>,  neigen US-Technologieunternehmen dazu, alle Arten von Informationen freiwillig herauszugeben, wenn sie von der US-Regierung darum gebeten werden — oder von <a href="https://www.racket.news/p/report-on-the-censorship-industrial-74b" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem von deren vielen Partnern</a>.  In vielen Fällen scheint es heutzutage auch nicht mehr notwendig zu sein, mit einem richterlichen Beschluss aufzutauchen.&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:3">
<p>Bei weitem Schlimmste ist, dass den Nutzern suggeriert wird, dass E-Mails zurückgerufen werden können, sollte man es plötzlich bereuen, sie verschickt zu haben. So was ist nicht Teil der Spezifikationen des E-Mail-Protokolls, und die Tatsache, dass Microsoft das für eine gute Idee hielt, wundert mich seit Jahrzehnten. Vor allem,weil  es nur funktioniert, wenn der Empfänger auch Outlook verwendet. Jeder, der eine ein vernünftiges Mail-Setup hat, wird die E-Mail in der Sekunde erhalten, in der sie verschickt wurde. Und ein Rückruf wird den Empfänger lediglich mit der Nase drauf stoßen, dass diese Mail irgendwem peinlich war. Diese Funktion vermittelt den Leuten ein falsches Gefühl der Sicherheit. Das ist typisch für Microsoft: Man bietet den Leuten eine schnelle technische Lösung, die nicht wirklich funktioniert, anstatt sie über das eigentliche Problem aufzuklären. Nämlich, dass man eine E-Mail noch einmal lesen und vor allem überdenken sollte, bevor man blindlings auf den Sendeknopf drückt.&#160;<a href="#fnref:3" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Hamsterrad der Technik-Käufe</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-031/</link>
    <pubDate>Wed, 08 Nov 2023 16:08:33 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-031/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/kixhgkpswe0.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>3. August 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Apple ist die erfolgreichste Firma der Welt. Der Konzern hat es dahin geschafft, wo er heute ist, weil es ihm gelungen ist, uns einzureden, wir bräuchten alle ein bis zwei Jahre ein neues Smartphone. Eigentlich ist das natürlich grober Unfug, denn wirkliche Innovation findet auf dem Smartphone-Markt schon lange nicht mehr statt. Neue iPhone-Modelle setzen sich durch eine etwas andere Form und ein kleines Bisschen mehr Leistung von ihrem Vorgänger ab. Die Leistung braucht aber niemand, da die meisten Leute knapp neunzig Prozent ihrer Zeit mit Messengern, dem E-Mail-Programm und dem Browser verbringen. Manchmal ändert Apple noch die Stecker des Gerätes oder fügt eine weitere Kamera hinzu, wenn die &ldquo;Neuerungen&rdquo; besonders radikal sein sollen.</p>
<p>Trotzdem kaufen viele von uns alle ein oder zwei Jahre ein neues Smartphone. Warum? Sind wir doch mal ehrlich: Das Smartphone ist das Statussymbol unserer Epoche. Was früher der dicke Wagen in der Einfahrt war, ist jetzt das glänzende Gadget in der Hand. Der dicke Wagen ist jetzt verpönt, weil er das Klima belastet, mit überflüssigen Technik-Käufen hingegen kann man immer noch auf der Cocktail-Party angeben. Absurd, angesichts der katastrophalen Umweltbilanz von der Fertigung bis zur Verschrottung von Elektronik. Besonders, wenn diese elektronischen Geräte ständig erneuert werden, obwohl es außer Ego und Kauflust keine guten Gründe dafür gibt.</p>
<p>Apple meldete letzte Woche, dass der globale Chip-Mangel nun auch die Produktion seiner Produkte erreicht habe und mit Lieferengpässen zu rechnen sei. Vielleicht sollten wir diese Gelegenheit mal dazu nutzen, darüber nachzudenken, warum wir immer das neuste Spielzeug haben wollen. Wie wäre es stattdessen, das Smartphone zu ersetzen, wenn es kaputt geht? Ich versuche, mit gutem Beispiel voran zu gehen. Mein iPhone wird im November vier und ich werde versuchen, es so lange es geht am Leben zu halten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zahnbürstenköpfe in den Ohren</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-030/</link>
    <pubDate>Mon, 06 Nov 2023 22:25:57 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-030/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2023/apple-airpods.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>27. Juli 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Als Apple seine kabellosen Kopfhörer vor fünf Jahren zum ersten Mal vorgestellt hat, haben viele Beobachter über die AirPods gelacht. Ein bisschen zu Recht, denn es sah wirklich erst mal danach aus, als ob sich die Apple-Fans morgens statt Kopfhörer die Bürstenköpfe ihrer elektrischen Zahnbürste in die Ohren gesteckt hätten. Es kam wie es kommen musste und dieser peinliche Look entwickelte sich später tatsächlich zu einem begehrten Mode-Accessoire. Mittlerweile ist es so weit, dass sich Musiker mit den weißen Knöpfen im Ohr auf Alben-Covern ablichten lassen. Das soll wohl Kreativität symbolisieren.</p>
<p>Ich habe allerdings festgestellt, dass die Popularität von Apples kabellosen Kopfhörern neben dem modischen Aspekt noch einen anderen, ganz lustigen, Nebeneffekt hat. Viele Menschen telefonieren dank der AirPods zum ersten mal mit Noise-Cancelling-Kopfhörern &ndash; diese Geräte unterdrücken Umgebungsgeräusche, um das am anderen Ende der Leitung Gesagte besser hörbar zu machen. Noise-Cancelling-Kopfhörer haben einen ähnlichen Effekt, wie die gut isolierten Ohrmuscheln an Kopfhörern, wie sie professionelle Ton-Techniker verwenden: Sie sorgen dafür, dass die Umgebung sehr leise wahrgenommen wird. Was wiederum dazu führt, dass deren Nutzer ziemlich laut reden. Ein psychologischer Effekt lässt uns unterbewusst lauter werden, da unser Hirn denkt, dass auch unser Gesprochenes von der anscheinend Lautstärke-resistenten Umgebung geschluckt wird.</p>
<p>So weiß ich jetzt, dank Home Office und AirPod-Besitzer auf dem Nachbarbalkon, was in der Personalabteilung einer großen deutschen Unternehmensberatung so alles schiefläuft. Und erst neulich hat sich eine junge Frau vor meinem Büro von ihrem Verlobten getrennt. Wegen ihrer AirPods so lautstark, dass es mühelos durch die Dreifachverglasung schallte, als stände sie neben mir. Was da gesagt wurde, behalte ich lieber für mich. Das nächste Mal, wenn Sie jemanden mit den weißen Dingern im Ohr telefonieren sehen, bleiben Sie doch mal in der Nähe.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein offener Diskurs ist der Grundpfeiler einer freien Gesellschaft</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/westminster-erklaerung/</link>
    <pubDate>Wed, 01 Nov 2023 10:08:03 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/westminster-erklaerung/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Zensur gefährdet die Demokratie und darüber hinaus unsere Fähigkeit, in der digitalen Welt zu denken. So droht uns ein weiteres Massensterben des menschlichen Wissens.</em></p>
<hr>
<p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://unsplash.com/photos/big-ben-london-HNfZAnl3RM4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deniz Fuchidzhiev</a></p>
<hr>
<p>Wäre ich im Sommer 2023 in London gewesen und hätte man mich dazu eingeladen, hätte ich das folgende Dokument unterzeichnet. Aber auch ohne meine Unterschrift darunter, stimme ich ihm von ganzem Herzen zu.</p>
<h1 id="die-westminster-erklärung" class="headerLink">
    <a href="#die-westminster-erkl%c3%a4rung" class="header-mark"></a>Die Westminster-Erklärung</h1><p><em>Von der <a href="https://westminsterdeclaration.org/deutsch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Originalquelle</a> übernommen. Übersetzung aus <a href="https://westminsterdeclaration.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dem Englischen</a>: Micha Narberhaus, The Protopia Lab</em></p>
<p>Wir schreiben als Journalisten, Künstler, Autoren, Aktivisten, Technologen und Wissenschaftler, um vor der zunehmenden internationalen Zensur zu warnen, die jahrhundertealte demokratische Normen zu untergraben droht.</p>
<p>Wir kommen von links, rechts und aus der Mitte und sind uns einig in unserem Bekenntnis zu den universellen Menschenrechten und zum Recht auf freie Meinungsäußerung, und wir sind alle zutiefst besorgt über die Versuche, geschützte Meinungsäußerungen als &ldquo;Fehlinformation&rdquo;, &ldquo;Desinformation&rdquo; und mit anderen schlecht definierten Begriffen zu bezeichnen.</p>
<p>Dieser Missbrauch dieser Begriffe hat zur Zensur von Bürgern, Journalisten und Dissidenten in Ländern auf der ganzen Welt geführt.</p>
<p>Ein solcher Eingriff in das Recht auf freie Meinungsäußerung unterdrückt eine ernsthafte Diskussion über Angelegenheiten von dringendem öffentlichem Interesse und untergräbt die Grundprinzipien der repräsentativen Demokratie.</p>
<p>Weltweit arbeiten staatliche Akteure, Social-Media-Unternehmen, Universitäten und Nichtregierungsorganisationen verstärkt daran, die Bürger zu überwachen und ihnen ihre Stimme zu nehmen. Diese groß angelegten und koordinierten Bemühungen werden manchmal als &ldquo;industrieller Zensurkomplex&rdquo; bezeichnet.</p>
<p>Dieser Komplex wird oft durch direkte Regierungsmaßnahmen betrieben. In Indien<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> und der Türkei<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup> haben die Behörden die Befugnisse erlangt, politische Inhalte aus den sozialen Medien zu entfernen. Der Gesetzgeber in Deutschland<sup id="fnref:3"><a href="#fn:3" class="footnote-ref" role="doc-noteref">3</a></sup> und der Oberste Gerichtshof in Brasilien<sup id="fnref:4"><a href="#fn:4" class="footnote-ref" role="doc-noteref">4</a></sup> kriminalisieren politische Äußerungen. In anderen Ländern drohen Maßnahmen wie das irische &ldquo;Hate Speech&rdquo;-Gesetz<sup id="fnref:5"><a href="#fn:5" class="footnote-ref" role="doc-noteref">5</a></sup> , das schottische &ldquo;Hate Crime&rdquo;-Gesetz<sup id="fnref:6"><a href="#fn:6" class="footnote-ref" role="doc-noteref">6</a></sup> , das britische &ldquo;Online Safety&rdquo;-Gesetz<sup id="fnref:7"><a href="#fn:7" class="footnote-ref" role="doc-noteref">7</a></sup> und das australische &ldquo;Misinformation&rdquo;-Gesetz<sup id="fnref:8"><a href="#fn:8" class="footnote-ref" role="doc-noteref">8</a></sup> die Meinungsfreiheit stark einzuschränken und eine abschreckende Wirkung zu entfalten.</p>
<p>Der industrielle Zensurkomplex arbeitet jedoch mit subtileren Methoden. Dazu gehören die Filterung der Sichtbarkeit, die Kennzeichnung und die Manipulation von Suchmaschinenergebnissen. Durch Deplatforming und Tagging haben die Zensoren der sozialen Medien bereits legitime Meinungen zu Themen von nationaler und geopolitischer Bedeutung zum Schweigen gebracht. Sie taten dies mit voller Unterstützung der &ldquo;Desinformationsexperten&rdquo; und &ldquo;Faktenprüfer&rdquo; in den Mainstream-Medien, die die journalistischen Werte der Debatte und intellektuellen Auseinandersetzung aufgegeben haben.</p>
<p>Wie die Twitter-Affäre (Twitter Files) gezeigt hat, üben Technologieunternehmen in Absprache mit Regierungsstellen und Nichtregierungsorganisationen häufig eine zensorische &ldquo;Inhaltsmoderation&rdquo; aus. Bald wird die EU-Gesetzgebung zu digitalen Diensten diese Beziehung formalisieren, indem Plattformdaten an &ldquo;überprüfte Forscher&rdquo; aus dem NGO- und Wissenschaftsbereich weitergegeben werden.</p>
<p>Einige Politiker und Nichtregierungsorganisationen<sup id="fnref:9"><a href="#fn:9" class="footnote-ref" role="doc-noteref">9</a></sup> zielen sogar auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Messaging-Apps wie WhatsApp, Signal und Telegram ab.<sup id="fnref:10"><a href="#fn:10" class="footnote-ref" role="doc-noteref">10</a></sup> Wenn die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufgehoben wird, haben wir keine Möglichkeit mehr, vertrauliche Gespräche in der digitalen Sphäre zu führen.</p>
<p>Obwohl ausländische Desinformation zwischen Staaten ein echtes Problem ist, werden Behörden, die diese Bedrohungen bekämpfen sollen, wie die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency in den Vereinigten Staaten, zunehmend gegen die Öffentlichkeit gerichtet. Unter dem Deckmantel der Schadensvermeidung und des Wahrheitsschutzes wird die Meinungsäußerung als erlaubte Handlung und nicht als unveräußerliches Recht behandelt.</p>
<p>Wir erkennen an, dass Worte manchmal Anstoß erregen können, aber wir lehnen die Vorstellung ab, dass verletzte Gefühle und Unbehagen, selbst wenn sie akut sind, einen Grund für Zensur darstellen. Ein offener Diskurs ist der Grundpfeiler einer freien Gesellschaft und unerlässlich, um Regierungen zur Rechenschaft zu ziehen, schwache Gruppen zu stärken und die Gefahr von Tyrannei zu verringern.</p>
<p>Der Schutz des Rechts auf freie Meinungsäußerung gilt nicht nur für Ansichten, denen wir zustimmen, sondern wir müssen auch die Ansichten schützen, die wir entschieden ablehnen. Nur in der Öffentlichkeit können diese Meinungen gehört und angemessen angefochten werden.</p>
<p>Darüber hinaus haben sich unpopuläre Meinungen und Ideen immer wieder als Allgemeinwissen durchgesetzt. Wenn wir bestimmte politische oder wissenschaftliche Positionen als &ldquo;Fehlinformation&rdquo; oder &ldquo;Desinformation&rdquo; abtun, laufen unsere Gesellschaften Gefahr, in falschen Paradigmen stecken zu bleiben, die der Menschheit hart erarbeitetes Wissen vorenthalten und die Möglichkeit, neue Erkenntnisse zu gewinnen, zunichte machen. Die Freiheit der Meinungsäußerung ist unsere beste Verteidigung gegen Desinformation.</p>
<p>Der Angriff auf die Redefreiheit ist nicht nur eine Frage verzerrter Regeln und Vorschriften - es ist eine Krise der Menschheit selbst. Jede Kampagne für Gleichheit und Gerechtigkeit in der Geschichte hat sich auf ein offenes Forum für abweichende Meinungen gestützt. In zahllosen Beispielen, darunter die Abschaffung der Sklaverei und die Bürgerrechtsbewegung, hing der gesellschaftliche Fortschritt von der Meinungsfreiheit ab.</p>
<p>Wir wollen nicht, dass unsere Kinder in einer Welt aufwachsen, in der sie Angst haben müssen, ihre Meinung zu sagen. Wir wollen, dass sie in einer Welt aufwachsen, in der ihre Ideen offen geäußert, erforscht und diskutiert werden können - eine Welt, die den Gründern unserer Demokratien vorschwebte, als sie das Recht auf freie Meinungsäußerung in unseren Gesetzen und Verfassungen verankerten.</p>
<p>Der erste Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Recht auf Meinungs-, Presse- und Gewissensfreiheit gesetzlich verankert werden kann. Man muss nicht in allen Fragen mit den USA übereinstimmen, um anzuerkennen, dass dies eine wichtige &ldquo;erste Freiheit&rdquo; ist, aus der sich alle anderen Freiheiten ableiten. Nur durch die Meinungsfreiheit können wir Verletzungen unserer Rechte anprangern und für neue Freiheiten kämpfen.</p>
<p>Es gibt auch einen klaren und soliden internationalen Schutz der Meinungsfreiheit. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR)<sup id="fnref:11"><a href="#fn:11" class="footnote-ref" role="doc-noteref">11</a></sup> wurde 1948 als Reaktion auf die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs verfasst. Artikel 19 der AEMR besagt: “Jeder hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.” Während es für Regierungen notwendig sein kann, einige Aspekte der sozialen Medien zu regulieren, wie z.B. Altersbeschränkungen, sollten diese Regulierungen niemals das Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung verletzen.</p>
<p>Wie in Artikel 19 klargestellt wird, ist die logische Folge des Rechts auf freie Meinungsäußerung das Recht auf Information. In einer Demokratie hat niemand ein Monopol auf das, was als wahr angesehen wird. Vielmehr muss die Wahrheit durch Dialog und Debatte gefunden werden - und wir können die Wahrheit nicht finden, ohne die Möglichkeit des Irrtums zuzulassen.</p>
<p>Die Zensur im Namen des &ldquo;Schutzes der Demokratie&rdquo; verkehrt das System der Repräsentation, das von unten nach oben verlaufen sollte, in ein System der ideologischen Kontrolle von oben nach unten. Diese Zensur ist letztlich kontraproduktiv: Sie sät Misstrauen, fördert die Radikalisierung und delegitimiert den demokratischen Prozess.</p>
<p>Angriffe auf die Meinungsfreiheit waren in der Geschichte der Menschheit stets Vorboten für Angriffe auf alle anderen Freiheitsrechte. Regime, die die Meinungsfreiheit untergraben, haben unweigerlich auch andere demokratische Grundstrukturen geschwächt und beschädigt. Ebenso untergraben die Eliten, die heute auf Zensur drängen, die Demokratie. Was sich jedoch geändert hat, sind das Ausmaß und die technischen Mittel, mit denen Zensur durchgesetzt werden kann.</p>
<p>Wir glauben, dass die Meinungsfreiheit wesentlich ist, um unsere Sicherheit vor staatlichem Machtmissbrauch zu gewährleisten - einem Machtmissbrauch, der in der Vergangenheit eine weitaus größere Bedrohung darstellte als die Äußerungen von Einzelpersonen oder sogar organisierten Gruppen. Im Interesse des Wohlergehens und der Entwicklung der Menschheit rufen wir zu folgenden drei Maßnahmen auf.</p>
<ol>
<li>
<p>Wir fordern die Regierungen und internationalen Organisationen auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Menschen gerecht zu werden und Artikel 19 der AEMR einzuhalten.</p>
</li>
<li>
<p>Wir fordern die Technologieunternehmen auf, sich zum Schutz der digitalen Öffentlichkeit im Sinne von Artikel 19 der AEMR zu verpflichten und von politisch motivierter Zensur, der Zensur abweichender Stimmen und der Zensur politischer Meinungen Abstand zu nehmen.</p>
</li>
<li>
<p>Schließlich rufen wir die breite Öffentlichkeit auf, sich uns im Kampf für die Wahrung der demokratischen Rechte der Menschen anzuschließen. Es genügt nicht, die Gesetzgebung zu ändern. Wir müssen auch von Grund auf eine Atmosphäre der Meinungsfreiheit schaffen, indem wir das Klima der Intoleranz zurückweisen, das zur Selbstzensur ermutigt und vielen unnötige persönliche Probleme bereitet. Anstelle von Angst und Dogmatismus müssen wir Fragen und Debatten zulassen.</p>
</li>
</ol>
<p>Wir verteidigen das Recht, Fragen zu stellen. Hitzige Debatten, auch wenn sie Unruhe stiften, sind besser als gar keine.</p>
<p>Zensur beraubt uns des Reichtums des Lebens selbst. Meinungsfreiheit ist die Grundlage für ein sinnvolles Leben und eine blühende Menschheit - durch Kunst, Poesie, Drama, Geschichten, Philosophie, Gesang und vieles mehr.</p>
<p>Diese Erklärung ist das Ergebnis eines ersten Treffens von Verfechtern der Meinungsfreiheit aus der ganzen Welt, das Ende Juni 2023 in Westminster, London, stattfand. Als Unterzeichner dieser Erklärung haben wir grundlegende politische und ideologische Meinungsverschiedenheiten. Aber nur wenn wir uns zusammentun, können wir die eindringenden Kräfte der Zensur besiegen, damit wir weiterhin offen debattieren und uns gegenseitig herausfordern können. Im Geiste der Meinungsverschiedenheiten und der Debatte unterzeichnen wir die Westminster-Erklärung.</p>
<h3 id="unterzeichner" class="headerLink">
    <a href="#unterzeichner" class="header-mark"></a>Unterzeichner</h3><ul>
<li>Matt Taibbi, Journalist, USA</li>
<li>Michael Shellenberger, Public, USA</li>
<li>Jonathan Haidt, Social Psychologist, NYU, USA</li>
<li>John McWhorter, Linguist, Columbia, Author, USA</li>
<li>Steven Pinker, Psychologist, Harvard, USA</li>
<li>Julian Assange, Editor, Founder of Wikileaks, Australia</li>
<li>Tim Robbins, Actor, Filmmaker, USA</li>
<li>Nadine Strossen, Professor of Law, NYLS, USA</li>
<li>Glenn Loury, Economist, USA</li>
<li>Richard Dawkins, Biologist, UK</li>
<li>John Cleese, Comedian, Acrobat, UK</li>
<li>Slavoj Žižek, Philosopher, Author, Slovenia</li>
<li>Jeffrey Sachs, Columbia University, US</li>
<li>Oliver Stone, Filmmaker, USA</li>
<li>Edward Snowden, Whistleblower, USA</li>
<li>Greg Lukianoff, President and CEO Foundation for Individual Rights and Expression, USA</li>
<li>Stella Assange, Campaigner, UK</li>
<li>Glenn Greenwald, Journalist, USA</li>
<li>Claire Fox, Founder of the Academy of Ideas, UK</li>
<li>Dr. Jordan B. Peterson, Psychologist, Author, Canada</li>
<li>Bari Weiss, Journalist, USA</li>
<li>Walter Kirn, Author, USA</li>
<li>Peter Hitchens, Author, Journalist, UK</li>
<li>Niall Ferguson, Historian, Stanford, UK</li>
<li>Matt Ridley, Journalist, Author, UK</li>
<li>Melissa Chen, Journalist, Spectator, Singapore/USA</li>
<li>Yanis Varoufakis, Economist, Greece</li>
<li>Peter Boghossian, Philosopher, Founding Faculty Fellow, University of Austin, USA</li>
<li>Michael Shermer, Science Writer, USA</li>
<li>Alan Sokal, Professor of Mathematics, UCL, UK</li>
<li>Sunetra Gupta, Professor of Theoretical Epidemiology, Oxford, UK</li>
<li>Jay Bhattacharya, Professor, Stanford, USA</li>
<li>Martin Kulldorff, Professor of Medicine (on leave), Harvard, USA</li>
<li>Aaron Kheiriaty, Psychiatrist, Author, USA</li>
<li>Chris Hedges, Journalist, Author, USA</li>
<li>Lee Fang, Independent Journalist, USA</li>
<li>Alex Gutentag, Journalist, USA</li>
<li>Iain McGilchrist, Psychiatrist, Philosopher, UK</li>
<li>Ayaan Hirsi Ali, Human Rights Activist, Author, Netherlands</li>
<li>Konstantin Kisin, Author, UK</li>
<li>Leighton Woodhouse, Public, USA</li>
<li>Andrew Lowenthal, liber-net, Australia</li>
<li>Aaron Mate, Journalist, USA</li>
<li>Izabella Kaminska, Journalist, The Blind Spot, UK</li>
<li>Nina Power, Writer, UK</li>
<li>Kmele Foster, Journalist, Media Entrepreneur, USA</li>
<li>Toby Young, Journalist, Free Speech Union, UK</li>
<li>Winston Marshall, Journalist, The Spectator, UK</li>
<li>Jacob Siegel, Tablet, USA/Israel</li>
<li>Ulrike Guerot, Founder of European Democracy Lab, Germany</li>
<li>Heather E. Heying, Evolutionary Biologist, USA</li>
<li>Bret Weinstein, Evolutionary Biologist, USA</li>
<li>Martina Pastorelli, Independent Journalist, Italy</li>
<li>Leandro Narloch, Independent Journalist, Brazil</li>
<li>Ana Henkel, Independent Journalist, Brazil</li>
<li>Mia Ashton, Journalist, Canada</li>
<li>Micha Narberhaus, The Protopia Lab, Spain/Germany</li>
<li>Alex Sheridan, Free Speech Ireland</li>
<li>Ben Scallan, Gript Media, Ireland</li>
<li>Thomas Fazi, Independent Journalist, Italy</li>
<li>Jean F. Queralt, Technologist, Founder @ The IO Foundation, Malaysia/Spain</li>
<li>Phil Shaw, Campaigner, Operation People, New Zealand</li>
<li>Jeremy Hildreth, Independent, UK</li>
<li>Craig Snider, Independent, USA</li>
<li>Eve Kay, TV Producer, UK</li>
<li>Helen Joyce, Journalist, UK</li>
<li>Dietrich Brüggemann, Filmmaker, Germany</li>
<li>Adam B. Coleman, Founder of Wrong Speak Publishing, USA</li>
<li>Helen Pluckrose, Author, UK</li>
<li>Michael Nayna, Filmmaker, Australia</li>
<li>Paul Rossi, Educator, Vertex Partnership Academics, USA</li>
<li>Juan Carlos Girauta, Politician, Spain</li>
<li>Andrew Neish, KC, UK</li>
<li>Steven Berkoff, Actor, Playright, UK</li>
<li>Patrick Hughes, Artist, UK</li>
<li>Adam Creighton, Journalist, Australia</li>
<li>Julia Hartley-Brewer, Journalist, UK</li>
<li>Robert Cibis, Filmmaker, Germany</li>
<li>Piers Robinson, Organization for Propaganda Studies, UK</li>
<li>Dirk Pohlmann, Journalist, Germany</li>
<li>Mathias Bröckers, Author, Journalist, Germany</li>
<li>Kira Phillips, Documentary Filmmaker, UK</li>
<li>Diane Atkinson, Historian, Biographer, UK</li>
<li>Eric Kaufmann, Professor of Politics, Birkbeck, University of Buckingham, Canada</li>
<li>Laura Dodsworth, Journalist and Author, UK</li>
<li>Nellie Bowles, Journalist, USA</li>
<li>Andrew Tettenborn, Professor of Law, Swansea University,  UK</li>
<li>Julius Grower, Fellow, St. Hugh’s College, UK</li>
<li>Nick Dixon, Comedian, UK</li>
<li>Dominic Frisby, Comedian, UK</li>
<li>James Orr, Associate Professor, University of Cambridge, UK</li>
<li>Brendan O’Neill, Journalist, spiked, UK</li>
<li>Jan Jekielek, Journalist, Canada</li>
<li>Andrew Roberts, Historian, UK</li>
<li>Robert Tombs, Historian, UK</li>
<li>Ben Schwarz, Journalist, USA</li>
<li>Xavier Azalbert, Investigative Scientific Journalist, France</li>
<li>Doug Stokes, International Relations Professor, University of Exeter, UK</li>
<li>James Allan, Professor of Law, University of Queensland, UK</li>
<li>David McGrogan, Professor of Law, Northumbria University, UK</li>
<li>Jacob Mchangama, Author, Denmark</li>
<li>Nigel Biggar, Chairman, Free Speech Union, UK</li>
<li>David Goodhart, Journalist, Author, UK</li>
<li>Catherine Austin Fitts, The Solari Report, Netherlands</li>
<li>Matt Goodwin, Politics Professor, University of Kent, UK</li>
<li>Alan Miller, Together Association, UK</li>
<li>Catherine Liu, Cultural Theorist, Author, USA</li>
<li>Stefan Millius, Journalist, Switzerland</li>
<li>Philip Hamburger, Professor of Law, Columbia, USA</li>
<li>Andrew Doyle, Author and journalist, UK</li>
<li>Rueben Kirkham, Co-Director, Free Speech Union of Australia, Australia</li>
<li>Jeffrey Tucker, Author, USA</li>
<li>Sarah Gon, Director, Free Speech Union, South Africa</li>
<li>Dara Macdonald, Co-Director, Free Speech Union, Australia</li>
<li>Jonathan Ayling, Chief Executive, Free Speech Union, New Zealand</li>
<li>David Zweig, Journalist, Author, USA</li>
<li>Juan Soto Ivars, Author, Spain</li>
<li>Colin Wright, Evolutionary Biologist, USA</li>
<li>Gad Saad, Professor, Evolutionary Behavioral Scientist, Author, Canada</li>
<li>Robert W. Malone, MD, MS, USA</li>
<li>Jill Glasspool-Malone, PhD., USA</li>
<li>Jordi Pigem, Philosopher, Author, Spain</li>
<li>Holly Lawford-Smith, Associate Professor in Political Philosophy, University of Melbourne, Australia</li>
<li>Michele Santoro, Journalist, TV Host, Presenter, Italy</li>
<li>Dr. James Smith, Podcaster, Literature Scholar, RHUL, UK</li>
<li>Francis Foster, Comedian, UK</li>
<li>Coleman Hughes, Writer, Podcaster, USA</li>
<li>Marco Bassani, Political Theorist, Historian, Milan University, Italy</li>
<li>Isabella Loiodice, Professor of Comparative Public Law, University of Bari, Italy</li>
<li>Luca Ricolfi, Professor, Sociologist, Turin University, Italy</li>
<li>Marcello Foa, Journalist, Former President of Rai, Italy</li>
<li>Andrea Zhok, Philosopher, University of Milan, Italy</li>
<li>Paolo Cesaretti, Professor of Byzantine Civilization, University of Bergamo, Italy</li>
<li>Alberto Contri, Mass Media Expert, Italy</li>
<li>Carlo Lottieri, Philosopher, University of Verona, Italy</li>
<li>Alessandro Di Battista, Political Activist, Writer, Italy</li>
<li>Paola Mastrocola, Writer, Italy</li>
<li>Carlo Freccero, Television Author, Media Expert, Italy</li>
<li>Giorgio Bianchi, Independent Journalist, Italy</li>
<li>Nello Preterossi, Professor, University of Salerno, Scientific Director of the Italian Institute for Philosophical Studies, Italy</li>
<li>Efrat Fenigson, Journalist, Podcaster, Israel</li>
<li>Eli Vieira, Journalist, Genetic Biologist, Brazil</li>
<li>Stephen Moore, Author and Analyst, Canada</li>
</ul>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Pahwa, Nitish. Twitter Blocked a Country. Slate Magazine, 1 Apr. 2023, <a href="https://slate.com/technology/2023/04/twitter-blocked-pakistan-india-modi-musk-khalistan-gandhi.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://slate.com/technology/2023/04/twitter-blocked-pakistan-india-modi-musk-khalistan-gandhi.html</a>.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Stein, Perry. Twitter Says It Will Restrict Access to Some Tweets before Turkey&rsquo;s Election. The Washington Post, 15. Mai 2023, <a href="https://www.washingtonpost.com/technology/2023/05/13/turkey-twitter-musk-erdogan/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.washingtonpost.com/technology/2023/05/13/turkey-twitter-musk-erdogan/</a>.&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:3">
<p>Hänel, Lisa. Deutschland kriminalisiert das Leugnen von Kriegsverbrechen und Völkermord. Deutsche Welle, 25. Nov. 2022, <a href="https://www.dw.com/en/germany-criminalizes-denying-war-crimes-genocide/a-63834791" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.dw.com/en/germany-criminalizes-denying-war-crimes-genocide/a-63834791</a>&#160;<a href="#fnref:3" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:4">
<p>Savarese, Mauricio, und Joshua Goodman. &lsquo;Crusading Judge Tests Boundaries of Free Speech in Brazil.&rsquo; AP News, 26 Jan. 2023, <a href="https://apnews.com/article/jair-bolsonaro-brazil-government-af5987e833a681e6f056fe63789ca375" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://apnews.com/article/jair-bolsonaro-brazil-government-af5987e833a681e6f056fe63789ca375</a>.&#160;<a href="#fnref:4" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:5">
<p>Nanu, Maighna. Irish People Could Be Hailed for &ldquo;Hate Speech&rdquo;, Critics of Proposed Law Warn. The Telegraph, 17. Juni 2023, <a href="https://www.telegraph.co.uk/world-news/2023/06/17/irish-people-jailed-hate-speech-new-law/?WT.mc_id=tmgoff_psc_ppc_us_news_dsa_generalnews" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.telegraph.co.uk/world-news/2023/06/17/irish-people-jailed-hate-speech-new-law/?WT.mc_id=tmgoff_psc_ppc_us_news_dsa_generalnews</a>.&#160;<a href="#fnref:5" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:6">
<p>Zeitung The Economist. (n.d.). Schottlands neues Gesetz gegen Hassverbrechen wird die Meinungsfreiheit einschränken. The Economist. <a href="https://www.economist.com/the-world-ahead/2021/11/08/scotlands-new-hate-crime-act-will-have-a-chilling-effect-on-free-speech" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.economist.com/the-world-ahead/2021/11/08/scotlands-new-hate-crime-act-will-have-a-chilling-effect-on-free-speech</a>&#160;<a href="#fnref:6" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:7">
<p>Lomas, Natasha. Security Researchers Latest to Blast UK&rsquo;s Online Safety Bill as Encryption Risk. TechCrunch, 5. Juli 2023, <a href="https://techcrunch.com/2023/07/05/uk-online-safety-bill-risks-e2ee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://techcrunch.com/2023/07/05/uk-online-safety-bill-risks-e2ee/</a>.&#160;<a href="#fnref:7" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:8">
<p>Al-Nashar, Nabil. Millionen Dollar an Bußgeldern zur Bestrafung von Online-Fehlinformationen nach neuem Gesetzesentwurf&quot;. ABC News, 25. Juni 2023, <a href="https://www.abc.net.au/news/2023-06-25/fines-to-punish-online-misinformation-under-new-draft-bill/102521500" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.abc.net.au/news/2023-06-25/fines-to-punish-online-misinformation-under-new-draft-bill/102521500</a>.&#160;<a href="#fnref:8" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:9">
<p>&ldquo;Cryptochat&rdquo;. Meedan, <a href="https://meedan.com/project/cryptochat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://meedan.com/project/cryptochat</a>. Abgerufen am 8. Juli 2023.&#160;<a href="#fnref:9" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:10">
<p>Lomas, Natasha.&lsquo;Security Researchers Latest to Blast UK&rsquo;s Online Safety Bill as Encryption Risk.&rsquo; TechCrunch, 5. Juli 2023, <a href="https://techcrunch.com/2023/07/05/uk-online-safety-bill-risks-e2ee/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://techcrunch.com/2023/07/05/uk-online-safety-bill-risks-e2ee/</a>.&#160;<a href="#fnref:10" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:11">
<p>Generalversammlung der Vereinten Nationen. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR). New York: Generalversammlung der Vereinten Nationen, 1948.&#160;<a href="#fnref:11" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>EncroChat &amp; Drogenhandel: Wie die Staatsanwaltschaft ermittelt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/lg-dus-drogenhandel/</link>
    <pubDate>Tue, 24 Oct 2023 17:58:20 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/lg-dus-drogenhandel/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Im einem Drogenprozess vor dem Landgericht Düsseldorf wird deutlich, wie die Ermittlungsbehörden Daten aus entschlüsselter Kommunikation auswerten.</em></p>
<p>In den Neunzigern hatte ich als Schülerpraktikant meinen ersten Job als Journalist (damals noch unbezahlt) bei der WAZ-Lokalredaktion in Duisburg. Eine meiner ersten Aufgaben war das Beiwohnen mehrerer Gerichtsprozesse am Amtsgericht, als Aushilfs-Gerichtsreporter. Da ich Prozesse, vor allem Strafverfahren, schon immer sehr interessant fand, fasste ich vor einiger Zeit den Entschluss, diese erste Berufserfahrung bald mal wieder aufleben zu lassen. Schließlich bin ich auch deswegen freier Journalist geworden, um das zu machen, was mir Spaß macht. Und so kommt es, dass ich mich heute morgen im Landgericht Düsseldorf im Saal der 11. großen Strafkammer wiederfand, um einem Prozess gegen einen mutmaßlichen Drogenhändler beizuwohnen.</p>
<h3 id="gras-zu-den-eltern-geliefert" class="headerLink">
    <a href="#gras-zu-den-eltern-geliefert" class="header-mark"></a>Gras zu den Eltern geliefert</h3><p>Dem Angeklagten werden mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen. Er soll in größeren Mengen Cannabis gekauft und wohl auch verkauft zu haben. Der Anfangsverdacht war entstanden, weil zweimal Pakete mit Cannabis von unbekannten Personen aus Südspanien an die Adresse des Angeklagten in Neuss geschickt worden waren – der Angeklagte wohnte zu diesem Zeitpunkt in einem Zimmer im Haus seiner Eltern. Der Zoll hatte die Pakete geöffnet und darin statt der angegebenen Küchenutensilien in mehrere Frischhalte-Beutel eingeschweißtes Marihuana entdeckt. Daraufhin beantragte die Polizei einen Durchsuchungsbeschluss für die Adresse des Beschuldigten und untersuchte dessen Zimmer im Haus der Eltern – die am heutigen Prozesstag nicht anwesend waren und anscheinend am Morgen der Durchsuchung dachten, ihr Sohn sei nicht nach Hause gekommen und noch unterwegs. Stattdessen schlief er in seinem Zimmer. Die Polizei stellte in dem Raum insgesamt 141 g Rauschgift, eine Feinwaage und Verpackungsmaterial sicher. Laut Anklage der Staatsanwaltschaft sollen Waage und Verpackungsmaterial dazu gedient haben, das Cannabis zu portionieren und dann weiterzuverkaufen.</p>
<p>Der Angeklagte streitet ab, die 141 g Cannabis in seinem Zimmer seien zum Verkauf bestimmt gewesen. Er gab zu Protokoll, das Rauschgift zum eigenen Konsum gebunkert – laut vorsitzendem Richter immerhin 1610 Konsumeinheiten – und nur gelegentlich kleine Mengen an Freunde abgegeben zu haben. Dem Richter, der sich nach eigener Aussage seit 20 Jahren hauptsächlich mit Betäubungsmittel-Delikten befasst, viel es sichtlich schwer, das zu glauben. Er versuchte immer wieder, dem Angeklagten eine plausible Geschichte seiner Arbeitsverhältnisse und seines gleichzeitigen Drogenkonsums zu entlocken. Dabei bliebt unbeantwortet, wie es der Angeklagte schaffte, gleichzeitig sehr motiviert als Abteilungsleiter eines Warenlagers zu arbeiten, und dabei die Unmengen an Cannabis zu konsumieren, die er nach eigener Aussage für sich eingelagert hatte. Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, wie er sich den Kauf dieser Mengen an Rauschgift hatte leisten können.</p>
<h3 id="fingerabdruck-aus-encrochat-gesprächsverlauf" class="headerLink">
    <a href="#fingerabdruck-aus-encrochat-gespr%c3%a4chsverlauf" class="header-mark"></a>Fingerabdruck aus EncroChat-Gesprächsverlauf</h3><p>Interessanterweise beschuldigt die Staatsanwaltschaft den Angeklagten auch, im Juni 2020 zwei Kilogramm Cannabis für €4900 erworben zu haben. Angeblich von einem in der Neusser Drogenszene bekannten, und mittlerweile auch schon zu einer über sechsjährigen Haftstrafe verurteilten, Drogen-Importeur. Diese Anschuldigung beruht auf Chatverläufen des verschlüsselten Android-Messengers EncroChat, <a href="https://www.heise.de/news/Encrochat-geknackt-Schwerer-Schlag-gegen-organisierte-Kriminalitaet-4802419.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den die französische Polizei etwa zur selben Zeit unterwandert hatte</a>. Ein Nutzer dieses Messenger-Dienstes hatte augenscheinlich einen entsprechenden Drogenkauf in Neuss organisiert und später ein Bild mit Cannabis-Blüten (anscheinend aus dem Kauf) an den Verkäufer geschickt. Dabei hielt der EncroChat-Nutzer die Blüten auf dem Foto in seiner linken Hand in die Kamera seines Smartphones. Dem Bundeskriminalamt gelang es, mit Hilfe der auf dem Foto sichtbaren Finger-Oberflächen, den Angeklagten zu identifizieren. Seine Fingerabdrücke waren wegen mehrerer früherer Prozesse und Vorstrafen, unter anderem wegen Gewaltverbrechen, im <a href="https://netzpolitik.org/2022/dna-gesichtsbilder-und-fingerabdruecke-biometrische-bka-systeme-enthalten-datenblaetter-zu-zehn-millionen-personen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">automatischen Fingerabdruck-Identifizierungssystem (AFIS) des BKA</a> gespeichert. Der Pflichtverteidiger des Angeklagten hegte Zweifel an dem BKA-Gutachten zur Identifizierung der Hand des Angeklagten, was eventuell in einem späteren Verhandlungstermin zu einer Prüfung des Gutachtens durch das Gericht führen könnte. Der vorsitzende Richter gab allerdings zu Protokoll, dass diese Art der Identifizierung von Fingerabdrücken bereits in mehreren ähnlichen Prozessen von Gerichten akzeptiert worden sei.</p>
<p>Das BKA hatte den Angeklagten allerdings nicht nur über den Ort der Drogenübergabe und seine Fingerabdrücke identifiziert. Der Richter verlas ebenfalls ein Chatprotokoll, in dem sich anscheinend mehrere Drogendealer über den Angeklagten unterhielten, weil dieser in ihrem Revier gewildert und einen der mutmaßlichen Dealer gegen einen Kumpel ausgespielt hatte. Angeblich weil der Angeklagte eine bestellte Drogenlieferung nicht sofort bezahlen konnte. Dabei benutzte einer der Drogen-Importeure mehrmals Vor- und Nachname des Angeklagten. Im Chat zum €4900-Drogenkauf in Neuss war der unbekannte EncroChat-Nutzer von einem Dealer-Freund ebenfalls mehrmals mit einer Kurzform seines Vornamens angesprochen worden.</p>
<p>Mit anderen Worten: Nach der Amtshilfe durch die französische Polizei, die den EncroChat-Messenger mithilfe eines Trojaners auf den dazugehörigen verschlüsselten Telefonen geknackt hatte, konnte die deutsche Polizei ein relativ großes Drogengeschäft einem deutschen Verdächtigen zuordnen. Einem Verdächtigen, der in der Vergangenheit bereits für den Besitz von Betäubungsmitteln verurteilt worden war und dem man nach den postalischen Drogensendungen aus Spanien und der darauf folgenden Durchsuchung im Haus seiner Eltern wieder auf die Schliche gekommen war.</p>
<p>Auch am Ende des ersten Prozesstages stritt der Angeklagte weiterhin ab, mit Drogen gehandelt zu haben. Ihm sie nicht bekannt, wie sein Name in die Chatverläufe von verurteilten Drogendealern komme. Der Richter gab bekannt, einen der verurteilten Dealer eventuell an einem weiteren Prozesstag als Zeuge vernehmen zu wollen. Ich werde, wenn möglich, weiter über dieses Verfahren berichten. Nach <a href="https://privatecitizen.press/episode/32/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meiner detaillierten Analyse des klassischen Seitenkanal-Angriff auf die EncroChat-Handys in einer Podcast-Folge vom Juli 2020</a> , interessiert es mich, wie Polizei und Staatsanwaltschaft im Einzelfall diese Daten genutzt haben. Vor allem auch deshalb, weil ja immer noch <a href="https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/cannabis-legalisierung-gesetz-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Vorhaben der Cannabis-Legalisierung der Bundesregierung im Raum steht</a>.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Medienbruch</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-029/</link>
    <pubDate>Wed, 04 Oct 2023 11:41:49 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-029/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/xbqm6cfgp4u.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>20. Juli 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>In einem Schreiben, das ich neulich vom Finanzamt bekommen habe, wies man mich in einer halbseitigen Beschreibung auf ein Formular hin, welches mir eine pünktliche Zahlung meiner Einkommenssteuer sehr erleichtern sollte. Dieses Formular, so die Finanzbehörde, findet sich unter dem folgenden Link. Darauf folgte die Adresse einer Webseite, samt hervorhebender Unterstreichung.</p>
<p>Ich frage mich ja sowieso schon seit Jahren, warum das Finanzamt mir keine E-Mails schreibt. Alles andere, was meine Tätigkeit als Selbstständiger betrifft, kommt ja auch per Mail rein. Gut, Mailverschlüsselung ist nicht so einfach und für die Staatsdiener von Neuland anscheinend unmöglich, aber wozu hat das Finanzamt ein Web-Portal, in dem ich alle Steuerangelegenheiten regeln kann, wenn mir dann trotzdem noch tote Bäume per Post geschickt werden? Offensichtlich, damit man in die Briefe dann Links drucken kann, auf die ich nicht klicken kann.</p>
<p>Immerhin muss man dem Finanzamt zu Gute halten, dass sie nicht die einzigen in unserem Land sind, die solche Medienbrüche fabrizieren. Schmunzelnderweise erinnere ich mich immer wieder gerne an den Hinweis in der Hotline-Ansage eines Internet-Providers, meine Internet-Problemen könne ich auch auf deren Webseite melden. Finde den Fehler. Schön fand ich bei einem ehemaligen Arbeitgeber auch die hundertfach verteilte, gedruckte Broschüre zu zukünftigen Plänen zum papierlosen Büro. Dazu gesellen sich fast jeden Tag neue Webseiten, die mich auffordern, diese oder jene Bestätigung oder das eine oder andere Formular auszudrucken, um es dann auszufüllen und wieder einzuscannen.</p>
<p>Wir reden als Gesellschaft gerne viel von der vernetzten Zukunft, der App-Ökonomie und der Digitalisierung der Wirtschaft. Aber das Finanzamt kann mir nicht mal ein Dokument per E-Mail schicken und Formulare digital auszufüllen grenzt im Jahr 2021 immer noch an schwarze Magie. Ich kann da nur noch den Kopf schütteln.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>D&amp;D-Notizbücher von Field Notes</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/dnd-field-notes/</link>
    <pubDate>Thu, 06 Jul 2023 13:25:06 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/dnd-field-notes/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eine Übersicht über die ausgezeichneten Field-Notes-Notizbücher für Dungeons &amp; Dragons Spieler und Dungeon Master.</em></p>
<p>Wie treue Leser dieses Blogs wissen, habe ich vor Kurzem damit angefangen, <a href="/blog/2023/ewa-session-1/" rel="">für einige Freunde ein Dungeons &amp; Dragons-Spiel zu leiten</a> . Wenn man <a href="/blog/2023/end-world-adventures/" rel="">seine eigene Spielwelt entwirft</a>  und Leute darin herumlaufen lässt, muss man sich zwangsläufig Notizen machen. Sehr viele Notizen. Anfangs habe ich das in einem großen <a href="https://www.travelers-company.com/products/trnote/about" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Traveler&rsquo;s Company-Notizbuch</a>  gemacht, aber später habe ich entdeckt, dass Field Notes großartige <a href="https://fieldnotesbrand.com/products/5e-gaming-journals" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gaming Journals</a>  herstellt, die speziell für die 5. Edition von D&amp;D entworfen wurden. Leider ist es relativ schwer, Field-Notes-Notizbücher hier in Deutschland zu bekommen. Die D&amp;D-Notizbücher konnte ich hierzulande auch überhaupt nicht kaufen. Jedenfalls nicht, ohne sie aus anderen Ländern zu importieren und signifikante Importgebühren zu zahlen oder wochenlang auf die Lieferung zu warten.</p>

<p><em>Das Adventure Set von Field Notes enthält 4 Charakter Journals, 2 Game Master Journals, 2 Encounter Journals und 6 Bleistifte.</em> <br /><br /></p>
<p>Um dieser unbefriedigenden Situation hier in Deutschland ein Ende zu bereiten, habe ich mich an die netten Leute von <a href="https://umwerk.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umwerk</a> aus München gewandt und sie waren so freundlich, einige dieser Notizbücher für mich zu importieren. Das ist ziemlich cool, vor allem da ich vorher nur ein einziges Mal bei ihnen bestellt hatte, da ich nun mal am anderen Ende der Republik wohne. Aufgrund dieses tollen Kundenservices kann man <a href="https://umwerk.eu/product/field-notes-5e-gaming-journals" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Field-Notes-D&amp;D-Notizbücher jetzt im Umwerk-Onlineshop kaufen</a>. Ich selbst habe mir ein Adventure Set bestellt, weswegen ich euch nun die folgenden Eindrücke präsentieren kann.</p>
<h2 id="notizbuch-größe-und--qualität" class="headerLink">
    <a href="#notizbuch-gr%c3%b6%c3%9fe-und--qualit%c3%a4t" class="header-mark"></a>Notizbuch-Größe und -Qualität</h2><p>Wir sollten zunächst über die Größe dieser Notizbücher sprechen. Es handelt sich hierbei um die größere Version der Field-Notes-Bücher, nicht um das kleinere Memo-Format, das wahrscheinlich weitaus bekannter ist. Die D&amp;D-Notizbücher haben die selbe Größe wie das &ldquo;Pitch Black&rdquo;-Notizbuch in diesem Vergleichsbild (das ich aus <a href="https://fieldnotesbrand.com/products/signature-sketchbook-notebook" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Produktvorstellung</a>  entnommen habe):</p>
<p><br/></p>
<p>Die D&amp;D-Notizbücher sind (mit 12 x 19 cm) etwas kürzer und etwas breiter als mein Traveler&rsquo;s-Notebook-Einband. Aber wie bei der Memo-Größe von Field Notes und dem Traveler&rsquo;s-Company-Einband in der Passport-Größe kann man sie trotzdem zusammen verwenden. Auch wenn sie nicht zu 100% passen, sind sie doch nahe genug beieinander, dass man das im täglichen Gebrauch wahrscheinlich nicht bemerkt. Vor allem, wenn man einige spezielle Einlagen in seinem Notizbuch verwendet.</p>

<p><em>Die D&amp;D-Notizbücher sind 12 x 19 cm groß, also etwas kürzer und breiter als das Traveler&rsquo;s-Company-Notizbuch, das ich normalerweise für D&amp;D-Notizen nutze.</em> <br /><br /></p>
<p>Man muss natürlich kein Notizbuch-Cover verwenden. Diese Notizbücher sind so, wie sie ausgeliefert werden, vollkommen brauchbar. Wie andere Field-Notes-Notizbücher auch haben auch sie einen ziemlich stabilen Einband aus <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftpapier" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kraftpapier</a> und eine Bindung mit drei Tackern, die ihnen einen rohen Charme verleihen. Field-Notes-Notizbücher sind nicht so schick wie die feinen <a href="https://travelerscompanyusa.com/facts-about-md-paper/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MD-Papiereinlagen</a> , die mit den Traveler&rsquo;s-Company-Notizbüchern ausgeliefert werden, aber sie kosten auch weniger. Sie haben den Charme von Arbeits-Notizbüchern. Und sie halten eine Menge aus. Ich würde allerdings trotzdem empfehlen, sich ein Einband zuzulegen, wenn man, wie ich, viel mit den Notizbüchern unterwegs ist, gerne mal Getränke verschüttet oder auch mal lange Spaziergänge im Regen unternimmt.</p>

<p><em>Obwohl sie nicht ganz so groß sind wie die Einlagen von Traveler&rsquo;s Company, können die Field-Notes-Notizbücher zusammen mit diesen verwendet werden. Sie ragen zwar seitlich etwas aus dem Einband heraus, aber das tun einige der Spezialeinlagen von Traveler&rsquo;s Company auch.</em> <br /><br /></p>
<p>Das für Field Notes verwendete Papier ist erstklassig. Es fühlt sich rauer und kratziger an als MD-Papier, aber es nimmt Tinte sehr gut auf und ist stabil genug, dass man es mit einem gut gespitzten Bleistift nicht so leicht durchstechen kann. Ich selbst mag keine Füller, aber <a href="https://fieldnotesbrand.com/dispatches/2009/fountain-pen-tests" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Field-Notes-Notizbücher scheinen gut für die Verwendung von Füllern ausgelegt zu sein</a> . Ich selbst schreibe ausschließlich mit Gel-Tinte, insbesondere mit <a href="https://www.pentel.co.uk/product-category/pens/pentel-energel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pentel-EnerGel-Patronen</a> , und ich muss sagen, dass diese Art von Tinte in diesen Notizbüchern sehr schnell trocknet und in keinem Field-Notes-Notizbuch, das ich je ausprobiert habe, verschmiert ist. Das Selbe gilt für die D&amp;D-Notizbücher. Wenn man die Tinte länger als eine Sekunde trocknen lässt, bevor man das Notizbuch schließt, gibt es, meiner Erfahrung nach, keine Flecken und kein Verschmieren.</p>

<p><em>Wie bei Field Notes üblich, finden sich auf der Innenseite des Einbands einige nützliche, aber auch so manche unsinnige Informationen.</em> <br /><br /></p>
<p>Die Kombination aus großem Format und geringem Gewicht durch den leichten, flexiblen Einband, macht diese Notizbücher zu idealen Begleitern für die D&amp;D-Runde. Ich benutze sie im Moment hauptsächlich an meinem Schreibtisch, während ich eine D&amp;D-Kampagne im Internet über <a href="https://roll20.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roll20</a>  laufen habe. Sollte ich allerdings jemals an einer echten Tabletop-Kampagne als Spieler teilnehmen, kann ich mir gut vorstellen, eines der Character Journals zusammen mit ein paar Würfeln in meiner Spieltasche mitzunehmen. Ich denke auch, dass die Papierqualität es einfach machen würde, während einer hektischen Spielsitzung Notizen zu machen – sogar mit einem Füller – ohne dass ich mir allzu viele Gedanken über unschönes Verschmieren machen müsste.</p>
<h2 id="das-game-master-journal" class="headerLink">
    <a href="#das-game-master-journal" class="header-mark"></a>Das Game Master Journal</h2><p>Ich möchte meinen Blick auf das eigentliche Innenleben dieser Notizbücher mit dem Game Master Journal beginnen, da ich seit Jahrzehnten kein D&amp;D mehr gespielt habe und im Moment mehr Erfahrung mit der Dungeon Master Seite des Spiels habe.</p>
<p>Auf der Innenseite des Einbands finden sich ein praktischer Index und – das ist ziemlich cool – Zufallstabellen für zwergische Flüche (D20), nutzlose Gegenstände &amp; Schätze (D12), seltene Gegenstände (D10), Motive für Bösewichte (D8), schlimme Dinge (d6) und – sehr niedlich! – Halbling-Flüche (D4). Von den insgesamt 64 Seiten sind 11 Seiten allgemeinen Informationen über das Kampagnen-Setting gewidmet – die Lage der Spielwelt in der allgemeinen Ordnung des Multiversums, vorhandene Götter, der Kalender der Welt, so was halt – gefolgt von 4 Seiten mit Hex-Raster für Karten. Es gibt 8 Seiten für detaillierte Informationen über Orte und Gegenden, 10 Seiten für NPCs und 8 Seiten für Spieler-Charakte-Information. Auf 2 Seiten für Organisationen und politische Lager folgen 2 Seiten für wichtige Monster und mehrere Seiten für Gegenstände, Artefakte und Freizeitaktivitäten der Spieler-Gruppe. Abgerundet wird das DM-Notizbuch durch eine Seite, auf der mögliche Meilensteine und erhaltene XP festgehalten werden, 11 Seiten für Notizen zu einzelnen Abenteuern der Gruppe und zwei Seiten zum Erstellen eigener Zufallstabellen.</p>

<p><em>Auf der Rückseite des Einbands der Notizbücher finden Sie einige sehr nützliche Hinweise.</em> <br /><br /></p>
<p>Interessanterweise enthält die letzte Seite aller Notizbücher den Text der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Game_License" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Game License</a>, was ich als Lizenz-Geek ziemlich cool finde. Auf der Rückseite des Einbands beim Game Master Journal findet sich zusätzliches Referenzmaterial, wie z.B. einen raffinierten Generator für Kneipen-Namen (D10), eine <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Alignment_%28Dungeons_%26_Dragons%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alignment</a> -Tabelle und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die D&amp;D-Kampfrunden. Alle Tabellen und Listen in diesen Notizbüchern sind in englischer Sprache in einer sehr dezenten, aber leicht lesbaren hellbraunen Farbe gedruckt. Field Notes ist berühmt für seine wunderbar unaufdringliche Typografie und sein hervorragendes Layout, und die D&amp;D-Notizbücher enttäuschen in dieser Hinsicht ebenfalls nicht. Diese Notizbücher sind schön anzusehen, aber gleichzeitig schlicht. Sie sind nicht überladen mit der Art von Schnörkeln und Dekoration, von der viele Leute zu glauben scheinen, dass sie gut zu Fantasy-Rollenspielen passt – und das gefällt mir sehr.</p>
<p>Diese Bücher übertragen die Philosophie von Field Notes, das Arbeiter-Notizbuch zurück zum Leben erwecken zu wollen, auf Tabletop-Rollenspiele. Sie sind ein ernsthaftes, schnörkelloses Arbeitswerkzeug – und das ist genau mein Ding. Worldbuilding ist eine ernste Angelegenheit, die von einem gut durchdachten Notizbuch mit sachlichen Informationen nur profitieren kann. Und wenn das Ganze dann auch noch in <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Futura_%28Schriftart%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Paul Renners Meisterwerk</a> gesetzt ist, umso besser.</p>
<h2 id="das-monster--encounter-journal" class="headerLink">
    <a href="#das-monster--encounter-journal" class="header-mark"></a>Das Monster / Encounter Journal</h2><p>Das Game Master Journal ist so konzipiert, dass es mit der zweiten Art von D&amp;D-Notizbuch von Field Notes Hand-in-Hand geht: Das Monster / Encounter Journal. Während ersteres Notizbuch allgemeine Informationen über die Welt enthält, die der Dungeon Master sich zusammenzimmert, ist zweiteres mehr auf die Details der eigentlichen Spielsitzungen ausgerichtet. Auch das Monster / Encounter Journal hat 64 Seiten.</p>
<p>Das Notizbuch startet mit einer Seite voller allgemeiner Tipps zum Aufbau von Abenteuer-Begegnungen, gefolgt von 15 Doppelseiten zur konkreten Gestaltung dieser Begegnungen – mit Abschnitten für Geländeskizzen, Platz für Storybeats, Feinde, Spezialeffekte in der Umgebung, Belohnungen für die Abenteurer und allgemeine Hinweise zum Ablauf der Begegnung. Der zweite Teil des Buches beginnt mit einer Seite mit Tipps zum Monsterbau und einer Übersichtstabelle für 15 Monster, gefolgt von 15 Doppelseiten für detaillierte Informationen zu diesen Monstern. Dazu gehören Platz für eine gezeichnete oder geschriebene Skizze, begleitendes Lore zum Monster, seine Attribute und Fähigkeiten, Eigenschaften, Aktionen und so weiter. Wir haben hier ein sehr schön strukturiertes Notizbuch, das sehr genau auf diese beiden Aufgaben fokussiert ist.</p>

<p><em>Das Monster / Encounter Journal besteht hauptsächlich aus zweimal 15 Doppelseiten, die euch dabei helfen, herausfordernde Begegnungen und interessante Monster für euere Spieler zu entwerfen.</em> <br /><br /></p>

<p><em>Außerdem enthält es Kurzreferenzen, die den Dungeon Master bei diesen Aufgaben unterstützen.</em> <br /><br /></p>
<p>Die Kombination aus dem Game Master und dem Monster / Encounter Journal enthält meiner Meinung nach alles, was ein Dungeon Master braucht, um eine D&amp;D-Spielsitzung für seine Spieler zu planen und durchzuführen. Ich will noch etwas mehr Erfahrung mit diesen Notizbüchern sammeln, aber sie sind eigentlich sehr ähnlich strukturiert wie der D&amp;D-Teil in meinem Traveler&rsquo;s-Company-Notizbuch, das ich beim Leiten meiner aktuellen Spielrunde verwende. Ich habe dieses Notizbuch mit Blanko-Einlagen nach einigen Anleitungen für D&amp;D-Notizbücher strukturiert, die beim Durchstöbern von Blogs gefunden habe. Am Ende kam da interessanterweise etwas bei heraus, das einer Kombination aus dem Game Master und dem Encounter Journal von Field Notes sehr ähnlich ist. Deshalb denke ich, dass der Wechsel zu diesen Notixbüchern sehr natürlich für mich sein wird. Außerdem erspare ich mir eine Menge Arbeit, weil die Bücher bereits für mich vorbereitet sind und ich sie nicht erst selbst organisieren muss.</p>
<h2 id="das-charakter-journal" class="headerLink">
    <a href="#das-charakter-journal" class="header-mark"></a>Das Charakter Journal</h2><p>Die dritte und letzte Ausgabe der Field-Notes-D&amp;D-Notizbücher richtet sich vor allem an Spieler von <em>Dungeons &amp; Dragons</em>, weniger an deren Dungeon Master. Im Mittelpunkt des 64-seitigen Charakter Journals stehen, wie der Name schon sagt, Notizen zu einem bestimmten Spieler-Charakter. Nach einigen Anfangsseiten mit allgemeinen Informationen über die Spielfigur, findet man hier alles, was man braucht, um den Überblick über deren Statistiken zu behalten: Tabellen mit Klassen-Attributen, ein zweiseitiges Character Sheet (das wird wahrscheinlich mit einem Bleistift ausgefüllt und oft ausradiert und geändert werden), Seiten für Zaubersprüche, Fähigkeiten und Skills, Seiten für das Tracken von Aktivitäten und jeweils eine spezielle Seite – für jedes Level 1 bis 20 – auf der die Spieler die Entwicklung ihres Charakters und die erlebten Abenteuer festhalten können. Es gibt auch eine Reihe von Seiten, auf denen die Spieler die Verbündeten und Kumpanen ihres Charakters, und dessen Zugehörigkeit zu diversen Organisationen, notieren können. Zusätzlich ist viel Platz für Kampagnen-Notizen, kurze Protokolle von Spielsitzungen sowie für Gedanken und Theorien darüber, was der Dungeon Master wohl noch so plant.</p>

<p><em>Auf den letzten Seiten des Character Journals ist Platz für Kurzprotokolle von Spielsitzung während einer Kampagne.</em> <br /><br /></p>
<p>Das Notizbuch für Spieler ist genauso durchdacht, wie die Bücher für den Dungeon Master. Field Notes hat auch hier wunderbare Arbeit geleistet. Es findet sich ein gutes Gleichgewicht zwischen nützlichen Informationen und Platz für eigene Notizen. Wie die anderen beiden Notizbücher ist auch das Character Journal robust verarbeitet und gut strukturiert. Es ist auf  eine elegante Art und Weise unaufdringlich. Diese Notizbücher sind bei weitem das Beste, was es auf dem Markt an speziell für D&amp;D-Spieler ausgelegte Notizbücher gibt. Und glaubt mir, ich habe mir in den letzten Monaten <strong>eine Menge</strong> solcher Produkte angeschaut.</p>
<p>Mir gefällt vor allem, dass diese Notizbücher keinen kitschigen Fantasy-Look haben. Ich bin zwar ein Geek, aber schließlich einer mit Geschmack. Falls ihr eher ein Notizbuch mit Fantasy-Look sucht, könnt ihr euch auch einen schönen Leder-Einband suchen und die Field-Notes-Notizbücher da reinstecken. Dann sehen sie zumindest äußerlich mehr nach Fantasy aus. Vielleicht werdet ihr ja trotzdem ein Fan der makellosen Typografie und des klaren Layouts. Ich kann mir Notizbücher mittlerweile gar nicht mehr anders vorstellen…</p>
<p>Ich würde auf jeden Fall einen Einband empfehlen. Die D&amp;D-Notizbücher sind so, wie sie ausgeliefert werden, völlig in Ordnung, aber ein guter Einband macht jedes Notizbuch besser. Die Field-Notes-D&amp;D-Notizbücher sind 12 x 19 cm groß (bei einer Dicke von etwa 8 mm), sie sollten also in jeden A5-Notizbucheinband passen. Ich bin auf jeden Fall überglücklich, dass es diese Notizbücher jetzt in meinem Leben gibt.</p>

<p><em>Die verschiedenen D&amp;D-Notizbücher sind in unterschiedlichen Farben gehalten, so dass sie leicht zu unterscheiden sind.</em> <br /><br /></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Klettern &amp; Arbeit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/klettern-arbeit/</link>
    <pubDate>Fri, 12 May 2023 11:01:49 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/klettern-arbeit/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Wie üblich war ich in den letzten Wochen ziemlich beschäftigt. Es folgt ein kurzer Überblick&hellip;</em></p>
<p>Wie treue Leser meines Blogs sicher bemerkt haben, ist hier seit einiger Zeit nicht mehr viel passiert. In den letzten Wochen war ich sowohl mit der Arbeit als auch mit der Freizeit sehr beschäftigt. Ich habe einige sehr langweilige organisatorische Dinge erledigt, die sich nicht weiter aufschieben ließen, und dann habe ich einige dringende Schreibaufträge bekommen, die aus dem Nichts aufgetaucht sind. Nebenbei habe ich versucht, <a href="https://forum.fab.industries/t/progress-on-transcribing-the-handwritten-pages/261/14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Machine-Learning-Modell darauf zu trainieren, meine Handschrift zu erkennen</a> , was einige Höhen und Tiefen mit sich gebracht hat, über die ich irgendwann auch mal schreiben werde, denke ich.</p>
<p>Aus diesem Grund haben sowohl <a href="https://privatecitizen.press/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Podcast</a>  als auch meine Arbeit hier im Blog und <a href="https://thesleepyfox.substack.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Newsletter</a>  gelitten. Ein weiterer Grund, warum ich nicht dafür nicht viel Zeit hatte, ist, dass ich viel auf Reisen war. Heute sehe ich zum dritten Mal innerhalb eines Monats <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sabaton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sabaton</a> live (jeweils mit verschiedenen Freunden in verschiedenen Städten), und in diesem Zusammenhang unternahm ich auch einen sehr schönen Ausflug nach Kopenhagen, wo <a href="https://gegenwind.dk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freunde von mir</a>  neben vielen anderen Aktivitäten auch ein paar tolle Fotos von mir gemacht haben, die ich demnächst auf diesem Blog veröffentlichen werde.</p>

<p><em>Bei Sabaton in der Royal Arena in Kopenhagen</em></p>
<p>Auf meinen verschiedenen Reisen und generell in meiner Freizeit habe ich in letzter Zeit viel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bouldern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gebouldert</a>. Das gemeinsame Klettern mit Freunden in Kopenhagen hat wirklich Spaß gemacht und meine Fähigkeiten deutlich verbessert. Außerdem bin ich vor kurzem dazu übergegangen, nicht mehr einmal pro Woche in derselben Kletterhalle zu klettern, sondern mehrmals pro Woche in vielen verschiedenen Hallen. Ich versuche, <a href="/exercise" rel="">aktiv zu bleiben</a> , um die ganze Zeit, die ich am Schreibtisch und hinter dem Steuer verbringe, auszugleichen, und das klappt im Moment ganz gut.</p>
<p>Damit will ich sagen, dass ich momentan sehr viel zu tun habe, aber dass ich trotzdem auch viel Spaß habe. In den nächsten Wochen sollte es etwas ruhiger werden, bevor eine weitere sehr geschäftigte Zeit beginnt, in der ich unter anderem auch Springsteen <a href="https://brucespringsteen.net/news/2023/bruce-springsteen-and-the-e-street-band-kick-off-31-date-european-tour-with-a-pair-of-three-hour-barcelona-shows-to-over-117000-fans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">endlich wieder live</a>  erleben werde. Eines dieser Konzerte wird auf der Formel-1-Strecke in Monza stattfinden, und ich freue mich schon sehr darauf, Bruce endlich einmal in Italien zu sehen – diese Konzerte sind immer legendär.</p>
<p>Ich habe vor, die Zeit bis dahin zu nutzen, um am Podcast zu arbeiten und auch ein paar Dinge für das Blog und den Newsletter zu schreiben. Wenn Ihr darauf gewartet habt, dass es hier endlich weiter geht, danke ich Euch für eure Geduld!</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Log4Shell, das BSI und die Software-Lieferkette</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/log4shell-bsi/</link>
    <pubDate>Fri, 24 Mar 2023 12:42:50 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/log4shell-bsi/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ein paar Anmerkungen zu meinem heise-online-Artikel vom Dienstag.</em></p>
<p>Am Dienstag habe ich einen Bericht über einen Online-Workshop des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei <em>heise online</em> geschrieben:</p>
<p>→ <a href="https://www.heise.de/meinung/Log4Shell-Open-Source-als-Gefahr-fuer-die-Software-Lieferkette-7606506.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Log4Shell: Open Source als Gefahr für die Software-Lieferkette</strong></a></p>
<p>Interessanterweise waren viele Leser wohl der Auffassung, dass dieser Artikel ein Angriff auf Open-Source-Software oder Open-Source-Entwickler darstellen sollte. Jeder der mich und meine Vergangenheit ein bisschen kennt weiß, wie lachhaft diese Einschätzung ist, aber das kann man ja schließlich von den meisten ho-Lesern nicht erwarten. Und dieser Tage überrascht es mich angesichts des Blödsinns, den viele meiner Kollegen tagtäglich schreiben, auch nicht, dass Leser eine Intention in Texte hineindichten, welche diese, rein objektiv betrachtet, nicht hergeben. Deswegen möchte ich an dieser Stelle kurz folgende Anmerkungen zu diesem Artikel loswerden:</p>
<ol>
<li>
<p>Die meisten in dieser Meldung beschriebenen Probleme mit Open-Source-Software betreffen auch proprietäre Software. Sie haben, in vielen Fällen, dort sogar viel schlimmere Auswirkungen, da Firmen Schwachstellen in ihrem Code – und oft auch die daraus entstehenden Konsequenzen – geheim halten können.</p>
</li>
<li>
<p>Was mich allerdings bei dem Vertreter des Log4j-Projektes überrascht hat, war die Naivität, mit der er vor der Log4Shell-Lücke an Sicherheitsfragen herangetreten ist. Bei einer Middleware, die in einer solch überwältigenden Vielzahl von Produkten zum Einsatz kommt, hätte ich das ehrlich gesagt nicht erwartet. Und ich glaube auch, dass eine derartige Einstellung zumindest in größeren Firmen seltener ist, da es dort in der Regel Rechts- und PR-Abteilungen gibt, die für etwaige Folgen, die aus derart naivem Verhalten erwachsen können, sensibilisiert sind. Hier würde es Open-Source-Entwicklern durchaus gut tun, sich zu professionalisieren. Das ist aber kein Angriff gegen diesen Entwickler oder das Log4j-Projekt an sich, ich war einfach nur überrascht. Und ich denke, dass die Entwickler nach Entdeckung der Lücke mit diesem Problem vorbildlich umgegangen sind. Wirklich schwerwiegende Folgen sind aus dieser, laut so manchem Pressekollegen, schlimmsten Sicherheitslücke aller Zeiten im Endeffekt ja auch nicht entstanden.</p>
</li>
<li>
<p>Was mich aber vor allem überrascht hat, war die Einstellung der anwesenden BSI-Mitarbeiter zu der ganzen Thematik – was auch der Grund dafür ist, dass die letzten zwei Abschnitte des Artikels entsprechend editorialisieren. Obwohl dies ein eher informeller Workshop war, war die Veranstaltung dennoch öffentlich und fand unter der Ägide einer Bundesbehörde statt. Und da hat es mich dann doch verwundert, dass zwar heftig die Werbetrommel für das Sicherheitsbewusstsein der Apache Software Foundation (Log4j ist ein ASF-Projekt) und die Dienstleistungen der Open Source Security Foundation gerührt wurde, aber umso weniger auf die gesamtgesellschaftlichen Folgen eingegangen wurde. Alle waren sich einig, dass Open-Source-Software überall gegenwärtig ist und einen wichtigen Anteil fast aller Software-Lieferketten darstellt. Und dass es dabei offensichtliche Probleme gibt – siehe Log4Shell. Und bei einer offiziellen BSI-Veranstaltung hätte ich mir deswegen schon ein paar Erkenntnisse dazu gewünscht, was der Plan des BSI ist, um dieses Problem anzugehen – wenigstens so weit wie das auf deutschem Boden machbar ist. Ich habe auch mehrmals versucht, die Diskussion im Chat in diese Richtung zu leiten. Leider ging keiner der Redner auf diese Versuche ein.</p>
</li>
</ol>
<p>Am Ende wurde für einen externen Beobachter wie mich einfach nicht klar, was der Sinn dieser Veranstaltung am Ende sein sollte. Vielleicht davon abgesehen, Werbung für die Open Source Security Foundation zu machen. Nach den ausgiebigen, und zum Teil sehr übertriebenen, Presseberichten zur Log4Shell-Lücke ist eine weitere Sensibilisierung zu diesem Thema ja wohl kaum nötig. Was bleibt, war der Eindruck, dass wir einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz brauchen, um das Problem von Sicherheitsdefiziten in einem sehr wackeligen Software-Stack zu lösen, auf dem wir gerade die gesamte Zukunft unserer Gesellschaft aufbauen. Große Teile dieses Stacks sind Open-Source-Software und es scheint als brauchen wir dringend einen Plan, diese besser abzusichern und beteiligte Entwickler zu professionalisieren. Die Open Source Security Foundation alleine kann das nicht stemmen und sie sollte es auch nicht müssen. Zumal das Problem den proprietären Teil des Stacks genauso, oder vielleicht sogar noch mehr, betrifft.</p>
<p>Ich sehe an dieser Stelle ganz klar die Politik – inklusive von Bundesbehörden wie dem BSI – in der Pflicht. Denn wenn ich aus Berlin und Bonn tagtäglich höre, wie sehr unsere Gesellschaft dringend überall digitaler werden soll (oder sogar muss), dann will ich von diesen Leuten auch wissen, wie wir so etwas sicher bewerkstelligen können.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die Stadt der Träumenden Bücher</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-028/</link>
    <pubDate>Wed, 08 Mar 2023 13:39:42 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-028/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/sfl-qonmy00.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>13. Juli 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Seit ich klein bin, liebe ich Bücher. Ich liebe es, sie zu lesen aber ich liebe es auch, Bücher in der Hand zu halten, sie zu riechen und von ihnen umgeben zu sein. Bücher haben für mich etwas magisches an sich. Als kleiner Junge träumte ich immer von einem Arbeitszimmer mit Erker in einem Altbau, in dem alle Wände mit Bücherregalen zugestopft sind, die vom Boden bis unter die hohen Decken reichen.</p>
<p>Jetzt bin ich erwachsen und habe ein Arbeitszimmer, allerdings ohne Erker. Und Bücherregale habe ich auch nicht. Das liegt nicht daran, dass ich die Lust am Lesen oder meine Liebe zu den Büchern verloren habe, es liegt ganz allein daran, dass ich in den letzten zehn Jahren fünf mal umgezogen bin. Wer viel umzieht merkt schnell, dass Bücher auch eine dunkle Seite haben. Sie sind schwer und sperrig. Ich habe mich deswegen vor einiger Zeit darauf verlegt, neue Bücher, wenn möglich, als eBook anzuschaffen. Zwar vermisse ich das Gefühl und den Geruch eines echten Buches, dafür muss ich beim Umzug weniger schleppen.</p>
<p>Und  wie sich herausstellt, haben digitale Bücher eine ganz eigene Magie. Seit ich digital lese, ist mir das vorher allzu bekannte Gefühl, Samstag abends ein Buch ausgelesen zu haben und bis Montag kein Neues zu bekommen, völlig fremd. Ich kaufe jetzt viel öfter Bücher einfach kurzentschlossen auf Vorrat und speichere sie in meinem eReader. Das gibt mir das äußerst beruhigende Gefühl, bis an mein Lebensende mit gutem Lesestoff versorgt zu sein.</p>
<p>Dementsprechend nenne ich meinen Kindle, in Anlehnung an den wunderbaren Roman von Walter Moers, auch gerne &ldquo;Die Stadt der Träumenden Bücher&rdquo;. Denn genau das ist ein eReader – eine unendlich große Bibliothek mit allem, was die Weltliteratur zu bieten hat, auf die Größe eines kleinen Taschenbuches zusammengeschrumpft. So kann ich, selbst wenn ich wochenlang mit minimalstem Gepäck auf meinem Motorrad unterwegs bin, jeden Abend ein anderes Buch lesen, wenn ich das möchte.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Von der Angst vor Verboten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/verbote/</link>
    <pubDate>Thu, 02 Mar 2023 11:36:28 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/verbote/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Dem Bürger allerhand zu verbieten scheint die neue Universal-Lösung unserer Politiker für viele Probleme zu sein. Leider wird dies von der Presse heutzutage eher blind unterstützt, als es kritisch zu beleuchten.</em></p>
<p>Stefan Gross <a href="https://twitter.com/DocBio1509/status/1631038254010056705" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schreibt auf Twitter</a>:</p>
<blockquote>
  <p>Auch wenn die &ldquo;Liberalen&rdquo; wieder im Dreieck springen, seh ich auch so: <a href="https://www.zeit.de/wirtschaft/2023-02/staatlicher-eingriff-verbote-verbrenner-aus-oel-gasheizungen-5vor8" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Staatlicher Eingriff: Keine Angst vor Verboten</em></a>. Der Staat setzt immer Regeln u. Rahmenbedingungen, INNERHALB derer man dann die Freiheit hat, zu tun ws man &ldquo;will&rdquo;.</p>
<p>Klar am Ende ist es ein gesellschaftlicher Konsens wieviel Regeln man sich &ldquo;gönnt&rdquo;. Das ist auch in Ordnung.  Ich finds nur grade lustig, wie viele seit Tagen grad &ldquo;austicken&rdquo; beim Gedanken, der Staat könnte den Zuckergehalt von Softdrinks regeln.    </p>
<p>Die Max. v. #PublicHealth oder &ldquo;lebenswerter Umweltbedingungen für nachfolgende Generationen&rdquo; sei (darf nicht) auch kein politsches Ziel liberaler Demokratien (sein).  </p>
<p>Ökonom. Max. (um jeden Preis?) aber anscheinend schon? Spannendes Argument.  Möchte ich mehr von wissen.</p>
<p>IMHO wird dann ja gerne auf das Konzept des &ldquo;mündigen u. eigenverantwortlichen Bürgers mit freiem Willen&rdquo; verwiesen, insb. man müsse &ldquo;Aufklärungskampagnen&rdquo; zu #PH Problemen wie Adipositas machen, das sei die Lösung, verkennt dabei aber völlig, daß das ein sinnvolles Konzept in Jura insb. Verfassungsrecht ist, so wie der &ldquo;H. oeconomicus&rdquo; ein sinnvolles Konzept in der VWL/BWL ist, aber keine vollständige Beschreibung der Realität liefert, aber eben daher ist das auch kein hinreichendes Konzept f. #PublicHealth Lösungen.</p>
<p>#PH Lösungen erfordern immer das Zusammenspiel aus individueller &ldquo;Aufklärung&rdquo; u. legislativen Begleitmaßnahmen. Sonst wird das langfristig nix. Rauchprävention ist das Paradebeispiel u. UK das Paradeland (u. meines Wissen immer noch eine liberale Demokratie).</p>
<p>&ldquo;Healthy Environment&rdquo; ist das Stichwort. Die es dem Einzelnen leicht macht, gesund zu leben u den individuellen &ldquo;Effort&rdquo; dafür gering hält, u den politischen hoch, statt wie jetzt, wo der gesamte &ldquo;Effort&rdquo; beim einzelnen Bürger abgeladen wird. </p>
<p>Wir müssen das nicht machen, solange uns dann als Gesellschaft klar ist, daß wir den &ldquo;Preis zahlen&rdquo; z.B. in Form von   Gesundheitssystemkosten wg. metabolischer chronischer Erkrankungen, ökonom. &ldquo;Schäden&rdquo; durch Krankenausfalltage etc.</p>
<p>Das ist ähnl. zum Klima-/Umweltschutz, wir müssen uns entscheiden, welche ökonom, polit, sozialen etc. Kosten sind wir bereit, jetzt zu zahlen für #PublicHealth statt in der Zukunft u welche &ldquo;Kosten&rdquo; sind höher und welches Outcome &ldquo;schlimmer&rdquo;? Ich hab da meine Meinung.   </p>
</blockquote><p>Weil ich mich <a href="https://privatecitizen.press" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in meinem Podcast</a>  sehr oft mit dem Thema persönliche Freiheit vs. Regulierung durch den Staat beschäftige, wollte ich auf diesen Threat hier mal etwas detaillierter antworten. Ich sehe mich nicht als Liberalen (vor allem nicht im Sinne der deutschen parlamentarischen Abgrenzungen von politischen Ansichten), aber ich stehe natürlich eher auf der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Libertarismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">libertären</a> Seite der Diskussion.</p>
<p>Meiner Meinung nach liegen dem <em>Zeit</em>-Artikel und dem Kommentar von Stefan zwei grundliegende Missverständnisse zugrunde. Beim ersten handelt es sich um eine staatstheoretische Annahme, die hier vernachlässigt wird. Die Gesetze, die dem deutschen Staatswesen seit Gründung der Bundesrepublik zugrunde liegen, fußen in der Regel auf dem Verständnis, dass eine Demokratie nur dann funktionieren kann, wenn ihre Wähler aus mündigen Erwachsenen besteht. Daraus haben Politiker, sowohl der Legislative als auch der Exekutive, und auch Staatstheoretiker, eigentlich immer geschlossen, dass es nicht Aufgabe des Staates ist, seine Bürger zu erziehen (da es sich ja um mündige Erwachsene handelt). Aufgabe des Staates ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der jeder Bürger so frei und unbeeinträchtigt wie möglich leben kann. Daraus folgt wiederum das Verständnis, dass der Staat nur dann in das Leben eines Bürgers eingreifen sollte, wenn dessen Handeln die Rechte seiner Mitbürger einschränkt. Es ist, und war nie, Aufgabe des Staates, den Bürger vor sich selbst zu schützen.</p>
<p>Das heisst wiederum, dass der aktuelle Aufbau unseres Staates und unserer Gesellschaft grundlegend von diesem Prinzip beeinflusst wurde. Wir leben so, wie wir leben, weil wir bisher immer davon ausgegangen sind, dass es nicht die Aufgabe des Staates ist, seine Bürger zu bemuttern. Man kann das ändern, dann müssen wir uns aber auch die Frage stellen, wie eine Demokratie funktionieren soll, in der ein Staat einem Bürger nicht zutraut, die Geschwindigkeit seines Autos auf der Autobahn selbstständig zu bestimmen, aber auf der anderen Seite vom selben Bürger verlangt, sich eigenständig über komplizierte politische Themen zu informieren und dann als Wähler kompetent seine Volksvertreter zu bestimmen. Das scheint mir ein bisschen so, als wollen wir jemandem erlauben, einen Airbus A380 zu fliegen, der es nicht geschafft hat, die Führerscheinprüfung für ein KFZ zu bestehen.</p>
<p>Das zweite Missverständnis ist ein praktisches: Wir reden hier davon, dass es zu teuer für unser Gesundheitssystem ist, wenn Menschen zu viel Freiheit gelassen wird, ihren Körper zu ruinieren. Das ist ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Strohmann-Argument" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schein-Argument</a> der schlimmsten Sorte. Unser Gesundheitssystem hat die Probleme, die es hat, nicht weil zu viele Menschen zu krank sind (aus welchem Grund auch immer). Die Probleme in unserem Gesundheitssystem haben wir deswegen, weil es in den letzten Jahrzehnten in ein Milliarden-Geschäft verwandelt wurde, dessen Zweck nicht die Aufrechterhaltung der Volksgesundheit, sondern das Erwirtschaften von Geld ist. Was hier versucht wird – unter anderem durch Artikel wie dem hier verlinkten aus der <em>Zeit</em> – ist, zu behaupten, wir müssten die Freiheit der Bürger einschränken, wenn die eigentlich naheliegende Lösung ist, die Freiheit der Firmen einzuschränken, die am Gesundheitssystem Milliarden verdienen. Wieso passiert das? Weil die Menschen, die an Medikamenten, Pflege und Krankenhäusern gut verdienen, natürlich deswegen auch sehr einflussreich sind (eben weil sie viel Geld haben) und den politischen Diskurs bestimmen.</p>
<p>Eigentlich wäre es die Aufgabe der Presse hier einzugreifen, wenn mächtige Menschen (Politiker und Firmenchefs) versuchen, die Freiheit des Bürgers einzuschränken, damit niemand auf die Idee kommt, ihren Goldesel anzufassen. Das tun unsere Leitmedien aber nicht. Stattdessen veröffentlichen sie Kolumnen, in denen Redakteure die Interesse der Mächtigen vertreten, statt sie kritische zu beurteilen. Es ist ja auch nicht so, als ob man ein Genie sein muss, um diesen Missstand zu entdecken. Man muss sich nur die Frage stellen, warum wir früher weniger Verbote hatten und das Gesundheitssystem trotzdem besser funktioniert hat. Dass hier mehr Verbote nicht die Lösung sind, ist eigentlich offensichtlich.</p>
<p>Nichts gegen Stefan, das Problem liegt in diesem Fall bei seiner Quelle. Aber ja, ich kann die Leute verstehen, die austicken, wenn jemand vorschlägt, der Staat solle doch regulieren, wieviel Zucker im Softdrink ist, den ich trinke. Ich werde dieses Jahr 40. Ich habe bisher keinen einzigen Tag meines Lebens in einem Krankenhaus verbracht. Wenn ich einen Softdrink trinken will, dann ist das meine Sache, wieviel Zucker da drin ist. Ich bin keine 12 mehr. Im Gegenteil, ich zahle nun seit knapp 20 Jahren in unser Gesundheitssystem ein. Und nicht zu knapp. Wenn das Geld nicht reicht, um mich zu behandeln, wenn ich mich mit Cola fett saufe, dann ist das nicht mein Problem. Dann haben die Politiker versagt, die dieses Geld verwalten. Vielleicht sollte die <em>Zeit</em> da mal drüber nachdenken. Ich werde auch ziemlich sauer, wenn der Staat mich zunehmend wie ein Kleinkind behandelt, im Gegenzug aber Steuern und Abgaben von einem Erwachsenen haben will.</p>
<hr>
<p>Eine Randnotiz vielleicht noch zur &ldquo;liberalen Demokratie&rdquo; im  United Kingdom. Ich würde England rein gar nicht als sehr freiheitliche Demokratie charakterisieren. Und ich habe dort schließlich eine Weile gelebt. Das Vereinigte Königreich war, geschichtlich gesehen, sehr früh eine Demokratie und (für die damalige Zeit) auch sehr freiheitlich, ist im heutigen Vergleich mit anderen Demokratien in Europa (oder gar den USA) doch eher autoritär. Ich würde das Vereinigte Königreich eher als &ldquo;konservative Demokratie&rdquo; charakterisieren.</p>
<p>Mann muss nur mal beobachten, wie hart der englische Staat und seine Exekutive auch bei bereits kleinen Rechtsbrüchen zupacken. Als Deutscher kann es einen da schon mal schnell kalt überraschen, wenn man merkt, wie schnell man in England zum Beispiel im Gefängnis landet, wo der deutsche Staat im Direktvergleich noch jahrelang mit Bewährungsstrafen oder gar nur Busgeldern agiert. Aber schließlich hat England ja auch einen König. Und unsere freiheitliche Demokratie hierzulande ist ja eben gerade auch deswegen entstanden, weil die Bürger irgendwann keine Lust mehr darauf hatten, dass sich ein König einbildet, er müsse seine Untertanen vor sich selbst schützen.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf die selbe Art bekloppt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/21-jahre/</link>
    <pubDate>Wed, 01 Mar 2023 17:05:42 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/21-jahre/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Seit 21 Jahren geht das jetzt schon so und es wird immer nur besser.</em></p>
<p>Heute sind meine Frau und ich seit 21 Jahren zusammen. Sie ist eine unglaublich intelligente Person und gleichzeitig ein so liebenswerter Mensch – eine Kombination, die meiner Meinung nach extrem selten ist. Es erstaunt mich immer wieder, dass jemand, der so intelligent ist, es mit jemandem aushält, der so verrückt ist wie ich. Unglaublich, aber wahr. Sie ist die Liebe meines Lebens und meine beste Freundin, und ich bin sehr glücklich, sie zu haben.</p>
<p>Vor etwa einem Jahrzehnt haben wir herausgefunden, dass wir im Herzen immer zusammen bleiben, egal wohin uns das Leben verschlägt – selbst wenn wir für längere Zeit getrennt sind. In den letzten Jahren haben wir allerdings noch mal eine ganz neue Ebene des Vertrauens, der Freundschaft und der Liebe in unserer Beziehung erreicht. Wir stehen uns näher und sind glücklicher als je zuvor.</p>
<p>Wir sind uns in so vielen Dingen einig: Wie wir unser tägliches Leben leben, die bewusste Entscheidung, keine Kinder zu haben, wann wir auf Entdeckungstour gehen und herumreisen wollen und wann wir lieber faul auf der Couch bleiben und Netflix schauen… Und wenn wir bei etwas nicht einer Meinung sind, finden wir immer einen Weg, zu akzeptieren, dass der andere die Dinge anders sieht. Und ihm dann seine Freiheit zu lassen und die Dinge auch mal alleine zu genießen.</p>
<p>Ich habe das Gefühl, dass so etwas sehr ungewöhnlich ist. Ich glaube nicht, dass es viele Beziehungen gibt, in denen sich Menschen nach mehr als zwanzig Jahren Beziehung tatsächlich noch näher kommen. Und ich finde es auch bemerkenswert, wenn man nach 21 Jahren glücklicher zusammen ist, als am Anfang der Beziehung. Seit einiger Zeit bemühe ich mich bewusst darum, jeden einzelnen Tag einfach mal zu schätzen zu wissen, wie glücklich wir miteinander sind. Es ist aber auch wichtig, es hin und wieder einfach von den Dächern zu rufen, vor allem an einem besonderen Tag wie dem heutigen.</p>
<p>Katy, ich liebe dich! Lass uns weiterhin zusammen so verrückt sein. Ich möchte auf diese Art und Weise alt werden; es macht so viel Spaß mit dir!</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das Auto als fahrender Computer</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-027/</link>
    <pubDate>Thu, 23 Feb 2023 10:08:36 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-027/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/x9ckqofuato.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>6. Juli 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ich fahre ein fast zwanzig Jahre altes Auto und werde es so lange am Laufen halten, wie es nur geht. Falls ich jemals Ersatz brauche, werde ich einen Gebrauchtwagen kaufen, der so alt wie möglich ist. Das ist mir ziemlich wichtig, weil ich denke, dass sich die Autoindustrie in den letzten paar Jahren selbst ins Abseits befördert hat. Nicht nur, dass die meisten modernen Autos ziemlich lächerlich aussehen, statt Zuverlässigkeit und Reichweite dominieren heutzutage fragwürdige Design-Entscheidungen und technische Spielereien, die niemand braucht.</p>
<p>Sehr klar wurde mir das wieder mal, als ich die Tage ein Video des bekannten britischen Auto-Journalisten James May sah, der erklärte, wie man einen Tesla auseinandernimmt, wenn dessen Autobatterie leer ist. Die wird nämlich unter Umständen von der riesigen Antriebsbatterie nicht geladen, ob wohl der Wagen am Strom hängt, und weil der Tesla so modern ist, kann man ihn dann nicht mehr öffnen. Da alles von Computern gesteuert wird, bekommt man nicht mal die Motorhaube auf und muss anfangen, den Wagen zu demontieren. Von wegen Fortschritt!</p>
<p>Als jemand, der sich seit Jahren mit IT-Sicherheit beschäftigt, möchte ich auch nicht, dass die Bremsen oder Schlösser in meinem Auto computergesteuert sind. Oder dass, wie jetzt bei Porsche Taycan, auf einmal der Motor ausgeht, weil das Auto einen Software-Defekt hat und ein Update braucht. Die Software auf meinem Schreibtisch ist schon instabil und unsicher genug, so etwas fehlt mir auf der Autobahn gerade noch. Es ist ja auch nicht so, als ob dieser ganze Schnickschnack irgendwas ermöglicht, was Autos vor zwanzig Jahren nicht auch konnten – ganz im Gegenteil. Finde heute mal ein Auto, das locker mehr als eintausend Kilometer Reichweite hat und dessen Antriebseinheit bei guter Wartung mehr als eine Million Kilometer hält.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wer modern guckt, jubelt als Letzter</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-026/</link>
    <pubDate>Mon, 02 Jan 2023 21:09:54 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2023/digital-total-026/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/ogqwlzwrsai.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>29. Juni 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Bekanntlich hält gerade mal wieder ein Fußball-Großereignis Europa in Atem. Haben Sie sich bei dieser Gelegenheit auch schon des Öfteren gefragt, warum Ihr Nachbar immer eher jubelt – oder, angesichts der Leistung der deutschen Mannschaft dieses Jahr, vor Frust aufschreit – wenn ein Tor fällt? Das liegt wahrscheinlich daran, dass Sie moderner Fernsehen, als ihr Nachbar. Denn bei Live-Übertragungen gilt die Faustregel: Je smarter das Gerät, desto weniger &ldquo;live&rdquo; ist das, was ich gezeigt bekomme. Streaming-Dienste sind da zum Teil fast eine halbe Minute, manchmal sogar noch mehr, hinter dem eigentlichen Geschehen hinterher.</p>
<p>Früher, beim analogen Empfang über die Dachantenne, war das Fernsehsignal fast ohne Verzögerung, aber eigentlich war das sowieso egal, weil schließlich jeder sein Fernsehen auf die selbe Weise empfing. Heute ist der Gold-Standard beim Live-Fernsehen das digitale Satelliten-Signal, welches mit der geringsten Verzögerung beim Zuschauer ankommt. Digital über Antenne jubeln Sie allerdings auch nur eine oder zwei Sekunden später als per Satellit. Wenn Ihr Nachbar über Satellit schaut und sie über Kabel, dann jubelt er allerdings schon gute fünf Sekunden, bevor Sie das Tor zu sehen kriegen. Smart-TVs und Streaming-Boxen wie die der Telekom, Amazon oder von Apple haben je nach Gerät und Sender zwischen zehn und fünfzig Sekunden Verzögerung. Fünfzig Sekunden können in einem Länderspiel eine Ewigkeit sein. Man erinnere sich nur an Brasilien gegen Deutschland bei der EM 2014, als Toni Kroos zwei Tore in knapp drei Minuten schoss.</p>
<p>Wer keine Möglichkeit hat, den Empfangsweg seines Fernsehers zu ändern und trotzdem möglichst als erster jubeln will, der schaut sich die Spiele am besten über die Web-Apps der öffentlich-rechtlichen Sender an. Da liegt man auch nur drei bis vier Sekunden hinter dem Satelliten-Signal und sieht das Tor mit Glück eher als die Nachbarn im Kabelfernsehen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>In a Silent Way</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ruhestand-kuri/</link>
    <pubDate>Wed, 21 Dec 2022 17:38:04 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ruhestand-kuri/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mit Jürgen Kuri verabschieded sich ein Urgestein des deutschen Tech-Journalismus aus der Branche. Ich habe ihn als Kollegen sehr zu schätzen gelernt und werde ihn schmerzlich vermissen.</em></p>
<hr>
<p><strong>Aufmacherbild:</strong> Miles Davis auf der Bühne, Jürgen Kuri hatte ein ähnliches Bild über seinem Schreibtisch im Heise-Newsroom hängen (Foto: Columbia Records)</p>
<hr>
<p><a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Meinungen-zu-heise-online/Ein-kleiner-Abschied-nicht-nur-aus-einem-grossen-Forum/posting-42046300/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Kuri geht in den Ruhestand</a>. Seit ich denken kann, war er Chefredakteur von <em>heise online</em>. In meiner Zeit in der Heise-Redaktion habe ich in als grund-integren Kollegen mit untrüglichen journalistischen Instinkten persönlich kennen- und schätzen gelernt.</p>
<p>In meiner Erfahrung trat Jürgen immer leise auf, wusste sich aber trotzdem durchzusetzen. Wie Wasser, das oberflächlich beobachtet langsam tropft, aber in Wirklichkeit das Tal, in dem man steht, aus dem Fels gemeißelt hat, war sein Wort im Heise-Newsroom, den er leitete, so etwas wie ein Naturgesetz. Sich dagegen zu stemmen, machte einfach keinen Sinn. Ich habe mich in meiner Zeit bei Heise aber eigentlich auch nie gegen ihn durchsetzen müssen. Wenn Jürgen Kuri meine Arbeit mal kritisiert hat, hatte er eigentlich immer Recht.</p>
<p>Als ich bei Heise anfing, gab es immer mal wieder unterschwellige Kritik an Jürgen. Er lasse zu viele Dinge einfach laufen, greife nicht oft genug editoriell ins Geschehen ein. Am Anfang habe ich diese Einschätzung durchaus geteilt. Später stellte ich langsam fest, wie falsch ich damit lag.</p>
<p>Jürgen hat die journalistischen Instinkte eines Mitglieds der alten Schule. Egal was passierte, er wusste eigentlich immer direkt, wie der Hase läuft. Aber es gibt zwei Dinge, die ich ihm besonders anrechne: Er lebt die Pluralität von Meinungen und hat kein Problem damit, unter seiner Ägide Texte zu veröffentlichen, bei denen er selbst anderer Meinung ist. Das ist extrem selten geworden im Journalismus.</p>
<p>Die zweite Eigenschaft ist aber vielleicht noch wichtiger. In meiner Zeit bei Heise hat Jürgen sich ausnahmslos immer hinter meine Arbeit gestellt. Auch wenn diese extrem kontrovers war oder Leute mit Einfluss sich auf den Schlips getreten fühlten. Und auch wenn man Fehler gemacht hat, stand Jürgen immer uneingeschränkt hinter einem. Er hat verlangt, dass man die Fehler berichtigt, aber er stand hinter einem. Genau so wünscht man sich als Reporter seinen Chefredakteur.</p>
<p>Ich werde Jürgen Kuris Einfluss im Newsroom von Heise und auf den Seiten von <em>heise online</em> schmerzlich vermissen. Ich habe, auch als freier Journalist, immer gern mit ihm zusammengearbeitet. Deshalb: Danke für deine Arbeit, Jürgen! Und genieß den Ruhestand! Du hast ihn dir verdient.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Version 2.39</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/version-2-39/</link>
    <pubDate>Wed, 14 Dec 2022 16:48:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/version-2-39/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eine neue Version dieser Webseite bringt ein paar Änderungen mit sich</em></p>
<p>Ich habe soeben eine neue Version, <code>v. 2.39.000.13b4c9a</code>, der  <span style="color: #ff8800; font-weight: bold;">fab.industries</span> Website veröffentlicht. Hinter den Kulissen arbeite ich bereits seit einer Weile an dieser Version, die einige kleinere Verbesserungen enthält. Die interessantesten Änderungen für Leser sind wohl:</p>
<ul>
<li>Der <strong>Dark Mode</strong> ist standardmäßig aktiviert</li>
<li>Ein neues <strong>Kommentar-Widget</strong>, das eine E-Mail-Adresse, das Forum und Twitter, sowie Fediverse-Konten verlinkt</li>
<li>Meine neue <a href="/now" rel=""><strong>Now Page</strong></a> </li>
<li>Umgestaltete <strong>Hauptseiten</strong> und eine verbesserte <strong>Navigation</strong></li>
</ul>
<p>Ich hoffe, dass diese Seite weiterhin nützlich und vor allem interessant für euch ist. Wenn ihr Vorschläge für weitere Verbesserungen habt, nutzt doch das neue Widget:</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Sag niemals nie</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-025/</link>
    <pubDate>Mon, 05 Dec 2022 14:58:59 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-025/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/dall-e-pixelart-number-11.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>22. Juni 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Eine Grundregel, die ich in meiner journalistischen Arbeit gelernt habe ist, dass große Firmen sich eigentlich nie an ihre Versprechen halten. Vor allem nicht, wenn sie sagen, dass etwas niemals passieren wird. Und so sollte es mich eigentlich auch nicht überraschen, dass Microsoft diese Woche die nächste Version von Windows, sie wird wohl &ldquo;Windows 11&rdquo; heißen, ankündigen wird.</p>
<p>Ich kann mich noch gut daran erinnern, als man behauptet hatte, Windows 10 würde die letzte Version von Windows sein, die es je geben werde. Windows sei jetzt ein Dienst, keine Software, meinte Microsoft damals. Es gäbe nur noch ein Windows und man würde es für immer aktualisieren. Dieses Versprechen hat gerade mal sechs Jahre gehalten. Ich hatte schon damals nicht daran geglaubt, denn welche Firma lässt sich freiwillig den Marketing-Hype entgehen, denn man mit der Vorstellung eines neues Produktes – auch wenn es nur ein neues Produkt dem Namen nach ist – erzeugen kann? Offensichtlich nicht mal ein Riese wie Microsoft.</p>
<p>Und so scheint Windows 11 auch erst einmal nicht viel mehr zu sein als ein Name und ein neuer Look. Genaueres will Microsoft diese Woche bekannt geben. So oder so werden sie uns aber wohl früher oder später wieder zu einem Update zwingen. Die meisten von uns kennen das schon. Das war schon bei Windows Vista, Windows 7 und schließlich Windows 10 kein besonders großer Spaß. Immerhin wird es das neue Windows wohl eine Weile kostenlos als Upgrade geben. Ansonsten kriegt Microsoft ja niemanden überzeugt, sich schon wieder an ein neues Startmenü und eine neue Systemleiste zu gewöhnen.</p>
<p>Wird Windows 11 endlich damit aufhören, den Rechner neu starten zu wollen, wenn ich gerade in einem Video-Meeting bin? Oder wird Microsoft es endlich hinbekommen, dass man Windows bei täglicher Benutzung nicht mindestens alle zwei Jahre neu installieren muss, damit alles funktioniert? Ich glaub ja nicht dran.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Windows-Update-Schreck</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-024/</link>
    <pubDate>Wed, 02 Nov 2022 15:26:06 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-024/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/windows-wetter.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>15. Juni 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Haben Sie letzte Woche auf ihrem Windows-Computer nach einem Neustart auch auf einmal etwas Neues entdeckt und sich erst mal erschreckt? Also, ich habe mich nach dem letzten Windows-10-Update schon sehr über die neue Wetter-Anzeige in der Statusleiste gewundert. Microsoft hat da mal eben still und heimlich seine Nachrichten-Webseite MSN und seine Suchmaschine Bing noch ein bisschen tiefer ins Betriebssystem eingebaut. Und das Ganze außerhalb der normalen größeren Feature-Updates, wo man ja eigentlich mit einer solchen Neuerung rechnen würde.</p>
<p>An sich ist das ja nicht beunruhigend. Vielen wird es ja sicher auch gefallen, das Wetter direkt in der Statusleiste ablesen zu können. Gut, man kann auch einfach aus dem Fenster schauen und das Wetter in der Realität ablesen – aber das steht auf einem anderen Blatt. Nein, das eigentliche  Problem bei diesem Update ist, wie laienhaft Microsoft dieses Taskbar-Element gebaut hat: Mit pixeliger Wettergrafik und einer verschwommenen Schriftart, die komplett anders aussieht als der andere Text auf der Statusleiste oder im Startmenü.</p>
<p>Ich habe im ersten Moment gedacht, irgendwer hätte mir Schadcode auf den Rechner geladen. Diese Windows-Funktion sieht nämlich genau so aus wie die Art von kostenlosen Wetter-Apps für Windows, bei deren Download von einer zwielichtigen Webseite man sich sonst einen Trojaner mit ins Haus holt, der dann erst mal die gesamte Festplatte verschlüsselt. Und ich bin offensichtlich nicht der einzige, der ähnliche Gedanken hatte. Das Internet ist voll von Menschen, die sich wundern, wo diese merkwürdig verpixelte Anzeige in ihrer Windows-Leiste herkommt.</p>
<p>Angeblich hat Microsoft diese neue Windows-Funktion seit Januar mit seinen freiwilligen Testern auf Herz und Nieren geprüft. Und dabei ist keinem aufgefallen, dass das Ding aussieht wie Köder-Software aus einem russischen Hacker-Forum?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die Ringe der Macht</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ringe-der-macht/</link>
    <pubDate>Mon, 17 Oct 2022 14:57:28 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ringe-der-macht/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die Leserkommentare zu meiner Rezension von Amazons Tolkien-Serie sind zum Teil wirklich arg merkwürdig.</em></p>
<p>Über das Wochenende hat <em>heise online</em> <a href="https://www.heise.de/news/Die-Ringe-der-Macht-Eine-Legierung-aus-Genie-und-Unzulaenglichkeiten-7309447.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meine Rezension zur ersten Staffel von Amazons Herr-der-Ringe-Prequel <em>Die Ringe der Macht</em> veröffentlicht</a>. Ich vertrete in dieser Rezension eine kontroverse Meinung. Nämlich, dass diese Serie nicht komplett Scheiße ist. Lustigerweise werde ich sonst immer von den Heise-Lesern angefeindet, weil ich Serien komplett zerreiße. Diesmal ist es genau andersrum. Hier ein mehr oder weniges repräsentatives Beispiel eines Leserkommentars<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>:</p>
<blockquote>
  <p>Guten Tag geehrte heise Redaktion,</p>
<p>In eurem Bericht über die Amazon Serie &ldquo;die Ringe der Macht&rdquo; musste ich feststellen das eure Kritik leider nicht den Tatsachen entspricht und somit potentiellen Lesern falsche Hoffnungen machen könnte. Kurz weg, die Serie hätte das größte Fantasie Epos überhaupt werden können, doch endete schlicht weg als enttäuschender Flop. Storymaking, Schauspielerwahl, Schauspielerische Fähigkeiten, Kostüme, es ist leider mehr enttäuschend als mitfiebernd. Ich als Tolkien Fan bin doppelt traurig, hatte mich Jahre lang auf diese Serie gefreut, potential hat es mehr als genug gegeben, wurde aber nicht genutzt.</p>
<p>Im Vergleich zu House of the Dragon von HBO ist die Ringe der Macht nahezu lächerlich. Kein einiger Charakter ist mir ans Herz gewachsen, keine einzige Szene hat Spannung oder den Wunsch nach mehr erzeugt. Die 2te Staffel werde ich nicht mehr schauen, reine Zeitverschwendung. UND um meine Meinung hier nicht als allein stehend abstempeln zu können, bitte recherchieren Sie doch vernünftig, dann schreiben Sie Ihre Kritik. Nahezu die ganze Fantasie fan Welt hat auf diese serie gewartet und nahezu die ganze Fantasie welt empfand sie als FLOP. Aus diesem Grund meine email &amp; aus diesem Grund befürchte ich ihr Artikel könnte falsche Hoffnung erwecken. Ich empfehle jedem, House of the Dragon zu schauen.</p>
</blockquote><p>Daraufhin habe ich dem Leser folgendes geantwortet:</p>
<blockquote>
  <p>Moin, Herr ████████████!</p>
<p>Ihre Meinung in allen Ehren, aber meine eigene Meinung (übrigens auch als Tolkien-Fan, seit mehr als 30 Jahren) weicht halt davon ab.</p>
<p>Ich finde (vor allem im Direktvergleich) <em>House of the Dragon</em> stümperhaft. Die Dialoge dort wirken wie von Teenagern geschrieben, die Spezialeffekte sind lachhaft und außer Matt Smith ist mir bisher kaum ein fähiger Schauspieler untergekommen. Mal abgesehn davon, dass die Geschichte elendig langweilig ist.</p>
<p>Ich finde es auch etwas lustig, dass Sie gerade bei <em>Rings of Power</em> die Gefahr falscher Hoffnungen sehen, weil ja viel mehr Leute diese Serie dank eines eh schon bestehenden Prime-Abos kostenlose sehen können. Ich finde es viel unschöner, wenn Leser extra WOW abonnieren, um dann von einer Game-of-Thrones-Prequel-Serie enttäuscht zu werden, die lieblos dahingeklatscht wurde, nur um dank des GoT-Brandings abzusahnen.</p>
<p>Den Aufruf zur Recherche bei einer Rezension finde ich dann allerdings nicht  mehr lustig. Sie scheinen nicht verstanden zu haben, was eine Rezension ist. Das ist ein Meinungsartikel. Da geht es um meine Meinung, nicht darum was &ldquo;die ganze Fantasy-Fanwelt&rdquo; sagt. Das ist mir, herzlich gesagt, völlig egal. Wie sollen wir denn auch vernünftigen Meinungspluralismus im Journalismus hinbekommen, wenn wir alle einfach abschreiben, was die anderen schreiben, ohne uns selbst Gedanken zu machen. Eine solche &ldquo;Recherche&rdquo; wäre nicht nur handwerklich schlecht (weil ich dann nicht verstanden hätte, wie man eine Rezension schreibt) sondern auch faul. Die Alternative dazu, dass ich meine journalistischen Prinzipien derart verrate, ist halt, dass Sie einfach mal akzeptieren, dass andere Menschen eine Meinung haben, die von Ihrer abweicht. Das dürfte ja auch nicht allzu schwer sein. Lesen Sie einfach ein paar andere Rezensionen der übrigen Fantasy-Welt.</p>
<p>Für fachliche Kritik bin ich immer offen und wenn ich sachliche Fehler begehe, auch in einer Rezension, können wir gerne darüber sprechen. Aber sich darüber zu beschweren, dass ein Meinungsartikel eine andere Meinung widerspiegelt, als die des Lesers, verschwendet Ihre und meine Zeit.</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>–––<br>
Fabian A. Scherschel<br>
Freelance Journalist, Writer &amp; Podcaster<br>
fab.industries</p>
</blockquote><p>Ich dachte ja eigentlich, der lässt es dabei bewenden. Aber nein, es folgte prompt eine Antwort:</p>
<blockquote>
  <p>Vielen Dank Ihre schnelle Rückmeldung,</p>
<p>Leider muss ich feststellen das Sie anstatt auf einer Sachlichen Objektiven Ebene meine Kritik auf emotionale und persönliche Art und Weise wahrgenommen haben. Ihr Antwortschreiben deutbar als ein Anzeichen von emotionaler labilität.</p>
<p>Alles gute in Zukunft und viel Erfolg(ernst gemeint!!) bei Ihren weiteren Rezensionen.</p>
<p>Mit freundlichen Grüßen
███████ ████████████</p>
</blockquote><p>Ich muss gestehen, dass ich mir dann den Spaß gemacht habe, auch noch mal zu antworten<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup>:</p>
<blockquote>
  <p>Ich habe Ihre Kritik sehr objektiv beantwortet. Wohingegen die Kritik an sich einfach gar nicht objektiv und auch nicht sehr hilfreich war. &ldquo;Ich hab eine andere Meinung und Ihre Meinung ist gefährlich für den Leser&rdquo; ist halt sehr abgedroschen und auch nicht besonders intelligent.</p>
<p>Sie wollen wahrscheinlich einfach nur nicht wahrhaben, dass jemand, der diesen Job seit mehr als zehn Jahren macht, besser als Sie weiß, wie man einen Meinungsartikel schreibt.</p>
<p>Kommentare zu meinem emotionalen Zustand sind mir ein bisschen zu Kindergarten, ehrlich gesagt. Und auch komplett irrelevant, außer Sie legen eine Kopie Ihres Diploms und ggf. die Urkunde über Ihre Promotion in einem entsprechenden Fachbereich bei. Aber wenn Sie Ahnung von Psychologie hätten, würden Sie mich wahrscheinlich auch nicht auf Basis einer E-Mail analysieren wollen.</p>
<blockquote>
  <p>Alles gute in Zukunft und viel Erfolg(ernst gemeint!!) bei Ihren weiteren Rezensionen.</p>
</blockquote><p>Jemandem erst die Kompetenz und dann die emotionale Stabilität absprechen und dann viel Erfolg wünschen. Das ist schon recht kreativ, was passiv-aggressive Verabschiedungen angeht. :D</p>
<p>Machen Sie sich mal keine Sorgen, ich komm schon klar.</p>
</blockquote><p>Er konnte es nicht lassen und hat mir tatsächlich noch mal geschrieben. In Ermangelung eines Belegs für ein abgeschlossenes Studium der Psychologie war diese Mail aber, wie gesagt, überflüssig. Solche Menschen müssen halt immer das letzte Wort haben, auch wenn daraus nur geistiger Dünnpfiff resultiert.</p>
<p>Direkt nach der Veröffentlichung des Artikels habe ich übrigens auch noch eine sehr lustige Mail bekommen, zu der ich ein (englisches) TikTok-Video gmacht habe:</p>
<p><a href="https://www.tiktok.com/@fab.industries/video/7155450885131324677"></a></p>
<p><strong>@fab.industries</strong><br>
SPOILER ALERT!<br>
♬ original sound - Fabian A. Scherschel</p>
<p>Kurze Zusammenfassung: Jemand hat sich beschwert, dass ich am Anfang der Rezension verraten habe, dass Sauron die Ringe der Macht mit geschmiedet hat. Was halt in <em>Der Herr der Ringe</em> drin stand, also seit 1954 bekannt ist. Und das weiß auch jeder, weil sich die Geschichte ja komplett darum dreht, dass Frodo den Einen Ring zerstören muss, weil Sauron ihn wiederhaben will.</p>
<p>Aber, ja. Das ist ein Spoiler. Ein Spoiler, der 68 Jahre alt ist. Sich über sowas zu beschweren… Menschen gibt es…</p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">&nbsp;&nbsp;<b>Hast du etwas hinzuzufügen? Schreib einen Kommentar <a href="https://forum.fab.industries/t/die-ringe-der-macht/289" target="_blank">in meinem Forum</a>.</b></div>
<p><strong>Aufmacherbild:</strong> <em>Durin IV. beäugt seinen Freund Elrond skeptisch (Foto: Amazon Prime Video)</em></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Ich habe ausnahmsweise die orthographischen Fehler in den zitierten Texten belassen, um die generelle Stimmung der Zuschriften nicht zu verfälschen.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Die Mail beginnt mit einem Zitat aus der vorangegangenen E-Mail des Lesers. Das habe ich der Einfachheit halber mal weggelassen.&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Experten beraten Experten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-023/</link>
    <pubDate>Mon, 03 Oct 2022 15:12:26 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-023/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/9qs-9n2osjo.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>8. Juni 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Das Internet ist schon eine tolle Sache, wenn man Dinge herausfinden will. Wenn man weiß, wie man suchen muss, findet man hier fast alles. Das Problem mit dem Internet ist allerdings, dass die Orte, an denen dort Wissen weitergegeben wird, hauptsächlich mit Experten bevölkert sind – oder solche, die sich für Experten halten.</p>
<p>Das ist vor allem immer dann wenig optimal, wenn man Lösungen für alltägliche Probleme sucht. Die Lösungen von Experten, oder von Möchtegern-Experten, sind immer Experten-Lösungen. Dafür braucht man Experten-Werkzeuge, Experten-Ersatzteile und am besten eine ganze Experten-Werkstatt.</p>
<p>So habe ich mich etwa vor einiger Zeit in allen möglichen Grillforen herumgeschlagen, weil ich mir einen günstigen Gasgrill kaufen wollte. Ich fand aber wenig Antworten auf die Frage, welcher Basis-Grill stabil gebaut, gut zu reinigen und für Gelegenheitsgriller zu empfehlen ist. Vor allem, wenn diese nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Stattdessen begegneten mir sehr, sehr viele Menschen, welche die selbe Frage gestellt hatten wie ich, die dann von den Experten etwa so beantwortet wurde: Du brauchst einen Profi-Grill. Der Grill, den du dir da ausgesucht hast, taugt nichts. Der hat nicht mal Infrarot-Brenner. Und überhaupt viel zu wenig Leistung. Alles, was ein Kotelett nicht innerhalb von einer Minute komplett zu Asche brutzeln kann, ist kein richtiger Grill.</p>
<p>Manchmal glaube ich, diese Internet-Plattformen sind nur dazu da, damit Möchtegern-Experten anderen Möchtegern-Experten beweisen können, wie wichtig sie sind. Ich habe schließlich, nach langem Suchen, ein paar Grill-Rezensionen von einem normalen Menschen gefunden, der einfach nur einen guten, günstigen Grill wollte, auf dem man grillen kann. Jetzt kann ich zwar nix per Infrarot-Strahl atomisieren, aber das Steak schmeckt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die menschliche Wahrnehmung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-111/</link>
    <pubDate>Sun, 25 Sep 2022 21:45:50 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-111/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/wahrnehmung.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Mir ist in letzter Zeit immer wieder bei den unterschiedlichsten Menschen etwas aufgefallen, was ganz viele von ihnen gemeinsam zu haben scheinen. Etwas, das ich selbst eigentlich schon lange wusste und versuche, bei mir selbst wenn möglichst zu vermeiden. Der Eindruck hat sich aber durch Unterhaltungen gerade immer wieder vertieft. Eine Tatsache, die auch für mein berufliches Leben ziemlich wichtig ist. Ich rede von einem Effekt, der dadurch bedingt ist, wie die menschliche Wahrnehmung funktioniert – vor allem im Bezug auf andere Menschen.</p>
<p>Die meisten Menschen, die etwas wahrnehmen, sagen wir zum Beispiel das Verhalten einer Person in einem Gespräch, gehen nämlich davon aus, dass ihre Wahrnehmung davon der Realität entspricht und absolut objektiv richtig ist. Sie sprechen der anderen Person dann deren Sichtweise der Situation oft komplett ab. Das tun sogar sehr gebildete Menschen und <strong>das</strong> wundert mich doch dann immer wieder. Ich kann doch unmöglich der einzige sein, der sich noch daran erinnern kann, wie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlengleichnis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platons Höhlengleichnis</a> in der Schule besprochen wurde. Schon an diesem Punkt muss man als heranwachsender Mensch doch anfangen, zu verstehen, dass das, was in unserem Bewusstsein ankommt – also das Ergebnis des Prozesses, mit dem unser Hirn unsere Sinneseindrücke verarbeitet – nicht hundertprozentig dem entspricht, was draußen in der Welt auch wirklich vor sich geht. Von Erinnerungsverklärung und geistigen Abkürzungen wie Vorurteilen und so weiter mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Und wenn man sich dann noch mit Geschichte im Studium beschäftigt, lernt man, wie krass die Auswirkungen dieses uns fast gänzlich unbekannten Prozesses sind. Man lernt das, weil man sonst die Aussagen von Zeitzeugen nicht richtig einschätzen kann. Jedenfalls wurde mir im Geschichtsstudium deutlich vor Augen geführt, wie wenig vertrauenswürdig die Aussagen von Augenzeugen sein können – selbst wenn diese komplett davon überzeugt sind, nach bestem Wissen und Gewissen die Wahrheit zu sagen. Und das bezieht sich natürlich auch auf uns selbst im täglichen Leben.</p>
<p>Man sollte der Wahrnehmung von anderen also nicht ohne Bestätigung aus weiteren Quellen trauen, wenn man als Historiker – oder als Journalist – seinen Job vernünftig machen will. Polizisten und Richter haben übrigens das selbe Problem. Aber das heißt im Umkehrschluss ja auch, dass man auch der eigenen Wahrnehmung nicht unbedingt trauen kann und immer skeptisch gegenüber sich selbst sein muss. Und gerade das ist etwas, was sehr viele Menschen – und leider auch viele Journalisten – so gar nicht verinnerlicht zu haben scheinen.</p>
<p>Nun ist mir das bei den meisten Menschen im Alltag eigentlich egal. Vor allem, wenn keine Geschichte, an der ich arbeite, von ihrer Aussage abhängt. Bei Freunden finde ich ein solches Verhalten dann allerdings meist enttäuschend und traurig. Aber wenn ich eine solche simplistische Herangehensweise an die eigene Wahrnehmung bei anderen Journalisten feststelle, zerstört das meist komplett meinen Glauben in deren Arbeit.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Dave Hause &amp; The Mermaid in Köln</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/dave-hause-koeln/</link>
    <pubDate>Wed, 21 Sep 2022 12:47:11 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/dave-hause-koeln/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Dave Hause und seine Band The Mermaid haben gestern Abend in der Kantine in Köln ein exzellentes Set abgeliefert. Wegen so was geht man auf Konzerte.</em></p>
<p>Gestern Abend habe ich <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dave_Hause" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dave Hause</a> und seine Band The Mermaid live in der Kantine in Köln gesehen. Es war das erste Mal, dass ich da war und ich war angenehm überrascht, wie klein der Laden ist. Jemand so vergleichsweise bekannten wie Dave Hause dort spielen zu sehen, war ziemlich cool. Ich liebe so kleine Veranstaltungsorte ja. Wo sonst hat man die Möglichkeit, die Band nach der Show am Merch-Stand zu treffen? Am Ende habe ich ein Shirt direkt von Dave gekauft, was eine echt irre Erfahrung war und einen wunderbaren Abend perfekt abrundete.</p>

<p>Ich hatte Dave Hause &amp; The Mermaid vor einigen Jahren in Hannover gesehen und wusste, dass sie eine geile Show abliefern. Aber dieses Konzert ging weit über das hinaus, was ich bisher von ihnen gesehen hatte. Vielleicht lag es an dem kleinen Veranstaltungsort oder an der Tatsache, dass alle, einschließlich Dave und der Band, sichtlich froh waren, endlich wieder eine gute, altmodische Rock&rsquo;n&rsquo;Roll-Show zu erleben. Was auch immer es war, der Abend war nahezu perfekt.</p>
<p>Wer Dave Hause noch nicht kennt: Er spielt Rock mit deutlichem Einschlag von modernem Punk. Vielleicht irgendwo zwischen The Gaslight Anthem und Bruce Springsteen. Der Typ hat eine tolle Bühnenenergie, eine großartige Stimme und schreibt alle seine Songs selbst. Und er hat definitiv ein Händchen für Texte. Manchmal nachdenklich, manchmal wehmütig und manchmal auf den Punkt gebracht wie diese einfache Weisheit hier:</p>
<iframe style="border-radius:12px" src="https://open.spotify.com/embed/track/61WJHnA4ZrYPKlbgFeJxCy?utm_source=generator&theme=0" width="100%" height="152" frameBorder="0" allowfullscreen="" allow="autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture" loading="lazy"></iframe>
<blockquote>
  <p><em>Because it&rsquo;s always, it&rsquo;s always some dirty fucker</em><br>
<em>Always some corner cutting son of a bitch</em><br>
<em>Who&rsquo;s trying to rip it up, trying to mess around</em><br>
<em>You rip me off man, I thought we were down</em><br>
<em>It&rsquo;s always, always some dirty fucker</em><br>
<em>Some dirty weasel motherfucker</em></p>
</blockquote>
<p>Im Gegensatz zu vielen Punkbands hat Dave aber einen richtig guten Live-Sound. Man kann tatsächlich hören, was er singt, und das ist meiner Meinung nach immer wichtig. Vor allem, wenn der Mann auf der Bühne so gut singen kann wie Dave Hause. Aber was für mich fast noch wichtiger ist, wenn ich zu Live-Gigs gehe, ist, dass die Leute auf der Bühne Spaß haben. Ich mag es nicht, wenn Bands einfach nur ihr Set spielen und sich dann mit leichter Verachtung für ihr Publikum verpissen. Deshalb gehe ich eher zu Konzerten von Bruce Springsteen und Sabaton, denen man anmerkt, dass sie Spaß an dem haben, was sie tun. Abend für Abend. Und The Mermaid gehören definitiv in diese Kategorie. Und, Mann, hatten die Jungs gestern Abend auf der Bühne Spaß! Das sieht man dann auch direkt und es ist ansteckend. Das ist ein Funke, der auf das Publikum überspringt und meiner Meinung nach der eigentliche Grund, ein Konzert zu besuchen.</p>
<p>Dave hat sich wirklich oft bei den Zuschauern bedankt, dass sie gekommen sind, besonders an einem Dienstagabend. Man merkte ihm an, dass er sich wirklich freute, dass wir da waren, und er spielte sich entsprechend die Seele aus dem Leib. Apropos Springsteen: Dave Hause hat eindeutig eine ähnliche Arbeitsmoral, er rennt über die ganze Bühne, geht viel auf das Publikum ein und bringt jeden einzelnen Song so rüber, als ob er wirklich <em>meint</em> was er da singt. Es hilft natürlich, wenn man eine hervorragende Begleitband hat, wie Springsteen und Hause es eben haben. Mandoline, Akkordeon, Orgel, bretternde Gitarren und treibende Drums – gestern Abend wurde das alles geboten. Und Dave Hause war immer vorne mit dabei, hielt alles zusammen und trug seine Texte mit viel Elan vor.</p>
<p>Ich mag auch seine ganze Einstellung. Keine dumme Politik oder andere beschissene Botschaften, die niemand in einer Zeit wie dieser braucht. Einfach nur der Gedanke, dass wir ein bisschen Spaß haben und den ganzen Mist da draußen für zwei Stunden vergessen wollen. Als er sein Set unterbrach, um so etwas in der Art zu sagen, dachte ich: Dieser Kerl hat es verstanden. Er weiß, warum die Leute hier sind. Das sind die Bands, von denen ich Shirts kaufe und mich bemühe, sie, wenn immer möglich zu sehen. Und das solltet ihr auch tun.</p>

<p>Scheiße habe ich Konzerte vermisst. Wir brauchen mehr Live-Musik – sie macht die Welt wirklich zu einem besseren Ort.</p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">&nbsp;&nbsp;<b>Du hast etwas hinzuzufügen? Schreib einen Kommentar <a href="https://forum.fab.industries/t/dave-hause-the-mermaid-in-koln/279" target="_blank">in meinem Forum</a>.</b></div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>SecIT Digital in Hannover</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-110/</link>
    <pubDate>Tue, 20 Sep 2022 13:40:49 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-110/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/secit-september-2022-1.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Nach sehr viel Urlaub in diesem Jahr und dem damit einhergehenden Arbeitsstress drum herum, normalisiert sich mein Leben jetzt langsam wieder. Außerdem wird es draußen kälter, was sein übriges dazu beiträgt, dass ich nun abseits von bezahlten Aufträgen wieder ein bisschen mehr Zeit zum Schreiben habe. Deswegen habe ich mir vorgenommen, meine Kolumne hier im Blog mal wieder aufzunehmen. Zugegeben, diese Woche hat es noch nicht wie geplant am Montag geklappt, aber was nicht ist kann in der Zukunft ja noch werden.</p>
<p>Was gibt es neues in meinem Leben als Freelancer? Neben dem üblichen Wust an Aufträgen war ich in der vergangenen Woche mal wieder ein paar Tage in Hannover, um eine SecIT-Veranstaltung zu moderieren. Das war <a href="/de/blog/2022/ausgefuchst-107/" rel="">die zweite SecIT für mich in diesem Jahr</a>, diesmal als Digitalvariante, bei der keine Zuschauer vor Ort waren und alles im Studio aufgezeichnet und gestreamt wurde.</p>

<p>Das Ganze hat mir wie immer sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es auf Grund von ein paar Umständen außerhalb meines Einflussbereiches ziemlich stressig war. Aber am Ende haben wir das Ganze ziemlich glatt und professionell über die Bühne bekommen. Was unter anderem auch an den großartigen Mitarbeitern von <a href="https://www.epicwork.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EpicWork</a> lag, die bei der Organisation und hinter den Kameras einen super Job gemacht haben. Was soll man auch anderes erwarten, wenn der Chef – genau wie ich auch – Fan der Pittsburgh Penguins ist? Wer Geschmack beim Eishockey hat, kann nur ein netter und fähiger Mensch sein.</p>
<p><br />
</p>
<p>Nach zwei Tagen Moderation auf der Bühne, vor dem Green Screen und per Schalte am Laptop war ich dann allerdings auch ziemlich gut durch und musste mich erst mal ein paar Tage ausruhen. Ich habe die Zeit genutzt, ein bisschen an <a href="https://grimdeep.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinem Buch</a>  zu arbeiten.</p>
<p>Diese Woche bin ich dann aber auch schon wieder voll in die Auftragsarbeiten eingestiegen. Mal schauen, was in nächster Zeit sonst noch so auf mich zukommt. In naher Zukunft stehen auf jeden Fall erst mal Trips nach Ostfriesland, Spanien und Hamburg an. Und heute abend geht&rsquo;s erst mal zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dave_Hause" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dave Hause</a> &amp; The Mermaid in Köln.</p>
<blockquote>
  <p><em>So let’s kiss your daddy on his mouth</em><br>
<em>And then we’ll total his car</em><br>
<em>I wanna go see Eric Bachmann play</em><br>
<em>And then blowtorch the bar</em><br>
<em>I wanna swim out with the mermaid</em><br>
<em>What&rsquo;s the difference?</em><br>
<em>I can’t sleep</em><br>
<em>I’m gonna chase the mermaid</em><br>
<em>And let her take me to the deep</em></p>
</blockquote><p><br /></p>
<p><strong>Fotos:</strong> Heise Medien</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Xletix im Steinbruch Osterholz in Wuppertal: Chronik eines Debakels</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/xletix-debakel/</link>
    <pubDate>Wed, 31 Aug 2022 17:51:31 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/xletix-debakel/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/xletix-nrw-2019-2.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Am Samstag, den 27. August <a href="/de/blog/2022/notiz-0008/" rel="">wollte ich eigentlich bei der Xletix Challenge NRW im Steinbruch Osterholz in Wuppertal mitlaufen</a>. Meine Frau hat vor ein paar Jahren schon mal bei einem Xletix-Lauf mitgemacht und ich hatte seit einer Weile geplant, das auch mal zu machen. Als ich dann jemand kennengelernt habe, der da auch mitlaufen wollte, haben wir uns kurzfristig zusammen angemeldet. Wie <a href="https://www.wz.de/nrw/wuppertal/eilantrag-abgelehnt-xletix-in-wuppertal-nun-endgueltig-abgesagt_aid-75734577" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in der Lokalpresse berichtet wurde</a>, hat dieser Lauf nicht stattgefunden. Was folgt, ist meine Untersuchung der Gründe der Absage und vor allem, warum der Veranstalter die Teilnehmer darüber erst knapp 12 Stunden vor Beginn des Events informiert hat.</p>
<h2 id="schon-kurz-nach-dem-ticketkauf-beschleicht-mich-ein-merkwürdiges-gefühl" class="headerLink">
    <a href="#schon-kurz-nach-dem-ticketkauf-beschleicht-mich-ein-merkw%c3%bcrdiges-gef%c3%bchl" class="header-mark"></a>Schon kurz nach dem Ticketkauf beschleicht mich ein merkwürdiges Gefühl</h2><p>Eigentlich hätte ich schon hellhörig werden sollen, als ich nach dem Kauf unserer zwei Tickets keine Startnummern und keine Startzeit zugeteilt bekam. Das sollte nach Aussage des Veranstalters eigentlich &ldquo;innerhalb von ein paar Tagen&rdquo; nach Ticketkauf passieren. Auf zwei Support-Anfragen beim Veranstalter dazu eine Woche vor dem Lauf, und dann noch mal ein paar Tage später, erhielt ich keine Antwort. Das war der Zeitpunkt, an dem die Alarmglocken in meinem Kopf sich bereits sehr laut bemerkbar machten.</p>
<p>Na gut, dachte ich&hellip; In der Bestätigungs-Mail zum Kauf steht drin, dass man spätestens drei Tage vor dem Lauf eine Erinnerungs-Mail mit seiner Startnummer bekommt. Das geht bestimmt automatisch. Spätestens dann müssen wir ja eine Startzeit zugeteilt bekommen. Das Event geht schließlich den ganzen Tag und man will ja wissen, wann man startet, damit man dort nicht stundenlang vor Ort rumsteht.</p>
<p>Als besagte Erinnerungs-Mail allerdings nie bei mir eintraf, begann ich ernsthaft daran zu zweifeln, dass dieses Event stattfinden würde. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, dass vielleicht ein paar Irre dabei waren, das Event zu stoppen, weil das ja ein Matschlauf ist, man dafür natürlich viel Wasser benötigt und im Moment übertriebene Panik vor einer Dürre in Deutschland in der Presse umhergeistert. Weil dann angeblich der Walt abbrennt, <a href="https://twitter.com/Kachelmann/status/1519268534945206277" target="_blank" rel="noopener noreferrer">was natürlich Blödsinn ist</a>. Vor allem, da wir in NRW keinen Wassermangel haben – <a href="https://www.report-k.de/landesumweltminister-nrw-wasserversorgung-nicht-akut-gefaehrdet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wir haben für sowas Talsperren, die lange Trockenheit im Sommer ausgleichen</a>. Aber Fakten haben Bürgerinitiativen und andere Schwurbler ja noch nie aufgehalten und deshalb begann ich, mal zu recherchieren, ob es eventuell Probleme mit dem Event geben könnte.</p>
<h2 id="unternehmenskommunikation-aus-der-hölle-die-zahlenden-kunden-möglichst-lange-im-dunkeln-halten" class="headerLink">
    <a href="#unternehmenskommunikation-aus-der-h%c3%b6lle-die-zahlenden-kunden-m%c3%b6glichst-lange-im-dunkeln-halten" class="header-mark"></a>Unternehmenskommunikation aus der Hölle: Die zahlenden Kunden möglichst lange im Dunkeln halten</h2><p>Daraufhin entdecke ich am Freitag, den 26. August (einen Tag vor dem Event), Kommentare auf <a href="https://www.facebook.com/XLETIX/posts/pfbid02aACLoUbGm4RLnX6hqmbMQvEhMyxJDiwfcpmySDP6MZWf7QGbchSnFXspfYNzf4hxl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Facebook-Post des Veranstalters</a>, in denen Teilnehmer darüber sprachen, dass die Xletix Challenge NRW 2022 wohl nicht stattfinden würde. Diese beruhten auf <a href="https://www.facebook.com/events/1012191496181359/?post_id=1240312190035954" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Facebook-Post des Veranstalters zur Absage des Events</a> vom Donnerstagabend, in dem dieser es so aussehen lässt, als habe man aus <a href="https://www.wuppertal.de/presse/meldungen/meldungen-2022/august/xlethix-abgesagt.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einer Pressemitteilung der Stadt Wuppertal</a> erfahren, dass das Event abgesagt wurde. In Wirklichkeit war man von der Stadt kontaktiert worden. Dieser Facebook-Post des Veranstalters von 18:56 Uhr wurde wohl nur deswegen veröffentlicht, weil <a href="https://www.radiowuppertal.de/artikel/stadt-verbietet-xletix-challenge-1408021.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Radio Wuppertal</em> bereits um 17:21 Uhr über die Absage berichtet hatte</a>. Laut einem später <a href="https://www.facebook.com/events/1012191496181359/?post_id=1240990566634783" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Veranstalter veröffentlichten Video</a> wusste man dort bereits seit &ldquo;kurz nach 16:00 Uhr&rdquo; von der Absage. Zu dem Zeitpunkt hatte sich nämlich die Stadt beim Veranstalter gemeldet, was auch ungefähr mit der Veröffentlichung der Pressemittelung korrelieren dürfte. Auch die folgende Aussage aus dieser ersten offiziellen Stellungnahme zur Absage durch den Veranstalter ist äußerst fragwürdig:</p>
<blockquote>
  <p>Aktuell liegt uns tatsächlich überraschenderweise noch kein positiver Bescheid seitens des Bauamts Wuppertal vor.</p>
</blockquote><p>Die Überraschung des Veranstalters ist im Nachhinein schwer nachzuvollziehen, da die Xletix GmbH in dem später veröffentlichten Video selbst zugibt, seit mindestens Juli gewusst zu haben, dass für den Lauf ein Bauantrag gestellt werden musste. Dazu schrieb mir das Presseamt der Stadt Wuppertal:</p>
<blockquote>
  <p>Dem Veranstalter wurde von Beginn an vermittelt, dass es ich um ein ergebnisoffenes Verfahren handelt, welches nur positiv beendet werden kann, wenn es keine Sicherheitsbedenken gibt.</p>
</blockquote><p>Mit anderen Worten, Xletix wusste seit mindestens Juli, dass es sein kann, dass der Lauf nicht stattfindet und hat seine zahlenden Kunden erst zwei Tage vor dem Event darüber informiert, als es nicht mehr anders ging, weil die Absage bereits in der Lokalpresse bekanntgegeben worden war. Und obwohl es nach dem negativen Bescheid durch das Bauamt der Stadt als sehr unwahrscheinlich hätte gelten müssen, dass das Event doch noch hätte stattfinden können, wurden den Teilnehmern stattdessen Hoffnung gemacht. Zu diesem Zeitpunkt schrieb Xletix auf Facebook:</p>
<blockquote>
  <p>Wir arbeiten aktuell unter Hochdruck daran, unsere Veranstaltung doch noch  durchführen zu dürfen. Wir werden euch im Laufe des morgigen Tages,  sobald uns ein finales Ergebnis vorliegt, darüber informieren, ob die XLETIX Challenge NRW 2022 stattfinden darf.</p>
</blockquote><p>Was Xletix hier nicht schreibt ist, dass man einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht Düsseldorf gestellt hatte, um den Bescheid der Stadt aufzuheben. Warum wurde das den Teilnehmern nicht genauso mittgeteilt? Ich denke mal, weil auch Xletix wusste, dass die Chancen dafür, dass das Gericht die Entscheidung der Stadt umkehrt von Anfang an sehr gering waren. Ich habe kein Jura studiert, aber wenn das Bauamt ein Event absagt, weil der Veranstalter nicht zeigen kann, dass es sicher durchgeführt werden kann, dann wird ein deutsches Gericht meiner Meinung nach wohl kaum mit einer Umkehrung dieser Entscheidung der Stadtverwaltung die Verantwortung für etwaige Personenschäden in die Schuhe schieben. Vor allem nicht in NRW und nach dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3%BCck_bei_der_Loveparade_2010" target="_blank" rel="noopener noreferrer">was hier im Jahr 2010 passiert ist</a>. Und so kam es dann auch wie es kommen musste: Das Gericht schloss sich der Entscheidung der Stadt an.</p>
<p>Nur dass der Veranstalter die Teilnehmer eben über diese Vorgänge nicht informiert hatte. Statt Transparenz und Respekt gegenüber seiner Kunden zu zeigen, hielt man es mit der guten alten Champignon-Taktik, dem Klassiker in der PR-Branche beim Umgang mit Kunden: Haltet sie im Dunkeln und füttert sie mit Scheiße. Und so gab es dann erst am Freitag um 14:52 Uhr <a href="https://www.facebook.com/events/1012191496181359" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen zweiten Facebook-Post zur Absage</a>, in dem ein &ldquo;Eilantrag&rdquo; erwähnt wird, der aber ansonsten auch nur die Information enthält, dass die Teilnehmer endgültig bis 19:30 Uhr an diesem Abend Klarheit darüber haben sollen, ob das Event stattfindet oder nicht.</p>
<p>Zur Erinnerung: Die Xletix Challenge NRW sollte um 8 Uhr am nächsten Morgen starten. Viele Teilnehmer äußerten daraufhin verständlicherweise auf Facebook ihren Unmut. Einige, wie ich selbst, hatten immer noch keine Startnummer – und damit keine Ahnung wann genau am Samstag sie auf dem Event-Gelände sein sollten – andere hatten Anreisen von bis zu sieben oder acht Stunden vor sich und wollten wissen, ob es sich lohnen würde, überhaupt loszufahren. Und ob man eventuell bereits gebuchte Hotelaufenthalte vielleicht noch stornieren könne, um weniger Geld im Falle einer Absage des Events aus dem Fenster zu werfen.</p>
<h2 id="zwölf-stunden-vor-dem-start-der-ersten-läufer-dann-schließlich-die-absage" class="headerLink">
    <a href="#zw%c3%b6lf-stunden-vor-dem-start-der-ersten-l%c3%a4ufer-dann-schlie%c3%9flich-die-absage" class="header-mark"></a>Zwölf Stunden vor dem Start der ersten Läufer dann schließlich die Absage</h2><p>Um 19:39 Uhr am Freitag, dem 26. August, knapp zwölf Stunden vor dem Start des Laufes, postete die Xletix GmbH dann das bereits verlinkte Video. Professionell produziert und offensichtlich von PR-Experten ganz klar darauf angelegt, den Ärger der Teilnehmer auf die Verantwortlichen der Stadt Wuppertal zu lenken.</p>
<p>Statt dieses Video zu produzieren – oder auch parallel dazu – hätte man die Teilnehmer auch von Anfang an kurz und knapp über die Probleme bei der Genehmigung des Events informieren können. Wenn vielleicht nicht während der Diskussionen mit der Stadt Wuppertal im Juli, dann doch in der Woche vor dem Event. Mindestens aber seit 16:00 Uhr am Donnerstag, als der Bescheid der Stadt vorlag, hätte man alle Karten auf den Tisch legen müssen. Kunden, die zwischen €80 und €110 für ein Event zahlen und dafür zum Teil durch ganz Deutschland oder sogar aus Österreich und der Schweiz anreisen, verdienen wenigstens so viel Respekt, dass man ihnen zwei Tage vor einem monatelang geplanten Event klar sagt, dass es wahrscheinlich ist, dass dieses nicht stattfindet. Die Versuche des Veranstalters für eine Durchführung des Laufes zu kämpfen in allen Ehren, aber man kann das tun <strong>und</strong> die Teilnehmer über die Realitäten zeitnah auf dem Laufenden halten. In Zeiten von Social Media gibt es da keine Ausreden mehr. Eine Firma wie Xletix, die solche Plattformen mit professionellen PR-Mitteln zu ihrem Vorteil nutzt, sollte sie auch nutzen, um wichtige Informationen wie eine etwaige Eventabsage früh und ehrlich zu kommunizieren.</p>
<p>Zumal der Veranstalter, wenn alles stimmt was von seiner Seite so veröffentlicht wurde, nichts zu verlieren hatte. Wenn wirklich allein die Stadt an der Absage die Schuld hat und man bei Xletix von vorne herein alles Menschenmögliche versucht hat, um das Event doch noch stattfinden zu lassen, dann kann Transparenz über diesen Prozess nicht schaden und führt eher noch dazu, das Verständnis der Teilnehmer gegenüber dem Veranstalter zu festigen. Wohingegen die durchgeführte Champignon-Taktik viele Teilnehmer verärgert hat. Besonders die, die umsonst aus entfernten Teilen der Republik angereist und auf Hotel- und anderen Übernachtungskosten sitzengeblieben sind.</p>
<h2 id="xletix-antwortet-mit-vorgedrucktem-geschwafel-auf-meine-presseanfrage" class="headerLink">
    <a href="#xletix-antwortet-mit-vorgedrucktem-geschwafel-auf-meine-presseanfrage" class="header-mark"></a>Xletix antwortet mit vorgedrucktem Geschwafel auf meine Presseanfrage</h2><p>Mich hat natürlich interessiert, warum Xletix die Teilnehmer nicht besser informiert hat, also habe ich deren Pressekontakt geschrieben und die folgenden Fragen gestellt:</p>
<ul>
<li>In Ihrem Facebook-Video heißt es, beim Verwaltungsgericht sei ein Eilantrag eingereicht worden. Welches Gericht war das genau? Gab es eine schriftliche Begründung der Entscheidung? Was steht da drin?</li>
<li>Für wie wahrscheinlich hat Ihr Juristen-Team zum Zeitpunkt der Antragsstellung den Erfolg des Antrages beurteilt?</li>
<li>Wann genau wurde die Veranstaltung angemeldet? Warum war bis Mai nicht klar, dass die Bauaufsichtsbehörde zuständig ist? Warum war mit dieser Entscheidung nicht klar, dass ein Bauantrag gestellt werden muss?</li>
<li>Wenn Sie seit Mittwoch morgen wussten, dass das Bauamt Bedenken hat (und damit an der Durchführung des Events signifikante Zweifel bestanden), warum wurde das nicht sofort den Teilnehmern mitgeteilt? Warum wurden die Teilnehmer bis Freitag nach 19:30 Uhr (kanpp 12 Stunden vor Beginn des Events) darüber im Dunkeln gelassen, dass das Event höchstwahrscheinlich nicht stattfinden wird?</li>
<li>Das Bauamt hat, laut Ihrem Video, am Donnerstag morgen eindeutig mitgeteilt, dass es keine Genehmigung gibt. Warum wurde nicht zumindest das den Teilnehmern mitgeteilt? Warum haben Sie den Teilnehmern diese Information nicht vor der Pressemitteilung der Stadt am Nachmittag mitgeteilt?</li>
</ul>
<p>Als Antwort schickte mir die vom Veranstalter beauftragte PR-Agentur folgende Störgeräusche zurück:</p>
<blockquote>
  <p>Lieber Herr Scherschel,</p>
<p>vielen Dank für Ihre Anfrage. Das Team der XLETIX GmbH hat im Sinne aller Teilnehmenden und unter Hochdruck versucht, die Veranstaltung doch noch durchführen zu dürfen. Die finale Entscheidung fiel erst Freitagabend – daraufhin wurden alle Teilnehmemden offiziell informiert. Alle weiteren Informationen können Sie <a href="https://www.instagram.com/p/Chu1pTwo93N/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aus dem Statement von der XLETIX GmbH</a> entnehmen.</p>
</blockquote><p>Bei dem Link handelt es sich um eine Kopie des von mir zitierten Facebook-Videos. Damit ist jetzt genau niemand schlauer als vorher und keine meiner Frage, die sich erst <strong>aus diesem Video</strong> ergeben haben, wurden beantwortet. Und für diesen Mist hat Xletix, beziehungsweise deren PR-Agentur, fast 24 Stunden Antwortzeit gebraucht.</p>

<h2 id="die-sichtweise-der-stadt-wuppertal" class="headerLink">
    <a href="#die-sichtweise-der-stadt-wuppertal" class="header-mark"></a>Die Sichtweise der Stadt Wuppertal</h2><p>Aus dem Propaganda-Narrativ<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> von Xletix ergibt sich ganz klar, dass die Stadt Wuppertal an dem ganzen Debakel die Schuld trägt. Laut dem Veranstalter wurde die Xletix Challenge NRW in vergangenen Jahren im Steinbruch Osterholz mehrmals erfolgreich – und vor allem sicher – durchgeführt. Dieses Jahr allerdings wurde man dann aus heiterem Himmel damit konfrontiert, dass das Bauamt der Stadt nun für eine Genehmigung des Hindernislaufes verantwortlich sei. Später hieß es dann, dass ein ordentlicher Bauantrag gestellt werden müsse. Und dieser wurde dann schließlich abgelehnt, obwohl der Veranstalter bis zum Ende bemüht war, etwaige Sicherheitsbedenken aus dem Weg zu räumen. Unter anderem hatte man wohl in letzter Minute noch mehr als fünf Kilometer Bauzäune aufgestellt, um Abbruchkanten im Steinbau abzusichern. Aber auch nach Änderung der Strecke und &ldquo;weiteren geologischen Bewertungen&rdquo; habe die Stadt die Genehmigung trotzdem verweigert.</p>
<p>Mich hat natürlich auch interessiert, wie die Stadt Wuppertal dies sieht. Also habe ich folgende Fragen an die Stadt gerichtet:</p>
<ul>
<li>Können Sie mir sagen, wann Xletix diese Veranstaltung bei der Stadt angemeldet hat?</li>
<li>Xletix behauptet, erst im Mai erfahren zu haben, dass das Bauamt zuständig ist und erst im Juli gewusst zu haben, dass ein Bauantrag gestellt werden muss. Stimmt das?</li>
<li>Stimmt es, dass bei früheren Xletix-Veranstaltungen im Steinbruch Osterholz kein Bauantrag gestellt werden musste und das Bauamt nicht zuständig war? Wenn das stimmt, warum hat sich dies geändert?</li>
<li>Können Sie mir Details dazu geben, warum es Bedenken zur Sicherheit des Events gab? Vor allem unter dem Aspekt, dass dieses Event an der selben Stelle ja schon mehrmals sicher durchgeführt wurde. Gelten diese Sicherheitsbedenken auch für andere Events in dem Steinbruch?</li>
<li>Xletix behauptet erst in der Woche vor dem Event erfahren zu haben, dass es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit gibt. Stimmt das? Ist es normal, dass so etwas dem Eventveranstalter erst so spät mitgeteilt wird? Vor allem, wenn es sich um ein derart großes Event handelt.</li>
</ul>
<p>Das Presseamt antwortete mir innerhalb weniger Stunden:</p>
<blockquote>
  <p>Sehr geehrter Herr Scherschel,</p>
<p>die späte Absage ist der Tatsache geschuldet, dass das Antragsverfahren erst recht spät begann und das städtische Bauamt sich die Entscheidung bis zum Schluss nicht leicht gemacht hat. Dem Veranstalter wurde von Beginn an vermittelt, dass es ich um ein ergebnisoffenes Verfahren handelt, welches nur positiv beendet werden kann, wenn es keine Sicherheitsbedenken gibt.</p>
<p>Der Grund für die Entscheidung liegt in dem fehlenden Nachweis der sicheren Benutzbarkeit der Veranstaltungsfläche. Damit sind nicht die Hindernisse und Aufbauten für den Lauf selbst, sondern die Besonderheit eines aktiven Steinbruchs bzw. die Beschaffenheit des Geländes gemeint.</p>
<p>Mit der Genehmigung würde das Bauamt der Stadt dafür einstehen, dass die Anlage für diese Veranstaltung gefahrlos und sicher nutzbar ist. Die Bauaufsichtsbehörde übernimmt insofern die Verantwortung für die Sicherheit und ist im Falle eines Unfalls auch im juristischen Sinne verantwortlich. Diese Verantwortung kann bei dem vorliegenden Kenntnisstand niemand in der Behörde übernehmen.</p>
<p>Die der Entscheidung zugrunde liegenden Erkenntnisse basieren auf einer sich in den letzten 12 Tagen verdichtenden Faktenlage aus Gutachten (Eingang eigentliche Gutachten am 29.7. und 11.8., zuletzt ergänzt am 24.8.), der Beobachtung von Hangrutschen in der Vergangenheit (Mitteilung der Feuerwehr an die Bauaufsicht am 19.8.) sowie zwei Terminen vor Ort (22. und 23.8.).</p>
<p>Konkreter können wir leider nicht werden, da das bauordnungsrechtliche Verfahren ähnlich wie Steuer- oder Bußgeldbescheide aus Datenschutzgründen nur dem Antragsteller gegenüber offen sind.</p>
<p>Vielleicht ist in diesem Zusammenhang für Sie von Interesse, dass das Verwaltungsgericht Düsseldorf, welches vom Veranstalter eingeschaltet wurde, die Auffassung bzw. Bedenken der Stadt offensichtlich teilt und den ablehnenden Bescheid nicht aufgehoben hat.</p>
</blockquote><p>Mit anderen Worten: Es stimmt, dass man in diesem Jahr offensichtlich andere Kriterien an das Event angelegt hat, als vorher. Warum auch immer. Aber man hat den Veranstalter anscheinend auch ganz klar darüber informiert und nicht darüber im Dunkeln gelassen, dass eine Genehmigung auf wackeligen Beinen steht.</p>
<p>Meiner Meinung nach hat die Stadt, im Rahmen des Verfahrens, hier durchaus logisch und verantwortungsvoll reagiert. Wenn diese Angaben von Seiten der Stadt stimmen, und auf Basis der von Xletix vorgelegten Informationen scheint das so zu sein, dann kann man den Verantwortlichen bei der Stadt Wuppertal bei der Durchführung dieses Verfahrens eigentlich nichts vorwerfen.</p>
<p>Man könnte argumentieren, dass dies alles – auch im Sinne der Teilnehmer, die ja zum Teil auch Bürger der Stadt sind – viel früher hätte entschieden werden können. Aber andererseits hat Xletix augenscheinlich erst mal nicht kapiert, dass hier ein Antrag gestellt werden muss und deswegen den Prozess verzögert. Und außerdem glaube ich den Verantwortlichen der Stadt auch, dass man sich bemüht hat, positiv im Sinne des Events zu entscheiden.</p>
<h2 id="bevormundung-und-angstgesteuertes-verhalten-bei-der-stadtverwaltung" class="headerLink">
    <a href="#bevormundung-und-angstgesteuertes-verhalten-bei-der-stadtverwaltung" class="header-mark"></a>Bevormundung und angstgesteuertes Verhalten bei der Stadtverwaltung</h2><p>Dass die Stadt Wuppertal im Rahmen des Verfahrens vernünftig gehandelt hat, lässt allerdings eine viel wichtigere Frage außer acht: War das Verfahren überhaupt sinnvoll?</p>
<p>Ich kann mich der Argumentation von Xletix durchaus anschließen, wenn der Veranstalter fragt, warum denn nun auf einmal ein Bauantrags-Verfahren nötig war. Das Event halt mehrmals stattgefunden und niemand ist dabei gestorben oder schwer verletzt worden. Und, herrje, es handelt sich hierbei schließlich um einen <strong>Abenteuer</strong>lauf. Deswegen findet der ja auch in einem Steinbruch statt – wegen <strong>Abenteuer</strong> und so. Menschen, die an so etwas teilnehmen sind ja eben nicht die sicherheitsfanatischen Neurotiker, die nur in Sicherheitswesten bekleidet am Straßenverkehr teilnehmen und jede Freizeitaktivität danach beurteilen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie dabei sterben könnten.</p>
<p>Man muss bei so Events nicht umsonst unterschreiben, dass man niemanden verklagt, wenn man sich weh tut. Das ist nicht die Love Parade. Wenn ich in Duisburg auf ein Konzert, beziehungsweise Straßenfest, gehe, dann habe ich nicht die Erwartung, wegen ungenügender Sicherheitsmaßnahmen totgetrampelt oder schwer verletzt zu werden, das ist klar. Aber wenn ich an einem Abenteuer-Lauf im Steinbruch Osterholz teilnehme, dann kann man schon mal die Erwartung haben, dass man da irgendwo abstürzt und sich weh tut. Das gehört halt zum Abenteuer dazu und das sollte jedem, der an sowas teilnimmt, bewusst sein. Und ich denke, den weitaus meisten Teilnehmern ist das auch klar. Denn sie sind erwachsen und nicht komplett verblödet. Extremsport bringt nun mal Risiken mit sich. Ob ich bei 37 °C mit 10 Kilo im Plattenträger einen Halbmarathon laufe, in den Bergen herumklettere, mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug springe, auf hoher See segele oder in einem Steinbruch über Hindernisse springe, ist egal. Wer sowas macht, macht das halt genau deshalb weil er kein Weichei ist. Und deswegen sollte man solche Menschen auch nicht behandeln wie Weicheier.</p>
<p>Wenn die Stadt Wuppertal ein solches Event aus rein bürokratischen Gründen und ohne konkrete Hinweise auf wirkliche Gefahr absagt, dann ist das nichts anderes als Bevormundung. Erwachsene, mündige Bürger, denen man zutraut, ihre demokratische Pflicht zu erfüllen und in Wahlen über die Regierung des Landes zu entscheiden, werden behandelt wie Kleinkinder, denen man zu deren eigenen Schutz Vorschriften machen muss: Den Bundeskanzler darfst du wählen, aber wehe, du entscheidest dich dazu in einem Steinbruch etwas schlammigen Spaß zu haben. Das geht so aber nicht!</p>
<p>What the fuck, Deutschland?</p>

<p>Dieses angstgesteuerte, neurotische Verhalten kotzt mich an. Und es wird auf Dauer dazu führen, dass sich die Politik  mit Hilfe von großen Teilen der Presse, die sich darauf spezialisiert haben, unsinnige Ängste zu schüren – in eine Systemkrise hineinmanövriert, wie wir sie hierzulande zuletzt am Anfang des 20. Jahrhunderts erlebt haben. Und ja, das mache ich wirklich auch an so etwas wie dieser Event-Absage fest, denn sie ist ein perfektes Beispiel für überbordende Bürokratie und eine Gesellschaft, die sich durch ihre eigenen Neurosen selbst zerfrisst.</p>
<h2 id="und-die-moral-von-der-geschicht-schlau-sind-sie-alle-nicht" class="headerLink">
    <a href="#und-die-moral-von-der-geschicht-schlau-sind-sie-alle-nicht" class="header-mark"></a>Und die Moral von der Geschicht: Schlau sind sie alle nicht</h2><p>Eigentlich ist dieser ganze Clusterfuck ein sehr schönes Anschauungsstück, woher viele der Probleme in unserem Alltag kommen. Bürokratische Entscheidungen des Staates, die normale Menschen auf der Straße mit Recht nicht mehr verstehen, treffen auf Firmen, die keinen Respekt vor ihren Kunden haben, das eigene Image in jedem Fall über deren Interessen stellen und deswegen nicht mal mehr wichtige Informationen an die weitergeben können, die diese bitter nötig haben.</p>
<p>Wer ist also Schuld daran, dass ich im Steinbruch Osterholz meine Fitness nicht herausfordern, an meine eigenen Grenzen gehen und ein bisschen Spaß haben konnte? Die Stadt Wuppertal, denn sie hat aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen ein Event abgesagt, das sonst immer genauso stattgefunden hatte und mit dem es anscheinend nie Probleme gab.</p>
<p>Aber fast noch schlimmer finde ich, dass ich nicht einfach sofort von diesem Bullshit erfahren habe und mich dann über die Stadt ärgern konnte und gut ist. Weil irgendein Manager bei Xletix nämnlich entschieden hat, dass ich erst mal wie ein Champignon behandelt werde. Was dazu geführt hat, dass ich mich noch einige Tage länger ärgerte und unnötig Lebenszeit damit verschwendet habe, herauszufinden, was denn nun eigentlich Phase ist. Herzlichen Glückwunsch, ihr schenkt euch alle nicht viel. Und am Ende guckt mal wieder der einfach Bürger und Kunde in die Röhre, der nur ein bisschen Spaß haben wollte ohne irgendwem etwas Böses zu wollen.</p>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Xletix hat übrigens versprochen, dass wir unser Geld zurückbekommen und uns eine Frist gestellt, bis zu der wir entscheiden sollen, ob wir unser Geld zurück wollen (auf jeden Fall) oder die Tickets in einen Gutschein für weitere Events umwandeln. Leider ist die versprochene E-Mail, in der die Details dazu stehen sollen, wie man das macht, bisher nicht eingegangen. Erst hieß es, &ldquo;in wenigen Tagen&rdquo; komme eine Mail. Dann hieß es, diese Mail verzögere sich &ldquo;wegen technischer Probleme&rdquo;. Bisher habe ich keine Informationen dazu, wie genau ich mein Geld zurückbekommen kann.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Propaganda und Public Relations sind ein und dasselbe. Siehe dazu auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Propaganda_%28Bernays%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Propaganda</em></a> von Edward Bernays, dem Vater beider Disziplinen.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Leider geil</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-109/</link>
    <pubDate>Sun, 14 Aug 2022 21:33:19 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-109/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/110-in-the-shade.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich bin ja wirklich nicht gerne aus Hamburg weggezogen und vieles ist mit unserem Umzug nach Düsseldorf nicht gerade besser geworden, aber eins hat sich definitiv verbessert: Das Wetter. Das tropische Wetter im Ruhrgebiet gerade ist einfach nur geil. Das ist wie Urlaub zu Hause. Wie in Australien zu leben.</p>
<p>Im Moment stöhnen und beschweren sich ja alle über das Wetter. Und meine Presse-Kollegen prophezeien mal wieder den Weltuntergang. Aber ich find&rsquo;s einfach nur geil. Meinetwegen könnte es das ganze Jahr über so ein Wetter haben. Ich habe natürlich gegenüber den meisten Deutschen den Vorteil, dass ich an so ein Wetter gewöhnt bin und weiß, wie man damit umgeht. Vor allem, wie man ohne Klima-Anlage im Auto und im Haus damit umgeht.</p>
<p>Schwitzen macht mir halt nichts. Ich finde das nicht störend und es belastet mich nicht. Das ist für mich einfach eine ganz normale Körperreaktion und ich habe vor Ewigkeiten gelernt, damit umzugehen und trotzdem noch effektiv arbeiten zu können. Wer hätte ahnen können, dass mich mein Schuljahr in Queensland so gut auf die Zukunft vorbereiten würde? Manchmal muss man im Leben einfach Glück haben.</p>
<p>Das einzige, was ich gerade zum vollendeten Glück noch bräuchte wären Palmen im Garten und einen Pool. Da nach der Arbeit mit &rsquo;ner Margarita drin liegen. Das wär&rsquo;s. Das wär das Paradies.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Lass einfach saufen gehen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-108/</link>
    <pubDate>Sun, 07 Aug 2022 18:35:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-108/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/g4mgm1tnfw4.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://unsplash.com/photos/G4Mgm1Tnfw4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lennart Nacke</a></p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Der Nachbar, der über uns wohnt, ist glaub ich nicht wirklich dumm. Jedenfalls auf dem Papier. Irgendwas wird der auch studiert haben. BWL oder so. Das schließe ich jedenfalls aus den Konversations-Fetzen, die da ab und zu vom Balkon hallen<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>. Manchmal wundert man sich aber schon. Da kriegt man dann so Sachen mit, die einen schon an der allgemeinen Intelligenz der Menschen – besonders der Zoomer-Generation – zweifeln lässt.</p>
<p>Gestern zum Beispiel. Da sitzt der Nachbar mit der Tussi, die er wohl gerade zum Vögeln bei sich beherbergt, auf den Balkon und schreit zum Zoomer vom Haus gegenüber rüber, er soll doch jetzt mal zum Saufen vorbeikommen. Worauf der Zoomer von gegenüber zurückkrakeelt, dass er doch noch Covid habe<sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup>. Das sei doch egal, meint mein Nachbar. Er solle einfach mal einen Test machen und wenn der negativ sei, könnten sie alle drei zum Saufen in die Partymeile der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Altstadt_%28D%C3%BCsseldorf%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altstadt</a> gehen.</p>
<p>Im weiteren Verlauf des &ldquo;Gespräches&rdquo; zeigte sich eindrucksvoll, dass weder der eine noch der andere Nachbar, oder die Tussi, irgendeine Ahnung davon haben, wie PCR- oder Antigen-Schnelltests für SARS-CoV-2 funktionieren und wann die im Laufe der Erkrankung jeweils ausschlagen und wann nicht. Und vor allem, ob das dann heißt, dass man andere anstecken kann oder nicht. Was wiederum eindrucksvoll verdeutlicht, wie wenig bei mittlerweile zweieinhalb Jahren unablässiger Presseberichterstattung zum dem Thema bei der Bevölkerung hängengeblieben ist. Und das auch bei, jedenfalls nominell, intelligenten Menschen. Spricht nicht für die Presse-Berichterstattung zu dem Thema, das Ganze.</p>
<p>Wenn dieser Tage also mal wieder ein paar meiner Journalistenkollegen rätseln, &ldquo;warum wir die Pandemie nicht besiegen&rdquo;, dann kann man einen Teil der Antwort auf diese Frage erahnen, wenn man einfach mal normalen Menschen wie den Zoomern von nebenan zuhört. Aber abgesehen von deren Ignoranz ändert sich natürlich auch die Tatsache nicht, dass Viren, die akute Atemwegserkrankungen auslösen, evolutionär seit Millionen von Jahren daran angepasst sind, sozial lebende Säugetiere als Wirte zu nutzen. Und wir als sozial lebende Säugetiere seit genauso langer Zeit kaum eine Chance dagegen haben. Egal für wie intelligent und hoch entwickelt wir uns halten, viele von uns sind halt regelmäßig zu faul, ihr Gehirn zu benutzen. Andererseits macht <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstseinstr%C3%BCbung#Gehirnnebel_im_Zusammenhang_mit_Long_Covid" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Covid Brain</a> dann natürlich auch nicht mehr viel kaputt.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Die meisten Leute reden ja heutzutage so laut, dass immer gleich die halbe Nachbarschaft alles mitbekommt. Ob das an diesen elendigen EarPods liegt? Oder finden sie sich grundsätzlich einfach so geil, dass alle anderen alles aus ihrem Leben mitbekommen sollen?&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>Er meinte damit wohl eine relativ asymptomatisch verlaufende SARS-CoV-2-Infektion.&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>In Memoriam</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/in-memoriam/</link>
    <pubDate>Wed, 15 Jun 2022 16:48:55 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/in-memoriam/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In Erinnerung an meine Oma, einen der liebenswürdigsten und stärksten Menschen, den ich je gekannt habe.</em></p>
<p><span style="font-weight: bold; font-size: 1.3em;">In Memoriam Henny Kluge (geb. Kuchenbecker)<br/>* 1921 — ✝ 2022</span></p>
<p>Meine Oma war einer der freundlichsten Menschen, den ich je gekannt habe. Sie missgönnte niemandem irgendetwas, und selbst über Menschen, die sie nicht mochte oder die ihr Schaden zugefügt hatten, hatte sie immer etwas Gutes zu sagen. Das Schlimmste, was sie jemals jemandem antat, war, ihn einfach zu ignorieren, und so etwas tat sie nur aus sehr guten Gründen.</p>
<p>Obwohl sie in einer extrem voreingenommenen Zeit aufwuchs und mit den schrecklichen Vorurteilen, die in ihrer Jugend in der Gesellschaft vorherrschten, konfrontiert wurde, hatte sie, bis ich in ihr Leben trat, diese hässlichen Überbleibsel ihrer Vergangenheit überwunden. Sie hatte ein riesiges Herz und öffnete es jedem, der sie und die ihren auch nur halbwegs anständig und mit Respekt behandelte. Unabhängig von deren Alter, Nationalität, Aussehen oder sonstigen Lebensentscheidungen. Als ich die Liebe meines Lebens fand, adoptierte meine Oma sie sofort und liebte das Mädchen, das später meine Frau werden sollte, genauso wie sie mich liebte. Oma sagte immer, solange wir uns lieben, werde sie glücklich sein.</p>
<p>Meine Oma überlebte Typhus und Krebs. Sie überlebte die Flucht vor der herannahenden Roten Armee durch ganz Deutschland im Winter, unter den schlimmsten Bedingungen, die man sich vorstellen kann. Und sie versorgte sich selbst zu Hause, im Alter von über hundert Jahren, bis wenige Wochen vor ihrem Tod. Sie war gleichzeitig die kleinste und zerbrechlichste, aber auch die stärkste Person, die ich je kannte. Sie war unglaublich tapfer und hatte einen eisernen Willen. Aber im Gegensatz zu den meisten Menschen setzte sie ihn nur ein, um Gutes zu tun. Erst ganz am Ende, als ihr Augenlicht, ihre Beine und schließlich auch ihre Lunge versagten, gab sie – mit Recht – auf. Vorher niemals.</p>
<p>Als sie jung war, fuhr meine Oma mit dem Motorrad. Später fuhr sie mit dem Fahrrad, auch noch, als sie weit über neunzig Jahre alt war. Als ich ein Kind war, hat sie jeden Tag auf mich aufgepasst, während meine Eltern arbeiten waren. Sie kochte für mich, sorgte dafür, dass ich meine Hausaufgaben machte und schaute dann gerne mit mir <em>Star Trek</em> und <em>MacGyver</em>. Wir machten zusammen Urlaub in den Niederlanden, und als ich ein Jahr in Australien war, vermisste sie mich so sehr, dass sie ihren Sohn beauftragte, ihr einen Computer einzurichten, und meine Mutter bat, ihr beizubringen, wie man E-Mails schreibt. Mit achtzig Jahren brachte sie sich selbst bei, wie man einen Computer bedient, nur damit sie mir E-Mails schreiben konnte! Ich habe ihr natürlich jeden Tag in Australien von der Schule aus geschrieben.</p>
<p>Als mein Opa starb, war sie über siebzig. Anstatt sich aufzugeben, zog sie in ihre eigene Wohnung und genoss das Leben. Sie hat fast fünfzig Jahre lang gearbeitet. Als Krankenschwester, auf einem Bauernhof, als Telefonistin, als Zeitungsausträgerin und als Postangestellte. Im Ruhestand ging sie auf Reisen und besuchte die schönsten Gegenden Deutschlands, vor allem die Badeorte am Meer. Dann beschloss sie, sich ehrenamtlich in einem Altenheim zu engagieren. In ihren Achtzigern und Neunzigern kümmerte sie sich dann um Menschen, die manchmal zwanzig Jahre jünger als sie waren. Sie spielte mit ihnen Brettspiele, machte mit ihnen Spaziergänge und unterhielt sich stundenlang mit ihnen. In ihrem Altersheim wurde sie zu einer Legende: die achtundneunzigjährige, ehrenamtliche Mitarbeiterin, die sich um Demenzkranke kümmert. Niemand konnte es glauben. Aber es war wahr. Meine Oma war ein einzigartiger Mensch.</p>
<p>Sie ließ sich nicht von ihrem Alter aufhalten. Das Einzige, was sie davon abhalten konnte, sich um andere zu kümmern, war, als die ganze Gesellschaft aus Angst vor einem Virus zusammenbrach. Oma hatte übrigens keine Angst. Auch wenn sie gefährdeter war als alle anderen. Aber Angst zu haben kam einfach nicht in Frage. Wenn ich etwas von meiner Oma gelernt habe, dann ist es, keine Angst zu haben und sich auch den schrecklichen Dingen im Leben mit Mut zu stellen. Wenn sie all diese schlimmen Dinge in ihrem Leben überleben konnte und immer noch so zuversichtlich war, dann würde ich das auch schaffen.</p>
<p>Als ich jung war, habe ich Oma fast jeden Tag gesehen. Auch als ich nach London, Hannover und Hamburg gezogen bin, versuchte ich, sie so oft wie möglich zu besuchen. Als eine Gesellschaft in Panik sie dazu verdammte, ganz allein zu Hause zu bleiben, bemühte ich mich bewusst, mindestens einmal pro Woche für sie da zu sein. Ich wollte Zeit mit ihr verbringen, Brettspiele spielen, mit ihr reden und ihr zuhören. Ich bin sehr froh, dass ich das geschafft habe und wir uns in den letzten Jahren so oft sahen.</p>
<p>Das letzte Mal sah ich meine Oma drei Tage vor ihrem Tod. Ich saß neben ihrem Lieblingssessel und sprach mit ihr. Ich wusste, dass es das letzte Mal sein könnte. Wie sich herausstellte, war es das auch. Als ich mich von ihr verabschiedete, sagte ich ihr Lebewohl für immer. Ich war mit meinem Motorrad auf der Autobahn unterwegs, auf dem Rückweg von einer Reise nach Kopenhagen, als sie starb. Sie liebte ihr eigenes Motorrad, also war das auf eine traurige Weise irgendwie passend. Als wir das letzte Mal zusammen waren, sagte sie, sie habe das Gefühl, dass sie mir nie genug Liebe gezeigt habe. Ich sagte ihr, das sei lächerlich. Sie liebte mich jede einzelne Minute and jedem einzelnen Tag meines Lebens, und sie zeigte es mir jedes Mal, wenn wir uns sahen. Bis zu diesem allerletzten Tag. Ich sagte ihr, dass ich sie liebe und dass sie die beste Oma ist, die man sich wünschen kann. Und das war wahr.</p>
<p>Ich vermisse meine Oma. Ich vermisse sie unglaublich. Aber ich bin weniger traurig über ihren Tod, als ich dachte. Vielleicht wird der Schmerz mit der Zeit kommen. Aber sie hatte ein sehr langes Leben. Und ganz am Ende, als ihr Körper sie im Stich ließ und sie sich eingestehen musste, dass sie nicht mehr konnte – und nicht mehr wollte – starb sie auf ihre eigene Weise: mit Stolz und mit Würde. Bei sich zu Hause. Sie hat nicht unnötig gelitten. Trotz all des Bösen, das sie erlebt, und all des Schmerzes, den sie erfahren hat, hatte sie ein sehr schönes Leben. Das erfüllteste Leben, das ich mir vorstellen kann. Nicht wegen anderen Menschen, sondern weil sie es selbst so wollte. Sie füllte ihr Leben mit Freude, die sie sich selbst erarbeitet hat. Und sie schenkte so vielen anderen Menschen ebenfalls Freude. Was könnte man sich mehr von einem Leben wünschen?</p>
<p>Ich glaube, sie hätte nicht gewollt, dass wir traurig sind. Sie wollte immer, dass alle Menschen glücklich sind. Diesen Wunsch werde ich in Ehren halten. Ich werde sie so in Erinnerung behalten, wie sie war: voller Leben und so unglaublich liebenswert. Und ich werde mich an ihre Stärke und an das Glück erinnern, welches sie mir neununddreißig Jahre lang gebracht hat.</p>
<p>Meine Oma konnte kein Englisch. Aber ich glaube, wenn sie es verstanden hätte, hätte ihr ein Gedicht meines Lieblingsdichters gefallen. Die Traurigkeit, aber auch die Hoffnung, mit der er der schrecklichen Endgültigkeit des Todes entgegensieht. Deshalb möchte ich zum Abschluss <em>Crossing the Bar</em> von Alfred Lord Tennyson zitieren. Lasst uns Henny Kluge und ihrer hundert Jahre auf dieser Erde gedenken. Wo auch immer sie jetzt ist, die Menschen, die sie mit ihrer Liebenswürdigkeit und Freude berührt hat, werden sie nie vergessen. Erinnern wir uns an sie mit Liebe und lachendem Herzen und nicht mit Kummer.</p>
<blockquote>
  <p><em>Sunset and evening star,</em><br>
<em>And one clear call for me!</em><br>
<em>And may there be no moaning of the bar,</em><br>
<em>When I put out to sea,</em></p>
<p><em>But such a tide as moving seems asleep,</em><br>
<em>Too full for sound and foam,</em><br>
<em>When that which drew from out the boundless deep</em><br>
<em>Turns again home.</em></p>
<p><em>Twilight and evening bell,</em><br>
<em>And after that the dark!</em><br>
<em>And may there be no sadness of farewell,</em><br>
<em>When I embark;</em></p>
<p><em>For tho&rsquo; from out our bourne of Time and Place</em><br>
<em>The flood may bear me far,</em><br>
<em>I hope to see my Pilot face to face</em><br>
<em>When I have crost the bar.</em></p>
</blockquote>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Danke für nichts: Telekom kann alten Internet-Anbieter nicht kündigen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/telekom-vodafone/</link>
    <pubDate>Wed, 13 Apr 2022 13:48:49 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/telekom-vodafone/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/izugr6jfjmi.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<p>Als ich nach Düsseldorf gezogen bin, habe ich einen Business-Vertrag mit Vodafone abgeschlossen <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-65/" rel="">da die Telekom mehrere Jahre gebraucht hatte, einem komplett mit LWL verkabelten Neubau einen APL zu spendieren</a>. Da dieser Vertrag gegen Ende des Jahres ausläuft und die Telekom sich mittlerweile bequemt hatte, die Glasfasern in unser Haus dann doch an den Rest des Internets anzuschließen, habe ich Anfang Februar einen weiteren Business-Vertrag bei der Telekom abgeschlossen.</p>
<p>Ich wollte den Telekom-Glasfaservertrag parallel zu meinem bestehenden Kabelvertrag bei Vodafone einrichten, damit ich keine Internetausfälle habe, die ich mir in meinem Job einfach nicht leisten kann. Im Zuge des Vertragsabschlusses sagte mir der Telekom-Mitarbeiter, dass in diesem Fall eine Rufnummernportierung nicht möglich ist, weil das nur im Zuge einer Kündigung bei Vodafone möglich ist. Also müsste erst der Vodafone-Vertrag gekündigt werden, bevor die Telekom ihren Anschluss bereitstellt. Das wollte ich natürlich nicht und die Festnetznummern sind mir eigentlich egal. Wir sind dann so verblieben, dass ich einfach einen neue Vertrag ohne Portierung abschließe und die Telekom meinen Vodafone-Vertrag kündigt, wenn meine Glasfaserleitung steht.</p>
<p>Die Glasfaserleitung steht nun und ich nutze sie seit Monaten. Da ich bisher keine Kündigungsbestätigung von Vodafone habe, habe ich die Telekom per Einschreiben angeschrieben (ich mache so was nur noch per Einschreiben, sonst ignorieren einen große Firmen eh) und darum gebeten, mir mitzuteilen, wie der Status dieses Vorganges ist – auch gerne per E-Mail. Nachdem ich nach über einer Woche keine Antwort bekommen habe, habe ich heute bei der Telekom angerufen. Die Business-Hotline sagte mir, dass kein Auftrag zur Kündigung vorliegt und nach weiteren 30 Minuten in der Hotline wurde mir dann mitgeteilt, dass man meinen Vodafone-Vertrag gar nicht kündigen könne. Dass mir das ein Mitarbeiter der selben Hotline verbindlich zugesagt hat, ist anscheinend egal. Ich so an diesem Punkt:</p>

<p>Ich muss meinen Vodafone-Vertrag jetzt selbst kündigen. Und ich kann schon voraussagen, wie das laufen wird. Ich schreibe denen per Einschreiben. Die antworten nicht. Ich schreibe erneut. Keine Antwort. Erst wenn ich mit dem Anwalt drohe oder tatsächlich von einem Anwalt ein Schreiben verfassen lasse, wird Vodafone reagieren. Woher ich das weiß? Weil meine bisherigen Interaktionen mit dieser Firma genauso gelaufen sind. Vodafone hat es in mehr als einem Dutzend Monaten nicht geschafft, mir eine einzige korrekte Rechnung zu stellen und forderte ständig Mahngebühren zu Beträgen, die nicht korrekt in Rechnung gestellt wurden. Zu diesem Thema kommt natürlich auch noch mal ein Blog-Eintrag hier in der Rubrik <a href="/de/series/einmal-mit-profis/" rel=""><strong>Einmal mit Profis</strong></a>, sobald mein Vertrag mit denen Geschichte ist und ich alles abschließend zusammenfassen kann.</p>
<p>Bei der Telekom hätte man einfach im System ein paar Knöpfe gedrückt und die Kündigung wäre raus gewesen. Und die hätte Vodafone sicherlich nicht ignoriert. Das ist ja eine Aktiengesellschaft. Da gibt es ja Abläufe für die Zusammenarbeit. Das ist den Beratern wichtig. Aber nö, bei der Telekom wollte niemand für mich auf diese Knöpfe drücken. Was interessieren den einen Hotline-Mitarbeiter auch die Versprechen des anderen? Das ist genau der Grund, warum ich eigentlich immer alles schriftlich mir Firmen klären will. Die Aussagen am Telefon sind ungefähr genauso viel Wert wie ein Nichtangriffspakt mit Vladimir Putin.</p>
<p>Danke für nichts, Telekom! Immerhin hab ich jetzt keine Illusionen mehr, dass ihr auch nur einen Deut besser seid als die Konkurrenz. Große Firmen sind alle gleich. Scheiß auf die Kunden, Hauptsache die zahlen, alles andere ist egal.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Endlich wieder ein bisschen Normalität</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-107/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Apr 2022 23:24:16 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-107/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/secit-hannover-2022.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>In den vergangenen zwei Wochen war mal wieder richtig viel los – viel Arbeit, aber auch viel Freizeit. Ihr habt in den vergangenen Tagen vor allem auch deswegen nicht viel von mir im Netz gesehen und gelesen, weil ich gar nicht so viel Zeit vor meinem Computer verbracht habe.</p>
<p>Zuerst, in der letzten Woche im März, war ich in Hannover und habe für Heise eine Bühne der IT-Sicherheitsmesse <a href="https://sec-it.heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SecIT</a> moderiert. Das war die erste richtige SecIT <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-11/" rel="">seit März 2019</a>. Und es hat wirklich Spaß gemacht, endlich mal wieder auf einer richtigen Bühne zu stehen und einem echten Publikum entgegen zu schauen. Ganz zu schweigen davon sich danach wieder ganz normal mit Menschen unterhalten und ihnen ohne störende Stofffetzen ins Gesicht sehen zu können. Dass ich dann schon mal in Hannover war, habe ich dann auch gleich dazu genutzt, mich mit ein paar alten und neuen Kollegen bei Heise zu treffen. Ich habe in diesen paar Tagen darüber hinaus auch einige gute neue Kontakte geknüpft und der Ausflug war wirklich erfrischend. Vor allem aber haben viele Gespräche mit Ex-Kollegen und anderen Freelancern mal wieder bestätigt, dass <a href="/de/blog/2018/heise/" rel="">meine Entscheidung</a>, meinen eigenen Weg als freier Journalist zu gehen, die richtige war. Je mehr ich höre, wie es bei anderen so läuft, desto glücklicher bin ich, auf mich selbst gestellt zu sein.</p>
<p>In dieser Woche war ich dann vor allem privat unterwegs. Wir haben die neue Normalität dazu genutzt, endlich wieder mal ein bisschen feiern zu gehen und was mit Freunden zu unternehmen. Was auch schon lange überfällig war und meiner Seele wirklich unglaublich gut getan hat. Und dann habe ich noch ein paar andere private Dinge erledigt, die dringend anstanden. Eine ganz besondere Erfahrung in diesem Zuge war, endlich wieder ohne Maske einkaufen gehen zu können. Man kann Leute wieder anlächeln! Unglaublich! Dass ich mich noch mal drüber freue, ohne staatlich vorgeschriebenen Stofffetzen im Gesicht einkaufen gehen zu dürfen… Irre Welt, in der wir mittlerweile leben…</p>
<p>Nebenbei habe ich natürlich auch immer mal gearbeitet. Allerdings habe ich auch ein paar Dinge vernachlässigt, wie etwa meinen Podcast <em>The Private Citizen</em>, mit dem ich jetzt gehörig im Verzug bin. Die kommende Woche wird bei mir also vor allem im Zeichen der Arbeit stehen. Auch wenn die meisten anderen Menschen wegen Ostern wohl arbeitsmäßig eine kurze Wochen haben werden, steht bei mir wohl eher das Gegenteil an. Aber so ist das nun mal, wenn man sein eigener Chef ist. Da kann ich mir frei nehmen, wenn andere arbeiten müssen, muss aber dann auch oft arbeiten, wenn andere frei haben. Na ja, ich werde drauf achten, dass wir trotzdem weiterhin viel unternehmen im Moment. Wer weiß, wie lange die Welt so vergleichsweise normal bleibt, wie sie gerade ist. Die nächste Panik kommt bestimmt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf einmal interessiert euch die Ukraine</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-106/</link>
    <pubDate>Mon, 28 Mar 2022 15:33:28 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-106/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/ukraine-flagge-am-landgericht.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Mir geht echt immer mehr auf die Eier, wie scheinheilig die Welt geworden ist, in der wir leben. Und allen vorweg immer meine Kollegen aus der Presse… Auf einmal interessieren sich alle für die Ukraine. Noch vor zwei Monaten hat das Land niemanden auch nur im Entferntesten gejuckt. Da ist seit acht Jahren Krieg, und das einzige Mal, wo das überhaupt ernsthaft in den Leitmedien besprochen wurde, war, als die Russen 2014 einmarschiert sind und dann noch mal, als Malaysia Airlines Flug 17 abgeschossen wurde. Danach war Funkstille.</p>
<p>Jahrzehntelang tauchte die Ukraine in der Presse nur auf, wenn es um Korruption, Kreditkartenbetrug, Cybercrime, illegal gedrehte Pornos, Menschenhandel oder Auftragsmorde ging. Jetzt wird plötzlich darüber berichtet, wie die &ldquo;boomende Wirtschaft in der Ukraine&rdquo; durch den Angriff der Russen in Mitleidenschaft gezogen wird. Die ganzen IT-Spezialisten, die da unten – auch für deutsche Firmen – arbeiten, sind auf einmal im Fokus von Nachrichtenmeldungen und Artikeln. Super. Nur leider hat das vor dem 24. Februar 2022 niemanden auch nur ein Fitzelchen interessiert.</p>
<p>Dabei finde ich es gar nicht mal so schlimm, dass meine Kollegen solche Dinge nur recherchieren, wenn auf einmal jemand feststellt, dass Krieg ist. Die meisten Journalisten werden halt schlecht bezahlt und sind hoffnungslos überarbeitet. Und ihre Vorgesetzten interessieren sich mehr für die schnelle Mark und Wachstum als für das, was wirklich berichtenswert ist. Aber was mir wirklich kolossal auf den Sack geht ist, wenn sie dann endlich ihren Arsch hochbewegt haben, um etwas herauszufinden, dann tun die Kollegen bei der <em>Tagesschau</em>, beim <em>Spiegel</em> bei der <em>Zeit</em> und der <em>SZ</em> immer so, als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Da wird dann auf einmal Oberlehrerhaft über Dinge referiert, vor denen man vierundzwanzig Stunden früher selber noch keine Ahnung hatte.</p>
<p>Es ist ja gut und schön, wenn man plötzlich über die Ukraine schreibt, weil es Leute interessiert. Dann aber bitte nicht so, als hätte es diese Berichterstattung schon immer gegeben. Und bitte nicht in einem Tonfall, der in jedem zweiten Satz die eigene Überlegenheit des Verfassers betont. Wen wollt ihr denn verarschen? Glaubt ihr allen Ernstes uns wäre nicht aufgefallen, dass ihr diesen Krieg acht Jahre lang verpennt habt? Oder dass euch die Menschen und die Wirtschaft in der Ukraine bis Anfang März diesen Jahres völlig egal waren? Glaubt ihr, eure Leser verstehen nicht, dass ihr das nur macht, weil alles mit dem Keyword <code>Ukraine</code> gerade wie Sau geklickt wird?</p>
<p>Das Schlimmste ist aber wohl, dass meine Kollegen wahrscheinlich Recht haben. Die Mehrheit von deren Lesern und Zuschauern verstehen das wahrscheinlich wirklich nicht. Wie auch. Sie sind ja selbst genauso scheinheilig und reden sich jetzt wahrscheinlich ein, die Ukraine hätte sie schon immer interessiert.</p>
<p>Berichterstattung über diesen Krieg und seine Folgen für die unschuldige Zivilbevölkerung ist extrem wichtig. Aber bitte stellt dabei auch den richtigen Kontext her. Und lasst das scheinheilige Getue und das oberlehrerhafte Geseier weg. Damit könnt ihr mir eure Clickbait-Artikel auch nicht als journalistischen Qualitäts-Content verkaufen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Kochfeld mit WLAN</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-022/</link>
    <pubDate>Mon, 21 Mar 2022 19:19:41 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-022/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/kitchen-wifi.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>1. Juni 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Meine Eltern haben sich vor kurzem ein neues Kochfeld für die Küche gekauft. Als ich das zum ersten Mal sah, war ich schon sehr überrascht. Da prangte nämlich ein dicker WiFi-Sticker neben der Kochfläche. WLAN? An einem Cerankochfeld? Wozu braucht man denn so was?</p>
<p>Der Hersteller sagt, das Kochfeld könne so mit einer kompatiblen Dunstabzugshaube reden und diese dann basierend auf der Menge der Kochfelder, die in Betrieb sind, automatisch regulieren. Gut, das ist eine nette Komfortfunktion. Aber natürlich haben meine Eltern keine Dunstabzugshaube, die damit kompatibel ist. Außerdem kann das WLAN-Kochfeld wohl per Handy-App gesteuert werden, um die Heizelemente einzustellen. Das finde ich ziemlich unsinnig, denn dafür ist ja schließlich das Bedienfeld am Kochfeld da. Warum sollte ich zusätzlich ein zweites Gerät benutzen, für etwas, was ich eh schon vor der Nase habe? Aus einem anderen Raum will ich mein Kochfeld ja wohl kaum einstellen. Kochfelder zu bedienen, wenn man nicht sehen kann, was auf dem Herd los ist, ist keine gute Idee.</p>
<p>Aber es wird noch viel sinnloser. Der Hersteller dieses Gerätes ist ganz stolz, dass man mit dem Kochfeld auch Termine verwalten, Mails schreiben und sogar telefonieren kann. Wer bitte möchte mit seinem Kochfeld telefonieren? Oder Termine verwalten? Wenn einem beim Kochen so langweilig ist, sollte man vielleicht mal ernsthaft darüber nachdenken, anspruchsvollere Gerichte zu kochen als Milchreis mit Zimt und Zucker oder Fertiggerichte aus der Tüte. Und Mails schreiben? Das ist auf dem Handy ja schon nervig genug. Wie soll das bitte auf dem Herd gehen? Wahrscheinlich mit Spracherkennung.</p>
<p>Ich finde den Gedanken, auf meinem Herd eine E-Mail zu verfassen ja schon extrem peinlich. Aber wenn ich dann auch noch dafür mit meinem Herd reden muss? Lass mal, ich konzentriere mich lieber aufs Kochen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein Ring, sie zu knechten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-105/</link>
    <pubDate>Sun, 20 Mar 2022 15:12:41 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-105/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/elden-ring-karte.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Wie <a href="/de/blog/2022/ausgefuchst-104/" rel="">in meiner letzten Kolumne angekündigt</a>, habe ich vergangene Woche angefangen, <em>Elden Ring</em> zu spielen. Und seitdem <a href="https://www.youtube.com/playlist?list=PLD_daIvJQskx1bk3qvArzlskgfBKsx4jH" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lässt mich dieses Spiel nicht mehr los</a>. Kurzzeitig habe ich gedacht, ich würde es frustriert deinstallieren und nie mehr anpacken, nachdem ich es tagelang nicht schaffte, den ersten richtigen Boss zu besiegen. Aber <a href="https://www.twitch.tv/foxtrotalfabravo/clip/BoxySincereBeanDoggo-d-fWt4FvwchcS05D" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als mir dies dann gelang</a>, hat dieses Ereignis so viele Endorphine ausgeschüttet, dass ich davon seitdem zehre.</p>
<p>Eigentlich ist <em>Elden Ring</em> gar kein Spiel für mich. Es ist vor allem viel zu schwer. Ich hasse schwere Spiele eigentlich, da ich keiner dieser Menschen bin, der irgendwelchen Stolz oder gesteigertes Selbstwertgefühl daraus zieht, irgendeine schwere Aufgabe in einem Videospiel bewältigt zu haben. Ich spiele besonders RPGs vor allem, um mich in die Geschichte und die Welt des Spiels hineinzuleben. Und da ist es eher störend, wenn man 30 Versuche braucht, um einen bestimmten Gegner zu besiegen… Nun ist aber die Welt und die Geschichte von <em>Elden Ring</em> so mysteriös und interessant, dass mich dieses Spiel trotzdem fesselt. Und langsam stelle ich sogar fest, dass ich mich an das ständige Sterben und den grundsätzlich sehr hohen Schwierigkeitsgrad gewöhne.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch. Ich würde die Schwierigkeit trotzdem runter drehen, wenn ich das könnte. Das tut der Story des Spiels ja trotzdem keinen Abbruch. Und das Ganze wäre immer noch anstrengend genug, weil dieses Spiel einem so gut wie gar nichts einfach macht. Wo muss ich hin? Wie kämpfe ich richtig? Was zur Hölle sind alle diese Statistiken für Ausrüstungsgegenstände und wie vergleiche ich sie überhaupt? Nichts davon wird einem auch nur irgendwie ansatzweise erklärt. Das macht zwar auch den Reiz des Spiels aus, da es einen über die Hintergrundgeschichte der Welt und der eigenen Spielfigur genauso im Unklaren lässt, aber es macht alles auch so schon anstrengend genug – bevor man überhaupt versucht, die Kampfmechaniken richtig zu lernen. Selbst mit einfachen Kämpfen wäre dieses RPG immer noch eins der anstrengendsten, das ich je gespielt habe.</p>
<p>Auf der anderen Seite ist es aber vielleicht auch gerade diese Herausforderung – und meine daraus resultierende Dickköpfigkeit – die dazu führen, dass mich dieses Spiel nicht wieder loslässt. Das könnte durchaus sein. Auf jeden Fall ist <em>Elden Ring</em> ein großartiges Spiel. In den letzten zehn Jahren gab es zwei Spiele, die das Genre der Open World Fantasy RPGs maßgeblich geprägt haben: <em>Skyrim</em> und <em>Breath of the Wild</em>. Es scheint jetzt schon klar zu sein, dass <em>Elden Ring</em> der nächste Schritt in dieser Entwicklung ist. Dieses Spiel setzt neue Maßstäbe in seinem Genre. Und es scheint ebenfalls bereits sicher, dass es das Spiel des Jahres 2022 wird. Und wir haben erst März! Mit anderen Worten: Der ganzen Stress, den man beim Spielen von <em>Elden Ring</em> hat, lohnt sich definitiv. Was für ein Spiel!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Grafikkartenwahnsinn</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-104/</link>
    <pubDate>Sun, 13 Mar 2022 14:11:49 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-104/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/980-vs-3080ti.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich hab mir jetzt endlich eine neue Grafikkarte gekauft. Ich habe es lange herausgezögert, aber es ging jetzt einfach nicht mehr anders. Als ich mir Mitte/Ende 2015 meinen aktuellen Gaming-Rechner zusammengebaut habe, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nvidia-GeForce-900-Serie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">war meine GTX 980 ziemlich State-of-the-Art</a> – und, wie ich damals dachte, auch ziemlich teuer. Das war aber natürlich nichts gegen das Vermögen, das ich jetzt für eine <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Nvidia-GeForce-30-Serie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RTX 3080 Ti</a> ausgegeben habe. Diese Karte war teurer als der ganze PC vor sieben Jahren!</p>
<p>Aber nach <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-83/" rel="">einem lange überfälligen CPU-Update im vergangenen Jahr</a> musste jetzt einfach auch eine neue Grafikkarte her. Nicht zuletzt wegen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Elden_Ring" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Elden Ring</em></a>. Ich wollte meine 980 eigentlich schon seit knapp zwei Jahren upgraden, habe es aber so lange es geht herausgezögert. Und jetzt ging es nicht mehr. Also musste ich in den sauren Apfel beißen. Immerhin hat die 980 sieben Jahre lang gute Dienste geleistet. Das ist für ne Gaming-Grafikkarte schon eine ziemlich lange Karriere. Die neue Karte ist übrigens noch mein Weihnachtsgeschenk 2021. </p>
<p>Was mich sehr überrascht hat ist, dass Grafikkarten jetzt nicht nur fast so teuer wie Kleinwagen sind – sie sind auch annähernd so groß. Diese Karte ist riesig. Und die 980 war schon nicht klein. Die 3080 Ti braucht drei Slots auf dem Motherboard und kommt mit einem Ständer, der sie im Gehäuse aufrecht hält. Und den braucht sie auch. Nie im Leben würde das Ding nur an einer Schraube und dem PCIe-Adapter halten. Dafür ist die Karte viel zu schwer. Ich bin wirklich froh, dass ich 2015 auf meine Instinkte gehört habe und in ein großes Gehäuse investiert habe. Die Karte ist so massig, wenn man kein großes Tower-Gehäuse hat, kann es da echt sowohl in der Breite als auch in der Länge zu Platzproblemen kommen.</p>

<p>Na ja, jetzt ist sie drin und läuft. Und mein PC ist ready für <em>Elden Ring</em>.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf Teufel komm Cloud</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-021/</link>
    <pubDate>Thu, 10 Mar 2022 15:01:33 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-021/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/cloud-printer.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>15. Mai 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Seit einigen Jahren steht eine Drucker-/Scanner-Kombination eines namhaften Herstellers neben meinem Schreibtisch. Ich benutze sie vor allem, um geschäftliche Briefe auszudrucken und Belege einzuscannen. Das funktionierte bisher immer wunderbar. Unter Linux benutze ich zum Scannen das eingebaute Scan-Programm meiner Linux-Distribution. Unter Windows habe ich bisher immer das mitgelieferte Programm des Druckerherstellers benutzt. Bis ich dann vor einigen Wochen wieder mal einen Brief unter Windows scannen wollte und das Programm des Herstellers sich auf einmal geweigert hat. Ich bräuchte nun ein Cloud-Konto und müsse mich anmelden, hieß es.</p>
<p>Also, damit wir uns hier verstehen, liebe Drucker-Leute: Ich brauche jetzt eine Cloud-Anmeldung um einen Brief auf meinem Drucker einzuscannen, der einen Meter entfernt von meinem Rechner steht und sich im selben Netzwerk befindet? Und das Dokument, das ich da scanne, landet dann auch bei euch in der Cloud, nehme ich mal an? Warum sonst will man mir ein Cloud-Konto andrehen. Da ist bestimmt haufenweise nützlicher Cloud-Speicher dabei. Sind die eigentlich überhaupt auf die Idee gekommen, dass ich meine private Korrespondenz und sensible Geschäftsbriefe vielleicht nicht auf irgendwelche fremden Server laden will?</p>
<p>Ich hätte ja wirklich gerne mal ein Gesprächsprotokoll eines Meetings, in dem eine solche Entscheidung beschlossen wird. Sind die Manager bei Tech-Firmen wirklich soweit entfernt davon, was normale Menschen mit ihren Produkten machen? Wer kommt auf solche Ideen? Cloud-Funktionen können ja durchaus nützlich sein, aber dann bitte auf freiwilliger Basis. Mir kann keiner erklären, dass es irgend einen Sinn macht, dass ich mich in der Cloud anmelden muss, wenn ich lokal eine Seite scannen und auf meinen PC schicken will. Zumal das ja auch vorher mit dem selben Gerät jahrelang ohne ging.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Und wie lautet Ihr Mädchenname?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-103/</link>
    <pubDate>Sun, 30 Jan 2022 23:13:14 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-103/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/iytjs2qgll4.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://unsplash.com/photos/iYtJs2Qgll4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liam Martens</a></p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Könnt ihr euch noch an die lustige Geschichte erinnern, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-68/" rel="">als mich das Einwohnermeldeamt beim Umzug nach Düsseldorf scheiden musste, um mich umzumelden</a>? Beziehungsstatus-Fehler. Ja, das war ein Spaß! Wer von euch hat sich damals gedacht: Das wird bestimmt noch ein Nachspiel haben. Also, ich muss zugeben: Ich nicht. Ich hab das prompt wieder vergessen und mir nichts weiter dabei gedacht.</p>
<p>Tja. Am Freitag war ich dann mal wieder auf dem Einwohnermeldeamt. Sorry, heißt ja jetzt Bürgerbüro. Ganz lovey-dovey. Da ist ja jetzt Service angesagt. Oder so… Na ja, auf jeden Fall war ich auf dem Amt, um mir einen neuen Perso und Reisepass ausstellen zu lassen. Beide aktuellen Dokumente waren noch aus Bonn und laufen nächsten Monat ab. Allerdings war ich diesmal auf einem anderen Amt, die kann man sich ja innerhalb des Stadtgebietes frei aussuchen und bei der momentanen Terminsituation (es gibt fast nie welche) habe ich halt genommen, was ich kriegen konnte.</p>
<p>Gut, sitze ich also im Einwohnermeldeamt, während die nette Frau – und das war sie wirklich – meine Daten eingibt. Dann reicht sie mir zum ersten Dokument, dem Perso, ein Blatt, auf dem alles noch mal drauf steht. &ldquo;Bitte lesen, auf Richtigkeit prüfen und unterschreiben.&rdquo; Also mache ich das. Die Daten waren soweit richtig. Außer, dass auf dem Zettel ein Punkt &ldquo;Geburtsname&rdquo; auftauchte. Mit dem Mädchennamen meiner Frau. <a href="/blog/2014/elopement/" rel="">Als wir geheiratet haben</a> , hat sie meinen angenommen. Ich so: &ldquo;Äh. Da steht was von Geburtsname. Mein Geburtsname ist mein Nachname… Scherschel.&rdquo; Da war die gute Frau etwas verwirrt. Ich mein, klar, ich verstehe das schon. Heute haben ja auch Männer manchmal Geburtsnamen. Nur halt ich nicht.</p>
<p>Die Frau vom Amt guckte mich ziemlich entgeistert an und fragte sich laut, wie dieses Feld da in meine Daten gekommen ist. In dem Moment fiel mir dann der Beziehungsstatus-Fehler wieder siedeheiß ein. Also erklärte ich ihr, was da bei meiner Ummeldung nach Düsseldorf in dem anderen Einwohnermeldeamt vorgefallen ist. Da hat sie sehr laut und sehr herzlich gelacht. Das fand ich sehr sympathisch. Sie hat sich dann prompt entschuldigt aber ich habe ihr versichert, dass das nicht nötig ist. Ich fand das Ganze ja damals auch ziemlich amüsant – wenn auch auf eine eher absurd-komische Art. Das war schon eher so auf dem Level abstrakte Performance-Kunst. Und jetzt, wo ich da wieder dran denken musste, ging es mir natürlich erneut ganz genauso. Also habe ich mitgelacht.</p>
<p>Na ja, sie hat das Feld dann gelöscht und mit etwas Glück habe ich in ein paar Wochen einen neuen Perso und Reisepass ohne Mädchennamen. Natürlich musste diese Änderung wieder schriftlich begründet und vom Vorgesetzten bestätigt werden. Immerhin war ich diesmal in unter einer Stunde da raus.</p>
<p>Ich wiederhole meine Frage vom Oktober 2020: Warum passieren immer mir solche Sachen?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ich verstehe es doch auch nicht mehr</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-020/</link>
    <pubDate>Sat, 29 Jan 2022 22:03:27 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-020/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/jl0tmfyodbm.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>18. Mai 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Huawei hat ja bekanntlich auch auf dem deutschen Markt starke Probleme, seit der chinesische Konzern mit Sanktionen der US-Regierung zu kämpfen hat. Die führen unter anderem dazu, dass Huawei viele wichtige Google-Dienste nicht mehr in seine Smartphones einbauen kann und unter großen Lieferengpässen bei den Bauteilen für seine Geräte zu leiden hat. Seitdem kaufen auch immer weniger Deutsche Huawei-Handys. Aus guten Gründen. Obwohl sie den Händlern vor diesem Fiasko die kostengünstigen Smartphone mit Top-Hardware geradezu aus den Händen gerissen hatten. Jetzt ist es wohl schon so schlimm, dass der Konzern Gerüchten zufolge darüber nachdenkt, den deutschen Markt aufzugeben.</p>
<p>Ein flüchtiger Bekannter, der weiß, dass ich mich beruflich mit diesen Themen auseinandersetze, fragte mich also neulich wie es kommt, dass Huawei so stark mit diesen Sanktionen zu kämpfen hat, aber andere chinesische Firmen wie Xiaomi, OnePlus oder Oppo nicht. Ich konnte diese Frage nicht wirklich beantworten. Seitdem denke ich darüber nach.</p>
<p>Ich fand es ja schon immer merkwürdig, dass Politiker diese Boykotts gegen Huawei angezettelt haben, weil die chinesische Firma angeblich Spyware in Netzwerk-Hardware einbaut. Ich bezweifele die Anschuldigung ja gar nicht. Wahrscheinlich machen die das. Aber glaubt irgendwer allen Ernstes, Cisco- oder Juniper-Geräte werden von der NSA nicht ebenso zur Spionage missbraucht? Und warum spioniert angeblich nur Huawei und die anderen Firmen aus der Volksrepublik machen das nicht?</p>
<p>Und ich setze noch einen drauf: Apple baut seine Hardware in China, in den gleichen Fabriken wie Huawei. Glaubt denn irgendwer, die können da keine Spionage-Funktionen direkt in die Hardware einbauen? Wieso vertrauen wir der einen Hardware aus China, aber die andere ist böse? Ich muss feststellen, dass ich das nicht mehr verstehe.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Feinde der Demokratie</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-102/</link>
    <pubDate>Wed, 26 Jan 2022 12:34:02 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-102/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/morning-reading.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Moin, moin! Willkommen zu einer weiteren arg verspäteten Sonntagskolumne hier bei <strong>fab.industries</strong>. Eigentlich wollte ich die Kolumne diese Woche mal wieder sausen lassen, da ich momentan mal wieder einen extrem vollen Kalender habe. Nun sitze ich aber hier und habe überraschend etwas Zeit, da <a href="https://webinare.heise.de/hybrides-arbeiten-mit-ms-teams/telefonie/?wt_mc=intern.events.newsticker.web_hybrides-arbeiten.ho_ticker-web2.link.link" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Webinar</a>, das ich eigentlich heute morgen moderiert hätte, verschoben wurde. Da ich jetzt etwas Luft in meinem Terminplan habe, dachte ich mir, dann kann ich auch gleich diese Kolumne schreiben. Vor allem, da mir beim Warten auf das Webinar (als ich noch nicht wusste, dass es ausfällt) gleich ein Thema unter gekommen ist, was mir jetzt auf der Seele brennt.</p>
<p>Wie ihr ja vielleicht wisst, schreibe ich <a href="/de/tags/digital-total/" rel="">eine wöchentliche Digitalkolumne für die <em>Ostfriesen-Zeitung</em></a>. Als Teil meiner due diligence für diese Kolumne habe ich den Newsletter <a href="https://www.oz-online.de/-service/newsletter/chefredaktions-newsletter" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Moin Ostfriesland</em></a> aus der Chefredaktion der OZ abonniert. Man will ja wissen, womit sich die Zeitung, für die man einmal in der Woche schreibt, sonst noch so beschäftigt. Ganz abgesehen davon mag ich Ostfriesland und die Ostfriesen und bin gerne auf dem Laufenden, was im Norden so passiert.</p>
<p>In <a href="https://www.oz-online.de/artikel/1181290/James-Lauterbach-KfW-schockiert-Der-gute-Endzweck" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der heutigen Ausgabe dieses Newsletters</a> schreibt Chefredakteur Joachim Braun:</p>
<blockquote>
  <p>Fast täglich bekommen wir Mails von Lesern, die in etwa so anfangen: „Wir sind weder Coronaleugner, keine Aluhutträger und nicht rechts. Im Gegenteil; wir hatten fast vier Jahre einen afghanischen Flüchtling in 2016 bei uns aufgenommen und ihm einiges mitgeben können.“ Und dann erklären, warum sie empört sind über unsere Berichterstattung, die sie als einseitig empfinden. Vor allem, wenn es um Corona-Demos geht. Das ändert aber nichts daran, dass man mitverantwortlich ist, wenn man Seite an Seite mit den Feinden der Demokratie protestiert.</p>
</blockquote><p>Ich hatte mir überlegt, darauf in einer privaten E-Mail zu antworten. Ich denke aber, als verantwortungsvoller Journalist obliegt es mir (im Sinne meiner Leser), meinem Unmut über diese Aussage öffentlich Luft zu verschaffen. Ich finde nämlich, man kann das oben Zitierte so nicht stehen lassen. Es folgt meine Antwort, hiermit öffentlich für alle einsehbar.</p>
<p>Ich brauche hoffentlich eingangs nicht zu erklären, dass ich kein Querdenkenker, Coronaleugner oder Aluhut-Träger bin. Ganz im Gegenteil. Ich habe hier im Blog über dieses Virus geschrieben, <a href="/blog/2020/coronavirus/" rel="">als es noch 2019-nCov hieß</a>  und die ARD noch fröhlich von einem DNA-(sic!)-Virus fabulierte. Und den Begriff Aluhut haben wir in der Linux-Community schon jahrzehntelang benutzt, bevor meine Kollegen bei Tageszeitungen und Magazinen den jemals gehört haben. Trotzdem finde ich, dass ein großer Teil der Berichterstattung über Corona-Demos von einem gefährlichen Unwissen unseres demokratischen Systems zeugt, der einem gewissenhaften Journalisten nicht zu Gesicht steht. Ich habe über diese Doppelmoral, der anscheinend ein beträchtlicher Teil des deutschen Bildungsbürgertums verfallen ist, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-73/" rel="">schon</a> mal <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-74/" rel="">öfter</a> in dieser Kolumne <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-80/" rel="">geschrieben</a>. Es scheint allerdings so, als muss man bestimmte Sachen einfach immer wieder niederschreiben.</p>
<p>Eigentlich sollte jeder, der in Deutschland eine weiterführende Schule besucht hat, gelernt haben, dass friedliche Demonstrationen ein unabdingbares Instrument der politischen Selbstbestimmung eines jeden Bürgers der Bundesrepublik sind. Weil die Verfasser des Grundgesetzes wussten, dass es zwar eine noble Idee ist, den Bürgern ein solches Recht zuzusprechen, der Staat – und wie sich jetzt herausstellt auch große Teile der Zivilgesellschaft – diese Demonstrationen im konkreten Fall allerdings als sehr unangenehm wahrnehmen und im Zweifel auch verbieten wollen würden, haben sie sich <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_8.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art. 8 GG</a> ausgedacht. Nun geht es mir nicht darum, dass bestimmte Demos nicht genehmigt oder eingeschränkt werden. Das ist laut dieses Artikels ja durchaus legitim.</p>
<p>Allerdings sind Aussagen wie &ldquo;das ändert aber nichts daran, dass man mitverantwortlich ist, wenn man Seite an Seite mit den Feinden der Demokratie protestiert&rdquo; mit diesem Artikel nicht vereinbar. Es ist politisch unverantwortlich, alle Mitglieder einer Demonstration (so sie denn genehmigt wurde und friedlich stattfindet) über einen Kamm zu scheren. Das ist, vor allem von Seiten der Presse, auch ein neues Phänomen. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie es war, als Kind am <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Erster_Mai" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maifeiertag</a> mit meinen Eltern, die vor knapp dreißig Jahren überzeugte Sozialdemokraten waren, mitzulaufen. Da waren auch immer irgendwo ein paar autonome Spinner dabei. Wahrscheinlich auch wirkliche &ldquo;Feinde der Demokratie&rdquo;. Nur halt eher von links als von rechts. Aber damals hat komischerweise kaum ein Journalist, weder in der Lokalpresse noch in <em>Zeit</em> oder <em>Spiegel</em>, die Legitimität der friedlichen Demonstranten in Frage gestellt. Auch heute passiert das nicht. Obwohl Leute, die da mit demonstrieren, seit Jahrzehnten regelmäßig die Schanze in Hamburg und große Teile von Kreuzberg verwüsten. Für die wäre man ja dann auch mitverantwortlich, wenn man dieser irrsinnigen Argumentation folgt.</p>
<p>Zu entscheiden, ob die Spinner, die da gerade auf solchen Demos mitlaufen oder sie organisieren &ldquo;Feinde der Demokratie&rdquo; sind, will ich mir, im Gegensatz zu Joachim Braun, nicht zumuten. Das muss im Zweifel das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Ich habe allerdings bei Demonstrationen am 1. Mai mehr Rufe nach Revolution, <a href="https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/politiklexikon/18147/revolution" target="_blank" rel="noopener noreferrer">d.h. nach dem gewaltsamen Umsturz unseres demokratischen Systems</a>, gehört, als auf Corona-Demos.</p>
<p>Was ich allerdings weiß ist, dass wir als mündige Bürger auch idiotische und unbequeme Blödsinnsmeinungen wie &ldquo;der Virus existiert nicht und Bill Gates will uns alle chippen&rdquo; tolerieren müssen. Auch auf der Straße. Und wir dürfen Menschen, die aus vernünftigen Gründen gegen die Pandemie-Politik der Bundesregierung protestieren, nicht mit Spinnern und Neonazis in einen Topf rühren. Schon gar nicht als verantwortungsvolle Journalisten. Weil wir ansonsten <strong>allen Bürgern</strong> ihr Recht nach Art. 8 GG auf friedliche Demonstrationen nehmen. Und dieses Recht ist in den Perioden zwischen den Wahlen die einzige Möglichkeit eines Bürgers, seinen politischen Willen gegenüber der Regierung auszudrücken.</p>
<p>Und das tut gerade Not. Mehr denn je. Trotz eines einschneidenden Richtungswechsels durch den Übergang von einer großen Koalition zur Ampel macht unsere Regierung weiter, wie zuvor. Uns wird – mittlerweile seit Jahren – erklärt, wir müssten Masken tragen, unser Sozial- und Arbeitsleben einschränken und Bürger zu medizinischen Eingriffen zwingen, um das Gesundheitssystem zu schützen. Und in dieser ganzen Zeit – mittlerweile seit zwei ganzen Jahren – hat diese Regierung rein gar nichts gemacht, um die Situation des Gesundheitssystems zu verbessern – <strong>ganz im Gegenteil!</strong> Ein Bundesgesundheitsminister, der noch im Februar 2020 behauptet hatte, man müsse &ldquo;Mut zu Kürzungen&rdquo; haben, Arzt und Pflegestellen abbauen und sogar Krankenhäuser schließen, war danach noch fast zwei Jahre lang der gefeierte Pandemie-Manager der Regierung. Und tatsächlich wurden noch im vergangenen Jahr, in Mitten der Pandemie-Panik, in nicht wenigen Kliniken Intensivbetten und Pflegestellen abgebaut. <strong>Abgebaut</strong>. Das muss man sich mal vorstellen. Warum haben da nicht reihenweise Chefredakteure in ihren Newslettern den Rücktritt von Jens Spahn gefordert?</p>
<p>Die Bundesregierung hat rein gar nichts gemacht, um den Einfluss der Pandemie auf das Gesundheitssystem abzufedern. Und sie tut auch heute noch nichts. Stattdessen wird die Verantwortung auf die Bürger abgewälzt, deren Privat- und Arbeitsleben eingeschränkt wird und denen durch staatlich-finanzierte Propaganda auf jeglichen öffentlichen und privaten Werbeflächen eingebläut wird, man müsse &ldquo;zusammenhalten&rdquo; und &ldquo;Team-Player&rdquo; sein. In Talkshows ist nicht selten von einer &ldquo;Bürgerpflicht&rdquo; die Rede. Impfen lassen, Maske tragen, zu Hause verrotten. Frag mal <a href="/blog/2021/grandma-100/" rel="">meine 100-jährige Oma</a> , wie es sich anfühlt, seit zwei Jahren nicht unter Menschen gewesen zu sein.</p>
<p>Und was macht unsere Regierung stattdessen? Werden Intensiv-Pfleger und Ärzte besser bezahlt? Gibt es spezielle Ausbildungsprogramme, schnell die fehlenden Spezial-Pflegekräfte zu ersetzen? Wird Schulabgängern mit satten Prämien und Traumgehältern der Einstieg ins Gesundheitssystem schmackhaft gemacht? Ist es überhaupt mal ernsthaft in Erwägung gezogen worden, die unsinnige Profit-Orientierung des, aus einem mir nicht erfindlichen Grund zwanghaft kapitalistischen, Gesundheitssystems zugunsten einer gemeinnützigen (vielleicht sogar staatlichen) Struktur zu reformieren? Warum eigentlich nicht? Weil man lieber <a href="https://www.heise.de/news/Weitere-Kosten-fuer-Betrieb-der-Corona-App-4786059.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Millionen</a> in Smartphone-Apps steckt, deren Wirkungsweise <a href="https://www.scss.tcd.ie/Doug.Leith/pubs/luas.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von Anfang an umstritten war</a>  (was sich <a href="https://epjdatascience.springeropen.com/articles/10.1140/epjds/s13688-021-00290-x#Sec18" target="_blank" rel="noopener noreferrer">später auch als berechtigt herausstellte</a> ) oder die <a href="https://www.ccc.de/de/updates/2021/luca-app-ccc-fordert-bundesnotbremse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsicher und stümpferhaft programmiert sind</a>, anstatt zielorientiert und beherzt die eigentlichen Probleme anzupacken.</p>
<p>Wenn dieses Versagen von mittlerweile zwei grundunterschiedlichen Regierungen es nicht nötig macht, auf die Straße zu gehen, was denn dann? Wenn ich nicht Journalist wäre und mir dadurch nicht bessere Möglichkeiten zur Verfügung stehen würden, gegen diesen Missstand zu protestieren – wie etwa dieses Blog hier – dann wäre ich auch auf der Straße und würde meinem Unmut dort Gehör verschaffen.</p>
<p>Vielleicht sollten sich meine Journalistenkollegen mal mit Ärzten und Menschen im Pflegeberuf unterhalten, statt jeden Tag reflexartig auf die bösen Querdenker einzukloppen. Dann würden sie vielleicht auch merken, was im Gesundheitssystem wirklich abgeht und könnten über den wirklichen Skandal in der Pandemie berichten. Gerade diese Woche habe ich mal wieder von einem Arzt gehört, der tagelang nicht zu Hause bei seiner Familie war, weil seine Frau SARS-CoV-2-positiv getestet wurde. &ldquo;Ich hab keine Zeit, krank zu sein&rdquo;, sagte er mir. Arbeit geht vor, irgendwer muss sie ja machen. Eine Bekannte, die in einem Krankenhaus in der Pflege ist, betreut strotz Schwangerschaft doppelt so viele Patienten wie normal, weil dem Krankenhaus momentan die Pflegekräfte wegrennen. &ldquo;Die Ratten verlassen das sinkende Schiff&rdquo;, fasste sie lakonisch zusammen. Der Job ist scheiße und schlecht bezahlt und keiner will ihn machen. Deswegen suchen Pfleger sich bessere Jobs. Das war schon vor der vielbeschworenen Pandemie dabei, uns das Genick zu brechen, mittlerweile ist es eine ausgewachsene Katastrophe. Und die Politik macht rein gar nichts dagegen. Außer die Verantwortung auf ihre Wähler abzuschieben.</p>
<p>Es gab mal eine Zeit, da sahen es Journalisten als ihre Aufgabe an, die Verfehlungen der Mächtigen aufzudecken. Speaking truth to power nennt man das im Englischen. Im Sinne ihrer Leser gegen die, die von oben deren Leben schlechter machen. Heute kommt es mir eher so vor, als sehen Journalisten es als ihre Aufgabe an, schulmeisterlich ihre Leser im Sinne der Regierenden zu erziehen. Das ist schon schlimm genug. Aber noch schlimmer ist es, wenn man dabei selber das System nicht versteht, das man da zwanghaft zu erklären versucht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ist Autokorrektur ein unlösbares Problem?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-019/</link>
    <pubDate>Wed, 26 Jan 2022 11:32:17 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-019/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/classic-autocorrect-fail.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>11. Mai 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Moderne Handys sind Wunderwerke der Technik. Etwas über zehn Jahre nach der von Apple eingeleiteten Smartphone-Revolution tragen viele von uns mehr Rechen-Power in der Hosentasche mit uns herum, als wir zum Erscheinen des ersten iPhones in unseren Bürocomputern hatten. Da diese Handys so viel Rechenkapazität und Speicher haben, frage ich mich manchmal, warum die einfachsten Funktionen, die von den Herstellern angepriesen werden, nicht funktionieren.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist die Autokorrektur bei Android und iOS. Beide Betriebssysteme haben angeblich hochkomplexe künstliche Intelligenz an Bord, um vorherzusagen, was ich auf der Tastatur schreibe. Das soll kompensieren, dass die Touch-Tastaturen so anfällig für Fehler sind. Aber warum funktioniert das so schlecht? Ein Blick in meine Messenger-App zeigt deutlich, dass meine Frau und ich uns Tag ein, Tag aus immer wieder sehr ähnliche Dinge schreiben. Warum kann die Tastatur dass dann nie voraussagen und ich verschreibe mich immer wieder? Die KI hatte auf meinem Handy jetzt über zwei Jahre Zeit, meine Formulierungen zu lernen. Von dem Chaos, das entsteht, wenn ich versuche komplexere Texte wie diese Kolumne auf meinem Handy zu schreiben, wollen wir gar nicht erst anfangen.</p>
<p>Ich weiß sehr zu schätzen, dass Apple und Google aus berechtigten Datenschutzbedenken nicht alles was ich schreibe in der Cloud analysieren. Aber dieses Smartphone sollte doch wirklich genug Rechenpower und Speicher haben, um das wie versprochen lokal hinzubekommen. Stattdessen ist die Autokorrektur eine Katastrophe. Und ich bin offensichtlich nicht der Einzige, bei dem das nicht funktioniert. Das ganze Internet ist voll mit lustigen Autokorrektur-Fails. Bei dem einen oder anderen hat so etwas schon eine ernste Ehekrise ausgelöst. Machen Apple und Google das absichtlich, um zu beweisen, dass diese Technik ohne Cloud-Spionage nicht funktioniert? Oder können sie das wirklich nicht besser programmieren?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein Schritt vor, zwei zurück</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-018/</link>
    <pubDate>Fri, 21 Jan 2022 14:02:37 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-018/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/u-vu-r6qyyu.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>4. Mai 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Wenn man zum ersten Mal vom linearen Fernsehen aufs Streaming umsteigt, denkt man erst einmal, man wäre im Himmel. So viele Filme und Serien, alle nur einen Knopfdruck entfernt. Aber wenn die erste Begeisterung einmal nachgelassen hat, stellt man schnell fest, dass Streaming-Abos auch ihre Nachteile haben.</p>
<p>Man zahlt immer, auch wenn man gerade gar nicht genug gucken kann, dass es sich lohnt. Filme, die man sich letzte Woche zum später schauen vorgemerkt hat, sind auf einmal aus dem Angebot verschwunden. Und bei Filmreihen kann man sich zwar den ersten und dritten Film angucken, aber der zweite ist gerade nicht im Angebot. Oder Teil Zwei ist verfügbar, aber das Original, auf dem der neuere Film aufbaut, dann nicht. Vielleicht gewöhnt man sich bei dem einen Anbieter dran, Filme in Originalsprache zu schauen und beim zweiten sind die meisten dann nur auf Deutsch vertont verfügbar – warum auch immer, eine weitere Tonspur ist im Vergleich zu den riesigen Datenmengen von 4K-Filmen nun wirklich kein Aufwand. Und manche Serien verschwinden, während man mitten drin ist, auf einmal aus dem Sortiment.</p>
<p>Klar, tonnenweise Inhalte sind gerade jetzt im Lockdown mit Ausgangssperre viel wert. Aber bei einer großen DVD- oder Blu-ray-Sammlung kann mir wenigstens niemand meinen Lieblingsfilm von heute auf morgen löschen, nur weil irgendein Vertrag zwischen Filmstudio und Streaming-Dienst auf einmal ausgelaufen ist.
Von der Technik der Zukunft erwarte ich, dass sie in allen Aspekten besser ist, als die Technik der Vergangenheit. Vor allem wenn das, was sie zurückhält, nicht auf technische Schwierigkeiten zurückgeht, sondern auf die Geldgier einzelner Menschen. Ich kann ja noch damit leben, dass bestimmte Serien gar nicht im Streaming zu haben sind, sondern ich sie von vorn herein kaufen muss. Aber mir meine neu Lieblingsserie mitten drin zu löschen, nur weil ich sie zum falschen Zeitpunkt angefangen habe zu gucken, ist echt grausam.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein Buch schreiben ist echt Scheiße viel Arbeit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-101/</link>
    <pubDate>Sun, 16 Jan 2022 20:46:47 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-101/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/chiringuito-editing.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich sitze heute schon den ganzen Tag dran, Änderungen in das Manuskript <a href="https://grimdeep.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meines Buches</a>  einzuarbeiten. Zum Teil sind die noch aus der Zeit in Alicante im September und an der Strandbar entstanden. Dabei ist mir mal wieder so aufgefallen, wieviel krass Arbeit das ist, so einen Roman zu schreiben. Selbst wenn man tagaus, tagein berufsmäßig mit Sprache und Schreiben zu tun hat, kann man sich das nicht wirklich vorstellen, wenn man es nicht mal ausprobiert hat. Ich hab zwar 2011 bei NaNoWriMo längenmäßig ein Buch geschrieben, aber ein erstes Manuskript schreiben und etwas soweit zu haben, dass man sich traut es zu veröffentlichen – selbst wenn es nur eine Art Early Access ist, wie bei meinem Buch im Moment – das sind zwei komplett unterschiedliche paar Schuhe.</p>
<p>Seit ich selber versuche, sowas zu machen, denke ich mir, dass Bücher eigentlich viel mehr kosten müssten. Angesichts der ganzen Arbeit, die in so einem Roman stecken, müsste der eigentlich viel teurer sein. Autoren haben deutlich mehr Geld verdient. Vor allem, wenn sie ihre Bücher auch noch größtenteils selbst redigieren.</p>
<p>Momentan komme ich mit dem Projekt eher schleppend voran. Mein Manuskript ist jetzt über 72.000 Wörter und über 393.800 Zeichen lang. Mittlerweile sitze ich am 12. Kapitel, allerdings sind die letzten sieben davon noch nicht einmal richtig gegengelesen. Ich werde mir den kompletten Februar frei nehmen und dazu nutzen, hoffentlich eine erste Version des Manuskripts fertig geschrieben zu bekommen. Unter anderem auch, um <a href="/de/blog/2021/grim-deep-stipendium/" rel="">mein Stipendiums-Ziel</a> zu erfüllen. Ich hoffe, das klappt. So oder so ist das gerade eine ziemlich krasse Erfahrung.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ganz bezahlt, halb geliefert</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-017/</link>
    <pubDate>Sun, 16 Jan 2022 11:53:56 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/digital-total-017/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/jyrti3loqnc.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>27. April 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Die Internet-Infrastruktur in Deutschland wird immer besser, wir holen im internationalen Vergleich weiter auf – das hört man mittlerweile immer wieder sowohl von Politikern als auch von Branchenverbänden. Wenn man aber mal genau hinguckt, ist die Internetversorgung vielerorts immer noch sehr trostlos. Vorhandene Kabel werden monate- oder manchmal sogar jahrelang nicht ans übrige Netz angeschlossen und der Glasfaserausbau kommt regelmäßig wegen Fehlplanungen ins Stocken.</p>
<p>Aber auch bei vorhandenen Breitbandanschlüssen hapert es gewaltig. So hat die Bundesnetzagentur zum Beispiel vor kurzem festgestellt, dass nur knapp vierundzwanzig Prozent der deutschen Haushalte die ihnen vertraglich versprochene Internet-Höchstgeschwindigkeit überhaupt nutzen können. Das sind weniger als ein Viertel. Diese Zahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.</p>
<p>Weiter besagt die Untersuchung, dass nur dreiundsiebzig Prozent der Haushalte mindestens die halbe ihnen versprochene Leistung erhalten. Man stelle sich mal vor, bei einem Viertel aller gekauften Autos würde nur die halbe vom Hersteller versprochene Leistung erreicht. Oder beim Kauf einer Einbauküche würde bei einem von vier Kunden nur die halbe Küche geliefert und montiert. Was da los wäre.</p>
<p>Solche Zustände würden hierzulande in keiner anderen Branche akzeptiert. Warum lassen wir es dann bei unserem Internetanschluss mit uns machen? Weil das Internet eine neue Technik ist? Ich bin jetzt bald ein Vierteljahrhundert und weit mehr als die Hälfte meines Lebens im Internet unterwegs. Das ist keine neue Technik mehr. Haben wir wirklich erst im Lockdown verstanden, dass mittlerweile der Großteil des Alltags der arbeitenden Bevölkerung digital stattfindet? Arbeit, Haushalt, Freizeit – all das organisieren wir über unseren Internetanschluss. Es wird Zeit, dass wir da endlich die selben Qualitätsstandards anlegen, wie beim Rest unseres Lebens.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Antizyklisch</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-100/</link>
    <pubDate>Sun, 09 Jan 2022 22:12:43 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-100/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/rush-hour-noir.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Da ist sie also nun: Meine hundertste Sonntagskolumne. Da ich mittlerweile <a href="/de/blog/2022/ausgefuchst-99/" rel="">seit drei Jahren für mich selber arbeite</a>, hätte ich eigentlich schon mindestens fünfzig Kolumnen mehr geschafft haben sollen. Jedenfalls wenn ich jeden Sonntag eine geschrieben hätte. Aber wie ihr ja wahrscheinlich gemerkt habt, wenn ihr regelmäßig dieses Blog lest, ist in diesen drei Jahren auch immer mal wieder viel dazwischengekommen. Trotzdem bin ich stolz, jetzt endlich bei Kolumne Nummer 100 angekommen zu sein. Nach <a href="/de/blog/2021/notiz-0010/" rel="">einem Jahr und 52 Kolumnen für die <em>Ostfriesen-Zeitung</em></a> ist das nun die zweite kolumnistische Leistung innerhalb kurzer Zeit, die ich feiern kann.</p>
<p>Ich habe dieses Ereignis mal zum Anlass genommen, über die ersten drei Jahre und 99 Ausgaben <em>Ausgefuchst</em> drüber zu schauen und sie ein bisschen für mich selbst Revue passieren zu lassen. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich nicht annähernd so oft über mein Freelancer-Dasein schreibe, wie ich das eigentlich am Anfang vorhatte. Klar, ich schreibe eigentlich fast immer über Dinge, die in meinem Leben so passiert sind – und oft hat das ja auch mit meinem Job zu tun – aber ich schreibe nicht so oft über spezifische Freelancer-Erfahrungen, wie ich das eigentlich wollte, <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">als ich mit dieser Kolumne angefangen habe</a>. Also ist mein neues Ziel, genau das zu ändern. Angefangen mit Ausgabe 100 dieser Kolumne. Darum nun zum eigentlichen Thema des Textes:</p>
<p>Eine Eigenschaft meines Lebens als Freiberufler ist mir erst ziemlich spät, also irgendwann im vergangenen Jahr, aufgefallen. Nämlich die Tatsache, dass ich ziemlich antizyklisch lebe, seit ich mir meine Zeit einteilen kann. Ich schlafe, wenn die meisten Menschen zur Arbeit gehen; ich frühstücke, wenn die meisten Menschen zu Mittag essen; und ich jogge, wenn die meisten Menschen beim Abendessen sitzen. Wenn viele Menschen abends ins Bett gehen, arbeite ich meist noch. Oft bis tief in die Nacht hinein.</p>
<p>Antizyklisch zu leben, hat viele Vorteile. Man kann einkaufen, wenn die Geschäfte recht leer sind, in den Urlaub fahren, wenn alle arbeiten müssen und sowieso sein ganzes Leben eher danach ausrichten, was man selbst wann am liebsten macht. Man muss sich ja nach keinen Regeln eines Arbeitgebers richten, die macht man sich schlicht und ergreifend einfach selbst.</p>
<p>Aber der größte Nachteil dabei ist, dass die meisten anderen Menschen einfach nicht verstehen, was man da macht. Sie verstehen nicht, wenn man morgens noch schläft, weil man bis vier Uhr nachts gearbeitet hat. Auftraggeber verstehen überhaupt eher wenig, <em>wann</em> man arbeitet. Mal ganz zu schweigen davon, dass sie die flexiblen Arbeitszeiten des Freelancers zu nutzen, um Lücken in der eigenen Besetzung zu füllen. Man würde ja eigentlich meinen, dass Redaktionen sich freuen, wenn Freie mitten in der Nacht (wenn in den USA der Nachrichten-Tag erst so richtig beginnt) oder am Wochenende fürs gleiche Geld arbeiten. Aber dem ist anscheinend nicht so. Die Kollegen in ihren eingefahrenen Bürojobs können anscheinend nicht soweit über den Tellerrand schauen. Und sie verstehen demnach auch nicht, wenn man sagt, dass man die bestellte Geschichte über Nacht abliefert, statt sie vormittags des nächsten Tages zu schreiben.</p>
<p>Das bringt das antizyklische Leben wohl mit sich. Alle anderen sind so im Zyklus gefangen, dass die Welt außerhalb der gewohnten Muster für sie überhaupt nicht existiert. Man fühlt sich ein bisschen so wie in einer Star-Trek-Folge, in der jemand in einen phasenverschobenen Zustand versetzt wird: Man existiert ein bisschen außerhalb des gewohnten Universums aller anderen. Glücklicherweise habe ich eine Frau, die extrem verständnisvoll ist und damit Leben kann, dass ich einfach mein Ding mache. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich obendrauf noch Eheprobleme. Als Forscherin ist sie gezwungenermaßen allerdings auch oft antizyklisch unterwegs. Eigentlich also kein Wunder.</p>
<p>Diese ganze Erfahrung ist es auch, die mich immer laut auflachen lässt, wenn Leute dieser Tage behaupten, die Arbeitswelt wäre heutzutage ach so flexibel mit Home Office und total relaxten Vorgesetzten und so. Hauptsache man arbeitet, egal wann und wo bla bla blubb. Alles Quatsch. Leute kapieren nicht mal, wenn man lieber von 11 bis 19 Uhr arbeitet statt von 8 bis 16 Uhr. Ganz zu schweigen von wirklich flexiblen Arbeitszeiten. Oder so verrückten Ideen wie Mittwochs frei machen statt Sonntags. Einfach, weil man es kann. Flexibilität fängt in den Köpfen an und kopfmäßig sind die Deutschen wirklich kaum flexibel, vor allem, wenn es um Arbeit geht. Jedenfalls sagen mir das drei Jahre Freelancer-Erfahrung im Umgang mit anderen Firmen.</p>
<p>Aber gut, wenn alle antizyklisch unterwegs wären, gäbe es ja gar keinen Zyklus mehr, dem ich trotzen könnte. Also ergibt das eigentlich auch wieder Sinn und ich sollte wahrscheinlich froh sein, dass die meisten Menschen aus ihrem geistigen Hamsterrad nicht rauskommen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das neue Jahr bringt hoffentlich Neues</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-99/</link>
    <pubDate>Mon, 03 Jan 2022 13:35:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2022/ausgefuchst-99/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2022/whiteout.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Heute starte ich ins vierte Jahr meiner Selbstständigkeit. Ich dachte mir, die 99. Sonntagskolumne sei eine gute Einleitung dazu, denn schließlich habe ich vor drei Jahren mein neues Leben als freier Autor <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">genauso begonnen</a><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>. Überhaupt ist dieses Jahr ziemlich Jubiläen-lastig – vor allem der 1. März. An dem Tag bin ich nämlich 20 Jahre mit meiner Frau zusammen und feiere außerdem mein 10-jähriges Jubiläum als Journalist.</p>
<p>Aber zurück zum Jahresbeginn. Ich schreibe in der ersten Kolumne des Jahres ja gerne über meine Neujahrsvorsätze (siehe <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-76/" rel="">Kolumne Nr. 76</a> und <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-40/" rel="">Nr. 40</a>). Also sollte ich diese Tradition wohl auch dieses Jahr weiter fortsetzen. Für 2022 fallen meine Vorsätze allerdings relativ übersichtlich aus. Unter anderem habe ich mir vorgenommen, mehr zu schreiben als im vergangenen Jahr. Auch auf diesem Blog. Deswegen werde ich auch von <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-88/" rel="">meiner Änderung der Kolumne aus dem August</a> abrücken und nicht mehr jeden Kolumnen-Text auf meiner Schreibmaschine schreiben. Ab und zu werde ich sicher nach wie vor Blog-Texte auf der Schreibmaschine verfassen, wenn ich das gerade angemessen oder schön finde, aber ich will mich für die Kolumne nicht mehr unbedingt dazu zwingen. Die Änderung hat ihren Zweck erfüllt, frischen Wind in die <em>Ausgefuchst</em>-Kolumne gebracht und sie so wiederbelebt. Aber im Sinne des Vorsatzes, mehr zu schreiben, ist es gerade wichtiger, dass ich Texte einfach und schnell aufs Blog bringen kann.</p>
<p>Des weiteren erneuere ich meinen Vorsatz aus den vergangenen Jahren, mein Einkommen zu erhöhen. Mit etwas Glück normalisiert sich die Wirtschaft dieses Jahr wieder und die lang ersehnte Erholung von den mageren Pandemie-Zeiten setzt ein. Wir werden sehen… Also: Falls ihr <a href="/de/anheuern/" rel="">Aufträge für mich habt</a>, <a href="/de/impressum/" rel="">meldet euch bitte</a>. Bei der ganzen Arbeit will ich aber trotzdem nicht den Sport außer acht lassen. Ich war 2021 sportlich ziemlich erfolgreich und habe eine Menge Fett gegen Muskelmasse eingetauscht. Ich laufe meine 20 Kilometer pro Woche mittlerweile routinemäßig mit 8 Kilogramm Gewicht und bin aufs gesamte Jahr verteilt insgesamt 861 Kilometer gelaufen. Mein regelmäßiger Laufrhythmus wurde eigentlich nur von zwei Urlauben und den 12 Krankheitstagen durch die SARS-CoV-2-Impfung unterbrochen. Das will ich auf jeden Fall auch im Jahr 2022 so erfolgreich weiterführen.</p>
<p>Mein letzter Vorsatz fürs Jahr 2022 ist es schließlich, zu lernen, wie man selbst <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ramen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ramen</a> kocht. Zwar habe ich in Düsseldorf wahrscheinlich einige der besten Ramen-Restaurants außerhalb Tokios vor Ort, trotzdem will ich weiterhin lernen mehr Dinge selbst zu machen und Ramen sind jetzt der nächste Punkt auf der Liste. Ich werde euch hier im Blog sicher über meine Fortschritte berichten. Soweit so gut. Auf in ein weiteres Jahr als freier Journalist. Ich freue mich schon drauf, was dieses Mal so alles Neues auf mich zukommt. Pandemie ist ja jetzt nicht mehr neu. Vielleicht gibt es dieses Jahr ja mal was anderes, worauf man sich konzentrieren kann…</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Dass heute nicht Sonntag ist, müsst ihr jetzt einfach mal gepflegt ignorieren. Die nächste Kolumne kommt hoffentlich wieder Sonntags. Ist ja dann auch die 100. und zu so einem Jubiläum wäre alles andere ja schon sehr peinlich.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/guten-rutsch/</link>
    <pubDate>Thu, 30 Dec 2021 13:20:36 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/guten-rutsch/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich hoffe, euch geht es gut und ihr besucht auch im Jahr 2022 wieder mein Blog, um spannende Geschichten aus meinem Freelance-Leben zu lesen.</em></p>
<p>Moin, moin! Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Weihnachtsfest, habt Zeit mit eurer Familie verbracht oder konntet euch in den letzten Tagen anderweitig entspannen!</p>
<p>Wie Sie wahrscheinlich am Mangel an Texten auf diesem Blog erkennen können, war ich in letzter Zeit ziemlich beschäftigt. Vor allem meine dritte SARS-CoV-2-Impfung, die mich für fünf Tage außer Gefecht gesetzt hat, hat meinen Zeitplan völlig durcheinander gebracht und mich gezwungen, während der gesamten Weihnachtsferien zu arbeiten. Aber abgesehen davon geht es mir gut. Ich hatte ein sehr schönes Weihnachtsfest in Hamburg und freue mich auf Silvester, auch wenn es aus irgendwelchen dummen Gründen, die ich nicht ganz verstehe, kein Feuerwerk geben wird.</p>
<p>Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr, hoffentlich mit Freunden und ein paar Drinks, und wir sehen uns 2022 für weitere spannende Geschichten aus meinem Leben als freier Journalist wieder. 2022 wird das vierte Jahr dieses Unterfangens sein, und im März werde ich auch mein zehnjähriges Jubiläum als professioneller Journalist feiern. Aufregende Zeiten liegen vor uns!</p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">&nbsp;&nbsp;<b>Du hast was hinzuzufügen? <a href="https://forum.fab.industries/t/frohe-weihnachten-und-einen-guten-rutsch/143" target="_blank">Kommentiere diesen Beitrag im Forum</a>.</b></div>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/NRF1IQrwwPs" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antonio Gabola</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Und jetzt auch noch eine Mikrochip-Krise!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-016/</link>
    <pubDate>Tue, 14 Dec 2021 11:28:34 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-016/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/pgvr8yrtq80.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>20. April 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Die Mikrochips werden knapp – was sich für die meisten Menschen zuerst einmal wie langweiliges Technogebrabbel anhört, betrifft uns allerdings alle im Alltag. Und vor allem da, wo es momentan besonders weh tut: bei der Unterhaltungselektronik. Mikrochips sind heutzutage nämlich überall drin: In Autos, smarten Haushaltsgeräten, Telefonen und in Computern und Tablets sowieso.</p>
<p>Als erstes bekamen die Verknappung alle jene zu spüren, die versucht haben, in letzter Zeit ein Notebook oder eine Spielekonsole zu kaufen. Grafikkarten für PCs sind sowieso schon lange entweder gar nicht mehr, oder nur zu absurden Preisen, zu bekommen. Das ist vor allem wegen der anhaltenden Lockdowns momentan so unangenehm. Fürs Home Office, den Schulunterricht zu Hause und die Freizeit braucht es nun mal PCs, Tablets, Smartphones, Smart-TVs und Spielekonsolen. Neu ist, dass die Chip-Knappheit nun auch der Automobilindustrie zu schaffen macht. So musste zum Beispiel VW seine Autoproduktion zeitweise einstellen.</p>
<p>Wie kann das sein? Dass Mikrochips und andere Elektronikbauteile ein boomender Markt sind, wissen wir doch schon seit Jahren. Das stimmt zwar, aber leider war niemand auf eine Verlangsamung der Lieferketten durch die Pandemie vorbereitet. Dass niemand große Lagerbestände angelegt hat und alle Hersteller seit Jahrzehnten beim Bestellen neuer Teile von der Hand in den Mund leben, beißt uns jetzt gehörig in den Hintern. Und dazu kommt noch, dass der von den USA angezettelte Handelskrieg mit China dort zu besonderer Vorsicht geführt hat und sich chinesische Firmen jetzt erst mal selbst eindecken und für schlechte Zeiten einlagern, bevor sie exportieren.</p>
<p>So wird sich die Lage auf absehbare Zeit wohl auch erst mal nicht entspannen. Man kann also nur hoffen, dass man gerade alle Elektronik hat, die man braucht und nichts kaputt geht – neu kaufen kann nämlich gerade richtig teuer werden.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Schülerlotsen für Erwachsene</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-98/</link>
    <pubDate>Mon, 13 Dec 2021 21:05:38 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-98/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/verkehrskadetten.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://www.verkehrskadetten-duesseldorf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verkehrskadetten Düsseldorf</a></p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-13.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-13.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-13.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Am Wochenende war ich in der Düsseldorfer Innenstadt, um auf dem Weihnachtsmarkt ein paar Maronen zu essen und etwas shoppen zu gehen. Auf dem Weg in die Altstadt bot sich mir dann das dümmlichste Schauspiel, welches ich seit Monaten bewundern durfte. An einer sich in Betrieb befindlichen Ampel standen eine Reihe von Hampelmännern in RAL-orangen Overalls herum und regelten selbstgerecht den Verkehr. Das heißt, wenn die Fußgänger-Ampel grün wurde, stellten sie sich den Autos in den Weg und wenn diese rot war, hinderten sie Fußgänger daran, auf die Straße zu laufen.</p>
<p>Ich weiß jetzt nicht, wie es euch so geht, aber ich kann eine Fußgänger-Ampel benutzen, seit ich ein kleines Kind bin. Ich brauche dafür keine Schülerlotsen, nicht mal, wenn ich sturzbetrunken bin. Richtig witzig fand ich aber, dass diese Deppen sogar Rangabzeichen auf den Epauletten hatten – fast wie die Polizei. Na ja, eher so eine Art Clown-Polizei.</p>
<p>Ich habe dann später rausgefunden, dass es diese &ldquo;Düsseldorfer Verkehrskadetten&rdquo; schon seit 1972 gibt. Komischerweise sind unsere orangenen Freunde aber gar nicht in § 56 StVO erwähn. Fast so, als ob sie in Wirklichkeit gar keine Befugnisse hätten. Grübelsmiley.</p>
<p>Sag mal, wie verblödet ist unsere Gesellschaft eigentlich, dass wir jetzt schon Schülerlotsen für Erwachsene brauchen? Wann nimmt dieser Sicherheitswahn endlich ein Ende?</p>
<p>Dauert nicht mehr lange, dann sind wir bei <em>Idiocracy</em> angekommen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Alles Fake</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-015/</link>
    <pubDate>Mon, 13 Dec 2021 16:23:17 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-015/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/9yd2hpzbxxu.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>13. April 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Mich interessieren Celebrity-Geschichten ja normalerweise nicht die Bohne, aber in der vergangenen Woche ertappte ich mich dann auf einmal dabei, wie ich ein bestimmtes Bikinifoto von Khloé Kardashian im Internet suchte. Komplett aus beruflichen Gründen, natürlich. Frau Kardashian hatte nämlich auf ihrem Instagram-Konto ausnahmsweise mal ein Foto veröffentlicht, das nicht stundenlang von Profifotografen in Photoshop nachbearbeitet worden war. Das Ganze ist wohl aus Versehen passiert und nun wollte der Reality-Star das Bild mit Gewalt wieder aus dem Internet löschen und schickte deswegen Webseiten urheberrechtliche Abmahnungen. Jetzt interessiert sich natürlich erst recht jeder für dieses Foto.</p>
<p>Man könnte sich nun darüber auslassen, dass das Schicksal von Frau Kardashian zeigt, wie sehr man aufpassen muss, was man im Internet von sich veröffentlicht. Aber ich finde es viel schlimmer, dass das Ganze überhaupt ein Thema ist. Das eine unbearbeitete Foto ist nämlich nur deswegen so interessant, weil halt alle anderen Bilder auf Instagram-Kanälen von Celebrities, Influencern und sonstigen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens so sehr nachbearbeitet sind. Es ist normal, dass man sein eigenes Leben (und seinen eigenen Körper) in der Öffentlichkeit im besten Licht darstellen will. Das machen wir alle so und das Internet hat in diesem Sinne auch nichts Neues gebracht. Aber wenn solche Konten komplett nur aus maximal manipulierten Fakes bestehen, sollte man sich schon fragen, wo das alles hinführt.</p>
<p>Was für einen Einfluss hat es auf die (meist jüngeren) Fans von Frau Kardashian und anderen Influencern, wenn alles, was sie auf ihren Smartphones sehen, aus einer unrealistischen Fantasiewelt kommt? Wieso ist es so schlimm, auch mal seine weniger perfekten Seiten in der Öffentlichkeit zu zeigen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Leute, die sich jetzt über dieses Foto lustig machen, weniger Hüftspeck als Khloé Kardashian haben.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stoische Reaktion des Individuums als Antwort auf die emotionalisierte Gesellschaft</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-97/</link>
    <pubDate>Sun, 05 Dec 2021 21:35:25 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-97/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/stoic.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-3.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-3.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-12-05-3.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Mir ist das gegenwärtig verbreitete Gedankengut der Gesellschaft unseres Landes sehr fremd. Und einiges von dem, was ich dieser Tage in der Presse und auf Twitter und Facebook lese, sowie in zwischenmenschlichen Situationen zu hören bekomme, widert mich geradezu an. Chefredakteure zeigen sich in Editorials und Newslettern unverhohlen schadenfroh darüber, dass &ldquo;die Luft für Ungeimpfte langsam dünn wird&rdquo; und dass &ldquo;das Weihnachts-Shopping für Ungeimpfte gelaufen ist&rdquo;, um nur zwei Beispiele zu nennen. Menschen, denen ich auf Twitter folge, weil ich sie bisher für moralisch integere Beispiele der Bildungselite unseres Landes hielt, äußern sich derweil geradezu menschenverachtend über die &ldquo;Idioten&rdquo; und &ldquo;Spinner&rdquo;, die sich erdreisten, sich nicht von Gesellschaft oder Staat zu einer medizinischen Prozedur nötigen zu lassen, die sie für unnötig halten. Derweil stellt das Bundesverfassungsgericht diffuse Ängste der Allgemeinheit, begründet lediglich durch unwissenschaftlich herbeigetestete Inzidenzzahlen, über die verfassungsmäßigen Grundrechte der Bürger.</p>
<p>Hier zeigt sich mir ein gesellschaftlicher Zusammenhang, der in meinem langen – und schlussendlich wenig erfolgreichen – Geschichts- und Politik-Studium nicht ausreichend beleuchtet wurde. Nämlich dass unabhängig von der politischen Ordnung und Regierungsform eines Landes, Gesetze und die durch sie garantierten Freiheitsrechte immer nur so viel Wert haben, wie ihnen durch die Gesamtheit der Gesellschaft zugedacht wird. Die Freiheitsrechte des Anderen zu achten, so lange sie mich nicht tangieren, ist einfach. Zum ersten Mal in der mehr als siebzigjährigen, von Frieden und Wohlstand bestimmten, Geschichte der Bundesrepublik sind wir nun an einen Punkt geraten, an dem wir die Freiheitsrechte des Anderen unter ernstzunehmendem eigenen Risiko hätten bestätigen müssen. Und genau an diesem kritischen Punkt hat unsere Gesellschaft versagt. Wohlgemerkt: Die Gesellschaft hat versagt. Nicht unsere politischen Institutionen und ebenso wenig unsere Verfassung. Unsere politischen Institutionen haben unsere Verfassung gemäß des Willens
der Allgemeinheit interpretiert. Oder gemäß dem, was meine Kollegen in der Presse als Willen der Allgemeinheit kolportieren – ob der Großteil der deutschen Bürger wirklich genauso denkt wie die Redakteure in den Newsrooms in Hamburg, Berlin und München sei mal so dahingestellt.</p>
<p>Was bleibt einem dann als Bürger diesen Landes, wenn die eigene Meinung hinsichtlich solch fundamentaler Grundrechtsfragen weder parlamentarisch, noch im politischen Diskurs der Presse oder der Allgemeinheit abgebildet wird? Was bleibt, wenn die eigene Auffassung von Freiheit, Würde und Selbstbestimmtheit des Individuums gegenüber dem Staat und der Mehrheit der Gesellschaft nicht von den Hütern der Verfassung in Karlsruhe gedeckt ist?</p>
<p>Mir selbst half in den vergangenen Wochen in eben jenem Fall das Studium der altgriechischen Philosophie der Stoa. Der Stoiker sieht große Teile der Lebensumstände eines Menschen als unabänderlich und außerhalb seiner Kontrolle an. Etwa auf dystopischen Inzidenzwerten begründete Einschränkungen des Privatlebens. Oder dass der selbe Staatsapparat, der nun seit gut anderthalb Jahren kläglich daran scheitert, das Gesundheitssystem auch nur auf die geringste Art auf die Anforderungen der Zeit anzupassen, stattdessen – um eben jenes kaputtgewirtschaftete System zu schonen – das Leben seiner Bürger massiv beeinträchtigt. Und sie nun darüber hinaus auch noch zu einem medizinisch nicht unbedingt notwendigen Eingriff zwingen will.</p>
<p>Der stoische Philosoph akzeptiert diese als unveränderlich gegebenen Umstände und konzentriert sich auf den eigenen Umgang mit ihnen. Dabei geht es nicht darum, die Umwelt zu ignorieren, sondern es ist Ziel dieser Philosophie, den eigenen Charakter so zu formen, dass er trotz – oder gerade wegen – dieser Umstände aufblüht und als positives Beispiel für den Rest der Gesellschaft dienen kann. Für mich heißt das konkret, dass ich politische Entscheidungen von Regierungen und Gerichten und Einschränkungen meines Lebens, die ich nicht ändern kann, mit Gelassenheit ertragen sollte. Und dass ich die mir unverständliche Meinung meiner Presse-Kollegen und der Öffentlichkeit im Internet und im privaten Gespräch zu diesen akzeptiere. Allerdings heißt es nicht, dass ich aufhöre, meine eigene Meinung, wo mir dies möglich ist, gut argumentiert zu verbreiten. Hoffentlich auf eine Art und Weise, die überzeugt und nicht abschreckt.</p>
<p>Mir ist bewusst, dass ich momentan noch weit von diesen Zielen entfernt bin. In meinem Verständnis der stoischen Philosophie ist das allerdings auch zu erwarten, da schon klassische Vertreter dieser Denkweise von einem lebenslangen Prozess der Selbstverbesserung ausgehen. Offensichtlich bin ich vom Ziel dieser Reise, dem letztendlichen Erlangen von mehr oder weniger absoluter Weisheit, denkbar weit entfernt. Trotzdem haben mir schon die ersten Schritte auf diesem Weg sehr viel Kraft im persönlichen Umgang mit der bis dato fast aussichtslos erscheinenden Lage gegeben. Die Besinnung auf meinen eigenen Umgang mit der durch nicht änderbare Umstände emotionalisierten Gesellschaft und ihres – durch eine mir fremde Angst gesteuerten – reflexartigen Herdentriebes hilft mir, sowohl die dadurch entstehenden Konsequenzen für mein eigenes Leben besser zu akzeptieren, als auch innerhalb dieser mir fremden Gesellschaft besser zu funktionieren. Die so entstehende Gelassenheit ist erstens einmal gesünder für mich und schärft auch den Blick auf eben jene Gesellschaft und Vorgänge sowie Hintergründe des Handelns der Allgemeinheit. Und das wiederum macht mich zu einem besseren Denker – und letztlich auch zu einem besseren Journalisten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Spielt mehr Videospiele!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-014/</link>
    <pubDate>Tue, 16 Nov 2021 09:31:15 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-014/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/13w6aqikv-i.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>6. April 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Es ist für mich immer wieder komisch zu sehen, wie skeptisch viele Menschen reagieren, wenn ich ihnen erzähle, dass ich meine Freizeit am liebsten mit Videospielen verbringe. Leute über vierzig reagieren fast immer mit Skepsis und auch schon mal mit dem einen oder anderen herablassenden Kommentar. Aber auch bei jüngeren Menschen, mit denen ich mich unterhalte, gibt es einige, die nicht verstehen, warum man seine Freizeit vor dem Computer verbringen wollte.</p>
<p>Dabei sind Videospiele doch gerade in einer Zeit, in der die meisten Menschen – und sogar die Regierung – will, dass man möglichst wenig das Haus verlässt, das perfekte Hobby. Mit Videospielen kann man ferne Länder, vergangene Zeiten und fremde Welten entdecken und vor allem die trostlose Realität für einige Zeit vergessen. Man kann diese Welten auch zusammen mit Freunden erkunden – eine großartige Möglichkeit, Freundschaften virtuell zu pflegen. Und das alles, ohne jemals die eigenen vier Wände zu verlassen.</p>
<p>Ich frage mich wirklich, warum es gesellschaftlich viel eher anerkannt ist, tagelang vor dem Fernseher stumpf das aufzusaugen, was andere für gute Unterhaltung halten, als selbst kreativ zu sein und sich sein eigenes Unterhaltungsprogramm zu machen? Zum Beispiel im Flugsimulator die Ostfriesischen Inseln zu erkunden, in einem Strategiespiel die Geschicke einer Königsfamilie im Mittelalter zu lenken oder einfach in Minecraft aus digitalem Lego etwas Schönes zu bauen. All das ist so viel spannender, als sich durch die hundertste Hollywood-Krimiserie zu quälen – die sind doch sowieso alle gleich.</p>
<p>Ich spiele Videospiele jetzt seit mehr als dreißig Jahren und ich würde mir wirklich wünschen, dass langsam das Stigma dieses Hobbys in der Gesellschaft ein Ende hat. Viel mehr Menschen sollten Computerspiele spielen. Statt gedankenlosen Medienkonsums regt dieses Hobby nämlich zum eigenständigen Denken an und das ist gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Autokauf im Internet?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-013/</link>
    <pubDate>Fri, 12 Nov 2021 13:25:15 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-013/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/k1afa4n8o0g.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>30. März 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Die meiste Zeit passt personalisierte Werbung, die ich im Internet angezeigt bekomme, ziemlich genau auf die Interessen von Männern in meinem Alter. Oft beachte ich so etwas dann gar nicht weiter. Aber ab und zu sehe ich Werbung, bei der ich nur den Kopf schütteln kann.</p>
<p>So geht es mir momentan. Ich bekomme nämlich seit Wochen hartnäckig Werbefilme für eine Webseite angezeigt, auf der man Gebrauchtwagen kaufen kann. In dem Video heißt es: &ldquo;Sitze virtuell Probe. Wir bringen dein Auto dann bequem zu dir nach Hause&rdquo;, oder  so ähnlich. Da denke ich mir doch: Wer macht so etwas? Wer kommt auf die Idee, einen Gebrauchtwagen zu kaufen, ohne ihn Probe zu fahren? Ich würde ja nicht mal einen Neuwagen kaufen, ohne zu wissen, wie sich das Ding fährt.</p>
<p>Sind die Menschen in der Pandemie so vor Angst erstarrt, dass sie nicht mal bei einer Ausgabe von mehreren zehntausenden Euro das Haus verlassen wollen, um sich anzuschauen, was sie da genau kaufen? Oder ist das ein Generationending und bei Zwanzigjährigen einfach normal? Ich verstehe einfach nicht, wie sich so eine Firma über Wasser halten kann. Anscheinend machen die sogar Gewinn. Wie geht das? Gibt es so viele Leute, die unbesehen Gebrauchtwagen kaufen?</p>
<p>Unsere Gesellschaft digitalisiert momentan immer mehr Dinge, bei denen es absolut keinen Sinn ergibt, sie zu digitalisieren. Den Autokauf zum Beispiel. Es ist schon schlimm genug, dass ich monatelang Schrauben unbesehen im Internet kaufen musste, weil ich nicht in den Baumarkt durfte. Als jemand, der handwerklich eher unbegabt ist, kauft man da gerne schon mal die falsche Größe oder Form. Aber Schrauben sind immerhin recht billig. Wie oft muss ich denn meine im Internet gekauften Gebrauchtwagen umtauschen, bis ich einen finde, dessen Motor keine komischen Geräusche macht, wo das Plastik im Innenraum nicht knarzt und das Entertainmentsystem bedienbar ist? Lasst mal stecken. Ich kauf mein Auto lieber altmodisch im Autohaus.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wir können so nicht weitermachen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-012/</link>
    <pubDate>Tue, 09 Nov 2021 11:05:21 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-012/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/njicq4-im6e.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>23. März 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ich bin Computer-Nerd und es deswegen gewohnt, monatelang vor meinem Computer zu sitzen und nur zum Essen holen das Haus zu verlassen. Deswegen habe ich es vielleicht als Letzter gemerkt. Aber auch ich weiß jetzt, dass wir so wie bisher nicht weitermachen können. Egal mit wem ich rede, mit den Nachbarn, mit Bekannten, mit Freunden, mit der Verkäuferin im Supermarkt – alle haben Depressionen. Das mit den Lockdowns kann so nicht weitergehen. Die Home-Office-Idylle ist vorbei, Schule funktioniert online eh nicht und manche Menschen sitzen seit Monaten alleine zu Hause rum und haben außer dem DHL-Boten niemanden zum Reden.</p>
<p>Die einen haben Stress mit ihrem Chef, weil sie sich zu Hause am improvisierten Arbeitsplatz die Hacken abarbeiten und keiner es merkt. Anstatt Lob hagelt es Ärger, weil der Chef aus irgendeinem Grund denkt, sie arbeiten kaum. Und dann gibt es wieder Leute, die wirklich nicht arbeiten, deren Chef merkt es aber nicht. Ich kenne da so ein paar Fälle in gewissen Firmen. Dinge, die früher in Stunden erledigt waren, benötigen dort nun auf einmal Tage oder gar Wochen.</p>
<p>Lehrer erzählten mir, dass manche Schüler offensichtlich gar nichts mehr lernen und andere unter der mangelnden Aufsicht ihrer Eltern gerade zu verwahrlosen. Und letzte Woche musste ich beim Einkaufen einer mir nur sehr flüchtig bekannten Person minutenlang gut zureden, weil sie buchstäblich direkt vor mir einen Nervenzusammenbruch erlitt. Sie lebt alleine und hat seit Monaten kein nettes Gesicht mehr gesehen, sagt sie.</p>
<p>Als Computer-Nerd habe ich früher immer gedacht, wir könnten ganz viele nervige Aspekte unseres Lebens ins Internet auslagern. Aber jetzt weiß ich es besser. Viele Dinge funktionieren für sehr viele Menschen einfach nicht online. Manche können nicht online shoppen, viele können nicht online lernen und online lieben kann fast niemand. Und deswegen müssen wir schnell aus diesen Lockdowns raus und zurück ins normale Leben.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Microsoft hats wieder mal verpennt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-011/</link>
    <pubDate>Fri, 05 Nov 2021 12:32:04 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-011/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/bhlsbx-0rnm.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>16. März 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Im Moment rotieren in fast jeder Firma in Deutschland die IT-Experten, weil es gilt, eine extrem gefährliche Sicherheitslücke im Exchange-Mail-Server von Microsoft zu stopfen. Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat in der vergangenen Woche deswegen die höchste IT-Gefahrenstufe ausgerufen, weil neben Firmen natürlich auch Ämter und andere Behörden von der Sicherheitslücke betroffen sind. Im schlimmsten Fall können Angreifer die Mailserver eines betroffenen Betriebes oder Amtes komplett übernehmen und dann wichtige Informationen abgreifen oder die Mailadressen der Organisation für Betrugsversuche missbrauchen. Das ist auch deswegen so gefährlich, weil sehr viele Geschäftsprozesse und Sicherheitsvorkehrungen mittlerweile über E-Mails abgewickelt werden.</p>
<p>Microsoft macht chinesische Staatshacker für den Angriff verantwortlich. Warum tut der riesige IT-Konzern aus den US das? Weil es davon ablenken soll, dass man selbst verschlafen hat, rechtzeitig zu handeln, um Schlimmeres zu verhindern. Man will bei Microsoft wohl den Eindruck erwecken, dass übermächtige, staatlich finanzierte Hacker hier einen Cyberkrieg führen und man eh keine Chance hat, dagegen etwas zu tun. Das ist Unsinn.</p>
<p>Ganz unabhängig davon, ob wirklich staatliche Hacker hinter einigen der Angriffe stecken, gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass von Anfang an alle möglichen Angreifer die Lücke für ihre Zwecke missbraucht haben. Die Sicherheitslücke war nämlich höchstwahrscheinlich zuerst von Sicherheitsforschern entdeckt worden. Diese hatten das Problem an Microsoft gemeldet und dann Wochen später auch öffentlich gemacht. Und genau an diesem Punkt verstanden Hacker überall auf der Welt, warum diese Lücke so wertvoll ist und was man damit alles machen kann. Microsoft hat einfach mit seinen Sicherheitsupdates, wie so oft, sehr schlecht und ziemlich spät reagiert. Und die IT-Admins in Firmen müssen das jetzt ausbaden.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Chatbots</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-010/</link>
    <pubDate>Thu, 28 Oct 2021 21:59:59 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-010/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/jtj9-4eszu4.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>9. März 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Unsere Vermietergesellschaft hat diese Woche ganz stolz verkündet, dass sie jetzt einen WhatsApp-Chatbot haben, den wir kontaktieren können, wenn wir Probleme rund um unsere Wohnung haben. Warum denken Firmen eigentlich, dass Chatbots eine gute Idee sind? Welcher Berater hat denen diese unsinnige Idee ins Hirn gepflanzt? Hier noch mal für alle Entscheider in Firmen zum Mitschreiben: Niemand braucht Chatbots!</p>
<p>Für alles, was ich mit einem Chatbot klären kann, brauche ich niemanden zu kontaktieren. Ich kann die Frage lieber gleich bei Google eingeben und erhalte da eine viel bessere und ausführlichere Antwort. Alles, was ich nicht bei Google beantwortet bekomme, wird auch euren Chatbot heillos überfordern. Egal wie oft ihr mir das Buzzword Künstliche Intelligenz um die Nase haut, eure Chatbots sind auch nicht schlauer als die, die wir Nerds uns Ende der Neunziger selbst für unsere eigenen Messenger-Kanäle zusammenprogrammiert haben. Der Unterschied ist nur, dass wir das damals zum Spaß gemacht haben und nicht behaupteten, es würde irgendeinem Kundendienstmitarbeiter ernsthaft Arbeit abnehmen.</p>
<p>Anstatt Zeit und Geld damit zu verschwenden, irgendeiner Firma Geld für einen Chatbot in den Rachen zu schmeißen, könnte mein Vermieter besser mal dafür sorgen, dass seine Webseite aktuell und standardkonform ist. Dann können Suchmaschinen die nämlich vernünftig indizieren und wir können unsere Informationen selbst finden. Und die, die das nicht können, kommen wahrscheinlich eh nicht mit einem Chatbot klar und wollen sowieso lieber mit einem echten Menschen reden. Das ist erstens nicht nur persönlicher, sondern auch viel effektiver. Und wir ersetzen keine Arbeitsplätze durch sinnlose Technik, die eh nicht funktioniert und nur dafür sorgt, dass Kunden noch frustrierter mir dem Kundenservice sind.</p>
<p>Deutschland ist schon Service-Wüste genug, als dass wir jetzt auch noch die wenigen verbliebenen Oasen zubetonieren müssten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ich liebe den Herbst</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-96/</link>
    <pubDate>Sun, 24 Oct 2021 12:50:19 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-96/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/dishonored-title.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-24.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-24.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-24.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Eigentlich bin ich ein Sommermensch. Ich mag es warm. Je wärmer, desto besser. Aber trotzdem finde ich den Herbstanfang gerade wirklich schön. Es wird langsam kälter und ungemütlicher draußen, man kann sich drinnen einkuscheln und muss kein schlechtes Gewissen haben, wenn man den ganzen Tag nicht raus geht.</p>
<p>Herbst – das ist die Zeit für Kuscheldecken, Tee mit Rum und extrem umfangreiche RPGs, die man an langen, dunklen Abenden langsam und methodisch durchspielt. Dazu passt langsamer, etwas melancholischer Jazz und Kerzenschein. Dunkle Fantasy-Welten und Noir-Geschichten wirken halt kaum in den Sommermonaten. Deswegen hebe ich mir so etwas auch immer für den Herbst auf, Wenn man sich dann noch einen schönen Eintopf oder <a href="/blog/2021/pot-roast/" rel="">ein Pot Roast</a>  kocht, ist das Wochenende perfekt.</p>
<p>Wegen all dieser Dinge sind der Oktober, November und Dezember tolle Monate. Im Januar gehen mir dann meist die Kälte und die langen Nächte schon wieder auf den Nerv und den Rest des Winters und den ganzen Frühling könnten wir dann meinetwegen direkt überspringen. Aber der Herbst, der ist wunderbar. Wahrscheinlich mag ich ihn auch gerade nur deswegen so sehr, weil er einen Kontrast zum Sommer bildet, aber so ist es ja oft im Leben: Die Abwechslung ist es, die Dinge interessant macht.</p>
<p>Und genau deswegen rolle ich mich nun mit einem Tee (mit Schuss) in mein Schaffell ein und suche mir ein richtig langes RPG auf dem PC, das ich anfangen kann.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Darf ich vorstellen: GibGras.de</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/gib-gras/</link>
    <pubDate>Thu, 21 Oct 2021 13:25:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/gib-gras/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich habe ein unabhängiges Online-Magazin über Cannabis und dessen Legalisierung in Deutschland gegründet.</em></p>
<p>Ich interessiere mich seit Jahren für Legalisierung von Cannabis in Deutschland. Allerdings fand ich die Berichterstattung dazu und zu Gras im Allgemeinen immer zu blöd. Sie ist entweder zu hochgestochen oder journalistisch schlecht gemacht und unnötig von schrecklichen Vorurteilen gespickt. Ich wünsche mir seit einiger Zeit ein Magazin zu diesem Thema, das frei von den einschlägigen Kiffer-Stereotypen ist und einfach nur nüchtern und mit Stil berichtet. Ein Cannabis-Magazin für normale, intelligente Menschen halt.</p>

<p>Also habe ich mir gedacht, ich mach das jetzt einfach selbst. Schließlich <a href="https://twitter.com/hashtag/Legalisierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist das Thema Legalisierung gerade wieder in aller Munde</a> und ich bin ja schließlich vor gut zehn Jahren ausgezogen, den Journalismus zu verbessern. Sowieso kann ich als Freelancer ja einfach mal so Dinge ausprobieren und das mache ich jetzt mal wieder. Also habe ich vergangene Woche das Online-Magazin <em>Gib Gras!</em> gestartet. Wie das Ganze aussieht, könnt ihr hier sehen:</p>
<br />
<p>→ <a href="https://gibgras.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong><em>Gib Gras!</em> — Das Cannabis-Magazin mit Geschmack</strong></a></p>
<br />
<p>Ich habe vor, auf dieser Seite regelmäßig (so oft wie es die Nachrichtenlage und mein ständig gefüllter Terminkalender hergibt) über aktuelle Entwicklungen im Bereich Cannabis und Legalisierung in Deutschland zu schreiben.</p>
<p>Wichtig dabei ist mir, dass meine Publikation unabhängig bleibt. Und das bedeutet für mich, dass ich mich nicht von Werbekunden abhängig mache oder die Daten meiner Leser verkaufe. Da bleibt dann eigentlich nur die leserfinanzierte Variante übrig. Das erfolgreich hochzuziehen ist schwer, aber meiner Meinung nach die einzige Chance, heutzutage eine faire Berichterstattung auf Augenhöhe mit den Lesern zu machen. Wie gesagt, es ist ein Versuch. Wenn ihr die Idee gut findet, <a href="https://www.patreon.com/gibgras" target="_blank" rel="noopener noreferrer">könnt ihr sie auf Patreon unterstützen</a>. Wieviel die Seite einnimmt wird sehr transparent dort auch immer angezeigt, genau wie bei meinem Podcast-Patreon.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/qcCPIhhdgTw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matthew Brodeur</a></p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">
&nbsp;&nbsp;<b>Kommentar abzugeben? <a href="https://matrix.to/#/#kommentare:fab.industries" target="_blank">Loggt euch mit einem Matrix-Konto ein und redet mit</a>. (Gibt's <a href="https://element.io/get-started" target="_blank">hier</a>.)</b>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>25 Jahre Pokémon</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-009/</link>
    <pubDate>Thu, 21 Oct 2021 12:40:20 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-009/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/yy60i7jttra.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>2. März 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Ende der vergangenen Woche wurde das Kultphänomen Pokémon 25 Jahre alt. Am 27. Februar 1996 veröffentlichte Nintendo in Japan mit <em>Pokémon Rot</em> und <em>Pokémon Grün</em> die ersten zwei Ausgaben des Videospiels, das einen weltweiten Hype auslösen sollte. Vor allem einige Eltern werden sich an die Fragen erinnern, die man sich auf einmal stellte: Was zum Himmel ist ein Pokémon und warum will mein Kind das auf einmal haben?</p>
<p>Ich selber habe mich beim Lesen der Nachricht, dass es die Pokémons schon 25 Jahre gibt, schlagartig alt gefühlt. Denn ich kann mich noch gut dran erinnern, wie ich im Oktober 1999 – als Pokémon zum ersten Mal in Deutschland auf den Markt kam – in einen Spiele-Laden am Niederrhein marschierte und mir <em>Pokémon Rot</em> kaufte. Das Spiel, und meinen Gameboy auf dem es damals lief, habe ich heute immer noch und ab und zu spiel ich es aus Nostalgie dann wieder.</p>
<p>Die Taschenmonster haben Nintendo damals zuvor ungeahnte Gewinne in die Kasse gespült und dem Gameboy, einer zu diesem Zeitpunkt bereits zehn Jahre alten Spielekonsole, zu einem späten zweiten Boom verholfen. Aber es blieb nicht nur bei Videospielen. Die nächste Generation von Teenagern wuchs mit dem Pokémon-Sammelkartenspiel auf und wieder musste eine Generation von Eltern lernen, was Pokémons sind. Spätestens seit dem weltweiten Hype um <em>Pokémon Go</em> vor ein paar Jahren weiß das jetzt aber wohl wirklich jeder, da man sich auf einmal mit Horden von Handy-Zombies auseinandersetzen mussten, die auf der Suche nach wilden Pokémons quer über Kreuzungen, durch Vorgärten und in abgesperrte Firmengelände wanderten.</p>
<p>Und alles nur weil ein Japaner namens Satoshi Tajiri gerne Käfer gesammelt hat und sein Hobby einer neuen Generation von Kindern nahebringen wollte – als Videospiel. Jetzt ist der Mann Millionär und Käfer sammeln ist zwar als Hobby nicht beliebter geworden, dafür spielt die ganze Welt aber seit einem viertel Jahrhundert mit seinen Pocket Monstern. Verrückt, wie das Leben manchmal so spielt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Modern Solution</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/link-00049/</link>
    <pubDate>Wed, 20 Oct 2021 23:50:41 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/link-00049/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Golem</em> hatte vergangene Woche <a href="https://www.golem.de/news/nach-datenleck-hausdurchsuchung-statt-dankeschoen-2110-160269.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Geschichte gebracht</a>. Ich bekam von <em>Heise</em> den Auftrag, das mal zu recherchieren. Also habe ich meine Fühler ausgestreckt. Mit der Polizei Aachen, der Staatsanwaltschaft Köln und ein paar anderen Quellen geredet. Heraus kam diese Geschichte bei <em>heise online</em>:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.heise.de/news/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty-6222165.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenleck bei Modern Solution: Hausdurchsuchung statt Bug Bounty</a></li>
</ul>
<p>Weil mich das ganze so aufgeregt hat, hab ich dann heute diesen Kommentar nachgeschoben:</p>
<ul>
<li><a href="https://www.heise.de/meinung/Kommentar-zu-Modern-Solution-Der-Staat-darf-kein-Handlanger-von-Stuempern-sein-6224293.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar zu Modern Solution: Der Staat darf kein Handlanger von Stümpern sein</a></li>
</ul>
<p>Zwischenzeitlich musste ich mich dann noch im Heise-Forum verteidigen. Da meinte nämlich ein offensichtlicher Insider <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39812831/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Schuld weit von sich weisen zu müssen</a>, <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39813967/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">was ich nicht auf mir sitzen lassen wollte</a>. Daraufhin <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39814096/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">legte der Insider nach</a>, wahrscheinlich um ein für alle mal zu beweisen, warum richtige Firmen eine Presseabteilung haben. Ich hab dann <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39814286/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das hier gepostet</a>, wofür ich <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39814286/show/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gleich zweimal</a> <a href="https://www.heise.de/forum/heise-online/Kommentare/Datenleck-bei-Modern-Solution-Hausdurchsuchung-statt-Bug-Bounty/Re-Witzig-wie-es-hier-dargestellt-wird/posting-39816647/show/?nid=Xubv6a5t" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ungeahntes Lob bekam</a>.</p>
<p>Jeder macht Fehler. Aber wenn man Fehler nicht zugibt und stattdessen versucht, Menschen, die das Richtige tun, in den Knast zu bringen und dann auch noch auf ihnen und der Presse rumhackt, dann regt mich das auf. Der Staat darf ein solches Verhalten auf keinen Fall unterstützen. Auch nicht unfreiwillig.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Versammelte Inkompetenz</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-95/</link>
    <pubDate>Mon, 18 Oct 2021 22:55:44 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-95/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/stau-a1.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-18-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Am Wochenende habe ich mal wieder knapp zwölf Stunden auf bundesdeutschen Autobahnen zugebracht, weil ich Norddeutschland so mag. Deswegen ist diese Kolumne auch verspätet; ich war gestern abend einfach zu müde, noch was zu schreiben. Als ich da allerdings im Stau stand und stop-and-go fuhr, hatte ich eine Menge Zeit, darüber nachzudenken, was da eigentlich auf der Autobahn los war.</p>
<p>Denn eigentlich war da gar nicht so viel Verkehr. Klar, auf der A1 hat&rsquo;s gerade Baustellen ohne Ende, aber da würde man viel weniger Zeit verschwenden, wenn Menschen in Deutschland so kinderleichte Dinge wie das Reißverschluss-System beherrschen würden. Oder wenn sie in einer Baustelle auf einer Überholspur mit zwei Metern Breite auch überholen könnten. Oder wenigstens nicht kilometerweit parallel zum Auto rechts neben ihnen fahren, bevor sie sich eingestehen, dass sie zu viel Angst zum Überholen haben. Ja dann kauf doch keinen fetten SUV, du Depp, wenn du ihn nicht fahren kannst. Oder bleib rechts, verdammt noch mal!</p>
<p>Schön sind auch die Idioten, die im Schritttempo im Stau fünf Wagenlängen Abstand zum Fahrzeug vor ihnen lassen. Oder die Spezialisten, die bei 8O km/h schon eine Rettungsgasse bilden und dann nicht mehr wissen, auf wieviel Spuren wir denn gerade ei- gentlich fahren. Wenn man sowas sieht, kommt einem schnell der Gedanke, alle Automatikgetriebe, Staufahr-Assistenten und sonstigen technischen Schnickschnack sofort zu verbieten. Autopilot sowieso. Und am besten noch alle Bildschirme im Auto gleich mit. Vielleicht gucken die Menschen dann endlich wieder da hin, wo das verdammte Geschehen passiert: <strong>auf der Strasse!</strong> Manchmal kommt es mir echt so vor, als bin ich auf der Autobahn der einzige, der einen Überblick darüber hat, was vor und hinter ihm so passiert.</p>
<p>Ich habe am Wochenende eine Menge gefährliche Situationen miterlebt. Von denen übrigens keine einzige von den immer wieder als ach so gefährlich verschrienen &ldquo;Rasern&rdquo; ausgelöst wurde. Ganz im Gegenteil. Viel gefährlicher sind Menschen, die viel zu langsam auf die Autobahn auffahren. Oder 10O Meter vor der Abfahrt erst mal ne Reihe Vierzigtonner auf 6O km/h runterbremsen, weil sie denken, sie kriegen sonst die Kurve nicht. Die &ldquo;Raser&rdquo; sind wenigstens aufmerksam dabei, wenn sie mit 220 Sachen links überholen. Die Oma, die mit 75 km/h auf der mittleren Überholspur fährt, obwohl rechts weit und breit kein Fahrzeug ist, die weiß wahrscheinlich nicht mal, dass sie sich gerade auf ner Autobahn befindet. Wir brauchen kein allgemeines Tempolimit, wir brauchen einen allgemeinen Idiotentest für alle, die das Reißverschluss-System nicht kapieren oder auf der Mittelspur fahren, ohne zu überholen.</p>
<p>Ich bin seit einiger Zeit, ganz bewusst und im Sinne des Helden der Steine, ein ruhiger Fahrer. Ich versuche mich somit, über solches Verhalten weniger aufzuregen. Und als Fahrer eines fast zwanzig Jahre alten T4s fahre ich eh fast immer rechts mit gemütlichen 100 km/h und überhole nur gelegentlich mal einen LKW oder eine Schnarchnase, die bei über hundert Herzrasen bekommt. Trotzdem hinterlassen zwölf Stunden solcher gesammelter Inkompetenz dann doch Spuren. Wenn alle die, die Autofahren eigentlich gar nicht mögen, denen das alles zu mühsam ist und die, die es einfach nicht können, einfach mit der Bahn fahren würden, hätten wir anderen am Wochenende halb so lang im Stau und Stop-and-Go gestanden. Hätte, hätte, Fahrradkette.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stipendium von VG Wort und Bundesregierung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/grim-deep-stipendium/</link>
    <pubDate>Tue, 12 Oct 2021 12:15:18 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/grim-deep-stipendium/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die Fertigstellung meines Romans Grim Deep wird im Rahmen des Neustart-Kultur-Stipendiums von VG Wort und Bundesregierung finanziell unterstützt.</em></p>
<p>Es freut mich sehr, mitteilen zu können, dass mein Projekt, einen dystopischen Science-Fiction-Roman zu schreiben, ein Stipendium der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Verwertungsgesellschaft_Wort" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VG Wort</a> erhalten hat. Das Stipendium im Rahmen des Programms <a href="https://neustart-kultur.vgwort.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neustart Kultur</a>, initiiert im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, ist mit €5000 dotiert und hat eine Laufzeit von vier Monaten.</p>
<div style="background-color: #ffffff; margin: 0 80px 0 0; padding: 20px 0 0 20px; border-radius: 8px;">&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br /></div>
<p>Pläne, einen Roman zu schreiben, habe ich seit meinem Studium an der Uni Bonn. Zu dieser Zeit hatte ich auch erste Manuskripte angefertigt. Noch während meines Studiums, im Jahr 2011, nahm ich dann zum ersten Mal am <a href="https://nanowrimo.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">National Novel Writing Month</a> (NaNoWriMo) teil und beendete die Challenge erfolgreich mit einem englischsprachigen Roman von 50.102 Wörtern Länge, der allerdings qualitativ meiner Einschätzung nach nicht zur Veröffentlichung taugte. Ich trug mich weiter mit dem Gedanken, Belletristik zu verfassen und machte mich im Jahr 2017 während langer Pendlerfahrten im ICE zwischen Hamburg und Hannover daran, eine entsprechende Welt zu bauen. Ein Jahr später begann ich dann, weiterhin auf Zugfahrten, mit dem eigentlichen Schreiben. Bei NaNoWriMo 2019 scheiterte ich an der Challenge, 50.000 Wörter im Monat für dieses Buch zu schreiben, machte aber mit 20.543 Wörtern immerhin etwas Strecke. Seitdem arbeite ich langsam aber sicher an diesem englischsprachigen Buch namens <em>Grim Deep</em>, dessen erste zwei Kapitel <a href="https://grimdeep.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">man seit dem vergangenen Jahr kostenlos auf einer eigenen Webseite lesen kann</a>. Das gesamte Manuskript umfasst momentan 21.599 Wörter und 119.400 Anschläge.</p>
<p>Allerdings geht mir das alles etwas zu langsam. Als ich noch fest angestellt war, hatte ich neben meiner Arbeit und meinen ganzen anderen Projekten einfach zu wenig Zeit für die Arbeit an diesem Buch. Als ich mich dann selbstständig machte, habe ich mich die ersten paar Jahre zu sehr darauf konzentriert, das Arbeiten als Freelancer zu kennenzulernen, mich zu organisieren und nicht zuletzt, mich über Wasser zu halten. Das ist der Hauptgrund, warum ich mich auf das VG-Wort-Stipendium beworben habe: Um endlich einen konkreten Anreiz zu haben, dieses Projekt zu Ende zu bringen. Und natürlich hilft es, mir dank der Zahlung durch VG Wort und Bundesregierung dabei weniger Sorgen machen zu müssen, wie ich dabei meine Ausgaben decken kann.</p>
<p>Sobald der noch ausstehende bürokratische Teil beendet ist und mein Förderzeitraum beginnt, werde ich einen signifikanten Teil der darauf folgenden vier Monate damit verbringen, meinen Roman fertig zu schreiben. Ziel ist es, am Ende ein erstes fertiges Manuskript zu haben, das ich dann später in eine druckreife Form bringen kann. Die ersten €4500 der Förderung erhalte ich sofort, weitere €500 gibt es, wenn ich das Projekt erfolgreich beende und einen entsprechenden Abschlussbericht an die VG Wort abliefere. Ich gedenke natürlich, das Projekt erfolgreich zu Ende zu bringen. Später, wenn der Roman veröffentlicht ist – ich plane eBook-Ausgaben und eine Print-Veröffentlichung via <a href="https://www.amazon.de/Buecher-Print-On-Demand/b?ie=UTF8&amp;node=5445727031" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amazon Print-On-Demand</a> – werde ich ihn dann auch ins Deutsche übersetzen. Eine Vorabversion wird kostenlos auf <a href="https://grimdeep.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>grimdeep.com</strong></a> zur Verfügung stehen, so lange das Buch noch nicht anderweitig veröffentlicht ist.</p>
<p>Passenderweise fällt der Beginn des VG-Wort-Stipendiums voraussichtlich ziemlich genau mit NaNoWriMo 2021 zusammen, welches traditionell im November stattfindet. Ziel ist es wie immer, 50.000 Wörter während des Monats zu schreiben. Ich habe mein Buchprojekt <a href="https://nanowrimo.org/participants/fabsh/projects/grim-deep/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bereits erneut angemeldet</a>. Vielleicht gewinne ich die Challenge ja nach zehn Jahren diesmal erneut! Die Teilnahme sollte mich auf jeden Fall ein gutes Stück näher an mein Ziel bringen, in vier Monaten ein fertiges Manuskript auf dem Tisch liegen zu haben.</p>
<p>Aber um ganz ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, ob ich das auch wirklich schaffen kann. Ich schreibe ohne großen Plan ins Blaue hinein. Ich bin <a href="https://www.goodreads.com/blog/show/549-plotters-vs-pantsers-can-you-guess-which-side-stephen-king-and-j-k-ro" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie Stephen King ein Pantser</a> , ich kann einfach nicht anders schreiben. Meine journalistischen Arbeiten entstehen ebenfalls meist so. Aber ich weiß, dass ich mein Bestes geben werde. Vielen Dank an die VG Wort und die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien für die Unterstützung bei dem Versuch.</p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">
&nbsp;&nbsp;<b>Kommentar abzugeben? <a href="https://matrix.to/#/#kommentare:fab.industries" target="_blank">Loggt euch mit einem Matrix-Konto ein und redet mit</a>. (Gibt's <a href="https://element.io/get-started" target="_blank">hier</a>.)</b>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Achtsamkeit durch PC-Upgrade</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-008/</link>
    <pubDate>Mon, 11 Oct 2021 11:17:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-008/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/cpu-upgrade.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>23. Februar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Weil mein PC dringend ein Prozessor-Upgrade braucht, baue ich ihn momentan auseinander. Und dabei fiel mir mal wieder auf, dass ich sowas viel zu selten mache. Als jemand, der seinen ersten Computer noch in den &lsquo;80ern bekommen hat, war es für mich früher normal, PCs zusammenzuschrauben. Heutzutage ist das natürlich eher die Seltenheit. Eigentlich bauen sich nur noch Gamer eigene Rechner, alle anderen Menschen kaufen einfach fertige PCs – dieser Tage sind das meistens Laptops. Wenn sie überhaupt noch Desktop-Computer benutzten und nicht ohnehin schon alltägliche Aufgaben ganz auf dem Smartphone erledigen.</p>
<p>Nun denke ich grundsätzlich, dass jeder die Art von Computer benutzen sollte, die ihm am besten gefällt. Aber ein bisschen schade finde ich diese Entwicklung schon. Denn Smartphones und Laptops sind heutzutage oft nicht mehr aufrüst- oder reparierbar. Deswegen haben die Hersteller dieser Geräte den Menschen angewöhnt, sie wie Haushaltsgeräte zu behandeln. Sie werden so lange benutzt, bis etwas kaputt geht oder sie ihren Job nicht mehr gut genug machen und dann wird man sie los.</p>
<p>Das ist aber nicht nur eine ziemliche Ressourcenverschwendung, es führt auch dazu, dass niemand mehr weiß, wie diese Geräte funktionieren und wie man sie repariert. Ich habe mir vorgenommen, das für mich selbst zu ändern. Genauso, wie ich mir absichtlich ein gebrauchtes Auto mit möglichst wenig neuartiger Elektronik gekauft habe, damit ich lernen kann, wie ich es selbst reparieren und instand halten kann, genauso will ich wieder öfter Computer auseinanderschrauben.</p>
<p>Natürlich muss man dafür Zeit investieren und neue Dinge lernen, aber ich denke halt, dass hält fit im Kopf. Und es hat verhindert, dass man wie ein Zombie durch sein Leben läuft und jeden Tag alle möglichen Geräte benutzt, ohne mal drüber nachzudenken, wie die eigentlich funktionieren &ndash; Achtsamkeit durch PC-Upgrade, sozusagen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Russische Hackerinnen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-94/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Oct 2021 17:18:52 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-94/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/2vju6yudt7w.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://unsplash.com/photos/2vJU6yUdt7w" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gayatri Malhotra</a></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-10-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>In der vergangenen Woche habe ich für <em>heise online</em> <a href="https://www.heise.de/news/Microsoft-Digital-Defense-Report-Im-Westen-nichts-Neues-6212751.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Nachrichtenmeldung zum jährlichen IT-Sicherheitsbericht von Microsoft</a> geschrieben. Was mich bei der Recherche zu dieser Meldung sehr überrascht hat, ist, dass Microsoft in einem deutschen Blog-Eintrag zu diesem Bericht die bösen staatlichen Hacker aus Russland, die all diese schlimmen Cyber-Angriffe schuld sein sollen, politisch korrekt gendert. Man spricht <a href="https://news.microsoft.com/de-at/microsoft-digital-defense-report-2021-zunehmendes-risiko-durch-russische-cyberangriffe/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dort</a> von den &ldquo;Aktivitäten der Angreifer*innen&rdquo;. Das st nun wirklich noch mal eine Stufe idiotischer, als das übliche Rumgegendere.</p>
<p>Ich bin absolut kein Freund dieser sprachlichen Verwirrung. Nicht etwa weil ich ein Gegner der Gleichberechtigung von Frauen und Männern wäre – nichts läge ferner der Wahrheit. Allerdings hat mich mein Linguistikstudium, inklusive des dadurch erzwungenen Semesters in Gender Studies, davon überzeugt, dass diese künstliche Veränderung der Sprache ein Irrweg ist. Ich fand diese Art der normativen Linguistik noch nie besonders überzeugend. Linguistik ist eine empirische Wissenschaft und sollte deswegen deskriptiv sein. Sprache ist eben kein Algorithmus und Menschen sind auch keine Computer. Chomsky hat mit seinem Blödsinn das kritische Denken ganzer Generationen versaut. Da ich damals neben der Sprachwissenschaft auch Geschichte studiert habe, weiß ich, dass die menschliche Geschichte voll von Beispielen ist, bei denen Bewegungen aller Art versucht haben, die Gesellschaft über normative Sprachvorgaben zu ändern. Das zieht sich von den britischen Königen des Mittelalters, über den Stalinismus der Sowjetunion bis hin zu rech aktuellen Bemühungen der französischen Regierung. Der Historiker weiß, dass Taten von Menschen mit Macht die Geschichte ändern, nicht die Manipulation von Texten. Wenn diese Art von Propaganda gegen die Menschen mit der wirklichen Macht eine Chance hätte, hätte das kleine Kuba den übermächtigen Klassenfeind USA längst besiegt. Und überhaupt würden wir eh alle Esperanto sprechen.</p>
<p>Aber gut, ich verstehe, dass manche Menschen denken, man könnte die Welt alleine durch die eigene Wortwahl verbessern – das ist ein gutes mentales Mittel, um die eigene Impotenz im Angesicht der Geschichte zu vergessen. Was ich aber gar nicht verstehe, selbst wenn ich die Logik dieser Leute einfach mal als gesetzt ansehe, ist, wie das gendern von Verbrechern – Kriegsverbrechern, wenn man der Argumentation von US-Präsident Biden folgt – irgendwem helfen soll. Was ist unser Ziel hier? Dass mehr Frauen zu Verbrechern werden und böse Dinge tun? Gleichberechtigung bei den Kriegsverbrechern? Ich dachte, ihr wollt Sprache bewusst verwenden? Dann denkt vorher nach!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Tag der Deutschen Einheit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-93/</link>
    <pubDate>Sun, 03 Oct 2021 19:54:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-93/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/fall-der-mauer.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-3.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-3.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-10-03-3.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Eine meiner ersten klaren Kindheitserinnerungen ist eine Zeit von ein paar Wochen, in der meine Eltern jeden Abend stundenlang wie gebannt vor dem Fernseher saßen. Das war bei mir zu Hause eher ungewöhnlich. Normalerweise wurde damals nur die Tagesschau, der Tatort, oder vielleicht mal ein Fußballspiel geguckt. Erst Jahrzehnte später habe ich diese Erinnerung an Fernsehbilder und die damalige Stimmung mit dem historischen Ereignis verknüpft,
welches sie auslöste: Der Fall der Berliner Mauer.</p>
<p>Eine andere, sehr frühe, sehr schemenhafte Erinnerung muss aus der Zeit stammen, als meine Eltern mit mir zum ersten und einzigen Mal in die DDR einreisen. Damals haben sich die Grenzer und die Silhouette des Automat Kalaschnikow unauslöschlich in mein noch sehr junges Gehirn eingebrannt.</p>
<p>Zweiunddreißig Jahre nach dem Fall der Mauer erscheint mir Deutschland geteilter denn je. Heute ist unser Land nicht mehr nur nach Ost und West geteilt, sondern nach Links und Rechts, Moralapostel und Querdenker, E-Auto-Fahrer und Umweltsünder, Impfgegner und Bürger erster Klasse …und dabei trifft doch keine dieser Denkschubladen auch nur einen von uns. In Wirklichkeit sind wir alle irgendwie, irgendwo in der Mitte dieser Spaltungen, die dieser Tage unsere Gesellschaft durchlaufen wie Furchen das Eis des Jupitermonds Europa. Damals gab es immerhin nur Ossi und Wessi, BRD und DDR und dazwischen verlief die Mauer und der Todesstreifen. Die Grenze zwischen beiden Lagern hätte klarer nicht sein können. Deutschland war geteilt, aber weil die Teilung so klar und deutlich war, waren die Bestrebungen zur Einheit ebenfalls klar und deutlich. Heutzutage, so scheint mir, haben viele noch gar nicht erkannt, dass das Land schlimmer geteilt ist, als je zuvor. Sie sehen nur ihre Seite. Die andere Seite ist dumm und verblendet – gehört gar nicht dazu.</p>
<p>Aber der größte Unterschied ist wohl, dass die Presse – und andere Organe der öffentlichen Meinungsbildung – dieser Tage ihre Befriedigung (und vor allem ihren Profit) daraus ziehen, die Deutschen geteilt zu lassen. Und sie immer weiter zu teilen. Vor mehr als dreißig Jahren hatte nur die Sowjetregierung und ihre Handlanger in der DDR ein Interesse daran, uns zu spalten. Heute ist dieses Interesse Politikern fast aller Parteien genauso zu eigen, wie Verlagen, Herausgebern, dem öffentlich-rechtlichen, sowie dem privaten Rundfunk und allen möglichen Personen der Privatwirtschaft. Sie alle sagen, sie wollen uns wieder einen und sie alle preisen den heutigen Tag wegen seiner historischen Bedeutung, aber wenn sie handeln, entlarven sie ihre wahren Absichten. Wenn wir wirklich ein geeintes Deutschland wollen, müssen wir diese Spaltpilze aus unserem Leben und aus unserer Gesellschaft verbannen. Die Politiker, die Journalisten, die Propagandisten, die Werbetexter, die uns sagen, dass wir anders und besser sein sollten, als die da drüben. Dass die anderen, die Querdenker, die Impfverweigerer, die im Osten, die die &ldquo;Nazis&rdquo; wählen, schlechter sind als wir. Oder dümmer.</p>
<p>Wir sind alle Deutsche. Egal, wo wir geboren wurden, welche Hautfarbe wir haben, oder ob wir uns impfen lassen oder nicht. Wir müssen als Gesellschaft wieder lernen, tolerant gegenüber Andersdenkenden zu werden, anstatt unsere Nachbarn zu verteufeln, nur weil sie Situationen und die viel beschworenen Fakten anders interpretieren als wir. Sonst war die deutsche Teilung von 1949 bis 1990 nur die Vorgeschichte zu einer viel gefährlicheren und bösartigeren Spaltung, die sich nicht durch ein Aufbegehren des Volkeswillens rückgängig machen lassen wird. Weil wir dann nämlich kein Volkeswillen mehr haben werden, wenn unsere Gesellschaft weiterhin auf die Art von innen heraus zersetzt wird, wie es momentan passiert.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Rundfunkbeitrag reicht ihnen nicht</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-007/</link>
    <pubDate>Tue, 28 Sep 2021 14:30:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-007/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/ubhpoihnazm.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>16. Februar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Die ARD hat weltweit das größte Budget eines nicht-kommerziellen Rundfunksenders. Obwohl ich persönlich nur extrem selten das Verlangen habe, irgendeins der Angebote des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland zu konsumieren, zahle ich dafür jeden Monat meinen Rundfunkbeitrag. Wenn ich dann doch mal in einem seltenen Fall ein Programm der ARD einschalte, muss ich mir fast immer Werbung ansehen. Damit finanziere ich die Anstalt dann gleich ein zweites Mal.</p>
<p>Aber anscheinend reicht das Mammut-Budget der ARD nicht. Der öffentlich-rechtliche Moloch ist hungrig. Und so hat die ARD das Angebot &ldquo;ARD Plus&rdquo; geschaffen. Damit will man mich auf meinem iPhone jetzt ein drittes Mal zur Kasse bitten, wenn ich ARD-Inhalte sehen will. Die Sendungen aus der ARD-Mediathek sind freilich immer noch kostenlos, auch auf Apple-Geräten. Aber wer darüber hinaus auch ältere Folgen vom <em>Tatort</em>, dem <em>Sandmännchen</em> oder vom <em>Polizeiruf</em> sehen will, muss knapp fünf Euro im Monat zahlen. Amazon-Video-Kunden kennen das schon, dort ist &ldquo;ARD Plus&rdquo; schon länger im Angebot.</p>
<p>Als Journalist unterstütze ich es, wenn Menschen für Inhalte zahlen – das sichert schließlich auch meinen Lebensunterhalt. Aber ich sehe es nicht ein, wenn Menschen für einen Inhalt ohne gute Gründe zweimal zur Kasse gebeten werden. Das wirkt als Geschäftspraxis irgendwie unseriös und ich würde von einer im Staatsauftrag agierenden Organisation eigentlich mehr erwarten.</p>
<p>Vor allem aber muss sich die ARD mehr anstrengen, wenn sie auf meinem Fernseher oder iPhone mit Amazon und Netflix konkurrieren will. Dort bekomme ich für ungefähr das gleiche Geld, das ich für den Rundfunkbeitrag bezahle, um Längen mehr Unterhaltung. Und diese Sendungen spielen fast alle auch noch qualitativ in einer ganz anderen Liga, als das, was die ARD im Programm hat. Wer einmal <em>Bosch</em> gesehen hat, guckt nie wieder <em>Tatort</em>.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Echte Dummheit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-006/</link>
    <pubDate>Thu, 23 Sep 2021 12:59:18 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-006/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/hbgyvokxu8a.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>9. Februar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein &ldquo;digitales Jahrzehnt&rdquo; in Europa ausgerufen und sieht in der Künstlichen Intelligenz eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft unseres Kontinents. Auf einer Branchenkonferenz der Digitalwirtschaft betonte sie deshalb vergangene Woche, wie wichtig es für die EU sei, in Firmen zu investieren, die sich mit KI-Technik befassen.</p>
<p>Es ist offensichtlich, dass von der Leyen keine Ahnung hat, was Künstliche Intelligenz ist. Dabei handelt es sich, drastisch gesagt, um einen Marketing-Begriff. Genau wie die von ihr in der gleichen Rede verwendeten Bezeichnungen Cyberangriff und Blockchain, wird dieser Begriff eigentlich nur von Leuten benutzt, die etwas verkaufen wollen. KI ist nichts anderes als eine Ansammlung von Computerprogrammen. Und die haben mit echter, menschlicher Intelligenz ungefähr so viel gemeinsam wie ein Bobbycar mit einem Ferrari F8.</p>
<p>Man kann damit menschliche Intelligenz oberflächlich vortäuschen, aber das ist es auch schon. Was nicht heißen soll, dass die Sammlung an Techniken, die von Leuten wie von der Leyen gerne als &ldquo;künstliche Intelligenz&rdquo; betitelt werden, keine drastischen Verbesserungen bei Computer-Software hervorgebracht haben und noch hervorbringen werden. Nur mit Intelligenz hat das Ganze halt rein gar nichts zu tun.</p>
<p>Es ist wirklich peinlich, wenn Politiker von ihren Beratern nicht vernünftig erklärt bekommen, worüber sie reden. Und das war vergangene Woche offensichtlich der Fall. Sonst hätte von der Leyen gewusst, dass die ach so gruseligen Cyberangriffe meist durch einen gelangweilten Büroangestellten zustande kommen, der unachtsam die falsche E-Mail öffnet und dass eine Blockchain auch nur eine verteilt aufgebaute Datenbank ist. Oder dass ein paar Programmiertechniken unsere Wirtschaft nicht von Zauberhand aus der Krise retten können, nur weil man ein paar Marketing-Fuzzis Geld gibt. Fragt sich jetzt, was mehr Einfluss auf die Zukunft der EU hat: künstliche Intelligenz oder echte Dummheit?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Warum ich eine Kleinstpartei wähle</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/bundestagswahl/</link>
    <pubDate>Thu, 09 Sep 2021 18:09:09 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/bundestagswahl/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Das Team Todenhöfer hat den schlimmsten Namen aller Parteien auf dem Wahlzettel und es wird ausgerechnet von einem ehemaligen  Journalisten geführt. Eigentlich nicht viel Grund zur Hoffnung. Aber sie haben trotzdem das beste Programm aller Parteien zur Bundestagswahl 2021.</em></p>
<p>Ich halte nichts davon, Wahlempfehlungen abzugeben – vor allem nicht als Journalist. Also seht diesen Blog-Post bitte nicht als Wahlempfehlung. Ich finde es persönlich allerdings wichtig, vor allem als Journalist, transparent mit seinen Wahlentscheidungen umzugehen. Das sehe ich als Teil meiner Verantwortung in diesem Berufsstand an. Deswegen habe ich mich auch ziemlich zum Start dieses Blogs dazu entschieden, <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-21/" rel="">hier offen über meine Wahlentscheidungen zu schreiben</a>. Da jetzt die Bundestagswahl ansteht und ich gerade meine Briefwahl abgegeben habe, folgt nun also eine kurze Begründung meiner aktuellen Wahlentscheidung.</p>
<p>Ich habe dieses Mal das <a href="https://www.teamtodenhoefer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Team Todenhöfer</a> gewählt, obwohl das wohl der schlechteste Name einer Partei in der Geschichte der Bundesrepublik ist. Trotzdem mag ich <a href="https://8ee9f2aa-fdd0-4771-8e4d-4e76bf0921f0.filesusr.com/ugd/5d11c2_c8f45df263304e948dcde8f388c79237.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deren Programm</a> sehr. Ich stimme nicht ganz mit der Analyse der SARS-CoV-2-Pandemie dieser Partei überein und als überzeugter kinderloser Bürger ist mir Eltern-Förderung weit weniger wichtig, aber ansonsten gefällt mir die Einstellung dieser Leute sehr. Sie ist erfrischend unorthodox. Highlights des Programms für mich sind:</p>
<ul>
<li>Bundeskanzler,  Minister  und  Abgeordnete dürfen in Zukunft nur noch für zwei Wahlperioden von 5 Jahren gewählt werden, d.h. Politiker können nicht mehr von ihrem Beruf leben und müssen auch mal in der richtigen Welt da draußen arbeiten</li>
<li>Verbot von Parteispenden über €5.000</li>
<li>Steuererleichterungen für den Mittelstand, Vereinfachung der Steuergesetze</li>
<li>Abschaffung der Kirchensteuer, Gleichstellung aller Religionen</li>
<li>Drastischer Bürokratieabbau</li>
<li>Soziale Marktwirtschaft soll zur ökosozialen Marktwirtschaft umgebaut werden</li>
<li>Klare Absage zu staatlicher Planwirtschaft oder radikalen Lösungen zum Klimaschutz</li>
<li>Plädoyer für eine besser Migrationspolitik und mehr Eingliederung von Einwanderern</li>
<li>Infrastrukturnotstand soll dringend angegangen werden</li>
<li>Ja zu Europa, im Fall des Scheiterns der EU ein historisch angehauchter deutsch-französischer Staatenbund</li>
<li>Gleichstellung der Beziehung zu Russland mit der zu den USA</li>
<li>Rüstungsabbau, Verbot von Waffenexporten, Achtung der Bundeswehr als lokale Verteidigungsarmee, klare Absage zu sämtlichen Auslandseinsätzen, Abbau aller Atomwaffen und autonomen Dronen</li>
<li>Klare Absage zu jeglichem Rassismus und zur unsinnigen Idee, es gäbe Menschenrassen</li>
</ul>
<p>Das sind alles Dinge, über die ich seit Jahren rede und die ich mir so oder so ähnlich wünsche. Außerdem hat diese Partei korrekt erkannt, dass das Elektroauto keine Lösung irgendwelcher Probleme darstellt, dass Klimapolitik nur Hand in Hand mit allen Ländern der Welt funktioniert und dass wir undogmatische Klimapolitik brauchen, die von Menschen gemacht wird, die wissenschaftlich denken können. Was wir hingegen nicht brauchen, sind Klimafanatiker und Idioten die zwar eine Meinung, aber keine Ahnung haben und nicht mal logisch denken können.</p>
<p>Andere Kriterien für diese Wahl waren für mich, dass die Partei, die ich wähle, nicht für die meines Erachtens kriminell verfassungs- und bürgerfeindliche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zum_Schutz_der_Bev%C3%B6lkerung_bei_einer_epidemischen_Lage_von_nationaler_Tragweite" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IfSG-Novelle</a> gestimmt hat. Was die Auswahl der im Bundestag vertretenen Parteien extremst eingrenzt. Glücklicherweise gibt es zu dieser Wahl eine ganze Reihe neuer Parteien, denen die aktuelle Politik der GroKo genauso stinkt wie mir, inklusive der Todenhöfers. Lustigerweise wusste ich bis vor kurzem gar nicht, dass diese Partei existiert. Bis ich zu Recherchezwecken die App <a href="https://www.voteswiper.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VoteSwiper</a> ausprobiert habe und sie mir mit Abstand als beste Übereinstimmung angezeigt wurde. Danach habe ich dann das Parteiprogramm in Gänze gelesen.</p>

<p>Leider konnte ich die Todenhöfers hier in Düsseldorf nicht mit meiner Erststimme wählen, dort habe ich dann erneut <a href="https://www.die-partei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Partei</a> gewählt. Mir ist die Lage im Moment zwar eigentlich zu Ernst für Satire, bei den eingeschränkten Möglichkeiten meiner Auswahl dort erschien mir die Satire-Partei aber als das geringste Übel. Vor allem auch deswegen, weil es mir diesmal besonders wichtig ist, eine Klein- oder Kleinstpartei zu wählen. Ich könnte euch jetzt hier erklären wieso, aber ganz ehrlich, der Thomas hat das viel besser gemacht, also schaut euch stattdessen doch einfach dieses Video an:</p>
<div class="video-container"><iframe src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ia_QkPaYtrA"  frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></div>
<p>Also, wie der Thomas so schön gesagt hat, sucht euch eine schöne kleine Partei aus, die zu euch passt. Aber vor allem: <strong>Geht wählen!</strong></p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">
&nbsp;&nbsp;<b>Kommentar abzugeben? <a href="https://matrix.to/#/#kommentare:fab.industries" target="_blank">Loggt euch mit einem Matrix-Konto ein und redet mit</a>. (Gibt's <a href="https://element.io/get-started" target="_blank">hier</a>.)</b>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>E-Bikes</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-92/</link>
    <pubDate>Sun, 05 Sep 2021 17:34:43 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-92/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/picnic.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-09-05-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Ich bin wirklich kein begeisterter Fahrradfahrer… Ich musste als Kind so viel mit meinem Fahrrad durch die Gegend fahren – am Wochenende mit den Eltern zum Zeitvertreib, in der Woche von zu Hause zur Schule und von der Schule zu meiner Oma und dann wieder nach Hause – dass ich dauerhaft die Lust an diesem Fortbewegungsmittel verloren habe. Dieser Tage laufe ich lieber. Egal wie lang die Strecke ist. Aber immerhin verstehe ich den Sinn eines Fahrrades. Den Sinn eines E-Bikes verstehe ich allerdings nicht.</p>
<p>Jeder, der ein E-Bike fahren kann, kann auch ein Fahrrad fahren. Vielleicht abgesehen von Menschen mit relativ ernsten körperlichen Gebrechen, aber die fahren in der Regel eh keine Zweiräder. Mit ein bisschen Training kann jeder ein solches Gefährt ganz allein mit seiner, oder ihrer, Muskelkraft antreiben – ganz ohne Hilfe eines Motors, Dafür ist Fahrrad schließlich vor hunderten von Jahren erfunden worden. Und es funktioniert seitdem. Für die Erfindung des E-Bikes gab es also keinen vernünftigen Grund.</p>
<p>Nun, jetzt sagen mir aber die Leute: Fabian, es geht hier doch aber um die Bequemlichkeit. E-Bike fahren ist doch viel bequemer als ein normales Fahrrad zu fahren. Und genau das verstehe ich halt auch nicht. Denn Zweiradfahren ist grundsatzlich nie bequem. Selbst auf einem Motorrad wird man bei Regen halt naß und im Wind kalt. Und man muss sich immer entsprechend anziehen. Wer es bequem will, fährt halt Auto.</p>
<p>Normalerweise wäre mir ja völlig egal, wie ihr euch da draußen fortbewegt. Was mir halt so auf den Sack geht, ist die eingebildete Haltung, der Leute, die stolz wie Oskar mit ihrem E-Bike angeben. Die selbstgefällige Haltung der meisten überzeugten Fahrradfahrer in der Öffentlichkeit ist ja schon kaum zu ertragen – schaut her, ich bin ein besserer Mensch als du, weil ich den Planeten rette – aber diese Arschgeigen haben sich ihre selbstgerechte Haltung wenigstens mit Muskelkraft verdient! Die E-Bike-Fahrer denken zwar, sie retten den Planeten, verschwenden aber doch nur Energie, mit der sie besser den eigenen Körper hätten fit halten können. Und bei Regen lassen diese Weicheier das Ding doch eh stehen und steigen ins Auto um! Motorradfahrer bilden sich wenigstens nicht ein, Sie würden mit ihrem Hobby den Planeten retten…</p>
<p>Es gibt echt nichts Schlimmeres, als fitte junge Männer, die Geld fürs Fitnessstudio ausgeben und dann da mit einem E-Bike hingleiten, nur um sich dann auf einem Standfahrrad warm zu fahren. Da bekomme ich glatt Lust, mein Fahrrad aus dem Keller zu holen, wieder fit zu machen, und diesen Knilchen zu zeigen, wie man den Planeten richtig rettet.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Dating-Hölle</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-91/</link>
    <pubDate>Sun, 29 Aug 2021 22:22:33 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-91/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/coffee-place.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-29-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Diese Woche saß ich eines Vormittags in einem Café und versuchte zu arbeiten. Aber das war nicht ganz einfach, denn am Nebentisch unterhielt sich ein Pärchen, dessen Konversation ich einfach nicht ausblenden konnte – egal, wie sehr ich es versuchte. Die Beiden waren offensichtlich auf einem ersten Date, nachdem sie sich auf irgendeiner Dating-App kennengelernt hatten.</p>
<p>Abgesehen von dem üblichen Millennial/Zoomer-Blödsinn, den die Beiden von sich gaben – Elektroautos sind die Rettung der Menschheit, Menschen, die momentan nicht zu jeder Tages- und Nachtzeit eine Maske tragen sind quasi Hitler …so etwas halt – war ich besonders von der Art fasziniert, wie sie sich gegenseitig bezüglich ihrer Weltsicht verhörten. Und verhören ist da genau das richtige Wort. Das Ganze lief eher wie ein Vorstellungsgespräch aus der Hölle als wie ein Date ab. Das lag offensichtlich daran, dass die beiden aus dem App-Profil schon einiges übereinander wussten und das erste Treffen nun dazu nutzten, sich gegenseitig idiologisch auf Herz und Nieren zu prüfen. Die beiden schienen sich dabei auch durchaus einig zu werden, was die ganze Sache nur noch unerträglicher machte, denn nun begannen sie beide simultan den Versuch, den anderen möglichst hart zu beeindrucken.</p>
<p>Das Ganze war unglaublich cringe. Ich saß daneben, konnte vor lauter Fremdschäm-Faszination nicht weghören, und versuchte krampfhaft nicht zu brechen. Meine Güte was bin ich froh, dass ich jetzt seit gut zwanzig Jahren in einer glücklichen Beziehung lebe und mir dieser Stress erspart bleibt! Immerhin hat man sich früher bei einem Date hauptsächlich unbekannterweise getroffen und sich dann langsam an einander rangetastet um sich kennenzulernen. Das war auch damals schon nicht stressfrei, aber immerhin adrenalingeladen und immerhin einigermaßen spannend. Dieses appgesteuerte gegeneinander Ausfragen und möglichst schnell feststellen wollen, ob der Andere idiologisch korrekt tickt ist ja schrecklich. Am Nebentisch erinnere mich das Prozedere eher an ein Mitgliedertreifen der KPdSU im Stalinismus als an ein Date. Kein Wunder, dass ich keine Arbeit geschafft gekriegt habe. Na ja, immerhin hat mir die Erfahrung Stoff für eine Kolumne geliefert.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Apps mischen die Börse auf</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-005/</link>
    <pubDate>Fri, 27 Aug 2021 14:50:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-005/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/oswdvhplglu.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>2. Februar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Wenn man sich viel mit neuer Technik beschäftigt, sieht man über die Jahre immer wieder die gleichen Muster. Eins davon ist das Folgende: Eine neue Errungenschaft kommt auf den Markt, erst nutzen sie nur ein paar Nerds, dann wird sie von der Presse entdeckt und als größte Innovation aller Zeiten gelobt. Und dann verwendet sie irgendwer, um was zu tun, was irgendwem anders nicht gefällt und plötzlich ist die neue Errungenschaft eine Gefahr. Na? Kommt das irgendwem bekannt vor? Genau! Diese Woche sind es die bösen Daytrading-Apps – also Apps mit denen man mit dem Smartphone an der Börse handeln kann.</p>
<p>In den USA sind nämlich ein paar Internet-Nerds auf die Idee gekommen, Hedgefonds-Manager zu ärgern, die mir der Short-Strategie seit Jahrzehnten viel Geld machen. Beim Short wettet man darauf, dass eine Aktie in naher Zukunft fällt. Blöd nur, wenn das nicht passiert, weil ein paar Kids im Internet zu viel Zeit haben, sich untereinander absprechen und mit ihren Apps dann diese Aktie kaufen. Die dann teuer wird, womit die Leute, die auf die Short-Strategie gesetzt haben, eine Menge Geld verlieren.</p>
<p>Deswegen wird jetzt natürlich der Ruf laut, diese Apps zu regulieren und die Internet-Foren zu schließen, in denen sich diese neue Art von Börsenspekulanten trifft. Warum eigentlich? Weil sie denen, die an der Börse mit ihren eigenen Tricks seit Jahrzehnten reich werden, mal so richtig an den Karren gefahren sind? Was habt ihr denn gedacht, was passiert, wenn solche Apps als die neue Art des Börsenhandels in den Himmel gelobt werden und dann auf einmal ganz viele Leute monatelang zu Hause gelangweilt eingesperrt sind und Geld vom Staat kriegen? Die handeln dann mit Aktien. Und niemand mag Hedgefonds-Manager.</p>
<p>Hier wurde einfach eine neue technische Errungenschaft für etwas eingesetzt, mit dem niemand vorher gerechnet hatte. Da muss man nichts regulieren. Die Jungs in den Anzügen müssen sich nur darauf einstellen, dass sie jetzt neue Mitspieler haben. Nur haben die halt eher Hoodies an und wohnen noch bei Mama.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Windows-Neuinstallation</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-004/</link>
    <pubDate>Mon, 23 Aug 2021 11:17:59 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-004/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/windows-xp-broken.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>26. Januar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Warum muss man Windows eigentlich immer noch mindestens alle zwei Jahre neu installieren? Ich benutze Microsofts grafisches Betriebssystem dauerhaft seit Windows 3.11 – zum Spielen, zum Schreiben und für die Audio-Produktion. Ich habe miterlebt, wie Windows 95 den Home-Computer-Markt revolutionierte und wie Windows Me ihn fast zerstörte. Ich habe Jahre meines Lebens auf die Windows-XP-Wiese gestarrt und das eintönige Türkis von Windows 2000 begrüßte mich beim Einloggen auf hunderte Server. Ich habe das schrecklich kitschige Interface von Vista über mich ergehen lassen und das lachhafte Startmenü der ersten Windows-10-Version.</p>
<p>Ich arbeite mit Windows jetzt seit fast dreißig Jahren. Und trotzdem sitze ich gerade wieder an einem Rechner, der sich gut zwei Jahre nach seiner Installation anfühlt, als ob er über jeden Befehl zweimal nachdenkt und überlegt, ob er ihn wirklich ausführen soll. Wenn man einen Windows-Rechner jeden Tag mehrere Stunden aktiv benutzt, kommt nach spätestens zwei Jahren immer dieser Punkt. Eine mehr als drei Jahre alte Windows-Installation zum produktiven Arbeiten zu nutzen, ist, wie mit einem Hyundai ix35 die Rallye Dakar fahren zu wollen: Man kann es versuchen, kommt aber wahrscheinlich nicht sehr weit.</p>
<p>Neben meinem Windows-Rechner steht ein Linux-System mit dem ich genauso viel – wenn nicht sogar mehr – arbeite. Diesen Rechner update ich seit mehr als neun Jahren kontinuierlich von einer Version des Open-Source-Betriebssystems zur nächsten. Das Ding läuft wie eine Eins. Es wird nicht langsamer. Es entwickelt keine komischen Macken, wie dass bestimmte Programme auf einmal gar nicht mehr starten oder ähnliches. Warum kriegen die Linux-Leute das hin und Microsoft scheitert seit dreißig Jahren? Ich glaube ja, die haben in Redmond aufgegeben. Die kennen das Problem, deswegen haben sie auch dafür gesorgt, dass Windows sich jetzt so schnell installieren lässt wie nie zuvor, aber lösen können sie es nicht.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>So alt, wie man sich fühlt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-90/</link>
    <pubDate>Sun, 22 Aug 2021 18:22:33 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-90/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/hemingway-in-the-garden.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-22-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>In der vergangenen Woche bin ich 38 Jahre alt geworden. Wenn ich Leute zum ersten Mal treffe, die ich nicht kenne und gefragt werde, wie alt ich bin, sind die meisten über die Antwort ziemlich verdutzt. Ich werde meistens für jünger gehalten, als ich bin. Ich vermute, dass das daran liegt, dass ich mich meist nicht meines Alters entsprechend verhalte. Das eckt natürlich auch mal hier und da an. Aber ich will das auf gar keinen Fall ändern.</p>
<p>Dass man nur so alt ist, wie man sich fühlt, ist natürlich Quatsch. Ich spüre meine 38 Jahre euf auf dieser Erde regelmäßig am eigenen Körper. Meine Knie knacken und schmerzen deutlich öfter als früher und vor allem Party-Nächte mit zu viel Alkohol setzen mir deutlich härter zu dieser Tage. Aber deswegen muss man sich ja noch lange nicht seinem Schicksal hingeben.</p>
<p>Vielleicht liegt es bei uns in der Familie, sich nicht des eigenen Alters entsprechend zu verhalten, Bei mir in der Familie fährt man mit 70 noch Motorrad und kümmert sich mit 90 ehrenamtlich um deutlich jüngere Menschen im Seniorenheim. Wenn es irgendwie geht, möchte ich mir diese gesunde Unvernunft auch bis ins hohe Alter beibehalten. Und bisher bin ich mit dem Ansatz, mich nie meines Alters entsprechend zu verhalten, auch immer noch sehr gut gefahren. Natürlich hilft es enorm, wenn man keine Kinder hat.</p>
<p>Aber grundsätzlich kann ich jedem eigentlich nur empfehlen, sich weniger darum zu scheren, was die Gesellschaft drum herum denkt, was für einen Menschen eines entsprechenden Alters so angebracht ist. Macht öfter einfach mal, was euch Spaß macht. Sechzigjährige sammeln keine Pokémon? Bullshit! Wenn man siebzig ist, sollte man nicht mehr Motorrad fahren? Warum nicht? Verfällt dann der Führerschein? Also bitte… Macht öfter mal, was ihr wollt, nicht was ihr sollt!</p>
<p>Natürlich erfordert das auch eine gehörige Portion Willen und Kraft, aber ich glaube, das Opfer lohnt sich. Ich persönlich hoffe ja ganz stark auf meine Frau und darauf, dass sie mich, wenn ich mal schwach werde – vor allem im Alter – vor mir selbst rettet. So habe ich zum Beispiel klar gestellt, dass der Tag, an dem ich statt Jeans beige Opa-Cordhosen trage, der Tag ist, an dem man mich auch gleich beerdigen kann. Alt werden und alt sein sind ja nichts Schlimmes, aber man muss sich deswegen ja noch lange nicht auch alt verhalten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Karriereschritte</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-89/</link>
    <pubDate>Sun, 15 Aug 2021 22:24:50 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-89/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/freelancer-3yrs.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-15-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Wie Facebook mir diese Woche miteilte, ist es jezt drei Jahre her, dass ich öffentlich verkündet habe, dass ich meinen Job als Redakteur bei einem größeren deutschen IT-Verlag hinschmeiße, um freiberuflicher Journalist zu werden. In den drei Jahren seit dieser Entscheidung gab es tatsächlich nicht einen Tag, an dem ich diese Entscheidung bereut habe. Ganz im Gegenteil. Trotz des ganz eigenen, nicht unerheblichen, Stresses, den das Leben als Freelancer mit sich bringt, wache ich jeden morgen (sehr spät) auf und bin froh, mich damals so entschieden zu haben.</p>
<p>Ich will das Ganze gar nicht beschönigen. Ohne den Job meiner Frau hätte ich wohl Probleme, meine Miete zu zahlen. Ich verdiene dieser Tage deutlich weniger – und vor allem unregelmäßiger. Aber dafür kann ich jetzt schreiben was, und vor allem wann, ich will. Und ich habe keine Meetings mehr. Gar keine. Und ich muss mich nicht mehr mit Statistiken und Möglichkeiten, mehr Werbe-Klicks zu generieren, rumärgern. Das ist so viel mehr wert, als alles Geld der Welt. Überhaupt bin ich davon überzeugt, dass viel zu viele Menschen Karriereentscheidungen danach treffen, was am Ende auf dem Gehaltszettel steht. Anstatt danach zu gehen, was sie eigentlich so in ihrem Arbeitsalltag den ganzen Tag tun wollen. Wenn ich durch diesen Karriereschritt (hoffentlich meinen letzten) etwas gelernt habe, dann ist es, dass man öfter mal auf sein Bauchgefühl, anstatt auf das Konto, hören sollte.</p>
<p>Neben meiner geistigen Gesundheit – man stelle sich nur mal vor, ich hätte das ganze letzte Jahr mit einem Haufen Pandemie-Panik-Panther zusammenarbeiten müssen – hat die Entscheidung, Freiberufler zu werden, vor allem aber auch meinen Körper vor dem Kollaps bewahrt. Als Angestellter hatte ich einen kaputten Rücken, Migräne, Kreislaufbeschwerden und hätte wahrscheinlich früher oder später einen Herzinfarkt oder andere kardiologische Probleme bekommen. Seit ich Freelancer bin, habe ich erst 12 Kilo Fett abgenommen und dann 10 Kilo Muskeln aufgebaut. Ich kann jetzt 10 Kilometer mit 4 Kilo Gepäck in 1 Stunde 5 Minuten laufen und trainiere drei Mal die Woche am Boxsack. Alles Dinge, für die ich mir als Angestellter nie Zeit genommen habe. Es brauchte einen radikalen Lebenswandel, damit ich kapierte <strong>wie tief</strong> ich im Hamsterrad feststeckte.</p>
<p>Jedem, der das hier jetzt liest und denkt &ldquo;Scheiße, hätte ich doch auch nur den Mut dazu&rdquo;, dem kann ich nur sagen: Trau dich! Es ist alles nicht so beängstigend, wie es sich anhört. Und zurück auf die Moloch (siehe <em>Die 13 1/2 Leben des Käpt&rsquo;n Blaubär</em> von Walter Moers) kann man immer. Irgendwer sucht immer Galeerensklaven. Aber mit etwas Glück kommt es nicht dazu. Mit etwas Glück bleiben wir zusammen frei.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Oldschool</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-88/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Aug 2021 14:18:43 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-88/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/oldschool.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-1.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-1.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-1.png">
        
    </a></figure></p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-2.png" title="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-2.png" data-thumbnail="/docs/2021/ausgefuchst-2021-08-08-2.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Seit einiger Zeit lese ich gerade abends wieder die Harry-Bosch-Romanreihe von Michael Connelly. Ich mag Bosch als Ermittler vor allem deswegen, weil er oldschool ist. Bosch benutzt selbst in den Büchern, die in den 1990er und 2000er Jahren spielen, noch regelmäßig eine Schreibmaschine. Was nicht heißt, dass er moderne Technik grundsätzlich ablehnt – ganz im Gegenteil, denn wenn es um Ermitlungsmethoden geht ist Harry ganz vorne mit dabei. Aber er benutzt halt gerne Dinge, die er mag und mit denen er gut arbeiten kann, egal was der Rest der Welt darüber denkt. Das respektiere ich und das macht mi mir Connellys Figur äußerst sympatisch.</p>
<p>Na ja, auf jeden Fall haben mich Bosch und seine Schreibmaschine auf eine Idee gebracht. Ich überlege schon für längere Zeit, wie ich diese Sonntagskolumne wiederbeleben kann. Das Problem ist, dass ich seit Anfang des Jahres meine wöchentliche Kolumne für die Ostriesen-Zeitung schreibe und mir deswegen oft Themen für diese Kolumne fehlen, weil ich sie bereits für die OZ-Kolumne verwurstet habe. Was ich also brauche, ist ein neuer Dreh, den ich aber bisher nicht gefunden habe. Und da fiel mir jetzt eben Boschs Schreibmaschine ein. Und ein Rat, den mir mal ein Redakteur gegeben hat, mit dem ich zusammenarbeitete: Wenn einem der Dreh für einen Artikel fehlt, hilft es manchmal einfach schon, wenn man das Drumherum (also die Form) ändert.</p>
<p>Und so habe ich mir also gedacht, dass ich mal die Form dieser Kolumne ändern werde, um zu gucken, was passiert. Ich werde sie ab sofort jeden Sonntag bei einer Tasse Kaffee auf meiner Olympia-Schreibmaschine tippen. Denn schließlich ist das Schreiben auf einer Schreibmaschine etwas komplett anderes als am Computer, auf dem iPad oder mit Stift und Papier. Man muss viel mehr nachdenken, bevor man tippt. Das ergibt eine ganz andere Art zu schreiben, auf die viele Schriftsteller heute noch schwören, Nicht umsonst gibt es diese ganzen distraction free writing Apps in den App Stores.</p>
<p>Ich bin mal gespannt, was dieser neue <em>modus operandi</em> mit dieser Kolumne macht und ob es mich tatsächlich dazu bringt, wieder regelmäßiger für diese Kolumne zu produzieren. Ich hatte vor einigen Jahren schon mal versucht, ein Typecasting-Blog zu führen – also meine Blogartikel auf einer Schreibmaschine zu schreiben und dann als Scan auf einem Blog zu veröffentlichen. Aber irgendwie ist das für allgemeine Blogartikel doch zu umständlich. Aber für eine wöchentliche Kolumne (die ja eh meist ohne Links auskommt) könnte es funktionieren…</p>
<p>Mal sehen. Bisher macht es mir sehr viel Spaß und der Geruch der Schreibmaschine erinnert mich an meine früheste Jugend, als ich im Arbeitszimmer meines Vaters spielte, während er Texte auf seiner Schreibmaschine tippte. Fehlt nur noch der Geruch von Pfeifentabak.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Seid keine Schafe</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-003/</link>
    <pubDate>Mon, 02 Aug 2021 14:09:45 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-003/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/pj6fynrzrt0.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>19. Januar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Menschen verhalten sich manchmal wie Schafe: Einer läuft in Panik los und ehe man sich&rsquo;s versieht rennt die ganze Gruppe hinterher, ohne wirklich zu wissen, wieso. Das konnte wohl jeder diese Woche im eigenen Freundeskreis beobachten. WhatsApp schickte Nutzern eine Nachricht zu einer AGB-Änderung, die nur das noch einmal klarstellt, was die Firma eh schon seit 2016 macht. Daraufhin sprangen meine Kollegen in der Presse auf das Thema an und schon fragen sich alle, ob sie WhatsApp löschen sollen.</p>
<p>Und übersehen, meine Kollegen genau wie die Öffentlichkeit, dass das Ganze weder neu ist, noch dass es dabei nicht um die Nachrichten geht, die wir uns schicken. Denn WhatsApp hat, nach aktuellem Kenntnisstand, mit die beste Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf dem Markt. Weder WhatsApp, noch Facebook, noch sonst jemand außer Sender und Empfänger, können Nachrichten, Bilder, Videos oder Tonaufnahmen sehen, die über WhatsApp verschickt werden.</p>
<p>Natürlich gibt es eine Menge Metadaten, die Facebook und WhatsApp sammeln. Also eigentlich alles, was nicht Inhalt der Nachricht ist: Wer mit wem redet, wann sie reden und wo sie sich befinden. Damit kann man, vor allem wenn man Facebook ist und eine Menge andere Quellen hat, viel anfangen – auch Werbung machen. Aber warum interessiert die Leute das jetzt bei WhatsApp auf einmal? Und warum deinstallieren sie nicht auch die Facebook-App, die gleich daneben auf dem Handybildschirm sitzt? Und was ist mit Instagram, das gehört schließlich auch zu Facebook.</p>
<p>Ich finde es grundsätzlich löblich, dass sich Leute für Datenschutz interessieren. Nur die Prioritäten sitzen arg falsch. Wir leben in einer Zeit, in der die Regierung sich gerade das Recht gesichert hat, die im Grundgesetz verbriefte Unverletzlichkeit der Wohnung zu umgehen, um zu gucken, ob die Bürger illegale Partys feiern. Und die Menschen machen sich Sorgen über Facebook?</p>
<p>Seid keine Schafe. Denkt nach, bevor ihr losrennt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Impfgegner</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-87/</link>
    <pubDate>Tue, 29 Jun 2021 15:58:44 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-87/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="img/2021/astrazeneca-vaccine.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Ich bin nun wirklich kein Impfgegner. Ich bin gegen eine Menge Dinge geimpft. Unter anderem gegen SARS-CoV-2<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>. Aber das ändert nichts an meiner Überzeugung, für das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen zu kämpfen. Menschen müssen das Recht haben, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Auch wenn ich diese Entscheidungen persönlich für dumm halte. Das unterscheidet einen demokratischen Rechtstaat von der totalitären Technokratie, welche die Macher des Grundgesetzes nur zu konkret in den Ruinen des Dritten Reiches spuken sahen.</p>
<p>In Deutschland muss es deshalb möglich sein, Gegner eines medizinischen Eingriffs zu sein, für den es für den Betroffenen keinen aktuellen Grund gibt. Und selbst wenn es diesen Grund gibt, sollte immer der Patient entscheiden. Es geht in der Medizin immer zuerst um dessen Wohl und Würde, mehr oder weniger fadenscheinig herbeibeschworene abstrakte Bedrohungen anderer sollen Strafverfolger interessieren (sofern sie strafrechtlich relevant sind), aber nicht den behandelnden Mediziner oder seinen Patienten.</p>
<p>Wenn man sich nicht mehr weigern kann, einen solchen Eingriff vornehmen zu lassen, aus welchen Gründen auch immer, sind wir kein freies Land mehr. Ich bin absolut kein Freund von Religionen – jeglicher Art. Trotzdem verlange ich ja auch nicht, dass Katholiken aufhören, ungewollt Kinder in die Welt zu setzen, nur weil sie der komplett idiotischen Idee verfallen sind, Spermien seien Leben. Ich verlange auch nicht, dass Angehörige des jüdischen Glaubens aufhören, wehrlosen Jungs Teile ihres Penisses abzuschnibbeln, nur weil sie einer hirnlosen Tradition verfallen sind. Ich verlange ja nicht mal, dass Moslems aufhören, Frauen derart psychisch zu manipulieren, dass diese dann denken, sich so zu kleiden wie einige Männer das wollen, sei Selbstverwirklichung. Und von Zeugen Jehovas, Mormonen und anderen geistigen Irrlichtern sei hier erst gar nicht erst gesprochen. Warum verlange ich so etwas nicht? Weil wir in einem freien Land leben. Deswegen wäre es auch ungehörig, wenn Kollegen in der Presse sowas in ihren Texten und Fernsehberichten verlangen würden. Das versteht auch jeder.</p>
<p>Warum verstehen die selben Menschen dann nicht, dass es genauso abscheulich ist, auf Leuten herumzuhacken, die sich nicht impfen lassen wollen? Klar, zu glauben Bill Gates hätte 5G-Chips in den Impfstoff gepackt, um die Welt zu übernehmen, ist hirnrissig. Aber zu glauben, vor zweitausend Jahren wäre ein Zimmermann von den Römern gefoltert und getötet worden und dann als lebender Toter wiedergekehrt, um die Welt zu retten, ist weniger hirnrissig? Oder das mit dem Schiff mit den ganzen Tieren drauf? Ich bitte euch. Wie gesagt, vom Engel Moroni wollen wir hier gar nicht anfangen. Da ist der Idiotismus schon im Namen, wenn man Englisch kann <sup id="fnref:2"><a href="#fn:2" class="footnote-ref" role="doc-noteref">2</a></sup>. Sich ne Oblate als Fleisch Christi reinzupfeiffen und dann mit Blutwein runterzuspülen, nur um ohne Gummi vögeln zu können, ist OK, aber wehe einer legt mit Alien-Verschwörung und Orgonit-Säulen los, was? Jahrtausende-alter Bullshit ist OK und verdient es per Grundgesetz geschützt zu werden (<a href="https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_4.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art. 4 GG</a>), aber wehe jemand will sich nicht impfen lassen …dann ist die Hölle los. Diese doppelten Standards kotzen mich so unendlich an.</p>
<p>Klar, Impfungen funktionieren – wenn auch oft nicht zur absoluten Ausrottung eines Erregers; entgegen unwissenschaftlicher Propaganda, die das Gegenteil behauptet – und sind was Tolles. Und ich persönlich denke, in den meisten Fällen sollte man davon Gebrauch machen. Aber das heißt nicht, dass sie ein Allerheilmittel sind. Und es muss in einem freien Land möglich sein, dass ich mich entscheide, dass ich das nicht haben will. Ohne dass ich dann alle fünf Minuten in meinem Privatleben diskriminiert, übervorteilt, belästigt, benachteiligt, beschimpft und von Journalisten ohne nennenswerte Kenntnisse verleumdet werde. Und nur weil die Mehrheit eine solche Diskriminierung für gerecht hält, ist sie es noch lange nicht. Als Deutsche sollten wir das, angesichts unserer jüngeren Geschichte, am besten wissen.</p>
<p>Denkt da mal drüber nach, wenn ihr das nächste Mal billigen Twitter-Applaus für Witze über Impfgegener einfahrt. Denkt mal drüber nach, ob ihr die gleichen Witze über den Pfarrer eurer lokalen Gemeinde machen würdet, nur weil der jeden Sonntag innbrünstig aus dem lahmsten Märchenbuch der Welt vorliest, so als wäre das ein Sachbuch. Denkt mal drüber nach.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Im Gegensatz zu vielen meiner Kollegen in der Presse und fast allen Menschen in meiner Weltverbesserungs-Twitter-Bubble weiß ich, dass man gegen einen Erreger impft und nicht gegen eine Ansammlung von Krankheitssymptomen. Weswegen ich das Kind immer beim Namen nenne: Das ist eine SARS-CoV-2-Impfung. Sowas wie eine COVID-19-Impfung gibt es nicht. Es ist mir egal, was die Hersteller auf ihre Produkte schreiben. Ich hab schließlich schon in der Schule gelernt, was der Unterschied zwischen HIV und AIDS ist. Das sollten wenigstens Pharmakonzerne und Journalisten auch wissen. Wer sich nicht präzise ausdrücken kann, dem gehört kein Vertrauen geschenkt. Weder in der Wissenschaft noch in der Schreiberei.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
<li id="fn:2">
<p>moronic [<em>adj.</em>]: schwachsinnig, dämlich, geistesschwach, stumpfsinnig&#160;<a href="#fnref:2" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Silicon Valley gegen Trump</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-002/</link>
    <pubDate>Tue, 22 Jun 2021 13:07:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-002/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/xqqfu37szxk.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>12. Januar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Der Internet-Kurznachrichtendienst Twitter hatte dem US-Präsidenten Donald Trump in der vergangenen Woche das Konto gesperrt, nachdem Trump-Unterstützer das Capitol in Washington gestürmt hatten. Man kann von Trump und seiner höchst fragwürdigen Meinung, er habe in Wirklichkeit die Wahl im November gewonnen, halten was man will. Dieser Schritt stellt unabhängig von Trumps abstrusen Meinungen, seiner ätzenden Persönlichkeit und seinen unsympathischen Anhängern einen gefährlichen Präzedenzfall dar.</p>
<p>Man muss sich genau vor Augen führen, was hier vergangene Woche passiert ist: Ein Unternehmen aus der Privatwirtschaft hat dem rechtmäßig gewählten Staatsoberhaupt des mächtigsten Landes der Welt den wichtigsten Kommunikationskanal abgedreht. Man kann gar nicht genug betonen, wie historisch bedeutsam das ist.</p>
<p>Dazu muss man natürlich wissen, dass Trump seine Anhänger – und übrigens auch seine Gegner, zusammen also eigentlich die gesamte Bevölkerung der USA – hauptsächlich über Twitter erreicht. Natürlich hält der US-Präsident auch Pressekonferenzen. Aber wer guckt sich sowas heutzutage schon an? Niemand in der Öffentlichkeit. Und dieser Tage auch kaum jemand bei der Presse. Die kriegt ihre Nachrichten schneller, und schön in zitierfähige Happen verpackt, ebenfalls direkt über Twitter. Einer meiner US-Kollegen hat Twitter schon vor mehr als zehn Jahren mal als &ldquo;Nervensystem des Internets&rdquo; bezeichnet – und das stimmt heute mehr denn je.</p>
<p>Was da also noch während des Sturms auf das Capitol passiert ist, stellt einen noch nie dagewesenen Griff nach politischer und gesellschaftlicher Macht der Konzerne dar. Silicon Valley ist nicht mehr nur damit zufrieden, alle unsere Daten zu sammeln und uns auszuspionieren. Konzerne wie Twitter wollen jetzt auch noch bestimmen, was Regierungen und deren Oberhäupter sagen dürfen und was nicht. Egal wie sehr man Trump verachtet, dieser Trend sollte einem Angst machen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Neuland bleibt Neuland</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-001/</link>
    <pubDate>Fri, 18 Jun 2021 14:29:25 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/digital-total-001/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/cuf4ssxy-ka.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div>
<div class="details admonition Note open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M497.9 142.1l-46.1 46.1c-4.7 4.7-12.3 4.7-17 0l-111-111c-4.7-4.7-4.7-12.3 0-17l46.1-46.1c18.7-18.7 49.1-18.7 67.9 0l60.1 60.1c18.8 18.7 18.8 49.1 0 67.9zM284.2 99.8L21.6 362.4.4 483.9c-2.9 16.4 11.4 30.6 27.8 27.8l121.5-21.3 262.6-262.6c4.7-4.7 4.7-12.3 0-17l-111-111c-4.8-4.7-12.4-4.7-17.1 0zM124.1 339.9c-5.5-5.5-5.5-14.3 0-19.8l154-154c5.5-5.5 14.3-5.5 19.8 0s5.5 14.3 0 19.8l-154 154c-5.5 5.5-14.3 5.5-19.8 0zM88 424h48v36.3l-64.5 11.3-31.1-31.1L51.7 376H88v48z"/></svg></span>Hinweis<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text wurde ursprünglich am <strong>5. Januar 2021</strong> im Rahmen meiner Kolumne <strong>Digital Total</strong> veröffentlicht, welche jeden Dienstag in der <a href="https://www.oz-online.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ostfriesen-Zeitung</a> erscheint. → <a href="/de/series/digital-total/" rel="">Archiv mit allen &ldquo;Digital Total&rdquo;-Kolumnen</a></div></div>
<p>Im Ausnahmejahr 2020 wurde viel von Home Office und erzwungener Digitalisierung gefaselt. Im Gegensatz zu dem, was uns Experten das ganze Jahr über erzählt haben, hat Deutschland in diesem Jahr aber vor allem eins gelernt: Das Internet ist bei uns nach wie vor Neuland. Merkels lachhafte Neuland-Äußerung jährte sich im ersten Coronavirus-Lockdown bereits zum siebten Mal. In diesen sieben Jahren wurde in Deutschland viel über Digitalisierung geredet, aber am Grundproblem hat sich nichts geändert – eine funktionierende Digitalstrategie hat unser Land immer noch nicht. Neuland bleibt Neuland.</p>
<p>Egal wie sehr Experten versichern, dass Arbeitnehmer in der Pandemie problemlos von zu Hause arbeiten können, solange man hierzulande beim Einzug in einen Neubau mit anschlussfertigem Kabel- und Glasfaseranschluss mehr als vier Wochen warten muss, bis der Vermieter herausgefunden hat, welcher Dienstanbieter zuständig ist, ist das alles leeres Gerede. Ganz zu schweigen von all den Arbeitnehmern in ländlichen Gegenden, die sich mit Anschlussgeschwindigkeiten herum ärgern müssen, die schon beim Streaming von Musik in die Knie gehen. In tausenden Haushalten in Deutschland ist an zwei gleichzeitig laufende Videokonferenzen nicht zu denken und unsere Bundesregierung will ein Home-Office-Gesetz auf den Weg bringen? Das ist peinlich. Die Kluft zwischen dem, was in Berlin gedacht wird und was in einem niedersächsischen Dorf auch wirklich ankommt, ist größer denn je.</p>
<p>Die diversen Regierungen Merkel waren schon immer gut darin, uns zu sagen, was alles möglich ist. Was wir alles schaffen können, wenn wir zusammenhalten. Wie super fortschrittlich Deutschland doch ist. Sie sind allerdings kläglich daran gescheitert, etwas zu tun. Da ändert natürlich auch die Pandemie nichts dran. Also erzählt mir nicht, wir könnten alle von zu Hause arbeiten. Die Hälfte von uns hat nicht mal Internet, das noch vernünftig funktioniert, wenn mehr als zwei Nachbarn Netflix gucken.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was geht ab?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/lebensumstaende/</link>
    <pubDate>Fri, 28 May 2021 13:54:40 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/lebensumstaende/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Was bei mir so los ist und warum ich in letzter Zeit hier nicht so viel geschrieben habe.</em></p>
<p>Ihr habt wahrscheinlich bemerkt, dass ich in letzter Zeit nicht so viel hier auf dem Blog geschrieben habe. Ihr war, glaub ich, überall im Web ziemlich still. Was ist da los? Eigentlich nix Besonderes. Ich war in den letzten Monaten einfach sehr beschäftigt. Mit einigen alten und einigen neuen Projekten und auch mit dem Versuch, als Freiberufler einige bisher unbeachtete Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen. Die Zeit, die ich daneben hatte, habe ich hauptsächlich für meinen Podcast <a href="https://privatecitizen.press/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Private Citizen</em></a>  genutzt. Also vor allem, um jeden Woche, wie geplant, eine neue Folge zu veröffentlichen. Was ich auch fast ohne Verzögerungen geschafft habe.</p>
<p>Abgesehen von der Arbeit hat mich mein Privatleben ziemlich auf Trab gehalten. Mein T4 rostet mir unterm Arsch weg und ich habe versucht, irgendwie den Verfall aufzuhalten. Ich jogge regelmäßig und mache Kickbox-Übungen, um die Form zu halten, in die ich mich im letzten Jahr gebracht habe, und zusätzlich etwas Muskelmasse aufzubauen. Und ich besuche jede Woche meine Oma, um die unschönen psychologischen Auswirkungen der Lockdown-Situation etwas abzumildern. Da meine Frau beruflich gerade auch sehr beschäftigt ist und ich im Gegensatz zu ihr den Luxus habe, von zu Hause arbeiten zu können, versuche ich halt nebenbei auch noch so viel wie möglich im Haushalt zu tun, damit sie das nicht auch noch machen muss.</p>
<p>Es ist also eine Menge los. Und ein großer Nachteil davon, wenn man sein eigener Chef ist, ist halt, dass man alles in seinem Leben selbst organisieren muss; niemand organisiert etwas für einen. Wenn man immer nur angestellt war, ist das eine Belastung, die man wahrscheinlich erst versteht, wenn man selbst mal in der gleichen Situation war. Nicht, dass ich mich beklagen will, ehrlich. Ich versuche nur zu erklären, warum gerade manche Projekte auf der Strecke bleiben oder eine Zeit lang auf Eis gelegt werden.</p>
<p>So oder so hoffe ich allerdings, dass es bei mir ab nächster Woche etwas ruhiger und besser planbar wird. Und ich werde versuchen, wieder in regelmäßigeren Abständen im Blog zu berichten, was ich so treibe. In den nächsten Tagen plane ich erst mal, mit einer Serie von Blog-Beiträgen über einige der Projekte zu beginnen, mit denen ich mich in den letzten Monaten beschäftigt habe, und zu denen ich bisher keine Gelegenheit hatte, etwas zu schreiben.</p>
<div style="border: 1px solid; padding: 1em;">
&nbsp;&nbsp;<b>Kommentar abzugeben? <a href="https://matrix.to/#/#kommentare:fab.industries" target="_blank">Loggt euch mit einem Matrix-Konto ein und redet mit</a>. (Gibt's <a href="https://element.io/get-started" target="_blank">hier</a>.)</b>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was machen unsere Politiker eigentlich beruflich?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-86/</link>
    <pubDate>Sun, 25 Apr 2021 19:29:14 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-86/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/unsplash/2xaf4tbjxt0.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://unsplash.com/photos/2xaF4TbjXT0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jonas Jacobsson</a></p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Dass digitale Infrastruktur unter der Regierung der Neuland-Kanzlerin Merkel ein hoffnungsloser Fall ist, ist hinlänglich bekannt. Trotzdem überrascht es immer wieder, wie schlecht Deutschland als angebliche wirtschaftliche Führungsnation bei diesem Thema aufgestellt ist. Deutschland ist angeblich innovativ. Wir Deutschen waren mal dafür bekannt, die besten Autos, Flugzeuge, Maschinen – ja zeitweise sogar die besten Computer – der Welt zu bauen. Und jetzt wollt ihr mir erzählen, dass wir uns ein volles Jahr nach dem ersten Lockdown immer noch nicht darauf vorbereitet haben, dass Kinder zu Hause unterrichtet werden müssen?</p>
<p>Das aktuelle Schuldesaster lässt sich langsam wirklich nur noch durch Inkompetenz auf allen politischen Ebenen erklären. Offensichtlich pennen nicht nur die Politiker der großen Koalition im Bund, sondern auch ihre Kollegen auf Landes- und Kommunalebene. Sie hatten ein Jahr Zeit, die Situation in den Griff zu bekommen und Lehrer, Schüler und Eltern zu unterstützen und vorzubereiten. Denn selbst die Politiker, die so kurzsichtig waren zu denken, dass der ganze Spuk nach einem Jahr vorbei ist, hätten sich ja trotzdem darauf vorbereiten müssen, dass dem nicht der Fall ist. Wir bezahlen deren Gehalt schließlich nicht, damit sie auf das Beste hoffen. Das kann ich auch selbst, da brauche ich keine Regierung und keine Verwaltung für.</p>
<p>Die Lösung dieser inkompetenten Menschen ist nun, dem Bund mehr Macht zu geben. Die Länder sind Schuld. Der Bund wird es schon richten. Ja jetzt mal ehrlich, wer ist denn so blöd und glaubt das noch? Der Bund war es doch gerade, der jahrzehntelang verpennt hat, die Infrastruktur zu fördern und ein einheitliches Konzept für modernen Unterricht zu schaffen. Nein, wir kriegen diese Problem nur in den Griff, wenn wir die aktuellen Stümper komplett loswerden. Wir brauchen neue Politiker, die das Land wirklich besser machen wollen und sich nicht erst in den Schattenjahren ihres Lebens mit dem Neuland der Digitaltechnik befassen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Deutsche gleicht dem Sklaven</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-85/</link>
    <pubDate>Sun, 18 Apr 2021 14:58:08 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-85/</guid>
    <description><![CDATA[<p><strong>Aufmacherbild:</strong> <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Heinrich_Heine-Oppenheim.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heine-Portrait von Moritz Daniel Oppenheim</a>, 1831</p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Heinrich Heine ist einer der bedeutendsten deutschen Dichter. Jeder Schüler eines deutschen Gymnasiums hat wohl mindestens eins seiner Gedichte besprochen. Seine Heimatstadt Düsseldorf hat die dortige Universität nach ihm benannt. Heine, der, wie viele Dichter, zeitweise als Journalist sein Geld verdiente und 1856 im Exil in Paris starb, war Zeit seines Lebens wegen seiner jüdischen Herkunft von deutschen Nationalisten verfolgt worden. Im Deutschen Bund waren seine Werke verboten (genau wie die seines Bonner Kommilitonen Karl Marx). Das machte die wichtigste Erwerbsquelle des Dichters zunichte und bedrohte seine Existenz über die Landesgrenzen hinaus im Exil. Auch weit über den Tod hinaus wurde Heine verfolgt: Die Nationalsozialisten ließen seine Bücher verbieten und zerstörten Denkmäler des Dichters.</p>
<p>Anscheinend leben wir nun wieder in Zeiten, in denen Heines Weisheiten unbeliebt sind. Eine schriftliche Bemerkung Heines, nach seinem Tode <a href="https://www.projekt-gutenberg.org/heine/aphorism/chap004.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in der Aphorismen-Sammlung <em>Gedanken und Einfälle</em></a> veröffentlicht, lautet wie folgt:</p>
<blockquote>
  <p>Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht, ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die  materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts.</p>
</blockquote><p>Angesichts der aktuellen Vorgänge in unserer Republik erschien dem Stralsunder Privatbürger Dirk Schwarzrock diese historische Bemerkung wohl auch heute noch äußerst zutreffend und er postete den Spruch des Dichtervaters auf Facebook. Facebook reagierte mit einer Löschung des Spruchs. Schwarzrock postete den Aphorismus erneut, daraufhin wurde sein Konto gesperrt.</p>
<p><a href="https://www.bild.de/regional/mecklenburg-vorpommern/mecklenburg-vorpommern-news/klage-stralsund-facebook-loescht-heinrich-heine-76037616.bild.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Laut <em>Bild</em></a><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> ist Facebook der Meinung, das Heine-Zitat verstoße &ldquo;gegen die Gemeinschaftsstandards zu Hassrede und Herabwürdigung&rdquo;. Ein Schlag ins Gesicht für jeden auch nur einigermaßen literarisch bewanderten Deutschen, der noch klar denken kann. Ganz zu schweigen vom mangelnden Respekt gegenüber dem intellektuellen Nachlass und dem Namen von Heinrich Heine. Der Praktikant (oder war es ein Algorithmus?) bei Facebook war wohl nie auf einem Gymnasium. Oder hat im Deutsch- und im Geschichtsunterricht gepennt.</p>
<p>Schwarzrock hat Klage beim LG Stralsund eingereicht. Völlig zurecht. In der <em>Bild</em> sagt er:</p>
<blockquote>
  <p>Ich bin über das Verbot des Heine-Zitates entsetzt. 1986 bin ich einst aus dem SED-Regime ausgereist, nachdem ich den NVA-Wehrdienst verweigerte und inhaftiert wurde. Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass die freie Meinungsäußerung einmal wieder so eingeschränkt werden würde.</p>
</blockquote><p>Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.</p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Wie kaputt unsere heutige Gesellschaft ist, sieht man schon allein daran, dass ich hier die <em>Bild</em> zitieren muss, weil sich anscheinend ansonsten kein etabliertes journalistisches Medium in Deutschland dazu herablassen wollte, über diesen Missstand zu berichten. Das ist das erste Mal, dass ich in meinem Blog die Springer-Presse zitiere. Es tut mir in der Seele weh, aber meiner Recherche nach ist dies ein wahrheitsgemäßer Bericht und ich habe keine besseren Quellen gefunden, die ich direkt verlinken kann.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Urlaub in Tarkov</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-84/</link>
    <pubDate>Sun, 07 Mar 2021 23:27:52 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-84/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/tarkov-01.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich hab gerade mal wieder angefangen, <em>Escape from Tarkov</em> zu spielen. Ich weiß auch nicht wirklich warum. Wer mir <a href="/stream" rel="">bei Twitch</a> zuguckt, weiß ja, dass ich sonst eigentlich eher so der Wohlfühl-Spieler bin und alles auf so einfach wie möglich stelle. Und Tarkov ist da ja schon irgendwie genau das Gegenteil. Das Spiel ist so Hardcore, wie es nur geht. Ein Shooter ohne Anzeige für Squadmates oder Gegner, ohne Anzeige für Ammo in der Waffe (muss man manuell checken und ist nur eine Schätzung), ohne Ingame-Karte, nix gibts da… Und wenn du tot bist, ist dein ganzes Equipment futsch. Wenn du neue Ammo brauchst, musst du genau gucken, dass die auch in die Waffe passt, die du benutzen willst. Und du musst gesondert passende Magazine kaufen. Eigentlich ist Tarkov spielen ungefähr so spaßig, als wäre man wirklich im Krieg.</p>
<p>Aber trotzdem ist das irgendwie ein geiles Spiel. Super nitty-gritty und eine Art von Postapokalypse, wie sie irgendwie nur die Russen hinbekommen. Das Ganze ist wie Instance-basiertes <em>DayZ</em> mit MMO-Elementen, gemischt mit einem <em>S.T.A.L.K.E.R.</em>-ähnlichen Setting, das aufs Wesentliche (hauptsächlich Looten und Shooten) reduziert wurde. Das Spiel hat die beste Umsetzung von Hand- und Langfeuerwaffen, die ich je in einem Videospiel gesehen habe. Realistischer Bullet-Drop, Wind, Querschläger …alles drin. Klar, das Inventory-Management ist purer Wahnsinn, man stirbt alle fünf Minuten und die Lernkurve ist so steil, dass man erst mal Fluchtgeschwindigkeit erreichen muss, bevor man überhaupt irgendwas hinbekommt, aber das ist halt genau der Reiz.</p>
<p>Und ich hab festgestellt, dass es, wie viele Spiele die sehr schmerzhaft sind, mehr Spaß macht, wenn man einen Freund dabei hat. In diesem Sinne vor allem danke an <a href="https://jonathanmh.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jonathan</a>, den ich aus irgendeinem Grund – den ich auch nicht so ganz verstehe – mit diesem irren Spiel anfixen konnte. Wir haben gestern mal zusammen gespielt und das war echt intense. Und auch sehr spaßig. Morgen <a href="https://scenictarkov.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">streamen wir das dann auch mal</a>. Mal gucken, ob ich es diesmal schaffe, an dem Spiel dran zu bleiben. Ich hatte es ursprünglich 2019 gekauft und wollte einen Review schreiben, hab aber frustriert aufgegeben, bevor ich weit genug gespielt hatte. Vielleicht klappt das ja jetzt mit Freunden besser.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Auf Ryzen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-83/</link>
    <pubDate>Sun, 28 Feb 2021 23:49:57 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-83/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/pc-upgrade.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Mein Gaming-Rechner, den ich mir 2015 selbst zusammengebaut habe, brauchte dringend ein Upgrade. Eigentlich hatte ich damals geplant, irgend wann jetzt um diese Zeit rum meine Grafikkarte zu wechseln, aber bei den aktuellen Grafikkarten-Preisen wäre das halt ziemlich dumm. Und da der Rechner ja jetzt seit über zwei Jahren in meinem Freelancer-Dasein nicht nur zum Spielen und zur Audioproduktion, sondern für alles, was ich während der Arbeitszeit so mache, herhalten muss, hab ich mich dann für ein Prozessor-Upgrade entschlossen.</p>
<p>Am Ende ist es ein Ryzen 5 5600X geworden. Mein erster AMD-Prozessor überhaupt. Und ich habe seit 1989 durchgängig mindestens einen PC in Benutzung. Schon ziemlich krass, wenn man drüber nachdenkt, dass ich jetzt nach über 30 Jahren auf einmal Intel den Rücken kehre. Ich benutze halt seit dem 286er nur Intel-Chips. Bis jetzt. 286er, 386er, 486er, Pentium, Pentium II, Pentium III, Pentium 4, Pentium M, Core Duo, Core i3, Core i5 und jetzt halt der Wechsel zu Ryzen. Zeigt schon, wie sehr Intel es in letzter Zeit verkackt hat.</p>
<p>Na auf jeden Fall brauchte ich wegen dem Wechsel halt auch ein neues Motherboard. Basierend auf dem <a href="https://www.heise.de/news/Der-Optimale-PC-2021-Leise-und-effiziente-Bauvorschlaege-der-c-t-Redaktion-4946558.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Optimalen PC</a> von Ex-Kollege Hirsch bei der <em>c&rsquo;t</em> ist es dann ein B550 Aorus Elite V2 geworden. Ein wirklich exzellentes Mainboard. Mit dem Wechsel ging dann auch ein Umstieg von DDR3- auf DDR4-RAM einher. Alles kein Problem. Für einen eingehenden Test meiner Backups, den PC-Umbau und eine Neuinstallation von Windows – nach fünf Jahren musste das dringend mal sein – hab ich zwei Tage eingeplant.</p>
<p>Das Ganze hat dann aber eher fünf Tage gedauert. Zum einen, weil ich zwei neue 4-TB-Backup-Platten odern musste und zum andern, weil das Wetter auf einmal so gut wurde, dass ich dann doch zwischendurch die eine oder andere Stunde mit Motorradfahren verbracht habe. Und dann begab es sich halt, dass ich verpeilt habe, dass mein guter Pure-Rock-Kühler von Be Quiet nicht auf Motherboards mit AM4-Sockel passt. Also musste ich erst mal den viel zu lauten und schlecht kühlenden Propeller von AMD anbringen, um wenigstens Windows und alle Apps schon mal zurückspielen zu können. Zwischendurch hab ich dann zwei Tage auf einen Pure-Rock-2-Kühler gewartet und als der gestern ankam, musste ich den PC wieder aufmachen und die Kühler umbauen. Hat also alles ein bisschen länger gedauert, als erwartet. Ist ja irgendwie immer so.</p>
<p>Trotzdem finde ich es wichtig, auch mal Technik selbst zusammenzubauen – wie ich <a href="https://e-paper.oz-online.de/?issueid=9537&amp;pageno=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">am Dienstag auch schon in der <em>Ostfriesen-Zeutung</em> geschrieben habe</a>. Weil man dann lernt, wie der ganze Kram, den wir jeden Tag für selbstverständlich nehmen, so funktioniert. Klar, wie man sieht bringt das auch Probleme mit sich, die man lösen muss, aber man wächst halt mit der Aufgabe. Und nach ein paar Stress-Tests meines neuen, alten PCs kann ich sagen: Das Ding läuft wieder wie eine Eins. Und dazu noch merklich flotter. Mission erfüllt! Ab morgen gehts also wieder an die Arbeit!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Antiautoritär</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-82/</link>
    <pubDate>Sun, 21 Feb 2021 23:33:27 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-82/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/anti-authority-figures.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich denke in letzter Zeit viel über das Verhältnis zwischen meiner Fernsehunterhaltung und der Realität nach. Vor allem, was den ganzen Science-Fiction-Nerd-Kram angeht, den ich so sehe. Und dabei kommt immer wieder eine Frage hoch: Wieso mögen die ganzen Nerds, die ich kenne, eigentlich Serien-Charaktere, die fast ausnahmslos badass-antiautoritäre Rebellen sind und in der Realität sind sie dann selber so obrigkeitshörig, wie&rsquo;s nur geht? Woran liegt das?</p>
<p>Mögen diese Leute diese Charaktere, weil sie selber gerne so wären, aber es sich in der Wirklichkeit nicht trauen? Finden sie dieses Verhalten nur erstrebenswert, so lange eigentlich nichts auf dem Spiel steht? Irgendwie sehe ich da eine Parallele zu den ganzen Hollywood-Schauspielern, die seit Jahrzehnten damit reich werden, eben diese antiautoritären Rebellen zu verkörpern und die uns jetzt sagen, wir sollen doch bloß auf die Regierung hören. Was ist da los? Wie passt das zusammen?</p>
<p>Warum stehen wir, wenn wir die Vergangenheit in Kunst und Unterhaltung verarbeiten, Regierungen, und deren über den Köpfen ihrer Bürger getroffenen Entscheidungen, gegenüber äußerst skeptisch gegenüber aber vertrauen den Regierungen und ihren Entscheidungen in der Gegenwart? Schröders Innenpolitik wurde ihm erst nach seinem Abtreten zum Verhängnis. Werden wir das gleiche mit Merkel erleben?</p>
<p>Warum bejubeln Nerds die von tiefem Misstrauen gegen Regierungen und Politiker gekennzeichneten Reden eines Malcolm Reynolds oder James Holden und verabscheuen dann in der Realität lautstark jeden, der sich  kritisch gegen Regierungsmaßnahmen äußert? Wie kann man auf der einen Seite der <a href="/blog/2020/note-0034" rel=""><em>Drumhead</em>-Rede von Captain Picard</a> applaudieren und auf der anderen jegliche Kritik an Pandemie-Maßnahmen auf Twitter niederschreien?</p>
<p>Glaubt ihr wirklich, Mal Reynolds hätte sich von der Allianz vorschreiben lassen, was er zu seiner eigenen Sicherheit im Gesicht zu tragen hat?</p>

<p>Oder dass James Holden nach seinem Ausflug auf Eros nen Lockdown der UN oder MCRN wegen was Harmloserem als mindestens Ebola über sich hätte ergehen lassen?</p>

<p>Mal ist ein gesuchter Krimineller weil er kein Bock hat, das zu tun was die Regierung für vernünftig hält. Und Holden hat den Marsianern ne Fregatte geklaut und nicht wieder zurückgegeben, weil ihm seine Freiheit wichtiger ist, als das, was Politiker für das Schlauste halten und er sich von deren Entscheidungen so unabhängig wie möglich machen will. Das Lustige ist (nicht wirklich), dass die Leute, die diese Geschichten geschrieben haben, natürlich jetzt auch auf Seiten der Obrigkeit sind. Die Realität schreibt schon die besten Drehbücher, das muss man ihr lassen.</p>
<p>Trotzdem finde ich, ihr müsst euch jetzt entscheiden. Entweder ihr findet so Leute wie Mal und Holden cool, dann müsst ihr aber auch Menschen, die in der Realität nach ihren Prinzipien leben, respektieren. Oder ihr denkt, dass ihr zu erwachsen für solches Verhalten seid. Dann könnt ihr aber auch kein Spaß mehr bei solchen Serien haben. Die dritte Möglichkeit ist natürlich, dass ihr überhaupt nicht reflektiert, wie ihr so durchs Leben geht. Und die wird wohl von der Mehrheit der Menschheit gerade in Anspruch genommen…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Online-Konferenzen sind Murks</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-81/</link>
    <pubDate>Mon, 15 Feb 2021 22:12:21 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-81/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/merle-im-schnee.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich muss mich mal wieder entschuldigen. Eigentlich wollte ich diese Kolumne schon vor zwei Wochenenden schreiben. Aber was soll ich sagen? Genau. Ich nehme mir halt immer viel zu viel vor. Und seit ich eingesehen hab, dass ich manchmal einfach aufhören muss zu arbeiten, wenn ich gesund bleiben will, bleiben Dinge dann halt liegen. Jetzt hier also meine Beobachtungen vom 7. Februar. Etwas verspätet und mit einem Bild aus der vergangenen Woche, das einige der Widrigkeiten symbolisiert, mit denen ich seither Zeit verbracht habe.</p>
<hr>
<p>Das letzte Mal, als ich in Person auf der FOSDEM war, <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-5/" rel="">war im Februar 2019</a>. Da war ich gerade frisch selbstständig und hatte mal das gemacht, was man mich in der Heise-Redaktion eher nicht so oft hat machen lassen: raus fahren und vor Ort berichten. Wie immer in Brüssel im Februar war das Wetter schlecht, die Uni kalt, aber das Bier, die Pommes und die Waffeln exzellent. Und es war wohltuend, sich mal wieder unter die absoluten Ober-Nerds zu begeben. Und deswegen hat das Ganze wie immer Spaß gemacht.</p>
<p>Im Februar 2020 war die FOSDEM zwar eine der letzten Konferenzen überhaupt, die noch stattfand – SARS-CoV-2 hieß damals noch nCoV-2019 und die Angst vor <strong>DEM VIRUS</strong> war quasi nicht existent – aber ich war nicht in Brüssel. Ich habe zwar von der FOSDEM berichtet, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-44/" rel="">aber von zu Hause aus</a>. Ich hatte einfach zu viel zu tun. Und ich hatte erkannt, dass man über solche Konferenzen meist effektiver aus dem eigenen Arbeitszimmer berichten kann. Ich hatte zwar den Plan, dieses Jahr dann wieder nach Brüssel zu fahren, war im Endeffekt aber froh, von zu Hause berichtet zu haben.</p>
<p>Dieses Jahr fand die FOSDEM, zum ersten mal in ihrer über zwanzigjährigen Geschichte, komplett online statt. Aus offensichtlichen Gründen. Also habe ich wieder von zu Hause aus <a href="/de/blog/2021/link-0006/" rel="">Meldungen geschrieben</a>. Diesmal habe ich allerdings noch was gelernt: Es ist was anderes, wenn eine Konferenz normal stattfindet und man von zu Hause aus dem Geschehen folgt, oder wenn eine Konferenz nur online stattfindet. Irgendwas fehlt. Irgendwie ist es nicht das Selbe. Die Technik hat – dank der Ausführung über das Matrix-Protokoll und tatkräftiger Mithilfe der Entwickler – super funktioniert. Und in den Chaträumen war ordentlich was los. Aber trotzdem ist das irgendwie kein echtes Networking. Es funktioniert einfach nicht so gut. Denn ein Chatroom ist nun mal auch nur ein Chatroom.</p>
<p>Auch die Qualität der Vorträge hat im Direktvergleich zu den Vorjahren gelitten. Ich bin bei Weitem auch nicht der einzige, der so denkt. Was ich aus Internet-Kommentaren und Gesprächen mit Kollegen entnehme. Ich vermute, dass das fehlende Direktfeedback der Zuhörer damit zu tun hat. Und auch die Tatsache, dass die Vorträge vorher aufgezeichnet waren, machte das ganze irgendwie etwas hölzern. Ich glaube nicht, dass die Vortragsqualität besser wird, je mehr Leute ihre Vorträge nur noch über Videokonferenz halten.</p>
<p>Wollen wir hoffen, dass die FOSDEM 2022 wieder normal stattfindet – die Organisatoren der Konferenz scheinen da übrigens mit mir einer Meinung zu sein. Im nächsten Jahr komm ich dann auch wieder persönlich ins kalte Brüssel. Falls sich bis dahin die Panik gelegt hat und nächstes Jahr wieder Konferenzen stattfinden.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Newsletter-Illustrationen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/newsletter-illustrationen/</link>
    <pubDate>Thu, 04 Feb 2021 22:34:51 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/newsletter-illustrationen/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich mal jetzt einfach meine eigenen Newsletter-Illustrationen.</em></p>
<p>Nach einer Idee eines Menschen <a href="/discord" rel="">auf meinem Discord-Server</a>  habe ich angefangen, für <a href="/de/newsletter" rel="">meinen Newsletter</a> meine eigenen Illustrationen zu zeichnen. Ich hab sowas ja immer schon gerne gemacht, hatte aber nie genug Zeit zum Üben. Deswegen habe ich jetzt erst mal mit einer einfachen Technik angefangen: Ich male bestehende Bilder mit einem Bleistift nach und färbe sie dann mit Aquarellfarben ein. Das geht recht schnell, ich finde es sieht ziemlich gut aus, und vor allem erlaubt es mir endlich mal, etwas Übung beim Malen zu bekommen.</p>
<p>Ich benutze <a href="https://procreate.art/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Procreate</a>  auf dem iPad. Die App war damals übrigens auch ein Hauptgrund dafür, dass ich mein iPad gekauft habe. Ich finds ziemlich gut, dass ich endlich einen Grund gefunden habe, der mich regelmäßig zum Malen motiviert. Was denkt ihr? Ich bin ziemlich glücklich mit den Illustrationen, die ich bisher gemalt habe. Vor allem scheint sich da langsam ein eigener, erkennbarer Stil herauszukristallisieren, was ziemlich cool ist.</p>
<p>   </p>
<p>  </p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zermahlen zwischen dumm und dümmer</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-80/</link>
    <pubDate>Mon, 01 Feb 2021 00:42:07 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-80/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/g20-demo.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> Protestanten bei der &ldquo;Welcome to Hell&rdquo;-Demo gegen den G20-Gipfel in Hamburg (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/------------------------------/35385649180/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thorsten Schröder</a>)</p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich beobachte in meiner Twitter-Timeline momentan den verstörenden Trend verächtlicher Kommentare gegenüber Demonstrationen gegen die Pandemie-Maßnahmen und den Leuten, die an diesen Demonstrationen teilnehmen. Das geht mittlerweile weit über das hinaus, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-74/" rel="">was mir in diesem Zusammenhang selbst widerfahren ist</a>. Viele Menschen scheinen der Meinung zu sein, dass solche Meinungsäußerungen verboten gehören.</p>
<p>Auf der einen Seite verstehe ich natürlich, wo das herkommt. Weil bei diesen Demonstrationen natürlich auch viele Deppen mitlaufen, die sehr abstruse Sachen von sich geben. Auf der anderen Seite verstehe ich es aber auch wieder nicht, da wir eigentlich alle damals im Politikunterricht gelernt haben müssten, dass friedliches Demonstrieren ein unentbehrlicher Grundfeiler unserer Demokratie ist. Eine Demokratie muss alle Meinungen, so lange sie in einem verfassungskonformen Rahmen vorgetragen werden, aushalten können. Für viele Menschen auf Twitter scheint das allerdings nur zu gelten, so lange da inhaltlich so demonstriert wird, dass es mit der eigenen Meinung übereinstimmt.</p>
<p>Also haben wir da jene, die von ihrem verfassungsmäßigen Recht Gebrauch machen, das aber zum Teil aus abstrusen Gründen tun, mit denen ich nicht übereinstimme. Und wir haben jene, die dagegen sind, weil sie die abstrusen Gründe nicht mögen – und sich somit als Herrscher darüber aufspielen wollen, welche Meinung geäußert werden darf und welche nicht. Das Erstere ist unschön, das Letztere ist gefährlich. Und so kommt es mir vor, als dass der Wille des intelligenten Teils der Bevölkerung zwischen zwei extremen Gruppierungen zermahlen wird: Denen, die das Richtige tun, aber zu dumm sind, zu wissen wieso. Und denen, die überzeugt sind, das Richtige zu tun, aber zu dumm sind, zu merken, dass sie stattdessen alles kaputt machen.</p>
<p>Es ist schade, dass es wenige Demonstrationen gegen die Pandemie-Maßnahmen gibt, die auf den haufenweise guten Gründen fußen, die man dagegen anbringen kann – man hätte einen Haufen staatsrechtliche, ethische und gesellschaftliche zur Auswahl. Dass diese Demonstrationen hingegen von Irren, Spinnern und geistig minderbemittelten unterwandert sind, ist ein Grund zum Unmut. Es ist allerdings kein Grund, sich verächtlich gegen die Demonstrationen selbst zu äußern und alle Demonstranten in einen Topf zu schmeißen. Menschen, die sich derart undemokratisch verhalten, sind schlimmer, als die Irren und die Spinner. Vor allem, wenn sie in anderen politischen Situationen für sich selbst das Recht beanspruchen, für das was <em>sie</em> für richtig halten, auf die Straße zu gehen.</p>
<p>Zumal es nur einen Grund geben kann, gegen verfassungskonforme Demonstrationen (auch von Irren, Spinnern und gefährlichen Menschen) zu sein: Angst. Angst, dass diese Leute vielleicht doch Recht haben könnten. Oder dass sie, selbst im Unrecht, ihren Standpunkt so eloquent oder kraftvoll vortragen, dass die Allgemeinheit auf ihre Seite gezogen wird – womit sie schließlich in einer Demokratie an die politische Macht kommen könnten. Wenn man aber diese Angst nicht hat, wenn das doch eh alles nur dumme Spinner sind, warum würde man sie dann vom Demonstrieren abhalten wollen?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Beef Stew und Kolumnenschreiben</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-79/</link>
    <pubDate>Thu, 28 Jan 2021 22:23:30 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-79/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/beef-stew.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Offensichtlich habe ich es diese Woche nicht geschafft, meine Sonntags-Kolumne regulär am Sonntag zu veröffentlichen. Also dachte ich mir, ich liefere hier jetzt eine Kolumne nach, die ein bisschen erzählt, was bei mir so los ist und warum ich das nicht geschafft habe.</p>
<p>Wenig überraschend habe ich momentan einfach viel zu tun. Wie immer eigentlich. Nicht nur, dass ich jetzt auch noch <a href="/de/blog/2021/notiz-0001/" rel="">eine zweite wöchentliche Kolumne schreibe</a>, ich schreibe natürlich auch noch eine Menge anderer Dinge. Und dazu kommt dann <a href="https://privatecitizen.press" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Podcast</a>  und eine Menge Streams bei Twitch dieser Tage – <a href="/blog/2021/cyberpunk-streams-complete/" rel="">unter anderem habe ich am letzten Wochenende mehr als 17 Stunden <em>Cyberpunk 2077</em> gestreamt und das Spiel dabei durchgespielt</a> . Danach musste ich mich erst mal ne Weile ausruhen. Dann dazu ein kaputtes Motorrad, bei dem ich einen Elektrikfehler finden und repariert kriegen muss und der eine oder andere familiäre Notfall und die Woche ist ziemlich voll.</p>
<p>Übrigens schreibe ich diese Kolumne hier gerade, während in der Küche <a href="https://www.daringgourmet.com/old-fashioned-beef-stew/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein klassischer englischer Beef Stew vor sich hin brutschelt</a> . Weil ich heute unbedingt noch joggen gehen wollte – ich war schon viel zu lange nicht mehr weil ich mir vergangene Woche den Knöchel verstaucht habe – hat sich meine ganze Tagesplanung ins Prekäre verschoben und mein Abendessen ist dann wohl heute gegen Mitternacht fertig. Na ja, ich hab dann mal ne Schnitte gegessen und freu mich halt morgen auf den Beef Stew. Der passt dann sowieso großartig zu meinem morgen geplanten Stream. Dann fange ich nämlich an, <a href="/blog/2021/witcher-streams/" rel="">die <em>Witcher</em>-Reihe von vorne durchzuspielen</a> . Vielleicht sehen wir uns dann dazu?</p>
<p>Also, wie man sieht ist das Freelancer-Leben auch nach zwei Jahren immer noch nicht langweilig geworden. Ich arbeite mehr denn je, bin kreativer denn je und hab nebenbei auch noch Zeit für Sport. Und zum Kochen. Also, fast…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Hör auf. Denk nach!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-78/</link>
    <pubDate>Sun, 17 Jan 2021 23:44:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-78/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="img/2021/schafparade.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>In <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-49/" rel="">meiner Kolumne aus dem März letzten Jahres</a> habe ich den ersten Coronavirus-Lockdown als &ldquo;Ausgangssperre&rdquo; bezeichnet. Daraufhin hagelte es viel Kritik. Das sei ja keine Ausgangssperre, ich würde übertreiben. Tja. Jetzt <a href="https://www.tagesschau.de/inland/vor-corona-beratungen-101.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diskutiert die Regierung genau das</a>. Ausgangssperren. Und nennt es auch so. Außerdem werden Grenzkontrollen in Erwägung gezogen. Und wir sollen jetzt auch vorgeschrieben bekommen, was für Masken wir tragen sollen.</p>
<p>Meine Toleranz für diesen Blödsinn ist mittlerweile bei Null angekommen. Nach einem Jahr dieses Irrsinns kann uns die Regierung nach wie vor nicht wissenschaftlich darlegen, ob und wie fern Lockdowns – oder Ausgangssperren – überhaupt die Verbreitung von SARS-CoV-2 einschränken. Es gibt keine belastbaren Zahlen darüber, welche Masken in welchen Situation die Verbreitung um wieviel Prozent einschränken. Und dass das alles nicht stichfest belegt ist und die Regeln, die allein auf Vermutungen beruhen, so wenig Sinn ergeben, merken immer mehr Menschen. Deswegen muss denen jetzt mit abstrusen Geschichten von mutierten &ldquo;Turboviren&rdquo; (ja, das ist ein Original-Zitat aus dem <em>Spiegel</em>) weiter Angst gemacht werden. Nur dass man Menschen nicht unbegrenzt Angst machen kann. Irgendwann ermüdet der Mensch und härtet ab.</p>
<p>Und vielleicht fangen die Menschen dann ja auch mal an, nachzudenken. Und schauen sich die belastbaren Zahlen an, die wir haben. Zum Beispiel, dass über 60% der erkrankten Deutschen zwischen 15 und 59 Jahren alt sind. Erweitert man die Altersgruppe auf die 15- bis 79-Jährigen, stellt diese Gruppe über 80% der Fälle. Interessanterweise sind aber fast genau 70% der Todesopfer über 80 Jahre alt. Knapp 97% der Todesopfer sind über 60. Sagen die Zahlen des Robert-Koch-Instituts. <a href="https://www.heise.de/tp/features/Keine-Uebersterblichkeit-trotz-Covid-5001962.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Insgesamt sind im Jahr 2020 in Deutschland nicht mehr Menschen gestorben als 2019</a> – und schon gar nicht bei den Über-Achtzigjährigen, also der Gruppe, die laut den RKI-Zahlen am meisten betroffen sein müsste. Das Ereignis, das in den letzten Jahren die Gesamtsterblichkeit der Deutschen merklich erhöht hat, war die große Influenze-Welle 2016/2017.</p>
<p>Mit anderen Worten: Alle haben Angst wegen der positiven PCR-Rate der Gesamtbevölkerung und halten sich deswegen an unsinnige Regeln, deren Effektivität nicht belegt ist. <a href="/de/blog/2021/ausgefuchst-77/" rel="">Anstatt die Politiker darauf festzunageln, das Gesundheitssystem endlich zu reformieren</a> und die gefährdeten Gruppen in der Gesellschaft zu schützen.</p>
<p>Es reicht. Langsam muss Schluss sein mit dem Wahnsinn. Guter Wille in allen Ehren, aber wir beschädigen hier unser Land und unsere Gesellschaft irreparabel auf Grund von idiotischen Politikern, die von unwissenschaftlichen Beratern beraten werden. Es wird Zeit, dass unsere Politiker – von der Bundeskanzlerin bis hinunter zum Bürgermeister – Rechenschaft für ihre Vorschläge zur Verbesserung der Lage ablegen. Ich will wissenschaftliche, harte Daten sehen. Und ich will mir ein eigenes Bild machen. Meine Kollegen bei den überregionalen Magazinen und Zeitungen und im öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben zu Genüge bewiesen, dass ihre Berichterstattung dem Anspruch der Wahrheitsfindung nicht genügt. Hört endlich auf, denen zu glauben, nur weil sie den gleichen Mist immer wieder erzählen. Der alte Propaganda-Trick, solange Blödsinn zu wiederholen, bis die Bürger ihn glauben, funktioniert nur, wenn die Bürger nicht nachdenken.</p>
<p>Es reicht. Lasst uns aufhören, Schafe zu sein und blind dem ersten nachzurennen, der in Panik vorne wegläuft. Bleibt stehen, atmet tief durch und denkt mal nach. Die Daten sind ja da. Die Politik und große Teile der Presse wollen zwar nicht, dass wir sie uns angucken und uns selbst ein Bild machen, aber ich finde, wir sollten das trotzdem tun. Also: Raus aus dem verblödeten Trott und nachdenken!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Führungslos</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-77/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Jan 2021 13:14:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-77/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/helmut-schmidt.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> Helmut Schmidt redet mit Werftarbeitern (Quelle: <a href="https://www.bundeskanzlerin.de/bkin-en/chancellery/federal-chancellors-since-1949/helmut-schmidt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesregierung</a>)</p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>In seinem <em>Morning Briefing</em> für <em>The Pioneer</em> <a href="https://www.thepioneer.de/originals/steingarts-morning-briefing/briefings/impfchaos-wo-steckt-helmut-schmidt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beklagte Gabor Steingart am Dienstag die Abwesenheit einer Führungspersönlichkeit vom Kaliber Helmut Schmidts im &ldquo;Impfchaos&rdquo; hierzulande</a>. Das greift viel zu kurz. Unsere Regierung ist nicht nur bei der Verteilung des Impfstoffes geistig abwesend – das ist angesichts der Wahrheit schon fast bedeutungslos. Vielmehr ist unser Land seit Beginn des Virus-Ausbruchs führungslos.</p>
<p>Ist ist nun gut ein Jahr her, seit ich zum ersten Mal vom Ausbruch eines neuartigen Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan hörte. Ich gehe mal davon aus, dass die deutsche Bundesregierung in dieser Hinsicht bessere Quellen hat als ein einsamer freier Journalist, also können wird wohl getrost vermuten, dass das Kabinett Merkel, beziehungsweise seine Mitarbeiter und Berater, auch seit mindestens einem Jahr weiß, dass das SARS-CoV-2-Virus (damals noch bekannt als &ldquo;2019-nCov&rdquo;) existiert.</p>
<p>Liest man sich die Veröffentlichungen von Gesundheitsbehörden und Katastrophenschützern der Länder und des Bundes von vor 2019 durch, stellt man fest, dass Experten seit Mitte der &lsquo;90er Jahre mit dem pandemischen Ausbruch einer hochansteckenden Atemwegserkrankung gerechnet haben. Der erste Ausbruch eines SARS-Virus fand im November 2002 in Guangdong in China statt. Noch davor, im Juli 2000, wurde in Deutschland das Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung
von Infektionskrankheiten beim Menschen (IfSG) erlassen. Auf Grund dieser Faktenlage könnte man meinen, unsere Regierung und deren Experten hätten auf den Ausbruch einer hochansteckenden Atemwegserkrankung, vielleicht sogar eines neuen SARS-Stammes, vorbereitet sein müssen. Spätestens aber Ende März 2020 war klar, wie ernst die Lage ist – viele meiner Kollegen in der Presse lassen ja seitdem schließlich keinen einzigen Tag vergehen, ohne uns Angst vor &ldquo;der Pandemie&rdquo; (oder auch stümperhaft &ldquo;Corona&rdquo;) zu machen.</p>
<p>Was ist seitdem passiert? Sind Milliarden in das Gesundheitssystem geflossen? Hat der Staat alles daran gesetzt, Krankenhäuser besser auszustatten, mehr Pfleger und Ärzte einzustellen und die Notfall-Kapazitäten auszubauen? Wurden etwa Gesetze geändert, um das zu ermöglichen? Werden Ärzte und Pfleger jetzt dramatisch besser bezahlt? Ist der Staat gewaltsam gegen die Profitgier der Krankenhausbetreiber vorgegangen? Sind Milliarden in den Breitbandausbau geflossen? Wurden von der Regierung nie dagewesene Programme auf den Weg gebracht, um das Arbeiten und Lernen von zu Hause zu ermöglichen?</p>
<p>Nein? Warum nicht? Weil die Regierung Merkel sich zwar mit in der Geschichte der Bundesrepublik noch nie dagewesenen Befugnissen ausgestattet hat, die Freiheit der Bürger einzuschränken, trotzdem aber komplett unfähig ist, zu führen.</p>
<p>Wie kann es sein, dass eine deutsche Firma innerhalb von Rekordzeit einen revolutionären Impfstoff entwickelt – ein Hoch auf den Triumpf der Integration von Einwandererfamilien bla, bla, laber, laber – und dann kriegen andere Länder mehr von dem Wundermittel als wir? Mal ganz davon abgesehen, wie wichtig der Impfstoff am Ende bei der Bekämpfung des Virus-Ausbruchs am Ende wirklich ist, wie kann das sein? Warum ist ein Bundesgesundheitsminister noch im Amt, der im Februar 2020 (!!!) noch behauptet hatte, man müsse mehr Mut zu Krankenhausschließungen haben? Und der jetzt mit einem lächerlichen Impfplan rumkrebst, während die Regierung des angeblich so trotteligen  Donald Trump <strong>doppelt so viele Dosen des Deutschen Impfstoffes geliefert bekommt wie die ganze EU</strong>? Wenn Trump wirklich so blöd ist, wie meine Kollegen bei <em>Spiegel</em>, <em>Zeit</em>, der <em>Süddeutschen</em> und den anderen Leitmedien ständig wiederkäuen, was sagt das dann über Jens Spahn aus?</p>
<p>Warum machen wir einen riesen Palaver um einen Lockdown im April 2020 weil #FlattenTheCurve und die Krankenhäuser laufen voll !!!!1!!einself! und dann passiert im Anschluss <strong>rein gar nichts</strong>? Da wurden keine Intensivstationen rapide erweitert. Keine Intensivpfleger mit Riesengehältern gelockt und im Schnelldurchlauf trainiert. Keine Ärzte in der Ausbildung zwangsverpflichtet. <strong>NICHTS!</strong> Hätte man alles machen können. Aber da ist gar nichts passiert.</p>
<p>Stattdessen tritt Merkels Kabinett das Grundgesetz mit Füßen (und im Gegensatz zu Helmut Schmidt nicht einmal mit vollem Bewusstsein dessen, was da gerade passiert) und sichert sich alle möglichen Rechte zu, die Bürger zu drangsalieren. Und dann werden Regeln erlassen, die so unlogisch sind, dass sie am nächsten Tag von Zwölfjährigen eloquenter auf YouTube auseinandergenommen werden, als sie von Vollidioten wie Bärbel Bas (aus meiner Heimatstadt, welche Schande) im Bundestag begründet wurden. Diese Bundesregierung schaut seit einem Jahr auf eine Infektionskurve, <strong>die genauso aussieht wie bei jeder einzelnen anderen Pandemie seit Menschengedenken</strong>, und ist immer wieder aufs Neue überrascht. Dann schlagen die Damen und Herren die Hände über dem Kopf zusammen, sind bestürzt, gucken betroffen in die Kameras und treten die Freiheit derer, die ihr Gehalt bezahlen, noch ein bisschen mehr mit Füßen. Das ist keine Führung, das ist Ohnmacht.</p>
<p>Und wenn dann, nach Monaten – endlich – ob des ganzen Wahnsinns auch mal Menschen aufmucken, werden sie pauschal von der Mehrheit im Bundestag und dessen Sprachrohren bei den Leitmedien als Nazis und Verschwörungstheoretiker beschimpft.</p>
<p>Statt den Mächtigen auf die Finger zu schauen – was ihr gesellschaftlicher und verfassungsmäßiger Auftrag in einer freiheitlichen Demokratie wäre – macht die Presse den Bürgern Angst. Da ist es auf einmal eine Schlagzeile, wenn in einem Krankenhaus die Intensivstation komplett belegt ist. Obwohl jeder, der in einem Krankenhaus arbeitet, oder jemand kennt der in einem Krankenhaus arbeitet, weiß, dass komplett belegte Intensivstationen seit Jahrzehnten normal sind. Wie sollte es auch anders sein in einem System, in dem die weit größte Zahl aller Kliniken Profit machen muss? Man muss wirklich kein BWL studiert haben um zu wissen, dass bei dauerhaft zu niedriger Auslastung – egal wovon – sofort die Controlling-Abteilung anklopft. Wieso sind Journalisten bei Tageszeitungen und beim <em>Spiegel</em> zu blöd, sowas zu recherchieren? Aber klar, die meisten meiner Kollegen haben letztes Jahr schließlich Monate – und Dutzende Artikel und News-Meldungen – gebraucht, um zu lernen, dass es überhaupt einen Unterschied zwischen DNA und RNA gibt. Was soll man da auch anderes erwarten? Zumal sich mit Panik gut Geld verdienen lässt.</p>
<p>Und so haben wir eine Regierung, die vor einem Scherbenhaufen historischen Ausmaßes steht und keine Antworten hat. Diese Regierung entwickelt nicht die geringsten langfristigen Lösungsansätze, egal wie offensichtlich dramatisch die Lage ist. Führungsstärke in der Not sucht man hier vergebens.</p>
<p>Grundsätzlich hat Gabor Steingart also schon die richtige Frage gestellt: Wo ist bloß Helmut Schmidt? Ach ja, ich erinnere mich, der ist tot. Muss COVID gewesen sein. Schrecklich, diese Pandemie. Am besten gehen wir ein weiteres Jahr nicht vor die Tür. Merkel macht das schon. Irgendwie.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Meine Ziele für 2021</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-76/</link>
    <pubDate>Sun, 03 Jan 2021 21:57:21 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2021/ausgefuchst-76/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/outlaw-fireworks.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p><strong>Aufmacherbild:</strong> Ein einsamer Feuerwerkskörper steigt am 1. Januar 2021 um 00:10 Uhr in den Himmel von Schleswig-Holstein. Feuerwerk ist in dieser Nacht zwar verboten, aber die 1%er im Neubaugebiet kurz vor der dänischen Grenze interessiert das offensichtlich nicht. Ich respektiere diese Ansicht.</p>
<div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Letztes Jahr habe ich an dieser Stelle über meine Vorsätze fürs bevorstehende Jahr geschrieben und wie sich <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-75/" rel="">aus meiner Jahresabschluss-Analyse in der letzten Kolumne ergibt</a>, war das eher weniger von Erfolg gekrönt. Dafür ergaben sich spontan andere Gelegenheiten, die ich ziemlich erfolgreich genutzt habe. Ich werde aber trotzdem zwei meiner Vorsätze aus dem vergangenen Jahr für 2021 reaktivieren.</p>
<p>Zum einen werde ich erneut versuchen, ein Tagebuch zu führen. Mir haben so viele Freunde und Bekannte davon erzählt, was für einen therapeutischen Einfluss das hat, dass ich unbedingt noch mal ausprobieren will, mich einmal am Tag hinzusetzen und ein paar Gedanken über den Ablauf der vergangenen 24 Stunden zu Papier zu bringen. Zumal es nichts besseres für einen Schriftsteller gibt, als regelmäßig zu schreiben. Mal ganz abgesehen davon, dass es mich etwas ärgert, dass ich keine lückenlosen Aufzeichnungen meiner Gedanken an jedem Tag des vergangenen Jahres habe – denn gerade das letzte Jahr war doch ein geschichtlich so bedeutendes.</p>
<p>Zum anderen werde ich erneut versuchen, mein Einkommen zu erhöhen. Ich denke, dieser Vorsatz kann als Selbstständiger nie schaden. Und vielleicht wird dieses Jahr dann auch nicht die komplette Gesellschaft umgepflügt, was das Erfüllen dieses Ziels um einiges einfacher machen würde.</p>
<p>Mein drittes Ziel für 2021 übernehme ich auch aus dem vergangenen Jahr, allerdings nicht aus meinen Vorsätzen. Denn den Entschluss, fitter zu werden, fasste ich erst spontan im ersten Lockdown. Meine körperliche Fitness war wohl mein erfolgreichstes Unterfangen im Jahr 2020 und sie wird auch für dieses Jahr mein wichtigstes Ziel bleiben. Ich werde alles daran setzen, mein bisheriges Sportprogramm weiterzuführen und meinen Körper noch ein bisschen mehr in Form zu bringen.</p>
<p>Und schließlich hat mich 2020 vor allem eins gelernt: Man kann sich im Leben nicht auf andere verlassen. Weder auf die Allgemeinheit, noch den Staat und auch nicht auf Bekannte (vielleicht mal abgesehen von den besten Freunden und der engsten Familie). Man kann sich nicht darauf verlassen, dass andere Menschen nicht auf einmal irrationale Angst entwickeln oder blind glauben, was in der Öffentlichkeit so verbreitet wird. Oder darauf, dass das gesellschaftliche Leben der Logik oder dem Verständnis und Respekt vor den Bedürfnissen des Einzelnen folgt, die in den vergangenen drei Jahrzehnten meines Lebens galten.</p>
<p>Daraus kann ich nur einen Schluss ziehen: Ich muss unabhängiger werden. Ich kann meine Freiheit und mein Lebensglück nicht von den Launen anderer, sei es nun denen der Regierung oder der Verfechter der im Mainstream kolportierte Meinung (auch bekannt als Die Wahrheit™), abhängig machen. Das heißt für mich: Wenn ich ein positives 2021 haben will, muss ich es mir selbst positiv gestalten. Egal was andere denken. Wenn andere sich unsicher fühlen, lasse ich mir selbst deswegen keine Unsicherheit einreden. Wenn andere denken, sie dürften gerade – warum auch immer, wahrscheinlich &ldquo;zum Schutze der Allgemeinbevölkerung&rdquo; – keinen Spaß haben, dann sollen sie es lassen. Aber deswegen lasse ich mir den Spaß nicht verderben.</p>
<p>Und deswegen habe ich fest vor, 2021 zu einem absolut tollen Jahr für mich zu machen. Ich habe in diesem Jahr viel aus den Videos vom Held der Steine gelernt und eine Menge Inspiration daraus gezogen, wie der Mann an sein Leben und seine eigene Verwirklichung als Freiberufler heran geht. Und deshalb habe ich vor, ganz im Sinne <a href="https://www.youtube.com/watch?v=nEYPJ981MR0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seines Weihnachtsgrußes</a>, eine großartige Zeit zu haben.</p>
<p>Und euch empfehle ich das selbe. Lasst euch von der Öffentlichkeit nicht herunterziehen. Hört lieber den Menschen um euch herum zu, wenn sie euch aufbauen. Und kümmert euch ein bisschen weniger um die Allgemeinheit und was fremde Menschen, die euer Leben gar nichts angeht, von euch denken. In diesem Sinne: Lasst uns zusammen ein großartiges 2021 haben. Den ganzen Deppen zum Trotz!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Jahresrückblick 2020</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-75/</link>
    <pubDate>Mon, 14 Dec 2020 01:10:17 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-75/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2021/fab-2019vs2020.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Im Sinne meiner <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-39/" rel="">im letzten Jahr begonnenen Tradition</a> bringe ich euch hier heute meine Jahresrückblick-Kolumne für 2020. Dieses Jahr etwas früher als 2019, vor allem deshalb, weil ich bis Weihnachten noch echt viel zu tun habe und meine Kolumne hiermit für das Jahr abschließen will, um die dadurch gewonnene Zeit für Aufträge nutzen zu können. Dieses Jahr habe ich 36 Kolumnen veröffentlicht und liege damit etwas hinter den 39 Texten des ersten Jahres der <em>Ausgefuchst</em>-Kolumne. Angesichts der Umstände gar nicht schlecht, wie ich finde.</p>
<p>Das Jahr 2020 war offensichtlich ein Desaster. Ich glaube, wir brauchen uns da alle nichts vorzumachen. Mit der Pandemie wurde alles über den Haufen geschmissen. Ich bin wohl nicht der einzige, dessen <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-40/" rel="">Vorsätze fürs Jahr</a> komplett für die Tonne sind. Mehr Geld verdienen? Ha, ha, ha. Wie witzig! Ich bin gerade froh, dass ich überhaupt Geld verdiene. Natürlich ist mir dieses Jahr echt viel Geld durch die Lappen gegangen. Und die &ldquo;großzügigen&rdquo; Hilfen des Bundes und der Länder deckten in meinem Fall nicht mal 5% der Ausfälle. Aber hey, ich bin froh, dass ich nicht, wie manche meiner Freunde, in der Event-, Hotel- oder Gastrobranche bin. Die Einkommen von meiner Frau und mir sind im Großen und Ganzen komplett pandemiesicher – Medizinforschung und guter Journalismus werden gerade, wenn überhaupt, eher mehr denn je gebraucht. Ich muss halt als Freiberufler generell nur als erster leiden, wenn es der Wirtschaft an den Kragen geht. Aber damit muss man rechnen, das ist der Preis der Freiheit.</p>
<p>Immerhin hab ich den Vorsatz mit dem Podcasten <a href="/tags/podcasts/" rel="">eingehalten</a>. Zwar nicht mit dem Podcast, den ich Anfang des Jahres im Auge hatte, aber für meine neue Show <em>The Private Citizen</em> habe ich es geschafft, übers Jahr gesehen sogar mehr als eine Folge pro Woche zu veröffentlichen. Dass ich Anfang des Jahres einen Podcast über die Bedrohung unserer Privatsphäre ins Leben gerufen habe, war ein richtiger Glücksgriff. Denn dieses Thema hat im Zuge der allgemeinen Viruspanik auf unglaubliche Weise an Wichtigkeit gewonnen. Was ich Anfang Februar, als ich die erst Folge veröffentlichte, unmöglich hätte ahnen können. Alle anderen Vorsätze wurden, wie gesagt, von der Panikwelle weggespült. Ähnlich wie der Respekt vor Freiheitsrechten oder Privatsphäre. Und so habe ich meinen Handyakku übrigens immer noch nicht gewechselt.</p>
<p>Immerhin hat die ganze Aufregung meinem Blog gut getan. Die Leserzahl hat sich zum Vorjahr fast verdoppelt. Interessanterweise kommt ein Großteil der Besucher direkt auf mein Blog, ohne irgendwelchen Links gefolgt zu sein. Dementsprechend scheint meine Leserschaft, bei allem was ich aus meinen minimalistischen Statistiken herauslesen kann, extrem treu zu sein. Die weitmeisten meiner Leser sind übrigens aus den USA, halb so viele sind aus Deutschland und danach folgen mit einigem Abstand (aber fast gleichauf) das Vereinigte Königreich und China, gefolgt von Frankreich und den Niederlanden. Eine Aufstellung meiner Auftragsarbeiten aus diesem Jahr kann ich euch leider momentan nicht abliefern, da ich seit unserem Umzug im Oktober so viel Arbeit hatte, dass ich bisher keine Zeit hatte, dazu eine vernünftigen Überblick zusammen zu schreiben. Momentan geht einfach alles drunter und drüber.</p>
<p>Die wichtigste Errungenschaft für mich dieses Jahr war aber auch gar nicht beruflicher, sondern persönlicher Natur. Kurz nach Beginn des Jahres, und nachdem ich meine Vorsätze hier im Blog zusammengeschrieben hatte, verfestigte sich bei mir der Entschluss, einen weiteren Vorsatz zu fassen: Mich nicht mehr körperlich hängen zu lassen und endlich fit zu werden. Als im März der erste Lockdown begann, hatte ich auf einmal Zeit über. Zeit, die ich sonst mit Freunden bei sozialen Aktivitäten verschiedener Art verbracht hätte. Und da ich mir als Freelancer diese Zeit sehr flexibel einteilen und quer über den Tag verschieben kann, hab ich sie dann einfach dazu genutzt, zu joggen. Ende Mai <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-59/" rel="">habe ich dann auch öffentlich</a> den Entschluss gefasst, mir dementsprechend selbst in den Arsch zu treten. Nach dem Umzug im Oktober habe ich mir schließlich einen Kickboxing-Sack im Büro aufgehängt und zum Joggen und Krafttraining kam so Boxtraining hinzu.</p>
<p>Das Ergebnis: Ich kann jetzt statt 6 km mit einem 8er Pace schon 14 km mit einem 6er Pace laufen. Und ich habe seit Ende letzten Jahres 12 kg verloren und ordentlich Muskelmasse aufgebaut. Einfach nur durch wirklich regelmäßiges Joggen und etwas Kraft- und Boxtraining. Meine Ernährung habe ich dabei in keinster Weise umgestellt. Und ich fühle mich super dabei. Besser, als je zuvor. Die Rückenschmerzen und Kreislaufprobleme, die mich während meiner Festanstellung regelmäßig plagten, gehören endgültig der Geschichte an.</p>
<p>Aber vor allem habe ich dabei eine wichtige Lektion gelernt: In Zeiten, in denen große Teile des eigenen Lebens komplett fremdbestimmten Änderungen unterlegen sind, sollte man nicht aufgeben und sich dem hingeben. Stattdessen kann man die Situation, so kaputt und verstörend sie auch sein mag, auch nutzen. Nutzen, um sich auf die Dinge zu konzentrieren, die man selbst ändern kann. Indem man Kontrolle über das übernimmt, was nahe liegt. In einer Zeit, in der Staat und Gesellschaft komplett freidrehen und sich der Panik ausliefern, habe ich mich auf die Familie besonnen. Und auf mich selbst. Ich habe quasi die überschüssige Energie, die ich durch mangelnde soziale Kontakte und Veranstaltungen aufgestaut habe, kanalisiert, um mich selbst zu verbessern. Dass es der Welt da draußen schlecht geht (ob fremdbestimmt durch ein Virus oder selbst-induziert durch Angst) kann ich nicht ändern. Aber ich kann dafür sorgen, dass es mir selbst gut geht. Ein bisschen so wie ein Gefangener, der zwar der Freiheit beraubt ist, aber dann in seiner Zelle trainiert, weil er sich von der Gesellschaft neben der Freiheit nicht auch noch die Kontrolle über den eigenen Körper nehmen lassen will.</p>
<p>Und das krasse ist: Das Ganze hat funktioniert. Ich bin gerade so fit wie noch nie zuvor in meinem Leben. Von einem verdorbenen Magen im Urlaub abgesehen, war ich seit Januar nicht einmal krank. Ich hatte das ganze Jahr über nicht <strong>eine</strong> Erkältung. Das ist seit Jahrzehnten nicht vorgekommen. Ob das daran liegt, dass ich fitter bin oder daran, dass ich so gut wie nie mehr in den Öffis unterwegs bin oder an einer Kombination aus beidem, ist mir eigentlich egal. In diesen Zeiten muss man sich über jeden kleinen Sieg freuen.</p>
<p>Deshalb ist das Fazit dieses Jahresrückblicks auch eher persönlich als geschäftlich. Geschäftlich bin ich froh, dass ich mich als Freelancer über Wasser halten kann. Aber persönlich und körperlich geht es mir besser denn je zuvor. Klar vermisse ich sozialen Umgang und das ganz normale Leben in der Stadt. Aber ich habe akzeptiert, dass ich manche Sachen einfach nicht ändern kann. Selbst wenn wir das Virus wieder los werden (unwahrscheinlich), dumme Menschen, die sich durch Angst und Propaganda manipulieren lassen, wird es immer geben. Das wichtige ist, dass mir das als Person nichts anhaben kann. Das ist die Fortitude, von der Crenshaw in seinem Buch spricht. Die Herausforderung annehmen. Beruflich <strong>und</strong> persönlich.</p>
<p>Ich werde nie wieder unter einem anderen Chef als mir selbst arbeiten können. Das ist mir 2020 klarer geworden, als je zuvor. Je mehr ich meine eigene Freiheit erkunde, desto abscheulicher erscheint mir jegliche Art der Fremdbestimmung. Zum Jahreswechsel <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">jährt sich meine Selbstständigkeit</a> zum zweiten Mal. Egal, wie es weiter geht, es steht fest, dass ich auf jeden Fall irgendwie auf eigene Faust versuchen werde, erfolgreich zu sein. Wie sich das entwickelt, lest ihr hier, in meiner Kolumne <em>Ausgefuchst</em>. Die nächste Ausgabe gibts Anfang Januar.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Rechte statt Grundrechte</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-74/</link>
    <pubDate>Sun, 29 Nov 2020 19:27:44 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-74/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/oberbilker-markt.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Für <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-73/" rel="">meine Kolumne letzte Woche</a> ist mir ziemlich viel Gegenwind entgegen geschlagen. Das überrascht mich erst mal nicht. Was mich allerdings ziemlich überrascht hat, ist die gähnende Leere der Argumente von Seiten der Kritiker. Da kam gar nichts zum Gesetz selber. Oder dazu, welche der Grundrechtseinschränkungen denn nun sinnvoll sind. Meinen Kritikern ging es fast ausschließlich darum, dass bei der Demo in Berlin ja wohl Neonazis oder solche, die es werden wollen, mitmarschiert sind. Deswegen könne man ja wohl auf keinen Fall da mitlaufen.</p>
<p>Ich frage mich bis heute, was für ein Argument das sein soll. Die Bundesregierung prügelt im Eiltempo nie dagewesene Grundrechtseinschränkungen durch und dann meint ihr, niemand darf dagegen protestieren, weil eurer Meinung nach die falschen Leute die Demo angemeldet haben? Ich mein klar, wenn mehr Zeit dagewesen wäre, hätte man ja theoretisch auch an einem anderen Tag oder woanders demonstrieren können. Aber die Regierung und die Mehrzahl der Abgeordneten im Bundestag haben ja dafür gesorgt, dass das kaum möglich war. Und als Konsequenz darf dann gar keiner mehr demonstrieren, weil wenn man mit zigtausend Menschen auf der Straße ist und da sind irgendwo ein paar Neonazis dabei, ist man automatisch auch Neonazi? Habt ihr se noch alle?</p>
<p>Von ein paar von den Leuten, mit denen ich da im Verlauf der letzten Woche drüber diskutiert habe, weiß ich, dass sie auch mal auf Demos waren, wo ein Schwarzer Block mitgelaufen ist, dessen Mitglieder offensichtlich bei der Demo waren, um Privat- oder Staatseigentum zu zerstören und Polizisten zu verletzen. Aber nur weil ein paar linksautonome Deppen auf ner Demo mitlaufen, werfe ich das ja nicht den Menschen vor, die dort friedlich aus guten Gründen demonstrieren. Oder spreche denen das Recht ab, gegen Dinge öffentlich einzutreten, die sie als falsch und ungerecht empfinden.</p>
<p>Wenn man demonstrieren geht, geht es erst mal nicht drum, wer da noch mitläuft. Es geht darum, warum man selber da ist und wie man auftritt. Und es ist absolut idiotisch, tausende Menschen alle über einen Kamm zu scheren, nur weil eine Gruppe Spinner dabei waren und die dann von der <em>Tagesschau</em> interviewet wurden. Ich finde es eindeutig wichtiger, dass man überhaupt gegen sowas wie dieses unsägliche Gesetz demonstriert. Und mein Respekt gilt erst mal allen, die an dem Tag auf der Straße waren. Vor all diesen Leuten habe ich grundsätzlich schon mal weit mehr Respekt, als vor irgendwem, der mich auf Twitter vom Komfort seines Sofas aus angeht.</p>
<p>Zumal euch schon erst mal Kritik zur Sache einfallen muss. Ich will erst mal hören, warum man gegen so ein Gesetz <strong>nicht</strong> demonstrieren sollte. Und danach können wir uns vielleicht mal drüber unterhalten, wie man die Demo anders hätte organisieren können. Zuerst einmal sehe ich da allerdings die Regierung in der Pflicht, die dieses Gesetz auch vernünftig hätte prüfen und im Bundestag hätte besprechen können. Dann hätten wir mehr Zeit gehabt, nuancierter dagegen zu demonstrieren und der Gesetzestext wäre ganz nebenbei vielleicht auch nicht so eine zusammengeschusterte Vollkatastrophe geworden.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Hypokrisis</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-73/</link>
    <pubDate>Sun, 22 Nov 2020 21:25:09 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-73/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/jayne-cobb-corner.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich schlage dieser Tage viel auf meinen Boxsack ein. Warum ich das mache? Weil ich wütend bin. Sehr wütend. Auf sehr viele Menschen. Habt ihr auch so gewisse Angewohnheiten oder Verhaltensmuster, die so tief verankert sind, dass sie quasi angeboren sind? Bei mir ist das der absolute Hass von Heuchelei und doppelten Standards. Ich kann Menschen nicht leiden, die etwas für sich wie selbstverständlich in Anspruch nehmen und es dann anderen verwehren, nur weil deren Ansichten nicht in ihr Weltbild passen. Und momentan sehe ich diese Menschen überall.</p>
<p>Menschen, die mir jahrelang damit in den Ohren lagen, wie wichtig es ist, für die eigenen und die Rechte anderer auf die Straße zu gehen, machen sich jetzt auf einmal über Menschen lustig, die genau das tun. Sie nennen sie Verschwörungstheoretiker, Querdenker und Nazis. Weil sie auf die Straße gehen, um ihre Grundrechte zu verteidigen.</p>
<p>Man muss sich das mal vorstellen. Da peitscht eine Große Koalition innerhalb von zwölf (!!) Tagen das verfassungs- und bürgerfeindlichste Gesetz durch Bundestag und Bundesrat, das die Republik je gesehen hat. Und dann gehen Menschen dagegen auf die Straße, die ja sonst keine andere Möglichkeit in diesem, unserem Rechtsstaat haben, ihrem Unmut Luft zu machen. Weil eine Große Koalition ja per Definition so ziemlich alles durchboxen kann. Sie machen also von der letzten Möglichkeit gebrauch, die einem mündigen Bürger in dieser Demokratie zusteht – die dieser nach allem, was ich im Politikunterricht gelernt habe sogar <strong>wahrnehmen muss</strong>, wenn er seiner moralischen Verpflichtung nachkommen will, eine empfundene Ungerechtigkeit anzuzeigen – und werden zusammengeprügelt, mit Wasserwerfern beschossen und von den Leitmedien ausgelacht.</p>
<p>Und die Leute, die diese Artikel schreiben, diese Sendungen produzieren und sie dann öffentlich bejubeln, sind die selben, die jahrelang laut getönt haben, wie wichtig es ist, für seine Überzeugungen auf die Straße zu gehen. Und wie kriminell es ist, wenn die Polizei hart gegen Demonstranten vorgeht. <strong>Die selben Leute bedauern es jetzt, dass die Polizei nicht härter vorgeht.</strong> Das kannst du dir nicht ausdenken. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es in seiner Absurdität fast lustig.</p>
<p>Und warum die plötzliche Kehrtwende? Weil diese Demonstranten gegen was auf die Straße gehen, was ihr zur Abwechslung mal unterstützt. Ihr seid absolut prinzipienloses, heuchlerisches Gesocks! Viele der Leute, die gerade auf die Straße gehen haben verstanden, dass Grundrechte immer gelten. Für jeden. Der Staat kann sie unter bestimmten Bedingungen einschränken, aber im Grundsatz gelten sie trotzdem. Deswegen heißen sie Grundrechte. Aber ihr, die ihr diese Demonstranten auslacht, verhöhnt und mit Nazis in eine Ecke stellt um ihre Meinung zu negieren, ihr versteht das nicht. Bei euch gelten Grundrechte nur für die, die die richtige Meinung haben. Und damit seid ihr wenigstens in dieser Hinsicht genauso moralisch verkommen wie die Nationalsozialisten, die ihr so gerne heraufbeschwört.</p>
<p>Und alles nur, weil ihr wegen eines Virus schreckliche Angst um euer armseliges Leben habt. Und nicht die Eier in der Hose, Grundrechte anderer anzuerkennen, wenn ihr euch persönlich bedroht fühlt. Seid froh, dass ich einen Boxsack habe, an dem ich meine Wut auslassen kann.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wir werden von Idioten regiert</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-72/</link>
    <pubDate>Mon, 16 Nov 2020 22:37:27 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-72/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/shut-up-slave.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<blockquote>
  <p>&ldquo;Eine Große Koalition ist der schlimmste Zustand, den man der Gesundheit der Demokratie in der Bundesrepublik diagnostizieren kann.&rdquo;</p>
</blockquote><p>So oder so ähnlich hat ein Politologie-Professor von mir im Grundstudium seine Vorlesung zum ersten Kabinett von Merkel angefangen. Ich war schon damals überzeugt, dass er Recht hatte. Aber erst in der Pandemie stelle ich fest, <strong>wie</strong> Recht er hatte.</p>
<p>Wir werden von Idioten regiert. Das <a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/B/Drittes_Bevoelkerungsschutzgesetz.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Dritte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite</em></a> ist eine Vollkatastrophe. Nicht nur <a href="https://www.bundestag.de/resource/blob/805568/07051b199add717e04d7cca843c3de48/19_14_0246-9-_ESV-prof-Dr-Klafki-3-BevSchG-data.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aus juristischer Sicht</a>, sondern vor allem auch aus der freiheitsrechtlichen Perspektive. Vom Datenschutz ganz zu schweigen. Ich versteh einfach nicht, warum so gut wie niemand deswegen auf die Barrikaden geht.</p>
<p>Was unsere Regierung hier macht, ist, unsere Freiheitsrechte in nie dagewesener Weise einzuschränken, weil sie zu faul – oder zu blöd, oder vielleicht zu abgrundtief böse – ist, um vernünftige Maßnahmen zu ergreifen. Liebe Regierung, liebe Abgeordneten, beantwortet mir bitte mal folgende Frage: Wenn die ganzen &ldquo;Anti-Corona-Maßnahmen&rdquo; dazu gedacht sind, das Gesundheitssystem zu schützen, warum setzen eure Gesetze dann nicht genau da an? Warum geht es in diesem Gesetz um alles, aber nicht ums verdammte <strong>Gesundheitssystem</strong>? Seid ihr wirklich so doof oder wollt ihr uns verarschen?</p>
<p>Wie wäre es mal damit: Statt unsere Freiheiten soweit zu negieren, wie es nur geht, um auf irgendwelchen, vagen Wegen die Pandemie zu verlangsamen oder zu stoppen, könntet ihr doch einfach mal das Gesundheitssystem reformieren. Oder wenigstens mal <strong>versuchen</strong>, es nicht weiter kaputt zu sparen.</p>
<p>Kurzfristig könnte man erst mal dafür sorgen, dass die entsprechenden Klinikärzte und Pflegekräfte besser bezahlt werden – vielleicht so um 50 bis 150 Prozent. Und zwar alle. Unabhängig vom Träger der Einrichtung. In dieser &ldquo;besonderen Notlage&rdquo; schafft die Regierung es schließlich, alle möglichen verfassungsmäßig garantierten Grundrechte auszuhebeln, da wird man ja wohl auch einen Tarifvertrag oder sowas auf die Beine stellen können, der für die ganze Branche gilt. Zusätzlich will ich Behelfs-Isolierstationen und Containerstädte mit zusätzlichen Intensivbetten sehen, wo sie nötig sind. Selbst Trump, der angeblich so ein inkompetenter Vollidiot ist, hat es vor Monaten geschafft, Krankenhausschiffe vor Ort zu bringen. Schiffe. Wir kriegen es nicht mal hin, uns bei Pflegekräften und Laborassistenten mit mehr als ner Nivea-Creme und Schokolade zu bedanken.</p>
<p>Mittelfristig müssen wir dafür sorgen, dass medizinische und biologische Forschung vernünftig gefördert und bezahlt wird. Warum existiert das Wissenschaftszeitgesetz eigentlich noch? Dieses Gesetz ist ein absoluter Schlag ins Gesicht von allen, die tagtäglich eure ach so wichtigen RT-PCRs fahren. Und von denen, die bei der Forschung zu Impfstoffen und Therapeutika die eigentliche wissenschaftliche Arbeit machen – statt sich in Podcast-Ergüssen dazu wichtig zu tun. Außerdem müssen wir eine Infrastruktur und Anreize dafür schaffen, Umschulungen schnell über die Bühne zu bekommen. Wenn wir mehr Intensivpfleger brauchen, brauchen wir einen Plan, wo wir die herbekommen. Und vielleicht brauchen wir, wie etwa die USA, ein System, wie man solche Fachkräfte schnell von einem Ende des Landes ins andere bekommt, wenn man sie dort braucht.</p>
<p>Langfristig brauchen wir mehr Krankenhäuser, mehr Standorte, mehr Forschung, mehr Ärzte, mehr Pfleger und mehr Forscher. Und ein Gesundheitssystem, das gut genug finanziert ist, um das alles auch in Zeiten aufrecht zu erhalten, in denen gerade keine Pandemie-Panik herrscht. Vielleicht können die Klinikärzte dann zwischendurch auch mal wie normale Menschen schlafen. Mit anderen Worten: <strong>WENN IHR ANGST HABT, DASS DAS GESUNDHEITSSYSTEM ZUSAMMENBRICHT, DANN ARBEITET DARAN, DAS GESUNDHEITSSYSTEM BELASTBARER ZU MACHEN!</strong></p>
<p>Aber nein. Stattdessen ist ein absolut inkompetenter Gesundheitsminister noch im Amt, der sich erdreistete, noch im Februar (!!) zu Klinikschließungen aufzurufen. Stattdessen werden unsere Grundrechte in allen erdenklichen Richtungen beschnitten. Dieses Gesetz der Regierung gefährdet die Religionsfreiheit, die Versammlungsfreiheit, das Recht auf Freiheit der Person, das Recht auf Freizügigkeit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit und das Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung. Anstatt einfach das Problem anzugehen, um das es angeblich geht.</p>
<p>Ich kann mich echt nicht entscheiden, ob die Verantwortlichen bei Union und SPD total verblödet sind, oder ob dieses Gesetz nicht doch ein zynischer Versuch zur Kontrolle und Einschüchterung der Bürger ist. So oder so legt diese Regierung mit diesem Gesetzentwurf eine verabscheuungswürdige Verfassungsfeindlichkeit an den Tag. Und auch die Opposition macht sich leider größtenteils zum Komplizen dieses legislativen Desasters. Das ist ein Mysterium, das wohl nicht mal mein damaliger Politik-Prof hat kommen sehen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Leben im Paralleluniversum</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-71/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Nov 2020 22:05:03 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-71/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/dreams-are-my-reality.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich gucke seit mehr als 15 Jahren kein Fernsehen mehr. Serien und Filme schaue ich nur als Video on Demand (als DVD, Blu-ray oder im Stream). Wenn ich das Fernsehen anmache, muss schon Fussball-WM sein. Alles andere suche ich mir nachher als Aufzeichnung im Internet – meist als Recherche im Job.</p>
<p>Fast genauso lange habe ich schon kein Zeitungs- oder Zeitschriften-Abo mehr. So ziemlich seit ich damals bei meinen Eltern ausgezogen bin, hole ich mir meine Nachrichten direkt aus dem Internet. Meist versuche ich, mich so schnell wie möglich zur Primärquelle vor zu hangeln. Ich weiß, wo ich erfahre, was gerade auf der Welt passiert. Und ich weiß, wo ich Details dazu her bekomme.</p>
<p>Dass ich das so lebe, hat mir enorm dabei geholfen, Journalist zu werden. Wer eh Primärquellen liest, hat meist die halbe Arbeit zum Artikel schon gemacht. Aber es sorgt auch dafür, dass ich mich dieser Tage sehr von den meisten meiner Mitmenschen isoliert fühle. Denn ich habe einfach nicht die selbe Informationsgrundlage, wie viele Leute, mit denen ich mich im Alltag unterhalte.</p>
<p>Nehmen wir mal den ausscheidenden US-Präsidenten Donald Trump. Wenn ich mich mit jemandem unterhalte und der mir dann sagt &ldquo;ist es nicht ein Unding, was der Trump da gesagt hat&rdquo;, dann hat mein Gesprächspartner seine Informationen meist aus dem <em>Spiegel</em>, der <em>Zeit</em>, der <em>FAZ</em> oder der <em>Süddeutschen</em>. Und die haben ihre Meinung von dem, was Trump da angeblich gesagt hat, in den meisten Fällen aus der <em>New York Times</em> oder der <em>Washington Post</em>. Ich hingegen habe meine Informationen über das, was Trump gesagt hat, oft aus einem Podcast, der den entsprechenden Teil der Rede von Trump im Original eingespielt hat. Oder ich habe drüber gelesen, was Trump gesagt haben soll und habe mir die Rede dann in Gänze bei <em>C-SPAN</em> angeschaut.</p>
<p>Und genau deswegen habe ich oft eine andere Meinung als andere Menschen. Weil meine Meinung meist nicht aus den Texten anderer Journalisten kommt, sondern selbst erarbeitet ist. Ich bevorzuge Primärquellen oder Medien, die ihre Leser und Hörer mit solchen versorgen und es ihnen überlassen, sich selbst eine Meinung zu bilden.</p>
<p>Mir ist klar, dass das für viele Leute – schon aus Zeitmangel – keine Option ist. Und viele Menschen hierzulande sind der englischen Sprache nicht mächtig genug, um sich die Reden von US-Politikern im Original anzuhören. Das ist schon deswegen ziemlich offensichtlich, weil mir sonst nicht so viele Leute begegnen würden, die eine so hohe Meinung von Joe Biden hätten. Niemand, der sich in den letzten 12 Monaten Reden dieses Mannes in Gänze angeschaut hat, kann der Meinung sein, dass der Mann Präsidenten-Material ist. Jedenfalls nicht, wenn man Deutscher ist und einem die Zwanghaftigkeit eines lebenslangen Demokraten-Wählers in den Staaten restlos fremd sein sollte. Aber natürlich weiß man nicht, dass der Mann keine zwei Sätze gerade vom Prompter vorlesen kann ohne betrunken, kurz vor dem Einschlafen oder altersverwirrt zu wirken, wenn man nur den <em>Spiegel</em> liest. Denn die schreiben nicht drüber, wie senil Biden bei seinen Wahlkampfreden gewirkt hat. Bei den Kollegen liest man dagegen immer noch, dass Trump angeblich Nazis als &ldquo;very fine people&rdquo; bezeichnet hat. Dabei gibt es mittlerweile <a href="https://finepeople.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ganze Webseiten</a> die eindeutig das Gegenteil beweisen.</p>
<p>Und so fühle ich mich dann in Gesprächen mit anderen Menschen dieser Tage oft so, als sei mein Gegenüber aus einem Paralleluniversum. Dem Paralleluniversum der von den Leitmedien kolportierten, sogenannten Fakten, eben.</p>
<p>Einer der Podcasts, die ich regelmäßig höre, nennt dieses Phänomen ironisch &ldquo;Dimension B&rdquo;. Dieser Theorie nach gibt es eine Dimension A (oder auch die wirkliche Welt) in der die Menschen leben, die Fakten aus eigenen Recherchen ziehen. Und dann gibt es eben eine Dimension B, in der all die leben, die ihre Fakten und Meinungen aus den Leitmedien beziehen. Je mehr Monate sich in diesem Schicksalsjahr 2020 anhäufen, desto zutreffender erscheint mir diese Theorie. Und umso anstrengender wird es, sich mit Besuchern aus dem Paralleluniversum zu unterhalten.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das letzte Wochenende des Jahres</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-70/</link>
    <pubDate>Tue, 03 Nov 2020 11:35:21 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-70/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/fotowalk-hafencity.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Wie ihr seht kommt meine Sonntagskolumne diese Woche mal wieder etwas verspätet daher. Das liegt daran, dass ich erst gestern abend wieder aus Hamburg zurückgekommen bin. Wir waren übers Wochenende in der Hansestadt, um an einem Fotowalk in der Hafencity teilzunehmen, den Katy mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Der hat dieses Wochenende knapp vor Merkels zweitem Lockdown glücklicherweise noch stattgefunden. Genau wie mit <a href="/de/blog/2020/back-to-work/" rel="">meiner Motorradtour dieses Jahr</a> hatte ich da gerade noch mal Glück im Unglück.</p>
<p>Und so hatten wir am Samstag in der Hafencity unter der sachkundigen Leitung von <a href="http://www.emineakbaba.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emine Akbaba</a> sehr viel Spaß. Natürlich haben wir eine Menge gelernt. Was Katy und ich dann gleich am Sonntag bei einem weiteren, eigenständigen Fotowalk noch mal vertieft haben. Danach sind wir dann abends in meine Lieblingskneipe, den Boilerman eingekehrt. Den Ableger im Hafenamt hatte ich bisher noch nicht besucht. Wenn ich &ldquo;abends&rdquo; sage, meine ich natürlich &ldquo;spät nachmittags&rdquo;. In Hamburg gibts ja jetzt ne Sperrstunde. Dass heißt, man muss nachmittags anfangen zu saufen. Von den Engländern lernen, heißt siegen lernen.</p>
<p>Alles in allem hatten wir ein super Wochenende. Und wir haben es voll ausgeschöpft. Man muss ja davon ausgehen, dass der Lockdown bis mindestens Ende des Jahres durchverlängert wird. Jedenfalls sagt mir das der gesunde Menschenverstand und alles, was wir bisher über virale Atemwegserkrankungen wissen. Ich denke, Merkel weiß das auch. Mutti wollte uns nur erst mal nicht so schocken. So sind sie halt, die Mütter. Hätte ja auch ne Revolte geben können, wenn sie direkt zugibt, dass bis Anfang Januar oder vielleicht Ende März alles dicht bleibt.</p>
<p>Da muss man dann in Sachen Erholung alles mitnehmen, was geht. Vor allem, weil ich mal davon ausgehe, dass so manches Etablissement nach der Geschichte nie wieder aufmacht. Das schöne neue Hotel, in dem wir in der Hafencity übernachtet haben, wird wohl auch nie wieder aufmachen. Jedenfalls, wenn die Mitarbeiter, die ich zwischendurch immer wieder überhört habe, Recht behalten.</p>
<p>Immerhin weiß ich jetzt, wie ich meine Kamera richtig bediene und kann die Apokalypse in ihrer ganzen Trostlosigkeit optimal dokumentieren.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Versuch, Laufschuhe bei Zalando zu bestellen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/einmal-mit-profis-1/</link>
    <pubDate>Thu, 29 Oct 2020 15:02:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/einmal-mit-profis-1/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/zalando-order.png" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><p>Seit Beginn der Pandemie sind ja bekanntlich alle glücklich im Home Office, wo die Arbeit genauso gut funktioniert, wie vorher im Büro. Das wird mir jedenfalls von meinen Kollegen in der Presse immer wieder so in Artikeln und Kommentaren suggeriert. Leider deckt sich das nicht so ganz mit meiner Erfahrung im Umgang mit diversen größeren und kleineren Unternehmen im Moment. Deswegen starte ich heute eine neue Rubrik namens &ldquo;Einmal mit Profis&rdquo; hier im Blog, in der ich diese Erfahrungen mal niederschreiben werde.</p>
<p>Heute berichte ich zuerst einmal von Zalando. Da habe ich vor fast zwei Wochen neue Laufschuhe bestellt, da meine aktuellen nach, seit Januar, knapp 618 gelaufenen Kilometern ziemlich platt sind. Nun verschickt Zalando ja mittlerweile auch fast nichts mehr selber und so sollte meine Sendung dann vom &ldquo;SC24.com Store Krumbach&rdquo; kommen. Wer und wo das ist, ist mir eigentlich egal. Deswegen bestelle ich ja im Internet. Nur kam da halt leider keine Lieferung.</p>
<p>Anfang dieser Woche hab ich dann mal nachgeguckt, was los ist. Zalando hat ja praktischerweise eine Liste der bisherigen Lieferungen und die sagte mir, dass die Lieferung bei mir angekommen ist. Bei mir sind in letzter Zeit echt viele Lieferungen angekommen, aber die Schuhe waren nicht dabei. Also klick ich mal auf den Tracking-Link, der da neben der Sendungszusammenfassung aufgeführt ist. Der leitet mich weiter zu DHL. Bei DHL bekomme ich auch nicht viele Informationen, sehe aber, dass die Lieferung angeblich vor über einer Woche an einen DHL-Shop ausgeliefert wurde. Leider hat mich weder DHL noch Zalando darüber informiert. Ich war zum mutmaßlichen Zeitpunkt der Lieferung eigentlich auch die ganze Zeit zu Hause und hatte definitiv keine Paketbenachrichtigung im Briefkasten. Und natürlich waren die sieben Tage Lagerungszeit von DHL in der Zwischenzeit verstrichen. Ich hab halt auch mal zu tun und muss arbeiten und kann nicht ständig jede Bestellung babysitten. Da vertraut man auch schon mal drauf, dass man vielleicht ne Mail bekommt, wenn eine Zustellung an einen Paketshop geht. Tja…</p>
<p>Also mach ich mich bei Zalando auf die Suche, wo man da melden kann, dass ein Paket nicht angekommen ist. Nach circa zehn Minuten Recherche – und ich mach sowas beruflich – hab ich dann endlich das richtige Kontaktformular gefunden und das Problem beschrieben. Ich krieg dann heute morgen eine Mail, die mir sagt, ich solle doch die angefügte rechtskräftige Erklärung ausfüllen und unterschreiben, wo ich dann bestätige, dass ich die Sendung nie erhalten habe. Das hab ich gemacht.</p>
<p>Etwas später kommt ne Mail von Zalando zurück, in der steht, ich solle das Formular erneut ausfüllen, es sei nicht unterschrieben und es würden Daten fehlen. Natürlich war das Formular unterschrieben. Zugegeben, die Linie für Ort, Datum und Unterschrift war schon nach Ort und Datum voll und ich habe dann teilweise daneben unterschrieben, aber ich bitte euch! Vielleicht mal die Dokumente richtig lesen, die euch ein Kunde schickt, bevor ihr in eurer Software wild irgendwelche Kästen anhakt?</p>
<p>Die Daten, die fehlten, war die Sendungsnummer vom Paket (habe ich nicht) und die Artikelnummern aller Artikel in der Bestellung. Die habe ich nicht angegeben, weil ich ja die Bestellnummer schon eingetragen habe und da nur ein Artikel in der Bestellung war. Ich dachte, Zalando ist schon so schlau und kann das aus seiner grandiosen Big-Data-Cloud-AI-Datenbank dann schon auslesen. Geht wohl aus dem Home Office nicht…</p>
<p>Also schicke ich denen ne Mail zurück, dass die Erklärung unterschrieben ist und die Sendung anhand der Sendungsnummer eindeutig identifiziert wird und damit das Dokument meiner Meinung nach rechtskräftig ist. Was krieg ich als Antwort zurück?</p>
<blockquote>
  <p>Über diese E-Mail-Adresse sind wir nicht mehr erreichbar :/</p>
</blockquote><p>Von einer <code>donotreply@</code>-Adresse. Nicht von der Adresse, an mit der ich bisher kommuniziert habe. Ja ne, ist klar. Hab die Schuhe jetzt bei Amazon bestellt. Die kriegen es wenigstens hin, Artikel zu liefern. Und sind sogar noch billiger.</p>
<p>Einmal mit Profis…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Außeneinsatz</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-69/</link>
    <pubDate>Sun, 25 Oct 2020 19:39:32 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-69/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/mosel-bei-nacht.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Nachdem ich <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-68/" rel="">letzten Sonntag meine Kolumne veröffentlicht hatte</a>, habe ich meine Sachen gepackt, den Campingbus beladen und bin nach Trier gefahren, um früh am nächsten morgen beim <a href="/de/blog/2020/link-0024/" rel="">ersten Verhandlungstag des Cyberbunker-Prozesses anwesend sein zu können</a>. Ich habe an dem Abend nett in Trier gegessen und danach auf einem Wohnwagenstellplatz direkt an der Mosel übernachtet. Morgens hab ich mir dann Hemd und Krawatte angezogen, den Bus in ein Parkhaus gestellt und bin zum Gericht. Nach ein paar Stunden warten (vor und später im Gericht) ging dann der Prozess endlich los. Immerhin hab ich einen der 11 für Medienvertreter reservierten Sitzplätze ergattert, obwohl weit mehr Pressevertreter da waren. Hätte eine Gerichtsangestellte dem ZDF erlaubt mit vier Leuten in den Gerichtssaal zu gehen, wie die das offensichtlich vorhatten, dann hätte ich wohl draußen bleiben müssen. Bei den öffentlich-rechtlichen Kollegen kann man manchmal einfach nur den Kopf schütteln…</p>
<p>Nach der Verhandlung habe ich dann noch einige Interviews geführt und bin nach Ende des Prozesstages zurück nach Düsseldorf gefahren, um von zu Hause in Ruhe meine Meldung für <em>heise online</em> zu schreiben. Unterwegs habe ich dann auch meine erste Mahlzeit dieses langen Tages zu mir genommen. Seitdem bin ich fast pausenlos mit Recherche zum Thema Cyberbunker beschäftigt. Es ist schon eine unglaublich interessante Story. Zwischendurch habe ich auch auf Englisch <a href="https://privatecitizen.press/episode/43/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in meinem Podcast</a> und <a href="/blog/2020/bunkergeil/" rel="">hier im Blog</a> berichtet. Und gerade schreibe ich an einem Artikel zu dem Thema für die nächste Ausgabe der <em>c&rsquo;t</em>.</p>
<p>Ich bin schon wirklich froh, dass ich mir als Freelancer einfach Zeit für solche Außeneinsätze nehmen kann, wenn ich eine Story für wichtig halte. Als ich noch fest in einem Verlag gearbeitet habe, hat man mir solche Besuche im Feld nie erlaubt. Ich hab nie wirklich verstanden wieso. Wahrscheinlich weil es nie Ziel war, den Journalismus zu verbessern. Alle wollten immer nur Arbeitsabläufe optimieren und mehr Geld verdienen. Aber immerhin habe ich dieses Problem für mich selbst gelöst, in dem ich gegangen bin. Ich habe ja immer wieder gesagt, dass ich hauptsächlich wegen der Freiheit und dem Abenteuer freier Journalist geworden bin und das ist alles andere als eine Floskel. Ich bin Freelancer geworden, damit ich genau sowas machen kann: Nachts auf einem Wohnmobilstellplatz übernachten, um mich dann direkt morgens am Gericht anzustellen. Ich hab seit meinem Praktikum bei der WAZ in Duisburg, was Ewigkeiten her ist, keine Gerichtsreportage mehr gemacht und ich hatte halt richtig Bock drauf. Und ich bin überzeugt davon, dass am Ende eine bessere Berichterstattung dabei rum kommt.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Beziehungsstatus-Fehler</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-68/</link>
    <pubDate>Sun, 18 Oct 2020 12:14:32 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-68/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/entdecke-d.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Am Montag war ich auf dem Einwohner-Meldeamt, um meine neue Wohnung in Düsseldorf anzumelden. Da meine Frau im Gegensatz zu mir einen richtigen Job hat und tagsüber arbeiten muss, habe ich ihre Unterlagen gleich mitgenommen, um sie auch anzumelden. Da jetzt – CORONA! – alle einen Termin im Internet machen müssen, könnte man denken, man ist pünktlich um 12:30 Uhr zu seinem Termin da und dann geht das flott über die Bühne. Ha, ha. Denkste! Ich habe über anderthalb Stunden auf dem Amt verbracht! Aber nicht mit warten. Jedenfalls hab ich nicht darauf gewartet, aufgerufen zu werden. Das ging ganz schnell. Was hat dann also so lange gedauert? Meine Frau und ich hatten einen Beziehungsstatus-Fehler. Was das ist? Das kann ich euch sagen…</p>
<p>Das Ganze lief so ab: Ich komm also an den Schalter und die nette Frau vom Amt fragt mich, ob es mir was ausmacht, wenn die Praktikantin meinen Fall bearbeitet. Einfache Ummeldung und so. Ich denke mir: Dauert wahrscheinlich was länger, aber was soll&rsquo;s. Ich hab ja Zeit und irgendwann sind wir alle mal neu in unserem Job. Also sage ich: Kein Problem. Das Mädel fängt also an, meine Daten von meinem Perso abzuschreiben. Nach einer Weile druckt sie was aus und bittet mich, meine Daten zu überprüfen. Natürlich hat sie meinen zweiten Vornamen falsch abgetippt. Statt Aleksand—a—r hat sie Aleksand—e—r geschrieben. Das kommt schon mal häufiger vor, also weise ich sie nett darauf hin und denke mir nichts weiter dabei. Aber damit nahmen die Probleme dann wohl ihren Lauf.</p>
<p>Denn irgendwie schaffte sie es nicht, mich zusammen mit meiner Frau anzumelden. Was ich mir durch die verzweifelten Nachfragen bei der dienstälteren Kollegin am Nachbartisch erschließen konnte, war, dass normalerweise Ehepartner in den Datensätzen des Einwohnermeldeamtes zusammen abgelegt sind, meine Frau aus irgend einem Grund aber nicht auffindbar war. Nach einigen Minuten gab die Praktikantin auf und ich wurde einen Schreibtisch weiter zur dienstälteren Kollegin verwiesen. Aber auch diese Mitarbeiterin schaffte es nach knapp einer halben Stunde probieren nicht, mich <strong>und</strong> meine Frau in Düsseldorf als Bürger zu melden. Ich fing an diesem Zeitpunkt an, Witze zu machen, wir wären wahrscheinlich einfach zu oft umgezogen und das System sei jetzt überfordert (seit 2012 bin ich viermal umgezogen und meine Frau fünfmal). Die Mitarbeiter auf dem Amt fanden das gar nicht so lustig, sie schienen wirklich der Meinung zu sein, wir würden zu oft umziehen und den Einwohnermeldeämtern zu viel Arbeit machen. Abgesehen davon, dass das Meldeverfahren meiner Meinung nach eh unsinnig ist und ich ja nicht aus eigenem Antrieb zum Einwohnermeldeamt gehe, ist ein Umzug für mich ja wohl ein bisschen mehr Stress als für die Sesselfurzer auf dem Amt.</p>
<p>Nach einigen weiteren Versuchen wurde ich dann an die Leiterin des Einwohnermeldeamtes weitergereicht – mittlerweile waren alle Anwesenden mit meinem Fall beschäftigt und arbeiteten durch ihre Mittagspause. Die Amtsleitung wusste auch nicht, warum das Problem aufgetreten war, konnte es aber immerhin benennen: Beziehungsstatus-Fehler. Wahrscheinlich ausgelöst dadurch, dass ich zuerst mit einem falschen Namen aufgenommen worden war und dann meine Frau manuell hinzugefügt wurde. Da ich aber nun schon gemeldet war und meine Frau nicht, konnte man sie dann wohl nicht mehr hinzufügen. Weiß der Teufel wie schrecklich diese Software ist, mit der die da arbeiten müssen. Wahrscheinlich der blanke Horror. Sieht aus wie QBasic und alle Datenbankabfragen sind handgeklöppeltes, artisanales SQL. Urrggggs…</p>
<p>Die Lösung des Problems sah schließlich wie folgt aus: Die Mitarbeiterin musste uns im Computer scheiden und getrennt voneinander ledig in Düsseldorf einbürgern. Dann hat sie uns danach wieder verheiratet. Herzlichen Glückwunsch, sie dürfen die Braut jetzt küssen. Die nette Frau sagte mir dann, dass sie es hoffentlich geschafft hat, alle automatischen Meldungen an andere Ämter zu unterdrücken. Was verhindern sollte, dass wir demnächst unangenehme Fragen des Finanzamtes beantworten müssen. Drückt mir mal die Daumen! So oder so musste sie noch mit der Ober-Chefin telefonieren, welche die ganze Aktion wohl noch schriftlich begründen muss. So ein Stress. Am Ende sagte man mir, dass seit Menschengedenken in diesem Amt noch nie eine einfache Um- oder Anmeldung anderthalb Stunden gedauert hat.</p>
<p>Warum passieren immer mir solche Sachen?</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die Rocinante</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-roci/</link>
    <pubDate>Tue, 13 Oct 2020 22:37:27 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-roci/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Eine Voxel-Version der <em>Rocinante</em>, dem Raumschiff aus der Fernsehserie <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/The_Expanse_%28Fernsehserie%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Expanse</em></a>, die ich vor einiger Zeit mal gebaut habe. Das ist die Version in Mars-Bemalung, die noch vom Ursprung des Schiffes als <em>MCRN Tachi</em> zeugt. Das ist nach <em>Serenity</em> und der <em>Enterprise-D</em> wohl mein Lieblings-Sci-Fi-Schiff.</p>

]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bürgererziehung</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-67/</link>
    <pubDate>Sun, 11 Oct 2020 19:11:24 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-67/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/avstand.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Mehrere Städte haben diese Woche neuerliche Maßnahmen zur Eindämmung der SARS-CoV-2-Pandemie beschlossen. Diese Schritte werden zunehmend inkompetenter und das Denken der Verantwortlichen scheint mittlerweile fast wissenschaftsfeindlich zu sein. Wenn wir von Maßnahmen wie dem Verbot von Musik oder Alkoholausschank in Gaststätten ab einer bestimmten Uhrzeit reden, dann handelt es sich dabei um den Versuch der Obrigkeit, die Bürger zu erziehen und nicht etwa um wissenschaftlich begründbare Schutzmaßnahmen. Schließlich kann auch der gutgläubigste Weltverbesserer kaum ernsthaft glauben, dass es belastbare epidemiologische Studien zum Einfluss von Alkohol oder gar von Musik auf die Verbreitung dieses Virus gibt.</p>
<p>Was wir hier haben, sind Denkmuster der Regierenden, die ungefähr in den folgenden Bahnen ablaufen: Die Fallzahlen steigen. Das liegt daran, dass die Bevölkerung sich nicht benimmt und sich nicht an unsere Vorgaben hält. Also bestrafen wir sie und sorgen dafür, dass die Bürger keinen Spaß mehr haben können. Dann benehmen sie sich hoffentlich wieder und die Fallzahlen gehen wieder runter. Weil sie sich an unsere Spielregeln halten.</p>
<p>Das ist allein schon deshalb völlig bekloppt, weil man erwachsene Bürger nicht wie störrische Teenager behandeln kann. Auf Dauer wird sich das rächen. Wahrscheinlich, in dem man echt viele Wähler dem rechten Rand oder anderen irrationalen und asozialen Gruppierungen entgegen treibt. Zweitens zerstört es jeglichen Glauben all der Menschen an die Anti-Pandemie-Maßnahmen, die wenigstens noch halbwegs kritisch denken können. Denn es ist ziemlich offensichtlich, dass hier zwar behauptet wird, man halte sich an das &ldquo;was die Wissenschaft vorgibt&rdquo;, dass ein erheblicher Teil dieser Maßnahmen aber keineswegs durch wissenschaftliche Daten gedeckt ist.</p>
<p>Ganz im Gegenteil. Guckt man sich die Daten unvoreingenommen an, kommt man eventuell sogar zu dem Schluss, dass der Anstieg der Fallzahlen gar nichts damit zu tun hat, welche Maßnahmen ergriffen oder befolgt wurden. Es ist schon erstaunlich, dass bereits im Mai fachfremde Wissenschaftler <a href="/blog/2020/link-0014/" rel="">wie Maurice de Hond</a> ziemlich genau vorausgesagt haben, was hier im Herbst passieren würde. Natürlich sind diese Leute ignoriert worden. Weil das, was sie gesagt haben, nicht mit der allgemein ausgestrahlten und abgedruckten Panikmache übereinstimmte. Aber es scheint ganz so, als ob der auf demografische und geografische Daten spezialisierte de Hond im Mai Recht gehabt hatte, als er sagte, dass sich das Virus offensichtlich  als Aerosol verbreitet und deswegen Lüften und die Kontrolle von Luftfeuchtigkeit viel wichtiger sind als Gesichtsmasken, die Aerosole eh nicht filtern können.</p>
<p>Maurice de Hond hat, im Gegensatz zu vielen Epidemiologen und Virologen, die Daten analysiert, die uns tatsächlich vorliegen, und ging schon damals davon aus, das die Verbreitung des Virus hauptsächlich saisonal bestimmt ist. Seiner Meinung nach beeinflusst vor allem die ambiente Luftfeuchtigkeit und die Tatsache, dass Menschen sich im Sommer weniger in stickigen, geschlossenen Räumen aufhalten, dass sich das Virus vor allem im Winter und Herbst so stark verbreitet. Er glaubt übrigens, dass auch die Influenza-Viren sich deswegen auf vergleichbare Weise saisonal verbreiten. Was der weitläufigen Annahme, dass sich die Grippe vor allem durch Tröpfchen- und Schmierinfektion verbreitet, widerspricht, meiner Meinung nach aber sehr viel Sinn macht.</p>
<p>Und mittlerweile scheinen ja auch WHO, CDC und hierzulande das RKI dahingehend aufzuwachen, dass Aerosol-Übertragungen bei SARS-CoV-2 eine erhebliche Rolle spielen. Was man ja nicht zuletzt auch an den Empfehlungen zum regelmäßigen Lüften widerspiegelt. Wir hätten uns also viele unsinnige Maßnahmen ersparen können, wenn wir die logischen Argumente von de Hond im Mai beachtet hätten. Übrigens kommt auch Hendrik Streeck schon im April zu ähnlichen Schlüssen zur Verbreitung des Virus, da er und seiner Kollegen in der Heinsberg-Studie keine Hinweise auf signifikante Oberflächen-Übertragung bei SARS-CoV-2 finden konnten. Was die Bedeutung von Tröpfchen-Infektionen stark in Zweifel zieht. Aber anstatt diesen Daten offen entgegenzutreten, wurde das alles von der Corona-Angst-Propagandamaschine untergepflügt und die Experten bei WHO, CDC und RKI behaupteten noch monatelang, es wäre unheimlich wichtig, Flächen zu desinfizieren. Oder dass es keine gesicherten Hinweise auf Infektionen über Aerosole gäbe.</p>
<p>Also kommt verschärfend zu der inkompetenten Reaktion der regierenden Politiker noch eine beschämende wissenschaftliche Unzulänglichkeit der Expertengremien hinzu, auf die regierende Politiker und mündige Bürger bisher vertraut haben. Und die wenigen Stimmen, die des kritischen Denkens fähig sind und den Mut haben, sich der allgemein propagierten Meinungen entgegenzustellen, die wurden von den Gatekeepern bei meinen Kollegen in den Leitmedien und bei den Betreibern der diversen sozialen Netze und Content-Plattformen systematisch ruhig gestellt.</p>
<p>Und deswegen haben wir jetzt Alkohol- und Musikverbot in Kneipen statt einer datenbasierten Analyse der Fallzahlen und Risikogruppen oder Antworten auf die Frage, warum die Todesrate von SARS-CoV-2-Patienten in den letzten Monaten im Gegensatz zu April und Juli so rapide gefallen ist. Die Beantwortung dieser Frage, gekoppelt mit echten, wissenschaftlich belastbaren Erkenntnissen zu den vorhandenen Daten, könnten uns einer Bewältigung dieser Pandemie – im Rahmen der realistisch machbaren Möglichkeiten – ziemlich nahe bringen. Aber irgendwie habe ich die Befürchtung, dass unsere regierenden Volksvertreter zum Großteil daran gar kein Interesse haben. Die denken viel lieber darüber nach, wie sie die neuen Möglichkeiten der Bürgererziehung dazu nutzen können, ihre Macht zu maximieren.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Welterweight!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-66/</link>
    <pubDate>Sun, 04 Oct 2020 21:27:49 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-66/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/fortitude-2.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Nachdem wir nun gut in Düsseldorf angekommen sind, so gut wie alle unsere Möbel final stehen und fast alles seinen Platz gefunden hat, habe ich wohl keine Ausreden mehr, nicht auch meine Sonntagskolumne wieder aufzunehmen. Obwohl wir ja schon vor knapp drei Wochen eingezogen sind, hat sich alles ein bisschen hingezogen, weil wir nach dem eigentlichen Umzug erst mal alles stehen und liegen gelassen haben und ein paar Tage in den Urlaub gefahren sind. Nun normalisiert sich langsam alles in der neuen Wohnung und ab morgen fange ich wieder an, regulär zu arbeiten.</p>
<p>Aber darum soll es heute in der Kolumne gar nicht gehen. Neben der Arbeit will ich nämlich in der kommenden Woche auch wieder richtig mit dem Training anfangen und zu dieser Gelegenheit möchte ich einmal innehalten und die Fortschritte, die ich seit Januar gemacht habe, Revue passieren lassen.</p>
<p>Im Januar wog ich 86 kg, konnte mit Mühe und Not 6 km laufen und hatte kaum Muskeln am Oberkörper. Zehn Monate später wiege ich 75 kg, laufe 14 km und mittlerweile kann man sogar schon sowas wie einen Bizeps ausmachen. Und dabei habe ich gar nicht so viel anders gemacht. Ich habe einfach versucht, mit eiserner Regelmäßigkeit joggen zu gehen und keine Ausreden gelten zu lassen. Und ich mache zusätzlich zu Hause ein bisschen Krafttraining. Ich habe meine Ernährung nicht umgestellt und auch sonst eigentlich kaum was geändert. Ich habe nur versucht, mir selber in den Arsch zu treten und am Training dran zu bleiben. Aus den Gründen, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-59/" rel="">die ich in einer Kolumne im Mai hier schon mal beschrieben hatte</a>.</p>
<p>Ich bin ziemlich zufrieden damit, wie gut das funktioniert hat. Jetzt heißt es: Dabei bleiben, das Gewicht halten und noch etwas Fett in Muskelmasse umzuwandeln. Als erstes muss ich mir dazu jetzt mal hier in der Gegend eine gute Laufstrecke auskundschaften. Unten am Rhein scheint es mir dafür ziemlich vielversprechend. Mal schauen. Und natürlich gelten weiterhin keine Ausreden wie Regen oder Kälte! Oder zu viel zu tun auf der Arbeit. Die Ausrede, die mich jahrelang davon abgehalten hat, überhaupt was zu machen, als ich noch Angestellter war. In diese traurige Situation will ich auf keinen Fall mehr zurück!</p>
<p>Bevor allerdings nächste Woche der Schweiß und die harte Arbeit wieder losgeht, war es allerdings mal gut, einmal innezuhalten und die bisherigen Fortschritte gebührend zu würdigen. Man muss sich schließlich auch mal vor Augen führen, wozu man das alles macht und die Erfolge feiern. Sonst kann man es auch gleich sein lassen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Umzug im Neuland</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-65/</link>
    <pubDate>Sun, 30 Aug 2020 22:30:45 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-65/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/ueberbilk.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Hier kommt mal wieder eine Sonntagskolumne. Ja, ich weiß, ist schon eine ganze Weile her… Einer der Gründe, warum ich momentan so wenig Zeit zum Schreiben habe, ist die Tatsache, dass ich umziehe. Von Hamburg-Alsterdorf nach Düsseldorf-Überbilk. Und bei so einem Umzug gibt es natürlich eine Menge zu organisieren und zu erledigen. Gerade versuche ich zum Beispiel dafür zu sorgen, dass wir Internet in unserer neuen Wohnung haben, wenn wir da am 15. September einziehen. Das ist aber natürlich nicht so einfach zu regeln, wie man denken könnte.</p>
<p>Wir ziehen in einen Neubau und anscheinend weiß ich nach einem Blick in den Anschlusskasten der Wohnung mehr, als die riesige Wohnungsgemeinschaft, die das Ding gebaut hat. Natürlich schafft es da seit einer knappen Woche niemand, mir auch nur zu sagen, an wessen Glasfasernetz das Haus angeschlossen werden soll. Da in der Wohnung ein HÜP der Telekom hängt, denke ich mal, dass man ans Netz der Telekom will. Aber da kann mir auch keiner sagen, ob und wenn ein APL geschaltet wird.</p>
<p>Eigentlich will ich ja zu einem Geschäftskundenvertrag der Telekom wechseln, aber bis das Haus angeschlossen ist, nehmen die natürlich nicht mal einen Auftrag an. Außerdem hilft es nicht, dass man in der Geschäftskunden-Hotline bei der Telekom nicht weiß, dass <code>.industries</code> eine gültige TLD ist. Gut, von der Frau bei der Wohnungsgesellschaft hatte ich erwartet, dass die da noch ein <code>.de</code> dranhängen will, aber dass der Typ bei der Telekom das auch macht, hat mich dann aber mal wieder gehörig an der Grundintelligenz des typischen Schreibtischtäters zweifeln lassen. So kommen deren Mails natürlich nie an…</p>
<p>Seit Corona ist ja alles anders. Seit Corona arbeiten wir alle im Home-Office und wir machen das sehr gut. Die Experten sind sich einig: <a href="https://www.theregister.com/2020/08/28/dell_q2_2021_work_from_home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die meisten werden in der Zukunft nie wieder ins Büro gehen</a> . Warum auch? Wir arbeiten doch alle viel effektiver von zu Hause. <strong>Alles Bullshit.</strong> Man kann Mitarbeitern des größten deutschen ISP nicht mal ne E-Mail-Adresse diktieren, ohne dass sie die TLD verhunzen. Und einer der größten Wohnungsanbieter in NRW schafft es nicht mal dafür zu sorgen, dass man weiß, welchen Internet-Anbieter man vor dem Umzug wegen eines Anschlusses beauftragen muss. Ohne Kabel wird das nix mit Corona-Home-Office. Da könnt ihr noch so viel aufmunternden &ldquo;wir helfen unseren Mietern durch die Pandemie&rdquo; Dünnschiss auf eure Webseite kleistern.</p>
<p>Deutschland ist halt immer noch Neuland. Selbst wenn wir Glasfaser irgendwo liegen haben, weiß keiner wer das gemacht hat und wo das angeschlossen werden muss. Aber Hauptsache wir beteuern bei jeder Gelegenheit, gemeinsam füreinander da zu sein. Wir schaffen das! Trotz Corona!!11!einself!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Back to Work</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/back-to-work/</link>
    <pubDate>Tue, 25 Aug 2020 09:35:26 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/back-to-work/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Nachdem ich meine Batterien für zehn Tage in Norwegen wieder aufgeladen habe, bin ich bereit, mich aufs Neue in die Arbeit zu stürzen.</em></p>
<p>Am Sonntag sind mein Vater und ich von <a href="/de/blog/2020/motorrad-probleme-teil2/" rel="">unserer Motorradtour nach Norwegen</a> zurückgekehrt. Gestern fuhr Dad wieder nach Hause nach Duisburg und ich verbrachte den Tag damit, sowohl das Gepäck auszupacken und meinen Körper auszuruhen. Heute bin ich bereit, mich wieder in die Arbeit zu stürzen. Das wird auch Zeit. Ich muss dringend <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Wasteland_3" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Wasteland 3</em></a> anspielen und eine Rezension schreiben. Auch <a href="/de/newsletter/" rel="">meinen Newsletter</a> habe ich seit seit Ewigkeiten nicht mehr geschrieben, was ich heute ändern will. Ich muss schon zugeben, dass ich vor diesem Urlaub ziemlich erschöpft war, aber Norwegen war eine tolle Erfahrung und diese zehn Tage auf dem Bike haben meinen Körper und meinen Geist wieder aufgeladen. Jetzt bin ich bereit, mich wieder ins Getümmel zu stürzen.</p>
<p>Das Einzige, was ich in letzter Zeit nicht vernachlässigt habe, war <a href="https://privatecitizen.press" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Podcast</a>, da ich in der Woche vor meiner Abreise noch <a href="https://privatecitizen.press/episode/34/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwei</a> <a href="https://privatecitizen.press/episode/35/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folgen</a> veröffentlicht habe und für  morgen eine weitere plane. Außerdem werde ich in den kommenden Tagen einen Reisebericht über die Motorradtour schreiben. Es gibt viel zu tun. Ich mach mir jetzt nen Kaffee und fange an!</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Licht am Ende des Tunnels</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/motorrad-probleme-teil2/</link>
    <pubDate>Thu, 06 Aug 2020 19:05:38 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/motorrad-probleme-teil2/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die Guzzi-Teile sind rechtzeitig in Altona angekommen und es sieht so aus, als würde mein Bike doch noch die norwegischen Fjorde zu sehen bekommen.</em></p>
<p>Langsam geht es aufwärts. Ende letzter Woche hab ich die Jungs von <a href="https://www.msaltona.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motorrad Service Altona</a> besucht, um mal zu gucken, wie es um die <a href="/de/blog/2020/motorrad-probleme/" rel="">der Reparatur meiner Moto Guzzi V7 steht</a>. Wie ihr euch vielleicht erinnert, ist mein Bike gerade in der Werkstatt, weil das Getriebe weniger als einen Monat vor der alljährlichen großen Motorradtour mit Dad kaputt gegangen ist. Dieses Jahr wollten wir eigentlich eine Woche lang durch Norwegen fahren.</p>
<p>In Altona bot sich mir ein herzzerreißender Anblick: Die Roci war in Einzelteilen über die ganze Werkstatt verstreut. Das Bike war komplett zerlegt und wartete nun auf das Eintreffen der Ersatzteile. Glücklicher-, aber eigentlich untypischerweise, schaffte es Guzzi, alle Teile rechtzeitig zu liefern und die Jungs von MSA konnten sich an die Arbeit machen. So wurde mein geliebtes Bike Stück für Stück mit den entsprechenden Ersatzteilen wieder zusammengebaut.</p>


<p>Dieser Prozess ist natürlich extrem zeitaufwändig – und damit teuer. Aber wie ich bereits geschrieben habe: Es ist mir wichtig, Dinge zu reparieren. Und ich bin froh, eine Werkstatt mit Leuten gefunden zu haben, die auch so denken. Ich habe keine Probleme damit, dafür fair zu zahlen, auch wenn es teuer wird. Die Rechnung tut natürlich weh, aber dieses Motorrad und ich haben viel durchgemacht  und es gibt schließlich einen Grund, warum ich Guzzi statt BMW fahre: wegen der damit verbundenen Emotionen. Dazu gehören jetzt auch die eher negativen Emotionen, die mit einem Getriebe verbunden sind, das nach 70.000 Kilometern stirbt. Und die Emotionen wegen der Ersatzteile, die astronomisch teuer sind.</p>
<p>Aber so schmerzhaft die Bilder eines in Einzelteile zerlegten Motorrads auch sind, man muss zugeben: Dieser Motor ist ein Kunstwerk. Es ist ein wunderschönes Design. Man kann deutlich Guzzis Wurzeln in der Luftfahrt erkennen.</p>


<p>Und es scheint so, als ob die Jungs bei MSA es geschafft hätten, alles wieder funktionstüchtig zu machen. Heute erhielt ich den Anruf, dass das Motorrad fertig ist und dass ich es morgen abholen kann. Unter der Bedingung, dass eine gründliche Testfahrt keine Probleme zu Tage bringt. Da ich aber keinen weiteren Anruf bekommen habe, scheint alles in Ordnung zu sein. Morgen fahre ich also nach Altona, um eine V7 Special mit komplett überarbeitetem Getriebe und Kupplung abzuholen.</p>
<p>Was wiederum bedeutet, dass, sofern nicht in letzter Minute wieder eine akute Coronavirus-Panik ausbricht, ich nächste Woche mit meinem eigenen Motorrad nach Norwegen fahren kann. Ich kann es kaum erwarten, die Fjorde mit meinen eigenen Augen zu sehen. Und ich bin sehr dankbar, die Tour mit dem Motorrad fahren zu können, das ich so sehr liebe! Ich werde euch darüber auf dem Laufenden halten, wie es weitergeht. Nachdem wir bereits so viele Hindernisse überwunden haben, bevor die Tour überhaupt begonnen hat, bin ich sicher, dass auch die Reise selbst sehr aufregend sein wird.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Preis der Nachhaltigkeit</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/motorrad-probleme/</link>
    <pubDate>Fri, 24 Jul 2020 14:27:45 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/motorrad-probleme/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Was passiert, wenn man auf einer Moto Guzzi 70.000 Kilometer weit über Stock und Stein fährt? Das Getriebe zerfällt zu Staub.</em></p>
<p>Meine derzeitigen Lebensumstände sind ein wenig mehr eine Achterbahnfahrt, als mir, um ehrlich zu sein, lieb wäre. Abgesehen von einem Umzug quer durch das halbe Land, bei dem viel zu planen ist und der immer unvorhergesehene Umstände mit sich bringt, war der Job in letzter Zeit auch besonders unplanbar. Da ich gerade ziemlich viel arbeite, wäre es wirklich schön, mal ein bisschen Urlaub zu haben, auf den man sich freuen kann. Aber auch das erweist sich in diesem Jahr schwieriger als gedacht.</p>
<p>Im vergangenen Herbst hatten mein Vater und ich angefangen, Pläne für eine Motorradtour durch Norwegen in diesem Sommer zu machen. Wir hatten Anfang dieses Jahres alles gebucht (Fähren und Unterkünfte) und dachten, dass wir somit für die Reise Ende August reisefertig seien. Und dann kam die Coronavirus-Situation dazwischen. Die Reise war also lange Zeit in Gefahr. Vor einigen Wochen erhielten wir dann die freudige Nachricht, dass wir jetzt wieder durch Dänemark nach Norwegen reisen dürfen. Das ist unsere geplante Reiseroute für die Tour:</p>
<div style="background-color: #ffffff; padding: 3px;"><iframe title="Norway 2020" aria-label="chart" id="datawrapper-chart-wETax" src="https://datawrapper.dwcdn.net/wETax/2/" scrolling="no" frameborder="0" style="width: 0; min-width: 100% !important; border: none;" height="548"></iframe><script type="text/javascript">!function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(a){if(void 0!==a.data["datawrapper-height"])for(var e in a.data["datawrapper-height"]){var t=document.getElementById("datawrapper-chart-"+e)||document.querySelector("iframe[src*='"+e+"']");t&&(t.style.height=a.data["datawrapper-height"][e]+"px")}}))}();
</script></div>
<p>Da die Öffnung der Grenzen wohl hieß, dass die Reise wie geplant stattfinden würde, beschloss ich, mich wieder an längere Touren zu gewöhnen. Aufgrund meiner Arbeitsbelastung konnte ich in diesem Jahr bisher leider nicht viel fahren. Deshalb bin ich in der vergangenen Woche dann mal einen Tag lang durch Schleswig-Holstein getingelt. Auf dem Rückweg dann der Schock: Mein Motorrad fing an, sehr beunruhigende Geräusche zu machen, und endlich nach Hause geschafft, bemerkte ich, dass auch Öl auslief. Lange Rede, kurzer Sinn: Das Getriebe ist komplett zerschossen.</p>
<h3 id="wir-haben-viel-erlebt" class="headerLink">
    <a href="#wir-haben-viel-erlebt" class="header-mark"></a>Wir haben viel erlebt</h3><p>Ich fahre eine <a href="https://bikez.com/motorcycles/moto_guzzi_v7_special_2013.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Moto Guzzi V7 Special</a>, die im Dezember 2013 gebaut wurde. Sie heißt Rocinante, kurz Roci. Ich habe die Maschine seit Juli 2014. In dieser Zeit bin ich etwas mehr als 70.000 Kilometer auf ihr gefahren. Auf früheren Touren haben mein Vater und ich zweimal die Pyrenäen, den Norden Schottlands und die Alpen bereist. Und ich bin auf ihr nach Zentralschweden gefahren.</p>

<p><em>Meine Moto Guzzi V7 an dem Tag in 2014, als ich sie bekommen habe</em></p>
<p>Ich hatte bisher zwei Crashs mit diesem Motorrad. Auf dem Weg zur Arbeit an einem verregneten Wintertag auf einer Landstraße in der Lüneburger Heide hat mich ein Auto in einem Kreisverkehr geschnitten, während ich herumfuhr, nahm mir die Vorfahrt und zwang mich zu einer Notbremsung. Da das Motorrad kein ABS hat, die Straße regenglatt war, rutschte ich seitlich aus dem Kreisverkehr und fiel vom Bike. Sie bekam eine Beule am Zylinderkopf und am Auspuff und ich verbrannte mir meine Motorradhose an etwas heißem Metall, aber ansonsten ging alles gut.</p>
<p>Der zweite Crash war schwerwiegender. Auf dem Rückweg unserer Schottland-Reise fuhr ich hinten auf ein Auto auf, dem mein Vater nur knapp ausweichen konnte. Ich habe mir einige Rippen und ein paar ander5e Dinge geprellt, aber meine Schutzausrüstung bewahrte mich vor weiterem Schaden. Roci erging es schlechter. Der Lenker war stark verbogen, das Scheinwerfergehäuse war völlig zerschossen, und später wurde klar, dass auch ein Gabelholm ersetzt werden musste. Trotzdem schafften wir es gemeinsam nach Hause und ich ließ sie reparieren.</p>
<p>Ich bin auch mal auf einer Wiese in der Schweiz umgefallen, aber da ich zu diesem Zeitpunkt stand und es kaum Schäden gab, zähle ich das nicht wirklich als Unfall.</p>
<p>Dieses Motorrad hat mich durch gute und schlechte Zeiten begleitet. Und neben Touren durch ganz Deutschland war sie mit mir bisher in Frankreich, den Niederlanden, Luxemburg, Belgien, Spanien, Andorra, Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich, England, Schottland, Dänemark und Schweden.</p>

<p><em>2016 in den schottischen Highlands</em></p>
<p>So gut wie niemand fährt diese Motorräder so viel wie ich. Guzzis werden normalerweise an einem sonnigen Samstagnachmittag bis zur nächsten Eisdiele gefahren; wie die meisten Harleys. Ich habe einmal einen Typen auf einer V35 aus dem Jahr 1980 getroffen, die 12.000 Kilometer auf der Uhr hatte. Damals war mein Bike etwas mehr als fünf Jahre alt und hatte mehr als 50.000 Kilometern runter. Deshalb zerschießt es auch das Getriebe bei 70.000 hart erarbeiteten Kilometern. Die meisten V7 werden eine ähnliche Laufleistung wahrscheinlich nicht mal annähernd erreichen.</p>
<h3 id="die-vergessene-kunst-dinge-zu-reparieren" class="headerLink">
    <a href="#die-vergessene-kunst-dinge-zu-reparieren" class="header-mark"></a>Die vergessene Kunst, Dinge zu reparieren</h3><p>Die Reparatur des Getriebes wird mich wahrscheinlich über 4000 Euro kosten. Sowas wird von Fachleuten als &ldquo;nicht kosteneffizient&rdquo; bezeichnet. Für etwas mehr als 5000 Euro könnte ich ein Ersatzbike (exakt dasselbe Modell) mit rund 10.000 Kilometern auf der Uhr bekommen. Aber ich will kein anderes Motorrad.</p>
<p>Ein Grund ist sicherlich, dass ich dieses Motorrad liebe. Genau dieses. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht und so viele Abenteuer erlebt. Wir haben gefährliche Situationen, Crashes und mechanische Probleme überstanden; eisiges Wetter, Regen und brütende Hitze. Ich bin mit ihr den höchsten Pass in den Alpen hinaufgefahren und über schnurgerade Straßen in Norddeutschland. Entlang der Seen in Schweden und der Schweiz. Durch englischen Nebel und endlose Tage schottischen Nieselregen. Ich habe mit ihr Urlaub gemacht und bin auf ihr zur Arbeit gependelt. Ich habe sogar auf diesem Bike geschlafen. Ich werde sie nicht aufgeben.</p>

<p><em>Im letzten Jahr in den französischen Alpen</em></p>
<p>Der zweite Grund, warum ich sie reparieren möchte, ist wahrscheinlich ein genauso emotionaler. Ich hasse unsere moderne Wegwerfgesellschaft. Ich habe hier ein perfekt funktionierendes Motorrad – der Rahmen ist in perfektem Zustand, die Elektronik funktioniert und Motor und Endantrieb sind immer sehr gründlich gewartet worden – mit einem einzigen kaputten Bauteil. Und alle sagen mir immer wieder, ich solle es verschrotten lassen und mir neues Motorrad kaufen. Warum nicht reparieren? Weil die Teile von Guzzi viel zu teuer sind? Weil es schwer ist, eine Reparaturwerkstatt zu finden, die das auch wirklich kann? Davon lasse ich mich nicht abhalten. Zum Teufel mit der Wirtschaftlichkeit! Ich hasse es, dass wir immer wieder Dinge wegwerfen, die repariert werden könnten. Von Elektronik, über Kleidung bis hin zu Motorrädern und Autos. Und ich habe mir im letzten Jahr oder so vorgenommen, diesen Trend zu durchbrechen, zumindest für mich selbst. Wir brauchen nicht immer das Neueste und das Beste, nur weil es neu und das Beste ist. Deswegen werde ich mein Smartphone so lange wie möglich benutzen und den Akku reparieren lassen, wenn er schlapp macht. Deswegen habe ich einen Gebrauchtwagen gekauft und werde ihn reparieren, wenn er kaputt geht. Und so wahr mir Gott helfe, ich werde dieses Motorrad reparieren!</p>
<p>Glücklicherweise scheine ich den richtigen Partner für dieses Unterfangen gefunden zu haben. Nach Jahren des Kummers mit offiziellen Moto-Guzzi-Vertragswerkstätten – die in Hannover ist scheiße und mit den beiden offiziellen Service-Zentren in Hamburg habe ich auch nur schlechte Erfahrungen gemacht – wird mein Motorrad jetzt beim unabhängigen <a href="https://www.msaltona.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motorrad Service Altona</a> repariert. Nachdem wir zuerst versucht hatten, ein gebrauchtes Getriebe zu finden – leider scheint im Moment alles auf dem Markt für die V7-II- und V7-III-Modelle zu sein, die eine etwas andere Motorkonfiguration als mein Bike haben und daher nicht kompatibel sind – sagten mir die Jungs von MSA, dass es wahrscheinlich kostengünstiger wäre, ein neues Motorrad zu kaufen. Und als ich dann sagte, dass ich dieses Motorrad repariert haben will , haben sie nicht mit der Wimper gezuckt und angefangen herauszufinden, wie man alle nötigen Teile bekommt. Das ist eine <strong>Reparatur</strong>werkstatt, wie man sie sich wünscht. Die meisten dieser offiziellen Guzzi-Läden sind in erster Linie Verkäufer. Die wollen Motorräder verkaufen und dann mit dem Service Geld verdienen. Aufwändige Reparaturen machen die nicht so gerne (ist denen wahrscheinlich zu viel Arbeit).</p>
<p>Die Frage ist jetzt: Können wir die Teile rechtzeitig für die Reise im nächsten Monat bekommen? Die Beschaffung von Guzzi-Teilen ist notorisch lahm. Mein Vater (ein Honda-Fahrer) lacht sich über sowas immer kaputt. Vor ein paar Jahren hatte das Motorrad meiner Mutter eine Panne am Arsch der Welt in Kroatien und Honda hat ein wichtiges Teil einfach spontan per Fedex dahin geschickt. Die Reparatur des Bikes dauerte insgesamt weniger als zwei Tage. Ich hätte wahrscheinlich mehr als einen Monat gewartet, um ein ähnliches Spezialteil von Guzzi zu bekommen. Wenn es ihnen überhaupt gelungen wäre, an einen so abgelegenen Ort zu liefern. Nun, zumindest wird MSA es jetzt versuchen.</p>
<h3 id="herzinfarkt-schreck" class="headerLink">
    <a href="#herzinfarkt-schreck" class="header-mark"></a>Herzinfarkt-Schreck</h3><p>In der Zwischenzeit hatten wir erst mal einen ganz anderen Schrecken, als wir diese Woche dachten, mein Vater hätte einen Herzinfarkt gehabt. Da die Männer auf dieser Seite der Familie anscheinend eine Vorgeschichte in die Richtung haben, spielt ein gewisser genetischer Faktor eine Rolle, auch wenn wir ansonsten keinen der üblichen Risikofaktoren aufweisen – mein Vater und ich sind beide ziemlich fit und rauchen nicht (abgesehen von einer Zigarre zu seltenen Anlässen). Aber nach einer gründlichen Untersuchung scheint es so, dass seine Probleme nicht mit dem Herzen zu tun haben. Glücklicherweise kennt meine Frau durch ihre Arbeit einige ausgezeichnete Kardiologen, und wir konnten meinen Vater an Katys neuem Arbeitsplatz in Düsseldorf sehr schnell und effizient untersuchen lassen.</p>
<p>Es gibt zwar Probleme, aber die scheinen weit weniger beunruhigend zu sein als ursprünglich angenommen und es ist sehr wahrscheinlich, dass er die Tour mitfahren kann. Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass mein Bike es auch schafft. Sonst muss ich mit Mamas Honda durch Norwegen fahren und werde Roci die ganze Woche über schrecklich vermissen. Wünscht mir Glück!</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Klarstellung zu Folge 353 von _Logbuch: Netzpolitik_</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/klarstellung-lnp353/</link>
    <pubDate>Wed, 15 Jul 2020 17:38:24 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/klarstellung-lnp353/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In der aktuellen Folge von Logbuch: Netzpolitik geht es am Rande um einen Artikel von mir zur Corona-Warn-App. Dort werden Aussagen getroffen, die ich so nicht stehen lassen will. Deshalb hier einige Fakten zu dem Thema.</em></p>
<p>In <a href="https://logbuch-netzpolitik.de/lnp353-ein-geisterfahrer-tausende" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Folge 353 des Podcasts <em>Logbuch: Netzpolitik</em></a> mit <a href="https://metaebene.me" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tim Pritlove</a> und <a href="https://linus-neumann.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Linus Neumann</a> liest Linus zu Beginn der Folge eine E-Mail von Dirk Kretzschmar vor, den ich zur Entwicklung der Corona-Warn-App für den Artikel <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/TUeV-Pruefung-der-Corona-App-Luecken-gefunden-Kritik-am-Veroeffentlichungstermin-4782537.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TÜV-Prüfung der Corona-App: Lücken gefunden, Kritik am Veröffentlichungstermin</a> bei <em>heise online</em> interviewt hatte. Eigentlich war für mich das Thema dieses Interviews bisher durch, aber angesichts dieser neuen Entwicklung scheint es mir wichtig, mich noch einmal zu äußern. Da diese E-Mail einige Zweifel an meiner journalistischen Sorgfalt im Bezug auf diese Geschichte aufwerfen könnte, möchte ich hier ein paar Dinge klarstellen.</p>
<hr>
<h3 id="1-zeitpunkt-und-umstände-des-interviews" class="headerLink">
    <a href="#1-zeitpunkt-und-umst%c3%a4nde-des-interviews" class="header-mark"></a>1. Zeitpunkt und Umstände des Interviews</h3><p>Das Interview mit Herrn Kretzschmar wurde mir von der PR-Abteilung der TÜV Informationstechnik angeboten und es gab von Anfang an keine Zweifel, dass alles während des Gesprächs gesagte (wenn nicht explizit anders spezifiziert – was während des Gesprächs nicht passiert ist) on the record ist und in einen Artikel für <em>heise online</em> eingehen kann. Das Interview fand am Abend des 08.06.2020 statt.</p>

<p><em>Bestätigung des Gesprächstermins durch eine Sprecherin der TÜV Informationstechnik</em></p>
<p>Zu diesem Zeitpunkt stand als Veröffentlichungstermin der App der 16.06.2020 fest. Im Gespräch zwischen mir und Herrn Kretzschmar gab es absolut keinen Zweifel daran, dass wir bei der Veröffentlichung über diesen Termin reden.</p>
<h3 id="2-veröffentlichungszeitpunkt-des-artikels" class="headerLink">
    <a href="#2-ver%c3%b6ffentlichungszeitpunkt-des-artikels" class="header-mark"></a>2. Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels</h3><p>Ich habe den entsprechenden Artikel am Vormittag des 12.06.2020 geschrieben. Nach meinem Interview hatte ich von Herrn Kretzschmar zu diesem Zeitpunkt genau eine Mail bekommen, in der es keine Hinweise darauf gibt, dass er irgendeine seiner Aussagen aus unserem Gespräch revidieren wollte. Ich habe Herrn Kretzschmar eindeutig zu verstehen gegeben, dass ich eine Meldung bei <em>heise online</em> veröffentlichen werde. Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich gegenüber irgendjemandem in einer Richtung geäußert, die irgendwen dazu hätten verleiten können, zu glauben, der Artikel wird nicht mehr veröffentlicht.</p>

<p><em>Inhalt der einzigen E-Mail, die ich zwischen Interview und Veröffentlichung des Artikels von Herrn Kretzschmar erhalten habe</em></p>
<p>Die Meldung wurde aus zwei Gründen zu dem, für eine Online-News-Meldung zugegeben späten, Zeitpunkt veröffentlicht. Erstens weil ich mehrere Tage lang versucht habe, die von Herrn Kretzschmar geäußerten Bedenken von anderer Seite zu bestätigen. Leider waren während meiner Recherchen keine entsprechenden Git-Commits im Repo der Corona-Warn-App zu finden (was sich allerdings mit dem von Herrn Kretzschmar und von anderen beschriebenen Veröffentlichungsverfahren des Codes der App deckte) und niemand sonst, der an der Entwicklung oder am Testen der App beteiligt war, wollte mit mir on the record darüber sprechen. Zweitens gab es bei der Kommunikation zwischen mir und der <em>heise-online</em>-Redaktion ein Missverständnis, welches dazu führte, dass meine Meldung erst am späten Freitagnachmittag veröffentlicht wurde und nicht ein paar Stunden früher. Ein Faktor war sicherlich auch, dass dieser Freitag in Niedersachsen (Heise sitzt in Hannover) ein Brückentag war.</p>
<h3 id="3-es-gibt-viele-gegner-der-app" class="headerLink">
    <a href="#3-es-gibt-viele-gegner-der-app" class="header-mark"></a>3. &ldquo;Es gibt viele Gegner der App&rdquo;</h3><p>In der im  <em>Logbuch: Netzpolitik</em> verlesenen Mail sagt her Kretzschmar &ldquo;es gibt viele Gegner der App&rdquo; in einem Kontext, der so verstanden werden könnte, dass ich damit gemeint bin. Deswegen hier noch einmal zum Mitschreiben: Ich bin und war nie Gegner der Corona-Warn-App oder der Contact-Tracing-Schnittstelle von Apple und Google. Ich fordere jeden, der das behauptet, heraus, diese Meinung an Hand der unzähligen von mir <a href="https://www.heise.de/suche/?q=scherschel&#43;corona&amp;sort_by=date&amp;rm=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dazu verfassten Artikel</a> oder der <a href="https://privatecitizen.press/tags/contact-tracing/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stunden an Podcast-Material zu dem Thema</a> stichfest zu belegen.</p>
<p>Was stimmt ist, dass ich Kritik speziell am PEPP-PT-Projekt geäußert habe und außerdem immer wieder die Meinung vertrat, dass es fraglich ist, ob solche Apps grundsätzlich funktionieren – d.h. ich habe sie unter anderem als &ldquo;Luftschlösser von Technokraten&rdquo; und &ldquo;Solutionismus&rdquo; bezeichnet. Ich habe dabei aber immer klar gestellt, dass ich keine Zweifel an der Datenschutztauglichkeit oder der grundsätzlichen Sicherheit der deutschen App habe. Oder dagegen bin, dass sie entwickelt wird. Ganz im Gegenteil: Ich habe die Entwicklung durchgehend als vorbildliches Open-Source-Projekt gelobt und den Umgang der Entwickler mit Sicherheitsproblemen als positives Beispiel herausgestellt. Als vielerorts gesagt wurde, der Bund habe zu viel Geld für diese App ausgegeben, habe ich immer die gegenteilige Meinung dazu vertreten.</p>
<p>Dass ich die Frage gestellt habe, ob Contact Tracing per Bluetooth grundsätzlich funktionieren kann und ob es nicht vielleicht bessere Lösungen zum Bekämpfen der COVID-19-Epidemie gibt, heißt nicht, dass ich ein &ldquo;Gegner der App&rdquo; bin. Jedem, der meine Artikel aufmerksam liest oder meine Podcasts hört, müsste das eigentlich unmissverständlich klar sein. Diese Fragen zu stellen muss legitim sein. Und wir wissen nach wie vor keine Antworten darauf. Es handelt sich hierbei um Dinge, über die es erst nach Monaten (oder sogar Jahren) wissenschaftlich belastbare Daten geben wird.</p>
<h3 id="4-theoretische-angriffe" class="headerLink">
    <a href="#4-theoretische-angriffe" class="header-mark"></a>4. &ldquo;Theoretische Angriffe&rdquo;</h3><p>In der besagten Mail sagt Herr Kretzschmar wohl auch (leider liegt mir der Originaltext nicht vor), er habe mit mir &ldquo;theoretische Angriffe&rdquo; besprochen und rumgesponnen &ldquo;was denn so passieren könne&rdquo;. Um das hier auch noch mal klarzustellen, Herr Kretzschmar hat mit mir in seiner Funktion als Verantwortlicher der TÜV Informationstechnik (die offiziell mit einem Sicherheitstest der App betraut war) on the record gesprochen. Ich stehe einhundert Prozent hinter allen in dem Artikel zitierten Passagen. Was in diesem Artikel steht, hat Herr Kretzschmar mir so gesagt. Natürlich haben wir über theoretische Angriffe gesprochen – alles zu dieser App war zu diesem Zeitpunkt theoretisch, sie war schließlich noch nicht veröffentlicht. Meine Meldung vermittelt auch keinen gegenteiligen Eindruck.</p>
<p>Wenn ich etwas an diesem Artikel bedauere, dann die Tatsache, dass ich keine unterstützenden oder widerlegende Aussagen on the record bekommen habe, um die Informationen von Herrn Kretzschmar zu vervollständigen. Der Artikel ist so spät erschienen wie er eben erschienen ist, weil ich alles in meiner Macht stehende getan habe, um das zu ändern. Am Ende habe ich dann darauf vertraut, dass mir der Verantwortliche der TÜV Informationstechnik schon ehrlich antworten wird und im Artikel klar gemacht, welche Aussagen von ihm kommen, damit sich der Leser ein eigenes Bild der Sache machen kann. Den Inhalt des Interviews zu ignorieren, war für mich keine Option. Dazu war das Thema zu wichtig und das Interesse der Allgemeinheit zu drängend. Außerdem war Herr Kretzschmar im Gespräch sehr offen und das Gesagte war plausibel und deckte sich mit den Informationen, die ich off the record bekommen hatte und mir aus öffentlichen Quellen ziehen konnte.</p>
<hr>
<p>Ich hatte nach Veröffentlichung des Artikels übrigens auch Kontakt mit Linus Neumann und dachte eigentlich, ihm erklärt zu haben, wie das alles zustande gekommen ist. Er machte auf jeden Fall diesen Eindruck auf mich.</p>
<p>Lieber Linus, lieber Tim: Wenn ihr wollt erkläre ich euch gerne noch mal, wie das alles passiert ist. Auch on the record und am Mikro. Ich habe ein ziemlich professionelles Podcast-Setup und <a href="https://studio-link.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studio Link</a> ist auch installiert.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: Teil der Notizen, die ich mir während des Kretzschmar-Interviews gemacht habe</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>I Wish I Was in the Land of Cotton</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-64/</link>
    <pubDate>Sun, 12 Jul 2020 18:41:38 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-64/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/hell-on-wheels.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Die letzte Sonntagskolumne <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-63/" rel="">kam viel zu spät</a> und am vergangenen Wochenende habe ich sie ganz ausgelassen. Ähnlich sporadisch <a href="/newsletter/2020/" rel="">geht es gerade mit meinem Newsletter</a>, der eigentlich Montags bis Freitags regelmäßig erscheinen sollte. Immerhin habe ich diese Woche <a href="https://privatecitizen.press/episode/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwei Podcast-Folgen produziert</a>.</p>
<p>Wie ich schon beim letzten Mal erzählt habe, gibt&rsquo;s im Moment einfach sehr viel zu tun – beruflich und auch im Haushalt, vor allem wegen ersten Vorbereitungen für den Umzug im September. Und da muss ich manchmal einfach abschalten, wenn ich genug habe. Dann brauche ich halt mal ein, zwei Abende Ruhe; Abende ohne Arbeit. Und auch für dieses Wochenende habe ich mir fest vorgenommen, bis auf diese Kolumne hier nichts zu schreiben.</p>
<p>Hinzu kommt auch noch, dass ich <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-59/" rel="">mir ja ebenfalls entschlossen habe, meine Fitness nicht mehr so schleifen zu lassen</a>. Und dafür geht natürlich auch noch mal Zeit drauf. Das schlägt halt alles etwas auf die Produktivität bei all den Dingen, die ich zusätzlich zu bezahlten Aufträgen so nebenher mache. Aber einer der wichtigsten Beweggründe, mich für die Selbstständigkeit zu entscheiden, war schließlich, dass ich sowas dann auch mal machen kann, wenn ich sehe, dass es nötig ist.</p>
<p>Am besten hilft mir an solchen Abenden oder am Wochenende, wenn ich meine Arbeit komplett vergessen will, ein Ausflug in eine Parallelwelt. Ich muss dann eigentlich immer mein Handy lautlos stellen, es weglegen und das Internet samt Social Media komplett ignorieren, da mich ansonsten immer irgendwas in der Welt wieder in den Arbeitsmodus versetzt – das ist halt einer der großen Nachteile am Journalismus: irgendwie ist immer alles dein Job. Da ich seit einiger Zeit die <em>Lonesome-Dove</em>-Serie von Larry McMurtry lese und wieder angefangen habe <em>Red Dead Redemption 2</em> zu spielen, ist diese Parallelwelt für mich im Moment der Wilde Westen.</p>
<p>Nachdem ich so ziemlich alle Western-Filme durchgeschaut habe, die Netflix und Amazon in Originalsprache anbieten, hab ich dann glücklicherweise bei Amazon die Serie <em>Hell on Wheels</em> mit dem großartigen Anson Mount gefunden, der schon bei <em>Star Trek Discovery</em> einer der wenigen Lichtblicke war. <em>Hell on Wheels</em> ist jetzt nicht die beste Fernsehserie, die ich je gesehen habe, aber sie ist ein ehrlicher, dreckiger Western und Anson Mount, Common und Colm Meaney reißen es raus. Die Figur, die Mount da spielt ist wirklich ein erstklassiger Western-Antiheld. Außerdem ist der Aspekt mit dem Eisenbahn-Bau zwar ein klassisches Western-Thema, wurde aber bisher auf der Leinwand nicht in dieser Breite behandelt.</p>
<p>Ich binge das gerade ziemlich hart, wenn ich nicht bei RDR2 in den Bergen tagelang auf Pelzjagd unterwegs bin. Falls ihr auch etwas Ablenkung vom Alltag braucht, kann ich die Serie durchaus empfehlen.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Niemals Langeweile</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-63/</link>
    <pubDate>Fri, 03 Jul 2020 19:11:53 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-63/</guid>
    <description><![CDATA[<div class="featured-image">
                <img src="/img/2020/podcast-prep.jpg" referrerpolicy="no-referrer">
            </div><div class="details admonition abstract open">
    <div class="details-summary admonition-title">
        <span class="icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M48 48a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm0 160a48 48 0 1 0 48 48 48 48 0 0 0-48-48zm448 16H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16zm0-320H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16V80a16 16 0 0 0-16-16zm0 160H176a16 16 0 0 0-16 16v32a16 16 0 0 0 16 16h320a16 16 0 0 0 16-16v-32a16 16 0 0 0-16-16z"/></svg></span>Digital Total<span class="details-icon"><svg class="icon"
    xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 256 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M224.3 273l-136 136c-9.4 9.4-24.6 9.4-33.9 0l-22.6-22.6c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9l96.4-96.4-96.4-96.4c-9.4-9.4-9.4-24.6 0-33.9L54.3 103c9.4-9.4 24.6-9.4 33.9 0l136 136c9.5 9.4 9.5 24.6.1 34z"/></svg></span>
    </div>
    <div class="details-content">Dieser Text ist Teil meiner Kolumne <a href="/de/series/ausgefuchst/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Ausgefuchst</strong></a>, die von Januar 2019 (mit einigen Unterbrechungen) bis September 2022 in 111 Ausgaben in diesem Blog veröffentlicht wurde; zuerst Sonntags, dann immer Montags. Seit Januar 2021 schreibe ich zudem meine Dienstags-Kolumne <a href="/de/series/digital-total/" rel=""><svg class="icon"
xmlns="http://www.w3.org/2000/svg" viewBox="0 0 512 512"><!-- Font Awesome Free 5.15.4 by @fontawesome - https://fontawesome.com License - https://fontawesome.com/license/free (Icons: CC BY 4.0, Fonts: SIL OFL 1.1, Code: MIT License) --><path d="M464 480H48c-26.51 0-48-21.49-48-48V80c0-26.51 21.49-48 48-48h416c26.51 0 48 21.49 48 48v352c0 26.51-21.49 48-48 48zM128 120c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm0 96c-22.091 0-40 17.909-40 40s17.909 40 40 40 40-17.909 40-40-17.909-40-40-40zm288-136v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12zm0 96v-32c0-6.627-5.373-12-12-12H204c-6.627 0-12 5.373-12 12v32c0 6.627 5.373 12 12 12h200c6.627 0 12-5.373 12-12z"/></svg> <strong>Digital Total</strong></a>.</div></div>
<p>Ich hab mich nicht mehr gelangweilt, seit ich ein kleines Kind war. Ich glaube ziemlich genau, seit ich damals meinen ersten Computer geschenkt bekommen habe. Seitdem bastle ich eigentlich immer an irgendwas herum: Einem Spiel, einer Grafik, einem Text und gelegentlich auch mal an Programmcode.</p>
<p>Wie beschäftigt ich momentan bin, könnt ihr zum Beispiel gut daran sehen, dass ich hier gerade eine Sonntagskolumne am folgenden Freitag nachreiche. Wenn mir irgendwann diese Woche langweilig gewesen wäre, hätte ich mir ja die Zeit damit vertreiben können, einen Text für besagte Kolumne zu schreiben.</p>
<p>Ich bin jetzt knapp eineinhalb Jahre lang selbstständig. In dieser Zeit gab es nicht einen einzigen Tag, an dem ich nicht wusste, was ich für <strong>fab.industries</strong> als nächstes machen würde. Ich habe fast durchgehend mehr Auftragsangebote, als ich annehmen kann. Und auch all die Dinge, die ich neben bei für dieses Blog, <a href="https://privatecitizen.press" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinen Podcast</a> oder <a href="http://twitch.tv/foxtrotalfabravo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den Twitch-Kanal</a> machen will, kriege ich bei weitem nicht alle geschafft.</p>
<p>Wenn mir Leute sagen, ihnen sei langweilig, verstehe ich ehrlich gesagt gar nicht, was sie meinen. Ich weiß gar nicht mehr, wie sich das anfühlt. Auf der einen Seite ist es natürlich gut, immer was zu tun zu haben. Auf der anderen Seite kann es aber auch ganz schön anstrengend sein. Seit ich Freelancer bin mache ich eigentlich nur noch Sachen, die mir Spaß machen. Das Problem dabei ist dann natürlich, dass man Arbeit und Hobby nicht mehr auseinanderhalten kann. Das führt dann dazu, dass man tagelang durcharbeitet, weil es Spaß macht. Aber stressig ist das Ganze ja trotzdem am Ende.</p>
<p>Ich muss halt immer ziemlich aufpassen, dass ich auch genug Pausen und zwischendurch mal ein paar Tage Urlaub mache. Das ist dieses Jahr, mit der etwas speziellen Job-Situation meiner Frau gerade und dem dadurch bedingten Umzug, nicht ganz so einfach wie im letzten Jahr. Aber ich will mich trotzdem nicht beschweren. Es könnte schlimmer sein. Ich könnte hier vor Langeweile verschimmeln.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>In Deutschland ist nicht genug verboten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-62/</link>
    <pubDate>Sun, 21 Jun 2020 20:09:58 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-62/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eine Sonntagskolumne über die Unschuldsvermutung, die Pandemie und die Eppendorfer Muttis.</em></p>
<p>Ich überlege seit Wochen, warum ich beim Anblick der allgegenwärtigen Corona-Maske ein komisches Gefühl in der Magengegend habe. Und ich glaube, ich habe jetzt endlich verstanden, warum ich reflexartig eine schlechte Vorahnung beim erkennbarsten Zeichen unserer neuen Gesellschaftsordnung habe. Im &ldquo;new normal&rdquo; der nie enden wollenden Pandemie haben wir die Unschuldsvermutung auf den Kopf gestellt. &ldquo;Ich trage eine Maske, um dich zu schützen, falls ich krank bin&rdquo; heißt ja eigentlich nichts anderes als: Wir gehen erst mal davon aus, dass wir alle krank sind, bis das Gegenteil bewiesen ist. Und selbst dann ist es wohl besser, wenn wir davon ausgehen, dass wir ansteckend sind.</p>
<p>Das mag medizinisch und epidemiologisch völlig richtig sein. Aber es macht etwas mit unserer Gesellschaft, dass nicht gut ist. Gar nicht gut. Es ist kein weiter Schritt von &ldquo;krank, bis das Gegenteil bewiesen ist&rdquo; bis zu &ldquo;schuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist&rdquo;. Hört sich wie Übertreibung an? Geht mal raus und hört den Leuten so zu…</p>
<p>Case in point: Die Tage waren Katy und ich zum ersten mal seit Monaten mal wieder spontan in der Stadt was essen. Wir haben uns ein nettes vegetarisches Restaurant in Eppendorf ausgeguckt und genossen da gerade unser Curry, als sich so zwei typische Eppendorfer Muttis an den Nebentisch setzten. Die waren uns ja schon suspekt, als sie, anstatt Essen zu bestellen, stundenlang an ihren Drinks nippten und dann von zu Hause mitgebrachte Nüsse auspackten. Und dann ging es los. Als die Familie am Nebentisch aufstand, um zu gehen, wurden die erst mal angemeckert, weil die dabei nicht genug Abstand einhielten.</p>
<p><em>HALTEN SIE ABSTAND!!!! Unglaublich. Warum halten die keinen Abstand? Ich umarm extra meine Freundinnen nicht – weil das ja verboten ist um uns alle zu schützen – und die halten keinen Abstand! Unmöglich! Ich würde natürlich auch Abstand halten, wenn es nicht verboten wäre. Man bringt ja seine Opfer! Überhaupt, was in Deutschland alles nicht verboten ist… Unglaublich. In Deutschland müsste viel mehr verboten sein!</em></p>
<p>Da gehst du in die Stadt, um entspannt was zu essen, und dann musst du am Nebentisch solchen Deppen zuhören. Die Eppendorfer Muttis denken echt, es sei in Deutschland verboten, Menschen zu umarmen. Ich hätte die mal fragen sollen, mit welchem Gesetz das verboten wurde. Oder was die Strafe ist. Erschießungskommando? Und diese Muttis denken – und sagen das auch noch in der Öffentlichkeit! – dass in Deutschland nicht genug verboten ist? In <strong>Deutschland</strong>? Waren die überhaupt schon mal wo anders? Wenn denen in Deutschland nicht genug verboten ist, wo wollen die dann leben? In China? In Nordkorea? Die Eppendorfer Muttis sahen jetzt nicht so aus, als hätten sie früher in der DDR gelebt. Die wissen also wahrscheinlich nicht, wovon sie reden. Mehr verboten…</p>
<p>Ich glaub die Eppendorfer Muttis hätten es gerne, wenn wir die Unschuldsvermutung auf den Kopf stellen. Für &ldquo;Corona&rdquo; haben sie das sicherlich schon lange getan. So wie die beiden mich angeguckt haben, als ich wegen meiner Gräserallergie ein oder zwei Mal niesen musste.</p>
<p>Ich kann aus diesen Beobachtungen nur einen Schluss ziehen: Fuck die Eppendorfer Muttis. Und fuck alle, die Masken tragen, wenn es nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten keinen Sinn macht. Eure Schlangenöl-Mentalität macht mehr kaputt, als ihr überblicken könnt. Wenn wir nicht langsam gegensteuern, verblödet die ganze Gesellschaft und wir werden alle zu Eppendorfer Muttis, die sich ihre eigenen Nüsse mit ins Restaurant bringen.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die App muss kommen!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-61/</link>
    <pubDate>Sun, 14 Jun 2020 21:35:27 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-61/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Man sollte doch meinen, Menschen würden es generell begrüßen, wenn man versucht, die Öffentlichkeit umfassend zu informieren. Gerade was die Corona-App der Regierung angeht, scheint dem aber nicht so zu sein.</em></p>
<p>Ich beschäftige mich jetzt seit über zwei Monaten mit der Idee des Contact Tracing im Kampf gegen SARS-CoV-2. In dieser Zeit habe ich, unter anderem, ausführlich über die deutsche Corona-Warn-App geschrieben – <a href="/de/blog/2020/link-0018/" rel="">zuletzt diesen Freitag und übers Wochenende</a>. Was mich an diesem Thema wirklich sehr beunruhigt, ist die klare Tendenz ganz vieler Leute, über offensichtliche Probleme hinwegzuschauen, wenn das bedeutet, dass es so aussieht, als ob etwas getan wird. Was getan wird, ist eigentlich egal, Hauptsache irgend etwas passiert. Stellen, die normalerweise extrem kritisch sind, was den Datenschutz oder die IT-Sicherheit angeht, sind auf einmal bereit ein, oder auch mal zwei, Augen zuzudrücken. Weil &ldquo;bei Corona&rdquo; anscheinend der Zweck die Mittel heiligt. Hauptsache die App kommt in die App Stores. So schnell wie möglich!</p>
<p>Nach allem, was ich gesehen habe, machen die Entwickler bei SAP und Telekom und die Tester, die in Zusammenarbeit mit dem BSI die App prüfen, einen sehr guten Job. Aber dann wird einfach mir nichts, dir nichts ein Termin für die Veröffentlichung festgelegt und alle fragen nur, wie hoch sie springen sollen. Anstatt vielleicht mal kritisch zu hinterfragen, ob so eine App, die sicher auf Millionen von Smartphones unter zwei komplett unterschiedlichen Betriebssystemen laufen soll, nicht mehr als sechs Wochen Entwicklung und Sicherheits-Tests braucht. Wie sowas in die Hose gehen kann ist ja an anderen Orten auf der Welt, etwa in Australien, schön zu sehen.</p>
<p>Ich hätte auch ein besseres Gefühl bei dieser App, wenn die Beteiligten offener darüber reden würden, was wie getestet wurde. Aussagen dazu, wie vertrauenswürdig und sicher diese App ist gibt es mittlerweile viele. Aber welche dieser Presse-Mitteilungen und Nachrichten-Meldungen geht wirklich ins Detail und beantwortet technische Fragen? Was wurde getestet? Welche Schwachstellen wurden gefunden? Wie wurden die behoben? Was wurde nicht getestet? Ich habe mir in den letzten Wochen die größte Mühe gegeben, diese Fragen den richtigen Leuten zu stellen. Konkrete Antworten habe ich nur wenige bekommen. Und das, obwohl ich sagen kann, dass ich vom größten deutschen IT-Nachrichtenmagazin beauftragt wurde, über das Thema zu schreiben. Die PR-Stellen der beteiligten Firmen spielen sich den Ball hin und her, reagieren gar nicht, oder haben mich auf unbestimmte Zeit vertröstet. Und dann versucht man, mit dem wenigen, was man hat, doch was zu schreiben und der Öffentlichkeit Informationen zu verschaffen und alles was man dafür erntet ist Kritik. Und dpa-Gegenmeldungen voller irreführender Informationen, die den Leser davon abhalten sollen, an die eigentlichen Fakten zu kommen.</p>
<p>Das ist traurig. Und es ist kein Dienst an der Öffentlichkeit. Kein Wunder, dass es kaum noch vernünftigen, kritischen Journalismus zu wichtigen Themen wie diesem gibt. Wenn man als Journalist schon in so einer Situation, wo der Quellcode der App offen ist und eigentlich alle am selben Strang ziehen und man Kontakte bei vielen der beteiligten Organisationen hat, nicht an klare Informationen ran kommt, wie soll so was dann erst funktionieren, wenn die Gegenseite wirklich mal was vor der Öffentlichkeit verbergen will? Und alles nur, weil man <em>ja</em> nichts berichten soll, was auch nur ansatzweise negativ aufgefasst werden könnte. Weil die Öffentlichkeit ja dann sofort das Vertrauen in die App verliert. Und das darf auf keinen Fall passieren! Und die App muss nächste Woche raus! UND DANN WIRD ALLES GUT!!!</p>
<p>Nur leider sorgt ihr in eurer Angst, freie Berichterstattung könnte das Vertrauen in die App zerstören im Endeffekt für genau diesen Vertrauensverlust. Und nebenbei sorgt ihr noch mit dafür, dass es irgendwann keine freie Berichterstattung mehr gibt, weil ihr mit eurem PR-Gegenfeuer auch noch das Vertrauen der Leser in guten Journalismus torpediert.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich hab kein Problem damit, mich mit PR-Leuten zu kloppen und mich bei Kontakten unbeliebt zu machen, um an Informationen zu kommen. Das ist mein Job. Aber ich finde es widerlich, dass ich das tun muss, wenn die Bundesregierung eine Open-Source-App zur Rettung der Menschheit programmieren und testen lässt. Genau bei so einer wichtigen Sache ist es doch gerade essenziell, dass da mal jemand kritische Fragen stellt. Diese Fragen sollte man begrüßen und beantworten und nicht unbeachtet lassen oder mit PR-Tricks ausmanövrieren.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Nostalgie pur</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-60/</link>
    <pubDate>Sun, 07 Jun 2020 14:41:07 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-60/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Oh Mann, Command &amp; Conquer ist wieder da!</em></p>
<p>Als Teenager habe ich hunderte Stunden und ganze Wochenenden vor meinem PC mit <em>Command &amp; Conquer</em> und <em>Alarmstufe Rot</em> verbracht. C&amp;C und später <em>Schleichfahrt</em> waren mit Abstand meine Lieblingsspiele früher. Stellt euch also meine Freude und Überraschung vor, als ich gestern <a href="https://www.ea.com/games/command-and-conquer/command-and-conquer-remastered" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die neue Remastered Collection</a> von C&amp;C im Steam Store entdeckt habe…</p>
<p>Ich hab das natürlich direkt erst mal gekauft und dann denn heutigen Vormittag in Kindheitserinnerungen geschwelgt. Ich hatte diese beiden Spiele vor ein paar Jahren schon mal im Original ein zweites Mal bei GoG gekauft und durchgespielt, aber diese neue Version hochauflösend auf einem Widescreen-Bildschirm zu spielen, ist schon richtig geil. Die haben dieses Remaster wirklich exzellent umgesetzt. Am Anfang gibt&rsquo;s sogar einen neue Version des EVA-Installers, der erst mal die Grafik upgraded. Echt geil. Vor allem der Teil, wo erst mal IRQ und Ports eingestellt werden und das Ganze dann auf &ldquo;obsolet&rdquo; gesetzt wird.</p>
<p>Die Behind-the-Scenes-Videos und die Tatsache, dass man bei den Spielen jetzt einen Schwierigkeitsgrad einstellen kann, sind auch echt klasse. Das Ganze ist wirklich gelungen! Da fühl ich mich gleich wieder wie zwölf und will mich das ganze Wochenende vor meinem Computer verschanzen – absolutes Nostalgie-Feeling. Manchmal freut man sich ja über die unerwartet einfach so auftauchenden Dinge am meisten.</p>
<p>Aber irgendwie ist es schon unglaublich, dass seit der Veröffentlichung von C&amp;C schon 25 Jahre vergangen sind. Mann, Mann, Mann…</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Webinar mit Bruce Schneier</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/webinar-bruce-schneier/</link>
    <pubDate>Fri, 05 Jun 2020 13:45:52 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/webinar-bruce-schneier/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Am 10. Juni moderiere ich ein kostenpflichtiges Webinar mit Bruce Schneier für Heise.</em></p>
<p>Am kommenden Mittwoch moderiere ich ein zweites Webinar mit Bruce Schneier für Heise. <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-51/" rel="">Das erste Mal</a> hat richtig Spaß gemacht. Bruce zuzuhören ist immer eine Freude. Der Mann ist einfach super intelligent und kann seine Gedanken sehr gut in Worte fassen.</p>
<p>Die Themen des Webinars nächste Woche wurden von mir in Zusammenarbeit mit meinen Ex-Kollegen von Heise Security ausgearbeitet. Der Inhalt kommt natürlich komplett von Bruce. Ich kündige ihn nur an und sammele und bündele die Fragen der Zuschauer.</p>
<ul>
<li><a href="https://www.heise-events.de/webinare/cyberwar" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Cyberwar, Privacy, Schutzkonzepte – Bruce Schneier über die IT-Sicherheit der Zukunft</strong></a></li>
</ul>
<blockquote>
  <p>Bei diesem moderierten Webinar am 10. Juni 2020 tauschen sich die Teilnehmer mit dem international renommierten Verschlüsselungs- und Security-Experten Bruce Schneier über verschiedene Aspekte der IT-Sicherheit aus.  Mr. Schneier wird dabei zwei Stunden zur Verfügung stehen und natürlich auch Fragen beantworten. Im Fokus stehen die Themen Cyberwar und Sinn oder Unsinn (nicht nur) von Antiviren-Anwendungen.</p>
<p>Dabei beurteilt Schneier unter anderem die aktuelle Situation im globalen Cyberwar und welche Rollen beispielsweise die NSA und der britische Geheimdienst GCHQ dabei spielen. Außerdem spricht er über die Schwierigkeiten der Attribution im Cyberwar. Schließlich sind die Grenzen zwischen Hacker-Gruppen und staatlichen Hackern oft nicht klar gezogen.</p>
<p>Spannend wird auch die Antwort auf die Frage, ob man überhaupt Anti-Viren-Scanner braucht und wie sicher man mit etwa Linux oder macOS unterwegs sein kann. Ist es unter Windows realistisch, ohne AV-Scanner unterwegs zu sein, ohne sich einen Trojaner einzufangen? Viele behaupten genau das und schwören auf die Devise: Wer nachdenkt und nicht auf alles klickt, fängt sich auch nichts ein. Außerdem äußert sich Schneier dazu, ob sich die mehrstelligen Beträge lohnen, die Firmen in Endpoint Security investieren.</p>
</blockquote><p>Tickets für das Webinar kosten €150. Wer nicht live dabei sein kann, der kann später auch wie immer eine Aufzeichnung im Heise Shop kaufen.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/User:Rama/people" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rama</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Proaktivität und Fortitude</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-59/</link>
    <pubDate>Sun, 31 May 2020 12:28:03 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-59/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Kümmere dich um die Probleme, die du auch wirklich lösen kannst. Zum Beispiel den acht überflüssigen Kilos, die du mit dir rumschleppst.</em></p>
<p>Ich habe in den letzten Monaten des Pandemie-Wahnsinns eine Menge Dinge gelernt. Über meine Mitmenschen, über die Gesellschaft unseres Landes und über die Personalien und Institutionen, die uns regieren. Aber ohne echte soziale Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts (diese bekloppten Zoom-Parties zählen nicht) wird man natürlich auch introspektiv. Man denkt viel über sich selber nach. Und hierbei habe ich die für mich wichtigsten Entdeckungen von allen gemacht.</p>
<p>Leute, die mich kennen wissen, dass ich eine grauenhafte Schulzeit hatte. Ich bin jahrelang von meinen Mitschülern psychologisch terrorisiert worden – im Volksmund nennt man das auch gerne salopp &ldquo;Mobbing&rdquo;. Das hat sich erst geändert, als ich ein Auslandsjahr in Australien verbrachte. Nicht nur, dass ich da plötzlich meine Peiniger los war, ich habe mich auch selbst gefunden. Seit diesen zwölf Monaten in den Jahren 2000 und 2001 habe ich einen unerschütterlichen Kern der inneren Ruhe. Ich weiß wer ich bin, wo ich herkomme und was ich kann. Später auf der Uni habe ich gelernt, wo ich hin will. Ich habe mir einen Sinn für meine Existenz auf diesem Planeten gesucht.</p>
<p>Seit Australien ist mir ziemlich egal, was andere über mich denken. Ich versuche mich allein darauf zu konzentrieren, was ich tue. Ein wichtiger Teil davon ist, valide Kritik anzunehmen. Das ist einer der schwersten Punkte, aber ich glaube, dass ich hierbei kontinuierlich besser werde, je mehr Zeit vergeht und je mehr Erfahrungen ich sammele. Aber ein anderer wichtiger Aspekt dieser Verbesserung ist es, Meinungen, aus denen ich keine Verbesserung meiner Arbeit oder meines Verhaltens ziehen kann, einfach zu ignorieren. Ich habe über die Jahre gelernt, dass man manche Dinge einfach nicht ändern kann – und es auch gar nicht versuchen sollte. Die Gruppe von Leuten, die partout nichts von dem, was man macht, auch nur irgendwas abgewinnen können, sind es nicht wert, auch nur eine meiner Gehirnsekunden zu belegen.</p>
<p>Stephen R. Covey nennt das in seinem berühmten Buch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_7_Habits_of_Highly_Effective_People" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The 7 Habits of Highly Effective People</em></a> auch Proaktivität. Unterteile dein Leben in die Dinge, die du ändern kannst und die Dinge, auf die du keinen Einfluss hast. Und dann konzentrier deine ganze Energie drauf, die Dinge zu verbessern, die du ändern kannst. Mit anderen Worten: Sei kein Opfer. Verlier dich nicht in den Ungerechtigkeiten des Lebens oder den Privilegien anderer. Sei proaktiv, nicht reaktiv. Bestimme selbst, wer du sein willst und überlasse diese Entscheidung nicht den anderen oder &ldquo;denen da oben&rdquo;.</p>
<p>In Bonn wollten sie mich nicht ins Uni-Radio lassen. Also habe ich 2006 angefangen, zu podcasten. <a href="/de/blog/2019/subscribe-10/" rel="">Das hat mein Leben verändert</a>. Als ich es bei Heise nicht geschafft habe, Dinge zu verändern, die mir wichtig waren, <a href="/de/blog/2018/heise/" rel="">habe ich gekündigt</a>. Auch das hat mein Leben signifikant besser gemacht. Ich habe also in meinem Leben immer wieder die Erfahrung gemacht, dass Veränderungen gut sind. Vor allem, wenn man proaktiv ist und damit sein eigenes Schicksal steuert anstatt darauf zu warten, dass andere das für einen tun.</p>
<p>Im COVID-1984-Wahnsinn ist mir nun bewusst geworden, dass das auch für mein Verhältnis gegenüber der Gesellschaft im Allgemeinen gilt. Ich halte es für meine Pflicht als Bürger und meine Aufgabe als Journalist, meine Meinung kund zu tun und über Dinge zu schreiben, die ich für wichtig halte. Aber wenn soziale Netzwerke dafür nicht mehr taugen, dann bringt es nichts, dort mit Menschen zu diskutieren, die in ihrer Meinung so gefestigt sind, dass sie einem eh nicht zuhören. Und das Gleiche gilt auch für Diskussionen und Gespräche, die in anderen sozialen Rahmen stattfinden. Ich bin immer offen für Diskussionen, in denen beide Seiten zuhören, aber wenn ich das Gefühl habe, dass ich mit Kritik konfrontiert bin, an der ich nichts ändern kann oder jemand nicht mal versucht zu verstehen, was meine Argumente sind, dann ist das für mich dieser Tage ein Grund, mich lieber der nächsten Aufgabe zuzuwenden. Genug zu tun gibt es allemal.</p>
<p>Und der Lockdown hat mir noch etwas verdeutlicht. Ich habe mich in meinem eigenen Selbstbild viel zu reaktiv verhalten und andere bestimmen lassen, wie ich mich selbst sehe. Auch deshalb, weil ich in manchen Dingen einfach zu faul bin. Aber mit der richtigen Motivation kann ich das eigentlich immer überwinden. Und in meinem Fall ist das nun <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-57/" rel="">die UFC</a> und die Erkenntnis, dass Leidensdruck auch etwas Positives sein kann. Ungewöhnliche Persönlichkeiten treten nicht umsonst in ungewöhnlichen Situationen, meist Krisen, auf die Bühne der Geschichte. Laut Dan Crenshaw, dessen Buch <a href="https://books.google.de/books?id=2qOxDwAAQBAJ" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Fortitude: American Resilience in the Era of Outrage</em></a> den nächsten Platz auf meiner Zu-Lesen-Liste belegt, liegt das daran, dass man auf zwei Arten auf harte Umstände reagieren kann: Man kann aufgeben und man kann die Herausforderung suchen.</p>
<p>Und ich bin eigentlich niemand, der aufgibt. Warum habe ich dann bei meinem Doppelkinn aufgegeben und mich seit Jahren nicht mehr wirklich getraut, mich zu rasieren? Warum hab ich mich mit meinen Rettungsringen abgefunden? Anstatt die Herausforderung anzunehmen und mich ein paar harten Umständen auszusetzen? Etwa alle paar Tage zehn Kilometer zu laufen und mit den Schmerzen in meinen Knien und meiner Lunge klarzukommen. Warum habe ich mit der Ausrede abgefunden, dass ich dafür einfach zu viel Arbeit zu tun habe? Arbeit, die ein Großteil der Öffentlichkeit dann eh nur wieder ignoriert, weil meine Erkenntnisse dem Zeitgeist zuwiderlaufen.</p>
<p>Ich habe in diesem ganzen Corona-Wahnsinn vor allem gelernt, mir mehr Zeit für mich zu nehmen. Zeit um etwas Fortitude zu entwickeln, wie Crenshaw es nennt. Befasse dich mit den Problemen, die du auch wirklich lösen kannst. Wenn der Rest von Deutschland sich hinter Masken verstecken und Angst haben will, lass sie doch. Wir haben einen Bierbauch zu besiegen.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wer wohnt schon in Düsseldorf?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-58/</link>
    <pubDate>Sun, 24 May 2020 19:28:03 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-58/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich. Ich wohne bald in Düsseldorf. Sorry, Herbert.</em></p>
<p>&ldquo;Wer wohnt schon in Düsseldorf?&rdquo; singt Grönemeyer in <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Gtd9Bg9S85U" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bochum</em></a>, einer seiner größten Hits. Ich – so lautet bald die Antwort auf diese Frage. Ich weiß, ich weiß… Als echtes Kind des Potts hab ich auch immer so gedacht wie Herbert. Aber was tut man nicht alles für die Forschung. Ich werde Hamburg vermissen. Wenn ich die Wahl hätte, wäre das wohl die Stadt in Deutschland, in der ich am liebsten den Rest meines Lebens verbringen würde. Aber mal ganz ehrlich, Düsseldorf ist jetzt die fünfte Stadt, in der ich innerhalb von zehn Jahren lebe – ich bin offensichtlich nicht für ein sesshaftes Leben gemacht.</p>
<p>Und so geht es nun also auf in neue Abenteuer in einer neuen Stadt. Immerhin ist mir die Gegend drum herum gut bekannt, ich bin schließlich ein paar Kilometer stromabwärts am Ufer von Vater Rhein aufgewachsen. Und nach ein paar neuerlichen Ausflügen muss ich sagen, dass Düsseldorf im Sommer überraschend schön ist. Wenn wir jetzt noch ne schöne Wohnung (mit schnellem Internet) finden und sich der Corona-Wahnsinn wieder legt, kann man da sicherlich auch Spaß haben. Aber keine Angst, ich werd jetzt nicht auf einmal schicki-micki oder so&rsquo;n Scheiß. Im Gegensatz zu Hamburg gibt&rsquo;s um Düsseldorf herum immerhin den Pott, in den ich fliehen kann, wenn mir die ganze High Society zu viel wird. Und man kann immer <a href="/blog/2014/elopement/" rel="">für eine Currywurst nach Bochum</a>.</p>
<p>Vielleicht guck ich mir auch mal wieder ein MSV-Heimspiel an. Oh, da kommt mir gerade die perverse Idee erst mal ein KEV-Trikot zu kaufen. Dann kann ich auch <a href="https://www.youtube.com/watch?v=jgtRrBADtUA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu den lokalen Eishockey-Spielen gehen</a>, hehehe…</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Niedersachsen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-niedersachsen/</link>
    <pubDate>Sun, 24 May 2020 18:17:37 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-niedersachsen/</guid>
    <description><![CDATA[<p>Ein weiteres Voxel-Diorama, das ich vor einigen Jahren gebaut habe, als ich regelmäßig mit der Guzzi durch Niedersachsen gefahren bin. Designed und gerendert mit <a href="https://ephtracy.github.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MagicaVoxel</a>.</p>




]]></description>
</item>
<item>
    <title>Nur die Harten komm&#39;n in Garten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-57/</link>
    <pubDate>Sun, 17 May 2020 19:20:33 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-57/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute in meiner Sonntags-Kolumne Ausgefuchst: Es gibt Leute, die sich drüber aufregen, dass die UFC gerade Live-Sport-Events abhält. Diese Leute sind Idioten.</em></p>
<p>Kurz vor dem Lockdown hab ich ein UFC-Fightpass-Abo abgeschlossen. Im Nachinein stellte sich das als perfekte Investition heraus, denn diese UFC-Kämpfe sind gerade eins der Dinge, die mich im Corona-Wahnsinn bei Verstand halten. Und so gucke ich seit Monaten regelmäßig alte UFC Events, ob beim Kochen in der <strong>fab.industries</strong>-Kantine oder nach Feierabend zum Abschalten. Das Ganze ist ein gutes Ventil, um die Aggressionen abzubauen, die das öffentliche Verhalten vieler Mitbürger gerade regelmäßig in mir auslöst. Und ganz nebenbei sorgt das regelmäßige Anschauen von extrem fitten Menschen, die sehr hart im Nehmen sind dafür, mich dazu zu inspirieren, selber fitter zu werden und sportliche Herausforderungen zu suchen.</p>
<p>Ich hab mich also <a href="/blog/2020/note-0008/" rel="">sehr gefreut</a>, dass die UFC letztes Wochenende mit UFC 249 die Rückkehr von Live-Sport-Events in den USA eingeläutet hat. Aber natürlich ist auch dieser Aspekt des öffentlichen Lebens nicht vom Corona-Wahnsinn befreit. Und deswegen gibt es jetzt natürlich <a href="https://www.youtube.com/watch?v=6xjeliaYsFg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Coronazis</a>, die es für das Schlimmste auf der Welt halten, dass UFC-Chef Dana White es wagt, &ldquo;in diesen Zeiten&rdquo; Live-Events zu veranstalten. Das ganze Theater zeigt ziemlich gut, wie intelligenzbefreit viele Leute gerade argumentieren. Ich mein, diese Events finden in einer leeren Arena statt. Alle, die daran teilnehmen – die Kämpfer, die Schiedsrichter, die Moderatoren, alle Helfer – werden mehrmals auf SARS-CoV-2 getestet. Niemand, der bei PCR- oder Antikörper-Tests positiv ist, darf dabei sein. Alle sind freiwillig da. Und dann tragen die meisten Leute, die dabei sind, noch Masken. <strong>Obwohl keiner in der ganzen Arena oder drumherum den Virus hat.</strong> Darüber hinaus sind UFC-Kämpfer wohl so ziemlich die gesundesten Menschen, die es auf dem Planeten gibt. Sich aufzuregen, dass das stattfindet, ist so unglaublich dumm.</p>
<p>Aber Fab, die Leute werden einem Risiko ausgesetzt !!!11einself!1! Habt ihr se noch alle? Diese Leute sind professionelle Cage Fighter! Die schlagen sich für Geld ohnmächtig! Das ist deren Job. Die treten dir solange mit dem Schienenbein vor die Birne, bis die ein Loch im Schienenbein haben, durch das man den Knochen sehen kann. Und dann treten die mit dem selben Schienenbein weiter. Glaubst du echt, ein Virus mit ner Mortalitätsrate von unter einem Prozent taucht überhaupt auf deren Gefahren-Radar auf? Hast du mal gesehen, <a href="https://www.givemesport.com/1560179-ufc-249-news-images-compare-the-faces-of-tony-fergusons-opponents-and-khabibs-opponent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie Leute aussehen, die fünf Runden mit Tony Ferguson im Käfig überlebt haben</a>? Glaubts du im Ernst, diese Typen haben Angst vor COVID-19? Give me a fucking break. <strong>Das Virus</strong> hat Angst <strong>vor denen</strong>!</p>
<p>Ihr habt doch eh nicht die Nerven dafür, euch UFC-Kämpfe anzusehen. Warum regt ihr euch jetzt drüber auf, dass die stattfinden? Weil ihr zu Hause in eurer Angst schlottert, euch gegenseitig beim Angsthaben bestätigen wollt und es nicht abkönnt, wenn jemand aus der Spirale der Angst ausbricht, deshalb. Das führt euch nämlich vor Augen, wie erbärmlich ihr seid.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stürmische See</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-stuermische-see/</link>
    <pubDate>Sat, 16 May 2020 15:13:15 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/kunst-stuermische-see/</guid>
    <description><![CDATA[



<p>Dieses Voxel-Diorama hatte ich vor Ewigkeiten mal angefangen und jetzt ist es fertig. Inspiriert durch die deutsche Nordsee-Küste, gebaut mit <a href="https://ephtracy.github.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MagicaVoxel</a> von <a href="https://twitter.com/ephtracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ephtracy</a>.</p>
<p>Es gibt auch eine Wallpaper-Version <a href="/img/art/voxels/stormy-seas.png" rel="">für 16:9</a> und <a href="/img/art/voxels/stormy-seas-ultrawide.png" rel="">als Widescreen-Variante</a>.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der digitale Seuchenpass: Die Frage ist nicht wie, sondern ob</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/digitaler-seuchenpass/</link>
    <pubDate>Mon, 11 May 2020 18:02:57 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/digitaler-seuchenpass/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mir wurde vorgeworfen, im Streit um den digitalen Seuchenpass die Argumente der Amischen zu spiegeln. Eine Gegenrede.</em></p>
<p>Wie <a href="/de/blog/2020/link-0008/" rel="">gestern hier im Blog erwähnt</a>, habe ich einen Kommentar bei <em>heise online</em> dazu geschrieben, dass es manche Technik-Nerds gerade für eine gute Idee halten, eine Infrastruktur zu bauen, die dazu verwendet werden wird, Menschen auf Grund der Antikörper in ihrem Blut zu diskriminieren. Ich finde, solche Ideen stimmen nicht mit den im Grundgesetz verankerten Werten der Menschenwürde, der Privatsphäre und der Gleichberechtigung überein. Und deswegen müssen wir uns mit Händen und Füßen dagegen wehren.</p>
<p>Ausgelöst hatten diesen Kommentar die Ideen der Arbeitsgruppe Disposable Identies der Branchenvereinigung IoT Council. Ich hatte den Auftrag, deren Vorschlag zu beschreiben, wollte aber lieber darüber reden, warum wir so etwas nicht brauchen. Meiner Meinung nach ist die wichtige Frage manchmal halt nicht <em>&ldquo;Wie machen wir das am besten?</em> sondern <em>&ldquo;Sollten wir das überhaupt machen?&rdquo;</em> Nun hat Mirko Ross, Mitglied der IoT-Expertengruppe der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA) und am Disposable-Identies-Projekt beteiligt, <a href="https://www.linkedin.com/pulse/das-model-digital-amish-people-ist-keine-antwort-sars-cov-2-ross/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf meinen Kommentar mit einem Text geantwortet</a> in dem er meine Kritik &ldquo;das Modell Digital Amish People&rdquo;<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> nennt. Ich möchte auf einige Stellen dieses Textes im Folgenden detailliert eingehen.</p>
<h3 id="antwort-auf-den-text-von-mirko-ross" class="headerLink">
    <a href="#antwort-auf-den-text-von-mirko-ross" class="header-mark"></a>Antwort auf den Text von Mirko Ross</h3><blockquote>
  <p>Zunächst – und hier kann ich als Insider der Dispodable Identities Arbeitsgruppe sprechen – gibt im Rahmen dieser Tech-Community sehr viel Verantwortungsbewusstsein und Gedanken zur negativen Technikfolgenabschätzung eines digitalen Immunitätsnachweises. Es ist eine wichtige Frage, ob eine solche Lösung zur Stigmatisierung, Benachteiligung oder Ausgrenzung von Personen mit keinem Nachweis der Immunität führt. Dies ist keine technische Frage, sondern eine ethische.</p>
</blockquote><p>Ich habe nicht bestritten, dass sich die Befürworter eines solchen &ldquo;digitalen Immunitätsnachweises&rdquo; entsprechende Gedanken machen. Darum geht es mir aber nicht. Die Entwickler der Atombombe <a href="https://web.archive.org/web/20131126020921/http://www.amphilsoc.org/sites/default/files/proceedings/Hijiya.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">haben sich ebenfalls ethische Gedanken zu den Folgen ihrer Erfindung gemacht</a>. Trotzdem wurde die Bombe auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Mein Argument hier ist: Wenn wir die ethische Frage, ob wir sowas wollen, bereits mit &ldquo;nein&rdquo; beantworten, dann ist die technische Frage irrelevant. Ich bilde mir nicht ein, den Fortschritt aufhalten zu können. Aber wenn wir entscheiden, dass wir eine bestimmte Technik nicht verwenden wollen, können wir es getrost anderen überlassen, sie zu entwickeln.</p>
<blockquote>
  <p>Es ist das Recht von Fabian Scherschel hier eine moralische Grenze zu ziehen, die nicht überschritten werden darf. Und dennoch eine solche Grenze und Haltung ist nicht hilfreich. Sie blendet aus, dass diese Grenze de Facto bereits überschritten wird und dass diese Überschreitung auf einer globalen Klaviatur stattfindet bei der digitalen Technologie auf vielfältige Weise zum Einsatz kommt, um den Gesundheitsstatus von Individuen zu determinieren. Die Kontrolle über Wärmebildkameras zur Identifikation von Menschen mit erhöhter Temperatur im öffentlichen Raum ist nur ein Beispiel aus dem technologischen Methodenkoffer, der bereits angewandt wird.</p>
</blockquote><p>Das ist ein irreführendes Argument. Ich bin der Meinung, dass die vorgeschlagene Methodik nicht mit unseren Grundrechten übereinstimmt. Wenn dem so ist, ist völlig egal, was in anderen Ländern passiert. Wir können es trotzdem hierzulande verbieten. In den USA kann ich ja auch in SS-Uniform und mit einer Hakenkreuzflagge auf der Straße rauf und runter marschieren. Und trotzdem gilt in Deutschland <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__86a.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">§ 86a StGB</a>.</p>
<p>Das Beispiel mit der Temperaturmessung ist übrigens äußerst ungeschickt gewählt, da diese <a href="https://www.bho-legal.com/datenschutz-vs-corona-virus-was-unternehmen-beachten-muessen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach aktueller Expertenmeinung</a> wahrscheinlich nicht rechtens ist wenn sie bei Besuchern durchgeführt wird und nicht absolut freiwillig ist. Und auch hier greift wieder genau jener Umstand, den ich auch in meinem Kommentar angesprochen habe: Wenn wir anfangen, das Leben der Bürger im öffentlichen Raum auf Grund solcher Maßnahmen einzuschränken, sind diese nur noch de facto freiwillig. Was wiederum heißt, dass sie nicht mehr <a href="https://www.it-recht-kanzlei.de/wann-ist-eine-einwilligung-freiwillig-nach-dsgvo.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ohne jeden Druck oder Zwang erfolgt</a> und somit rechtlich gesehen keine Freiwilligkeit vorliegt.</p>
<blockquote>
  <p>Die Frage ist nicht ob wir, als beispielsweise Reisender, einer digitalen Kontrolle unseres Gesundheitsstatus unterliegen, sondern wer diese Kontrolle durchführt und wie die gewonnen Daten gespeichert, verarbeitet und verteilt werden.</p>
</blockquote><p>Doch, das ist genau die Frage. Das <strong>muss</strong> die Frage sein. Das ist eben genau die Stoßrichtung meines Kommentares. Mirko versucht hier Fakten zu schaffen und meinen Kommentar auszumanövrieren, in dem er behauptet, dass sich diese Frage gar nicht erst stellt. Wir haben aber noch keinen digitalen Seuchenpass (bzw. einen &ldquo;digitalen Immunitätsnachweis&rdquo;) und meiner Meinung nach haben wir eine exzellente Rechtsgrundlage, die Einführung eines solchen Instrumentes zu verhindern. Und genau das sollten wir meiner Meinung nach tun.</p>
<blockquote>
  <p>Auf globaler Ebene ist ein &ldquo;opt out&rdquo; der Kontrolle und Überwachung längst nicht mehr möglich. Fabian Scherschel, verschließt seine Augen vor dieser Tatsache. Eine Ablehnende Haltung ist moralisch ethisch richtig, doch wird diese dem Umstand des faktischen nicht Rechnung tragen.</p>
</blockquote><p>Ich habe überhaupt nicht von der globalen Ebene gesprochen. Gesetze und Verordnungen werden nicht global gemacht. Die DSGVO ist ein EU-Gesetz und das IfSG wurde vom Bundestag verabschiedet. Mir geht es darum, diese Gesetze im Hinblick auf den aktuellen Vorschlag mit unseren Grundrechten (sprich dem Grundgesetz) in Einklang zu bringen und zu halten. Was Donald und Boris machen ist mir da erst mal egal.</p>
<blockquote>
  <p>Das Modell &ldquo;digital Amish&rdquo; funktioniert vielleicht auf kleinen regionalen Gruppen bezogen, ist aber längst überholt im globalen Kontext.</p>
</blockquote><p>Was Mirko nicht versteht – oder nicht verstehen will – ist, dass mein Kommentar nicht Technik-feindlich ist. Wer in den vergangenen zwei Jahrzehnten auch nur einen Text von mir gelesen oder eine Podcast-Folge von mir gehört hat wird wissen, wie fern mir sowas liegt. Ich bilde mir nicht ein, verhindern zu können, dass jemand den digitalen Seuchenpass erfindet – meinetwegen auf Blockchain-Basis mit Serverless-Backend und neuralen Netzwerken. So etwas zu denken wäre absurd. Was ich sage ist einfach folgendes: Nur weil jemand sowas erfindet, müssen wir es nicht nutzen.</p>
<p>Das mit den Amischen gleichzusetzen ist rhetorisch geschickt, aber halt auch nicht besonders konstruktiv. Genauso könnte man Merkel als &ldquo;Climate Amish&rdquo; bezeichnen, weil sie den Atomausstieg durchgedrückt hat. Man ist nicht gleich ein religiöser Spinner, nur weil man nach gründlicher Überlegung beschließt, eine bestimmte Technik nicht zu nutzen. Die Atombombe ist zwar erfunden, aber wir können uns trotzdem als Gesellschaft entscheiden, keine zu bauen.</p>
<blockquote>
  <p>Und gerade hier liegt der tragische Irrtum: wenn wir und verschließen und keine besseren Lösungen anbieten, werden die Lösungen mit massiven Einschränkungen der Privatsphäre und individueller Datenhoheit die Oberhand gewinnen.</p>
</blockquote><p>Warum? Ich frage mich, wie Mirko zu diesem Schluss kommt. Können wir nicht einfach standhaft daran festhalten, dass es in unserer Gesellschaft dem Verständnis der Menschenwürde widerspricht, wenn wir Teile der Gesellschaft auf Grund der Antikörper in ihrem Blut oder ihrer Körpertemperatur diskriminieren und von Teilen der Öffentlichkeit ausschließen?</p>
<p>Es wäre sehr einfach, technische Möglichkeiten dafür zu schaffen, dass die Mitglieder bestimmter Religionen keinen Zutritt zu bestimmten öffentlichen Räumen haben. Hier sehe ich aber niemanden mit dem Argument vorpreschen, dass wenn wir sowas nicht technisch auf Basis eines öffentlichen Ledgers und guter Krypto im Rahmen der DSGVO regeln, dass dann früher oder später jemand das ganze mit viel böserer Technik umsetzt. Warum nicht? Weil es gesellschaftlich verankert ist, dass wir in Deutschland institutionelle Diskriminierung auf Basis der Religion einer Person nicht dulden. Was spricht dagegen, das auch für die Immunität gegen bestimmte Krankheiten gelten zu lassen? Meine Ansicht nach rein gar nichts.</p>
<p>Mirko endet damit, das Konzept Disposable Identities wie folgt zu beschreiben:</p>
<blockquote>
  <p>Es ist ein Weg, der den globalen Fakten Rechnung trägt.</p>
</blockquote><p>Und das ist meiner Meinung nach genau der falsche Ansatz. Wir müssen eben dafür sorgen, dass diese &ldquo;globalen Fakten&rdquo; nicht geschaffen werden. Erst mal nur auf dem Boden der Bundesrepublik und später vielleicht in den Grenzen der EU. Das ist unsere ethisch-moralische Verantwortung. Und so etwas kann durchaus den Rest der Welt beeinflussen, wie das gehen kann, kann man gerade an Hand der DSGVO sehr schön sehen.</p>
<p>Genau deswegen gibt es Grundrechte, damit sich manche technischen Lösungen, die im Eifer des Gefechtes als einziger Weg erscheinen, von vornherein trotzdem verbieten. <strong>Weil sie eine schlechte Idee sind.</strong> Und weil es blöd ist, wenn man das erst merkt, wenn es zu spät ist.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/k4z_E8YohnQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Macau Photo Agency</a></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Die <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Amische" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amischen</a> sind eine religiöse Glaubensgemeinschaft aus den USA, die moderne Technologie ablehnt.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Man kann dem Thema nicht davonlaufen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-56/</link>
    <pubDate>Sun, 10 May 2020 20:17:41 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-56/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich hab&rsquo;s versucht heute mal nicht über Dinge zu schreiben, die was mit Corona zu tun haben. Geht gerade einfach nicht.</em></p>
<p>Ich habe mir vor ziemlich genau zwanzig Jahren, in Australien, angewöhnt, irgendwo hinzulaufen, wenn ich mal nachdenken muss. Ich kann beim Wandern meist gut die Seele baumeln lassen und das hilft, wenn ich ein Thema von allen Richtungen durchdenken will oder versuche, auf neue Ideen zu kommen. Heute nachmittag habe ich mir vorgenommen, so lange durch die Gegend zu laufen, bis ich ein Thema finde, über das ich heute in meiner Kolumne schreiben kann und das nichts mit der allgegenwärtigen Seuchen-Situation zu tun hat. Ich habe nämlich das Gefühl, dass ich sonntagnachmittags in letzter Zeit nur noch über diesen Themenkomplex schreibe. Und das will ich gerade nicht mehr. Jedenfalls nicht in dieser Kolumne.</p>
<p>Nach mehr als zehn Kilometern Alsterwanderweg muss ich jetzt allerdings kapitulieren. In meinen Gedanken dreht sich gerade einfach alles um die aktuelle Situation. Auf der einen Seite die Freunde, die deswegen vor der Arbeitslosigkeit oder dem heimischen Chaos stehen und auf der anderen Seite die Spaßvögel, die diesen ganzen Mist sogar noch begrüßen weil sie &ldquo;jetzt endlich mal von zu Hause arbeiten können&rdquo;. Das regt mich fast so auf wie Journalisten, die sich momentan über Verschwörungstheorien und &ldquo;Fake News&rdquo; erhaben sehen und ihre Leser mit messianischer Hingabe aufklären wollen, deren eigene Blätter aber vor drei Monaten nicht mal den Unterschied zwischen DNA und RNA kannten.</p>
<p>Oder wie Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley, die Desinformation eindämmen wollen, indem sie halbgare &ldquo;KI&rdquo;-Algorithmen und unterbezahlte Interns in Osteuropa alles löschen lassen, was nicht der WHO-Linie entspricht. Die selbe WHO, die monatelang behauptet hat, Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit tragen bringe nichts und die selbe Praxis dann auf einmal zum Allheilmittel erklärte. Die WHO, die im Januar noch öffentlich verkündet hat, das Virus verbreite sich nicht von Mensch zu Mensch. Nur weil etwas heute nicht der WHO-Linie entspricht heißt ja selbst laut WHO nicht, dass es morgen nicht doch die absolute Wahrheit ist. Give me a break.</p>
<p>Glücklicherweise habe ich letztes Jahr echt stabile Schuhe gekauft. Ich sehe voraus, dass ich auch in Zukunft noch ziemlich viel durch die Gegend wandern muss. Übrigens, wer mega-stabile Qualitätsschuhe sucht, die in Handarbeit unter vernünftigen Arbeitsbedingungen gefertigt werden, dem kann ich die Iron Ranger von Red Wing Shoes nur ans Herz legen. Die sind echt ihr Geld wert. Ich laufe seit Oktober fast jeden Tag in den Dingern rum und nicht mal die Sohle an den Hacken ist annähernd abgelaufen. Die sind echt tough as nails.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Freiheit ist ein Muskel</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-55/</link>
    <pubDate>Sun, 03 May 2020 16:46:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-55/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Gut gemachte Science-Fiction ist anderen Literatur- und Film-Genres überlegen, weil sie ethische und moralische Fragen anspricht, die auch Jahrzehnte später, wenn das Werk längst veraltet ist, noch relevant sind. Unser heutiges Beispiel kommt aus der ‘90er-Jahre-Serie SeaQuest DSV.</em></p>
<p>In einer der ersten Folgen der Science-Fiction-Serie <em>SeaQuest DSV</em> aus dem Jahr 1993 findet die Besatzung des futuristischen U-Bootes die Bibliothek von Alexandria auf dem Meeresboden. Die Folge spielt in der  “nahen Zukunft” – genaugenommen 2018. Sofort beginnen alle Völker, deren Vorfahren Artefakte in der Bibliothek hinterlassen haben, sich um deren Hinterlassenschaften zu streiten. Bei den Verhandlungen wird SeaQuest-Captain Bridger von einer Familie psi-sensitiver Berater unterstützt, die ursprünglich aus der Sowjetunion stammen.</p>
<p>Zuerst bescheren die Gedankenleser Bridger eine Reihe von Erfolgen bei den Verhandlungen um die archäologischen Schätze, doch dann fällt alles auseinander und Bridger muss feststellen, dass der Anführer der Gruppe die Friedenskonferenz aktiv sabotiert. Als Bridger ihn zur Rede stellt, erzählt er vom Leben unter dem Sowjetregime und wie er und seine Familie dazu gezwungen wurden, dem Staat mit ihren besonderen Fähigkeiten zu dienen. Dann erklärt er, dass es der Familie nicht viel besser ergeht, seit sie in Nordamerika leben und für die United Earth Oceans Organization arbeiten. Genau wie die Sowjets klingelt auch die UEO regelmäßig nachts bei den Psionikern an und zwingt sie, bei Geiselnahmen oder ähnlichen Krisen auszuhelfen. Obwohl sie froh sind, anderen Menschen helfen zu können, fühlt die Familie sich ob ihrer spezieller Fähigkeiten von der Gesellschaft versklavt.</p>
<p>Bridger hört sich das alles verständnisvoll an und verspricht schließlich, der Familie zu helfen. Aber vorher sagt er dem psi-affinen Berater etwas sehr schlaues. Nachdem er ihm erklärt hat, dass die UEO kein faschistisches Regime ist und der Mann und seine Familie das Recht haben, die Hilfsgesuche der UEO-Beamten abzulehnen, sagt er:</p>
<blockquote>
  <p>“Freedom is a muscle. You have to exercise it.”</p>
</blockquote><p>Zu Deutsch: Freiheit ist ein Muskel, den man trainieren muss.</p>
<p>Ich habe diese Folge am letzten Wochenende gesehen und denke seither immer wieder darüber nach. Was der unnachahmliche Roy Schneider in seiner Rolle als Captain Bridger da sagt, ist sehr wahr. Wenn man seine Freiheiten nicht nutzt, vergisst man, dass man sie hat. Ich habe das Gefühl, dass gerade die halbe Menschheit zu Hause eingeschlossen rumsitzt und aus Angst vor einem Virus ihre Freiheiten vergisst. Unser Freiheitsmuskel atrophiert. Und das kann unmöglich gut sein.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Social Media Distancing</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/social-media-distancing/</link>
    <pubDate>Mon, 27 Apr 2020 15:30:22 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/social-media-distancing/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich erläutere meine Beweggründe für die Abkehr von sozialen Netzwerken und die Hinwendung zu einem eher Indieweb-orientierten Ansatz mit direktem Kontakt zu meinen Lesern.</em></p>
<p>Ich bin kein großer Fan des Begriffs &ldquo;social distancing&rdquo;. Der Begriff ist idiotisch. Was man hier eigentlich meint ist &ldquo;physical distancing&rdquo;. Tatsächlich distanziert sich zwar im Moment so ziemlich die ganze Welt physisch, aber jeder gibt sein Bestes, um <strong>eben nicht</strong> sozial von anderen distanziert zu sein. Das beweisen Zoom und Microsoft, <a href="/newsletter/2020/100/" rel="">die Tausende von Jahren digitaler Meetings an einem einzigen Tag aufweisen können</a>. In der jetzigen Situation brauche ich wirklich nicht noch mehr Distanz zu den Menschen in meinem Leben, die mir wichtig sind. Was ich brauche, ist mehr Abstand zu den Menschen, die mir <strong>nicht</strong> wichtig sind. Daher: social media distancing.</p>
<p>Soziale Medien sind seit meiner frühen Studienzeit ein integraler Bestandteil meines Lebens. Ich kam im Sommer 2006 zu <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jaiku" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jaiku</a>. Als es einen langsamen Tod durch die Hand von Google starb, wechselte ich zu Twitter. Ich verbrachte einige Zeit bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Identi.ca" target="_blank" rel="noopener noreferrer">identi.ca</a> und [Google+]https://de.wikipedia.org/wiki/Google%2B() (wo ich eine Zeit lang über 15.000 Follower hatte) und wechselte schließlich wieder zu Twitter, als auch bei diesen Diensten die lebenserhaltenden Maßnahmen abgeschaltet wurden. Unterwegs habe ich viele sehr gute Freunde gefunden. Tatsächlich habe ich die meisten meiner wirklich bedeutsamen sozialen Interaktionen außerhalb meiner unmittelbaren Familie weiterhin mit Menschen, die ich über soziale Netzwerke kennen gelernt habe. Einige dieser Menschen habe ich nicht ein einziges Mal offline getroffen.</p>
<h3 id="der-mythos-hate-speech" class="headerLink">
    <a href="#der-mythos-hate-speech" class="header-mark"></a>Der Mythos Hate Speech</h3><p>Ich hab noch nie mit der Mainstream-Meinung übereingestimmt, dass die sozialen Netzwerke, insbesondere Twitter, eine Jauchegrube voller Hass und Trolle sind. Zunächst einmal ist die allgemein gängige Definition von &ldquo;Hass&rdquo; weit davon entfernt, was in der Online-Welt wirklich stattfindet. Mein <em>Collins Dictionary</em> (sixth edition) definiert das Verb <strong>hassen</strong> als &ldquo;etwas intensiv nicht mögen, verabscheuen&rdquo;. Im Gegensatz dazu entspringen viele Online-Verhaltensweisen, die als Hass beschrieben werden, lediglich dem Wunsch, jemanden ärgern zu wollen. Ich bin mir da ziemlich sicher, weil ich seit etwa 2005 mehr Zeit damit verbracht habe, meine persönlichen Gedanken und Überzeugungen im öffentlichen Internet mitzuteilen, als die meisten anderen Menschen. Und ich bin fast an jedem einzelnen Tag dieser 15 Jahre auf Leute gestoßen, die sich deswegen mit mir anlegen wollten.</p>
<p>Das Interessante daran ist, dass, wenn man diese Leute tatsächlich konfrontiert, dass sie auf einmal anfangen, nett zu einem zu sein. Und ich habe diese Konfrontationen besonders während meiner Zeit bei <em>heise online</em> als eine Art Sport betrieben; und die Heise-Foren sind landesweit als schlimmste Trollwiese weit und breit bekannt. Die meisten fangen an, sich schlecht zu fühlen, wenn sie merken, dass sie sich mit einem echten Menschen angelegt haben. Es gibt natürlich Ausnahmen. Es gibt echten Hass da draußen, und ich habe auch meinen Teil davon abgekriegt. Aber ich denke, das kommt viel seltener vor, als einem die allgemein vorgetragene Meinung glauben machen will.</p>
<p>Ich denke, was man da in den sozialen Medien sieht, ist die menschliche Natur. Diese Leute, die einen angreifen, weil man anders aussieht, anders denkt, erfolgreicher als sie ist, denken im Offline-Leben genauso. Wenn die sehen, dass man in einem Outfit oder einem Haarschnitt die Straße entlang geht, der nicht ihrer engen Mainstream-Vorstellung davon entspricht, was richtig und anständig ist, denken sie die gleichen Dinge, die sie online von sich geben. Sie haben nur nicht den Mut, es einem persönlich zu sagen. Wenn sie auf Twitter sind und sich in ihrer Pseudonymität sicher fühlen, sagen sie plötzlich all die Dinge, die sie schon immer sagen wollten, aber aus Angst nicht gesagt haben. Das ist aber nicht die Schuld des Internets oder von Twitter. Es ist nicht die Schuld des Mediums. Es bringt lediglich Seiten in Menschen zum Vorschein, die man normalerweise nie sieht. Und das ist auch nicht unbedingt schlecht. Wenn man anfängt, es als das zu sehen, was es ist, kann man tatsächlich eine Menge über Menschen und die Welt lernen, die man auch offline anwenden kann.</p>
<p>Ich habe Glück. Ich bin in der Schule von der 5. bis zur 10. Klasse durch die Hölle gegangen. Ich wurde gnadenlos gemobbt. Andere Schüler, denen mein Aussehen und meine Ideen nicht gefielen, haben mir das Leben Tag für Tag zur Hölle gemacht. So schlimm das auch war, es hat mich auch viele Dinge über die menschliche Psyche verstehen lassen. Ich ging für ein Jahr nach Australien, fand mich in diesem riesigen, offenen Land selbst und kehrte unbesiegbar zurück. In Australien war ich in der Schule ein Star. Das coole Kid vom anderen Ende der Welt, der wie niemand sonst Fußball spielen konnte und all diese Dinge über Geschichte und Sprache wusste, von denen die anderen Kinder noch nie etwas gehört hatten. Ich fand mein Selbstvertrauen und merkte, dass Selbstvertrauen das Einzige war, was mir die ganze Zeit gefehlt hatte. Später lernte ich, dass Worte einem nicht wehtun können, wenn man es nicht zulässt. Ich verstehe, dass dies nicht bei jedem der Fall ist, aber irgendwie hat sich meine Lebensgeschichte so zusammengefunden, dass ich das gerade früh genug gelernt habe, dass es für den Rest meines Lebens einen Unterschied gemacht hat.</p>
<p>Also wusste ich immer das Gute in dem, was die sozialen Medien zu bieten hatten, zu schätzen und hatte einfach Spaß mit dem Rest. Schon sehr früh in der Zeit von <em>Linux Outlaws</em> hatten Dan und ich ein eigenes Forum – jeder konnte sich da anmelden. Wir bauten eine wunderbare Community auf. Ab und zu kam ein Troll dazu und versuchte, sich mit uns anzulegen – das war schließlich ein Linux-Podcast, und diese Community ist voller sozial unfähiger Nerds, die mit den Gefühlen anderer Leute rumspielen wollen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie dieser eine Typ ganz am Anfang auftauchte und anfing, darüber zu posten, wie schwul ich bin. Wir haben ihn abgeschreckt, indem wir eine Unmenge von Posts veröffentlicht haben, in denen alle die ganze Zeit darüber schrieben, wie geil es ist, Schwänze zu lutschen. Wir mussten nie jemanden bannen oder blocken, jedenfalls keine echten Menschen. Wir brauchten nie einen Code of Conduct. Wir wussten halt, dass das unser Forum war, es uns gefiel und wie es verteidigen würden. Und jeder Arsch, der da nicht reinpasste, konnte sich gepflegt verpissen.</p>
<h3 id="das-twitter-problem" class="headerLink">
    <a href="#das-twitter-problem" class="header-mark"></a>Das Twitter-Problem</h3><p>Mein Problem mit sozialen Medien war also nie die Menschen auf den Plattformen. Es war immer die Plattformen selbst. Jaiku wurde von Google gekauft und kaputt gemacht. Google+ wurde vernachlässigt, bis es im Grunde tot war. Und verteilte Plattformen wie identi.ca (später Status.net) sind nie richtig in Schwung gekommen. Heutzutage bin ich hauptsächlich auf Twitter. Ich mag die Plattform, weil sie standardmäßig öffentlich ist, und ich verabscheue Dienste wie Facebook, die Leute in kleine Filterblasen einschließen. Außerdem wird Twitter seit jeher von Leuten benutzt, die sagen, was sie denken. Was erfrischend ist, wenn man es mit Diensten vergleicht, die falsche Glamour-Universen aufbauen, die meistens nicht viel mit zur Realität haben – bestes Beispiel ist Instagram. Ein weiterer Grund, warum ich Twitter mag, ist, dass man da einen ungefilterten Stream aller Post von allen Menschen erhält, denen man folgt. Und genau da fangen die Probleme mit Twitter an, denn das ist nun nicht mehr der Fall.</p>
<p>Twitter wird heutzutage von Algos regiert. Ich weiß nicht, warum Twitter das mit sich gemacht hat. Sind die neidisch auf Facebook? Liegt es daran, dass sie es tun müssen, um die Werbung besser in meinem Stream verstecken zu können? Oder hat John C. Dvorak Recht, und sie kommen einfach nicht mit der Anzahl der Nachrichten und Nutzer klar, die sie mir eigentlich anzeigen müssten? Was auch immer da passiert ist, es hat die Plattform verschlechtert.</p>
<p>Dann gibt es noch andere, persönlichere Probleme. Seit der Gamergate-Kontroverse bin ich von Tausenden – höchstwahrscheinlich Hunderttausenden – von Accounts geblockt worden. Warum? Weil ich lange Zeit zwei Accounts gefolgt bin: Adam Baldwin und Milo Yiannopoulos. Ersterer, weil er eine Hauptrolle in <em>Firefly</em> gespielt hat, einer meiner absoluten Lieblingsfernsehsendungen, und letzterer, weil er für einen Tech-Journalisten, der über das Internet und soziale Medien berichtet, eine Person des öffentlichen Interesses war. Dann entschied sich eine ziemlich schwachsinnige Software-Entwicklerin, Code zu schreiben, den die Leute mit ihrem Twitter-Profil verbinden konnten und der jeden, der diese beiden Konten folgte, geblockt hat. So wurde ich dann von Tausenden von Accounts geblockt, mit denen ich vorher nie interagiert hatte. Ich weiß nicht einmal, welche Konten betroffen sind. Ich weiß nur, dass ich seit über fünf Jahren jeden zweiten Tag auf einen Tweet stoße, auf den ich keinen Zugriff habe. Weil das Konto, auf das ich dann oft zum ersten Mal stoße, mich geblockt hat. Es hätte mich nicht gestört, wenn sie mich einfach stumm geschaltet hätten. Es ist mir scheißegal, ob sie meine Tweets sehen können oder nicht. Aber das so zu lösen, dass ich ihre Tweets oder sogar ihr Profil nicht sehen kann, ohne dass ich einen Porno-Tab im Browser öffne, ist echt dumm.</p>
<p>Das andere Ärgernis bei Twitter ist, dass ich mir relativ sicher bin, dass sie mich geshadowbanned haben. Ich hatte jahrelang einen stetigen Zustrom von etwa 100 neuen Followern pro Woche. Und dann schrieb ich eine Reihe sehr kritischer Artikel und Meinungsbeiträge über die Plattform und das Unternehmen dahinter in Deutschlands größter IT-Publikation – die von Hunderttausenden von Lesern gelesen wurden. Plötzlich sank meine Follower-Zahl auf etwa einen neuen Anhänger pro Woche. Ich beschloss, diese Theorie des Shadowbans zu testen, als Twitter die Methode änderte, mit der man einen Verified-Haken beantragen kann. Nachdem einige meiner Kollegen, die um Größenordnungen weniger Follower und genau die gleiche Jobbeschreibung wie ich hatten, den Haken erhalten hatteb, bewarb ich mich mit genau denselben Antworten auf das Bewerbungsformular, die meine Kollegen gegeben hatten. Meine Bewerbung wurde abgelehnt. Als ich Twitter darauf ansprach und die Bewerbungen meiner Kollegen und die Tatsache angab, dass wir genau die gleiche Arbeit bei genau der gleichen Publikation machen und dass ich im Internet wohl viel besser bekannt sei, hat niemand geantwortet.</p>
<p>Seitdem habe ich das weiter analysiert, und ich bin fast sicher, dass deren Algorithmen meine Tweets verbergen. Ich glaube, man bekommt sie nur zu sehen, wenn man mir folgt oder wenn jemand, dem man folgt, sie retweetet. Ich bin mir so gut wie sicher, dass diese Tweets sonst nicht angezeigt werden, ganz egal, wie beliebt sie sind. Ich hatte in den letzten Jahren eine Reihe extrem populärer Tweets, bei denen ich sehr gut analysieren konnte, wie sie sich verbreiteten und viral gingen und wie sich das von der Art und Weise unterscheidet, wie das bei anderen Konten funktioniert. Und ich bin bei weitem nicht der Einzige, dem sowas passiert ist. Ich habe dazu umfangreiche Nachforschungen angestellt und mich mit vielen Leuten vernetzt. Ich habe auch andere Konten eingerichtet, von denen Twitter nicht weiß, dass sie mir gehören, und ich habe damit Tests durchgeführt. Was mir und anderen passiert ist, scheint fast immer damit zusammenzuhängen, bestimmte politische Ansichten zu äußern, die im Widerspruch zu dem stehen, was das Unternehmen anscheinend für die richtige Art zu denken hält. Um ehrlich zu sein, bin ich erstaunt, dass die mich noch nicht komplett von der Plattform geschmissen haben. Obwohl viele Experten sich fast sicher sind, dass Twitter sowas macht, ist es doch leider von außen fast unmöglich zu beweisen. Und die meisten Tech-Journalisten glauben nicht, dass sowas passiert – klassischer confirmation bias, weil ihre politische Meinung eh mit der von Twitter übereinstimmt.</p>
<p>Hinzu kommt, dass ich vor Jahren die Anzahl der Personen, denen ich auf Twitter folgen kann, ausgereizt habe, was dazu führt, dass ich jemanden entfolgen muss, um jemand anderem zu folgen. So habe ich mich im Laufe der Zeit immer mehr über Twitter geärgert. Ich vermute, das ist dann einfach die Quittung dafür, wenn man beim Folgen von Accounts den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Scoble" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robert-Scoble</a>-Ansatz verfolgt. Heutzutage nutze ich Twitter meist von anonymen Konten aus – zu Recherchezwecken für meine Arbeit.</p>
<h3 id="das-fediverse-ist-auch-keine-lösung" class="headerLink">
    <a href="#das-fediverse-ist-auch-keine-l%c3%b6sung" class="header-mark"></a>Das Fediverse ist auch keine Lösung</h3><p>Letztes Jahr habe ich <a href="https://fed.fab.industries/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Mastodon-Instanz</a> eingerichtet, in der Hoffnung, meine Blog-Kommentare dorthin auszulagern und vielleicht irgendwann in der Zukunft in Vollzeit ins <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fediverse</a> zu wechseln. Ich wollte auch mal sehen, ob dezentrale soziale Netze jetzt endlich mal Fahrt aufgenommen haben. Leider glaube ich nicht, dass dies der Fall ist.</p>
<p>Nach meiner Erfahrung im letzten Jahr sind diese Communities wie kleine Versionen von Twitter, die sich vom Mainstream abgekoppelt haben. Es sind noch schlimmere Filterblasen, als man sich überhaupt nur vorstellen konnte. Man kann grundsätzlich jedem folgen, dem man folgen will und es sind keine Algorithmen am Werk, die einem den Stream durcheinander bringen, aber im besten Fall sitzt man dann zwischen einer Reihe von getrennten Filterblasen, die nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben wollen. Das Einzige, was die dann gemeinsam haben, ist Technik und das vage Verständnis, dass Unternehmen böse sind und dass wir das Web dezentralisieren müssen. Das ist nicht sehr sozial, zumindest wenn man die gesamte Community aus der Vogelperspektive betrachtet.</p>
<p>Mein Fediverse-Stream besteht im Moment aus etwa 45% Enbies, die jeden Begriff von Geschlecht und die meisten sozialen Normen insgesamt ablehnen, 30% ultra-libertäre Waffenfanatiker, 15% Journalisten aus Berlin, die nur mit einer Blase von zwei Dutzend anderen Journalisten aus Berlin sprechen und die restlichen 10% sind Leute, die ich noch von identi.ca kenne oder denen ich gefolgt bin, weil sie cool oder interessant erschienen. Das macht den Stream äußerst seltsam und gelegentlich sehr lustig. Aber es repräsentiert keineswegs die Gesellschaft als Ganzes und ist für meine Recherchen nutzlos.</p>
<p>Was die Sache noch schlimmer macht ist, dass ich so ziemlich jedes Vertrauen in die Entwickler von Mastodon verloren habe. Das ist das Projekt, dessen Software ich benutze, um meine Instanz zu betreiben. Diese Leute sind die krassesten Millenial-Social-Justice-Warrior-Deppen, die man sich nur vorstellen kann. Die haben absolut keine Vorstellung davon, was Gleichberechtigung oder Gerechtigkeit ist. Die sind den ganzen Tag nur mit Virtue Signalling beschäftigt. Und halten Predigten darüber, wie sie die Welt retten werden. Sie scheren sich einen Dreck um Redefreiheit, und sie sind <a href="https://github.com/florence-social/mastodon-fork/issues/112" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offenkundig nicht daran interessiert, andere Standpunkte überhaupt auch nur zur Sprache kommen zu lassen</a> – sie scheinen auch zu dumm oder desinteressiert zu sein, um Worte wie &ldquo;Faschismus&rdquo; und was sie eigentlich bedeuten, zu verstehen. Das sind nicht die Art Leute, denen ich die Kontrolle über einen Software Stack, den ich benutze, überlassen möchte. Das ist nicht besser, sondern schlimmer als ein Unternehmen aus dem Silicon Valley.</p>
<p>An diesem Punkt schreit ihr wahrscheinlich euren Bildschirm an, dass es andere Fediverse-Software gibt, die ich benutzen könnte. Und dass ich sie sowieso auf meinem eigenen Server laufen lassen sollte. Mir ist sowas so ziemlich bei jeder einzelnen Episode von <em>Linux Outlaws</em> passiert, wenn ich irgendein beliebiges Stück Open-Source-Software kritisiert habe. Es ist immer irgendein Nerd in der Nähe, der sagt: &ldquo;Ja, aber du solltest das sowieso nicht benutzen, benutze das da! Wisst ihr was? Ich bin jetzt 37 Jahre alt und habe viele graue Haare. Ich werde zu alt für diesen Scheiß. Ich will keine weitere Software ausprobieren. Ich gehe zurück zu dem, von dem ich weiß, dass es funktioniert.</p>
<h3 id="going-back-to-basics" class="headerLink">
    <a href="#going-back-to-basics" class="header-mark"></a>Going Back to Basics</h3><p>Ich mach jetzt das, was ich schon immer machen wollte, als ich 1998 zum ersten Mal ins Internet ging und anfing, Dinge zu schreiben. Etwas, das ich damals nicht tun konnte, weil ich ein Teenager war und nicht die Mittel hatte, es zu tun. Aber jetzt, als Erwachsener, kann ich es: Ich mache es selbst. Ich bau mir mein eigenes Ding. Ich <a href="https://indieweb.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gehe Indie</a>. Ich verlege alles auf meine eigene Website.</p>
<p>Ich habe begonnen, grundlegende Microblogging-Funktionen für das Theme, das ich auf dieser Website verwende, zu implementieren. Im Moment kann ich bereits Links, kurze Notizen und Fotos direkt hier auf dem Blog veröffentlichen, ohne sie in voller Länge in Beiträge verarbeiten zu müssen. Die Webseite selbst wird immer noch auf <a href="https://gohugo.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hugo</a> laufen und völlig statisch sein, ich werde einfach mehr hier posten und viel weniger in sozialen Netzwerken, die auf die eine oder andere Weise von anderen Personen und Drittorganisationen kontrolliert werden. Irgendwann in der Zukunft werde ich wahrscheinlich versuchen, <a href="https://fed.brid.gy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bridgy Fed</a> einzubinden, so dass Leute mit meinen Beiträgen nativ innerhalb ihrer Fediverse-Apps interagieren können. Ich werde auch zu einer neuen Hosting-Plattform wechseln – was seit dem Kauf von Webfaction durch GoDaddy auf der To-Do-Liste stand – und könnte diese Gelegenheit nutzen, um einen Provider zu wählen, der Continuous Integration von Hugo und Git bietet, was es mir dann ermöglichen würde, Updates der Seite viel schneller zu veröffentlichen.</p>
<p>Ich werde vorerst keine Social-Media-Konten von mir löschen. Ihr könnt mich nach wie vor überall erreichen, insbesondere über Twitter (denn dort ist die Öffentlichkeit weitgehend präsent). Aber ich werde im Laufe der Zeit weniger auf diesen Diensten und mehr in meinem eigenen Blog direkt hier bei <strong>fab.industries</strong> veröffentlichen. Diese Website verfügt über RSS-Feeds für so ziemlich jeden Inhalt, der veröffentlicht wird und sollte daher letztendlich für alle zugänglich sein – versucht einfach mal <code>/index.xml</code> an eine beliebige Content-Listing-URL anzuhängen. Definitiv zugänglicher als jede dieser Social-Media-Seiten. Wenn Ihr mein Blog bereits regelmäßig lest, könnt ihr euch auf weitere Inhalte freuen. Und wenn ihr zu dem, was ich hier schreibe, einen Kommentar abgeben möchtet, macht das bitte über die <a href="/de/kontakt/" rel="">auf der Kontakt-Seite</a> angegebenen Möglichkeiten.</p>
<p>Danke, dass ihr euch die Zeit genommen habt, das alles zu lesen. Ich habe in den letzten Monaten über diese Dinge nachgedacht, und es war mir wichtig, mich hinzusetzen und das alles aufzuschreiben. Ich hoffe, diese Änderung auf meiner Seite führen nicht dazu, dass ich weniger von euch hören werde. Bitte nutzt die Möglichkeiten der Kontakt-Seite und meldet euch, wenn ihr das Verlangen danach habt. Ich verdiene mit Schreiben mein Lebensunterhalt und der Dialog mit meinen Lesern ist mir sehr wichtig. Und gerade bei dem ganzen physical distancing sollten wir uns alle bemühen, sozialer zu sein. Und die hier geschilderten Änderungen sind einfach meine Art, das so umzusetzen, wie es für mich Sinn macht.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/xv7-GlvBLFw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prateek Katyal</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Was ist eigentlich Contact Tracing?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-54/</link>
    <pubDate>Sun, 26 Apr 2020 23:06:33 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-54/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ein Blick hinter die Kulissen meiner Berichterstattung zu Contact Tracing, PEPP-PT und der deutschen Corona-App.</em></p>
<p>Was ist eigentlich dieses Contact Tracing und wie funktioniert es? Mit dieser Frage fing vor knapp drei Wochen alles an. Nachdem ich das erste mal auf Twitter von PEPP-PT gelesen hatte, nahm ich mir vor, dieser Sache auf den Grund zu gehen. Ich wollte herausfinden, wie Apps zur Eindämmung des SARS-CoV-2-Virus – landläufig auch gerne als &ldquo;Corona-App&rdquo; bezeichnet – denn nun funktionieren sollten. Zu diesem Zeitpunkt schien klar, dass eine deutsche App zu diesem Zweck auf dem Contact-Tracing-Ansatz des PEPP-PT-Projektes basieren würde.</p>
<p>Im Grunde automatisieren diese Apps, was Gesundheitsämter hierzulande seit Jahrzehnten machen, wenn es eine ansteckende Krankheit einzudämmen gilt: Sobald jemand positiv getestet wird, versucht man, alle Leute, die mit ihm Kontakt hatten zu finden, zu warnen und gegebenenfalls zu isolieren. Also haben sich ein paar Wissenschaftler und Industrievertreter zusammengetan, um so etwas per Bluetooth-Entfernungsmessung und Smartphone-App zu bauen. Sie nennen ihr Projekt PEPP-PT und werden mittlerweile von der deutschen Regierung unterstützt, denn das Robert-Koch-Institut (RKI) soll im Rahmen ihres Konzeptes eine App entwickeln, die wir dann in Deutschland einsetzen können. Das soll den Lockdown beenden, weil mittlerweile wohl auch die eifrigsten Flatten-The-Curve-Jünger verstanden haben, dass eine neue Great Depression was ziemlich schlimmes ist. Nicht nur für die bösen Großkonzerne. Und überhaupt werden die Bürger langsam unruhig, weil auch der obrigkeitstreuste Deutsche nach mehreren Wochen Home Office am Küchentisch mit Kindern, die ständig in die Videokonferenzen mit dem Chef reinplatzen, den Kaffee auf hat.</p>
<p>Aber wie genau soll diese App technisch gesehen funktionieren? Netterweise spielte mir eine Quelle eine vorläufige technische Beschreibung des PEPP-PT-Konzeptes zu. Nach dem Lesen stellten sich mir mehr Fragen, als durch das Whitepaper beantwortet wurden. Irgendwie machte das alles wenig Sinn. Also hab ich mal bei PEPP-PT angefragt. Und gleich noch beim RKI. Inzwischen hatte sich auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bei mir gemeldet. Man arbeite am Pen-Testing und einer Sicherheitseinschätzung der App und könne da mit mir drüber reden. Natürlich hab ich zugesagt und einen Termin vereinbart.</p>
<p>Nun hieß es erst mal ein paar Tage abwarten. Dann trudelten die Antworten ein. PEPP-PT sagte, man wolle auf meine technischen Fragen gerne antworten, habe aber viel zu tun und erbitte sich ein paar Tage. Das RKI sagte, man entwickele die App gar nicht, das sei ein anderes Institut. Und das BSI verschob mein Presse-Gespräch wegen unvorhergesehener Komplikationen. Von PEPP-PT habe ich auf meine technischen Fragen bis heute keine Antwort erhalten. Das BSI hat das Pressegespräch ein paar Tage später komplett abgesagt. Und das RKI hat auf meine Frage, wer denn die Daten der App serverseitig speichere – meinem Verständnis der Rechtslage unter dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) nach müsste das auf RKI-Servern passieren – auch nie geantwortet. Das vom RKI benannte zweite Institut, das angeblich diese App entwickelt, hat mir natürlich auch nie geantwortet. Ein absoluter Clusterfuck.</p>
<p>Also hab ich mir gedacht: Na, wenn die bei PEPP-PT (angeblich ein Open-Source-Projekt) so wenig auf die Kette kriegen, dann wird das mit der App eh nichts. Oder sie wird extrem Kacke. Als Apple und Google dann mit ihrem Vorschlag um die Ecke kamen, gemeinsam ein Contact-Tracing-Protokoll in iOS und Android zu verankern, hab ich mich stattdessen auf deren Technik konzentriert. Zumal ich zwischendurch von einer anderen internationalen Forschergemeinde erfahren hatte, einer Gruppe namens DP-3T, die ebenfalls an Contact Tracing arbeitet und sogar relativ zeitnah Quellcode veröffentlicht hatte. Wie das eben auch sein soll bei einem guten Open-Source-Projekt. Und Apples und Googles Technik baute anscheinend auf der Arbeit der DP-3T-Entwickler auf.</p>
<p>Die Entscheidung, mir Apples und Googles Technik statt dem PEPP-PT-Sumpf anzugucken, erwies sich als eine gute. Denn plötzlich zerfiel das PEPP-PT-Projekt in interne Streitigkeiten und externe Beobachter fanden beunruhigende Details über die Hintergründe der Organisation heraus. Es scheint so, als will da jemand die Produkte seines KI-Startups an die Bundesregierung verticken und deswegen die deutsche Corona-App an einen zentralen Server koppeln, der alle Daten abschnorchelt. Nur leider finden so ziemlich alle Forscher, Sicherheitsexperten und Datenschutzprofis, die sich genug mit dem Thema beschäftigt haben, dass dieser Ansatz unnötig und gefährlich ist. Und auch die Europäische Kommission hat sich in einem Entwurf zu Regeln für innereuropäische Corona-Apps ganz klar dagegen ausgesprochen.</p>
<p>Apple und Google speichern alle Daten dezentral auf dem Smartphone des jeweiligen Benutzers und geben sich alle Mühe, dessen Privatsphäre, so weit technisch möglich, zu wahren. Es werden immer nur solche Daten an Server und andere Handys geschickt, die absolut zum Betrieb des Systems nötig sind. Dass der Bundesregierung, den Franzosen und PEPP-PT das nicht gefällt, weil sie gerne Gesundheitsdaten in den Händen der Regierung und zwielichtiger KI-Startups sähen, ist eigentlich egal. Apple und Google werden kaum einlenken. Und sie können sich mit ihrem dezentralen Ansatz auf die Meinung vieler Forscher, Experten und nicht zuletzt vieler Privacy-bewusster europäischer Bürger berufen. Zumal die beiden Smartphone-Hersteller ja ein System entwickeln wollen, was überall auf der Welt akzeptabel ist und maximaler Schutz der Nutzerdaten macht da einfach Sinn.</p>
<p>Und was spricht dagegen, dass das RKI (oder wer auch sonst immer) einfach mit PEPP-PT zusammen eine eigene Contact-Tracing-App baut? Das Bluetooth-Problem. Man kann Bluetooth auf modernen Betriebssystemen nämlich als App nicht einfach nach Belieben ansprechen. Dazu muss man die APIs verwenden, die Apple und Google zur Verfügung stellen. Sonst hat man zum Beispiel auf iOS das Problem, dass man Contact Tracing nur machen kann, wenn die entsprechende App im Vordergrund ist. Und Contact Tracing funktioniert nur dann sinnvoll, wenn das Handy die ganze Zeit Bluetooth-Signale empfängt und sendet. Singapurs TraceTogether-App etwa hatte genau dieses Problem: Die App musste die ganze Zeit im Vordergrund aktiv sein und man durfte die Bildschirmsperre nicht aktivieren. Sonst geht das iPhone in einen Batteriesparmodus und aus ist&rsquo;s mit dem Tracing. Ich kann mir kaum vorstellen, dass so eine zusammengehackte Schrott-App in Deutschland Chancen hat von den über 60% der Bevölkerung installiert zu werden, die wir laut der Epidemiologen aus Oxford brauchen, damit das Ganze auch nur einigermaßen funktioniert.</p>
<p>In der vergangenen Woche habe ich dann, nach eingehender Beschäftigung mit dem Thema eine Folge meines (englischsprachigen Podcasts) <em>The Private Citizen</em> aufgenommen, <a href="https://privatecitizen.press/episode/15/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die erklärt, wie Contact Tracing im Detail funktioniert</a>. Das war am Mittwoch. Am Dienstag hatte ich bereits ein sehr interessantes Gespräch mit dem Technik-Vor-und-Querdenker Jürgen Geuter aufgenommen, in dem wir das ganze Thema eher philosophisch im Großen Ganzen betrachten und versuchen die Frage zu beantworten, ob solche Apps überhaupt funktionieren können. Dieses Gespräch habe ich dann <a href="https://privatecitizen.press/episode/16/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als Podcast-Folge am Freitag veröffentlicht</a>.</p>
<p>Parallel zur Vorbereitung für den Podcast fing ich an, einen Hintergrundartikel für <em>heise online</em> zu dem Thema zu schreiben. Der hätte ursprünglich zu PEPP-PT sein sollen, aber das hab ich dann aus den oben genannten Gründen umdisponiert. Am Freitag haben Apple und Google dann eine Pressekonferenz gehalten und einige Detailänderungen an ihrem Contact-Tracing-Konzept vorgestellt. Super. Krypto-Teil des Artikels in die Tonne und neu schreiben. Nach tagelangem Recherchieren, Denken, Schreiben und Überarbeiten ist mein Hintergrundartikel <a href="https://www.heise.de/hintergrund/Corona-Tracking-Wie-Contact-Tracing-Apps-funktionieren-was-davon-zu-halten-ist-4709903.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schließlich heute morgen bei <em>heise Security</em> erschienen</a>. Allen, die ganz genau wissen wollen, wie Apples und Googles Contact Tracing technisch funktioniert, sei eine Lektüre des Artikels ausdrücklich ans Herz gelegt. Am Ende des Textes gebe ich außerdem eine persönliche Einschätzung ab, was von dem Protokoll und solchen Apps im Allgemeinen zu halten ist. Und ob ich selbst so eine App installieren würde. Ich hatte diesen Teil eigentlich nicht geplant weil ich ihn für irrelevant hielt, aber die Redaktion wollte ihn und nach regem Leserfeedback über den Tag hinweg glaube ich, dass das eine gute Entscheidung war. Leute scheinen auch diesen Teil zu schätzen zu wissen.</p>
<p>Wie man schon an der Länge der Kolumne erkennen kann, welche hier die Ereignisse der letzten paar Tage zusammenfasst, war meine Woche durchaus ereignisreich. Ich kann von Glück reden, dass meine Guzzi nun wieder fahrtüchtig ist, denn ich habe die Woche nur überlebt, weil ich die Freiheit habe, alles stehen und liegen zu lassen, wenn es mir zu viel wird. Dann schmeiße ich mich aufs Bike und fahre so lange in eine Richtung, bis mein Kopf wieder leer ist und ich Kapazitäten habe, neue Dinge zu lernen und zu beschreiben. Und die brauche ich auch, denn ich bleibe natürlich an dem Thema dran. Als erstes werde ich im Podcast wohl ein Update geben müssen, welche Änderungen Apple und Google vorgenommen haben, nachdem ich in der vergangenen Woche ja die erste Version ihres Protokolls beschrieben habe. Und dann schauen wir mal weiter. Das ganze Drama mit PEPP-PT wird sicherlich auch noch mal spannend. Ganz zu schweigen davon, was passiert, wenn wir die Allgemeinheit auf eine offizielle deutsche Corona-App loslassen…</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Machtrausch</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-53/</link>
    <pubDate>Sun, 19 Apr 2020 20:27:06 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-53/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Was die Polizei gerade so alles aus Langeweile macht, wäre eigentlich wirklich lustig, wenn es nicht so skandalös wäre.</em></p>
<p>Nachdem ich Anfang vergangener Woche schon mal mit den Corona-Cops in Konflikt gekommen war, weil ich <a href="https://privatecitizen.press/episode/12/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Podcast-Folge</a> am falschen Ort aufnehmen wollte, erfolgte diese Woche mein zweiter Zusammenstoß mit dem Gesetz im Rahmen der geltenden sogenannten &ldquo;Kontaktsperre&rdquo;. Ich bezeichne den aktuellen Zustand ja lieber als Ausgangssperre, weil darum handelt es sich effektiv, aber egal, zurück zur Geschichte. Also, ich war mit meinem Motorrad unterwegs. Die gute kommt gerade aus der Werkstatt, wo ich zur neuen Saison mal alles hatte durchchecken lassen, und deswegen wollte ich sie nun ein bisschen einfahren.</p>
<p>Ich bin schon extra nach Niedersachsen gefahren, weil das totalitäre Schleswig-Holstein ja zwei Kilometer nördlich von uns den Eisernen Vorhang runtergelassen hat. Also gondele ich gerade gemütlich durch ein Nirgendwo in der Lüneburger Heide, als mir ein Polizei-Bus entgegenkommt. Die Jungs fahren an mir vorbei und dann sehe ich im Rückspiegel, wie sie mitten auf der Landstraße wenden und dann in meine Richtung Gas geben. Ich fühle mich direkt an <em>Sons of Anarchy</em> erinnert und denke noch &ldquo;na toll&rdquo;. Da überholt mich der Polizei-Bus auch schon, schert vor mir ein, lässt das Blaulicht aufblitzen und macht das Bitte-Folgen-Schild an.</p>
<p>Ein paar Kilometer später halten wir an einer Parkbucht an und zwei Wachtmeister steigen aus dem Bus aus. Hand an der P2000, wie im Film. Ich klapp den Helm auf und hole schon mal Papiere und Führerschein raus, da fragt mich der erste der beiden Corona-Cops wo ich denn hin will. Ich hatte mit der Frage schon gerechnet und entgegne mit meinem besten Jack-O&rsquo;Neill-Grinsen: &ldquo;Mit allem nötigen Respekt… Ich glaube nicht, dass Sie das was angeht.&rdquo;</p>
<p>Man konnte dabei zusehen, wie dem Kollegen der Kitt aus der Brille fiel. Ich denke mal, der Typ stellt seit Wochen allen möglichen Leuten diese Frage und die antworten immer ganz brav. Dass jemand überhaupt auf die Idee kommen könnte, nicht zu antworten, der Gedanke war ihm wohl bisher noch nicht gekommen. Zwei Sekunden Stille, dann fing er an etwas von &ldquo;Corona&rdquo; und &ldquo;Kontaktsperre&rdquo; zu faseln. Sein Kollege guckte peinlich berührt auf seine Stiefelspitzen. Ich so: &ldquo;Guter Mann, ich fahre hier alleine durch die Gegend. Und habe dabei einen Integralhelm auf. Sie sind literally der erste, mit dem ich Kontakt habe, seit ich vor Stunden auf mein Bike gestiegen bin. Oh und übrigens: Sollten Sie nicht eigentlich einen Meter fünfzig Abstand halten?&rdquo;</p>
<p>Moto Guzzi V7 Special: € 8.800. Ölwechsel, Bremsbeläge und TÜV: € 320. Gesicht des Polizeibeamten: Unbezahlbar.</p>
<p>Sie ham dann noch pro forma meine Papiere gecheckt und mich schließlich kommentarlos fahren lassen. Was ein Bullshit.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Sexismus und die Steuererklärung: Ein kleiner Sieg</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ein-kleiner-sieg/</link>
    <pubDate>Thu, 16 Apr 2020 12:51:37 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ein-kleiner-sieg/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Es scheint so, als hätte ich mit einer Kolumne in diesem Blog tatsächlich Einfluss auf die Bundespolitik gehabt.</em></p>
<p>Es ist schon ein bisschen komisch. Da schreibe ich seit mittlerweile über acht Jahren über wichtige Themen wie IT-Sicherheit und Privacy, und das zum Teil in den zu diesen Themen am meisten konsultierten Publikationen, aber das eine Mal wenn ein Text von mir wirklich was verändert, kommt der aus meinem kleinen Blog hier.</p>
<p>Könnt ihr euch noch an <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-3/" rel="">die dritte Ausgabe</a> meiner damals noch ganz neuen Sonntags-Kolumne erinnern? Der eine Eintrag in diesem Blog, <a href="/de/blog/2019/medienecho-ausgefuchst-3/" rel="">der so krass durch die Medien</a> ging und wahrscheinlich mein meistgelesener Text auf dieser Seite ist? Da ging es darum, dass beim Finanzamt Hamburg die Software abgestürzt ist, weil meine Frau die Steuererklärung macht und sich als erste Person in den Formularen eingetragen hatte. Deswegen hatte sich die Bearbeitung unserer Steuererklärung damals verzögert.</p>
<blockquote>
  <p>Weil sich das Ganze nun schon eine Weile hinzieht, hat meine Frau dort mal angerufen und gefragt, was das Problem ist. Die Mitarbeiter unseres lokalen Finanzamtes waren sehr nett und hilfsbereit. Sie haben ihr dann allerdings eröffnet, dass es ein Problem sei, wenn sie ihren Namen als ersten Ehepartner (Person A) einträgt. Sie solle das doch bitte nicht tun. Dafür ist die Software beim Finanzamt nämlich nicht ausgelegt. Wenn der Ehemann nicht als erste Person eingetragen wird, stürzt das System ab und die Finanzamts-Mitarbeiter müssen alle Informationen von Hand erneut in das System eingeben. Das dauert.</p>
</blockquote><p>Nach <a href="https://soundcloud.com/fabsh/fabianscherschel-ndr-radio-steuern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinem Radio-Interview im NDR zu dem Thema</a> hatte schließlich der Hamburger Finanzsenator versprochen, dass dieses Problem mit der Software  gelöst und eine entsprechende bundesweite Änderung der Formulare &ldquo;bis etwa 2021 technisch realisiert ist&rdquo;.</p>
<p>Nun scheint es so, als ob die Lösung schneller kommt, als erwartet. Denn gestern <a href="https://rp-online.de/wirtschaft/steuervordrucke-ehemann-und-ehefrau-werden-zu-person-a-und-b_aid-50042815" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lese ich in der <em>Rheinischen Post</em> folgendes</a>:</p>
<blockquote>
  <p>In den Vordrucken für die Steuererklärung von Ehepartnern soll nach Plänen der Bundesregierung die Bezeichnung &ldquo;Ehemann&rdquo; und &ldquo;Ehefrau&rdquo; durch die geschlechtsneutralere Form &ldquo;Person A&rdquo; und &ldquo;Person B&rdquo; ersetzt werden. Das geht aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor. &ldquo;Die Bundesregierung plant eine geschlechterneutrale Ausgestaltung der papiergebundenen Steuererklärungsvordrucke und der Formulare der elektronischen Steuererklärung&rdquo;, heißt es darin.</p>
<p>&ldquo;Damit die Attribute &lsquo;Ehemann&rsquo; und &lsquo;Ehefrau&rsquo; zugunsten der neutraleren Form &lsquo;Person A&rsquo; und &lsquo;Person B&rsquo; entfallen können, müssen aber die Finanzverwaltungen der Länder in die Lage versetzt werden, unabhängig von der Art der Übermittlung der Steuererklärung sowie der Reihenfolge und Bezeichnung der steuerpflichtigen Personen in der Steuererklärung die jeweiligen individuellen Angaben der beiden zusammenveranlagten Personen mit Hilfe der Steueridentifikationsnummer eindeutig zuordnen zu können&rdquo;, erklärt das Ministerium. Da hierfür tiefgreifende Änderungen der Verfahren und Programme erforderlich sind, sei die Umstellung nur langfristig umsetzbar.</p>
</blockquote><p>Und daran wird ja offensichtlich schon gearbeitet. Dank meiner kleinen Kolumne und der Aufmerksamkeit, die sie Anfang vergangenen Jahres in den Medien erlangt hat.</p>
<p>Das freut mich sehr gerade. Ein kleiner, aber wichtiger Sieg für die Gleichberechtigung.  </p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/cFdH_t5xBxk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agnieszka Boeske</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Aus Gründen des vorsorglichen Gesundheitsschutzes</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-52/</link>
    <pubDate>Sun, 12 Apr 2020 23:09:38 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-52/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Wenn man mich zu Hause einsperrt, werde ich nachdenklich und philosophisch. Willkommen zu einer neuen coronainduzierten Ausgabe meiner Sonntags-Kolumne.</em></p>
<p>Ich denke in diesen Tagen der viel beschrieenen &ldquo;Corona-Krise&rdquo; immer wieder darüber nach, dass uns gerade als weltweite Gesellschaft kollektiv das Gehirn gehackt wird. Ob geplant oder ad hoc umgesetzt, es läuft gerade ein gewaltiger Test darüber, wie weit man den Bürger im Zeitalter der Massen-Multimedien kontrollieren kann. Wozu können wir die armen Irren alles kriegen? Was sind sie bereit zu tun, wenn die Angst nur groß genug ist? Welche blödsinnigen Regeln befolgen sie noch, wobei können wir sie sogar dazu kriegen, dass sie denken es wäre von Anfang an ihre eigene Idee gewesen?</p>
<p style="font-variant: small-caps; font-size: 2em;">War is peace.</p>
<p>Hausarrest, Schließung so gut wie aller kleiner und unabhängiger Geschäfte, Verlagerung auf große Konzerne und Internet-Handel, Einkaufswagenpflicht, Bargeld-Ächtung, Schleswig-Holstein-Verbot, zwei Meter Abstand !!!111einself, nur drei Packungen Nudeln pro Haushalt, Sport im Freien nur alleine, für Klopapier hier den Marktleiter anbetteln, Maskenpflicht. Die halten sich echt an alles? Was fällt uns noch ein? Oh ja, eine App wo die Leute ihre Gesundheitsdaten direkt – und freiwillig – an den Staat spenden. Super! Können wir sie vielleicht noch besser tracken? Ah ja! Krankmeldungen ans RKI direkt per Bluetooth. Sehr geil.</p>
<p style="font-variant: small-caps; font-size: 2em;">Freedom is slavery.</p>
<p>Wohin wird das führen? Ich kann mir da so einiges vorstellen. Irgendwann ist auch die Killervirus-Krise vorbei und dann werden wir schnell die Geschichten davon hören, wie toll sich der Planet während #StayTheFuckAtHome erholt hat. Und dann werden sie sagen: Na ja, das hat doch gut geklappt mit dem Hausarrest und dem Urlaubsverbot. Wenn wir alle durch Climate Change sterben, ist das ja viel, viel schlimmer als dieses Virus – der sich im Nachhinein ja sowieso als nicht ganz so dramatisch rausgestellt hat. Also warum bleiben wir nicht jeden Monat einfach eine Woche alle zu Hause? Hausarrest fürs Klima!</p>
<p style="font-variant: small-caps; font-size: 2em;">Ignorance is strength.</p>
<p>Ihr lacht da jetzt drüber. &ldquo;Der Scherschel spinnt&rdquo; hallt es aus vielen Ecken. Aber ihr werdet sehen: Der Staat gibt freiwillig niemals Kontrollinstrumente wieder ab, die sich beim Stillhalten seiner Bürger einmal bewährt haben. Und dabei ist es völlig egal, ob es sich bei dem Staat um eine Diktatur wie China oder eine lupenreine Demokratie wie Südkorea, Deutschland oder die USA handelt. Ein kurzer Blick in die Geschichtsbücher müsste eigentlich jeden von diesem Fakt überzeugen. Solche Kontrollinstrumente der Exekutive werden im besten Fall ein paar Jahrzehnte auf Eis gelegt und bei der nächsten Krise wieder rausgeholt. Ganz los wird man sie nur, wenn das ganze Staatsgebilde in sich zusammenbricht.</p>
<p style="font-variant: small-caps; font-size: 2em;">Stay the fuck at home.</p>
<p>Was aus historischer Sicht an dieser Situation wirklich bemerkenswert ist, ist die Tatsache, dass dieses Experiment gerade weltweit läuft. Demokratien lernen von – und berufen sich bewusst auf – totalitäre Regime. Offensichtlich ein Faktor der fortschreitenden globalen Vernetzung. Was dann wohl auch bedeutet, dass wir die Errungenschaften dieses weltweiten Gehirn-Hacks nicht loswerden, wenn ein lokal dafür verantwortlicher Staat zusammenbricht. Der COVID-Crackdown ist ein ähnlich schlagkräftiges gesellschaftliches Phänomen wie die Atombombe: einmal Realität geworden, kann man die Konsequenzen nicht wieder ungeschehen machen.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Online-Konferenzen und Reisen durchs Ödland der Republik</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-51/</link>
    <pubDate>Sun, 05 Apr 2020 21:05:21 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-51/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Dank Corona hab ich diese Woche Bruce Schneier nicht getroffen. Aber immerhin hat der Bulli jetzt ne grüne Plakette.</em></p>
<p>Die vergangene Woche war ziemlich interessant. Und anders. Sie fing damit an, dass ich meine erste Online-Konferenz moderiert habe. Das hat ganz gut geklappt, vor allem auch weil ich ja durchs jahrelange Podcasten und jetzt auch durch Streamen ziemlich viel Erfahrung mit sowas habe. Aber es ist natürlich nicht das selbe. Besonders schade ist, dass ich eigentlich im Zuge dieser Konferenz Bruce Schneier persönlich getroffen hätte. Ich hatte mich schon auf ein paar interessante Gespräche beim Dinner gefreut. Sein Talk war natürlich trotzdem super, aber ohne persönliches Treffen ist da für mich trotzdem das Highlight des Events ausgefallen.</p>
<p>Nach zwei Tagen Online-Konferenz bin ich dann zu meinen Eltern ins Ruhrgebiet gefahren. Einmal, weil ich ein paar Sachen für meine Frau nach Düsseldorf schaffen musste, die man nicht im ICE transportieren kann. Sie hat jetzt eine erste Übergangswohnung da unten bezogen und wir bereiten uns langsam auf den nächsten großen Umzug vor, wenn wir ganz nach D-Dorf ziehen. Der zweite Grund war Merle, unser T4. Nach zwei Tagen Werkstattaufenthalt hat Merle jetzt nämlich einen Rußpartikelfilter und eine grüne Plakette, die im Ruhrgebiet überall Pflicht ist. Außerdem haben wir sie noch mal komplett durchgecheckt und ihr TÜV bis 2022 verpasst.</p>
<p>Ich habe die drei Tage aus der Küche meiner Eltern gearbeitet und in Dads Arbeitszimmer <a href="http://privatecitizen.press/episode/11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen Podcast aufgenommen</a>. Und natürlich sein hervorragendes Essen genossen. Zum Wochenende ging es dann zusammen mit Katy wieder nach Hamburg. Ich muss sagen, dass es selten so entspannt auf der A1 war – sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg. Also reisetechnisch hat die Ausgangssperre dann doch was Gutes… Mal gucken, wie lange der Wahnsinn noch dauert. Die kommende Woche wird dann wieder etwas quarantäniger. Dank meiner Eltern haben wir jetzt auch erst mal wieder Klopapier.</p>
<p>Apropos Quarantäne: Wem langsam die guten Fernsehserien ausgehen, der sollte sich <em>Tales from the Loop</em> auf Amazon Prime nicht entgehen lassen. Ist gerade ganz frisch raus und basiert auf den Gemälden des großartigen schwedischen Künstlers Simon Stålenhag, von dem ich schon seit Ewigkeiten ein großer Fan bin. Und wie seine Gemälde enttäuscht auch die Serie nicht. Bestes Fernsehen, das ich in langer Zeit gesehen habe.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Corona Blues</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-50/</link>
    <pubDate>Sun, 29 Mar 2020 23:41:39 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-50/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>They say I&rsquo;m getting older and my hair is turnin&rsquo; grey. In meiner fünfzigsten Ausgefuchst-Kolumne brauche ich etwas Hilfe von Slim Dusty, um aus dem Blues herauszukommen.</em></p>
<p>Dies ist heute meine fünfzigste <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">Ausgefuchst-Kolumne</a>, gestern war <a href="/blog/2014/elopement/" rel="">mein sechster Hochzeitstag</a>, aber irgendwie ist mir nicht nach feiern zumute. Mein Arbeitsalltag hat sich zwar durch den Corona-Wahnsinn so gut wie nicht verändert und ich bin nach wie vor sehr beschäftigt, aber trotzdem schlägt mir die Sorge um die Zukunft stark aufs Gemüt. Dabei geht es nicht um Angst, dass irgendwer krank werden könnte. Ich bleibe da ganz  bei meiner Einschätzung, dass die Panikmacher auf Twitter und im Fernsehen einfach die allgemeinen Risiken des Lebens und Ablebens nicht einschätzen können. Aber die gravierenden Konsequenzen für unsere persönlichen Rechte, den Datenschutz und die Wirtschaft, die der ganze Wahnsinn mit sich bringt, sind nicht von der Hand zu weisen.</p>
<p>Mal ganz davon abgesehen, dass die Freizeit momentan einfach deprimierend ist. Klar, ich hab genug ungespielte Videospiele, um bis mindestens 2030 durchzuhalten. Und dank eines neu abgeschlossenen UFC-Fightpass-Abos kann ich jetzt mindestens fünf Jahre am Stück spannende MMA-Kämpfe gucken. Aber trotzdem geht mir das Klopapier aus. Ich hab noch drei Rollen aus dem Campingbus, dann ist Schluss. Das kommt davon, wenn man vernünftig bleibt und nicht hamstert. Dann ist man halt gefickt, wenn alle anderen hamstern. Immerhin hab ich noch ein paar Mehlvorräte. Über die hatte die Frau zwar immer gemeckert, aber jetzt reichen sie noch für mindestens drei Brote. Wenn ich mit den Rezepten nicht wählerisch bin…</p>
<p>Aber ich will ja gar nicht über meine Frau herziehen. Ohne sie würde ich längst auf einem Keller voller Vorräte sitzen und hätte mich schwer bewaffnet in meiner Wohnung verschanzt. Katy ist gerade der einzige Grund, warum ich noch nicht wahnsinnig geworden bin. Vor allem jetzt gerade.</p>
<p>Trotzdem. Traurig ist das schon alles. Das Wetter ist gerade traumhaft und eigentlich könnte man jetzt so schön noch all die Dinge in Hamburg machen, die wir auf unserer Bucket List zusammengetragen hatten. Voraussichtlich drei Monate haben wir noch in dieser wunderschönen Stadt, bevor ein Umzug nach Düsseldorf ansteht. Ein Umzug, der in den aktuellen Zeiten des Wahnsinns wahrscheinlich auch kein Spaß wird. Katy ist wie immer zuversichtlich. Das wird alles schon. Ach, wenn ich diese Frau nicht hätte. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes meine bessere Hälfte.</p>
<p>Wahrscheinlich bin ich einfach nur down weil ich nicht aus Hamburg weg will und enttäuscht bin, weil wir für diesen Frühling und Sommer noch so viel hier geplant hatten. Ach, was solls. Heulen bringt ja auch nix. Wer trotz der Unsicherheiten sein Leben aufhört zu leben, der bereut das am Ende ja auch. Ich höre in solchen Momenten oft Slim Dusty singen.</p>
<blockquote>
  <p>You won&rsquo;t reach the finish line, if you don&rsquo;t even start<br>
You&rsquo;ll never live and you&rsquo;ll never love, if you don&rsquo;t have a heart<br>
So don&rsquo;t just sit there whinging mate, it&rsquo;s no damn good at all<br>
I&rsquo;d sooner be a Has-Been than a Never-Was-At-All</p>
</blockquote><iframe src="https://open.spotify.com/embed/track/1rqr7YSNxRfHLbotx9lpYP" width="300" height="380" frameborder="0" allowtransparency="true" allow="encrypted-media"></iframe>
<p>Danke, Slim. Hast ja Recht, Mate.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ausgangssperre</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-49/</link>
    <pubDate>Sun, 22 Mar 2020 21:17:06 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-49/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mir schnürt keine Virusinfektion die Lunge zu, sondern die Gedanken, die mir kommen, wenn ich den Herdentrieb meiner Mitmenschen beobachte.</em></p>
<p>Eins der ersten Dinge, die man im Geschichtsstudium lernt, ist, dass eine angemessene Betrachtung der Vergangenheit nur dann gelingt, wenn man sich der Lebensumstände der Menschen bewusst ist, die zu jener Zeit gelebt haben. Das bedeutet, dass man den Entscheidungen geschichtlicher Personen keine zeitgenössische Sichtweise der Dinge überstülpen darf, wenn man ihre Beweggründe verstehen will. Mir leuchtete das sofort ein und ich habe seitdem immer versucht, beim Studium einer bestimmten Geschichtsepoche so viel wie möglich über die Lebensumstände einfacher Menschen zu erfahren. Gleiches gilt natürlich auch für den Kontext, in dem bekannte Persönlichkeiten ihre Entscheidungen trafen.</p>
<p>Man lernt im Geschichtsstudium allerdings auch schnell, wo dieser Ansatz an seine Grenzen stößt. Bei mir war das in etlichen Semestern der Fall, in denen ich mich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und Deutschlands zur Zeit des Zweiten Weltkriegs befasst habe. Ehrlich gesagt habe ich nie wirklich verstanden, wie es zur Machtübernahme durch Hitler und die Umstände, die sie begünstigten, kommen konnte. Ich habe durchaus intellektuell verstanden, was damals passiert ist, aber ich habe eben die Menschen damals nicht verstanden. Ich habe nicht verstanden, wie sie die Katastrophe nicht haben kommen sehen. Bis jetzt.</p>
<p>Als Kind des Friedens und einer Wohlstandsrepublik habe ich einfach nie erlebt, was Angst mit den Menschen macht. Bis die Coronavirus-Krise des Jahres 2020 kam, die von der Bundeskanzlerin nun offiziell zur schlimmsten Katastrophe in der Geschichte der Bundesrepublik erklärt wurde. Seitdem weiß ich, dass Menschen ihre Grundrechte freiwillig abgeben, wenn ihnen der Staat nur verspricht, dass alles ein bisschen besser wird. Aus Angst. Und es ist ja im Moment  in der Regel nicht einmal die Angst ums eigene Leben. Es ist in den meisten Fällen die Angst, dass sich eventuell ein Angehöriger anstecken könnte und dass dann, eventuell, nicht genug Ärzte, Pfleger oder Ressourcen zur Verfügung stehen, diese Person umfassend zu versorgen. Aber schon diese Angst reicht aus, eine 70-jährige Tradition der Freiheit freiwillig aufzugeben.</p>
<p>Das ist dann wohl die viel beschworene deutsche Obrigkeitshörigkeit. Wieder so etwas, was ich intellektuell verstanden glaubte, aber dessen wahre Ausmaße ich nie wirklich am eigenen Leib erfahren habe. Bis jetzt.</p>
<p>Die Presse sagt die Politiker sagen die Wissenschaftler sagen es ist am besten, wenn man uns das soziale Leben verbietet? Oh, OK. Klar. Bin ich dafür… Ach,  ihr wollt uns mit Handy-Daten tracken? Zu unser aller Sicherheit? OK, klar!</p>
<p>Diese ganze Situation strotzt nur so vor krasser preußischer Vorurteile, das kann man sich kaum ausdenken. Nur, dass die Bayern mit gutem Beispiel voran marschieren.</p>
<p>Ganz ähnlich muss sich so manch ein Beobachter in der Weimarer Republik auch gefühlt haben, der seinen Mitbürgern dabei zusah, wie diese aus Angst um die eigene Existenz die politische Seele des Landes verkauften. Nun denke ich natürlich nicht, dass eine Ausgangssperre dazu führen wird, dass die Bundesrepublik zu einer Diktatur wird. Aber die Tatsache, dass sich nicht der geringste Widerstand gegen eine solch drastische Maßnahme regt, ist beängstigend.</p>
<p>Ich frage mich, was Geschichtsstudenten in hundert Jahren denken werden, wenn sie aufs Jahr 2020 zurückblicken. Werden sie denken, dass wir unsere Prinzipien verkauft und den schleichenden Niedergang unserer Grundrechte besiegelt haben, um einen Virus zu stoppen, das in den nächsten fünf Jahren trotz aller sozialen Distanzierungsversuche trotzdem die komplette Bevölkerung infiziert hat?</p>
<p>Die erste deutsche Demokratie ist wegen einer Wirtschaftskrise und der daraus resultierenden Angst, die eine schleichende Zersetzung der gesellschaftlichen Werte ausgelöst hat, gefallen. Eine Wirtschaftskrise steht uns schon jetzt ziemlich unausweichlich bevor und die Angst ist bereits da. Ich hoffe inständig, dass ich nicht der Einzige bin, der hier eine Gefahr für den zweiten demokratischen Staat auf deutschem Boden sieht.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: Bundesarchiv, Bild 102-13744: &ldquo;Menschenmenge vor dem Reichstag bei der letzten Verfassungsfeier, 11. August 1932&rdquo;</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die Panik hat Konsequenzen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-48/</link>
    <pubDate>Sun, 15 Mar 2020 21:02:03 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-48/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Wenn das soziale Leben zum Erliegen kommt, sind Existenzen in Gefahr.</em></p>
<p>In diesen Zeiten der Angst und des Herdentriebes leiden vor allem die freien Menschen unter dem sozialen und legislativen Druck der Masse. All jene, die es nicht ertragen, oder sich nie vorstellen konnten, für jemand anderen zu arbeiten. In Zeiten wo Angestellte und Beamte die seltene Freiheit kosten, von zu Hause arbeiten zu dürfen, oder sich bei vollem Gehalt ihrer Familie witmen, werden in den Reihen der Freiberufler ganze Existenzen ausgelöscht.</p>
<p>Als Schreiberling, der sich nur ab und zu mit anderen Jobs was dazuverdient, geht es mir dabei noch sehr gut. Mir gehen ein paar tausend Euro Moderatoren-Gage durch die Lappen, aber mein Kerngeschäft bleibt ziemlich unangetastet. Ich denke in diesen Tagen an all die Freiberufler-Kollegen in der Reise- und Eventbranche. An Künstler, Musiker, Prostituierte und Kneipenbesitzer. An all jene, deren Lebensgrundlage gefährdet ist, weil das öffentliche Leben auf einmal nicht mehr stattfindet, weil es per Erlass verboten wurde.</p>
<p>Gab es eigentlich in der Geschichte der Bundesrepublik jemals eine vergleichbare Massenhysterie? Selbst ein explodierendes Atomkraftwerk mit übers Land ziehender Fallout-Wolke, die RAF und alle in der BRD und DDR stationierten Atomwaffen haben es nie geschafft, die Gesellschaft des Landes entsprechend zu lähmen. Es ist schon erstaunlich, was hier gerade passiert.</p>
<p>Ich bin in Gedanken bei all denen, die nicht wissen, wie sie die nächsten paar Monate überbrücken sollen. Und zeige mich solidarisch mit allen, die nach wie vor soziale Kontakte zu ihren Mitmenschen pflegen.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103828906268631231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Schämt euch!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-47/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Mar 2020 19:17:13 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-47/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Selten habe ich meinen Berufsstand so verabscheut wie in den letzten Wochen.</em></p>
<p>Ich bin jetzt seit knapp acht Jahren professioneller Journalist – das heißt ich  verdiene mein Lebensunterhalt seit acht Jahren damit, ein bisschen Sinn in den Unsinn unseres täglichen Lebens zu injizieren. In dieser ganzen Zeit war ich nie ein besonderer Freund meines Berufsstandes. Ganz im Gegenteil, ein großer Grund warum ich überhaupt nur Journalist geworden bin ist, dass ich es besser machen wollte als viele meiner Kollegen da draußen. Und trotz meines Mangels an einem abgeschlossenem Studium oder einer richtigen Berufsausbildung klapp das auch immer wieder. Und so wie es aussieht wird es auch in Zukunft nicht gerade schwieriger, besseren Journalismus zu machen als die Mehrheit meiner Kollegen da draußen.</p>
<p>Obwohl ich einer der lautesten Kritiker meiner eigenen Zunft bin, hatte ich nie zuvor eine schlechtere Meinung vom Journalismus als in den letzten paar Wochen. Was ich seit dem Aufkommen des Themas Coronavirus in der Presse beobachte, widert mich an. Etablierte Kollegen und Verlage, die sich selbst als die Leitmedien des Landes sehen, schreiben seit Wochen fast ausnahmslos Scheiße. Ja, das muss man leider so deutlich aussprechen. Denn was man da lesen und hören muss ist nichts anderes: Absolute Scheiße. Geistiger Dünnschiss untersten Niveaus. Da wird eine Krankheit, die an sich kaum gefährlicher ist die jährliche Grippewelle,  die wir seit Jahrzehnten immer wieder aufs neue beobachten, zu einer Bedrohung für die Menschheit aufgebauscht. Journalisten, die am Anfang einfach zu faul oder zu dumm waren, Experten zu befragen, scheren sich mittlerweile nicht mal mehr darum, dass ihre eigenen Blätter und Sendungen irgendwann die Realität der Lage erfasst und berichtet haben. Einmal auf den Hysterie-Zug aufgesprungen, wird nun trotzdem jeder einzelne Fall von Covid-19 mit einer Schlagzeile versehen.</p>
<p>Der erste deutsche in Timbuktu hat Corona? Schlagzeile. Die Lufthansa macht was wegen Corona? Schlagzeile. Der Wochenmarkt in Oberammergau wurde abgesagt? Schlagzeile. Das Toilettenpapier beim Aldi in Essen-Borbeck ist ausverkauft! Jetzt schon vier Fälle in Norderstedt!! MEIN GOTT DER DÖNERMANN VERKAUFT GEKLAUTES DESINFEKTIONSMITTEL!!!</p>
<p>Habt ihr sie noch alle? Wollt ihr ab jetzt auch jeden Influenza-Fall in Deutschland berichten? Ballert ihr mir jetzt jeden Tag die Bilder von Klonunfall-Spahn und Joggingjacken-Trump beim Händewaschen, abgemischt mit belanglosen Plattitüden und dem gerade angesagten Hashtag, direkt ins Hirn? Seht ihr nicht, dass ihr mit euren Schlagzeilen und Nachrichten gerade die Menschheit mit Volldampf in die komplette Verblödung treibt?</p>
<p>Einer der wenigen meiner Kollegen, die ich momentan noch respektieren kann, hat die Presse <a href="https://twitter.com/systemstig/status/1235491003534061570" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Gespräch mit mir vor ein paar Tagen</a> als &ldquo;gesellschaftszersetzend&rdquo; bezeichnet. Und er hat absolut Recht. Was der Mainstream, oder die Leitmedien – oder wie auch immer man sie nennen will – gerade macht, ist, aktiv der Gesellschaft schweren Schaden zuzufügen. Und wofür? Für ein paar Klicks und ein paar daraus resultierender Werbe-Euros. Anstatt die Situation rational zu betrachten, sich wichtigeren Themen zuzuwenden und die verschwindend geringe Gefahr einzuordnen, wird darüber berichtet, dass Leute die Supermarkt-Regale leerkaufen. Dabei hätte es doch gereicht, eine Meldung zu schreiben, in der steht, dass der Virus existiert, was wir bisher darüber wissen und dass das Risiko an Herzinfakt zu sterben viel höher ist. Klar, Menschen mit vorhandenen Krankheitsbildern oder geschwächtem Immunsystem können an Komplikationen durch das Coronavirus sterben, aber das ist bei der Grippe ja auch so. Und bei dem Thema reicht ja auch eine Meldung pro Jahr.</p>
<p>Meine Kollegen, die Fernsehen und Radio machen oder online und im Print täglich und wöchentlich zum Coronavirus schreiben, sollten sich schämen. Guckt euch mal in der Welt um! Schaut, welche grundlose Hysterie ihr in den Menschen verursacht. Und fragt euch mal wieso. Tut ihr den Menschen da wirklich einen Gefallen? Oder verkauft ihr eure Leser, Zuschauer und Hörer nicht viel eher für ein paar Euro, von denen so gut wie alles bei der Chefetage landet, an den Teufel? Und kommt mir jetzt bitte nicht mit &ldquo;ich hab ja nur Befehle befolgt&rdquo;. Das ist in Deutschland seit 1945 keine Ausrede mehr.</p>
<p>Gerade als Journalist sollte einem klar sein, wo diese Angst hinführt. Sie führt zu Massenüberwachung und Gesetzen, die uns immer mehr Freiheiten rauben. Im Namen einer Bedrohung, die keine ist. Ihr denkt ich übertreibe? Das ist ja nur ein Virus? Das geht alles wieder vorbei? Guckt mal nach China und Italien. Abgeriegelte Städte, umherirrende Seuchenschiffe und Menschen, die mit Drohnen gejagt und vom Polizeistaat zusammengeschlagen werden, weil sie zur falschen Zeit rausgehen oder nicht die richtige Kleidung tragen, sind keine Fantasie mehr. Das ist im Coronavirus-Jahr 2020 längst Realität. Die Angst regiert. Und wo die Angst regiert, bleibt die Freiheit auf der Strecke. Die Covid-19-Epidemie ist eine Zombie-Apokalypse.  Der Virus tötet uns nicht. Oh nein… Die hysteriegetriebenen Panik-Journalisten sorgen dafür, dass er unsere Hirne auffrisst.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103789035504805792" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Küchensonntag</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-46/</link>
    <pubDate>Sun, 16 Feb 2020 21:36:13 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-46/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In meiner heutige Sonntagskolumne gibt es Neues aus der fab.industries-Kantine.</em></p>
<p>Diese Woche war eine gute Woche. Ich habe mir freigenommen, um am Dienstag mit Freunden auf das Sabaton-Konzert in der Sporthalle zu gehen und ihnen am Mittwoch und Donnerstag die Stadt zu zeigen. Sabaton war natürlich wie immer großartig und am Mittwoch waren wir im Miniaturwunderland. Da war ich bisher auch noch nie und es hat wirklich viel Spaß gemacht. Besonders der Flughafen ist großartig! Ab morgen werde ich dann noch mal ein paar Tage arbeiten, bevor Katy und ich noch etwas Urlaub zusammen genießen.</p>
<p>Katy hat die kommende Woche schon frei und ich habe sie zur Einstimmung heute schon mal bekocht. Da gerade, <a href="/de/blog/2020/ausgefuchst-45/" rel="">nach vergangener Woche</a>, nun der zweite Atlantik-Sturm durch zieht, passte es vom Wetter her auch ganz gut, dass ich den halben Tag in der Küche verbracht  habe. Nach gestriger Vorbereitung habe ich zuerst einmal ein rustikales Bauernbrot gebacken. Wir haben es noch nicht angeschnitten (das machen wir morgen früh), aber ich glaube, dass es ziemlich perfekt geworden ist.</p>

<p>Das Brot ist ein typisches deutsches Bauernbrot; mit Sauerteig und hauptsächlich Roggenmehl gebacken. Ich habe es schon ein paar Mal gemacht und es wird immer großartig. Das Rezept ist <a href="https://www.ploetzblog.de/2013/04/27/leserwunsch-rustikales-bauernbrot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aus Lutz Geißlers Plötzblog</a> – ich habe lediglich alle Mengen verdoppelt und zusätzlich etwas Brotgewürz verwendet.</p>
<p>Während das Brot im Ofen war, habe ich das nächste Gericht vorbereitet: Ein klassisches Sunday Roast. Ein Kilo Lammfilet in einer leckeren Soße aus roten Zwiebeln und Weißwein. Zuerst einmal habe ich die ganzen Schneidearbeiten erledigt und das Fleisch angebraten. Dann habe ich die Soße angeköchelt, alles zusammen in eine feuerfeste Form geschmissen und dann, als das Brot fertig war, in den Ofen gepackt.</p>
<p>Wenn ich am Wochenende koche, läuft das ganze immer sehr chillig – mit Kaffee und später einem gepflegten Kochwein. Passenderweise läuft momentan die 26. Magic-The-Gathering-Weltmeisterschaft, so dass ich nebenbei auch noch ein paar spannende Magic-Partien gucken konnte. Leider hat es Thoralf Severin, der einzige deutsche Teilnehmer, nicht in die heutigen Finalrunden geschafft. Trotzdem hat mir die Kombination aus Sturm, Magic und Küchenarbeit einen sehr relaxten Sonntag beschert. Und das Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen.</p>


<p>Wir haben das Fleisch in der eigenen Soße mit etwas Süßkartoffelstampf gegessen. Und es war sehr, sehr lecker! Natürlich haben wir nicht den ganzen Braten verputzt. Die Reste gibt es morgen mit etwas Grünzeug als Bratenburger. Das wird auch noch mal großartig, da bin ich mir sicher.</p>
<p>Wie erwähnt arbeite ich jetzt noch ein paar Tage und mache dass etwas Urlaub. Wundert euch also nicht, wenn ich mit dieser Kolumne ein paar mal aussetze. Ich verspreche früher oder später eine neue Ausgabe. Bis bald!</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103670462838125880" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>The Private Citizen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/private-citizen/</link>
    <pubDate>Mon, 10 Feb 2020 20:41:00 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/private-citizen/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich lege Sixgun Productions bis auf Weiteres still und begebe mich auf eine neue Reise in die Welt des Podcastens. Ich hoffe, ihr seid dabei!</em></p>
<p>Seit ich im vergangenen Jahr <a href="/de/blog/2019/sixgun-2020/" rel="">meine Pläne für Sixgun Productions vorgestellt</a> und den neuen Podcast <em>Radio Nowhere</em> angefangen habe, hab ich viel darüber nachgedacht, wie ich mein Podcasting in Zukunft organisieren möchte. Seit <a href="https://danlynch.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dan</a> und ich mit <em>Linux Outlaws</em> aufgehört haben, habe ich Probleme, mich an einen festen Sendeplan zu halten. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es erst mal das Wichtigste ist, zu einer solchen Routine zurückzukehren. Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, um das umzusetzen ist, von jetzt an nur noch einen Podcast zu produzieren.</p>
<h2 id="sixgun-productions-ist-erst-mal-stillgelegt" class="headerLink">
    <a href="#sixgun-productions-ist-erst-mal-stillgelegt" class="header-mark"></a>Sixgun Productions ist erst mal stillgelegt</h2><p>Ich habe daher beschlossen, Sixgun Productions für die absehbare Zukunft erst mal stillzulegen. Das Ganze war ursprünglich als Konstrukt für Dan und mich gedacht, um neben LO andere gemeinsame Projekte umzusetzen, und obwohl Sixgun zur Kolaboration bei <em>Geek News Radio</em> einen gewissen Sinn gemacht hat, brauche ich jetzt kein ganzes Podcast-Netzwerk mehr, nur um eine Sendung für mich selbst zu produzieren.</p>
<p>Wo wir gerade von dieser einen Sendung sprechen, ich habe mich wieder einmal entschlossen, etwas Neues auszuprobieren. Obwohl mir der Ansatz, den ich für <em>Radio Nowhere</em> entwickelt hatte, gefiel, habe ich mich nie ganz mit dem Thema Politik abgefunden. Mir macht es zwar viel Spaß, über Politik zu sprechen, aber es war einfach ein zu weites Feld – und das wollte ich nach GNR ja eigentlich vermeiden. Mir ist bewusst geworden, dass ich eine Sendung machen will, die fokussierter ist.</p>
<p>Die Kombination dieser Umstände bedeutet, dass ich <em>Radio Nowhere</em> zusammen mit meinem Magic-The-Gathering-Podcast <em>The Mox &amp; Mermaid</em> einmotten werde, um mich voll und ganz auf dieses neue Projekt zu konzentrieren. Ich habe aus diesen beiden Sendungen eine Menge gelernt, sowohl was die Erstellung einer überzeugenden Solosendung angeht, als auch was die sehr schnelle Umsetzung einzelner Episoden betrifft. Dabei nehme ich den Ansatz, gründlich zu recherchieren und die Hörer zum mitdenken und nachrecherchieren anzuregen, von <em>Radio Nowhere</em> zu der neuen Sendung mit. Ich denke mal, dass ich auch viel über Politik sprechen werde, auch wenn das Format viel straffer und auf ein einziges Thema konzentriert sein wird.</p>
<h2 id="datenschutz-das-nächste-schlachtfeld" class="headerLink">
    <a href="#datenschutz-das-n%c3%a4chste-schlachtfeld" class="header-mark"></a>Datenschutz: Das nächste Schlachtfeld</h2><p>Das Thema für meinen neuen, englischsprachigen Podcast ist Datenschutz. Oder besser gesagt Privacy – ich mag den deutsche Begriff Datenschutz nicht wirklich, denn er ist mir zu sehr auf die Daten und zu wenig auf Menschen ausgerichtet. Am Mittwoch habe ich <a href="http://privatecitizen.press/episode/1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die erste Folge</a> dieses neuen Podcasts mit dem Titel <em>The Private Citizen</em> veröffentlicht. Und ich habe mich verpflichtet, in Zukunft jeden Mittwoch eine neue Folge zu bringen. Die zweite Folge ist bereits aufgenommen und wird am 12. veröffentlicht. Über Privacy habe ich in den letzten Monaten viel nachgedacht, wie unsere Diskussionen bei <a href="/blog/2019/datensparsamkeit-outlaws/" rel="">der Linux-Outlaws-Live-Show auf dem OggCamp im Oktober</a> gezeigt haben. Und der neue Podcast ist ein direktes Ergebnis dieses Nachdenkens. Ich habe das Gefühl, dass die Privatsphäre das nächste große Schlachtfeld ist.</p>
<p><em>The Privat Citizen</em> ist ein wöchentlicher Podcast, der sich mit neuen Entwicklungen im Bereich des Datenschutzes und der Privatsphäre befasst. Ich recherchiere und bespreche jede Woche Nachrichten zu einem bestimmten Thema aus dem Bereich. Die erste Episode befasst sich mit der Gesichtserkennungstechnologie einer Firma namens Clearview AI, die von vielen Polizeidienststellen in den USA zur Identifizierung von Verdächtigen und Personen, die zur Befragung gesucht werden, eingesetzt wird. Die zweite Folge, die diese Woche veröffentlicht wird, befasst sich mit Wahlcomputern und der Gefahr, die diese für unsere moderne Demokratie darstellen.</p>
<p><a href="http://privatecitizen.press/"></a></p>
<p>Hört doch mal in die Sendung rein, falls ihr englische Podcasts hört (<a href="http://privatecitizen.press/index.xml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Feed hier</a>) und sagt mir, <a href="/de/kontakt/" rel="">was ihr davon haltet</a>! Ich habe bereits sehr nette Rückmeldungen erhalten, aber wie ihr seht arbeite ich ständig daran, meine Podcasts zu optimieren. Ich will als Freelancer meine wenige Zeit, die ich für so was habe, optimal nutzen und brauche dazu euer Feedback.</p>
<h2 id="reichet-gold-eurem-podcaster" class="headerLink">
    <a href="#reichet-gold-eurem-podcaster" class="header-mark"></a>Reichet Gold eurem Podcaster</h2><p>Falls euch die Sendung gefällt, denkt doch mal drüber nach, ob ihr nicht Mitglied <a href="https://www.patreon.com/fabsh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meiner Patreon-Kampagne</a> werden wollt. Aber nur, wenn ihr auch wirklich denkt, dass die Sendung es euch wert ist. Auch Rückmeldungen und Recherchen, die ich in der Sendung verwenden kann, sind sehr willkommen. Aber wenn ich eine kleine Anhängerschaft von Leuten aufbauen kann, die bereit sind, <em>The Private Citizen</em> regelmäßig zu unterstützen, ist es viel wahrscheinlicher, dass ich die ganze Arbeit, die ich in die Show investierte, auf lange Sicht rechtfertigen kann.</p>
<p>Also, wenn ihr euch das also leisten könnt: <a href="https://www.patreon.com/fabsh" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>reichet Gold eurem Podcaster!</strong></a></p>
<p><a href="https://www.patreon.com/fabsh"></a></p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103636274824853765" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediversee</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Stürmische Zeiten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-45/</link>
    <pubDate>Sun, 09 Feb 2020 22:59:36 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-45/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eigentlich wollte ich diese Kolumne heute einstellen. Aber ich bringe es einfach nicht übers Herz.</em></p>
<p>Ich sitze hier, Sonntag abends, mit einem Glas Rotwein und höre den Ausläufern von Sturm Sabine zu, die um die Häuser pfeifen. Ich habe gerade eine neue Folge meines neuen Podcasts <a href="http://privatecitizen.press/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Private Citizen</em></a> aufgenommen und wollte jetzt eigentlich die letzte Ausgabe dieser Kolumne schreiben.</p>
<p>In den letzten Wochen habe ich viel über meinen momentanen Tagesablauf nachgedacht. Wieviel Arbeit ich wann geschafft bekomme, wann ich Pause mache …sowas halt. Work-Life-Balance. Obwohl das in meinem Fall wohl eher eine Work-Work-Balance  ist. Das bringt das Freelancer-Sein wohl auch irgendwie mit sich, dass man über diese Dinge nachdenkt.</p>
<p>Als Ergebnis dieser Erwägungen habe ich entschieden, mein Podcast-Network Sixgun Productions bis auf weiteres stillzulegen. Ich möchte mich ganz auf <em>The Private Citizen</em> konzentrieren und eine Sendung pro Woche aufnehmen. Und das schaffe ich realistisch gesehen nur, wenn ich alle anderen Podcast-Projekte, die ich so am Laufen hatte, stilllege. Und ich hatte mich eben auch dazu entschieden, am Wochenende weniger zu arbeiten und mehr Zeit mit der Liebe meines Lebens zu verbringen.</p>
<p>Aber irgendwie kann ich mich nicht dazu durchringen, diese Kolumne zu killen. Ich habe es jetzt etwas mehr als ein Jahr lang geschafft, fast jeden Sonntag einen Text (mehr oder weniger über mein Leben als Freelancer) zu veröffentlichen und irgendwie ist das richtig cool. Also werde ich erst mal nicht damit aufhören. Ich bringe es einfach nicht übers Herz.</p>
<p>Vielleicht ist die Lösung für das Wochenendproblem einfach nur, dass ich die Kolumne konsequenter in der Woche vorschreibe. Obwohl ich da auch schon immer sehr viel <a href="/newsletter/" rel="">mit meinem Newsletter</a> zu tun habe. Und sowieso schreiben echte Journalisten am besten ganz hart am Wind, beziehungsweise der Deadline… Ach, was solls! Erst mal bleibt diese Kolumne bestehen. Auch wenn drum herum der Wind durch mein Leben bläst.</p>
<p>Bis nächste Woche!</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103631174258834258" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://earth.nullschool.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Earth / Cameron Beccario</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>FOSDEM mal ganz anders</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-44/</link>
    <pubDate>Sun, 02 Feb 2020 16:24:40 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-44/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die Open-Source-Konferenz FOSDEM ohne Frieren, geht das? Ja, wenn man zu Hause bleibt.</em></p>
<p>Vor fast genau einem Jahr war ich, ganz zu Anfang meiner neuen Tätigkeit als Freelancer, mal wieder vor Ort bei der FOSDEM in Brüssel. Auch meine Sonntagskolumne <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-5/" rel="">habe ich damals direkt von der weltgrößten Open-Source-Konferenz aus geschrieben</a>.</p>
<p>Dieses Jahr bin ich zu Hause geblieben. Zum einen, weil ich momentan ziemlich viele andere berufliche Verpflichtungen habe, und zum andern, weil man bei Konferenz-Berichterstattung zu Hause einfach mehr geschafft kriegt. Über Events wie FOSDEM, die exzellente Live-Streams zur Verfügung stellen, kann man einfach viel besser aus der kuscheligen Wärme des eigenen Büros berichten.</p>
<p>Klar, man verpasst eine ganze Menge Networking (den berühmten &ldquo;Hallway Track&rdquo;), aber dafür hat man viel mehr Zeit und Ruhe zum Schreiben. Außerdem verpasst man natürlich die Brüsseler Pommes und Waffeln, aber auf der positiven Seite lebt man gesünder. Und man muss man sich wiederum nicht mit kalten Universitätsgebäuden und hoffnungslos überfüllten Bussen rumschlagen.</p>
<p>Heise hat bisher drei meiner Berichte über die Konferenz veröffentlicht. Zwei weitere sollten bis morgen Nachmittag folgen. Ihr findet sie alle <a href="https://www.heise.de/thema/FOSDEM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf der entsprechenden Themenseite von <em>heise online</em></a>.</p>
<p>Mal gucken, eventuell fahre ich nächstes Jahr wieder nach Brüssel. Dieses mal war ich ziemlich froh, in meinem warmen Büro zu sitzen.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103589973783684377" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bitte verkackt es nicht!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-43/</link>
    <pubDate>Sun, 26 Jan 2020 20:54:26 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-43/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eine neue Star-Trek-Serie! Eigentlich ein Grund zur Freude …für mich ist Star Trek: Picard aber auch mit einer sehr realen Angst verbunden.</em></p>
<p>Diesen Monat ist <em>Star Trek: Voyager</em> 25 Jahre alt geworden. Kaum zu glauben, dass es schon ein Vierteljahrhundert her ist, dass ich in meiner Ops-Uniform als Kind auf dem Sofa meiner Eltern saß und dabei zusah, wie Captain Janeway und ihre Crew versuchten, den Weg zurück nach Hause zu finden. TNG war meine erste Trek-Serie, aber <em>Voyager</em> war damals meine erste Gelegenheit, Folgen zum Erscheinungstermin jeden Freitagabend, sozusagen live, zu sehen. Und bis heute nimmt <em>Voyager</em> deswegen einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen ein. Die Serie ist für mich nach wie vor der Inbegriff des modernen Trek – trotz aller ihrer Schwächen und des mittlerweile unzeitgemäßen Filmformates.</p>
<p>Passenderweise gibt es seit dieser Woche eine neue Trek-Serie. <em>Star Trek: Picard</em> ist die zweite Serie der Streaming-Ära und einerseits hat sie viel Produktionspersonal mit ihrer Geschwisterserie <em>Star Trek: Discovery</em> gemeinsam, andererseits ist viel Nostalgie im Spiel. Nicht zuletzt Patrick Stewart, der nach knapp 20 Jahren als Jean-Luc Picard vor die Kamera zurückkehrt. <em>Picard</em> ist deswegen für mich, vor allem emotional, eine wichtige Verbindung in die Zeit, die mich als Trek-Fan geformt hat. <em>Picard</em> setzt die Geschichten aus TNG, DS9 und <em>Voyager</em> fort. Endlich! Nach 18 Jahren Pause, nicht nur in echt sondern auch in-universe, eine Serie, die nach all den Sequels zeigt, wie es weitergeht!</p>
<p>Mit dabei sind neben Patrick Stewart auch Jonathan Frakes (diesmal nicht nur als Regisseur sondern auch als Will Riker) Brent Spiner, Marina Sirtis und großartigerweise auch Jeri Ryan – eine weitere direkte Verbindung zu <em>Voyager</em>. Alles zusammen das perfekte Rezept für eine richtig gute Serie. Auch wenn es erst mal komisch erscheint, dass Picard nicht in der Sternenflotte ist und es kein Raumschiff gibt, so <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Star-Trek-Picard-Der-alte-Mann-und-die-KI-4645648.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gefiel mir die erste Folge doch richtig gut</a>.</p>
<p>Allerdings kann ich mich einer gewissen Panik nicht erwehren. Ich will unbedingt, dass diese Serie gut wird. Schon wegen Patrick Stewarts herausragender Beteiligung – nicht nur schauspielerisch, sondern auch als kreativer Kopf hinter den Kulissen. Und leider <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Star-Trek-Wo-ist-die-Discovery-3841427.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sah <em>Discovery</em> am Anfang auch richtig gut aus</a>, degenerierte dann aber <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Star-Trek-Discovery-In-der-2-Staffel-den-Plot-versemmelt-4406251.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einen absoluten Clusterfuck aus Plot-Löchern</a> und peinlichem virtue signalling. Und <em>Picard</em> ist halt zum Teil von den selben Leuten.</p>
<p>Dass die Intro-Musik, genau wie bei Discovery, absoluter Müll ist, kann ich ihnen noch verzeihen. Aber wenn die Produzenten und Schreiber diese anfänglich vielversprechende Serie auch wieder versemmeln, wird mir das mein Trekkie-Herz brechen, fürchte ich. Nach dem unverschämt dummen Ende von <em>Enterprise</em>, den grenzdebilen Reboot-Filmen von J. J. Abrams und dem Hirnverflüssigungs-Plot von <em>Discovery</em> ist meine Toleranz für neuerliche Albernheiten von &ldquo;Big Rod&rdquo; Roddenberry und Konsorten ziemlich dünn. Anders als bei Star Wars ist Star Trek für mich nämlich nicht einfach eine Ansammlung an Geschichten, die ich mag. Star Trek ist Teil meiner Identität. Es hat mich von klein auf als Mensch geprägt.</p>
<p>Ich bitte euch also hiermit inbrünstig, CBS… verkackt es nicht noch mal! Bitte…</p>
<br />
<p>Ende des persönlichen Logs.</p>
<p><em>Lt. Cmdr. Scherschel</em></p>
<br />

<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103551381079605258" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://startrek.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">StarTrek.com</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Rechtsunsicherheit bei der Überwachung von E-Mail-Konten: Was dürfen Ermittlungsbehörden?</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/mailboxorg-transparenzbericht/</link>
    <pubDate>Thu, 23 Jan 2020 12:08:29 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/mailboxorg-transparenzbericht/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Der auf sichere Kommunikation spezialisierte E-Mail-Anbieter Mailbox.org fordert eine gesetzliche Neuregelung der Grundlagen für die Überwachung seiner Kunden durch Strafverfolgungsbehörden.</em></p>
<p>Der Berliner E-Mail-Anbieter <a href="https://mailbox.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mailbox.org</a> gibt jedes Jahr einen Transparenzbericht über die Anfragen heraus, die der Dienst von Ermittlungsbehörden erhält. Ich hatte über den Bericht für 2018 im vergangenen Jahr <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mailbox-org-kritisiert-Formfehler-bei-Datenabfragen-von-Sicherheitsbehoerden-4270258.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für <em>heise online</em> berichtet</a>. Auch für das Jahr 2019 hat die Firma nun <a href="https://mailbox.org/de/unternehmen#transparenzbericht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine entsprechende Bilanz veröffentlicht</a>. Im Grunde bleibt alles beim Alten: Viele Gesuche werden von den Behörden nicht korrekt gestellt und von Mailbox.org ignoriert. Nur die wenigsten Anfragen sind verschlüsselt.</p>
<h3 id="behörden-verschlüsseln-ihre-anfragen-nur-selten" class="headerLink">
    <a href="#beh%c3%b6rden-verschl%c3%bcsseln-ihre-anfragen-nur-selten" class="header-mark"></a>Behörden verschlüsseln ihre Anfragen nur selten</h3><p>Eigentlich schreibt die Bundesnetzagentur (BNetzA) seit 2017 aus Datenschutzgründen vor, entsprechende Anfragen über abgesicherte Schnittstellen an die Provider zu übermitteln. Das scheint aber nach wie vor kaum zu funktionieren. Mailbox.org-Gründer und Inhaber Peer Heinlein kritisiert das scharf – verständlich, denn sein Dienst versucht sich schließlich mit Verschlüsselung und durch Datenschutz-konformen Umgang mit den Mails seiner Kunden von der Masse der Mail-Provider abzusetzen.</p>
<blockquote>
  <p>&ldquo;Bereits im letzten Jahr habe ich darauf hingewiesen, dass die Anfragen per E-Mail verschlüsselt erfolgen müssen. Die technischen Möglichkeiten dafür sind seit Jahren vorhanden. Es ist ein Armutszeugnis für ein vermeintliches Hochtechnologie-Land, wenn die staatlichen Institutionen solch elementare Anforderungen noch immer nicht einhalten können – oder wollen sie gar nicht?&rdquo;</p>
</blockquote><p>Viel interessanter finde ich persönlich allerdings einen anderen Umstand, auf den die Mailbox-Leute in ihrer Pressemitteilung zum aktuellen Transparenzbericht hinweisen: Es gibt offensichtlich Rechtsunsicherheit was die Anfragen der Behörden angeht.</p>
<h3 id="e-mail-überwachung-dank-gmail-ausgesetzt" class="headerLink">
    <a href="#e-mail-%c3%bcberwachung-dank-gmail-ausgesetzt" class="header-mark"></a>E-Mail-Überwachung dank Gmail ausgesetzt?</h3><p>Nach einer <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Keine-Regulierung-Netzagentur-verliert-GMail-Streit-mit-Google-vor-EuGH-4445723.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) aus dem Sommer 2019</a> ist Googles E-Mail-Dienst Gmail nämlich nicht als &ldquo;elektronischer Kommunikationsdienst&rdquo; im Sinne des <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/tkg_2004/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekommunikationsgesetzes (TKG)</a> zu werten. Nach diesem Urteil muss Google keine neuen Überwachung-Schnittstellen in Gmail einbauen, um Ermittlungsbehörden die Echtzeitüberwachung bestimmter Nutzer zu erlauben. Der EuGH hatte in diesem Fall als letzte Instanz entschieden, weil das deutsche TKG auf einer entsprechenden EU-Richtlinie beruht.</p>
<p>Laut Mailbox.org suggerieren einige Mitbewerber des Dienstes ihren Kunden seitdem, das TKG sei für Mail-Provider nicht anwendbar und damit entfalle in Deutschland eine entsprechende Rechtsgrundlage für die Datenherausgabe an Ermittlungsbehörden. Der Provider aus Berlin sieht das allerdings anders. In Deutschland gelte weiterhin das <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/tmg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telemediengesetz (TMG)</a> und das regele, etwa in §§ <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__14.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">14</a> und <a href="https://www.gesetze-im-internet.de/tmg/__15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">15</a>, die Herausgabe von Bestands- und Nutzerdaten an Ermittlungsbehörden. Richtig sei nur, dass die Rechtsgrundlage für die Überwachung von E-Mail-Konversationen, im Sprachgebrauch der Behörden als Telekommunikationsüberwachungsmaßnahme (TKÜ) bezeichnet, nach dem EuGH-Urteil in Frage stehe. Denn fortlaufende Überwachung sei nur im TKG geregelt, das TMG kenne keine solche Maßnahmen.</p>
<h3 id="gesetzliche-neuregelung-gefordert" class="headerLink">
    <a href="#gesetzliche-neuregelung-gefordert" class="header-mark"></a>Gesetzliche Neuregelung gefordert</h3><p>Mailbox.org hat deshalb bis auf Weiteres alle TKÜ-Maßnahmen ausgesetzt. Die im Transparenzbericht für das Jahr 2019 verzeichneten drei Anfragen zur Telekommunikationsüberwachung beziehen sich auf den Zeitraum vor dem EuGH-Urteil im Sommer. Auf Grund der unübersichtlichen Rechtslage fordert Firmengründer Heinlein eine gesetzliche Neuregelung der Auskunftspflicht von E-Mail-Providern gegenüber Ermittlungsbehörden.</p>
<blockquote>
  <p>&ldquo;Wir sehen die entstandene Verwirrung rund um die Rechtsprechung des EuGHs keinesfalls nur positiv. Aus unserer Sicht ist eine baldige Neuregelung notwendig. Diese muss bestehende Zweifel und Fragen beseitigen und grundrechtlich geschützte Kommunikation von Internet-Nutzern unzweifelhaft einem Richtervorbehalt unterwerfen. Nur so lässt sich ein ausreichend hoher Schutz gegen Missbrauch und vorschnellen Eingriff sicherstellen.&rdquo;</p>
</blockquote><p>Obwohl Mailbox.org als einer der kleineren Anbieter auf dem Markt wohl mit weit weniger solcher Anfragen nach Überwachung und Nutzerdaten zu tun hat, als die wirklich großen Fische, kämpft die Firma beharrlich gegen die Übergriffigkeit der deutschen Behörden. Im Sinne seiner Nutzer wünscht sich Heinleins Unternehmen deshalb eine &ldquo;restriktive spezialgesetzliche Regelung&rdquo; statt &ldquo;allgemeinerer Regelungen mit niedrigen Zugriffshürden&rdquo;, die Missbrauch ermöglichen. Mailbox.org prüfe jede Anfrage umfassend juristisch und gebe Daten nur bei zwingender Notwendigkeit heraus.</p>
<hr>
<p><em>Full Disclosure: Ich nutze im Rahmen meiner Tätigkeit als investigativer Journalist ein Mailbox.org-Konto, das mir die Firma kostenfrei zur Verfügung stellt. Ich verwende dieses Konto auch explizit deswegen, weil der Dienst die Privatsphäre seiner Nutzer und die Sicherheit ihrer Mail-Kommunikation immer wieder in den Vordergrund stellt.</em></p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103532387134629087" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/QEzdua1GBW4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fang-Wei Lin</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Organspenden und Utilitarismus</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-42/</link>
    <pubDate>Sun, 19 Jan 2020 21:03:16 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-42/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute mache ich mir in meiner Sonntagskolumne Sorgen um die Zukunft und zeige auf, was Bismarck uns zur Organspende-Entscheidung beibringen konnte.</em></p>
<p>Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die jünger sie als ich, mache ich mir immer öfter Sorgen um die Richtung, in die es mit unserem Land geht. Ich meine hierbei vor allem ein mangelndes Verständnis für politische Grundwerte. Akut wurde mir das diese Woche wieder bei den Diskussionen um die Widerspruchslösung zur Organspende vor Augen geführt.</p>
<p>In Gesprächen zu diesem Thema traf ich immer wieder auf sehr utilitaristische Argumente, deren Haupt-Stoßrichtung die folgende ist: Wenn es um das Wohl der Allgemeinheit geht, sollte der Staat weitreichend in das Leben seiner Bürger eingreifen dürfen. Schließlich werde ja niemand gezwungen, seine Organe zu spenden (was ja Sowieso den Begriff &ldquo;Spende&rdquo; komplett ad absurdum führen würde, aber das steht auf einem anderen Blatt). Schon mein Versuch, eine Gegenargumentation weg von der Notwendigkeit für mehr Organspende zu leiten, wurde von fast allen Gesprächspartnern im Alter von 20 bis etwa 35 Jahren gar nicht erst angenommen. So weit ich feststellen kann, ist eine Diskussion dieses Themas auf einer abstrakten gesellschaftstheoretischen und geschichtswissenschaftlichen Ebene mit diesen Menschen gar nicht erst möglich.</p>
<p>Meine Argumentation bei diesem Thema sieht etwa so aus: Die Unversehrtheit des eigenen Körpers ist ein im Grundgesetz verbrieftes und unveräußerliches Recht jedes Bürgers. Dieses Recht darf vom Staat nur unter extremsten Bedingungen eingeschränkt werden und nur dann, wenn ähnlich grundlegende Rechte anderer Bürger konkret gefährdet sind. Meiner Interpretation des Grundgesetzes nach, sind solche unveräußerlichen Grundrechte <strong>inhärent</strong>. Das heißt, sie sind von Natur aus gegeben und erfordern keinen Einwilligung von Seiten des Bürgers, um zu gelten. Ergo benötigt der Staat eine <strong>explizite willentliche Einwilligung</strong> des Bürgers zum Eingriff in diese Rechte. Er kann bei einem solchen Eingriff – etwa einer Organspende oder einer Impfung – nicht einfach bei Nichtäußerung des Bürgerwillens von einer Zustimmung dieser Person ausgehen. Gerade als Deutsche sollten uns die Gründe für diese Regelung immer bewusst sein. Unser Grundgesetz ist eine direkte Reaktion auf die utilitaristisch gerechtfertigte Barbarei des Dritten Reiches und wir dürfen diesen Umstand unter keinen Bedingungen aus den Augen verlieren – sollten die Argumente auf der anderen Seite noch so verlockend sinnvoll und logisch erscheinen.</p>
<p>Leider will aber niemand mit mir auf dieser Ebene diskutieren – schließlich sterben tausende von Menschen jedes Jahr! Dass der Staat mit dieser Begründung alle möglichen drastischen Einschnitte in das Leben und die Grundrechte seiner Bürger rechtfertigen könnte – von Massenüberwachung bis hin zu Eugenik – scheint mit Blick auf aktuelle Probleme egal zu sein. Bei solchen Überlegungen handelt es sich aber nicht um theoretische Fantasiegebilde, die ich mir ausdenke, um ein Kneipenargument zu gewinnen. Wer über legislative Maßnahmen diskutiert, muss so weit wie möglich in die Zukunft blicken. Vor allem dann, wenn es um Grundrechte geht.</p>
<p>Die Kursichtigkeit vieler meiner Gesprächspartner macht mir Angst. Sie scheinen nicht zu verstehen, wie solche Entscheidungen in der Vergangenheit immer wieder dazu missbraucht wurden, Grundrechte auszuhöhlen. Dabei liegen etwa die Diskussionen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr und zur Vorratsdatenspeicherung noch gar nicht so weit in der Vergangenheit und sind gute Beispiele dafür, wie eine einmalige Entscheidung des Parlamentes in eine Richtung immer wieder als Argumentation zu weiteren fragwürdigen Entscheidungen missbraucht wird. Wollen wir wirklich weitere solche Fakten schaffen, wenn es um ein elementares Grundrecht zu unserem Körper geht?</p>
<p>Dabei bin ich gar nicht dagegen, mehr Menschen zur Organspende zu bewegen. Ich bin schließlich mit vielen Ärzten befreundet und höre regelmäßig Geschichten aus dem Klinikalltag. Ich denke nur nicht, dass der Staat es sich so einfach machen darf. Es muss andere Wege geben, Menschen zur Organspende zu bewegen, ohne ihre Grundrechte zu beschneiden.</p>
<p>Lustigerweise habe ich diese Einstellung ausgerechnet von Bismarck. Obwohl er als Staatsmann eisernen Willens und Schmied des Deutschen Reiches allerhand Bürgern die Grundrechte zerschmettert und immer wieder unpopuläre Gesetze durchgedrückt hat, war er in seiner privaten Korrespondenz immer wieder sehr kritisch gegenüber den eigenen und anderen legislativen Initiativen, die in die Freiheit des deutschen Bürgers eingriffen. Wenn man seine gesammelten Werke liest, sticht immer wieder eine tief in Bismarcks Wesen verwurzelte Überzeugung hervor: <strong>Es ist nicht Aufgabe des Staates, den Bürger zu einem besseren Menschen zu machen. Und sie sollte es niemals sein.</strong> Die Maxime des Staates, die Lebensumstände seiner Bürger zu verbessern, muss immer im Sinne der Mehrheitsmeinung der Bürger Anwendung finden.</p>
<p>Mit anderen Worten: Es muss Ziel des Staates sein, die Mehrheit der Bürger zu Organspendern aus freiem Willen zu machen und nicht deren Zustimmung anzunehmen, ohne dass sie sich geäußert haben.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103511792679025356" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Mal wieder Uplink</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/neujahrs-uplink/</link>
    <pubDate>Tue, 14 Jan 2020 22:09:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/neujahrs-uplink/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Falls ihr es verpasst habt: Ich war für die große Silvesterfolge mal wieder im c&rsquo;t Uplink.</em></p>
<p>Ende letzten Jahres hat mich <a href="https://www.heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise</a> nach Hannover eingeladen, um mal wieder an einer Folge <em>c&rsquo;t Uplink</em> mitzuwirken. Für alle, die es nicht wissen: Achim und ich hatten damals, in grauer Vorzeit, die Idee zu der Sendung und haben sie zusammen mit Hannes, Keno und Martin initiiert. Ich hatte mir unter anderem den Namen &ldquo;Uplink&rdquo; ausgedacht. Zuerst mochte den keiner, dann blieb er am Ende als einziges übrig und wurde schließlich übernommen – wie es oft so ist.</p>
<p>Zur Silvesterfolge haben wir traditionsgemäß immer das Kern-Team versammelt, um über das Jahr bei <em>c&rsquo;t</em> und <em>heise online</em> zu philosophieren und unsere Vorhersagen für das kommende Jahr abzugeben. Daher war es irgendwie passend, dass Hannes und ich diesmal für diese Folge nach Hannover eingeflogen<sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup> wurden. Hannes hat, <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">genau wie ich</a>, letztes Jahr aus eigenen Stücken bei Heise gekündigt und schreibt jetzt in Berlin für <a href="https://posteo.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Posteo</a>.</p>
<p>Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Sendung aufzunehmen. Falls ihr sie noch nicht gesehen habt, findet ihr die Folge auf YouTube. Bei den Silvester-Folgen lohnt es sich auch immer besonders, sich die Video-Version anzugucken:</p>
<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/b-H0sOcrIDs" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Ich hoffe sehr, dass wir so etwas in Zukunft wiederholen können. Wie ich in der Sendung gesagt habe: Ich bin immer bereit, für den <em>Uplink</em> nach Hannover zu kommen.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103483736248814884" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://heise.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise</a></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Wir haben natürlich in Wirklichkeit den ICE genommen.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vertikalmaus</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-41/</link>
    <pubDate>Sun, 12 Jan 2020 21:05:32 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-41/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich bin neuerdings auf eine Vertikalmaus umgestiegen und muss sagen: Ich bin begeistert.</em></p>
<p>Ich habe seit Jahren immer wieder unspezifische Beschwerden im Handgelenk und Daumen der rechten Hand – was einerseits aufs viele Arbeiten mit der Maus am Computer und andererseits aufs Motorradfahren zurückzuführen ist. Dabei handelt es sich nicht immer um ein und die selben Symptome, sondern um wechselnde Beschwerden, die zwischen durch auch immer mal wieder ganz verschwinden – typische Repetitive Stress Injury (RSI) halt.</p>
<p>Die letzten paar Wochen war es besonders schlimm. Also hab ich mir auf Anraten meiner Frau eine Logitech MX Vertical gekauft. Nach einiger Recherche schien mir das die beste aktuell erhältliche Vertikalmaus zu sein. Ich benutze diese Maus nun zusammen mit einem Mousepad mit Handgelenksstütze seit fast einer Woche und muss sagen, dass der Unterschied beträchtlich ist. Meinem Handgelenk und Daumen geht es seit dem viel, viel besser.</p>
<p>Am Anfang hatte ich etwas Angst, dass das Ding dazu führt, dass ich meinen Computer nicht mehr so benutzen kann, wie ich will. Etwa so wie bei der Benutzung mit diesen Trackball-Teilen, mit denen ich absolut nicht klar komme. Glücklicherweise haben sich diese Befürchtungen aber überhaupt nicht bestätigt. Für die ersten paar Stunden war es eine leicht komische Erfahrung und ich war vielleicht etwas ungeschickter unterwegs, aber danach habe ich gar nicht mehr gemerkt, dass ich eine Vertikalmaus benutze. Mittlerweile ist es komplett natürlich geworden.</p>
<p>Wenn ihr ähnliche Probleme beim Arbeiten am Computer habt, solltet ihr auch mal eine Vertikalmaus probieren. Ich kann die MX Vertical wirklich sehr empfehlen. Ich bin begeistert von dieser Maus!  Ich hab jahrelang andere Mäuse aus der MX-Reihe zum Arbeiten mit diversen Notebooks verwendet, und die Vertikalversion ist genau so gut verarbeitet, wie ich es von den anderen Mäusen dieser Reihe gewohnt war. Sie lässt sich übrigens als Funkmaus oder mit Kabel (USB-C) verwenden. Da ich de facto den ganzen Tag vor dem Computer verbringe, ist eine Besserung dieser Symptome für mich unbezahlbar.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103472169674801806" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vorsätze für 2020</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-40/</link>
    <pubDate>Mon, 06 Jan 2020 20:21:05 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/ausgefuchst-40/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Vier Vorsätze für das erste Jahr des neuen Jahrzehnts.</em></p>
<p>Exakt ein Jahr nach <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-1/" rel="">meiner ersten Sonntags-Kolumne</a> schreibe ich die heutige Ausgabe von <em>Ausgefuchst</em> zum ersten Mal an einem Montag. Keine Sorge – meine Sonntags-Kolumne bleibt eine Sonntags-Kolumne. Ich lag lediglich das ganze Wochenende mit einer Männergrippe flach und konnte mich nicht bewegen. Geschweige denn arbeiten. Deswegen liefere ich die Kolumne heute ausnahmsweise mal nach.</p>
<p>In der ersten Ausgabe fürs neue Jahr geht es dann auch, wie könnte es anders sein, um meine Vorsätze für 2020. Genauer gesagt, was kann ich, basierend auf meinem <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-39/" rel="">Jahresrückblick 2019</a>, besser machen?</p>
<p>Als erstes einmal habe ich mir vorgenommen, Tagebuch zu führen. Ich weiß, das hört sich ein bisschen nach Kleinkinder-Vorsatz an und tatsächlich war ich ein Teenager, als ich sowas das letzte Mal versucht habe. Warum also jetzt ein neuer Anlauf? Ich denke, dass es für meine Arbeit hier im Blog und in diversen Podcasts nützlich sein könnte, wenn ich auch nach ein paar Monaten noch nachvollziehen kann, was ich zu einer bestimmten Zeit so getan und gedacht habe. Ob das wirklich was bringt und interessantes Material liefert, wird sich allerdings erst noch zeigen müssen. Aber ich dachte mir, dass es einen Versuch wert ist.</p>
<p>Mein zweiter Vorsatz für 2020 ist es, mehr zu podcasten und mehr zu streamen. Nach der Neuorganisation meines Podcast-Netzwerks vor ein paar Monaten ist das auch bitter nötig. Die Aufgabe sollte erfüllbar sein, vor allem, wenn ich es schaffe, mit <a href="http://radionw.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Radio Nowhere</em></a> einigermaßen dabei zu bleiben. Wenn die verdammte Männergrippe mir nicht in die Quere gekommen wäre, hätte ich in diesem Jahr auch schon mindestens eine Folge veröffentlicht. Podcasten macht mir im Moment nämlich wieder so richtig Spaß!  Was das Streamen angeht hab ich definitiv 2020 weniger gemacht, als ich Anfang des Jahres geplant hatte. Aber da mir auch das Streamen immer Spaß gemacht hat, bin ich auch hier zuversichtlich, dass da mehr geht.</p>
<p>Dritter Vorsatz: Mehr Geld verdienen. Mein Verdienst als Freelancer im ersten Jahr ist sicherlich ausbaufähig. Ob das mit dem zweiten Vorsatz vereinbar ist, wird sich allerdings zeigen müssen. Kann sein, dass Streams und Podcasts hier den Kürzeren ziehen müssen. Mal sehen. Auf jeden Fall muss ich dieses Jahr mehr Kunden akquirieren, so viel ist klar.</p>
<p>Mein vierter Vorsatz ist eher privater Natur, überschneidet sich sicherlich aber auch hier und da mit meinen beruflichen Aktivitäten. Ich will in Zukunft mehr Wert darauf legen, unnötige Anschaffungen zu vermeiden. Das aktuelle In-Thema überall ist ja wie wir mit unserem Planeten umgehen. Bei dem ganzen Fokus auf Teslas, Windkraftwerken, Bahn-Urlaub und Plastikmüll bleibt mir persönlich aber dieser Aspekt der Nachhaltigkeit viel zu oft unbeachtet, vor allem bei uns Tech-Nerds. Deswegen will ich ab sofort mehr Wert darauf legen, Dinge zu kaufen, die lange halten und reparierbar sind. Ob das nun Klamotten sind, die man selber reparieren kann, Leder-Schuhe, die zehn mal so lange halten wie die üblichen China-Sneaker oder Laptops, bei denen man die Batterie tauschen kann. Anfangen werde ich mit meinem über zwei Jahre alten iPhone, dessen Akku langsam schlapp macht. Früher hätte ich das als Gelegenheit genommen, mir ein neues Smartphone zu kaufen. Jetzt werde ich den Akku wechseln lassen, denn das Handy ist ja noch gut und leistet mir nach wie vor jeden Tag gute Dienste. Also wird es repariert und nicht ersetzt.</p>
<p>Mal sehen, was aus den Vorsätzen wird. Ich melde mich dann am Ende des Jahres dazu …wenn ich es nicht vergesse. Und nächste Woche gibt&rsquo;s die Sonntags-Kolumne dann wieder am Sonntag.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103438016675357006" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Die ersten Iroanischen Spiele</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2020/iroanische-spiele/</link>
    <pubDate>Sat, 04 Jan 2020 14:45:25 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2020/iroanische-spiele/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich präsentiere: Meine erste Magic-The-Gathering-Preview-Karte.</em></p>
<p>Gestern habe ich mich auf den Weg ins Wesergebirge auf <a href="https://twitter.com/avavii" target="_blank" rel="noopener noreferrer">avavii</a>s Gaming-Couch gemacht, um zusammen mit ihm und <a href="https://twitter.com/DieCurryWurst09" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seppi</a> eine exklusive Karte aus dem kommenden Magic-Set <i class="ss ss-thb"></i> <a href="https://mtg.gamepedia.com/Theros_Beyond_Death" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Theros: Beyond Death</a> vorzustellen. Wir waren ziemlich überrascht, wie mächtig die Karte ist, die Wizards uns gegeben hat:</p>
<ul>
<li><a href="https://scryfall.com/card/thb/170/harder-better-faster-stronger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Ersten Iroanischen Spiele / First Iroanian Games</strong></a></li>
</ul>
<p>Wer unseren Reveal noch mal nacherleben will, kann sich die Aufzeichnung des Streams von <em>heise online</em> bei YouTube angucken. Wir spielen vorher eine knappe Stunde MTG Arena und reden über unsere Eindrücke und Michaels Review des Spiels.  Vor allem das letzte Match im Stream, wegen dem wir den Card-Reveal ein paar Minuten nach hinten verschieben mussten, ist besonders sehenswert.</p>
<p>Das Ganze hat viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich auch in Zukunft mal wieder ab und zu auf der Gaming-Couch Platz nehmen kann.</p>
<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/UzZMN07HMBk" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Nach dem Stream haben wir dann noch mit den Jungs vom <a href="https://www.magictreff-minden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Magictreff Minden</a> bis spät in die Nacht Paper-Magic gespielt. Mein hastig zusammengeklaubtes rotes Aggro-Deck hat dabei sogar nich mal alle Partien verloren.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103425482136366083" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://heise.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise</a><br>
Karten-Bild: <a href="https://magic.wizards.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wizards of the Coast</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Jahresrückblick 2019</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-39/</link>
    <pubDate>Sun, 29 Dec 2019 19:51:46 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-39/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eine kleine Übersicht über meine Höhen und Tiefen im Jahr 2019.</em></p>
<p>Nun neigt sich das erstes Jahr meines Freelancer-Daseins langsam dem Ende entgegen und ich dachte mir, ich nutze die letzte Sonntags-Kolumne in 2019 dazu, mein Schaffen während der letzten zwölf Monaten zu bilanzieren. In <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-1/" rel="">meiner ersten Kolumne am 6. Januar</a> habe ich mir vorgenommen, jeden Sonntag einen Text hier im Blog zu veröffentlichen, außer es kommt etwas Außergewöhnliches dazwischen. Im ersten Jahr hat das auch ganz gut geklappt. Insgesamt habe ich mit dieser hier <a href="/de/tags/kolumne-ausgefuchst/" rel="">39 Kolumnen</a> veröffentlicht. Und sie werden auch ganz gut gelesen.</p>
<p>Mittlerweile habe ich jeden Tag im Schnitt gut 1.000 Leser auf meinem Blog, mit über 16.000 unterschiedlichen Besuchern im Monat. Besonders erfolgreich war gleich <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-3/" rel="">meine dritte Kolumne über den Sexismus des deutschen Steuerrechts</a>, die überregional zur Nachricht wurde. Insgesamt haben <a href="/de/post/2019-medienecho-ausgefuchst-3/" rel="">mindestens 28 Zeitungen und Zeitschriften berichtet und ich war sogar damit im Radio</a>.</p>
<p>Außerhalb meiner Kolumne wurden auch meine Blog-Einträge zum <a href="/de/post/2019-deutsche-bank-phototan/" rel="">Zwei-Faktor-Fail bei der Deutschen Bank</a>, <a href="/de/post/2019-uploadfilter-demo/" rel="">zur nicht stattgefundenen Upload-Filter-Demo in Hamburg</a> und mein englischer Eintrag <a href="/post/2019-easyjet-incident/" rel="">zur Beinahe-Kollision von zwei Easyjet- und Turkish-Airlines-Jets am Hamburger Flughafen</a> viel gelesen. Auch meine <a href="/de/post/2019-zombieload/" rel="">ZombieLoad-Erklärung</a> erhält auch ein halbes Jahr später immer noch viele Hits. Ansonsten noch beliebt sind die Slides <a href="/de/post/2019-subscribe-10/" rel="">zu meinem Vortrag bei der Podcaster-Konferenz Subscribe 10</a> und die <a href="/post/2019-datensparsamkeit-outlaws/" rel="">Aufnahme der Linux-Outlaws-Live-Show auf dem OggCamp 19</a>.</p>
<p>Im Jahr 2019 habe ich 7 Print-Artikel als Auftragsarbeit geschrieben, die bereits veröffentlicht sind. 4 für die <em>c&rsquo;t</em> und 3 für den <em>Verbraucherblick</em>. Stolz bin ich dabei besonders auf <a href="https://www.heise.de/select/ct/2019/12/1559657991447280" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den <em>c&rsquo;t</em>-Artikel zur Vorhofflimmern-Erkennung der Apple Watch</a>, der nach wie vor in der Allgemeinliteratur zu diesem Thema seinesgleichen sucht.</p>
<p>Außerdem habe ich 115 Meldungen für <em>heise online</em> und 3 Meldungen für <em>Golem</em> verfasst. Besonders stolz bin ich hier  auf die Meldung &ldquo;<a href="https://www.heise.de/security/meldung/Passwort-Sammlung-mit-773-Millionen-Online-Konten-im-Netz-aufgetaucht-4279375.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Passwort-Sammlung mit 773 Millionen Online-Konten im Netz aufgetaucht</a>&rdquo;, die für das Jahr 2019 die dritt-meistgelesenste Meldung auf <em>heise online</em> war. Die größten Kontroversen haben dieses Jahr wohl <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-zu-zehn-Jahren-Bitcoin-Vom-Finanzrevolutionaer-zur-Umweltsau-4264022.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Bitcoin-Kommentar</a>, <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/FOSDEM-Kann-man-ohne-proprietaere-Software-leben-4296589.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meine Meldung zur FOSDEM-Keynote</a> und <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Weltraumsimulation-Star-Citizen-Traum-und-Wirklichkeit-4418035.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meine Analyse zum Stand bei <em>Star Citizen</em></a> ausgelöst. Auch meinen <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Die-Open-Source-Nerds-werden-politisch-Eindruecke-von-der-FOSDEM-4297257.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar zur FOSDEM</a> finde ich nach wie vor ziemlich lesenwert. Investigativ bin ich <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Vidimensio-Smartwatches-Der-Sicherheits-Alptraum-geht-weiter-4359967.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an meiner Geschichte mit den grauenhaften Vidimensio-Smartwatches für Kinder drangeblieben</a>, <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/9-11-Leaks-Hacker-veroeffentlichen-Interna-aus-den-World-Trade-Center-Prozessen-4266084.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">habe mich durch Interna der World-Trade-Center-Prozesse gelesen</a>, <a href="https://www.golem.de/news/dick-pics-penis-oder-kein-penis-1909-143787.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Forscherin interviewed, die KI dazu verwendet, Penisbilder aus ihren Twitter-DMs zu filtern</a> und parallel zu den Kollegen bei <em>Tagesschau</em> und <em>Süddeutsche</em> <a href="https://www.heise.de/security/meldung/36C3-Spionage-Trojaner-FinFisher-CCC-weist-rechtswidrigen-Export-nach-4624098.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den CCC-Bericht zur Untersuchung der FinFisher-Trojaner vorweg gelesen und dann erklärt</a>.</p>
<p>Ansonsten stand mein Jahr professionell vor allem unter dem Stern meines neuen Betätigungsfeldes als Rezensent von Fernsehserien, Kinofilmen und Videospielen. Unter anderem habe ich <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Star-Trek-Discovery-In-der-2-Staffel-den-Plot-versemmelt-4406251.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die zweite Staffel <em>Star Trek Discovery</em></a>, <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/The-Orville-Staffel-2-Seth-Trek-wird-zum-besseren-Star-Trek-4430204.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die zweite Staffel von <em>The Orville</em></a> und die <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/SciFi-Serie-The-Expanse-Staffel-3-Blut-Schweiss-und-Traenen-in-Null-G-4307930.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritte</a> und <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/The-Expanse-Staffel-4-Nicht-so-gut-wie-das-Buch-trotzdem-beste-Sci-Fi-im-TV-4616770.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vierte</a> Staffel von <em>The Expanse</em> für euch geschaut. Außerdem <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/The-Witcher-auf-Netflix-Herrlich-altmodische-Fantasy-4621907.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die neue Witcher-Serie auf Netflix</a> und <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kinofilm-Apollo-11-Bilder-aus-einer-Zeit-als-wir-noch-zu-traeumen-wagten-4439371.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den beeindruckenden Kinofilm <em>Apollo 11</em></a>. Und dann habe ich noch mehr als 60 Stunden <em>Disco Elysium</em> gespielt und <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Disco-Elysium-durchgespielt-Eine-Frage-haette-ich-da-noch-4585158.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in meine Rezension des Detektiv-RPGs</a> einfließen lassen. Eine komplette Liste mit allem, was unter meinem eigenen Namen im Jahr 2019 für Auftraggeber veröffentlicht wurde, findet ihr <a href="https://fab.industries/de/anheuern/#freelance" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an dieser Stelle meiner Webseite</a>.</p>
<p>Podcast-mäßig war das Jahr 2019 für mich ein Jahr des Wandels. Ich habe <a href="/de/post/2019-sixgun-2020/" rel="">mehrere Sendungen eingestellt und dafür andere, neue Formate geschaffen</a>. Dabei sticht vor allem <em>Morning Call</em> heraus, ein Projekt, dass ich am Anfang des Jahres neu begonnen hatte und das ich zugunsten mehr bezahlter Auftragsarbeiten beerdigen musste. Dadurch erblickte allerdings wiederum <a href="https://fab.industries/de/newsletter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mein Newsletter</a> das Licht der Welt, der wiederum ziemlich erfolgreich ist und mittlerweile mehr als 50 Abonennten hat – Tendenz steigend. Momentan produziere ich zwei Podcasts (beide auf Englisch): <a href="http://moxandmermaid.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Mox &amp; Mermaid</em></a> über <em>Magic The Gathering</em> und meinen politischen Podcast <a href="http://radionw.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Radio Nowhere</em></a>, der bereits nach 4 Folgen sehr beliebt zu sein scheint und in seinem ersten Monat bereits über 2.000 Downloads verbuchen kann. Wie viele Hörer effektiv bei beiden Shows hängen bleiben, wird sich zeigen müssen, da sie beide noch recht frisch sind. Am wichtigsten ist mir besönlich, dass es mir viel Spaß macht, beide Shows aufzunehmen und ich endlich wieder mehr Spaß am Podcasten habe.</p>
<p>Das fasst schließlich auch mein gesamtes Jahr sehr gut zusammen. Ich mag weniger verdienen, als noch bei Heise, aber ich hatte dieses Jahr definitiv mehr Spaß. Ich verbrachte dieses Jahr keine einzige Stunde meines Lebens in unsinnigen Meetings, was früher jede Woche der Fall war. Ich habe nur noch Geschichten geschrieben, die ich auch wirklich schreiben wollte. Und ich kann arbeiten, <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-12/" rel="">wo ich will</a>. Natürlich habe ich immer noch Stress, <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-24/" rel="">aber es ist irgendwie besserer Stress</a>. Ich glaube, das erste Jahr als Freelancer hat mich als Arbeitnehmer gründlich verdorben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals wieder für einen Chef arbeiten kann. In diesem Sinne: Auf ins Freelancer-Jahr 2020!</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103392598512597616" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Karten-Reveal mit avavii</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/karten-reveal/</link>
    <pubDate>Tue, 24 Dec 2019 09:15:52 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/karten-reveal/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Aaaaaah! Ich bin bei einem Magic-Karten-Reveal dabei! Live im Stream am 3. Januar! Hyyyyype!!!</em></p>
<p>Am 3. Januar bin ich zu Gast bei <a href="https://twitter.com/avavii" target="_blank" rel="noopener noreferrer">avavii</a> auf dem heimischen Sofa zu einem Magic-The-Gathering-Stream. Michael hat nämlich im Auftrag von <a href="https://heise.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise online</a> von Wizards eine <i class="ss ss-thb"></i> <a href="https://magic.wizards.com/en/products/TherosBeyondDeath" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Theros: Beyond Death</a> Reveal-Karte bekommen, die wir an dem Tag enthüllen dürfen. Und er hat mich freundlicherweise dazu eingeladen. Wir werden zuerst etwas Arena spielen und dann am Ende die Karte enthüllen.</p>
<hr>
<p>Das Ganze steigt am <strong>3. Januar 2020 ab 17:00 Uhr</strong> bei <a href="https://www.twitch.tv/avavii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">avavii auf Twitch</a>.</p>
<hr>
<p>Hier ein Beispiel, wie es bei Michael auf der Couch so aussieht:</p>
<blockquote class="twitter-tweet"><p lang="et" dir="ltr">Magic Arena: Feierabend-Stream mit Seppi <a href="https://t.co/NCHDetqAEu">https://t.co/NCHDetqAEu</a></p>&mdash; Michael Wieczorek (@avavii) <a href="https://twitter.com/avavii/status/1204114176215379968?ref_src=twsrc%5Etfw">December 9, 2019</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
<p>Ich freu mich sehr darauf und bin schon ganz aufgeregt! Nach dem Stream gehen wir dann noch in ava&rsquo;s lokalen Spiele-Laden zum <a href="https://wpn.wizards.com/de/friday-night-magic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FNM</a>. Ich hoffe, ich blamier mich nicht. </p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103361790604768273" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://magic.wizards.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wizards of the Coast</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Mein eigener anonymer Briefkasten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/secure-connect/</link>
    <pubDate>Mon, 23 Dec 2019 14:07:36 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/secure-connect/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Falls ihr mir Material für eine Story sicher und anonym zusenden wollt, habe ich dafür jetzt ein abgesichertes Kontaktformular eingerichtet.</em></p>
<p>Der deutsche E-Mail-Anbieter Tutanota stellt Journalisten kostenlos <a href="https://tutanota.com/secure-connect/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein verschlüsseltes Kontaktformular namens Secure Connect</a> zur Verfügung. Tutanota war so nett, mir einen Zugang einzurichten, so dass ich nun meine eigene sichere Kontaktmöglichkeit für Quellen und Informanten zur Verfügung stellen kann. Bei Heise war ich Gründungsmitglied des Investigativ-Teams und Teil der Gruppe, welche die <a href="https://securedrop.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SecureDrop</a>-Instanz für <a href="https://www.heise.de/investigativ/briefkasten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das Whistleblower-Kontaktformular des Verlages</a> evaluiert, modifiziert, installiert und gewartet hat.</p>
<p>Seitdem ich <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">diese Firma verlassen habe</a>, kann ich natürlich nicht mehr deren Infrastruktur nutzen. Während meines ersten Jahres als Freelancer habe ich viele Male darüber nachgedacht, einen eigenen sicheren Briefkasten für Whistleblower bereitzustellen. Allerdings bin ich zu dem Schluss gekommen, dass der Aufbau und die Pflege einer eigenen SecureDrop-Instanz auf sichere Art und Weise mit den Ressourcen eines Ein-Personen-Betriebes nicht möglich ist.</p>
<p>Ich finde, dass die Nutzung des Tutanota-Systems ein guter Kompromiss ist. Natürlich bedeutet es, dass ich dem Unternehmen und der End-to-End-Verschlüsselung von deren Server vertrauen muss. Und es bedeutet auch, dass das Kontaktformular keine zusätzliche Sicherheit für den Hinweisgeber erzwingt, wie es SecureDrop tut. Aber auf der anderen Seite ist es sehr einfach zu benutzen. Und Whistleblower haben natürlich immernoch die Möglichkeit, mein Kontaktformular mit <a href="https://tails.boum.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tails</a> und/oder dem <a href="https://tails.boum.org/doc/anonymous_internet/Tor_Browser/index.de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tor Browser</a> zu besuchen, auch wenn die Seite selbst kein <a href="https://2019.www.torproject.org/docs/onion-services.html.en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hidden Service</a> ist.</p>

<h2 id="wie-ihr-mich-sicher-kontaktieren-könnt" class="headerLink">
    <a href="#wie-ihr-mich-sicher-kontaktieren-k%c3%b6nnt" class="header-mark"></a>Wie ihr mich sicher kontaktieren könnt</h2><p>Wenn ihr mir Informationen für eine Story sicher und anonym schicken wollt, könnt ihr das jetzt tun, indem ihr <a href="https://drop.fab.industries/contactform/secure" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>https://drop.fab.industries/contactform/secure</strong></a> besucht und den Anweisungen auf der Seite folgt.</p>
<hr>
<p><strong>Achtung:</strong> Wenn ihr diesen Link von einem Computer in einem Unternehmen – z.B. bei eurem Arbeitgeber – öffnet, ist es sehr wahrscheinlich, dass deren Systeme einen Besuch dieser URL protokollieren. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass automatisierte Systeme erkennen, um welche Art von Seite es sich handelt. <strong>Das kann eure Identität als Whistleblower aufdecken.</strong> Es ist am besten, das Kontaktformular von einem Netzwerk aus zu besuchen, das gänzlich unter eurer Kontrolle steht. Oder, noch besser, von einem öffentlichen Netzwerk aus. Aber selbst dann solltet ihr euch bewusst sein, dass ihr wahrscheinlich Spuren wie die MAC-Adresse eures Rechners irgendwo in einem Log hinterlasst.</p>
<p>Bitte beachtet immer grundlegende <a href="https://isc.sans.edu/diary/OpSec&#43;and&#43;OSInt&#43;/25100" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Opsec</a>-Regeln und sorgt für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Glaubhafte_Abstreitbarkeit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plausible Deniability</a> eurerseits. Selbst professionelle Journalisten, denen Quellenschutz sehr am Herzen liegt, <a href="https://blog.erratasec.com/2017/06/how-intercept-outed-reality-winner.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">machen Fehler und enttarnen Informanten unter Umständen aus Versehen</a>. Seid vorsichtig und bringt euch nicht in Gefahr!</p>
<hr>
<p>Damit im Hinterkopf bin ich natürlich immer auf der Suche nach investigativen Geschichten und kann wahrscheinlich behaupten, dass ich mehr über IT-Security, Opsec und sichere Kommunikation weiß, als die meisten anderen Journalisten. Wenn ihr mir über dieses Kontaktformular Material für eine valide Geschichte schickt, verspreche ich, dass ich <strong>a)</strong> vor nichts zurückschrecke, um diese so prominent wie möglich zu veröffentlichen und <strong>b)</strong> alles in meiner Macht stehende tun werde, um eure Anonymität als Quelle zu schützen.</p>
<p>Meiner Überzeugung nach ist Quellenschutz für einen Journalisten von größter Wichtigkeit und eine sehr ernste Angelegenheit der Berufsehre. Der Hauptgrund für die Erstellung dieses sicheren Kontaktformulars ist die Tatsache, dass mir Quellen oft unglaublich sensible Informationen über weniger sichere Kanäle schicken. Ich würde diesen Umstand sowohl zum Wohle der Quellen als auch zu meinem eigenen Schutz gerne verbessern. Und natürlich hoffe ich auch, dass die Bereitstellung eines solchen Kontaktformulars etwaigen Whistleblowern die Kontaktaufnahme mit mir einfacher macht.</p>
<p>Ihr könnt das Kontaktformular natürlich auch dafür nutzen, um ein persönliches Treffen zu vereinbaren. Ich bin nicht über ein unauffälliges Treffen an einem öffentlichen Ort erhaben.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103357269516967674" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/2VA7xZx_l9Q" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nathan Dumlao</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Monster und Moneten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-38/</link>
    <pubDate>Sun, 22 Dec 2019 20:30:50 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-38/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute gibt&rsquo;s an dieser Stelle mal einen Fernseh-Tipp. Schaut The Witcher auf Netflix. Es lohnt sich.</em></p>
<p>Im Rahmen meiner heutigen Sonntags-Kolumne möchte ich eine Fernseh-Empfehlung aussprechen. Ich habe einen Teil des heutigen Tages damit verbracht, für Heise ein Rezension der neuen Witcher-Serie auf Netflix zu verfassen. Und ohne zu viel verraten zu wollen, bevor die Rezension veröffentlicht wird… die Serie ist großartig. Manchmal kommt das beste Fernseh- (und Kino-) Erlebnis des Jahres halt Ende Dezember.</p>
<p>Ich muss zugeben, ich war sehr skeptisch, ob man <em>The Witcher</em> fürs Fernsehen verfilmen kann, ohne das es peinlich wird. Ich war skeptisch, ob man den bisher immer glattrasiert auftretenden Henry Cavill aussehen lassen kann wie Geralt von Riva. Und ich war skeptisch, ob Anya Chalotra wirklich eine überzeugende Yennefer abgeben kann. Aber nachdem ich die acht Folgen der ersten Staffel gesehen habe, kann ich nur sagen, dass alle meine Zweifel unberechtigt waren.</p>
<p>Wenn man, wie ich, die Bücher gelesen und die Spiele gespielt hat, dann ist diese Serie ein Muss. Ob man die ganzen Handlungsstränge – und vor allem die vielen verwirrenden Zeitsprünge – versteht, wenn man ganz frisch und ohne Vorwissen in die Serie geht, weiß ich nicht. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass all die Schwertkämpfe, Magie und Lieder trotzdem Spaß machen. Wenn ihr Netflix habt tut euch also über Weihnachten einen gefallen und schaut euch das an.</p>
<p>Und lest meine Rezension <a href="https://www.heise.de/newsticker/entertainment/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Heise</a>, sobald sie raus ist. Genau wie beim <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/The-Expanse-Staffel-4-Nicht-so-gut-wie-das-Buch-trotzdem-beste-Sci-Fi-im-TV-4616770.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Review der vierten Staffel von The Expanse</a> letzte Woche habe ich mir da nämlich viele Gedanken zu gemacht und viel Mühe reingesteckt.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103353107666339672" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Newsletter-Umzug</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/newsletter-umzug/</link>
    <pubDate>Mon, 16 Dec 2019 16:42:30 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/newsletter-umzug/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich habe meine Newsletter-Archive aus dem Blog auf eigene Seiten verschoben. Außerdem habe ich das Ding umbenannt.</em></p>
<p>An dieser Stelle ein kurzer Hinweis, dass ich <a href="/de/post/2019-the-truth" rel="">meinen Newsletter</a> nicht mehr hier im Blog veröffentlichen werde. Das bringt mir die Timeline zu sehr durcheinander. Keine Panik, ich archiviere den Newsletter trotzdem noch. Auf <a href="/newsletter" rel="">der englischen Newsletter-Informationsseite</a> findet sich jetzt einen Link zu jährlichen Archivseiten – <a href="/newsletter/2019/" rel="">Dies ist zum Beispiel die Seite für das laufende Jahr</a>. Diese jährlichen Archivseiten haben natürlich auch Links zu RSS-Feeds. Wer sich natürlich per Mail anmeldet, erhält den Newsletter viel früher und direkt in den Posteingang. Abonnenten machen mich glücklich, weil ich dann sehr schön sehen kann, dass Leute Interesse an diesem Projekt haben.</p>
<p>Bei dieser Gelegenheit habe ich den Newsletter von <em>The Truth</em> in <em>FOXTROT/ALFA</em> umbenannt. Ich habe ein paar E-Mails von Leuten erhalten, die den alten Namen verwirrend fanden, und daraufhin beschlossen, auf sie zu hören. Warum <em>FOXTROT/ALFA</em>? Weil &ldquo;Foxtrot Alfa Bravo&rdquo; zu lang und &ldquo;fab.industries Newsletter&rdquo; zu langweilig war. Außerdem klingt es cool und gefällt mir.</p>
<p>Diese beiden Änderungen haben keinen Einfluss auf den Inhalt meines Newsletters. Aus den Abonnentenzahlen und sporadischen Feedback-E-Mails schhließe ich, dass es den Leuten so gefällt, wie es ist. Und das wiederum gefällt mir. Falls ihr den Newsletter noch nicht kennt (und euch nicht stört, dass ich ihn auf Englisch schreibe), dann schaut ihn euch doch mal an. Ich verbringe jeden Wochentag etwa eine Stunde damit, das Ding zusammenzustellen. Und es ist kostenlos.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103318271648674814" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/Mwuod2cm8g4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mr Cup / Fabien Barral</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bierbrot mit Th. König Zwickl</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-37/</link>
    <pubDate>Sun, 15 Dec 2019 20:38:50 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-37/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Wie beim letzten Mal versprochen hier nun der Bericht über das Brot, das ich mit Teilen meines Th.-König-Vorrates gebacken habe.</em></p>
<p><a href="/de/post/2019-ausgefuchst-36/" rel="">Wie in der vorherigen Woche angekündigt</a> habe ich die letzten Vorräte an Th. König bei unserem Edeka aufgekauft und heute nach zwei Tagen Vorbereitung ein wunderbares Bierbrot damit gebacken. Nachdem erst mal ein Teil unserer Küchenmaschine verreckt ist und ich von Hand weiterkneten musste, ist mir das Brot dann doch ziemlich gut gelungen, glaube ich. Es ist weich und fluffig, aber mit einer sehr knusprigen Kruste. Es schmeckt dezent sauer und ein kleines bisschen nach Bier – genau richtig also. Beim in den Ofen tun hat es erst sehr vergoren gerochen und ich habe mir schon Sorgen gemacht, aber zehn Minuten später roch die Wohnung wie gewohnt nach frisch gebackenem Brot und ab da war alles gut. Es gibt nichts besseres, als wenn Sonntag mittag die ganze Wohnung nach frischgebackenem Brot riecht.</p>
<p>Zu dem Bierbrot habe ich eine wunderbare, deftige Gulaschsuppe gemacht. Passt hervorragend zusammen. Vor allem bei dem nass-kalten Wetter hier gerade. Und morgen zum Frühstück gibt es ein leckeres Pastrami-Sandwich. Das Brot ist so lecker, länger als zwei Tage wird es wohl nicht überleben, denke ich. Wenn überhaupt.</p>

<p>Wer das Brot nachbacken will, <a href="https://www.ploetzblog.de/2013/05/01/bierbrot-mit-kalter-gare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet das Rezept im Plötzblog</a>. Ich habe mich genau an dieses Rezept gehalten und als Bier halt das Zwickl von Th. König verwendet. Gebacken habe ich das Brot auf einem Schamotte-Pizzastein in unserem normalen Haushaltsofen. Wichtig ist, bei Ober- und Unterhitze zu backen und auf keinen Fall Umluft zu verwenden. Außerdem heize ich den Ofen eine gute Stunde vor. Den Dampf erzeuge ich, in dem ich mit dem Stein und dem Backgitter unten in den Ofen ein tiefes Backblech schiebe. Nachdem ich das Brot dann in den Ofen getan habe, gieße ich eine große Tasse Wasser auf das Blech, schließe schnell den Ofen und verdecke ein paar von dessen Lüftungsschlitzen an der Vordertür mit losen Küchenhandtüchern. Zehn Minuten vor Ende der Backzeit öffne ich kurz die Ofentür, um den Schwaden abzulassen.</p>
<p>Und voilà: fertig ist das köstliche Bierbrot! Nachdem ich ihnen Fotos geschickt habe, wollen meine Eltern jetzt auch eins haben. Sieht wohl so aus, als ob ich vor der weihnachtlichen Heimreise noch mal in die Backstube muss. Das schwierigste bei diesem Brot ist das Timing, da der Teig zwei mal zwanzig Stunden ruhen muss. Und natürlich muss man das Th. König auftreiben! Ansonsten ist es wirklich einfach zu machen.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103313511095688178" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Zeichen und Wunder</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-36/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Dec 2019 20:06:06 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-36/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Da habe ich in dieser Woche doch glatt KöPis Th. König Kellerbier in meinem lokalen Edeka-Markt entdeckt.</em></p>
<p>Über ein halbes Jahr nach <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-16/" rel="">meinem offenen Brief an die König-Brauerei zur Verfügbarkeit des Th. König Kellerbiers in Hamburg</a> habe ich das besagte Bier nun zum ersten Mal überhaupt in Hamburg kaufen können. Durch Zufall habe ich es in unserem lokalen Edeka entdeckt. KöPi hatte mir damals auf eine E-Mail mit Hinweis auf meinen offenen Brief geschrieben, ich solle doch <a href="https://www.theodor-koenig.de/storefinder" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ihren &ldquo;Storefinder&rdquo;</a> ausprobieren.</p>
<blockquote>
  <p>Auch in Hamburg sollte unser Th. König Zwickl bereits recht breit
erhältlich sein. Wir empfehlen daher einen kurzen Blick in unseren
Storefinder: <a href="https://www.theodor-koenig.de/#storefinder-app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.theodor-koenig.de/#storefinder-app</a></p>
</blockquote><blockquote>
  <p>Hier sind alle Märkte aufgelistet, die unseres Wissens das Zwickl
aktuell im Sortiment führen. Über eventuelle Auslistungen erhalten wir
jedoch manchmal nur sehr verzögert Auskunft, sodass es in dem einen oder
anderen Fall sein kann, dass das Th. König derzeit nicht erhältlich ist.
Wir empfehlen daher einen Anruf im Markt vorab.</p>
</blockquote><p>Da hatte ich dann auch einige Läden in Hamburg gefunden, die angeblich das Th. König führen, in der Praxis gab es das Bier allerdings in keinem dieser Märkte. Nach ein paar Wochen Suche hatte ich dann schließlich aufgegeben und habe das Kellerbier weiterhin immer dann getrunken, wenn ich meine Eltern zu Hause im Pott besucht habe. Umso überraschter war ich, als ich das Bier diese Woche durch Zufall entdeckt habe. Ich hab gleich erst mal so viele Flaschen gekauft, wie ich tragen konnte.</p>
<p>Dann muss ich mich jetzt wohl auch mal dran machen, <a href="https://bbqpit.de/bierbrot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieses Brot-Rezept auszuprobieren</a>. Ich werde es aber wohl anhand <a href="https://www.ploetzblog.de/2013/05/01/bierbrot-mit-kalter-gare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieses Rezeptes aus dem Plötzblog</a> anpassen, da ich lieber mit Sauerteig backe. Mal gucken, wann ich dazu komme. Vielleicht schaffe ich es ja in der kommenden Woche. Sollte dem so sein, werde ich in meiner nächsten Kolumne berichten, wie das Brot geworden ist. Bis dahin freue ich mich erst mal, dass ich das Zwickl von KöPi nun auch im hohen Norden genießen kann!</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103273748159267490" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wörter zählen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-35/</link>
    <pubDate>Sun, 01 Dec 2019 19:03:29 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-35/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mit dem November geht auch der National Novel Writing Month zu Ende. Leider wieder mal nicht mit einem Sieg für mich.</em></p>
<p>1.Dezember… das heißt, der November ist zu Ende. Und mit dem November geht der <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-31/" rel="">NaNoWriMo</a> ebenfalls zu Ende. Habe ich es geschafft, 50.000 Wörter im Monat zu schreiben? Nein. 20.543 sind es am Ende geworden. Ich habe zu Hause geschrieben, on the road, im Wohnmobil, im Pub, in der Hochbahn und im Wellness-Kurzurlaub. Und ich hab die Wörter gezählt. Aber am Ende ist die Zahl der Wörter gar nicht so wichtig.</p>
<p>Viel wichtiger ist, dass ich einen Anfang für einen Roman zusammengeschrieben habe, der gar nicht mal so schlecht ist. Glaube ich. Keine Ahnung, ob das stimmt. Und keine Ahnung, ob ich den Roman jemals zu Ende schreiben werde. Aber ich glaube dran, dass das was wird. Und ich werde versuchen, weiter an dem Buch zu schreiben. Und vielleicht veröffentliche ich bald sogar Teile davon. Mal sehen.</p>
<p>Leser dieser Kolumne werden sich jetzt auf jeden Fall wieder drauf freuen können, dass ich hier mehr schreibe. Jetzt wo ich meine Wörter nicht mehr so stark rationieren muss. Wir sehen uns nächste Woche, hoffe ich.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103233863509209523" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>CQ CQ CQ DN1HAT Hört</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-34/</link>
    <pubDate>Sun, 24 Nov 2019 09:12:27 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-34/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Als Teil meiner Amateurfunkausbildung durfte ich gestern zum ersten Mal ein Mikrofon in die Hand nehmen und Gespräche im UKW-Bereich abwickeln.</em></p>
<p>Gestern wurde <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-28/" rel="">meine Amateurfunkausbildung</a> zum ersten Mal so richtig interessant. Ich durfte nämlich bei DF7HD zu Hause mit dem Rufzeichen DN1HAT zum Mikrofon greifen und auf 70 cm und 2 m meine ersten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebstechnik_%28Amateurfunk%29#QSO" target="_blank" rel="noopener noreferrer">QSO</a>s abwickeln. Das hat auch schon ziemlich gut geklappt und richtig Spaß gemacht.</p>
<p>Ich bedanke mich hiermit bei DO2SKW, DN3XZ, DH1HS, DF2MH (am Mikro bei DFØHY) und DG5XO aus Hamburg und Umgebung, die sich freundlicherweise als Opfer meiner ersten Funkversuche sehr geduldig gezeigt haben. Vor allem wenn ich nicht direkt nach dem CQ schreibbereit war oder mal ein Rufzeichen falsch verstanden habe. Ich hätte sicherlich noch weitere QSOs abgewickelt, allerdings musste ich mir sehr bald das Mikrofon mit zwei anderen Schülern teilen, da der Transceiver in der Klubstation <a href="https://www.amateurfunk-im-alstertal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unseres Ortsvereins E13</a> aus irgendeinem Grund nicht senden wollte und wir dann zu dritt die Anlage von DF7HD genutzt haben.</p>
<p>Na ja, die Gelegenheit zu weiterem Funken kommt bald. Im nächsten Jahr geht es dann nach einigen zusätzlichen Trockenübungen nämlich auf die Kurzwelle. Unter Umständen kann man mich dann also auch mal außerhalb von Deutschland hören. Ich freue mich schon sehr. Wirklich ein sehr interessantes Hobby!</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Durchhänger</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-33/</link>
    <pubDate>Sun, 17 Nov 2019 14:46:16 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-33/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Meine NaNoWriMo-Moral ist auf dem Tiefpunkt angekommen.</em></p>
<p>Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob ich mein <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-31/" rel="">NaNoWriMo-Ziel</a> dieses Jahr erreicht kriege. Ich habe da in dieser Hinsicht momentan einen kolossalen Durchhänger und hinke mit 15.068 Wörtern weit hinter meinem Soll hinterher. Und das liegt nicht mal wirklich daran, dass es mir an der Zeit mangelt. In den vergangenen Tagen hatte ich durchaus ein paar mal Zeit zu schreiben, ich habe es nur einfach nicht geschafft, mir Wörter aus dem Kopf zu quetschen. Und mit dem Versagen kommt dann natürlich auch der Frust hinzu und man will erst recht nicht mehr.</p>
<p>Na ja, versuchen wir es mal positiv zu sehen: 15.000 Wörter geschrieben sind immerhin mehr als 0 Wörter geschrieben. Und außerdem habe ich ab dem kommenden Wochenende ein paar Tage Urlaub in einem abgelegenen Wellness-Hotel anstehen (eins meiner Geburtstagsgeschenke aus diesem Jahr). Ich habe die Hoffnung, dass ich dann noch einiges aufholen kann.</p>

<p>So oder so wird es allerdings sehr schwer werden, mein Ziel noch zu erreichen. Schickt doch mal was positive Energie <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103153578063079641" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in meine Richtung</a>, wenn ihr sie entbehren könnt. Ich kann&rsquo;s gerade wirklich gebrauchen…</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Disco Elysium</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/disco-elysium/</link>
    <pubDate>Fri, 15 Nov 2019 20:58:41 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/disco-elysium/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich habe für Heise eine Rezension des Rollenspiels Disco Elysium geschrieben. Bisher ist es mein Spiel des Jahres.</em></p>
<p>Heise hat gestern meinen Review des Detektiv-RPGs <em>Disco Elysium</em> veröffentlicht. Ich hatte dieses Spiel auf dem Radar, seit ich vor Jahren davon gehört hatte. Damals hieß es noch <em>No Truce with the Furies</em>. Seitdem hab ich immer wieder in diversen Podcasts davon gehört, wenn Leute Dev-Versionen des Spiels auf Messen oder so probespielen konnten. Dementsprechend habe ich mich gefreut, als es Mitte Oktober endlich veröffentlicht wurde.</p>
<p>Ich war zufällig bei Heise in Hannover, als ein Kollege mitbekam, dass ich mit dem Spiel fast durch bin und mich bat, doch einen Review zu schreiben. Nach etwas über 60 Spielstunden war ich nun Anfang der Woche soweit und habe einen ziemlich spoilerfreien Review verfasst, auf den ich einigermaßen stolz bin. Ich habe sogar extra eine Detektiv-Skala für den Text erfunden.</p>
<p>Kurzfazit: Bisher ist <em>Disco Elysium</em> klar mein Spiel des Jahres. Die ganze Rezension könnt ihr auf <em>heise online</em> nachlesen → <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Disco-Elysium-durchgespielt-Eine-Frage-haette-ich-da-noch-4585158.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Disco Elysium durchgespielt: Eine Frage hätte ich da noch…</a></p>
<p>Wenn ihr&rsquo;s euch allerdings lieber anschauen wollt, hat <a href="https://twitter.com/avavii" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Wieczorek</a> ein schönes kleines Video zu dem Review gemacht:</p>
<div style="width: 560px; margin:0 auto;"><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/6VvQ4HQDb2A" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Falls ihr Kommentare zu der Rezension habt, hinterlasst sie doch bitte <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103143719132346909" target="_blank" rel="noopener noreferrer">per Fediverse</a>.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>WriMo im WoMo</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-32/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Nov 2019 21:18:16 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-32/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Perfektes Wochenende ist morgens den ersten Kaffee am Strand trinken und mit Blick auf&rsquo;s Meer für NaNoWriMo schreiben.</em></p>
<p>Wie ich ja schon <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-31/" rel="">in meiner letzten Kolumne erzählt hatte</a>, mache ich dieses Jahr wieder bei NaNoWriMo mit. Nach einer langen Woche mit ziemlich vielen Verpflichtungen, sowohl im Arbeits- als auch im Privatbereich, liege ich mittlerweile ziemlich hinter meinem Wörter-Soll. Aber immerhin habe ich die ersten 10.000 Wörter geknackt und schreibe nach wie vor sehr regelmäßig an meinem Manuskript.</p>
<p>Nach viel Arbeit auf beiden Seiten in letzter Zeit hatten Katy und ich in der vergangenen Woche beschlossen, dass dieses Wochenende ein Kurzurlaub ansteht. Deswegen haben wir Samstag mittag unsere Sachen gepackt und uns mit Merle in Richtung Rømø auf den Weg gemacht. Nach einem leckeren dänischen Hot Dog unterwegs kamen wir dann genau zu Sonnenuntergang auf der Insel an und haben uns einen Stellplatz für den Bus gesucht. Den Rest des Abends habe ich dann damit verbracht, bei Taschenlampenschein und mit Papier und Stift an meinem NaNoWriMo-Manuskript zu schreiben.</p>
<p>Bei einer Außentemperatur von fünf Grad war es im Bus mit Decke und Wärmflasche glücklicherweise äußerst kuschelig. Rotwein gab es stilecht aus Emaille-Bechern. Vielleicht war das Ganze aber auch <em>zu kuschelig</em>, denn gegen zehn gingen bei uns im Bus die Lichter aus. Ich war einfach zu müde zum Weiterschreiben – war wie gesagt &rsquo;ne lange Woche.</p>
<p>Heute morgen haben wir dann auch ziemlich lang geschlafen, waren aber trotzdem um kurz nach acht die ersten vom Platz und am Strand. Mit Blick auf die Nordsee – lang leben die dänischen Autostrände! – gab es dann den ersten Kaffee und später lecker gebackene Bohnen. Den Rest des Morgens habe ich dann mit Schreiben bei Meerblick verbracht. Am Strand spazieren waren wir natürlich auch.</p>
<p>Nach dem Mittag sind wir dann in Richtung Zuhause aufgebrochen und haben auf dem Heimweg noch Freunde in Flensburg besucht. Jetzt sitze ich wieder vor dem heimischen Rechner und muss hier auch mal langsam mit der Kolumne abschließen, da ich noch das gestern und heute für mein NaNoWriMo-Manuskript Geschriebene abtippen muss. Das ist dann der Nachteil daran, wenn man Oldschool-mäßig auf Papier schreibt.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103115475253104029" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>1667 Wörter pro Tag</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-31/</link>
    <pubDate>Sun, 03 Nov 2019 17:44:36 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-31/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich mache mal wieder beim NaNoWriMo mit. Ob ich es schaffe, bis Ende November 50.000 Wörter für meinen eigenen Roman zu verfassen?</em></p>
<p>Meine heutige Kolumne wird extrem kurz. Sorry. Das liegt daran, dass ich dieses Jahr mal wieder beim <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/NaNoWriMo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NaNoWriMo</a> mitmache und heute schon ziemlich viel geschrieben habe. Ziel der NaNoWriMo-Challenge ist es nämlich, im Monat November insgesamt 50.000 Wörter für den Rohbau eines Romans zu schreiben – das sind 1667 Wörter am Tag.</p>
<p>2011, damals noch als Student in Bonn, habe ich den Wettbewerb gleich beim ersten Mal erfolgreich abgeschlossen. Das resultierende Manuskript habe ich allerdings aufgegeben. Im vergangenen November habe ich dann erneut teilgenommen und bin kläglich gescheitert. Wahrscheinlich hauptsächlich, weil wir währenddessen in den USA im Urlaub waren und ich außerdem ziemlich viel damit zu tun hatte, meinen Weggang von Heise umzusetzen – da blieb kaum Zeit zum Schreiben.</p>
<p>Dieses Jahr versuche ich es nun also zum dritten Mal, in der Hoffnung, dass dabei am Ende was herauskommt, was ich irgendwann einmal der Öffentlichkeit präsentieren kann. Als Freelancer kann ich mir ja nun meine Zeit etwas besser einteilen. Mal schauen, ob&rsquo;s klappt. Aktuell liege ich mit 5567 von 50.000 Wörtern voll im Soll.</p>

<p>Drückt mir die Daumen, dass ich das so bis Ende November durchhalte. Ich denke, ich werde euch im Laufe des Monats hier im Blog über meine Fortschritte auf dem Laufenden halten.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103075005446353828" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Manchester, Prag und Duisburg</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-30/</link>
    <pubDate>Sun, 27 Oct 2019 20:38:45 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-30/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die letzten Wochen waren ereignisreich. Das ist gut und schlecht zugleich. So oder so muss ich das Geschehene irgendwo abladen.</em></p>
<p>Wie ihr wahrscheinlich gemerkt habt, habe ich letzte Woche meine Kolumne ausfallen lassen. Ich fühle mich deswegen etwas schlecht. Bis auf meine ziemlich lange Urlaubspause, <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-24" rel="">die Anfang September zuende ging</a>, hab ich es bisher jeden Sonntag geschafft, etwas zu veröffentlichen.</p>
<p>Die letzten zwei Wochen waren allerdings alles andere als Routine. Katy und ich haben das vergangene Wochenende in Manchester auf dem zehnjährigen Jubiläum der Open-Source-Konferenz <a href="https://oggcamp.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OggCamp</a> verbracht. OggCamp war aus meinem damaligen Podcast <em>Linux Outlaws</em> zusammen mit dem <em>Ubuntu UK Podcast</em> (heißt dieser Tage einfach <em>Ubuntu Podcast</em>) entstanden und nach einigen Jahren Abwesenheit wollten Katy und ich mal wieder dabei sein. Ich war das ganze Wochenende ziemlich beschäftigt, denn neben einer <a href="/post/2019-oggcamp-outlaws" rel="">LO-Revival-Live-Show</a> habe ich an beiden Tagen auch noch <a href="/post/2019-oggcamp-magic" rel="">ein kleines, freundliches Magic-Tournier</a> organisiert. Das ist auch der Grund, warum ich keine Zeit hatte, eine Kolumne zu schreiben, geschweige denn zu veröffentlichen. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, am Montag, noch aus Manchester, einen Text nachzureichen, war dann aber nach dem Wochenende ziemlich gerädert und habe mir stattdessen ein bisschen die Stadt angeguckt und den Rest des Tages im Bett verbracht.</p>
<p>Am Dienstag ging es dann per Flieger Richtung Hamburg, allerdings habe ich nicht wirklich viel Zeit zu Hause verbracht und bin quasi direkt weiter nach Prag geflogen. Dort war ich von Avast zur Konferenz <a href="https://www.cybersecprague.ai/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CyberSec &amp; AI Prague</a> eingeladen. Da ich noch nie vorher in Prag war, habe ich mir ein bisschen Zeit dafür herausgenommen, mich in der Stadt umzusehen. Ich konnte es mir bei der Gelegenheit natürlich nicht nehmen lassen, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Karlsbr%C3%BCcke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karlův most</a> zu überqueren und dabei <a href="https://www.sabaton.net/discography/carolus-rex/1648-english-version/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sabaton zu hören</a>. Eine fasziniertende Stadt, in die ich unbedingt noch mal zurückkehren muss. Ein halber Tag reicht bei weitem nicht, um sich alle interessanten historischen Stätten dort anzuschauen.</p>
<p>Nach meinem kleinen, touristischen Ausflug habe ich mich dann durch das IoT Lab von Avast führen lassen und mich mit dem neuen CISO der Firma detailliert über <a href="https://www.heise.de/security/meldung/Einbruch-bei-AV-Hersteller-Avast-4562622.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den kürzlichen Hackerangriff</a> unterhalten. Am nächsten Tag gab&rsquo;s dann ein vollgepacktes Konferenzprogramm und einige sehr interessante Interviews, aus denen ich in der kommenden Woche hoffentlich ein paar Artikel destillieren kann. Alles in allem war diese Konferenz, für ein von einem Antiviren-Hersteller gesponsortes Event, sehr informativ. Der ganze Ausflug nach Prag hat sich, trotz der etwas exzessiven Hin- und Herfliegerei, durchaus gelohnt, denke ich. So viel zur Ausrede, warum ich keine Zeit hatte, meine Kolumne oder meinen Newsletter oder sonst irgendwas zu schreiben.</p>
<p>Auf dem Weg nach Hause musste ich morgens in Düsseldorf den Flieger wechseln und hatte beim Start einen wunderschönen Ausblick auf meine alte Heimat im Duisburger Norden. Das hat in mir irgendwie eine melancholische Sehnsucht ausgelöst, die im Nachinein betrachtet fast ein bisschen gruselig ist. Denn kaum war ich gelandet, hat mich mein Vater angerufen und sagte mir, dass mein Onkel in der voherigen Nacht verstorben ist. Wahrscheinlich stand genau in dem Moment, als ich aus dem Flieger von oben auf das Haus meiner Eltern guckte, die Kripo in deren Wohnzimmer und sprach mit meiner Mutter. Ungeklärte Todesursache, keine Mitbewohner, keine Zeugen, ein einsamer Tod mitten in der Nacht. Irgendwo da unten zwischen den Industriegebieten und Autobahnen, in einem kleinen Zimmer.</p>
<p>Ich habe weniger Zeit mit meinem Onkel verbracht, als bei unserer überschaubaren Familie wahrscheinlich angebracht gewesen wäre. Ich weiß, dass er ein herzensguter Mensch war. Aber er war auch eine gequälte Seele in einem noch gequälteren Körper. Ein schwieriger Mensch, der nicht einfach sein konnte, weil er ein schreckliches Leben gelebt hatte. Nach allem, was ich weiß, waren dafür vor allem seine Eltern verantwortlich. Mir gegenüber war er immer freundlich, auf eine leicht unbeholfene Art. Trotzdem habe ich nie genug Zeit mir ihm verbracht, als dass ich sagen könnte, dass er mir fehlt. Warscheinlich hatte ich von klein auf ein bisschen Angst vor ihm. Angst davor, zu tief in seine Seele zu schauen. Angst davor, dass das, was in seinem Kopf war und sein Leben ruiniert hat, irgendwie ansteckend ist.</p>
<p>Er mag mir nicht nah genug gewesen zu sein, um ihn zu vermissen, sein Tod macht mich aber trotzdem sehr, sehr traurig. Auf eine komische Art, die ich schlecht beschreiben kann. Vielleicht wünsche ich mir einfach, dass er noch lange gelebt und dabei etwas Glück erfahren hätte. Denn er hätte etwas Glück im Leben verdient gehabt. Es gibt auf der Welt so viele Arschlöcher, denen etwas weniger Freude ganz gut zu Gesicht stände. Diese Freude hätte mein Onkel gut vertragen können. Und vielleicht hätte ich, als erwachsener Mensch, einfach meine Angst runterschlucken und ihm etwas von meinem Glück abgeben müssen. Und dann hätten wir vielleicht genug Zeit miteinander verbracht, dass ich ihn jetzt richtig vermissen könnte. Aber ich hatte Angst und ich hab mich auf mein eigenes Leben konzentriert, wie ein Feigling. Das einzige was mir bleibt ist zu hoffen, dass er den Tod nicht kommen sah und es einfach vorbei war. Ohne Schmerzen. Denn Schmerzen hatte er verdammt noch mal genug. Ruhe in Frieden, Klaus. Es tut mir leid, dass ich dich nicht mehr in mein Leben gelassen habe.</p>
<p>Ja, wie gesagt, ist alles nicht ganz Routine im Moment. Ich habe einiges zu verarbeiten …Gutes und Schlechtes. Schreiben scheint mir dabei zu helfen. Ich denke also, ich werde nächstes Wochende wieder liefern. Mit etwas Glück passiert bis dahin etwas weniger in meinem Leben.</p>
<hr>
<p>→ Theoretisch gibt es zu dieser Kolumne einen <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/103036048225319128" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread im Fediverse</a>. Aber vielleicht solltet ihr einfach keinen Kommentar dazu abgeben. Ich glaube, ich habe diesen Text hauptsächlich aus therapeutischen Gründen verfasst.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Projekt «Sixgun 2020»</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/sixgun-2020/</link>
    <pubDate>Fri, 18 Oct 2019 17:51:06 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/sixgun-2020/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Manchmal müssen sich Dinge ändern. Gründlich ändern. Nachdem ich die Webseite meines Podcast-Netzwerkes vor ein paar Monaten umgebaut habe, ist es jetzt an der Zeit, bei Sixgun Productions noch viel mehr zu ändern.</em></p>
<p>Ich habe in letzter Zeit viel über mein Podcast-Netzwerk Sixgun Productions nachgedacht. <a href="/de/post/2018-freelancer/" rel="">Seit ich Freelancer</a> bin, versuche ich immer wieder die Projekte zu evaluieren, mit denen ich meine Zeit verbringe. Nicht zur um effizienter zu werden und somit mehr Geld zu verdienen, sondern auch, um sicherzustellen, dass ich meine Zeit mit Dingen verbringe, die mir Spaß machen. Schließlich wäre es sonst ziemlich sinnlos, selbständig zu sein.</p>
<p>Am Anfang dieses Jahres habe ich die Sixgun-Webseite umgebaut und auch die Podcasts, die ich so produziere etwas umgestellt. Dabei habe ich unter anderem die Shows <em>Hollywood Outlaws</em>, <em>Realpolitik Podcast</em> und <em>Morning Call</em> neu angefangen. Nun beende ich diese Sendungen wieder und stelle außerdem <em>Geek News Radio</em>, die momentan älteste Show des Sixgun-Netzwerkes, ein. Warum diese ganzen Änderungen? Das möchte ich im Folgenden erklären.</p>
<h3 id="everything-dies-baby-thats-a-fact" class="headerLink">
    <a href="#everything-dies-baby-thats-a-fact" class="header-mark"></a>Everything Dies, Baby, That&rsquo;s a Fact</h3><p><em>Geek News Radio</em> und <em>Hollywood Outlaws</em> stelle ich aus ähnlichen Gründen ein. Sowohl <a href="https://davidmn.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dave</a> als auch <a href="https://danlynch.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dan</a> wollen sich mehr oder weniger aus der Produktion von Podcasts zurückziehen und beide Shows sind zwingend darauf ausgelegt, dass mehr als ein Moderator signifikant an ihrer Produktion und der Aufnahme mitarbeitet. Und um ehrlich zu sein habe ich einfach keinen Ersatz für die beiden gefunden, der willig ist, entsprechende Arbeit in eine solche Show zu investieren. Und um ehrlich zu sein, macht mir das Produzieren beider Sendungen einfach nicht mehr so viel Spaß wie früher. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen aufzuhören – Dan und ich haben <em>Linux Outlaws</em> aus ähnlichen Gründen beendet und im Nachhinein betrachtet war das damals genau die richtige Entscheidung.</p>
<p>Bei <em>Morning Call</em> sieht die Sache etwas anders aus. Der Plan morgens mit einem Live-Stream aufzuwachen, da ich ja eh vorher beim Frühstück die Tech-Nachrichten lese, ist nach wie vor ein guter und die Show macht mir immer noch Spaß. Trotzdem werde ich sie beenden, da ich es mir momentan einfach nicht leisten kann, jeden morgen einen festen Time Slot für die Sendung zu blocken. Da ich damit kein Geld mache und diese Zeit zum Geldverdienen brauche, muss ich notgedrungen die Reißleine ziehen. Ich habe einen harten Kern an Hörern und Zuschauern, die diese Nachricht wahrscheinlich schwer enttäuschen wird, aber um ehrlich zu sein haben die Publikumszahlen meine Erwartungen leider untertroffen. Trotzdem hat mir die Sendung viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich sie vielleicht eines Tages wiederbeleben kann. Bis dahin möchte ich alle, die an täglichen englischen Tech News interessiert sind, auf <a href="/de/newsletter/" rel="">mein E-Mail-Newsletter</a> verweisen. Den Newsletter kann ich im Gegensatz zu einem auf eine bestimmte Zeit festgelegten Live-Stream einfach während meines Arbeitstages nebenbei schreiben, was es für mich viel einfacher macht, dieses Angebot zu produzieren.</p>
<p>Die Publikumszahlen sind übrigens auch der Grund, warum ich den <em>Realpolitik Podcast</em> nicht weiterverfolgt habe. Ich glaube, ich werde für absehbare Zeit deswegen bei englischsprachigen Produktionen bleiben.</p>
<p>Weiterführen werde ich allerdings meinen Magic-The-Gathering-Podcast <a href="http://moxandmermaid.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Mox &amp; Mermaid</em></a>. Ich habe diese Show vor kurzem als Prototyp von der Art Podcast entwickelt, mit der ich in Zukunft meine Zeit verbringen will. Ich produziere und moderiere diesen Podcast ganz alleine in einem Durchgang, mit allen Effekten und Musik, und ganz ohne Schnitt. Außerdem habe ich für die Show eine eigene, statische Webseite entwickelt, was mich davor bewahrt eine komplizierte <a href="https://wordpress.org/support/article/create-a-network/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WordPress-Multi-Site-Installation</a> mit den dazugehörigen Podcast-Plugins zu betreiben. Ab sofort werde ich für meine Podcasts einfache <a href="https://gohugo.io/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hugo</a>-Webseiten benutzen.</p>
<p>Damit das alles ohne meine aktuelle WordPress-Installation funktioniert, werde ich allerdings noch ein bisschen Software schreiben müssen. Bisher habe ich zum Beispiel den RSS-Feed noch nicht umgezogen. Trotzdem bin ich bisher mit der neuen Methode zum Aufnehmen und Veröffentlichen sehr glücklich. Diese Änderungen haben dazu geführt, dass ich wieder Spaß an allen Aspekten der Podcast-Produktion habe.</p>
<h3 id="but-maybe-everything-that-dies-someday-comes-back" class="headerLink">
    <a href="#but-maybe-everything-that-dies-someday-comes-back" class="header-mark"></a>But Maybe Everything That Dies, Someday Comes Back</h3><p><em>The Mox &amp; Mermaid</em> wird allerdings nicht der einzige Podcast von Sixgun Productions bleiben. Auf dem Weg ins Jahr 2020 bereite ich eine weitere Show vor, die ich <em>Radio Nowhere</em> nenne. In diesem Procast wird es hauptsächlich im politische Themen gehen, obwohl ich mir sicher bin, dass Technologie-Themen auch immer wieder hinein spielen werden.</p>
<p>Neuerdings beobachte ich einen Trend in der Gesellschaft und vor allem auch bei meinen Journalisten-Kollegen, der mich ziemlich ärgert. Menschen wiederholen immer wieder die selben Geschichten und lesen dabei gerade mal die Titelzeilen. Niemand liest mehr ganze Artikel, geschweige denn sich die Zeit zu einer vernünftigen Recherche zu nehmen und mal die Primärquellen nachzuschlagen. Mit <em>Radio Nowhere</em> möchte ich gegen diesen Trend vorgehen und Hörer dazu bewegen, sich eine eigene Meinung auf Basis guter Recherche zu bilden. Schließlich haben wir alle Zugang zum Internet und fasst unendliches Wissen jederzeit zu unsere Verfügung – es gibt wirklich keine Ausrede, nicht selbst zu denken.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass der daraus resultierende Podcast nicht ganz unkontrovers sein wird. Schließlich werde ich über Themen wie den Klimawandel, Trump und Brexit sprechen. Es ist ja momentan genug los! Ähnlich wie bei M&amp;M plane ich auch hier, die Produktion einfach zu halten. Ich hoffe, dass mich das befähigen wird, jede Woche eine Folge <em>Radio Nowhere</em> zu veröffentlichen, egal ob ich zu Hause oder unterwegs bin. Ich habe ein paar Tests gemacht und ich glaube, dass ich die Sendung auch gut im Bulli aufnehmen kann.</p>
<p>Und dann gibt es da natürlich auch noch ein drittes Projekt, an dem ich arbeite. Es ist kein klassischer Podcast, mehr eine Art Video-Show, die Podcast-Elemente hat. Falls die Sendung jemals das Licht der Welt erblickt, erfahrt ihr hier im Blog natürlich als erstes davon.</p>

<p>Ich spiele darüber hinaus noch mit ein paar weiteren Ideen herum, aber fürs Erste sind das mal genug Projekte. Falls jemand Lust hat, an einer dieser Shows mitzuarbeiten, könnt ihr euch gerne über <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102984200932214501" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Fediverse-Thread</a> bei mir melden. Ansonsten, falls euch eins dieser Themen interessiert und ihr den entsprechenden Podcast abonnieren wollt, guckt einfach ab und zu mal auf <a href="http://sixgun.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Sixgun-Webseite</a> vorbei. Die wird bald auch noch umgebaut und hat dann Links zu den neuen Shows, sobald ich die ersten Folgen raus habe.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/ywVLrYtNXMQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mahir Uysal</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Veränderung ist gut</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-29/</link>
    <pubDate>Sun, 13 Oct 2019 20:06:54 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-29/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich habe in letzter Zeit viel nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass sich Dinge ändern müssen.</em></p>
<p>Der Sommer ist vorbei, die Blätter fallen und die Tage werden kürzer. Traditionell verbringt man im Herbst mehr Zeit zu Hause und denkt über Dinge nach. Das ist bei mir gerade nicht anders. In letzter Zeit hat mich dabei vor allem meine Nebenbeschäftigung als Podcaster bewegt.</p>
<p>Im Februar hatte ich <a href="/post/2019-sixgun-relaunch/" rel="">die Webseite meines Podcast-Netzwerks neu gestaltet</a> und war nach der <a href="/de/post/2019-subscribe-10/" rel="">Subscribe-Konferenz im März</a> voller Elan, neue Projekte anzugehen. Leider ist aus meinen Plänen in dieser Hinsicht nicht wirklich was geworden. Ein deutschsprachiger Politik-Podcast, den ich angefangen hatte, ist, genau wie <a href="/post/2018-podcast-pre-review/" rel=""><em>Hollywood Outlaws</em></a> irgendwie im Sande verlaufen. Meine Versuche, <em>Geek News Radio</em> neues Leben einzuhauchen, waren ebenfalls nicht von Erfolgt gekrönt. <a href="/post/2019-morning-call/" rel=""><em>Morning Call</em></a> macht mir sehr viel Spaß, stellt aber einen sehr unflexiblen Terminblock dar, der einen für mich wichtigen Zeitblock komplett belegt.</p>
<p>Ich habe mich deswegen entschlossen, nicht aus reiner Sentimentalität an Altem festzuhalten, und <a href="http://sixgun.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sixgun Productions</a> komplett umzukrempeln. Ich werde nicht nur die zuvor erwähnten Podcasts einstellen, sondern das Netzwerk außerdem gänzlich auf neue Beine stellen. Zum einen technisch – ich will weg von WordPress und hin zu statischen Seiten – und zum andern organisatorisch. Nachdem <a href="https://danlynch.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dan</a> und ich <em>Linux Outlaws</em> eingestellt haben, habe ich es nicht wieder geschafft, einen Ko-Moderator zu finden, der auf Augenhöhe mit mir Shows plant und genug Elan hat, auf einem regelmäßigen Aufnahme-Turnus zu bestehen. Deswegen werden alle meine Shows in absehbarer Zukunft Solo-Podcasts sein. Was nicht heißen soll, dass ich mir nicht immer wieder Gäste dazu hole, aber ich möchte ab jetzt für mich selbst entscheiden, wann und wie ich Folgen aufnehme.</p>
<p>Mein Prototyp für alle diese Änderungen ist mein zweiter Anlauf eines Magic-The-Gathering-Podcasts namens <a href="http://moxandmermaid.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>The Mox &amp; Mermaid</em></a>. Hier erprobe ich gerade das Solo-Moderieren und stelle die Podcast-Veröffentlichung auf eine statische Webseite um, die mit Hugo generiert wird. Bisher funktioniert das alles prima und die technischen und organisatorischen Maßnahmen haben dazu geführt, dass ich zum ersten Mal seit langem wieder Freude an allen Aspekten der Podcast-Production habe. Ich plane darüber hinaus noch einen zweiten Podcast, auch auf Englisch, der sich mit politischen Themen befassen wird.</p>
<p>Genaueres zum Umbau bei Sixgun werde ich sehr bald in einem eigenen Blog-Artikel zu dem Thema darlegen. Für heute wollte ich einfach erst mal nur beschreiben, was mir momentan so durch den Kopf geht. Diese Änderungen sind Teil eines kontinuierlichen Prozesses, bei dem ich versuche, in Abständen immer mal wieder mein Projekt Selbständigkeit zu hinterfragen und zu verbessern. Dabei stelle ich mir nicht nur die Frage, welche neuen Ideen ich umsetzen sollte, sondern achte auch auf Dinge, die ich besser machen könnte oder die ich vielleicht besser einstellen sollte. Und dabei geht es mir nicht nur darum, meine Zeit effektiver einzusetzen und mehr Geld zu verdienen, sondern vor allem auch darum, dass mir das was ich mache, Spaß macht. Denn es macht schließlich keinen Sinn selbständig zu sein und Dinge zu tun, die einem keinen Spaß machen. Dann kann ich mir auch gleich wieder einen Job als Angestellter suchen…</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102956514637129414" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Mike Sierra Foxtrot für Victor Charlie Charlie</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-28/</link>
    <pubDate>Sun, 06 Oct 2019 20:21:16 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-28/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich mache seit dieser Woche eine Ausbildung zum Funkamateur. Man hat ja sonst nichts zu tun.</em></p>
<p>Ich spiele ja seit langer Zeit mit dem Gedanken, eine Amateurfunklizenz zu erwerben. Schon vor Jahren hatten mich <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/No_Agenda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">John C. Dvorak und Adam Curry</a> dazu inspiriert, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Noch in Hannover hatte ich eine Zeitlang mit dem Gedanken gespielt, mich zu einem Prüfungsvorbereitungs-Kurs anzumelden. Allerdings habe ich es wegen meiner Arbeitsbelastung <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">bei Heise</a> nie hinbekommen, mir dauerhaft planbar genug Zeit freizuschaufeln. Aber ein Grund dafür, Selbständiger zu werden war es ja, mir auch mal die Freiheit zu nehmen, private Projekte anzupacken. Deswegen habe ich mich nun diese Woche <a href="https://www.amateurfunk-im-alstertal.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier im Alstertal</a> bei einem Lizenzkurs angemeldet und bin in den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Amateur-Radio-Club" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DARC</a> eingetreten.</p>
<p>Da ich seit meiner Zeit in Hannover ein Handfunkgerät besitze, bin ich nun schon seit Jahren quasi <a href="https://www.darc.de/funkbetrieb/kurzwellenhoerer-swl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SWL</a> und höre immer mal wieder in die lokalen Frequenzen rein. Es ist also nur konsequent, dass ich früher oder später mal anfange, für die Prüfung zu lernen, dachte ich mir. Na ja, jetzt bin ich also angemeldet und muss fleißig büffeln. Ich mein, Bruchrechnung hab ich zuletzt im Gymnasium gemacht …das braucht man im wirklichen Leben ja nicht. Und von Schaltkreisen und elektrischem Strom hab ich ja eh keinen blassen Schimmer. Aber genaus deswegen dachte ich mir, dass mir etwas Weiterbildung in dem Bereich gut tun wird. Kann ja als Tech-Journalist nicht schaden, wenn man sich auch ein bisschen mit Funktechnik auskennt. Und <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-17/" rel="">als Bulli-Besitzer schaden Elektronik-Kenntnisse auch nicht</a>. Mal schau&rsquo;n, wie schlimm das alles wird. Man hört ja immer wieder, dass diese Amateurfunkprüfung viel einfacher ist, als alle immer denken. Zumal ich mit Multiple-Choice-Tests in der Vergangenheit eigentlich immer Schwein hatte. Ich bin ganz gut darin, mir einen gewissen Prozentsatz solcher Fragen mit gezieltem Halbwissen zusammenzureimen.</p>
<p>Dieser Kurs wird ein paar Monate dauern, also stehen die Chancen ganz gut, dass ich zwischendurch immer mal wieder auch hier in meinem Blog darauf zu sprechen komme. Sollte ich es wirklich schaffen, ein Rufzeichen zugeteilt zu bekommen, erfahrt ihr das dann natürlich hier als erstes. Das wäre schon cool. Seit ich Mitte der Neunziger zum ersten Mal <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_fliegenden_%C3%84rzte" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die fliegenden Ärzte</em></a> gesehen habe, bin ich vom Funken fasziniert. Natürlich war die Serie auch der Grund, warum ich mein Austauschjahr unbedingt in Australien verbringen wollte. Wäre ja schön, wenn ich dieses zweite Ziel aus dieser Zeit auch noch erreiche. Immerhin werde ich langsam alt genug für Amateurfunk. Und die politische Lage wird ja auch nicht gerade stabiler. Wer weiß, wozu sowas in Zukunft noch mal gut ist.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102917118042590389" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Im Jahr 2100</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-27/</link>
    <pubDate>Sun, 29 Sep 2019 22:05:58 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-27/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Der Moment, wenn man einen post-apokalyptischen Comic aus dem Jahr 1978 liest und merkt, dass er die uns unmittelbar bevorstehende Zukunft beschreibt…</em></p>
<p>Momentan lese ich einen Klassiker der englischen Comic-Literatur: Die ersten Fälle von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Judge_Dredd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Judge Dredd</a> aus den ganz frühen Ausgaben von <em>2000 AD</em>. Ich finde es ja immer wieder faszinierend, was altertümlicher Science-Fiction so alles Absurdes vorhersagt. In einer Reihe von Strips, die ich gestern abend gelesen habe, etwa, wird der Mond 2014 dauerhaft besiedelt und im Jahr 2100 wird Russland nach wie vor (oder wieder?) von den Sowjets regiert. Außerdem gibt es zwar Sprachsteuerung, intelligente Roboter und rechenstarke Computer, aber die Menschen schreiben nach wie vor auf Papier und benutzen Klemmbretter. Und dann kommt mir auf einmal diese Titelseite einer Dredd-Geschichte aus dem Jahr 1978 unter:</p>

<p>Klar, die selbstfahrenden Autos sehen geradezu lächerlich retro-futuristisch aus und der Plot ist extrem überspitzt und spielt auf dem Mond, aber der Kern der Geschichte wirkt heutzutage geradezu prophetisch.</p>

<blockquote>
  <p>Im Jahr 2100 werden Autos robotergesteuert sein. Wenn etwas schief läuft, wird es sehr schief laufen…</p>
</blockquote><p>Ich glaube, John Howard hat da vor 41 Jahren unsere nahe Zukunft des selbstfahrenden Autos in zwei Sätzen in einem kleinen Text-Kasten brilliant auf den Punkt gebracht. Ich denke allerdings, wir werden nicht bis zum Jahr 2100 warten müssen, bis in dieser Richtung etwas sehr schief läuft. Ich glaube, das wird noch zu meinen Lebzeiten passieren. Und ich bin bei weitem nicht der Einzige, der so denkt. Eigentlich sind sich alle Experten, die sich mit der Sicherheit von Smart-Technik in Autos beschäftigen, in diesem Punkt einig. Mittlerweile ruft diese Problematik sogar schon Verbraucherschützer auf den Plan. Erst letzten Monat habe ich für Heise über <a href="https://www.heise.de/security/meldung/Kill-Switch-fuer-vernetzte-Autos-gefordert-Sonst-gibt-es-Tote-4509607.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die Bedenken der US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Watchdog in dieser Hinsicht</a> berichtet.</p>
<p>Die Verantwortlichen in der Industrie lassen sich von solchen Bedenken natürlich nicht die Profite verderben, die ihnen die neuen Bequemlichkeitsfunktionen in ihren Autos versprechen. Die Verkäufe von Amazons Alexa und den Google-Assistant-Produkten lassen sich schließlich auch nicht durch gesunden Menschenverstand aufhalten. Und so wird wohl mal wieder eine weitere Vorhersage einer dystopischen Sci-Fi-Geschichte wahr werden. Entgegen aller Warnungen von Judge Dredd, der schlaue Autos für eine genauso dumme Idee hält wie ich.</p>

<hr>
<p>Bilder: <a href="https://2000ad.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebellion / 2000 AD</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102877616102256568" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Druckfrisch</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/the-truth/</link>
    <pubDate>Mon, 23 Sep 2019 20:13:59 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/the-truth/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich stelle meinen brandneuen IT-Newsletter &ldquo;The Truth&rdquo; vor.</em></p>
<p>Ich probiere momentan immer mal was Neues aus, um euch kostenlosen aber qualitativ hochwertigen Journalismus anzubieten. Mein neuester Versuch ist ein englischsprachiger Newsletter, in dem ich werktags interessante IT- und Politiknachrichten zusammenfasse, die mir bei der täglichen Recherche unterkommen. Natürlich versehe ich das Ganze auch immer mit meiner persönlichen Sicht der Dinge. Ich habe diesen Newsletter &ldquo;The Truth&rdquo; benannt, nach dem englischen Titel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_volle_Wahrheit" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meines Lieblingsbuches von Terry Pratchett</a>.</p>
<p>Ihr könnt das Ganze <a href="https://tinyletter.com/fabsh" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier abonnieren</a>. Alle Newsletter sind komplett auf Englisch und ich verspreche, dass ich nicht mehr als eine Mail pro Tag versende.</p>
<p>Falls ihr keine Newsletter mögt – oder einfach so schon zu viele Mails bekommt – könnt ihr den Inhalt auch später auf dem englischen Teil meines Blogs <a href="/tags/the-truth" rel="">hier</a> nachlesen. Vergangene Newsletter werden außerdem bei TinyLetter, dem Anbieter, den ich nutze, <a href="https://tinyletter.com/fabsh/archive" target="_blank" rel="noopener noreferrer">archiviert</a>. Falls ihr das Ding abonniert, bekommt ihr die News allerdings druckfrisch und müsst nicht extra auf die Suche gehen. Ihr könnt übrigens beruhigt sein, ich sammele eure E-Mail-Adressen nicht für irgendwelche zwielichtigen Zwecke. Genaugenommen sammele ich sie überhaupt nicht. TinyLetter (bzw. Mailchimp) speichert sie aber natürlich im Zuge der Auslieferung des Newsletters in seinen Systemen. Es macht also vielleicht Sinn, <a href="ttps://mailchimp.com/legal/terms/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deren AGB</a> mal im Bezug auf Datenschutz zu studieren.</p>
<p>Der erste Newsletter ging übrigens heute raus. Ich hoffe, das Projekt gefällt euch. Vielleicht sehen wir uns ja morgen beim nächsten?</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/Tzm3Oyu_6sk">Bank Phrom</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102843650803709641" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Post im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Manchmal weiß man gar nicht, was fehlt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-26/</link>
    <pubDate>Sun, 22 Sep 2019 21:28:52 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-26/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Erkenntnisse aus einer Reise in den Westen der Republik.</em></p>
<p>Wir waren über&rsquo;s Wochenende mal wieder in der Heimat. Und da ist mir im alltäglichen Kontakt mal wieder aufgefallen, wie sehr ich die Menschen dort vermisse. Wir haben ein paar Tage im Bergischen Land verbracht. Das ist genaugenommen nicht ganz die Heimat, aber eigentlich ist es egal, ob man im Rheinland, im Bergischen oder im Pott unterwegs ist: Der Kontrast zum Norden Deutschlands ist frappierend.</p>
<p>Hamburg ist eindeutig die schönste Stadt Deutschlands, aber die Menschen hier können einfach nicht mit der Herzlichkeit der Rheinländer mithalten. Man gewöhnt sich ja an alles und so merke ich im Alltag gar nicht, das etwas anders ist. Das ging mir schon in Hannover so. Aber immer, wenn ich dann mal wieder gen Westen fahre, überraschen mich die Menschen wieder auf&rsquo;s Neue. Manchmal weiß man gar nicht, was fehlt. Und wenn man es dann wiederfindet, fällt es einem wie Schuppen von den Augen.</p>
<p>Seien es die endlos sabbelnden Kölner Taxifahrer zur Gamescom, die Eltern in Duisburg, die quer über die Straße dem Jupp hinterherbrüllen, weil er sein Auto Kacke geparkt hat oder der Bergische Nachtwächter, der keine Ahnung hatte wo das Hotel den Rotwein aufbewahrt, aber mit mir nachts um elf ne halbe Stunde auf Suche gegangen ist, bis wir den Weinkeller gefunden hatten… Stell dir sowas mal in Hamburg vor. Gibbet hier nicht. Und in Bayern auch nicht. Dat gibbet nur zu Hause.</p>
<p>Ein gebürtiger Norddeutscher muss ja den absoluten Kulturschock kriegen, wenn wildfremde Service-Mitarbeiter auf einmal an seinem Leben interessiert sind. Ich bin jetzt auch schon so lange hier oben, dass mich da selbst immer erst mal ein bisschen irritiert, wenn ich zurück im Westen der Republik bin. Aber dann falle ich schnell wieder in die alten Muster zurück und fühle mich dann umso wohler. Und jetzt, wo wir wieder zurück sind, werde ich die Rheinländische Herzlichkeit wohl wieder ein paar Wochen lang richtig vermissen.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/JqU_j21zKdY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lucas Carl</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102837832511885990" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Greedfall und die Doppelmoral</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-25/</link>
    <pubDate>Sun, 15 Sep 2019 20:03:01 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-25/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Das Action-RPG Greedfall und die Doppelmoral bei Kotaku und anderen Kollegen der Spielepresse.</em></p>
<p>Leute, die mich gut kennen, wissen, dass es eine meiner selbstgesetzten Aufgaben im Leben ist, Doppelmoral und Vorurteile zu vermeiden. Das klappt natürlich nicht immer, wir sind alle Menschen und Menschen machen Fehler, aber ich gebe mir so viel Mühe in dieser Hinsicht, wie möglich. Ich verabscheue Doppelmoral. Und gerade diese Woche ist mir mal wieder ein Fall davon untergekommen, der mich ziemlich ärgert.</p>
<p>Ich spiele gerade ein PC-Spiel, das am vergangenen Dienstag herausgekommen ist und über das ich in naher Zukunft eine Rezension schreiben will. Das Spiel heißt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Greedfall" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Greedfall</em></a> und es ist ein bisschen so etwas wie der langersehnte Nachfolger zu den ersten beiden <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Dragon_Age_%28Spieleserie%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dragon-Age-Teilen</a>, den Bioware nie hinbekommen hat. Ein Rollenspiel, das in einer Hard-Fantasy-Welt mit nur einem Hauch Magie und vergleichsweise fortschrittlicher Technik wie Vorderlader-Pistolen spielt. <em>Greedfall</em> zeichnet sich vor allem durch ein für solche Fantasy-RPGs ungewöhnliches Setting aus: In einer an die Kolonialzeit des 17. Jahrhunderts angelegten Welt haben drei kontinentale Mächte eine Insel mit ungeahnten Bodenschätzen und natürlichen Reichtümern entdeckt, die sie nun erobern und besiedeln wollen. Das Ganze mündet in einem Wettkampf um die Insel, unter dem vor allem die einheimische Bevölkerung leidet – ein aus lösen Stämmen bestehendes Naturvolk, das in relativer Harmonie mit seiner Umgebung lebt.</p>
<p>Die Analogie hier ist klar: Die europäische Kolonialisierung Amerikas. Mit Dreispitz, Wams und Degen gerüstet begibt sich die Hauptfigur des Spiels in die Neue Welt. Ich finde diese Atmosphäre und den Look, den sie mit sich bringt, sehr erfrischend. Meiner Meinung nach ist es eine schöne Innovation des französischen Entwicklerstudios hinter dem Spiel. Leider sehen das nicht alle meine Kollegen so, vor allem nicht in der angelsächsischen Spielepresse. Vor allem <a href="https://kotaku.com/greedfalls-detailed-role-playing-cant-make-up-for-its-u-1837994750" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Rezension der Spielekritikerin Heather Alexandra beim US-Magazin Kotaku</a> hat die Diskussion über das Spiel in der vergangenen Woche geprägt. Alexandra kritisiert <em>Greecfall</em> vor allem für sein &ldquo;unangenehmes Setting&rdquo;.</p>
<p>Ich könnte diese Kritik akzeptieren, wenn sie historisch schlüssig durchdacht wäre. Aber natürlich ist sie das nicht; erwartet man von US-amerikanischen Videospiele-Journalisten ja auch irgendwie nicht anders. Natürlich bin ich hier nicht der Meinung, dass die Eroberungen von Cortés und die darauf folgenden zahllosen Übergriffe auf amerikanische Ureinwohner durch spanische, portugiesische, französische und britische Kolonialisten nicht unsagbar schrecklich waren. Natürlich waren sie das. Aber was mich hier stört, ist die Doppelmoral gegenüber einem neuen Videospiele-Setting, wenn Videospiele seit Jahrzehnten im Dritten Reich, im ersten Weltkrieg, während den Kreuzzügen des Mittelalters und im Rahmen des britischen Empire spielen. Warum akzeptieren meine Kollegen bei Kotaku und anderen Publikationen Spiele, welche die Schlacht von Stalingrad zum Thema haben oder Rollenspiele, welche mehr oder weniger die Kreuzzüge abbilden, aber werden auf einmal beim Thema Südamerika sensibel? Dieser Trend ist mir schon bei <a href="/post/2018-tomb-raider/" rel=""><em>Shadow of the Tomb Raider</em></a> aufgefallen.</p>
<p>Das ist Doppelmoral, die daraus erwächst, dass man sich über ein neues Setting aufregt, ohne zu reflektieren, was man in der Vergangenheit als selbstverständlich akzeptiert hat. Das kommt aus der gleichen Ecke wie Leute, die Gewalt in Videospielen anprangern, aber bei viel schlimmerer Gewalt in Filmen und Büchern nicht mal mit der Wimper zucken. Sowas regt mich auf. Ich fänd es völlig in Ordnung, wenn Menschen wie Alexandra eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema der Unterdrückung der amerikanischen Ureinwohner persönlich als unangenehm empfinden. Aber von einer professionellen Spiele-Journalistin erwarte ich eine Einordnung einer solchen Aussage ins große Ganze. Und dann muss zur Sprache kommen, dass sich Spiele des Öfteren in vergleichbar moralisch ambivalenten Settings abspielen. Immerhin ist <em>Greedfall</em> in dieser Hinsicht ziemlich innovativ, was bei Rollenspielen, vor allem im Fantasy-Genre, äußerst selten ist.</p>
<p>Nach knapp 24 Stunden Spielzeit finde ich persönlich <em>Greefall</em> übrigens in keinster Weise unangenehm. Ganz im Gegenteil. In diesem Action-RPG säbelrasselnd eine parallele Neue Welt zu erkunden ist so erfrischend, wie es nur sehr wenige Videospiele in den letzten zwei Jahrzehnten waren.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102798228383512199" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Schluss mit den Ausreden</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-24/</link>
    <pubDate>Sun, 08 Sep 2019 22:34:20 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-24/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Meine Sonntags-Kolumne ist zurück, mit einem ersten Zwischenfazit zu meinem Leben als Freelancer.</em></p>
<p>Es wird langsam Zeit, dass ich mal wieder eine Kolumne schreibe. Ich hatte <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-23/" rel="">Anfang Juni</a> damit aufgehört und war dann nach Italien in den Urlaub gefahren. Dann kam die Motorradtour mit meinem Dad durch die Alpen, mein erster Besuch auf Wacken und irgendwie habe ich mich danach wieder direkt in die Arbeit gestürzt. Das hat dazu geführt, dass ich weder <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-22/" rel="">den angekündigten Reisebericht</a> noch neue Kolumnen geschrieben habe. Jetzt, wo ich allerdings schon lange wieder in Hamburg bin und der Herbst langsam über uns hineinbricht, habe ich mir vorgenommen, mir keine Ausreden mehr für mich selber auszudenken, warum ich diesen Sonntag lieber faul rumliege als eine Kolumne zu schreiben. Es gibt wahrlich genug zu berichten.</p>
<p>Ich habe mir vorgenommen, heute mal mit einem kleinen Zwischenfazit zu meiner Freelancer-Tätigkeit zu beginnen. Immerhin neigt sich, nun da die ersten Blätter fallen, das erste Jahr meiner Selbständigkeit langsam aber sicher dem Ende entgegen. Und schließlich habe ich diese Kolumne <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-1/" rel="">damit begründet</a>, über mein Leben als Freelancer zu schreiben. Ich denke sowieso oft darüber nach, wie es mir mit diesem neuen Karriereabschnitt so geht, schließlich fragen mich ständig Leute genau danach. Eigentlich immer, wenn ich einen Freund oder Bekannten treffe, den ich eine Weile nicht gesehen habe. Wie geht es mir also damit?</p>
<p>Erst mal bin ich noch so ziemlich jeden Tag froh, dass ich seit Januar genau null Meetings hatte. Das ist eine Veränderung gegenüber meiner Zeit <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">bei Heise</a>, die wirklich unbezahlbar ist. Wie ich feststellen muss, habe ich nach wie vor Stress – Journalismus ist immer irgendwie stressig, wer was anderes erzählt, ist meiner Meinung nach kein richtiger Journalist. Aber es ist eine ganz andere Art von Stress als vorher. Ich ärgere mich nun nicht mehr über Dinge, die ich machen muss, aber nicht machen will. Sowas gibt es, mal abgesehen von Buchhaltung und Steuern, im meinem Arbeitsablauf schlicht nicht mehr. Ich ärgere mich auch nicht mehr über Kollegen. Dafür ärgere  ich mich jetzt über Kunden, die meine Rechnungen nicht zeitnah oder im vollen Umfang bezahlen. Dieser Ärger ist allerdings viel unpersönlicher und geht mir deswegen nicht so sehr an die Nieren, weil ich mit dem Ziel meiner Rage ja nicht täglich zusammenarbeiten muss.</p>
<p>Viele Leute haben mir gegenüber beim Thema Selbständigkeit die Angst geäußert, dass ich eventuell nicht genug zu tun haben würde und mich dann langweile. Ich persönlich hatte keine Sekunde auch nur einen Hauch von Befürchtung, dass so was passieren würde. Ich habe mich, seit ich an der Uni angefangen habe, eigentlich noch nie gelangweilt. Zur Not arbeite ich an <a href="http://sixgun.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem meiner vielen Podcast-Projekte</a>, schreibe privat etwas für dieses Blog oder mache spontan <a href="https://www.twitch.tv/foxtrotalfabravo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen Live-Stream</a>. Mal ganz davon abgesehen, dass ich wirklich genug bezahlte Aufträge habe. Das ist nun wirklich nicht das Problem. Langeweile hatte ich seit Anfang Januar wirklich keine.</p>
<p>Ganz im Gegenteil. Wenn es etwas gibt, was ich momentan an meinem Freelancer-Dasein verbessern will, dann ist es, dass ich zu sehr die Arbeit annehme die kommt und zu tief in alten Gewohnheiten feststecke. Ich versuche momentan verstärkt, neue Kunden zu gewinnen, aber das ist nicht einfach. Vor allem, weil der größte Stress, den man als Freelancer in meiner Position hat, die Sorge ist, dass man nicht genug Geld an Land zieht. Also tendiert man dazu, Arbeit, die da ist und sich realtiv leicht erledigen lässt, einfach zu erledigen. Und das lässt dann oft zu wenig Zeit für innovative und neue Dinge. Momentan werde ich diese Angst noch nicht los, aber ich denke, die Tatsache, dass ich das Problem erkannt habe, ist ein guter erster Schritt. Zumal ich die verständnisvollste Partnerin des Jahrtausends an meiner Seite habe und ich mir in dieser Hinsicht wirklich nur selbst Stress mache.</p>
<p>Also geht es mir unterm Strich viel besser als vorher. Ich habe Stress, aber es ist viel weniger und ganz anderer Stress. Und vor allem ist dieser Druck produktiver Art, wo er vorher viel zu oft lähmend war. Ich schreibe nach wie vor für mein Leben gerne und verbringe nun viel mehr Zeit damit, darüber nachzudenken, worüber ich schreiben kann und wie ich das, was ich schreibe, verbessere. Und ich verbringe viel weniger Zeit damit, mich zu ärgern. Und wenn&rsquo;s mir zu bunt wird, schnappe ich mir den Bus und arbeite von der Küste. Versuch das mal als Angesteller…</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102758839024475112" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wenn Zwei-Faktor-Anmeldung schiefgeht: Die Deutsche Bank sperrt ihre Kunden aus</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/deutsche-bank-phototan/</link>
    <pubDate>Fri, 06 Sep 2019 17:11:54 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/deutsche-bank-phototan/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Am Donnerstag konnten Kunden der Deutschen Bank mehrere Stunden lang nicht auf ihr Konto zugreifen und unter Umständen nicht online bezahlen. Schuld war die kommende Umstellung auf strengere Zahlungsrichtlinien in der EU sowie mehrere technische Pannen.</em></p>
<p>Am 14. September treten innerhalb der Europäischen Union neue Regeln fürs Online-Banking und das Online-Bezahlen mit Kreditkarten in Kraft – die sogenannte <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Zahlungsdiensterichtlinie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweite Zahlungsdiensterichtlinie</a> der EU (Payment Services Directive 2 oder auch PSD2). Das führt zu <a href="https://bankenverband.de/blog/neue-regeln-im-zahlungsverkehr-was-andert-sich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weitreichenden Änderungen beim Online-Banking</a>, die sich allerdings auf eine besonders wichtige neue Regel zusammenfassen lassen: Zwei-Faktor-Anmeldung soll sicherer werden und wird auch zwingend auf das Online-Shopping ausgedehnt. TAN-Nummern müssen ab sofort immer dynamisch generiert werden – somit ist die gedruckte TAN-Listen nicht mehr erlaubt.</p>
<h3 id="die-böse-böse-tan-liste" class="headerLink">
    <a href="#die-b%c3%b6se-b%c3%b6se-tan-liste" class="header-mark"></a>Die böse, böse TAN-Liste</h3><p>Ob das sinnvoll ist, bezweifeln Sicherheitsexperten. Beim richtigen Umgang mit einer TAN-Liste ist die, aller Erfahrung nach, eine der sichersten Authentifizierungs-Techniken die es gibt. Immerhin kann sie keinen Sicherheitslücken in einem Computer oder Smartphone zum Opfer fallen. Mobil-TANs hingegen können auf mehreren Wegen abgefangen werden. Und die Apps, auf die sich viele Banken nun versteifen, sind den grundsätzlichen Unsicherheiten von iOS und Android unterworfen; und  diese Sicherheitsmängel sind <a href="https://www.heise.de/security/meldung/31-lueckenhafte-Banking-Apps-Forscher-entlarven-App-TAN-Verfahren-abermals-als-unsicher-3900945.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sehr gut dokumentiert</a>.</p>
<p>Klar ist, dass eine gut gemachte Zwei-Faktor-Anmeldung die Sicherheit der Kunden um ein Vielfaches erhöht. Allerdings kann Zwei-Faktor-Authentifizierung auch dazu führen, dass sich der Kunde aus seinem Konto ausschließt. Besonders ärgerlich ist es, wenn die Bank dank einer (oder gleich mehrerer) technischen Pannen schuld ist, dass ihre Kunden nicht mehr an ihr Geld kommen. Wie schnell so etwas gehen kann, hat die Deutsche Bank diese am gestrigen Donnerstag eindrucksvoll bewiesen.</p>
<h3 id="unsicherheit-aufs-handy-verlagert" class="headerLink">
    <a href="#unsicherheit-aufs-handy-verlagert" class="header-mark"></a>Unsicherheit aufs Handy verlagert</h3><p>Weil die TAN-Liste ja ab Mitte des Monats nicht mehr erlaubt ist, drängt die Deutsche Bank ihre Kunden seit Monaten <a href="https://www.deutsche-bank.de/pk/lp/psd2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zum Umstieg</a> vom iTAN-Verfahren (so nennt man hier die TAN-Listen) auf mobileTAN oder photoTAN. Beim mobileTAN-Vefahren handelt es sich um eine klassische SMS-TAN, die an das Smartphone des Kunden geschickt wird und die dieser dann in seinem Online-Banking eintippen muss. Bei photoTAN handelt es sich um ein proprietäres Verfahren, das von einer Firma namens Cronto entwickelt wurde, die mittlerweile zum Sicherheitskonzern OneSpan gehört. Dabei scannt der Kunde mit dem Smartphone ein Muster auf der Online-Banking-Webseite ein und die App der Deutschen Bank überprüft dieses und löst wiederum die Transaktion aus.</p>

<p><em>Das Online-Banking der Deutschen Bank am 5. September: photoTAN heute nicht möglich.</em></p>
<br />
<p>Beide Verfahren werden von Sicherheitsforschern generell als weniger sicher angesehen als Hardware-TAN-Generatoren, wie sie zum Beispiel bei britischen Banken schon seit fast zwei Jahrzehnten im Einsatz sind. Diese unterliegen durch eigenständige Hardware nicht den Sicherheitslücken im Smartphone oder in der Webseite der Bank, sind deswegen aber auch teurer, da jeder Kunde mit einem eigenständigen Gerät ausgestattet werden muss und nicht einfach sein Smartphone nutzen kann.</p>
<h3 id="psd2-umstellung-verbockt" class="headerLink">
    <a href="#psd2-umstellung-verbockt" class="header-mark"></a>PSD2-Umstellung verbockt</h3><p>Kunden der Deutschen Bank, die auf mobilTAN umgestellt haben, hatten diese Woche Glück: So lange sie Handy-Empfang hatten, konnten sie Online über ihr Geld verfügen. Kunden, die hingegen das photoTAN-Verfahren nutzen – welches die Deutsche Bank anscheinend viel aggressiver bewirbt als die klassische mobilTAN – schauten in die Röhre. Denn auf Grund eines nicht weiter benannten technischen Defektes funktionierte die Anmeldung per photoTAN auf einmal nicht mehr. Das hieß kein Online-Banking und im Zweifel kein Online-Shopping für mehrere Stunden.</p>
<p>Nun kann ein Kunde der Deutsche Bank, der die Smartphone-App des Finanzhauses installiert hat, diese als Alternative zum Online-Login im Browser benutzen. Nach einer einmaligen Freischaltung per TAN fungiert dann das Telefon mit seinen eingebauten Sicherheitsmaßnahmen (PIN, Fingerabdruck oder Passwort) als zweiter Faktor und der Kunde kann dann ohne weitere TAN-Abfragen sein Banking direkt vom Smartphone erledigen. Kunden, welche die App bereits freigeschaltet hatten, hätten also einfach ihre Bankgeschäfte mit der Deutschen-Bank-App erledigen können.</p>

<p>Außer, sie haben ihr Google-Telefon auf <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Zuerst-fuer-Pixel-Smartphones-Android-10-veroeffentlicht-4513159.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die neuste und damit vermutlich auch sicherste Version von Android aktualisiert</a>. Denn auf Grund einer weiteren technischen Panne funktionierte die Deutsche-Bank-App parallel zum photoTAN-Ausfall plötzlich nicht mehr mit Android 10. Kunden bekamen eine kryptische Meldung zu Gesicht, die ihnen mitteilte, dass ihr Gerät &ldquo;die Sicherheitsvorschriften der Deutschen Bank&rdquo; nicht erfülle. Offensichtlich ein Fehler auf Seiten der App-Entwickler. Das Ganze zeigt eindrucksvoll, wie man es schaffen kann, Kunden per komplizierter Zwei-Faktor-Technik auszusperren, wenn Dinge mal schief laufen.</p>
<h3 id="kurzzeitige-einschränkungen" class="headerLink">
    <a href="#kurzzeitige-einschr%c3%a4nkungen" class="header-mark"></a>&ldquo;Kurzzeitige Einschränkungen&rdquo;</h3><p>Mittlerweile hat die Deutsche Bank ihr photoTAN-Verfahren wieder in Betrieb genommen. Und auch die App der Bank funktioniert nun wieder unter Android 10. Bei der App-Fehlfunktion muss es sich um ein serverseitiges Problem gehandelt haben, da die Bank die Änderung ohne ein App-Update durchführen konnte. Ganz perfekt scheint es allerdings immer noch nicht zu funktionieren, denn einige Deutsche-Bank-Kunden berichten davon, dass die App auf Android-10-Smartphones nun eine Warnung ausspuckt, dass das Gerät, auf dem sie gestartet wurde, gerootet sei – auch wenn dies gar nicht der Fall ist. Anscheinend kommt die App der Bank nicht ganz mit Googles Pixel-Geräten klar. Immerhin kommen die betroffenen Kunden nun aber wieder an ihr Geld und können Online-Einkäufe tätigen.</p>
<p>Auf eine Anfrage zu dem Vorfall antwortete mir ein Sprecher der Deutschen Bank: &ldquo;Wir haben heute morgen ein Update durchgeführt. Dadurch kam es kurzzeitig leider zu Einschränkungen bei der photoTAN. Diese Einschränkungen waren bis 10:30 Uhr alle behoben. Transaktionen mit iTAN und mTAN waren jederzeit möglich.&rdquo; Nur dass Transaktionen mit dem iTAN-Verfahren ab dem 14. September grundsätzlich nicht mehr möglich sind. Warum hat die EU noch mal die TAN-Liste verboten?</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/iSX4yioCKTg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Holger Link</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102746239361414399" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Artikel im Fediverse</a></p>
<p><em>Ich schreibe zeitnahe aber trotzdem fundiert recherchierte News-Meldungen wie diese als Auftragsarbeit für Publikationen aller Art. Bei Interesse <a href="http://fab.industries/de/anheuern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet ihr hier Kontaktdaten und weitere Arbeitsproben</a>.</em></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Trauer um die No. 5 Elbe</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-23/</link>
    <pubDate>Sun, 09 Jun 2019 20:50:37 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-23/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Das schönste Segelschiff Hamburgs ist gestern gesunken. Mein Tag an Bord letztes Jahr war ein unvergessliches Erlebnis.</em></p>
<p>Der Lotsenschoner No. 5 Elbe ist gestern <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bestuerzung-nach-Havarie-der-No-5-Elbe-,lotsenschoner140.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit einem Containerschiff kollidiert und gesunken</a>. Das historische Segelschiff war gerade nach einer kompletten Renovierung für 1,5 Millionen Euro frisch aus der Werft zurück, als es auf der Elbe in Höhe Stadersand mit dem Containerfrachter Astrosprinter kollidierte. Das Schiff sank kurz darauf in der Schwinge-Mündung, sieben Personen wurden verletzt und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Noch ist nicht klar, ob der Lotsenschoner gerettet werden kann.</p>
<p>Die No.5 Elbe war das älteste Segelschiff Hamburgs. Katy und ich hatten im August vergangenen Jahres eine der letzten Fahrten des Schiffes miterlebt, bevor es für die Renovierung nach Dänemark in eine Werft überführt worden war. Der Tagesausflug <a href="/de/post/2018-lotsenschoner/" rel="">war ein unvergesliches Erlebnis</a>. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, für weitere Törns auf dem Schiff zu Gast zu sein. Dass es jetzt gesunken ist, macht mich unfassbar traurig. Die No. 5 Elbe war einfach wunderschön. Das schönste Schiff, dass ich je gesehen, geschweige denn betreten, habe.</p>
<br />
<div style="text-align: center;"><iframe title="Havarie Lotsenschoner No. 5 Elbe" aria-label="Locator Maps" src="//datawrapper.dwcdn.net/LFb6K/1/" scrolling="no" frameborder="0" style="border: 1px solid #cdcdcd; padding: 6px;" width="600" height="612"></iframe></div>
<p>Den Bildern des NDR nach zu urteilen, hat die No. 5 Elbe beim Kreuzen vor dem Wind versucht, die Fahrrinne zu überqueren. Dabei hat sie es wohl nicht geschafft, das Manöver rechtzeitig vor dem nahenden Containerfrachter abzuschließen. Da ein solcher Frachter in der Regel einen Bremsweg von mehreren Kilometern hat, wird dessen Besatzung nicht rechtzeitig reagiert haben können. Die No. 5 Elbe war anscheinend mit Wind unterwegs und hatte deswegen vielleicht den Diesel abgestellt. Eventuell konnte dieser nicht schnell genug angeschmissen werden, um die Kollision zu verhindern. Falls sich der Unfall in der Hauptfahrrinne ereignete, worauf die Bilder durchaus hindeuten, dann hätte der Frachter als durchgehende Schifffahrt Vorrang vor dem kreuzenden Segler gehabt.</p>
<p>Wie auch immer sich die Havarie allerdings ereignet hat, der Unfall ist eine Tragödie und ein herber Verlust für alle, die klassische Segelschiffe lieben. Mein Mitgefühl gilt den verletzten Passagieren und den ehrenamtlichen Mitgliedern des <a href="https://www.lotsenschoner.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vereins Freunde des Lotsenschoners No. 5 Elbe</a>, die sich mit Herz und Seele für dieses wunderbare Schiff engagiert haben.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102243138153353530" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der Sommer kann kommen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-22/</link>
    <pubDate>Sun, 02 Jun 2019 20:42:50 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-22/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Nach einem Camping-Wochenende im Norden sind der T4 und wir langsam bereit für das große Sommer-Abenteuer.</em></p>
<p>Diese Woche schreibe ich meine Kolumne, nachdem wir gerade wieder in Hamburg angekommen sind. Es ist Sonntags abends, wir haben 27°C und die Sonne hat fast den ganzen Tag geschienen. Wir haben das Wochenende bei Freunden im Norden verbracht und mit <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-12/" rel="">Merle</a> in deren Garten gecampt. Zusammen mit unserer ersten Camping-Generalprobe auf einem Stellplatz an der Elbe haben wir nun insgesamt drei Nächte in unserem Bus geschlafen. Der Sommer-Urlaub in Portugal, unsere erste große Reise mit Merle, kann kommen.</p>
<p>Langsam hat alles seinen Platz gefunden und <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-17/" rel="">die Elektrik ist auch repariert</a>. Nach diesem Wochenende haben wir außerdem eine lange Liste von Dingen, mit denen wir Merle noch ausstatten müssen – wie Camping-Tisch, Klappstühle und LED-Beleuchtung. Viel davon werden wir in der kommenden Woche besorgen und ich werde die Tage noch einen Ölwechsel machen lassen, der dringend nötig ist. Dann können wir den Bus am nächsten Wochenende noch mal gründlich von innen putzen und für die erste große Reise beladen. Und ab dann kann es eigentlich jeden Tag kurzfristig losgehen.</p>
<p>Der Plan momentan ist, dass wir über Holland und die südfranzösische Küste nach Spanien fahren. Von dort geht&rsquo;s dann an der Küste entlang nach Portugal. Ob das in zwei Wochen zu schaffen ist, müssen wir mal gucken. Zur Not bleiben wir halt in Spanien. Hauptsache ist, dass wir bis dahin kommen, wo&rsquo;s schön warm ist. Der Sinn eines Camping-Busses ist ja, dass man schön spontan bleiben kann.</p>
<p>Wundert euch also nicht, wenn hier ab Mitte Juni erst mal eine Weile keine neuen Texte von mir auftauchen. Die Ausgefuchst-Kolumne werde ich für die Zeit unseres Urlaubs auch pausieren. Dafür gibt es dann danach hoffentlich einen ausführlichen Reisebericht. Ich plane nämlich, nach der ersten großen Merle-Tour detailliert niederzuschreiben, was bei diesem Urlaub so alles funktioniert hat und was nicht. Wenn ich es schaffe, werde ich während der Fahrt ein Reisetagebuch führen und in den Bericht einfließen lassen. Aber das hängt ein bisschen davon ab, wie viel Zeit ich auf der Reise für so was habe. Nach diesem Wochenende freuen wir uns auf jeden Fall schon wie irre auf den Sommer in Portugal!</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102203485509521172" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Vorhofflimmern und die Apple Watch</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ct-apple-watch/</link>
    <pubDate>Mon, 27 May 2019 15:29:36 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ct-apple-watch/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Vor einiger Zeit habe ich den Chef der kardiologischen Klinik am UKE zur Vorhofflimmern-Erkennung der Apple Watch interviewed.</em></p>
<p>An dieser Stelle möchte ich mal einen Lesetipp loswerden. Vor einiger Zeit habe ich <a href="https://twitter.com/C_Meyer_MD" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Christian Meyer</a> zur <a href="https://med.stanford.edu/appleheartstudy.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Apple Heart Study</a> befragt. Das Resultat wurde nun in der <em>c&rsquo;t</em> im Rahmen eines Artikels über die Funktionen der Apple Watch veröffentlicht, die Vorhofflimmern erkennen sollen. In dem Artikel erkläre ich kurz, was Vorhofflimmern (Atrial Fibrillation, AFib) ist, wie die Apple Watch es erkennt und was das mit der Apple Heart Study zu tun hat. Dann kommt Dr. Meyer zu Wort und liefert eine Einschätzung der Apple-Watch-Funktionen und der Studie. Als kommissarischer Leiter der Klinik für Kardiologie mit Schwerpunkt Elektrophysiologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) ist er Experte für die Behandlung von Vorhofflimmern und dessen Symptomen.</p>
<p>Nachlesen könnt ihr das Ganze in c&rsquo;t 12/19, die momentan am Kiosk ist – das ist das gelbe Heft mit der Desinfec&rsquo;t-CD (die übrigens auch ziemlich nützlich ist, wenn man mal einen Windows-Rechner von Viren befreien muss). Eine Online-Version des Artikels <a href="https://www.heise.de/select/ct/2019/12/1559657991447280" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gibt es hier zu kaufen</a>.</p>
<p>Glaubt mir, es lohnt sich. Ich habe da viel Arbeit rein gesteckt. Und viel gelernt habe ich auch. Vor allem natürlich durch meine Frau, die am UKE Grundlagenforschung zu Vorhofflimmern betreibt und <a href="https://www.the-scientist.com/news-opinion/a-common-atrial-fibrillation-procedure-is-aided-by-damaging-neurons-65932" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an aktuellen Behandlungsmethoden forscht</a>.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102168280222144430" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Lesetipp im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Warum ich eine Satire-Partei wähle</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-21/</link>
    <pubDate>Sun, 26 May 2019 20:16:41 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-21/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ja, ich habe bei der Europawahl Die Partei gewählt. Warum? Das ist eigentlich ganz einfach: alle Alternativen sind Kacke.</em></p>
<p>Nach der ersten Prognose hat Die Partei bei der Europawahl 2,6 % und drei Sitze geholt. Neben Häme über Verluste der SPD und der blanken Verachtung für AfD-Wähler schlägt in meiner Twitter-Filterblase dann auch gleich den Wählern der Partei die ersten Aggressionen entgegen. Wie kann man nur eine Satire-Partei wählen? Das kann ich euch sagen, Leute…</p>
<p>Ich habe Neuere Geschichte und Politik studiert und bin als solches ziemlich politisch interessiert. Das heißt vor allem, dass ich immer versuche, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen – das geht ja in meinem Beruf auch nicht anders. Und was ich da in den letzten paar Jahren so sehe, lässt mir eigentlich gar keine andere Wahl, als eine Satire-Partei zu wählen. Vor allem wenn deren einzelner Europa-Abgeordneter nicht nur lustig ist, sondern sich in seiner Amtszeit auch immer wieder lautstark für die richtigen Dinge stark gemacht und sehr oft ganz in meinem Sinne abgestimmt hat.</p>
<iframe width="650" height="366" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/I5EHpatjyAk" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Wir können uns ja mal anschauen, was sich die anderen Parteien so auf die Fahne geschrieben haben. Für mich ist das die viel größere Satire, als alles, was Die Partei macht.</p>
<ul>
<li><strong>CDU/CSU:</strong> OK, hier haben wir eine Partei, die von sich selbst sagt, christliche Werte zu vertreten. Ich bin aber kein Christ. Ich bin Atheist und als solcher kann ich ja wohl kaum eine politische Partei wählen, die ihre demokratischen Werte an Fabelwesen, magische Geburten und untote Götterkinder koppelt. Mal ganz abgesehen davon, dass diese Clowns offensichtlich das Internet hassen – Stichwort: Urheberrechtsreform.</li>
<li><strong>SPD:</strong> Ah ja, die Sozialdemokraten. Eigentlich wäre ich euch ja immer noch sehr verbunden, wenn ihr nicht ständig eure Prinzipien verraten würdet. Grundsätzlich habt ihr gute Ideen und viele von euch haben das Herz an der richtigen Stelle, aber dass ihr aus machiavellistischen Beweggründen an einer Koalition mit der CDU/CSU festhaltet, kann ich euch nicht verzeihen. Und eure Europaabgeordneten machen mir nicht den Eindruck, als ob sie im Gegensatz zur Bundes-SPD genug Mut hätten, für ihre Prinzipien auf mehr Macht zu verzichten. In der SPD muss sich einiges ändern, bevor ich diese Partei noch mal wähle. Gurken wie <a href="https://twitter.com/Schmidtlepp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den Lauer</a> rausschmeißen wäre ein Anfang, reicht aber alleine nicht.</li>
<li><strong>Die Linke:</strong> Echt jetzt? Ich soll eine Partei wählen, die am liebsten den Kapitalismus abschaffen will? Habt ihr im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst? Sozialismus war keine bessere Wirtschaftsform. Die haben eine Mauer um ihr Utopia gebaut und Leute erschossen, die da raus wollten. Wenn man den Kapitalismus abschaffen will, muss man erst mal bessere Alternativideen haben. Soziale Marktwirtschaft, zum Beispiel, scheint mir eine gute Alternative, aber da wähle ich dann doch lieber die SPD, die haben weniger radikale Spinner in ihren Reihen und könnten das besser umsetzen – falls sie irgendwann auf die Idee kommen, das wieder zu wollen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich mit unserem Wirtschaftssystem im Großen und Ganzen ziemlich zufrieden bin und bei meinen Reisen eigentlich nur schlechtere Alternativen gesehen habe. Und nur um ein Zeichen gegen Rechts zu setzen, wie mir deren Plakate vorschlagen, wähle ich die Linken ganz bestimmt nicht. Da kann ich auch jede andere Partei wählen, die offen gegen rechte Ideologien ist – Die Partei zum Beispiel.</li>
<li><strong>Die Grünen:</strong> Wo wir schon von Wahlplakaten reden, die Grünen hatten bei dieser Europawahl mit Abstand das dümmste. Europa – Die beste Idee, die Europa je hatte. Das ist auf so vielen Leveln dumm, da weiß man gar nicht wo man anfangen soll. Abgesehen davon halte ich die Grünen für ziemlich gefährlich. Das ist eine Partei, die offen wissenschaftsfeindlich agiert und dann wissenschaftliche Ergebnisse als Bestätigung ihrer Politik verwendet. Gentechnik und Atomkraft sind immer böse, egal was aktuelle Forschungsergebnisse zu einzelnen Fragestellungen sagen. Aber der Klimawandel ist definitiv menschengemacht und die Energiewende muss auf Biegen und Brechen her, auch wenn die Umsetzungsvorschläge keinen Sinn machen. Aber wer was anderes sagt, ist ein Lügner, weil &ldquo;die Wissenschaft sich einig ist&rdquo;. Ich kann mich noch sehr genau an die Prognosen dieser Partei am Anfang der &lsquo;90er erinnern. Damals haben sie uns wissenschaftliche Erkenntnisse zitiert, nach denen es 2015 kein Öl mehr zu fördern gibt und 2020 Holland wegen steigender Meeresspiegel komplett überflutet ist. Nur leider ist Wissenschaft komplizierter als &ldquo;alle sind sich einig&rdquo;. Der Klimawandel mag sehr wohl menschengemacht sein, aber trotzdem kann ich solche Fundamentalisten nicht wählen, die alle Fakten nach ihrem Glauben verbiegen und die Wahrheit immer für sich gepachtet haben.</li>
</ul>
<p>Alle anderen Parteien auf dem Wahlzettel sind ein noch größerer Witz. Bei so viel geballter Ignoranz und machiavellistischer Umtriebigkeit wähle ich eigentlich ganz gerne eine Partei, die offen Satire propagiert und dabei oft auch noch sehr scharfsinnig ist. Das ist für mich die einzige ehrliche Wahl.</p>
<blockquote class="twitter-tweet" data-lang="en"><p lang="de" dir="ltr">Gleich hassen mich wieder alle, aber 2,6% Prognose und möglicherweise DREI Sitze für eine Satirepartei, ihr seid schon alle ganz schön satt, zufrieden und zynisch Freunde.</p>&mdash; Eva Horn (@habichthorn) <a href="https://twitter.com/habichthorn/status/1132679067495534592?ref_src=twsrc%5Etfw">May 26, 2019</a></blockquote>
<script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
<p>Wie Eva Horn auf die Idee kommt, dass Menschen, die eine Satire-Partei wählen zufrieden sind, weiß ich nicht. Satt sind wir alle. Ich vermute, Frau Horn hat heute abend mindestens so gut gegessen wie ich; wenn nicht besser. Und klar bin ich zynisch. Nach dem oben zusammengetragenen, geballten Bullshit kann man als intelligenter Mensch auch eigentlich nur zynisch werden, wenn man sich nicht komplett von der Realität abwenden will. Und genau deswegen werden Gruppierungen wie Die Partei gewählt. Weil alle anderen Alternativen, auf Deutsch gesagt, so Scheiße sind, dass man entweder direkt aufgibt oder offen über das System lacht.</p>
<p>Sonneborn hat kurz vor der Wahl in einem Interview gesagt, dass seine Partei die Partei für intelligente Protestwähler ist und damit bringt er es auf den Punkt. Ich protestiere hiermit gegen technikfeindliche Spinner von der CDU, machtbesessene Wendehälse von der SPD, geschichtsvergessene Radikale von den Linken, weltfremde Mitläufer von den Grünen und die ganze versammelte europafeindliche, rechte Mischpoke. Und wenn ich dafür eine Frau Bombe nach Brüssel schicken muss, dann sei dem so.</p>
<hr>
<p>P.S.: Ihr könnt natürlich wählen, was ihr wollt. Ich will euch da nicht reinreden, das wäre undemokratisch. Die hier dargelegten Gründe sind ganz allein meine. Sie müssen euch auch nicht gefallen. Ich rede aber trotzdem gerne mit euch drüber, wenn ihr wollt:</p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102163784629286898" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>
<p>P.S.S.: Weil mich einige Leute gefragt haben, warum ich die Piraten nicht gewählt habe, hier noch mal die Erklärung:</p>
<iframe width="650" height="366" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/q2qS56P-7kA" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ein gutes Musikjahr</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-20/</link>
    <pubDate>Sun, 19 May 2019 13:41:03 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-20/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Sabaton und Bruce Springsteen haben Alben angekündigt; Kiefer Sutherland, Nils Lofgren und Dave Hause haben exzellente Platten vorgelegt. Und J.S. Ondara ist meine Neuentdeckung des Jahres.</em></p>
<p>Als jemand, der schreibt, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ist gute Musik sehr wichtig für mich. Ich habe vor Jahren festgestellt, dass Musik ein exzellentes Mittel ist, um mich in the zone zu begeben, wenn meine Umgebung mich vom Schreiben abhält. Vor Kurzem habe ich entdeckt, dass das im Home Office genauso wichtig ist, wie in einem Büro, in dem man mit Kollegen zusammen arbeitet. Aus diesem Grund bin ich eigentlich immer auf der Suche nach neuer Musik, zu der ich schreiben kann. Glücklicherweise scheint 2019 ein grandioses Jahr für Musik zu werden.</p>
<p>Bruce Springsteen, der seit meiner frühesten Jugend den Soundtrack meines Lebens schreibt, hat für nächsten Monat sein erstes Studio-Album seit fünf Jahren angekündigt. <em>Western Stars</em> ist ein Solo-Album vom Boss, der selber sagt, dass er nun zum ersten Mal seit Jahren wieder in der Stimmung ist, neue Musik zu schreiben (ein E-Street-Album ist ebenfalls bereits in der Planung). Die erste Single-Auskopplung aus dem neuen Album ist absolut genial. Ich höre den Song <em>Hello Sunshine</em> jetzt seit Wochen und er wird bei jedem Höhren besser.</p>
<iframe width="650" height="366" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/icJjlg5e6l8" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Wer so lange nicht auf ein ganzes Album warten will, für den hat E-Street-Band-Gitarrist Nils Lofrgren vor Kurzem eine sehr schöne, bluesige Platte namens <a href="https://open.spotify.com/album/36bV5d0xqEkKL0fgkIVmUi" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Blue with Lou</em></a> herausgebracht. Außerdem sehr hörbar: Das neue Album <a href="https://open.spotify.com/album/25LD4GA8soGAp7ZXzyFHjW" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Kick</em></a> von Dave Hause. Und <a href="https://open.spotify.com/album/0wgn6wQE67DUtforJS6DAf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Reckless &amp; Me</em></a> von Kiefer Sutherland ist, <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-14/" rel="">wie ich bereits erwartet hatte</a>, auch sehr geil. Bei der Auswahl kommt eigentlich jeder, der Gitarrenmusik mag auf seine Kosten.</p>
<p>Eine ganz neue Entdeckung von mir ist J.S. Ondara – so etwas wie der junge, kenianische Bob Dylan. Und ich beschwöre His Bobness hier nicht leichtfertig. Der Junge ist der absolute Hammer. Und er hat Anfang des Jahres gerade sein Debütalbum <a href="https://open.spotify.com/album/22R1HI790HTi7EypEQcTZB" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Tales of America</em></a> herausgebracht. Wunderschöne Folk-Balladen eines Einwanderers in die USA, der einen wirklich außergwöhnlichen Blickwinkel auf dieses Land hat. Ondara hat sich erst vor ein paar Jahren das Gitarrenspielen beigebracht, aber er schreibt und spielt Songs wie ein junger Gott.</p>
<p>Und zu guter Letzt darf natürlich Sabaton nicht fehlen, meiner musikalischen Offenbarung der letzten paar Jahre. Am 19. Juli kommt das neue Album <em>The Great War</em>, das thematisch ganz vom Ersten Weltkrieg handelt. Angesichts der Tatsache, dass Sabatons erstes Themen-Album <em>Carolus Rex</em> nach wie vor mein absolutes Lieblingsalbum der Schweden ist, kann das ja eigentlich nur Großartiges verheißen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es schon mal mit der Single <a href="https://open.spotify.com/album/65xiXfFPl8hYdJrYROBOdB" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Fields of Verdun</em></a>.</p>
<p>Aber das ist noch nicht alles von Sabaton. Neben den Vorbereitungen zu diesem neuen Album hat die Band nämlich auch einen einzelnen Überraschungs-Song herausgebracht.</p>
<iframe width="650" height="366" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/oVWEb-At8yc" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p><em>Bismarck</em> handelt vom legendären Schlachtschiff der Kriegsmarine und liegt mir gleich aus mehreren Gründen am Herzen. Nicht nur weil ich mein halbes Studium mit Forschung zum namensgebenden Staatsmann und Reichskanzler verbracht habe, sondern auch weil ich mit dem Film <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Die_letzte_Fahrt_der_Bismarck" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Die letzte Fahrt der Bismarck</em></a> eine der wenigen Erinnerungen an meinen Opa verbinde. Als Kind habe ich mit ihm diesen Film bestimmt ein halbes Dutzend Mal gesehen. Der Song macht dem Koloss der Meere auf jedenfall alle Ehre. Glorreich!</p>
<p>Auch wenn das Jahr noch nicht einmal halb vorbei ist, kann ich eindeutig sagen, dass 2019 ist ein musikalisch großartiges Jahr für mich ist. Und dann hab ich auch noch ein Ticket für Wacken, wo Sabaton dieses Jahr mal wieder Headliner ist. Wenn jetzt auch noch Bruce eine neue Tour ankündigt, bin ich im Musik-Himmel.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://brucespringsteen.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruce Springsteen</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102122550677349925" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Widerstand ist zwecklos: Hamburg kapituliert vor Upload-Filtern</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/uploadfilter-demo/</link>
    <pubDate>Sat, 18 May 2019 16:29:36 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/uploadfilter-demo/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Eigentlich wollten die Hamburger gestern noch einmal gegen Artikel 13/17 und die umstrittenen Upload-Filter demonstrieren. Nun scheint es allerdings so, als hätten sie den Kampf im Angesicht des Unvermeidlichen aufgegeben.</em></p>
<p>Ein paar Tauben und eisessende Passanten – mehr tut sich am gestrigen Freitag nicht rund um das Lessing-Denkmal auf dem Hamburger Gänsemarkt. Eigentlich war für 16:00 Uhr eine lautstarke Demonstration gegen <del>Artikel 13</del> Artikel 17 und die <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-9/" rel="">damit verbundenen Upload-Filter</a> geplant gewesen. Dieses Vorhaben wurde von den Veranstaltern nun allerdings abgesagt, <a href="https://twitter.com/HamburgSave/status/1126922796821635072" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Tweet</a> lässt vermuten, dass es zu wenig Resonanz auf das Anmelden der Demo gab. Die Kosten der Demonstration hätten sich unter diesen Umständen nicht gelohnt, heißt es demnach von den Veranstaltern. Jetzt seien &ldquo;mehrere Kunstaktionen&rdquo; geplant.</p>
<p>Es scheint, als hätten die Hamburger vor den Upload-Filtern kapituliert. <a href="http://sixgun.org/rp/1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachdem die EU-Urheberrechtsreform nun beschlossene Sache ist</a>, scheint es niemanden mehr zu geben, der gegen diese Pläne auf die Straßen gehen will. Angesichts der Tatsache, dass es noch bis zu zwei Jahre dauern wird, bis entsprechende Vorgaben in deutsches Recht umgesetzt sind, wäre immerhin noch Zeit, auf diese Umsetzung Einfluss zu nehmen. Oder Druck auf die EU auszuüben, ihr &ldquo;Lex YouTube&rdquo; doch noch mal zu überdenken. Aber dafür scheinen sich, jedenfalls in Hamburg, nicht genug Leute finden zu lassen, die an einem – immerhin trockenen – Frühlings-Freitag auf die Straße gehen.</p>
<p>In Zeiten, in denen die Klimaproteste der Fridays-for-Future-Bewegung, auch in Hamburg, <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Schueler-demonstrieren-auch-am-Karfreitag,fridaysforfuture320.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach wie vor hunderte junge Menschen</a> auf die Straße ziehen, scheint die EU-Entscheidung dem Kampf für Meinungs- und Kunst-Freiheit im Internet den Todesstoß versetzt zu haben. Den nächsten Aufschrei wird es wohl erst geben, wenn die ersten Web-Dienste ihr Angebot in Erwartung der neuen EU-Regelungen drastisch beschneiden. In naher Zukunft wird sich nun aber erst mal zeigen, ob immerhin <a href="https://twitter.com/Piratenpartei/status/1110543387327979521" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die beim Upload-Filter-Gesetz federführende Partei CDU/CSU</a> bei der kommenden Europawahl dafür abgestraft wird.</p>
<hr>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102117555454819954" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Artikel im Fediverse</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Angriffstechnik ZombieLoad: Intel-Prozessoren verraten selbst geheimste Daten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/zombieload/</link>
    <pubDate>Tue, 14 May 2019 19:00:00 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/zombieload/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In Prozessoren von Intel wurde eine neue Sicherheitslücke aufgedeckt, die es Angreifern ermöglicht, fast beliebige Informationen aus Computersystemen auszulesen. Ähnlich wie bei Meltdown uns Spectre geht das allerdings nur ziemlich langsam.</em></p>
<p>Die Entdecker der Prozessor-Sicherheitslücken Meltdown, Spectre und Foreshadow haben eine neue Angriffstechnik präsentiert, mit der weitere Hardware-Schwachstellen in Intel-Prozessoren ausgenutzt werden können. Mit <a href="https://zombieloadattack.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dem auf den Namen ZombieLoad getauften Angriff</a> schaffen sie es, dem Prozessor selbst geheimste Informationen wie Passwörter und Krypto-Schlüssel zu entlocken.</p>
<p>Die Angriffstechnik ist langsam und kann nur ungezielt solche Daten auslesen, die in dem Moment gerade vom betroffenen Prozessor verarbeitet werden. Sie zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass der Angreifer ohne Rücksicht auf Nutzer-Rechte Zugriff auf alle möglichen Daten hat – auch die des Betriebssystem-Kernels und von Intels Hochsicherheits-Datenenklave SGX. Auf virtualisierten Systemen, etwa in einem Cloud-Rechenzentrum, hat der Angreifer Zugang zu sensiblen Informationen anderer virtueller Maschinen und somit zu Daten anderer Kunden des Cloud-Anbieters. Darüber hinaus kann er den unterliegenden Hypervisor, und damit Systeme des Cloud-Dienstleister selbst, angreifen.</p>
<h3 id="der-spion-im-prozessor" class="headerLink">
    <a href="#der-spion-im-prozessor" class="header-mark"></a>Der Spion im Prozessor</h3><p>ZombieLoad eignet sich vor allem dazu, sich auf einem Zielsystem auf die Lauer zu legen und im richtigen Moment wertvolle Geheimnisse wie Passwörter oder Krypto-Schlüssel mitzuhören. Um eine ZombieLoad-Angriff auszuführen, muss der Angreifer seinen Code auf einem System ausführen lassen – etwa indem er diesen dem Anwender unbemerkt als Teil eines harmlos aussehenden Programms unterschiebt. Dann wartet er darauf, dass geheime Daten vom Betriebssystem verarbeitet werden. Öffnet ein Anwender zum Beispiel einen Passwort-Manager, kann der Schadcode des Angreifers in dem Moment auf die dort gespeicherten Daten zugreifen, in dem sie vom Prozessor verarbeitet werden. Nicht nur Passwörter lassen sich so auslesen, sondern auch kryptografische Schlüssel, wie sie etwa bei verschlüsselten Verbindungen im Internet verwendet werden. Für diese ZombieLoad-Angriffe werden keine Administratorrechte benötigt, was es vereinfacht, diese durchzuführen.</p>
<p>Grundlage der Angriffe ist, ähnlich wie bei Spectre und Meltdown, dass die meisten modernen Prozessoren Rechenanweisungen von Programmen nicht der Reihe nach ausführen, in der diese im Programmcode vorkommen. Stattdessen greift der Prozessor den Ergebnissen früher Rechenanweisungen voraus und versucht zu erraten,  wohin die Reise geht. Dann rechnet er parallel zu den gerade abzuarbeitenden Rechenoperationen auch schon mal solche aus, die erst später an der Reihe sind. Oft müssen dabei Daten, die für diese Rechnungen aus dem Speicher geladen wurden, wieder verworfen werden. Unter bestimmten Umständen kann ein Prozess dabei auf Daten zugreifen, die aus einem ganz anderen Programm stammen und die eigentlich nicht einsehbar sein sollten. Diese Schwachstelle der Prozessor-Bauweise bei Intel macht sich ZombieLoad zu nutze.</p>
<h3 id="sicherheitsupdates-für-betriebssysteme-und-prozessoren" class="headerLink">
    <a href="#sicherheitsupdates-f%c3%bcr-betriebssysteme-und-prozessoren" class="header-mark"></a>Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Prozessoren</h3><p>Entdeckt wurden die Schwachstellen von einem Forscherteam der Universitäten Graz und Leuven, des Worcester Polytechnic Institute in den USA und der deutschen Sicherheitsfirma Cyberus Technology. Zu dem Team gehören auch die Spectre-und-Meltdown-Entdecker Daniel Gruss, Moritz Lipp und Michael Schwarz. Ähnlich wie Meltdown handelt es sich bei ZombieLoad nach Einschätzung der Forscher um ein Baufehler bei Intel-Prozessoren und nicht, wie bei Spectre, um einen grundsätzlichen Denkfehler beim Design von CPUs. Demnach scheinen auch nur Intel-Produkte betroffen. Warum genau der Fehler auftritt, konnten selbst die Forscher, die ihn entdeckten, nicht genau feststellen. Dazu sind die Prozessor-Funktionen, in denen die Schwachstelle auftritt, von Intel zu schlecht dokumentiert. Die Firma lässt sich traditionell bei den Details ihrer Prozessor-Hardware ungerne in die Karte gucken.</p>
<p>Die Forscher haben Intel nach eigenen Angaben die Lücken am 12. April gemeldet und  die Firma hat ihre Erkenntnisse daraufhin bestätigt. Es gibt bereits Sicherheitsupdates für Windows, Linux und Apples macOS. Außerdem stellt Intel ein Microcode-Update für die Software der betroffenen Prozessoren bereit. Die Sicherheitsforscher sagen, dass das Ausschalten der Hyperthreading-Funktion der Intel-Prozessoren Systeme vor den ZombieLoad-Angriffen schützt. Die internen Speicherpuffer des Prozessors, welche den Kontext-Wechsel beim Hyperthreading verschiedener Prozesse auf einem Prozessorkern ermöglichen, sind integraler Teil des von den Forschern beschriebenen Angriffsszenarios.</p>
<h3 id="intels-hochsicherheits-datenenklave-geknackt" class="headerLink">
    <a href="#intels-hochsicherheits-datenenklave-geknackt" class="header-mark"></a>Intels Hochsicherheits-Datenenklave geknackt</h3><p>Über ZombieLoad ist auch Intels Software-Enklave SGX (Software Guard Extensions) angreifbar. SGX steckt in einer Reihe von Intel-Prozessoren seit der Skylake-Architektur. Es wird wird vor allem in Cloud-Rechenzentren verwendet, um Verschlüsselungs-Operationen zu schützen. Seltener wird es auch auf Desktop-Rechnern eingesetzt, um kopiergeschützte Videos anzuzeigen. Mit SGX können Programme ihren Code in einen geschützten Speicherbereich des Systems laden, der vom Intel-Prozessor selbst verwaltet wird. Weder Anwender des Systems, noch Administratoren oder das Betriebssystem selbst haben Zugriff auf die SGX-Enklave. Mit dem ZombieLoad-Angriff zeigen die Forscher einen weiteren Weg auf, wie ein Angreifer Geheimnisse aus dieser besonders geschützten Hochsicherheitszone auslesen können.</p>
<p>Dass Anti-Virus-Programme den Angriff an sich verhindern können, ist unwahrscheinlich, da die Gründe für die Schwachstelle sehr tief in der Prozessor-Infrastruktur selbst liegen. Falls allerdings tatsächlich Malware in Umlauf gerät, der versucht, die ZombieLoad-Lücke auszunutzen, könnten derartige Programme den Schadcode abfangen, bevor er vom Nutzer ausgeführt wird. Die Gefahr für massenhafte Angriffe auf die Sicherheitslücke ist zudem eher gering. Der mit einem Angriff auf diese Schwachstelle verbundene Aufwand ist dafür zu hoch und die Geschwindigkeit, mit der sich die Daten auslesen lassen, ist zu langsam. ZombieLoad eignet sich wohl eher für sehr gezielte Angriffe auf Systeme mit besonders wertvollen Daten.</p>
<hr>
<h2 id="update-vom-15-mai-2019-1304-cest" class="headerLink">
    <a href="#update-vom-15-mai-2019-1304-cest" class="header-mark"></a>Update vom 15. Mai 2019, 13:04 CEST</h2><p>Neben ZombieLoad haben die Forscher eine Reihe weiterer CPU-Lücken entdeckt und <a href="https://cpu.fail/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf einer eigens dafür eingerichteten Webseite</a> zusammengefasst.</p>
<p>Intel schätzt die von den Sicherheitslücken ausgehende Gefahr <a href="https://www.intel.com/content/www/us/en/security-center/advisory/intel-sa-00233.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als &ldquo;gering&rdquo; bis &ldquo;mittel hoch&rdquo;</a> ein. Der Chip-Hersteller gab zu Protokoll, die Lücken parallel zu den Forschern bei eigenen Untersuchungen entdeckt zu haben und hat <a href="https://software.intel.com/security-software-guidance/insights/deep-dive-intel-analysis-microarchitectural-data-sampling" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine entsprechende Analyse veröffentlicht</a>. Neuere Prozessoren der Generationen Whiskey Lake and Coffee Lake werden demnach bereits mit einem Schutz vor den Angriffen ausgeliefert, für ältere Intel-Prozessoren gibt es Microcode-Firmware-Updates. Diese funktionieren allerdings nur, wenn für das vorhandene Betriebssystem und etwaige Virtualisierungs-Hypervisor ebenfalls Sicherheitsupdates eingespielt wurden.</p>
<p>Sicherheits-Experten gehen allerdings davon aus, dass vollständiger Schutz vor den Angriffen – die kollektiv unter dem neu eingeführten Begriff Microarchitecture Data Sampling (MDS) zusammengefasst werden – nur dann gegeben ist, wenn auf einem System neben dem Einspielen aller nötigen Software-Updates auch die Hyperthreading-Funktionen deaktiviert wurden. Presseberichten zufolge hat Google <a href="https://www.theregister.co.uk/2019/05/14/intel_hyper_threading_mitigations/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entsprechende Funktionen in ChromeOS bereits abgestellt</a>. Microsoft, Apple, Red Hat, Xen und QubesOS empfehlen ihren Kunden ebenfalls, über entsprechende Schritte zum Schutz ihrer Systeme nachzudenken. Das Deaktivieren von Hyperthreading bringt in den meisten Fällen Geschwindigkeitsverluste auf den betroffenen Systemen mit sich – wie groß der Performance-Verlust genau ist, lässt sich bisher schwer abschätzen und kommt wahrscheinlich stark auf den Einzelfall an.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/CKpBhTXvLis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Wiediger</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102095490276727328" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu diesem Artikel im Fediverse</a></p>
<p><em>Ich schreibe zeitnahe aber trotzdem fundiert recherchierte News-Meldungen wie diese als Auftragsarbeit für Publikationen aller Art. Bei Interesse <a href="http://fab.industries/de/anheuern/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">findet ihr hier Kontaktdaten und weitere Arbeitsproben</a>.</em></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Moia, Shmoia</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-19/</link>
    <pubDate>Sun, 12 May 2019 22:26:10 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-19/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Angeblich ist das E-Bus-Ride-Sharing von Moia in Hamburg ein voller Erfolg. Komisch nur, dass hier immer alle Busse leer rumfahren.</em></p>
<p>Seit knapp einem Monat fahren die umgebauten E-Crafter der VW-Tochter Moia durch Hamburg. Die Firma ist extrem ambitioniert mit 100 Fahrzeugen gestartet und hat die Erlaubnis, insgesamt 200 Autos zu betreiben. Noch fehlen dafür wohl die Fahrer, aber schon jetzt will man mehr Fahrzeuge, und zwar <a href="https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Fahrdienst-Moia-zaehlt-mehr-als-60000-Buchungen,moia148.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weil Moia angeblich schon jetzt die Nachfrage nicht erfüllen kann</a> sagt der NDR. Ich halte das für PR-Bullshit.</p>
<p>Ich sehe seit Wochen die Moia-Busse hier bei uns im Hamburger Norden Schleife fahren. Von Hunderten von Fahrten habe ich erst ein einziges Mal einen Bus gesehen, in dem mehr als eine Person saß. Und ich gucke jedes mal ganz genau hin. Meiner Einschätzung nach sind tagsüber hier im Norden mindestens 90% der Moia-Busse leer unterwegs. Das wird Freitag und Samstags abends in der Innenstadt ganz anders aussehen. Ich glaube Moia gerne, dass man dort dann den Bedarf nicht decken kann. Gemittelt auf den ganzen Betriebstag von 5 Uhr morgens bis 1 Uhr nachts trifft das aber auf keinen Fall zu. Nie im Leben.</p>
<p>Laut der NDR-Geschichte, der offensichtlich keine eigene Recherche zugrunde liegt und die wohl nur eine Pressemitteilung wiederkäut, hat Moia in den ersten dreieinhalb Wochen gut 60.000 Buchungen gehabt. Bei einer Flotte von 100 Autos sind das 600 Buchungen pro Bus. Gehen wir bei den von Moia angegebenen &ldquo;dreieinhalb Wochen&rdquo; von 25 Tagen aus, dann sind das 24 Buchungen pro Bus pro Tag. Wenn wir vereinfacht annehmen, dass eine ganze 20-Stunden-Tagesschicht von einem E-Crafter abgedeckt wird – was auf Grund der begrenzten Reichweite der Dinger unrealistisch ist – dann müsste jede Fahrt im Schnitt 50 Minuten dauern, um volle Auslastung zu garantieren.</p>
<p>Diese vereinfachte Rechnung krankt allerdings arg an mangelnden Informationen. Offen ist etwa, ob Moia bei der Auslastung die Zeit mit einrechnet, in der ein Bus an der Ladestation hängt und somit ausfällt. Oder ob die Firma in Wirklichkeit mit mehr als 100 Bussen unterwegs ist, um diese Lade-Ausfälle auszugleichen. Ebenso ist nicht klar, ob mit den 60.000 Buchungen einzelne Passagiere gemeint sind, oder ob zum Beispiel eine Fahrt mit drei Fahrgästen als drei Buchungen gezählt wird. All das sind Fragen, die meine öffentlich-rechtlichen Kollegen eigentlich hätten klären müssen, bevor sie ihre Meldung veröffentlichten. Auch die angebliche Quote von 60% für Fahrten, bei denen mehr als ein Passagier befördert wird, halte ich für geschönt. Da hätte ich auch noch mal genauer nachgefragt, wie Moia auf dieses Ergebnis kommt.</p>
<p>Das alles deckt sich ganz und gar nicht mit  meinen, zugegeben stichprobenhaften, Beobachtungen. Womit es sich allerdings deckt, sind meine Erfahrungen in Hannover, wo Moia im letzten Jahr – noch mit Bullis mit Verbrennungsmotoren – ein erstes Pilotprojekt gestartet hatte. Selbst bei meinen damaligen extrem-E-Auto-affinen Kollegen war Moia nur so lange ein Thema, als noch die verbilligten Einführungstarife galten, bei denen die Firma unter Garantie jede einzelne Fahrt bezuschusste. Sobald der Preis angehoben wurde und einzelne Fahrten nicht mehr billiger waren als die öffentlichen Verkehrsmittel des GVH, war Moia kein Thema mehr. Und selbst damals habe ich die Busse immer nur leer oder mit maximal einem Fahrgast gesehen.</p>
<p>Die kostenlose NDR-Publicity hat Moia garantiert ein paar neue App-Installationen verschafft. Aber ich bin wirklich mal gespannt, wie lange die Firma noch so optimistische Töne von sich gibt. Falls das &ldquo;Ride Sharing&rdquo; auch dauerhaft auf Einzelfahrten herausläuft, dürfte es hart für die VW-Tochter werden. Irgendwann werden sie nämlich die Investitionen rechtfertigen müssen, die bei so einem Start ziemlich enorm gewesen sein dürften.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://www.moia.io" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Moia</a></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102085036955081364" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ich liebe Linux!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-18/</link>
    <pubDate>Sun, 05 May 2019 21:20:04 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-18/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich weiß ja nicht, wann ihr am liebsten eure Server administriert, aber ich mache das bevorzugt Sonntag morgens, kurz nach dem Aufstehen.</em></p>
<p>Sonntag morgens, beim ersten Kaffee: Ich will ein paar Magic-Karten in meine Magic-Karten-Bibliothek eintragen. Da ich die Entwicklungs-Version <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-7" rel="">dieser Software</a> von meinem Laptop auf meinen Heimserver verlegt habe, muss ich dazu meinen ProLiant MicroServer starten. Aber der Server bootet anscheinend nicht. Also, er geht an, aber ich kriege keine SSH-Verbindung zustande. Also muss ich in den Keller, ein VGA-Kabel und einen Monitor holen. Außerdem krame ich ein zweites Keyboard heraus und schließe es an. Ah, ja, wie vermutet bricht das Booten ab. Und zwar mit einer Meldung, die ich bisher noch nie gesehen habe:</p>
<div class="highlight"><div class="chroma">
<table class="lntable"><tr><td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code><span class="lnt">1
</span><span class="lnt">2
</span></code></pre></td>
<td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="cl">incompatible license
</span></span><span class="line"><span class="cl">Aborted. Press any key to exit.
</span></span></code></pre></td></tr></table>
</div>
</div><p>Natürlich passiert nichts, egal welche Taste man drückt. Nach einer kurzen Google-Suche stellt sich heraus, dass dies wohl eine GRUB-Meldung ist, die so ziemlich alles heißen könnte. Irgendein Kernel-Modul kann nicht geladen werden, wahrscheinlich ist das Boot-Image irgendwie kompromittiert.</p>
<p>Ich baue also meinen Heim-Server auseinander und stecke das Boot Device, einen intern montierten USB-Stick, in meinen Laptop. Sieht nach einer intakten Debian-Boot-Partition aus. Weiß der Teufel… Ich google noch ein bisschen herum und entscheide mich, erst mal ein aktuelles Debian auf einen anderen Stick zu kopieren und boot-fähig zu machen. Ich stecke den eigentlichen Boot-Stick wieder in den USB-Slot auf dem Motherboard und boote den ProLiant-Server von meinem brandneuen Debian-Stick im Rescue-Modus. Dann chroote ich auf das Boot Device (welches war das noch mal?) und gucke erst mal nach, was ich da überhaupt booten will. Und wie das gehen soll. Dieser Server lief so lange ohne Probleme, dass ich keine Ahnung mehr habe, wie das alles funktioniert.</p>
<p>OK, wir haben einen MBR und wir haben GRUB2. Natürlich im Legacy-Boot-Modus. Dieses Ding ist viel zu alt für so einen neumodischen UEFI-Quatsch. Also versuche ich erst mal mit <code>grub-install</code> den Boot Loader neu zu installieren, habe aber kein Glück.</p>
<div class="highlight"><div class="chroma">
<table class="lntable"><tr><td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code><span class="lnt">1
</span><span class="lnt">2
</span><span class="lnt">3
</span><span class="lnt">4
</span></code></pre></td>
<td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-fallback" data-lang="fallback"><span class="line"><span class="cl">Attempting to install GRUB to a partition disk or to a partition.
</span></span><span class="line"><span class="cl">This is a BAD idea. Embedding is not possible.
</span></span><span class="line"><span class="cl">GRUB can only be installed in this setup by using blocklists.
</span></span><span class="line"><span class="cl">However, blocklists are UNRELIABLE and their use is discouraged.
</span></span></code></pre></td></tr></table>
</div>
</div><p>Uhh… OK… Auf der Disk ist nur eine Partition vorhanden. Hab ich ja eben gecheckt. Mehr Google… Könnte wohl auch, genau wie der andere Fehler, alles Mögliche sein. <a href="https://askubuntu.com/questions/666527/install-grub-claims-that-i-have-multiple-partiton-labels-and-that-embedding-is" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf StackExchange sagt einer</a> es geht vielleicht mit <code>--force</code>. Mittlerweile bin ich bei der vierten Tasse Kaffee. <em>What could possibly go wrong?</em></p>
<p>Ich probier&rsquo;s mit <code>grub-install /dev/sdf --force</code>, verlasse das chroot und starte den Server neu. Und siehe da: Es geht! Das Ding bootet und ich kriege eine SSH-Shell. Mittlerweile ist es drei Uhr nachmittags. Was wollte ich eigentlich noch mal tun?</p>
<p>Was zur Hölle war jetzt das Problem? Hat mir das Postgres-Update mit <code>apt-get update</code> und <code>apt-get upgrade</code> letzte Woche den GRUB zerhauen? Und warum habe ich das nicht direkt danach bei Test-Neustart gemerkt? Warum geht der Boot Loader bei meinem Debian-Server eigentlich immer Sonntags kaputt?</p>
<a class="lightgallery" href="/img/2019/abgang.gif" title="/img/2019/abgang.gif" data-thumbnail="/img/2019/abgang.gif">
        
    </a>
<p><br /><br /></p>
<p>→ <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102045081308401230" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Aus sich herauswachsen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-17/</link>
    <pubDate>Sun, 28 Apr 2019 22:00:22 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-17/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Seit ich selbstständig bin, traue ich mir auch in der Freizeit mehr zu. Wer hätte gedacht, dass ich noch mal zum Bäcker oder zum Elektriker mutiere?</em></p>
<p>Irgendwie hat das Freelancertum in mir etwas ausgelöst. Seit <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">meinem Jobwechsel Anfang des Jahres</a> traue ich mich auch privat auf einmal an Dinge ran, vor denen ich früher immer unheimlich Respekt hatte. Ich glaube, das Ausbrechen aus dem Arbeitsalltag und die Tatsache, dass ich jetzt machen kann, was ich will, hat mir allgemein das Bewusstsein für neue Ideen geöffnet.</p>
<p>Angefangen hat das mit dem Brotbacken. Ich koche eigentlich schon immer sehr gerne, aber vor dem Backen hatte ich bis vor kurzem immer eine sehr große Scheu. Irgendwie habe ich mich da nie richtig dran getraut. Dann unterhielten sich Mitglieder der <a href="http://discord.sixgun.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sixgun-Discord-Gemeinde</a> vor zwei oder drei Monaten zufällig über&rsquo;s Brotbacken und ich dachte mir so …<em>warum eigentlich nicht? Ich probier&rsquo; das mal.</em> Auf dem Weg bin ich dann zum wunderbaren <a href="https://www.ploetzblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plötzblog</a> gekommen und seitdem habe ich fast ein Dutzend Brote gebacken. Das macht wirklich unheimlich viel Spaß und ist ungemein entspannend. Und lecker!</p>
<p>Das Backen von Broten ist jetzt schon ein richtiges Hobby von mir geworden. Früher wäre ich gar nicht erst auf die Idee gekommen, das überhaupt mal auszuprobieren. Und das Backen war kein Einzelfall.</p>
<p>Als wir uns <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-12/" rel="">unseren Camping-Bus</a> gekauft haben, wussten wir, dass der T4 einige Baustellen hat. Eine davon ist die Elektrik. Das Ding hat eine zweite Batterie, einen Landstromanschluss, einen Kühlschrank und dazwischen ganz viel wilde Bastler-Verkabelung. Dass ich das irgendwann mal selbst troubleshooten würde, hätte ich mir allerdings nicht träumen lassen. Der Plan war eigentlich immer, dass wir das Freunde oder Bekannte machen lassen, die sich mit so was auskennen. Oder halt einen Elektriker kommen lassen…</p>
<p>Im Endeffekt habe ich mir dann allerdings selbst ein Multimeter gekauft und ganz alleine den halben Fahrersitz demontiert. Ich habe die tote Batterie gewechselt, die Verkabelung unter dem Sitz mit ihren mysteriösen Relais ausgepuzzelt und das Netzteil ausgebaut, das eigentlich die Sekundärbatterie laden soll. Dann habe ich auch das auseinander gebaut und darin die kaputte Sicherung gefunden, die dafür sorgt, dass zwar 230 V in das Netzteil reingehen, aber keine 12 V am anderen Ende rauskommen.</p>
<p>Das alles hätte ich ohne die tatkräftige Mithilfe meines Schwiegervaters, er ist leidenschaftlicher Handwerker, natürlich nie bewältigt. Aber bis vor zwei Wochen hatte ich noch keinen blassen Schimmer, wie zur Hölle ein Multimeter funktioniert. Und vor Januar wäre ich wahrscheinlich nie auf die Idee gekommen, mir diese Wissen anzueignen. Ich wäre mit dem Bus einfach zu einem Elektriker gefahren.</p>
<p>Ich finde es schön, dass die Freiheit, Kreativität und Eigenverantwortung der Selbstständigkeit diese Veränderung in meinem Leben ausgelöst hat. So sitze ich hier heute abend mit frisch gebackenem Brot und einem reparierten Bulli und außerdem weiß ich jetzt, wie ein Multimeter funktioniert. Und alles nur, weil ich ab und zu ein bisschen über meinen eigenen Schatten gesprungen bin.</p>
<hr>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/102005895164834662" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Th. König</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-16/</link>
    <pubDate>Sun, 21 Apr 2019 16:40:14 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-16/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Meine heutige Sonntags-Kolumne ist ein offener Brief an die König Brauerei in meiner Heimat Duisburg.</em></p>
<p>Liebe König-Brauerei,</p>
<p>obwohl ich seit nunmehr 15 Jahren nicht mehr in meiner Geburtsstadt wohne, werde ich tief im Herzen natürlich immer Duisburger bleiben. Egal wo es mich bisher in meinem Leben hingezogen hat – Australien, England, Norddeutschland – drei Dinge haben mir immer geholfen zu überleben, wenn ich Heimweh bekam: meine Schimanski-DVDs, Übertragungen von MSV-Spielen und ein Kasten KöPi. Letzteres war zwar in Australien schwer, in London aber durchaus im Bereich des Möglichen.</p>
<p>Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen sind die Ausflüge als Stöppken mit meinem Oppa in der 901 von Marxloh an der Brauerei vorbei, durch den Hafen in die Innenstadt. Oppa war im Krieg verwundet worden, hatte einen Schwerbehindertenausweis und ist mit mir immer aus Spaß an der Freude immer Bahn gefahren. Jedes Mal, wenn wir in Beeck an der Brauerei vorbei kamen, hat er drauf gezeigt und sagte: &ldquo;Und hier machen se dat Bier. Dat ist weltberühmt. Und lecker.&rdquo; Klar, dass KöPi das erste Bier war, das ich je getrunken habe. Na ja, genaugenommen war das natürlich KöPi Alkoholfrei (damals hieß es noch Kelts). Später dann KöPi, als ich was älter war.</p>
<p>Wenn ich in die Heimat zurückkehre, um meine Eltern in Walsum zu besuchen, steht natürlich immer KöPi im Kühlschrank …is ja klar. Bei meinen letzten paar Besuchen habe ich so das wunderbare <a href="https://www.theodor-koenig.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Th. König Kellerbier</a> zu schätzen gelernt. Leider wird das Th. König hier im Hamburger Norden, den ich seit ein paar Jahren mein Zuhause nenne, zwar aktiv beworben, ich habe bisher allerdings noch keinen Supermarkt oder Getränkeladen (Trinkhallen gibt&rsquo;s hier oben ja nicht) gefunden, wo ich es auch wirklich kaufen kann.</p>
<p>Deswegen jetzt hier auf diesem Wege eine Bitte von einem Duisburger im Exil: Sorgt doch mal dafür, dass man das Th. König überall im Land kaufen kann, damit wir unsere Freunde hier oben auch mit guter Braukunst bekehren können. Mittlerweile ist mir sogar schon <a href="https://bbqpit.de/bierbrot/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein Brot-Rezept mit Th. König</a> untergekommen, das ich gerne mal nachbacken würde. Wenn ich nur an dat Bier irgendwie rankommen könnte. Klar, das nächste Mal wenn ich in Duisburg bin, kann ich natürlich ein, zwei Kästen importieren… Aber so auf Dauer is dat natürlich auch nich so dat wahre, weißte?</p>
<p>Mit vielen Grüßen und in der Hoffnung auf baldige Bierversorgung im Norden</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/fab-sig.png" title="Unterschrift" data-thumbnail="/img/fab-sig.png">
        
    </a></figure></p>
<p>Fabian A. Scherschel</p>
<hr>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101964705935668268" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ausgeknockt</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-15/</link>
    <pubDate>Sun, 14 Apr 2019 20:01:47 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-15/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute ist meine wöchentliche Kolumne etwas mickrig, denn der Autor ist totkrank.</em></p>
<p>Manchmal kommt es anders, als man denkt. Das ist zwar eine Binsenweisheit, aber sie trifft doch immer mal wieder zu. Eigentlich wollte ich dieses Wochenende zur <a href="https://europe.twitchcon.com/de-de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TwitchCon Europe</a> in Berlin fahren und vom Event berichten. Da hatte ich mich seit Wochen drauf gefreut und besonders, seit ich gehört habe, dass David Hasselhoff auch hinkommt.</p>
<p>Leider kam alles anders, als ich gedacht habe. Eine akute Krankheitswelle überrollte nämlich Ende der Woche den Haushalt Scherschel. Zuerst ging es mir noch ganz gut und ich konnte mich der Pflege meiner Frau widmen, aber heute liegen wir beide mit akutem Husten flach. Natürlich ist es bei mir eigentlich nicht so schlimm, aber man kennt das ja: <a href="https://en.m.wikipedia.org/wiki/Man_flu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Man Flu</a>.</p>
<p>TwitchCon war auf jeden Fall nicht drin dieses Wochenende. Das ärgert mich schon ziemlich, aber was will man machen. Wenn man keine Luft bekommt, bekommt man halt keine Luft. Bei der Podiumsdiskussion vom Hoff ohnmächtig zu werden, bringt zwar gute Schlagzeilen, aber halt nicht für mich.</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101925885647522301" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Something You Love</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-14/</link>
    <pubDate>Sun, 07 Apr 2019 19:51:06 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-14/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Kiefer Sutherland singt mir mit seinem neuesten Song direkt aus der Seele.</em></p>
<p>Es passiert ja immer wieder mal, dass man einen Song zum ersten Mal hört, der perfekt in die eigene Lebenssituation in diesem Moment passt. So ging es mir in dieser Woche, als ich zusammen mit meinem Dad bei einem Kiefer-Sutherland-Konzert hier in Hamburg war. Als Vorbereitung auf seine anstehende Tour hat Kiefer im kleinen Stage Club unter der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Flora" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neuen Flora</a> einen Abend lang Lieder aus seinem <a href="https://kiefersutherland.net/js_albums/down-in-a-hole/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ersten Album</a> und zum Teil auch von <a href="https://kiefersutherland.net/js_albums/reckless-me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der neuen Platte</a> gespielt, die Ende diesen Monats raus kommt. Eins der Lieder von diesem zweiten Album war der Song <em>Something You Love</em>, der auch bereits <a href="https://kiefersutherland.net/js_albums/something-you-love/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">als Single erschienen ist</a>. In dem Lied fasst er ziemlich prägnant zusammen, warum ich mich zum Anfang des Jahres hin entschieden habe, <a href="/de/post/2018-freelancer/" rel="">mich selbstständig zu machen</a>.</p>
<blockquote>
  <p>I&rsquo;m wasting my time just paying my bills<br />
Doing my time but getting no chills<br />
The living ain&rsquo;t living, not without the thrill<br />
Of doing something you love<br /><br />
Sing a song loud or hit a ball hard<br />
Spend a night outside under the stars<br />
Catch one falling, and you&rsquo;ll go far<br />
Doing something you love</p>
</blockquote><p>Bevor er dieses Lied anstimmte, sagte Kiefer, er könne ja kaum mitreden, denn er habe in seinem Leben unglaublich Glück gehabt, was seine Arbeit angehe. Aber eins wisse er …er könne jedem nur empfehlen, den Mut zusammen zu nehmen und wenigstens zu versuchen, das zu tun, was er tief in seinem Herzen tun wolle, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.</p>
<iframe style="float: right; margin: 0 0 10px 20px;" src="https://open.spotify.com/embed/track/1dMQLvICtZvsj37kxpewjk" width="300" height="380" frameborder="0" allowtransparency="true" allow="encrypted-media"></iframe>Ich habe Anfang des Jahres genau diesen Mut zusammen genommen. Das Ganze war &ndash; und ist nach wie vor &ndash; nicht einfach. Immerhin habe ich noch die Energie, Lieder laut mitzusingen. Und ich mache das auch durchaus oft; auch die von Kiefer. Und am liebsten trage ich dabei einen Cowboy-Hut. Lustigerweise habe ich auch die letzte Nacht unter Sternen verbracht &ndash; na ja, fast. Wir haben in [unserer Merle übernachtet](/de/post/2019-ausgefuchst-12/), ich finde das zählt. Eine Sternschnuppe habe ich allerdings noch nicht gefangen. Aber das kann ja noch kommen!
<p>Dieser Song ist wirklich schön und das Gefühl, das er ausdrückt, ist genau das, was ich gerade empfinde. Ich kann gerade auch nur jedem empfehlen, wenigstens ein mal zu versuchen, beruflich genau das zu machen, was er liebt …von dem er träumt.</p>
<p>Und wer bisher nicht wusste, dass Kiefer Sutherland Musik macht, oder sich bisher noch keinen seiner Songs angehört hat, dem kann ich nur empfehlen, das mal zu tun. Der Mann ist echt gut. Und arschcool obendrein.</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101886194705884611" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>April, April</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-13/</link>
    <pubDate>Sun, 31 Mar 2019 05:02:17 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-13/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mein Plan für den 1. April dieses Jahr: Wegrennen. Verstecken. Oder am besten beides!</em></p>
<p>Morgen ist mal wieder der 1. April, was bedeutet, dass man für etwa 24 Stunden erst mal gar nichts glauben kann, was so im Netz veröffentlicht wird. Obwohl ich zugeben muss, dass mir dieses Ereignis früher auch viel Freude gebracht hat, muss ich sagen, dass ich die ganzen Aprilscherze mittlerweile eigentlich nur noch ermüdend finde. Das liegt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit an meinem Job.</p>
<p>Als Journalist – vor allem als solcher, der sich hauptsächlich mit Nachrichten befasst – ist das so ziemlich der schlimmste Tag, den es gibt. Man muss jede Nachricht fünf mal checken und selbst dann gibt es knifflige Fallstricke wie Zeitzonen und dergleichen. Man ist geneigt, an dem Tag absolut nichts zu glauben. Noch weniger als sonst. Und dabei ist man in dem Beruf ja eh schon professioneller Skeptiker – jedenfalls wenn man den Job richtig macht. Das macht den 1. April auf Dauer einfach nur anstrengend. Und auch in der Zeit danach muss man wachsam sein, manchmal findet man Geschichten ja erst Tage später. Wehe dem, der da das Veröffentlichungsdatum übersieht.</p>
<p>Vor einigen Jahren habe ich allerdings einen guten Weg gefunden, als Journalist mit dem 1. April umzugehen: Am besten nimmt man sich ein paar Tage frei. Als angestellter Redakteur ist das allerdings mitunter schwierig, vor allem, wenn Kollegen in der Redaktion auf die selbe Idee kommen. Als Freelancer werde ich diesen Plan morgen aber auf jeden Fall in die Tat umsetzen. Mit anderen Worten: Ich fliehe vor dem 1. April. Ihr könnt morgen gerne so viel Spaß haben, wie ihr wollt, aber ich bin raus! Wir sehen uns am Ende der Woche wieder…</p>
<p>Ich finde es übrigens lobenswert, <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-will-am-1-April-nicht-lustig-sein-4353970.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dass Microsoft angekündigt hat, dieses Jahr keine Aprilscherze zu machen oder zu verbreiten</a>. Die Idee haben sie wohl vom Postillion, der <a href="https://www.der-postillon.com/2014/03/signal-gegen-falschmeldungen-der.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">boykottiert den 1. April</a> ja schon seit Jahren. Oder ist diese Ankündigung von Microsoft doch nur eine perfide Lüge, um deren Aprilscherze morgen glaubhafter zu machen?</p>
<p><figure><a class="lightgallery" href="/img/emoji/thinking-face.png" title="Thinking Face" data-thumbnail="/img/emoji/thinking-face.png">
        
    </a></figure></p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101843775854920341" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Wie mein Podcast mein Leben veränderte</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/subscribe-10/</link>
    <pubDate>Mon, 25 Mar 2019 23:18:46 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/subscribe-10/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ich habe auf der Podcaster-Konferenz Subscribe 10 über meine Erfahrungen aus den letzen zwölf Jahren gesprochen.</em></p>
<p>Am Samstag habe ich auf der Podcaster-Konferenz <a href="https://das-sendezentrum.de/subscribe/sub10/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Subscribe 10</a> beim Deutschlandfunk in Köln einen Vortrag über meine Erfahrungen aus 12 Jahren Podcast-Machen gehalten. Ich hatte das Ganze autobiografisch angelegt und versuche in dem Vortrag, ein paar von den wichtigsten Lektionen zu vermitteln, die ich bisher beim Podcasten gelernt habe – in der Hoffnung, dass andere Podcaster davon profitieren können. Außerdem habe ich versucht Leuten, die noch keinen Podcast machen, nahezulegen, warum es vielleicht eine gute Idee sein könnte, das Podcasten mal auszuprobieren.</p>
<p>Das ganze wurde live gestreamt und es gibt <a href="https://media.ccc.de/v/subscribe10-22-wie-mein-podcast-mein-leben-vernderte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Aufzeichnung des Vortrags beim CCC</a>. Die Slides zu meinem Vortrag <a href="http://fab.industries/slides/subscribe10" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sind ebenfalls online</a><sup id="fnref:1"><a href="#fn:1" class="footnote-ref" role="doc-noteref">1</a></sup>.</p>
<iframe width="650" height="366" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/mZ04r9O32kc" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Ich hatte leider etwas zu viel Material für die zur Verfügung stehende Zeit und rede deswegen etwas schnell. Außerdem gab&rsquo;s nicht mehr wirklich Zeit für Fragen aus dem Publikum. Das könnt ihr aber gerne im Nachhinein noch über <a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101813659232810229" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den Kommentar-Thread zu diesem Blog-Post</a> nachholen, wenn ihr wollt.</p>
<p>Die Subscribe hat mir viel Spaß gemacht und ich bin sicherlich in Zukunft wieder dabei. Ich habe einiges gelernt, über das ich sicher in naher Zukunft schreiben und natürlich podcasten werde. Und ich bin jetzt wieder ziemlich inspiriert und gehyped, neue Podcast-Projekte auszuprobieren und alte mit neuem Elan anzugehen! Außerdem habe ich mich während der Konferenz mit einer Menge cooler Leute unterhalten. Alles in allem ein super Wochenende im Rheinland.</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://twitter.com/confuzd_" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jannik (@confuzd_)</a></p>
<div class="footnotes" role="doc-endnotes">
<hr>
<ol>
<li id="fn:1">
<p>Cheatcode: Wenn ihr &ldquo;P&rdquo; drückt, könnt ihr meine Speaker Notes sehen.&#160;<a href="#fnref:1" class="footnote-backref" role="doc-backlink">&#x21a9;&#xfe0e;</a></p>
</li>
</ol>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Merle und das Meer</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-12/</link>
    <pubDate>Sun, 24 Mar 2019 11:53:53 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-12/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Meine Woche hat diesmal am Nordsee-Strand begonnen.</em></p>
<p>Nachdem <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-11/" rel="">die vorangegangene Woche</a> recht stressig war und diese Woche auch wieder ziemlich ereignisreich werden würde, hatte ich mir letzten Sonntag überlegt, dass ich zwischen drin ein bisschen ausspannen sollte. Gleich am Montag schien eine gute Gelegenheit dafür zu sein. Meine Frau war auf Dienstreise im Ausland und ich hatte zwar einiges zu schreiben an dem Tag, konnte das in diesem Fall allerdings auch sehr gut offline erledigen. Also habe ich den Entschluss gefasst, spontan ans Meer zu fahren.</p>
<p>Katy und ich haben uns vor einiger Zeit eine Traum erfüllt, der sich seit unserem Australien-Aufenthalt 2017 entwickelt hat. Wir haben den Großteil diesen Urlaubs in einem Camping-Bus verbracht und sind wieder einmal die australische Ostküste hochgefahren. Dabei ist uns klar geworden, dass so ein Camping-Bus etwas ganz famoses ist. Wir hielten uns eigentlich beide bisher nicht für Camping-Typen, hatten aber in diesem Urlaub so viel Spaß beim ganz spontan umher reisen, dass wir dann schließlich vor ein paar Wochen hierzulande uns einen eigenen Bus gekauft haben.</p>

<p>Merle ist ein <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/VW_T4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T4</a> TDI und schon fast so lange auf der Straße unterwegs, wie Katy und ich zusammen sind (17 Jahre). Wir haben das gut Stück von einem Freund übernommen, der den Westfalia-Innenausbau – mit Gasherd, Kühlschrank, viel Stauraum und einem komfortablen Bett – liebevoll neu gestrichen hatte. Das Gefährt hat ein paar kleinere Baustellen, ist ansonsten aber voll einsatzfähig.</p>
<p>Wie ich ja schon <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-1/" rel="">in meiner allerersten Kolumne beschrieben hatte</a>, ist ein entscheidender Vorteil beim Freelancer-Sein, dass man ab und zu auch einfach mal so frei machen kann. Und so bin ich dann also am Montag mit Merle nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sankt_Peter-Ording" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sankt Peter-Ording</a> an die Nordsee gefahren, hab in einem Fischrestaurant lecker gegessen und habe den Bus danach am Strand geparkt. Bei 6 °C, steifer Brise und streckenweise Nieselregen war die Gegend am Nachmittag ziemlich verlassen. Also habe ich mich hinten in meinen Bus gesetzt, die Standheizung angeschmissen und Texte geschrieben, bis die Sonne über dem Wattenmeer unterging. Danach habe ich dann noch ein bisschen gelesen bis es stockduster war und nur noch der Mond über dem Watt zu sehen war. Dann habe ich mich auf den Rückweg nach Hamburg gemacht.</p>
<p>Alles in allem war das ein wunderschön romantischer und erholsamer Tag, der mich entspannt und gleichzeitig meine Kreativität beflügelt hat. Es ist wirklich unbezahlbar, wenn man ab und zu mal so etwas machen kann. Das war bestimmt nicht der letzte Ausflug von Merle und mir ans Meer.</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101805342821046352" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Spontanausflug nach Hannover</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-11/</link>
    <pubDate>Sun, 17 Mar 2019 15:41:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-11/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Und ehe ich mich versah, moderierte ich die Bühne bei einer Security-Konferenz.</em></p>
<p>Man hört ja immer wieder, dass Freelancer die Arbeit nehmen müssen, wie sie kommt. Ich habe jetzt zum ersten Mal voll nach diesem Prinzip gehandelt und das hat, wie zu erwarten war, auch prompt alle meine Pläne für die vergangene Woche über den Haufen geworfen. Eigentlich hatte ich alles schön durchgeplant: An einem längeren Artikel schreiben, nebenbei ein paar News-Meldungen machen und den Rest der Zeit damit verbringen, Podcasts aufzunehmen und zu veröffentlichen. Aber wie sagte schon <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Helmuth_von_Moltke_%28Generalfeldmarschall%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">General von Moltke</a>:</p>
<blockquote>
  <p>&ldquo;Kein Operationsplan reicht mit einiger Sicherheit über das erste Zusammentreffen mit der feindlichen Hauptmacht hinaus.&rdquo;</p>
</blockquote><p>Und so bekam ich Montag mittags eine Anfrage, ob ich nicht Lust hätte, am Dienstag nach Hannover zu fahren um dann dort am Mittwoch und Donnertag auf der <a href="https://www.heise.de/security/meldung/Security-Event-secIT-auch-2019-ein-voller-Erfolg-4338093.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SecIT-Konferenz</a> die Hauptbühne zu moderieren. Ich habe natürlich ja gesagt. Mal ganz abgesehen davon, dass mir so etwas Spaß macht und es Geld bringt, war das natürlich eine super Gelegenheit <a href="/de/portfolio/" rel="">mein Portfolio</a> aufzupolieren.</p>
<p>Und wie zu erwarten war, hatte ich tatsächlich viel Freude an der Arbeit. Ich scheine die Bühne über die zwei Tage auch sehr gut gemanaged zu haben, denn ich  habe aus aller Munde nur Gutes gehört – sowohl von den Veranstaltern, als auch von Kollegen und den Zuschauern. Zwei Tage lang stand ich acht Stunden am Stück ständig unter Strom: Alle zwanzig Minuten moderieren und dazwischen die Redner im Zeitplan halten ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Meinen Artikel musste ich natürlich trotzdem schreiben und das habe ich dann entsprechend abends im Hotel gemacht. Alles zusammen haben die drei Tage ganz schön geschlaucht. Freitag habe ich mir dann erst mal einen Tag frei genommen, denn heute sitze ich schon wieder am Schreibtisch und arbeite.</p>
<p>Die kommende Woche wird auch nicht gerade weniger stressig. Ich habe wieder eine Artikel-Deadline und am Samstag <a href="https://fahrplan.das-sendezentrum.de/subscribe10/talk/XJSY97/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">halte ich einen Vortrag bei der Subscribe-Konferenz in Köln über&rsquo;s Podcasten</a>. Der Vortrag will natürlich auch erst mal geschrieben werden. Und mal schauen, was mir das Freelancer-Dasein noch so alles beschert, um meinen Operationsplan für diese Woche zu verkomplizieren…</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101766529683501463" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Journalismus und Zukunft</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-10/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Mar 2019 20:18:32 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-10/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Der Journalismus ist online nicht am Ende, unsere Reise hat gerade erst begonnen.</em></p>
<p>Seit <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-9/" rel="">meiner letzten Kolumne</a> habe ich viel über die anstehende EU-Urheberrechtsreform und da Urheberrecht im Allgemeinen nachgedacht <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Artikel-13-Kostenlose-Lehrmaterialien-im-Netz-bedroht-4330082.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">und auch darüber geschrieben</a>. Was mich dabei am meisten bewegt, ist die Zukunft des Journalismus …und des Internets.</p>
<p>Ich bin seit 1998 im Netz unterwegs – seit meine Eltern einen ISDN-Anschluss bekamen und damit auch die Computer in unserem Haushalt vernetzten. Ich verdanke dem Netz so viel von dem, was ich in meiner Jugend und danach gelernt habe. Ich habe im Netz viele Freundschaften geschlossen und ein großer Teil meiner Freizeit <a href="http://sixgun.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dreht sich um Podcasts</a>, die ich mit Menschen produziere, die hunderte oder tausende Kilometer entfernt sind. Das wäre ohne das Internet alles nicht möglich. Viele der Videospiele, die mich am meisten erfreuen, funktionieren nur online und viele der Kontakte, die ich beim Spielen geknüpft habe, halte ich über Chat-Systeme und Messenger aufrecht. Meinen ersten Job als Journalist habe ich über Twitter bekommen. Ist es da verwunderlich, dass ich schon immer mit jeder Faser meines Wesens Online-Journalist war?</p>
<p>Ich kann sehr wohl für Print schreiben und mache das auch ab und zu immer wieder gerne. Es macht mir Spaß. Aber dabei handelt es sich aber nicht um den Kern von dem, was ich unter Journalismus verstehe. Ich habe in der Vergangenheit immer wieder mit Kollegen zusammengearbeitet, die mit Herz und Seele Print-Journalisten waren und es immer noch sind. Ich habe auch mit solchen Kollegen zusammengearbeitet, die Print machen, weil Print das Geld rein bringt. Und ich habe mit einer Menge Kollegen zusammengearbeitet, die glauben, dass man mit Online-Journalismus kein Geld verdienen kann. Ich verstehe diese Menschen nicht. Sie müssen unter gründsätzlich verschiedenen Umständen aufgewachsen sein als ich. Ich verstehe auch diejenigen meiner Kollegen nicht, die den Journalismus tot reden.</p>
<p>Meine Branche befindet sich momentan in der Krise. Das kann man nicht abstreiten. Aber ich glaube fest daran, dass es eine temporäre Krise ist, aus der unweigerlich ein Ausweg führen wird. Wir müssen Wege finden, Menschen dazu zu bewegen, online Geld für guten Journalismus auszugeben. Und das wird unweigerlich auch passieren. Denn Menschen wollen nach wie vor Nachrichten, sie wollen Journalismus. Menschen wollen informiert werden.</p>
<p>Die Neugier ist eine unumgängliche Konstante des menschlichen Lebens, seit wir die Höhlen verlassen und das erste Mal über die Steppen gewandert sind. Und eine ebenso unumgängliche Konstante ist der Fortschritt. Wer sich einmal an Nachrichten mit der Geschwindigkeit der Druckerpresse gewöhnt hat, der will nicht mehr zurück zu Mönchen, die Manuskripte von Hand kopieren. Und wer sich einmal seine Nachrichten von einer Webseite geholt hat, will nicht mehr zurück zur Print-Geschwindigkeit. Sicher, eine Generation gewöhnt sich an die Geschwindigkeit, mit der sie aufgewachsen ist, aber spätestens mit der nächsten Generation setzt sich der Fortschritt durch. Online-Journalismus ist der aktuelle Stand der Entwicklung. Und das heißt für mich, dass es der Stand der Entwicklung ist, auf dem ich arbeiten will, bis etwas Besseres (und Schnelleres) erfunden wird.</p>
<p>Wer aber denkt, nur weil sich die Geschwindigkeit ändert, ändert sich das Wesen des Menschen, der hat im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst. Wissen ist Macht und Nachrichten sind das aktuellste allen Wissens. Natürlich werden Menschen auch in Zukunft dafür bezahlen – denn Nachrichten haben Wert. Ob sie dafür direkt mit Geld, mit ihren Daten oder mit ihrer Aufmerksamkeit bezahlen, ist eigentlich egal. Solche Änderungen sind ebenfalls ist Teil des Fortschritts. Daran werden auch verwirrte, alte Politiker und tief eingegrabene, unbewegliche Interessengruppen nichts ändern. Oder fehlgeleitete EU-Urheberrechtsreformen.</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101728009359176492" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Reform im Neuland</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-9/</link>
    <pubDate>Sun, 03 Mar 2019 13:57:40 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-9/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Das Urheberrecht bedarf keiner Reform. Wir sollten uns lieber darauf konzentrieren, die EU zu retten.</em></p>
<p>Ich habe die aktuelle <a href="https://netzpolitik.org/tag/eu-urheberrechtsreform/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU-Urheberrechtsreform</a> ziemlich lange ignoriert, vor allem deswegen, weil ich im letzten Herbst, als das Ganze in den Medien so richtig Fahrt aufnahm, ziemlich mit <a href="/de/post/2018-freelancer/" rel="">meinem Wechsel zum Freelancertum</a> beschäftigt war. In der letzten Woche ist dann allerdings etwas passiert, das ich nicht unkommentiert lassen wollte. Mein Berufsverband, der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Journalisten-Verband" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJV</a>, hatte sich in einer Veröffentlichung dafür ausgesprochen, dass das EU Parlament für das Gesetz stimmt.</p>
<iframe src="https://fed.fab.industries/@fabsh/101663795147615516/embed" class="mastodon-embed" style="max-width: 100%; border: 0" width="400"></iframe><script src="https://fed.fab.industries/embed.js" async="async"></script>
<p>Nach einer interessanten Twitter-Diskussion bin ich dann an dem Abend zu einem Treffen bei meiner lokalen DJV-Geschäftsstelle hier in Hamburg gegangen. Dass dieses Treffen am selben Tag stattfand, war reiner Zufall. Ich hatte seit Wochen geplant, da hinzugehen. Und so hatte ich am Abend dann noch eine sehr angeregte Diskussion mit einigen DJV-Vertretern zum Thema Urheberrecht und Upload-Filter.</p>
<iframe src="https://fed.fab.industries/@fabsh/101666215039443689/embed" class="mastodon-embed" style="max-width: 100%; border: 0" width="400"></iframe><script src="https://fed.fab.industries/embed.js" async="async"></script>
<p>Ich verstehe ja grundsätzlich, warum der DJV versucht, das Urheberrecht zu stärken. Das Problem in diesem Fall ist allerdings, dass sowohl die Politiker, die sich dieses Gesetz ausgedacht haben, als auch viele meiner Journalisten-Kollegen (auch beim DJV) nicht verstehen, was sie da fordern. Der DJV will etwa unabhängige Journalisten (wie mich) dabei unterstützen, ihr Urheberrecht durchzusetzen. Und sieht es in diesem Zusammenhang als äußerst legitim an, wenn Plattformen wie YouTube dazu verpflichtet werden, zu prüfen, ob Uploads gegen das Urheberrecht Dritter verstoßen. Allerdings scheinen die DJV-Vertreter nicht zu verstehen, wie schwer es ist, sowas technisch umzusetzen. Schon 2015 wurden <a href="https://www.statista.com/statistics/259477/hours-of-video-uploaded-to-youtube-every-minute/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mehr als 400 Stunden Videomaterial <strong>pro Minute</strong> bei YouTube hochgeladen</a> und das wird seitdem eher mehr als weniger geworden sein. Dass man eine komplizierte Urheberrechtsprüfung solcher kolossaler Datenmengen nicht einfach mit Geld und Buzzwords wie Machine Learning und Blockchain lösen kann, konnte ich meinen Gesprächspartnern nicht wirklich erfolgreich vermitteln.</p>
<p>Und leider wird man in diesem Zusammenhang auch immer wieder mit dem leidigen Argument konfrontiert, dass unberechtigtes Kopieren von Inhalten mit Diebstahl gleichzusetzen ist – das kennen wir ja noch aus den Diskussionen um Peer-to-Peer Filesharing. Dabei müsste es doch eigentlich jedem einleuchten, warum diese beiden Situationen einfach nicht zu vergleichen sind: Etwas, was mir geklaut wird, ist nun mal weg. Ich kann darüber nicht mehr verfügen. Wohingegen jemand, der einen Text von mir rechtswidrig kopiert, diesen Text ja nicht von der Webseite, die ihn veröffentlicht hat, verschwinden lässt. Ja, ich habe im Zweifel einen Schaden durch diesen Rechtsbruch. Aber dieser Schaden ist bei weitem nicht so groß, wie wenn mir jemand meinen eigenen Text wegnehmen würde. Hinzu kommt noch, dass ich ja meist nicht selber diesen Schaden habe, sondern der Verlag, an den ich den Text vor der Veröffentlichung verkauft habe.</p>
<p>Nun verletzen auch Verlage das Urheberrecht gegenüber Autoren. Dass der DJV dagegen kämpft, finde ich großartig. Aber als Gewerkschaft sollte man eigentlich bessere Mittel gegen Arbeitgeber von Redakteuren und gegen Geschäftspartner von freien Autoren haben, als das komplette Urheberrecht wahllos und diffus zu verschärfen. Man könnte zum Beispiel nur die Rechte unabhängiger Urheber stärken.</p>
<p>Zumal ich nicht verstehe, warum man das Urheberrecht überhaupt verschärfen muss. Selbst als jemand, der seinen ganzen Lebensunterhalt mit urheberrechtlich geschützten Texten verdient, ist mir das nicht ersichtlich. Der Schaden durch Missbrauch und den Aufwand, den ich damit habe, meine Rechte gegenüber anderen durchzusetzen, ist relativ überschaubar. Und das Geld, das großen Verlagen, Filmstudios und dergleichen verlorengeht, ist mir ehrlich gesagt egal. Denn die fahren allesamt Jahr um Jahr immer wieder beträchtliche Gewinne ein.</p>
<p>Und selbst wenn man der Meinung ist, dass man das EU-Urheberrecht verschärfen muss, sollte es doch ziemlich offensichtlich sein, dass jetzt gerade einfach der falsche Zeitpunkt für so etwas ist. Die Existenz der EU ist akut bedroht. Die Griechenland-Krise, außenpolitische Fehltritte in der Türkei und in Russland und aktuell der Brexit haben dazu geführt, dass die Institutionen der Europäischen Union in der Gunst der Bürger so schlecht dastehen, wie nie zuvor. Und genau da schafft man es dann mit einem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrechtsreform_der_Europ%C3%A4ischen_Union#Artikel_13" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel 13</a> auch noch kollektiv alle Menschen unter 40 gegen die EU aufzubringen. Friedhelm Greis hat auf Golem.de sehr schön dargelegt, <a href="https://www.golem.de/news/urheberrrecht-warum-aus-niemehrcdu-nichtmehreu-werden-koennte-1902-139695.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie aus einem Widerstand gegen die Internetausdrucker in der CDU ganz schnell eine grundsätzliche Ablehnung gegenüber der EU werden könnte</a>. Ihr unterschätzt, wie sauer wir werden, wenn ihr uns unsere Memes wegnehmt.</p>
<p>Warum bitte bündelt die EU einen Monat vor dem Brexit nicht alle Kräfte darauf, den Briten eine versöhnende Hand entgegenzustrecken und dieses Desaster nicht doch noch im letzten Moment aufzuhalten? Stattdessen schießt man sich lieber selbst mit einer unsinnigen Urheberrechts-Reform ins Knie, die deutlich macht, dass die Europapolitiker so gut wie aller Parteien absolut keine Ahnung davon haben, wie das Netz funktioniert und wie junge Menschen es nutzen. Es ist zum Heulen.</p>
<ul>
<li><a href="https://fed.fab.industries/@fabsh/101686881280474299" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentar-Thread zu dieser Kolumne via Mastodon</a></li>
</ul>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://twitter.com/_Adora_Belle_" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Anna Müllner (@_Adora_Belle_)</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Haltung bewahren!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-8/</link>
    <pubDate>Sun, 24 Feb 2019 19:26:04 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-8/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Schluss mit dem unsäglichen Handy-quer-ans-Ohr-Gehalte!</em></p>
<p>Als Steve Jobs vor fast zehn Jahren Apple-Kunden sagte, <a href="https://www.engadget.com/2010/06/24/apple-responds-over-iphone-4-reception-issues-youre-holding-th/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sie sollten ihr iPhone doch bitte anders halten</a>, meinte er damit die Empfangsprobleme des iPhone 4, das aufgrund eines Konstruktionsfehlers in einer bestimmten Handhaltung kaum Empfang hatte. Er hatte Smartphone-Käufern mitnichten nahegelegt, generell bei der Haltung ihres Gerätes kreativ zu werden. Wenn man heute allerdings mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann man nicht anders, als sich zu wundern, ob viele Mitmenschen Jobs im Nachhinein komplett falsch verstanden haben. Denn egal ob sie im Bus, der Bahn oder an der Haltestelle telefonieren oder WhatsApp-Sprachnachrichten abhören, sie halten ihr Handy fast immer seitlich an den Kopf. So als hätten sie noch nie vorher ein Telefon benutzt. Oder als wenn Steve Jobs damals die Regel aufgestellt hätte, dass man beim Benutzen eines Smartphones immer möglichst bescheuert auszusehen hat.</p>
<p>Ich denke mal, diese Menschen verhalten sich so, weil sie nicht wissen, dass fast jedes in den letzten zehn Jahren gebaute Smartphone von den äußeren auf den Telefon-Lautsprecher umschaltet, wenn man es sich ganz normal an den Kopf hält. Obwohl es komplett logisch ist, dass die Geräte das tun, da Smartphones schließlich seit jeher erkennen müssen, wenn sie an ein Ohr gehalten werden. Ansonsten würde man ja ständig mit der Ohrmuschel seine Telefonate beenden. Stimmt schon, das Umschalten auf den Telefon-Lautsprecher wird von manchen Apps blockiert, aber eigentlich nur, wenn es für deren Benutzung auch Sinn macht – Musik-Apps zum Beispiel gehen grundsätzlich davon aus, dass man den Raum beschallen will, wenn man keine Kopfhörer angeschlossen hat. Aber Messenger-Sprachnachrichten kann man genau wie Mailbox-Aufnahmen schon seit eh und je mit einer ganz normalen Telefon-Handhaltung abhören – also ohne dabei wie ein Depp auszusehen.</p>
<p>Neben dem Seitlich-ans-Ohr-Halten gibt es natürlich auch noch das Flach-vor-dem-Mund-ins-Handy-Quatschen, eine verwandte und genauso nervige Angewohnheit. Auch hier sieht der Smartphone-Nutzer ziemlich trottelig dabei aus. Dieses Verhalten scheint hauptsächlich durch WhatsApp verbreitet worden zu sein, da man dort zum Aufnehmen einer Sprachnachricht einen Knopf gedrückt halten muss. Das geht natürlich schlecht, wenn man das Handy am Ohr hat. Wahrscheinlich haben sich die Menschen einfach daran gewohnt, dass sie bei der Benutzung dieser Funktion eh schon trottelig aussehen und ihnen ist jetzt auch völlig egal, wie sie ihr Handy ans Ohr halten. Die eine Fehlhaltung bedingt die andere…</p>
<p>Ich finde, das sind unhaltbare Zustände. Mir ist schon klar, dass sich die Welt ständig ändert und dass das auch Einfluß auf das Verhalten der Menschen hat. Aber nur weil sich die Technik weiterentwickelt, müssen wir uns noch lange nicht komplett vergessen. Wir sollten auch beim WhatsAppen unsere Würde bewahren und Haltung zeigen. Also, liebe Mitmenschen, denkt dran: Handys können ihre Lautsprecher umschalten. Haltung bewahren!</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Von magischen Türmen</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-7/</link>
    <pubDate>Sun, 17 Feb 2019 15:08:23 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-7/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In meiner Freelancer-Kolumne schreibe ich diesmal über&rsquo;s Programmieren.</em></p>
<p>Als Tech-Journalist schreibt man in der Regel entweder über Hard- oder über Software, selten über beides. Ich fand schon immer das letztere Thema das interessantere. Denn was ist auch die coolste Hardware ohne Code, der sie am laufen hält? Ziemlich nutzlos. Außerdem ist Software viel mehr in Bewegung als Hardware und es gibt öfter Neues zu berichten, oft auch unabhängig von irgendwelchen Hersteller-Informationen – vor allem wenn man sich auch mit Open-Source-Entwicklung befasst. Aus all diesen Gründen schreibe ich seit jeher hauptsächlich über Software; seien es nun Sicherheitslücken, Betriebssysteme, Spiele oder Anwenderprogramme.</p>
<p>Bevor ich Journalist wurde, habe ich eigentlich regelmäßig selbst programmiert. Nicht in C oder .NET, aber in Java, Python und JavaScript. In meinem ersten Studentenjob war ich sogar als Programmierer angestellt – damals habe ich zusammen mit mehreren anderen studentischen Hilfskräften eine Web-Applikation zur Qualitätssicherung und Nachverfolgung von Waren in der Landwirtschaft entwickelt. Nachdem ich anfing, Vollzeit zu arbeiten, habe ich mich zwar immer mal wieder der Webentwicklung hingegeben, aber das beschränkte sich in der Regel aufs Design (sprich: HTML und CSS).</p>
<p>Ich fand es eigentlich immer sehr schade, dass ich als Journalist nebenbei nie wirklich Zeit hatte, zu programmieren. Ich denke nämlich, dass man in meinem Job nur dann richtig gut ist, wenn man weiß, wo von man redet. Und als jemand, der den ganzen Tag über Software schreibt, sollte man möglichst viele Programmierkentnisse haben, finde ich. Leider hat man in meinem Beruf ständig irgendwas zu recherchieren oder zu schreiben und die Freizeit ist eh schon so dünn gesäht, dass man da meistens auch keine Lust hat, Sachen zu machen, die so nah am Job dran sind, dass man sie eigentlich in der Arbeitszeit erledigen müsste. Und so habe ich es nicht mal <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">bei Heise</a> geschafft, nebenbei auch nur ein einziges Software-Projekt umzusetzen …auch wenn ich daraus locker einen oder mehrere Artikel hätte machen können.</p>
<p>Nun bin ich allerdings seit Anfang des Jahres <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-1/" rel="">mein eigener Chef</a> und kann mir selbst aussuchen, worauf ich meine Arbeitszeit verwende. Deswegen habe ich mir vorgenommen, wieder zu programmieren. Diese Woche habe ich damit angefangen, mein erstes Projekt anzugehen. Ich habe mich bei der Umsetzung für <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Python_%28Programmiersprache%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Python</a> und <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Django_%28Framework%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Django</a> entschieden, da ich mit diesen beiden Techniken die meiste Erfahrung habe und mir das Arbeiten damit am meisten Spaß macht.</p>
<p>Die Idee, was ich programmieren will, kam mir passenderweise vor ein paar Wochen auch gleich. Seitdem ich wieder angefangen habe, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Magic:_The_Gathering" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Magic the Gathering</em></a> zu spielen, erfasse ich meine Kartensammlung von Hand in Textdateien. Das funktioniert ganz gut, ist aber mühseliger, als es sein muss. Also habe ich mich dafür entschieden, eine Django-Web-App zu bauen, mit der ich meine Sammlung erfassen und anzeigen kann – ich habe nämlich in der Richtung keine Software gefunden, die mir gefällt. Nachdem ich ein paar Stunden damit verbracht habe, ein mögliches Datenbank-Modell zum Speichern der Kartendaten zu entwerfen, habe ich dann Ende der Woche damit angefangen, Code zu schreiben. Dabei bin ich relativ schnell wieder in die Arbeit mit Django hineingekommen, so dass ich mittlerweile ein funktionierendes Admin-Interface zum Erfassen der Karten habe. Heute morgen habe ich dann auch noch ein Icon für die App entworfen, die ich Mage Tower nenne.</p>
<p>Als nächstes muss ich nun den Hauptteil des Programms entwerfen und den Code schreiben, der meine Kartensammlung anzeigen soll. Ich freue mich schon drauf, weiter an dem Ding zu basteln. Es hat richtig Spaß gemacht, mich wieder ins Programmieren mit Python und Django reinzufuchsen. Nach so langer Zeit hätte ich mir das viel mühseliger vorgestellt.</p>
<hr>
<p><strong>Nachtrag:</strong> Wen es übrigens interessiert, wie viele Informationen man zu einer einzigen Magic-Karte speichern muss, wenn man sie komplett erfassen will, der kann sich den folgenden Code für mein entsprechendes Datenbank-Modell anschauen. Und dazu kommen dann noch Klassen, die Daten zu den einzelnen Magic-Editionen und zur Anzahl der Karten (normale Ausgaben und Foil-Versionen) in der Sammlung enthalten.</p>
<div class="highlight"><div class="chroma">
<table class="lntable"><tr><td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code><span class="lnt"> 1
</span><span class="lnt"> 2
</span><span class="lnt"> 3
</span><span class="lnt"> 4
</span><span class="lnt"> 5
</span><span class="lnt"> 6
</span><span class="lnt"> 7
</span><span class="lnt"> 8
</span><span class="lnt"> 9
</span><span class="lnt">10
</span><span class="lnt">11
</span><span class="lnt">12
</span><span class="lnt">13
</span><span class="lnt">14
</span><span class="lnt">15
</span><span class="lnt">16
</span><span class="lnt">17
</span><span class="lnt">18
</span><span class="lnt">19
</span><span class="lnt">20
</span><span class="lnt">21
</span><span class="lnt">22
</span><span class="lnt">23
</span><span class="lnt">24
</span><span class="lnt">25
</span><span class="lnt">26
</span><span class="lnt">27
</span><span class="lnt">28
</span><span class="lnt">29
</span><span class="lnt">30
</span><span class="lnt">31
</span><span class="lnt">32
</span><span class="lnt">33
</span><span class="lnt">34
</span><span class="lnt">35
</span><span class="lnt">36
</span><span class="lnt">37
</span><span class="lnt">38
</span><span class="lnt">39
</span><span class="lnt">40
</span><span class="lnt">41
</span><span class="lnt">42
</span><span class="lnt">43
</span><span class="lnt">44
</span><span class="lnt">45
</span><span class="lnt">46
</span><span class="lnt">47
</span><span class="lnt">48
</span><span class="lnt">49
</span><span class="lnt">50
</span><span class="lnt">51
</span><span class="lnt">52
</span><span class="lnt">53
</span><span class="lnt">54
</span><span class="lnt">55
</span><span class="lnt">56
</span><span class="lnt">57
</span><span class="lnt">58
</span><span class="lnt">59
</span></code></pre></td>
<td class="lntd">
<pre tabindex="0" class="chroma"><code class="language-python" data-lang="python"><span class="line"><span class="cl">    <span class="k">class</span> <span class="nc">Card</span><span class="p">(</span><span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">Model</span><span class="p">):</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">LAND</span> <span class="o">=</span> <span class="s1">&#39;L&#39;</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">COMMON</span> <span class="o">=</span> <span class="s1">&#39;C&#39;</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">UNCOMMON</span> <span class="o">=</span> <span class="s1">&#39;U&#39;</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">RARE</span> <span class="o">=</span> <span class="s1">&#39;R&#39;</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">MYTHIC</span> <span class="o">=</span> <span class="s1">&#39;M&#39;</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">RARITY_CHOICES</span> <span class="o">=</span> <span class="p">(</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">        <span class="p">(</span><span class="n">LAND</span><span class="p">,</span> <span class="s1">&#39;Land&#39;</span><span class="p">),</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">        <span class="p">(</span><span class="n">COMMON</span><span class="p">,</span> <span class="s1">&#39;Common&#39;</span><span class="p">),</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">        <span class="p">(</span><span class="n">UNCOMMON</span><span class="p">,</span> <span class="s1">&#39;Uncommon&#39;</span><span class="p">),</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">        <span class="p">(</span><span class="n">RARE</span><span class="p">,</span> <span class="s1">&#39;Rare&#39;</span><span class="p">),</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">        <span class="p">(</span><span class="n">MYTHIC</span><span class="p">,</span> <span class="s1">&#39;Mythic Rare&#39;</span><span class="p">),</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">name</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">200</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">slug</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">SlugField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">220</span><span class="p">,</span> <span class="n">unique</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">primary_key</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_w</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_u</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_b</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_r</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_g</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_c</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_wu</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_wb</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_cw</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_ub</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_ur</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_cu</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_br</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_bg</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_cb</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_rg</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_rw</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_cr</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_gb</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_gw</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">cost_cg</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">art</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">FileField</span><span class="p">(</span><span class="n">upload_to</span><span class="o">=</span><span class="s1">&#39;img/card/&#39;</span><span class="p">,</span> <span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">supertype</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">50</span><span class="p">,</span> <span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="nb">type</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">50</span><span class="p">,</span> <span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">subtype</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">50</span><span class="p">,</span> <span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">expansion</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">ForeignKey</span><span class="p">(</span><span class="n">Expansion</span><span class="p">,</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">on_delete</span><span class="o">=</span><span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CASCADE</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">power</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">toughness</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">loyalty</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">rules</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">TextField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">flavour</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">TextField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">number</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">max_number</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">IntegerField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">,</span> <span class="n">null</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">rarity</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">          <span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">1</span><span class="p">,</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">          <span class="n">choices</span><span class="o">=</span><span class="n">RARITY_CHOICES</span><span class="p">,</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">          <span class="n">default</span><span class="o">=</span><span class="n">COMMON</span><span class="p">,</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">artist</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">CharField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">50</span><span class="p">,</span> <span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">errata</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">TextField</span><span class="p">(</span><span class="n">blank</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">url</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">URLField</span><span class="p">(</span><span class="n">max_length</span><span class="o">=</span><span class="mi">220</span><span class="p">,</span> <span class="n">unique</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">added</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">DateField</span><span class="p">(</span><span class="n">auto_now_add</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span><span class="line"><span class="cl">      <span class="n">modified</span> <span class="o">=</span> <span class="n">models</span><span class="o">.</span><span class="n">DateField</span><span class="p">(</span><span class="n">auto_now</span><span class="o">=</span><span class="kc">True</span><span class="p">)</span>
</span></span></code></pre></td></tr></table>
</div>
</div>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Aufräumen mit Marie Kondō</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-6/</link>
    <pubDate>Sun, 10 Feb 2019 14:21:43 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-6/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Sonntag ist Aufräumtag im Hause Scherschel. Heute werden die Vorgaben von Frau Kondō umgesetzt.</em></p>
<p>Vor ein paar Wochen habe ich damit angefangen, die Netflix-Serie <a href="https://www.netflix.com/de/title/80209379" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Aufräumen mit Marie Kondo</em></a> zu gucken. Hauptsächlich auf Grund <a href="https://twitter.com/hashtag/sparkjoy?vertical=default&amp;lang=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Memes überall auf Twitter</a> und sonstwo im Netz. Das erste, was ich dabei gelernt habe, ist, dass Amerikaner absolut übertrieben große Wohnungen haben. Und dann habe ich gelernt, dass ich gar nicht der schlimmste Messie auf dem Planeten bin, weil besagte Amerikaner mindestens genau so viel Mist aufheben wie ich und wegen ihrer größeren Wohnungen einfach mehr davon länger lagern können.</p>
<p>Irgendwann fing der Kondō-Wahn dann allerdings auch bei mir zu wirken an und ich habe mir vorgenommen, nach <a href="/de/blog/2019/ausgefuchst-5/" rel="">der FOSDEM</a> mal strategisch ein, zwei Stellen meines Home Office aufzuräumen. Seit ich Freelancer bin, verbringe ich schließlich mindestens 75% meiner Zeit in diesem einen Raum. Für den heutigen Sonntag – traditionell der Aufräumtag in unserem Haushalt – habe ich mir dann vorgenommen, mit dem großten Schrank des Zimmers anzufangen. Da schmeiße ich nämlich seit fast zwei Jahren einfach wild alles rein, was nicht offen rumliegen soll.</p>

*Bringt es noch Freude? Ja!!*
<p>Beim Aufräumen – wenn ich erst mal dabei bin, macht mir das ja schon Spaß – wurde mir allerdings so langsam klar, was die Schwachstelle an Marie Kondōs Technik ist. Ich mag die Sachen, die ich aufhebe, einfach zu sehr. Das bedeutet, dass ich die klassische Kondō-Frage (&ldquo;Bringt es dir noch Freude?&rdquo;) eigentlich fast immer mit ja beantworten kann.</p>
<p>Meine Frau sagt, ich sei ein Sammler. Das stimmt wohl. Und als Sammler sammelt man halt Dinge, die einem Spaß machen. Ich stopfe diesen Schrank ja nicht mit Zeugs voll, das ich brauche, um eine Zombie-Apokalypse zu überleben. Klar, ich habe alle meine alten Game-Boy-Spiele aufgehoben. Aber meinen Game Boy von 1990 hab ich auch noch – und der funktioniert! Und wenn ich eins der Spiele einlege und das Ding anmache, kannst du aber mal sowas von sicher sein, dass mir das Spaß macht, Marie! Und auch die Unmengen an Kabeln in dem Schrank haben ihren Sinn. Ich betreibe hier halt ein komplettes Podcasting-Studio. Außerdem zwei Desktops, einen Laptop, einen Heimserver, ein iPad und so weiter… da braucht man Kabel! Und jedes Mal, wenn ich was umverkabele und dafür nichts bei Amazon kaufen muss, bringt mir das auch eine Menge Spaß. Der <a href="https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Tribble" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tribble</a>? Guck ihn dir an! Der macht schon Spaß, wenn ich ihn nur sehe! Die eingerahmte, unterschriebene Autogrammkarte von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Dean_Anderson" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richard Dean Anderson</a>? Echt jetzt? Ist die Frage ernst gemeint?</p>
<p>Und so geht das immer weiter, mit fast allem, was ich aus diesem Schrank raushole. Ich glaube, es ist ziemlich offensichtlich, dass ich fast alles, was da drin ist, behalten werde. Sorry, Marie!</p>
<p>Wo mir Frau Kondō allerdings geholfen hat, ist, dass ich jetzt einsehe, dass ich dieses Trümmerfeld öfter aufräumen sollte. Es ist schon viel erfreulicher, wenn man an seine komplette Sammlung aus unnützem (aber Spaß erzeugendem!) Krams schneller dran kommt, weil man nicht erst drei geologische Strata an Gerümpel umschichten muss. Dementsprechend werde ich den Rest des heutigen Tages damit verbringen, den Inhalt dieses Schrankes fein säuberlich zu sortieren, zu stapeln und so weit wie möglich in kleine Boxen zu verpacken.</p>

*Hier gibt es noch viel zu tun.*
<p>Und nächstes Wochenende ist dann vielleicht der Hobby-Tisch dran. Denn auch dort gibt es noch einiges zu optimieren.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Bitte ein Bit!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-5/</link>
    <pubDate>Sun, 03 Feb 2019 16:00:01 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-5/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute berichte ich in meiner Kolumne live aus Brüssel, wo das Bier und die Bits in Strömen fließen.</em></p>
<p>Ich bin momentan in Brüssel, zu Besuch bei der größten Open-Source-Entwicklerkonferenz des Jahres. Seit mittlerweile fast zwei Jahrzehnten trifft sich jedes Jahr Anfang Februar auf der <a href="https://fosdem.org/2019/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FOSDEM</a> jeder, der an irgendeinem Open-Source-Projekt arbeitet. Sei es Linux, Firefox oder sonst irgendetwas, was andere Leute interessieren könnte. Ich habe die FOSDEM jetzt ein paar Jahre ausgesessen, da ich längere Zeit hauptsächlich über Security geschrieben habe und außerdem eh kaum Zeit für Konferenzen hatte.</p>
<p>Da ich nun aber für mich selbst arbeite, wollte ich mir das belgische Spektakel dieses Jahr auf keinen Fall entgehen lassen. Zumal es die perfekte Gelegenheit ist, Arbeit mit Vergnügen zu verbinden. So habe ich dann an den letzten zwei Tagen auch viel Gelegenheit dazu gehabt, alte Bekannte aus Linux-Outlaws-Tagen wiederzusehen und neue Leute kennenzulernen. Und nebenbei habe ich natürlich auch gearbeitet und <a href="https://www.heise.de/suche/?q=fosdem&amp;make=ho&amp;sort_by=date" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichte über die Konferenz</a> geschrieben.</p>
<p>Ich hatte vergessen, wie schön es ist, mal wieder ein paar Tage komplett unter Open-Source-Nerds zu sein. Das Blöde an der FOSDEM ist immer, dass es oft kalt und regnerisch ist und man viel zwischen draußen frieren und drinnen schwitzen hin und her pendelt. Das war auch dieses Jahr wieder so. Das wird aber durch das viele sehr gute Bier und die unglaublich anregenden Gespräche mehr als wett gemacht. Open-Source-Menschen sind zwar nicht die realistischsten Zeitgenossen, aber dafür sind die meisten Leute hier super motiviert und auf geradezu über-naive Art darauf fokussiert, alle möglichen Probleme der Gesellschaft zu lösen, über die sich sonst fast niemand Gedanken macht.</p>
<p>Besonders beeindruckt hat mich dieses Mal ein Vortrag zu <a href="https://solid.mit.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Solid</a>, denn bei diesem Projekt arbeiten sie an keiner kleineren Aufgabe, als das komplette Web neu zu bauen. Und dabei haben einige sehr schlaue Leute ein paar sehr schlaue Ideen gehabt. Natürlich fand ich auch die Keynote meiner beiden Freunde Bradley Kuhn und Karen Sandler von der <a href="https://sfconservancy.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Software Freedom Conservancy</a> sehr anregend und es war schön, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Roger_Dingledine" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roger Dingledine</a> mal live zu erleben.</p>
<p>Alles in allem ein sehr erfolgreiches Wochenende! Wenn ich morgen wieder nach Hause fahre, muss ich mich dann allerdings erst wieder dran gewöhnen, dass nicht jeder, mit dem ich mich zufällig gerade unterhalte den Unterschied zwischen einem Git Commit und einem POST Request kennt.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Das Reisfach ist voll</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-4/</link>
    <pubDate>Sun, 27 Jan 2019 14:46:12 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-4/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Meine Sonntags-Kolumne behandelt heute die elementare Frage: Wieviel Reis ist zu viel Reis?</em></p>
<p>In meiner <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-1" rel="">ersten Kolumne zur Selbstständigkeit</a> habe ich es voraus gesehen: Das mit dem Kochen, das wird noch zum Problem werden. Ich hab ja über die Kantine <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">bei Heise</a> immer viel genörgelt – wie eigentlich alle, die da regelmäßig gegessen haben. Aber langsam wird mir klar, dass die Alternative, nämlich jeden Tag selbst zu kochen, auch ziemlich nervig sein kann. Hinterher ist man halt immer schlauer.</p>
<p>Jetzt habe ich eine Rubrik in meinem Online-Notizbuch namens &ldquo;Kantine&rdquo;. Jau, die heisst wirklich so. Meine Frau hilft mir tatkräftig, diese Notizbuchseite mit Gerichten zu befüllen, die ich dann unter der Woche zubereite. Wir versuchen natürlich möglichst oft, da Gerichte einzutragen, von denen man mehrere Tage essen kann. Das minimiert die Zeit, die ich unter der Woche in der Küche stehen muss. Ohne diese Planung wäre ich gar nicht erst auf so Ideen kommen, wie für mehrere Tage zu kochen und dann Portionen wegzufrieren. Ich habe unsere ziemlich ansehnliche Tupper-Dosen-Sammlung ja immer für überflüssig gehalten, aber jetzt lerne ich, wofür sowas gut sein kann. Ist schon praktisch, wenn man immer ein Not-Essen im Eisfach hat.</p>
<p>Ich habe mir diesen Monat viel Mühe gegeben, meine Herangehensweise ans Kochen anzupassen. Auf Vorrat kochen und so. Und das klappt eigentlich auch ganz gut. Aber diese Woche habe ich es dann wohl etwas übertrieben. Meine Frau hat mir immer wieder gesagt &ldquo;mach ruhig mehr, das frieren wir dann weg&rdquo; und als ich am Dienstag eine mexikanische Chorizo-Bowl zubereitet habe, dachte ich mir, jau, machst du mal mehr. Reis? Kann man nie genug haben! In Japan essen die doch Tonnen von Reis. Jeden Tag. Also hab ich die ganze Packung gemacht. Ein Kilo Reis.</p>
<p>Die Reaktion meiner Frau war super. Ein <strong>Kilo</strong> Reis? Wer soll das alles essen? So viele Tupper-Dosen haben wir gar nicht! Tatsächlich scheine ich es zum ersten mal in fast 17 Jahren geschafft zu haben, alle Tupper-Dosen des Haushalts in Benutzung zu nehmen. Der Tag, an dem Fabi <strong>ein Kilo Reis</strong> gekocht hat, wird wohl für immer in die Saga der Familie Scherschel eingehen. Ich muss mir jetzt seitdem natürlich auch regelmäßig Witze dazu anhören. Da kann ich jetzt nur hoffen, dass das auch irgendwann auch wieder aufhört. Ich werde auf jeden Fall nie wieder ein ganzes Kilo Reis kochen. Immerhin haben wir jetzt erst mal Sättigungsbeilage im (R)eisfach.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Und auf einmal lesen Menschen mein Blog</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/medienecho-ausgefuchst-3/</link>
    <pubDate>Thu, 24 Jan 2019 21:16:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/medienecho-ausgefuchst-3/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Zum Medienecho der neusten Ausgabe von &ldquo;Ausgefuchst&rdquo;&quot;.</em></p>
<p>Seit Januar <a href="/de/categories/kolumne/" rel="">schreibe ich jeden Sonntag in diesem Blog eine Kolumne namens &ldquo;Ausgefuchst&rdquo;&quot;</a>. Wenn ich &ldquo;jeden Sonntag&rdquo; sage, meine ich, dass es bisher drei Ausgaben der Kolumne gab. Und mein dritter Text, vom letzten Sonntag, hat gleich eingeschlagen, wie eine Bombe. Ich habe das Ding, wie immer, auf Twitter gepostet und heute, knapp vier Tage später, hat <a href="https://twitter.com/fabsh/status/1086936135253848064" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Tweet</a> 45 Retweets, 114 Likes und 15 direkte Kommentare. Insgesamt wurden 21.635 Nutzer erreicht und 1.441 Menschen haben auf den Link hierher geklickt.</p>

<p>Die 15 Kommentare erscheinen auf den ersten Blick erst mal nicht so viel, aber zusammen mit den kommentierten Retweets ergibt sich ein klares Bild: Sehr viele Menschen (vor allem Frauen), können sich mit dem <a href="/de/post/2019-ausgefuchst-3/" rel="">was ich geschrieben habe</a> identifizieren. Viele berichten, dass sie sich auch schon über diesen Umstand geärgert haben. Allerdings scheint es vor meiner kleinen Kolumne noch nicht viele Berichte über dieses Problem gegeben zu haben. Mein Twitter-Kumpel <a href="https://twitter.com/peperjohnny" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@peperjohnny</a> hatte mir relativ schnell zwar <a href="https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/steuererklaerung-ist-das-steuerformular-frauenfeindlich/19738964.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Geschichte aus dem Tagesspiegel</a> von 2017 geschickt, die scheint aber damals nicht sonderlich viel Aufsehen erregt zu haben.</p>
<h3 id="die-software-kann-man-ändern" class="headerLink">
    <a href="#die-software-kann-man-%c3%a4ndern" class="header-mark"></a>Die Software kann man ändern</h3><p>Als jemand, der seit Jahren täglich über Software-Entwicklung schreibt, halte ich auch nicht viel von den dort vorgebrachten Argumenten. Ich glaube schon, dass sich das Problem im Prinzip relativ einfach in Software lösen lässt. Gespräche mit Bekannten aus anderen Ländern haben mich darin noch bestärkt. Finnland zum Beispiel scheint das Problem relativ elegant umschifft zu haben. Alles was ich gehört habe lässt mich allerdings vermuten, dass die Software bei den Finanzämtern allgemein sehr grottig ist und ganz andere Probleme hat. Da können natürlich die Finanzbeamten am wenigsten für.</p>
<p>Die eigentliche Wurzel allen Übels scheinen aber die Formulare zu sein, welche die verschiedenen Programme natürlich abbilden müssen. Die Crux liegt hier also wohl in den Gesetzen und Richtlinien, die vorschreiben, wie wir unsere Steuererklärung zu machen haben. Die zu ändern wird wohl weit schwieriger sein, als kompetente Programmierer mal den Code der Steuersoftware beim Finanzamt modernisieren zu lassen. Und dass nicht, weil es grundsätzlich so schwer ist, Gesetze oder Richtlinien umzuschreiben, sondern weil das in Deutschland erfahrungsgemäß einfach ewig dauert, wenn es nicht komplett blockiert wird. Vor allem, wenn es um Steuern und den damit verbundenen Verwaltungsapparat geht. Wenn nicht mal der Bund der Steuerzahler auf unserer Seite ist (siehe SZ-Artikel weiter unten) weiß man ja schon, woher der Wind weht.</p>
<p>Immerhin scheint das Thema durch meine Kolumne, anders als durch den Artikel im Tagesspiegel, nun endlich mal die Gemüter bewegt zu haben. Und so nimmt die Geschichte des Medienechos um meinen Text dann ihren Lauf.</p>
<h3 id="bento-brigitte-sz" class="headerLink">
    <a href="#bento-brigitte-sz" class="header-mark"></a>Bento, Brigitte, SZ</h3><p>Der Erste, der meinen Blog-Post verbreitete <a href="https://blog.fefe.de/?ts=a2ba4079" target="_blank" rel="noopener noreferrer">war Fefe</a> – ich nehme mal an, jemand hat meine Twitter-Nachricht gesehen und ihm einen Link zu meinem Blog zugetragen. Am Anfang der Woche wurden dann auch meine Kollegen bei diversen Medienhäusern auf meinen Tweet aufmerksam, der zu diesem Zeitpunkt fast ein kleines Bisschen viral ging. Zuerst landete meine Kolumne <a href="https://blogs.taz.de/bewegung/2019/01/21/steuererklaerungen-von-ehe-frauen-bringen-system-zum-absturz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in den Blogs bei der taz</a>. Dann kontaktierte mich ein Kollege von bento und <a href="https://www.bento.de/politik/sexismus-finanzamt-hamburg-ist-ueberfordert-weil-steuererklaerung-nicht-vom-mann-kommt-a-0d026d54-9110-4276-8301-7d660ebdce90" target="_blank" rel="noopener noreferrer">veröffentlichte eine Meldung</a>, die zwischenzeitlich auch bei Spiegel Online landete – wer es nicht weiß: bento ist das Jugendangebot von SpOn.</p>
<p>Als nächstes <a href="https://www.brigitte.de/aktuell/gesellschaft/deutschland--so-werden-frauen-bei-der-steuererklaerung-diskriminiert--11521254.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verlinkte mich die Brigitte</a> und dann kontaktierte mich ein netter Mitarbeiter der Süddeutschen, <a href="https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/steuererklaerung-software-frauen-1.4299454" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dessen Artikel heute morgen online gegangen ist</a>. Zwischenzeitlich hatte ich dann auch mit der Deutschen Presse-Agentur gesprochen, die meines Wissens die Geschichte auch vermeldet hat – spannend, spannend!</p>
<p>Wäre ja schon lustig, wenn ich im Endeffekt eine Änderung zum Besseren angestoßen hätte und sich vielleicht in ein paar Jahren die Formulare und die Steuersoftware ändern. Und das dann nur wegen einer Kolumne auf <strong>fab.industries</strong>, die ich mal eben an einem Samstag morgen in meinen Texteditor gehauen habe, weil meine Frau und ich die Antwort unseres Finanzamtes so lustig fanden. Ehrlich gesagt hätte ich nie vermutet, dass dieses Thema eine so große Resonanz findet, sonst hätte ich es sicherlich höher gehängt als eine Kolumne in meinem kleinen Blog hier.</p>
<h3 id="gerade-ich-gerade-bei-dem-thema" class="headerLink">
    <a href="#gerade-ich-gerade-bei-dem-thema" class="header-mark"></a>Gerade ich, gerade bei dem Thema</h3><p>Spaßig ist auch, dass mir auf einmal Feministen auf Twitter folgen. Wer mich kennt weiß, dass ich ein zwiegespaltenes Verhältnis zu Netz-Feministen habe und mit ihnen oft meinungsmäßig relativ weit auseinandergehe. Wer mich richtig gut kennt weiß, dass das daran liegt, dass mich meine Mutter sehr feministisch erzogen hat, dieses Verständnis von Feminismus allerdings von den gesellschaftlichen Kämpfen der &lsquo;70er und &lsquo;80er Jahre geprägt ist. Und vor allem von einem klaren Verständnis von Gerechtigkeit und Gleichberechtigung, mit dem es nicht vereinbar ist, irgendjemand zu diskriminieren oder einzuschränken. Auch nicht, wenn das einer Minderheit hilft. Ein Grundstein dieser Überzeugung ist, dass man nie mit zweierlei Maß messen darf und dass Unrecht nicht mit Unrecht vergolten werden kann.</p>
<p>Leider scheint dieses Verständnis einigen Menschen zu fehlen, die sich aktuell als Feministen bezeichnen – vor allem im Netz. Ich kann auch nichts mit Menschen anfangen, die behaupten oder andeuten, es gäbe keine biologischen Unterschiede zwischen Geschlechtern oder dass diese nicht relevant seien. Ich bin schließlich mit einer Biologin verheiratet. Und sie macht meine Steuererklärung.</p>
<p>Nicht dass ich irgendwas gegen die netten Menschen sagen will, die auf meinen Tweet reagiert haben. Das waren durchweg nette, vernünftige Menschen und ich fand die Diskussionen auf Twitter und anderswo sehr stimulierend. Vielleicht können wir ja in ein paar Jahren zurückblicken und von uns behaupten, dass wir damals etwas bewegt haben. Auch kleine Schritte in die richtige Richtung sind besser, als Schritte zurück.</p>
<p>Da mich übrigens einige Freunde, die kein Deutsch sprechen, gefragt haben, was es mit dem Trubel um mein Blog auf sich hat, habe ich den Text heute auch <a href="/post/2019-sexism-and-taxes/" rel="">ins Englische übersetzt</a>.</p>
<hr>
<p><strong>Addendum vom 28.01.2019</strong></p>
<p>Durch die Meldung der dpa ist meine Kolumne in Zeitungen und Nachrichten-Portalen der ganzen Republik (und darüber hinaus) gelandet. In der <em>Welt</em>, zum Beispiel, haben sie die Geschichte gleich zwei mal gebracht – <a href="https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article187683294/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="https://www.welt.de/vermischtes/article187682932/Hamburger-Journalist-stoesst-Sexismusdebatte-mit-Steuerbescheid-an.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>. Auch die offizielle Webseite der Stadt Hamburg <a href="https://www.hamburg.de/nachrichten-hamburg/12108826/frau-zuerst-im-steuer-formular-finanz-software-ueberfordert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hat es vermeldet</a>.</p>
<p>Weitere Berichterstattung, die ich gefunden habe:</p>
<ol>
<li><a href="http://www.siegener-zeitung.de/siegener-zeitung/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular-9770c9d7-1045-4c6d-9d55-f7518205aaa5-ds" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Siegener Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.pz-news.de/news_artikel,-Mann-oder-Frau-zuerst-im-SteuerFormular-_arid,1274929.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Pforzheimer Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.gaeubote.de/gb_21_111653075-1-_Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Gäubote</em></a></li>
<li><a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.finanz-software-ueberfordert-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular.08092411-1bf2-4ce0-9c09-f56b33475cef.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Stuttgarter Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.zvw.de/inhalt.deutschland-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular.cad4c450-06c9-4280-93ab-6e6c68c8852f.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Waiblinger Kreiszeitung</em> / <em>Schorndorfer Nachrichten</em> / <em>Winnender Zeitung</em> / <em>Welzheimer Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.mt.de/weltnews/nachrichten/nachrichten_aktuell/22359406_Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Mindener Tageblatt</em></a></li>
<li><a href="https://www.svz.de/deutschland-welt/panorama/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-id22389387.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SVZ.de</a></li>
<li><a href="https://www.shz.de/deutschland-welt/panorama/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-id22389377.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SHZ.de</a></li>
<li><a href="https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-vermischtes_artikel,-mann-oder-frau-zuerst-im-steuerformular-_arid,1801454.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Weser Kurier</em></a></li>
<li><a href="https://www.lz.de/ueberregional/nachrichten/22359405_Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Lippische Landes-Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.traunsteiner-tagblatt.de/nachrichten_artikel,-mann-oder-frau-zuerst-im-steuerformular-_arid,465853.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Traunsteiner Tagblatt</em></a></li>
<li><a href="https://www.focus.de/panorama/welt/gesellschaft-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular_id_10231414.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Focus Online</em></a></li>
<li><a href="https://www.rosenheim24.de/welt/news/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-zr-11483635.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rosenheim24.de</a></li>
<li><a href="https://www.wolfsburger-nachrichten.de/panorama/article216289419/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Wolfsburger Nachrichten</em></a></li>
<li><a href="https://kurier.at/leben/sexismus-debatte-mann-oder-frau-zuerst-im-steuerformular/400388111" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kurier.at</a></li>
<li><a href="https://www.berliner-zeitung.de/politik/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular--31933206" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Berliner Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.wn.de/Welt/Vermischtes/3630213-Finanz-Software-ueberfordert-Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Westfälische Nachrichten</em></a></li>
<li><a href="https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_85143640/finanz-software-ueberfordert-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">T-Online.de</a></li>
<li><a href="https://www.mz-web.de/politik/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular--31933206" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Mitteldeutsche Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.esslinger-zeitung.de/deutschland-welt/brennpunkte_artikel,-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-_arid,2239699.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Eßlinger Zeitung</em></a></li>
<li><a href="https://www.sat1regional.de/newsticker/frau-zuerst-im-steuer-formular-finanz-software-ueberfordert/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SAT.1 Regional</em></a></li>
<li><a href="https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.finanz-software-ueberfordert-mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular.08092411-1bf2-4ce0-9c09-f56b33475cef.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Stuttgarter Nachrichten</em></a></li>
<li><a href="https://www.morgenpost.de/vermischtes/article216289419/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Berliner Morgenpost</em></a></li>
<li><a href="https://www.peiner-nachrichten.de/panorama/article216289419/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Peiner Nachrichten</em></a></li>
<li><a href="https://www.freiepresse.de/nachrichten/panorama/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-artikel10429016" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Freie Presse</em></a></li>
<li><a href="https://www.general-anzeiger-bonn.de/news/panorama/Mann-oder-Frau-zuerst-im-Steuer-Formular-article4024987.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Bonner General-Anzeiger</em></a></li>
<li><a href="https://www.merkur.de/welt/mann-oder-frau-zuerst-im-steuer-formular-zr-11483635.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Merkur.de</a></li>
<li><a href="https://www.rtl.de/cms/frau-zuerst-im-steuer-formular-finanz-software-ueberfordert-4283800.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RTL.de</a></li>
</ol>
<p><strong>Addendum vom 29.01.2019</strong></p>
<p>Heute morgen hat dann auch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/NDR_90,3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NDR 90,3</a> ein Interview ausgestrahlt, das ich ihnen letzte Woche gegeben hatte. Sie haben auch den Finanzsenator der Stadt Hamburg, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Dressel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Dressel</a>, zu dem Thema befragt und der sagt, dass an dem Problem jetzt gearbeitet wird. Man geht in seiner Behörde davon aus, dass eine Änderung &ldquo;bis etwa 2021 technisch realisiert ist&rdquo;.</p>
<iframe width="100%" height="300" scrolling="no" frameborder="no" allow="autoplay" src="https://w.soundcloud.com/player/?url=https%3A//api.soundcloud.com/tracks/566481444&color=%23ff5500&auto_play=false&hide_related=false&show_comments=true&show_user=true&show_reposts=false&show_teaser=true&visual=true"></iframe>
<p>Wie cool ist das denn bitte? Das heißt, meine kleine Kolumne hat tatsächlich etwas zum Guten bewegt und wegen einem Blog-Post von mir werden jetzt die Steuerformulare in der ganzen Republik angepasst. Das macht mich jetzt gerade echt glücklich! </p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>In höheren Sphären</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/presseball/</link>
    <pubDate>Wed, 23 Jan 2019 18:14:56 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/presseball/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Mein Besuch auf dem 70. Hamburger Presseball.</em></p>
<p>Seit ich als Journalist in Deutschland arbeite, bin ich Mitglied im <a href="https://www.djv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJV</a>. Meine Eltern haben mir von klein auf beigebracht, wie wichtig Gewerkschaftsarbeit ist und als ich aus England zurück kam, war es für mich einfach Ehrensache, in den Verband einzutreten. Nach jahrelanger Mitgliedschaft im DJV Hannover wechselte ich Mitte letzten Jahres in den Hamburger Verband, da sich mein Lebensmittelpunkt <a href="/de/post/2018-heise/" rel="">entsprechend verschoben hatte</a>. Ende 2018 war ich dann sehr positiv überrascht, als ich vom DJV eine Einladung zum <a href="https://www.hamburger-presseball.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">70. Hamburger Presseball</a> erhielt. Ich bin seit Ewigkeiten James-Bond-Fan und hab von daher schon immer ein Faible für High-Society-Events, bei denen man Smoking trägt. Vor allem wenn sie im <a href="http://www.jamesbondlifestyle.com/product/hotel-atlantic-kempinski-hamburg-germany" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hotel Atlantic</a> stattfinden. Als ich diese Einladung bekam wusste ich also, dass ich da einfach teilnehmen <em>muss</em>.</p>

<p>Beim Hamburger Presseball trifft sich alljährlich nicht nur das Who-is-Who der Verlage und Redaktionen der Stadt, sondern auch eine Menge Prominenz des Landes. Diesmal war zum Beispiel <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Mousse_T." target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mousse T.</a> da, den ich natürlich prompt erst mal nicht erkannt habe. Immerhin wusste ich, wer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Tschentscher" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Tschentscher</a> ist. Als definitiv nicht prominente Hamburger Bürger saßen meine Frau und ich etwas vom Festsaal abgeschottet im kleineren Alstersalon. Immerhin hatten wir mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Kristina_L%c3%bcdke" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kristina Lüdke</a> eine NDR-Moderatorin an unserem Tisch und ich fand die resultierenden Gespräche sehr interessant. Und wir hatten es nicht so weit zum Austern-Buffet. Die Austern aus der Bretagne waren wirklich exzellent!</p>
<p>Vermisst habe ich vor allem Mitarbeiter des Spiegels, die sich dieses Jahr wegen der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Claas_Relotius" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Causa Relotius</a> wohl ziemlich aus dem Rampenlich herausgehalten haben, was ja auch irgendwie verständlich ist. Vor allem, wenn man die schmerzhaften Flachwitze über den Fall in den Auftaktreden betrachtet. Nach der Eröffnung der Tanzfläche durch die Debütantinnen und Debütanten habe ich meine Frau dann kurzzeitig beim Walzer blamiert. Tanzen ist wirklich nicht meine Stärke. Dafür kann ich Smalltalk halten wie ein Weltmeister und habe dementsprechend ein paar Kontakte geknüpft und bin Visitenkarten losgeworden.</p>


<p>Ich habe unseren Ausflug in die Hamburger High-Society sehr genossen. Ich muss das sicherlich nicht jedes Jahr machen, aber Spaß gemacht hat es. Ich war lediglich etwas enttäuscht, dass <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Udo_Lindenberg#Pers%C3%B6nliches" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Udo nicht runtergekommen ist</a> – das wäre das Sahnehäubchen auf dem Abend gewesen.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Der ganz formale Wahnsinn</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-3/</link>
    <pubDate>Sun, 20 Jan 2019 11:19:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-3/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute in meiner Sonntags-Kolumne: Sexismus und Steuern.</em></p>
<p>Bei uns zu Hause macht meine Frau die Steuererklärung. Warum? Weil sie viel besser mit Geld umgehen kann als ich. Ich bin eher so der kreative Part in der Beziehung, sie macht den ganzen komplizierten Kram. Weil wir einigermaßen fortschrittlich sind, macht sie unsere Steuererklärung mit dem Computer. Im letzten Jahr hat sie dann unsere erste gemeinsame Steuererklärung abgegeben, für die wir beide in der ganzen Steuerperiode in Hamburg gewohnt haben. Seitdem warten wir auf die Antwort vom Finanzamt.</p>
<p>Weil sich das Ganze nun schon eine Weile hinzieht, hat meine Frau dort mal angerufen und gefragt, was das Problem ist. Die Mitarbeiter unseres lokalen Finanzamtes waren sehr nett und hilfsbereit. Sie haben ihr dann allerdings eröffnet, dass es ein Problem sei, wenn sie ihren Namen als ersten Ehepartner (Person A) einträgt. Sie solle das doch bitte nicht tun. Dafür ist die Software beim Finanzamt nämlich nicht ausgelegt. Wenn der Ehemann nicht als erste Person eingetragen wird, stürzt das System ab und die Finanzamts-Mitarbeiter müssen alle Informationen von Hand erneut in das System eingeben. Das dauert.</p>
<p>Wenn man sowas hört, fragt man sich schon, ob das Software-Backend beim Finanzamt in den &lsquo;60er Jahren programmiert wurde. Wir leben im 21. Jahrhundert… Da wird doch wohl eine Frau die Steuererklärung für den Haushalt machen können und sich dann als erste Person eintragen dürfen. Wer an welcher Stelle auf dem Formular steht, ist doch nun wirklich egal. Was machen die denn, wenn zwei Frauen zusammen eine Steuererklärung abgeben? Ich mein, wen die da auch immer als &ldquo;Ehegatte&rdquo; eintragen, das ist ja auf jeden Fall falsch.</p>
<p>Schlimm genug, dass die Briefe vom Finanzamt seit Jahren an mich adressiert werden, auch wenn meine Frau die Steuererklärung abgibt. Aber das ist jetzt wirklich die Höhe. Ich bin ja sonst nun wirklich nicht jemand, der davon überzeugt ist, dass Begriffsänderungen die Gleichberechtigung fördern. Aber die Software beim Finanzamt sollte trotzdem wenigstens so gut mit den aktuellen Lebensgewohnheiten der Bürger des Landes Schritt halten, dass sie nicht abstürzt, wenn man seine Steuererklärung abgibt.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Deutsche Pest</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-2/</link>
    <pubDate>Sun, 13 Jan 2019 10:17:08 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-2/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>In der aktuellen Ausgabe meiner Sonntags-Kolumne schlage ich mich mit der Post herum.</em></p>
<p>Ein großer Nachteil der Selbstständigkeit ist, dass ich nun keine Poststelle mehr habe, über die ich Briefe verschicken kann; beziehungsweise dass ich nun meine eigene Poststelle bin. Was wiederum bedeutet, dass ich nun regelmäßig die Deutsche Post besuchen muss. Wer das selber öfters macht, wird wissen, was ich meine.</p>
<p>Versteht mich nicht falsch, ich mag unsere Briefträgerin. Und auch der DHL-Bote ist super. DHL ist um Längen besser, als alles was sich sonst noch Paketdienst nennt. Denn UPS- und FedEx-Pakete verschwinden gerne in kilometerweit entfernten Gewerbegebieten, die mit Öffis nicht zu erreichen sind und die Paketannahmestellen von DPD kann man sowieso nicht aufsuchen, wenn man zu normalen Zeiten arbeiten muss …komplett zwecklos. Und von Hermes wollen wir erst gar nicht reden. Da hol&rsquo; ich mein Paket lieber eigenhändig vom Absender ab.</p>
<p>Aber wenn es um den Briefversand geht, da ist die Post wirklich die Hölle auf Erden. Bei mir fing das Leid damit an, dass ich mir ein Postfach zugelegt habe. Eigentlich eine super Sache: Das Ding ist unverschämt billig und ich kann meine Briefe selber abholen. Den ganzen Snail-Mail-Spam werf&rsquo; ich dann direkt in der Postfachanlage weg. Was ich allerdings nicht wirklich verstanden habe, ist, dass alle Briefe immer an mein Postfach gehen. Auch die, die nicht an das Postfach adressiert sind.</p>
<p>Na gut, dagegen hilft, das Postfach unter einem Firmennamen auf zu machen. Als ich anfing als Freelancer zu arbeiten, wollte ich dann das Postfach von meinem Namen auf <strong>fab.industries</strong> ändern lassen. Kann man online machen, auf der Seite der Deutschen Post. Super, dachte ich… machste mal.</p>
<p>Von wegen! Leider wurde die Seite der Deutschen Post wohl 1998 programmiert und seit dem nicht mehr angefasst. Wenn ich da nämlich versuche, meine Mailadresse einzutragen (ist natürlich Plicht), dann sagt das System mir, dass die nicht gültig ist. Wahrscheinlich, weil es .industries nicht für <a href="https://data.iana.org/TLD/tlds-alpha-by-domain.txt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine gültige TLD</a> hält. Würde mich mal interessieren, ob .dhl und .post funktionieren. Wahrscheinlich nicht.</p>
<p>Also hab ich der Post nen Brief geschrieben, um das Postfach ändern zu lassen. Das hat auch nicht funktioniert. Schließlich musste ich persönlich antanzen, aber die Mitarbeiter am Schalter haben auch nicht verstanden, dass mein Freelancer-Business unter dem Namen <strong>fab.industries</strong> firmiert. Die Deutsche Post lebt und arbeitet halt immer noch in den &lsquo;90ern. Seitdem kriege ich gar keine Briefe mehr. Ob die das jemals wieder hinkriegen?</p>
<p>Schön fand ich übrigens auch den Post-Mitarbeiter, der mir tätliche Gewalt angedroht hat, weil ich das als Aufmacherbild verwendete Foto seiner unrechtmäßig abgestellten Rostlaube gemacht habe. Wer solche Mitarbeiter hat, der braucht keine Konkurrenz mehr.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Mein eigener Chef</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-1/</link>
    <pubDate>Sun, 06 Jan 2019 08:17:22 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2019/ausgefuchst-1/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Die erste Ausgabe meiner neuen Sonntags-Kolumne &ldquo;Ausgefuchst&rdquo;.</em></p>
<p>Ein <a href="https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/die-ausreden-von-thomas-glavinic-war-nur-kurz-im-koma-15964481.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">großartiger Text der FAZ zur Kolumne des Schriftstellers Thomas Glavinic</a> hat mich dazu inspiriert, selbst eine Kolumne zu schreiben. Ich hab das schon immer mal machen wollen, bisher hat mir nur niemand die Gelegenheit dazu gegeben. Was liegt also näher, als <a href="/de/blog/2018/heise/" rel="">mein neues Leben als freier Autor</a> damit zu beginnen, eine Kolumne über mein neues Leben als freier Autor zu schreiben? Ab jetzt jeden Sonntag, genau hier auf <strong>fab.industries</strong> – außer natürlich, ich finde eine Ausrede, die einem Glavinic würdig ist. Bebildern werde ich das Ding mit einem beliebigen Handy-Foto aus meiner Woche, denke ich.</p>
<p>Mein neues Leben als Freelancer fing eigentlich super an. Wir haben den Jahreswechsel in einer winzigen Hütte nahe <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ulfborg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ulfborg</a> in Dänemark verbracht. Den Tag danach hatten wir einen wunderbar-heftigen Nordsee-Sturm und haben uns vor dem Kamin verkrochen. Eigentlich wollte ich am Mittwoch anfangen zu arbeiten, aber dann haben wir uns spontan entschieden, den Tag auch noch Urlaub zu machen und für mich fing der Ernst des Freelancer-Lebens erst am Donnerstag an. Urlaub machen, wann man will …toll!</p>
<p>Nicht so toll ist allerdings, dass ich wegen eines unvorhergesehenen <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Politiker-und-Promi-Hack-Ehemaliges-Twitter-Konto-eines-YouTubers-missbraucht-4265608.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hackerangriffs</a> – sind sie das nicht immer – erst mal Freitag und Samstag durchgearbeitet habe. Und dabei bin ich seit Donnerstag mittag ziemlich erkältet. Hab Freitag trotzdem mehr als zehn Stunden gearbeitet und sogar den Launch meiner neuen Sendung <a href="/post/2019-morning-call/" rel=""><em>Morning Call</em></a> nicht abgesagt. Es stellt sich raus, dass der Nachteil davon, sein eigener Chef zu sein ist, dass man sich selbst die Ausreden nicht abnimmt. Und über die Kantine meckern kann ich jetzt auch nicht mehr, ich bin ja jetzt meine eigene Kantine. Meine Frau macht schon eifrig Listen, was ich die nächste Woche kochen soll. Nicht, dass ich nicht dankbar bin, ohne sie würde ich innerhalb von Wochen so leben wie Glavinic. Aber ein bisschen graut es mir vor dem ganzen Gekoche schon. Ich brauch ja auch Zeit zum Schreiben, verdammt!</p>
<p>Vielleicht nehm ich mir Montag erst mal frei. Keine Angst, <em>Morning Call</em> mache ich natürlich. Und was schreiben werde ich glaube ich auch. Halt nur privat, für mich, in meiner Freizeit. Mist. Ich hab keine Ahnung mehr, wie ich Freizeit und Job jetzt trennen soll – nach einer Woche schon! Wenigstens macht irgendwie alles Spaß, im Moment. Und das ist ja das Wichtigste.</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Abschied von Heise</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2018/heise/</link>
    <pubDate>Fri, 21 Dec 2018 06:43:06 &#43;0100</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2018/heise/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Nach fast sieben Jahren im Unternehmen verabschiede ich mich heute vom Heise-Verlag.</em></p>
<p>Heute ist <a href="/de/post/2018-freelancer/" rel="">mein letzter Tag bei Heise</a>. Insgesamt habe ich für fast sieben Jahren bei dieser Firma gearbeitet, mehr als fünf davon am Stammsitz in Hannover. Begonnen hat alles Anfang 2012. Damals studierte ich in Bonn und reparierte nebenbei bei NetCologne in Schulen Hard- und Software, als ich eine Anzeige für einen Redakteursjob in London auf Twitter sah. Der englischsprachige Heise-Ableger <em>The H</em> suchte damals jemanden, der sich mit aktuellen Entwicklungen im Linux- und Open-Source-Bereich auskannte. Dank <em>Linux Outlaws</em> konnte ich genau damit dienen und wagte den Sprung ins kalte Wasser. Ich arbeitete drei Monate zur Probe aus Bonn – über Skype ständig mit der Redaktion gekoppelt – und zog im Sommer schließlich nach Wimbledon. Das große Abenteuer hatte begonnen.</p>
<h3 id="londoner-abenteuer" class="headerLink">
    <a href="#londoner-abenteuer" class="header-mark"></a>Londoner Abenteuer</h3><p>Meine Frau, damals noch Freundin, blieb in Bonn, um ihre Doktorarbeit abzuschließen. Wir führten ein Jahr lang eine Fernbeziehung. Mein Leben damals war hauptsächlich von Arbeit bestimmt. Ich arbeitete lange und viel und in meiner Freizeit produzierte ich Podcasts – je beschäftigter ich war, desto besser. Ich habe mich damals wahrscheinlich derart in die Arbeit gestürzt, um Katy nicht zu sehr zu vermissen. Den Rest der Zeit verbrachte ich in Pubs oder in Streifzügen durch London, dieser wunderbaren Metropole mit all ihren Eigenheiten und kleinen Geheimnissen. Alle zwei oder drei Wochen flog ich über&rsquo;s Wochenende nach Hause: Freitags morgens mit dem gepackten Koffer ins Büro, danach mit der Tube nach Heathrow. Ich kann mich heute noch dran erinnern, wie gut es sich jedesmal anfühlte, Katy am Ausgang des Sicherheitsbereiches in Köln-Bonn stehen zu sehen.</p>
<p>Nach Katys erfolgreicher Promotion kam sie nach London und blieb für ein paar Monate in meiner kleinen Wohnung in Wimbledon. Wir bereiteten uns darauf vor, eine größere Wohnung zu suchen. Katy führte Gespräche, hatte eine Postdoc-Stelle in Cambridge in Aussicht. Aus heiterem Himmel dann die Katastrophe. Im Büro Besuch aus Hannover: Man eröffnete uns, dass <em>The H</em> eingestellt werde. Heise wollte sein Experiment mit dem englischsprachigen Engagement beenden. In zwei Wochen, zum Ende des Monats, sei Schluss. Ich ging nach Hause, eröffnete Katy, was man uns gesagt hatte. Ich weinte bitterlich – das war damals wohl einer der schlimmsten Tage meines Lebens.</p>
<h3 id="neustart-in-hannover" class="headerLink">
    <a href="#neustart-in-hannover" class="header-mark"></a>Neustart in Hannover</h3><p>Mein Traum vom Leben in London, vielleicht später die Staatsbürgerschaft anzunehmen, war geplatzt. Immerhin zeigte Heise sich verständnisvoll. Man bot mir an, mich nach Hannover zu fliegen, bei der <em>c&rsquo;t</em> seien Stellen offen. Heise hätte das nicht tun müssen und ich rechne es ihnen bis heute hoch an, wie menschlich man hier gehandelt hat. Katy und ich wollten nicht nach Hannover ziehen – aus London ein ziemlicher Abstieg. Aber es war die vernünftigste Entscheidung an diesem Punkt. Bei der <em>c&rsquo;t</em> bot man mir nach Gesprächen vor Ort einen unbefristeten Redakteursvertrag an, Katys Stelle in Cambridge wäre natürlich zeitlich begrenzt gewesen. Also zogen wir zurück nach Deutschland. Eine Wohnung zu finden, war ein ziemliche Aktion. Wir buchten alle Besichtigungstermine aus der Ferne im Voraus – insgesamt hatten wir ein-einhalb Tage Zeit, ein neues Heim zu finden. Glücklicherweise sind Katy und ich im Wohnungen finden ein unschlagbares Team und schafften es, trotz aller Widrigkeiten in der kurzen Zeit eine super schönes Zuhause in Isernhagen zu finden.</p>
<p>Ich fand im c&rsquo;t-Stammhaus schnell meine Nische und fing an, einen beträchtlichen Teil der Nachrichten für den Online-Channel <a href="https://www.heise.de/security/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>heise Security</em></a> zu schreiben. Nebenbei lernte ich, Magazin-Artikel zu verfassen. Mein erster großer Beitrag war gleich ein Titel-Thema: Ein Kollege und ich erklärten Bitcoin. Ich dachte damals, das Ganze wäre viel zu spät. Rückblickend war ein solcher Artikel im Jahr 2013 für deutsche Verhältnisse allerdings gradezu bahnbrechend. Irgendwann nachdem ich meinen neuen Job in Hannover angetreten hatte, fragte mich ein Kollege: &ldquo;Sag mal, du machst doch Podcasts?&rdquo; Er war selber Podcast-Fan und hatte seit Jahren versucht, bei Heise so etwas zu etablieren. Zusammen mit drei weiteren Kollegen stellten wir innerhalb weniger Wochen <a href="https://www.heise.de/ct/entdecken/?hauptrubrik=%40ctmagazin&amp;unterrubrik=c%27t&#43;uplink" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>c&rsquo;t uplink</em></a> auf die Beine. Den Namen habe übrigens ich mir ausgedacht. Erst fanden ihn alle blöd, aber weil niemandem was Besseres einfiel, blieb es dabei. Seitdem haben wir es mit diesem kleinen Team und einem sehr hart arbeitenden Video-Producer geschafft, jede Woche eine Folge dieser Show zu produzieren. Mittlerweile gibt es über 250 uplink-Ausgaben. Dieser Podcast ist eines der Dinge, auf die ich aus meiner Zeit bei Heise am stolzesten bin.</p>
<p>Es sollte nicht mein letzter Meilenstein bleiben. Ich hab zwar nicht den heise-online-Kommentar mit der größten Forendiskussion geschrieben, alle meine Kommentare zusammen haben aber höchstwahrscheinlich die meisten Forenreaktionen insgesamt eingefahren. Zeitweise ging die meistgelesene Geschichte auf <a href="https://www.heise.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>heise online</em></a> überhaupt auf mein Konto. Ich bin immer wieder eingesprungen, wenn kritische Sicherheitslücken erklärt werden mussten, die aus dem Nichts auftauchten – damit habe ich den einen oder anderen sehr späten Abend in der Redaktion verbracht. Ich habe unzählige Nachrichten-Meldungen für <em>heise online</em> verfasst und den News-Workflow im Security-Ressort eigenhändig komplett umorganisiert. Ich habe dafür gesorgt, dass <em>heise online</em> nach über zwanzig Jahren seit Ende 2017 endlich professionelle Stock-Fotos einsetzt. Ich war als Interview-Partner in allen bundesweiten Fernsehsendern (unter anderem live in der 20-Uhr-Tagesschau und den heute-Nachrichten) und live im Studio in mehreren Lokalsendern. Ich habe Radio-Interviews zu fast jeder Tages- und Nachtzeit und für alle erdenklichen Sender gegeben. Ich war als Redner bei der Stadt Hannover, bei der Kripo, vor Journalistenkollegen und vor Aufsichtsratsvorsitzenden… Und nebenbei habe ich jahrelang regelmäßig auch noch c&rsquo;t-Artikel produziert. Mit anderen Worten: Ich hab so ziemlich alles erlebt, was man bei der <em>c&rsquo;t</em> und <em>heise online</em> erleben kann. Eine meiner News-Meldungen hat es sogar in die <em>Titanic</em> geschafft.</p>
<p>In der Zwischenzeit war meine Frau – wir haben 2014 in Isernhagen geheiratet – in Hannover ziemlich unglücklich. Sie fand dort als ziemlich spezialisierte Naturwissenschaftlerin einfach keinen Job. Als sie schließlich eine Stelle am <a href="https://www.uke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UKE</a> in Hamburg in Aussicht hatte, wusste ich, dass sie die einfach annehmen musste. Alles andere würden wir schon regeln. Sie zog schließlich im Sommer 2014 nach Hamburg in eine kleine Wohnung und die Zeit der Fernbeziehung begann erneut. Am Anfang war das alles ertragbar – ich fuhr oft mit meinem Motorrad nach der Arbeit aus Hannover durch die Lüneburger Heide nach Hamburg und wir verbrachten viele erlebnisreiche Wochenenden zusammen in der wunderschönen Stadt an Elbe und Alster. Als das Ganze aber uns dritte Jahr ging, wussten wir beide, dass sich die Dinge langsam ändern mussten. Das konnte nicht ewig so weiter gehen. Anfang 2017 ergab sich für mich die Möglichkeit auch nominell in die heise-online-Redaktion zu wechseln. Zur Mitte des Jahres hin wurde dies konkret und ich stürzte mich voller Elan in eine neue Aufgabe bei Heise: Organisation der Nachrichten-Berichterstattung in den Themenbereichen Linux, Windows und IT-Security für heise online. Mehr Flexibilität beim Arbeiten für die Online-Leserschaft erlaubte es mir außerdem, endlich auch nach Hamburg zu meiner Frau zu ziehen.</p>
<h3 id="umzug-nach-hamburg" class="headerLink">
    <a href="#umzug-nach-hamburg" class="header-mark"></a>Umzug nach Hamburg</h3><p>Im Sommer bezogen wir eine gemeinsame Wohnung in Alsterdorf. Seit August 2017 pendele ich also regelmäßig aus Hamburg zum Heise-Hauptquartier in Hannover. Im Sommer öfters auf dem Motorrad, aber bei unter zehn Grad und auch bei hohem Stress per ICE – man will sich ja nicht auf der A7 tot frieren (oder vor Erschöpfung tot fahren). Im Zug bedeutete das vier bis fünf Stunden Pendeln am Tag. Bis heute bin ich mit dem Pendeln selbst ziemlich gut klargekommen. Es stellt sich eine gewisse Routine ein. Vielen meiner Kollegen ging es allerdings anders. Ob wohl diese Leute so gut wie nie mit mir persönlich geredet haben, wenn ich in meinem Büro saß, stieß es Leuten auf einmal sauer auf, wenn ich nicht im Haus war. Dass ich beim Schreiben zu Hause immer deutlich produktiver war als im Büro in Hannover, schien nie jemand zu bemerken. Irgendwie kristallisierte sich zur gleichen Zeit ein Gedanke, den ich schon in den Jahren davor immer mit mir rumgetragen hatte: Du brauchst was Neues. Du kannst nicht ewig bei Heise bleiben. Es ändert sich nicht genug, du rostest fest. Seit ich nach Hannover gezogen bin und Kollegen kennenlernte, die seit dreißig Jahren bei der <em>c&rsquo;t</em> arbeiten, war mir klar, dass das einfach nichts für mich ist. Wie sagte mir der Ex-Heisianer und geschätzte Kollege <a href="http://www.mojomag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Clemens Gleich</a> einmal am Telefon: &ldquo;Wenn du gehen musst, dann musst du gehen. Das ist alles auch nicht so schlimm hier draußen, wie alle immer sagen.&rdquo;</p>
<p>Ich hab es meiner Frau zu verdanken, mich daran zu erinnern, dass ich Eier habe und dass man manchmal Risiken eingehen muss, um glücklicher zu werden. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und wir entwickeln uns als Individuum nur weiter, wenn wir uns dazu zwingen, uns an veränderte Umstände anzupassen – auch, oder vor allem, weil das manchmal beängstigend ist. Das Beste in meinem Leben habe ich erreicht, weil ich mich getraut habe, ins kalte Wasser zu springen. Meine Erfahrungen als Austauschschüler in Australien, die 16 Jahre zusammen mit meiner Frau und der Job bei <em>The H</em> und später bei <em>c&rsquo;t</em> und <em>heise online</em> sind dafür nur einige Beispiele aus meiner bisherigen Biografie. In diesem Sinne habe ich Angst vor, und freue mich auf, neue Abenteuer als freier Journalist.</p>
<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/queDnG9ZeNk" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe>
<p>Heute verabschiede ich mich aus meinem Büro bei Heise, aber ich sage den Kollegen nicht für immer tschüss. Ich freue mich weiterhin, für den Heise-Verlag zu schreiben. Ich habe in diesem Haus sehr viel gelernt und dafür bin ich sehr dankbar. Aber ich freue mich auch darauf, für andere Publikationen tätig zu werden und <a href="/de/anheuern/" rel="">viele neue Dinge auszuprobieren</a>. Ich bin gerade an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich geneigt bin, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Marius_M%C3%BCller-Westernhagen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem Dichter aus meiner Heimat</a> – dem Ruhrgebiet – zuzustimmen: &ldquo;Freiheit. Freiheit ist das einzige, was zählt.&rdquo;</p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Reisebericht: Sizilien</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2018/sizilien/</link>
    <pubDate>Tue, 02 Oct 2018 18:56:41 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2018/sizilien/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Erfahrungen von meinem ersten Besuch auf Sizilien: Essen, Landschaft und Eurowings.</em></p>
<p>Der Urlaub begann so schlecht, wie ein Urlaub überhaupt beginnen kann. Wir sitzen am Gate in Hamburg und wollen boarden, da wird uns gesagt, dass der Flug ausfällt. Kein Grund, keine Alternative, keine weiteren Informationen: <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Eurowings" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eurowings</a>.</p>

<p>Natürlich haben wir es nicht geschafft, rechtzeitig nach Düsseldorf zu kommen, um unseren Anschlussflug nach <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Catania" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Catania</a> zu bekommen. Der einzige andere Flug nach Sizilien an diesem Tag – mit <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/EasyJet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EasyJet</a> – ist bereits ausgebucht. Also heißt es: Anstehen und Flug auf den nächsten Tag umbuchen lassen. Statt Sonntag mittag sollen wir nun Montag spät abends in Catania ankommen. Bei einer Woche Urlaub in Gänze ist das ganz schön ärgerlich. Immerhin leben wir direkt neben dem Flughafen und können einfach wieder nach Hause laufen (in Wirklichkeit haben wir ein Taxi genommen). Den Rest des Sonntags verbringe ich statt im Flugzeug in Richtung Süden und Sonne damit, meine zu Recht enttäuschte Frau zu umsorgen.</p>

<p>Immerhin haben wir es dann am Montag nach Catania geschafft. Auch wenn der Flug, diesmal aus Köln/Bonn, hoffnungslos verspätet war. Wir waren einfach nur froh, dass die Eurowings-Maschine diesmal tatsächlich abgehoben ist. Auf <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Sizilien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">der Insel</a> angekommen, ging es mit dem Privat-Taxi – stilecht italienisch: ein &ldquo;Freund&rdquo; der Besitzerin <a href="https://www.airbnb.com/rooms/2749432" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unserer AirBnB-Unterkunft</a> – zum Zielort. Nach dem ganzen Reise-Drama waren wir erst mal froh, ein Bett zu haben.</p>


<p>Am nächsten Morgen machten wir uns daran, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Ortygia_%28Syrakus%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ortygia</a> zu erkunden. Ortygia ist eine kleine Insel an der Spitze von <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Syrakus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Syrakus</a>. Die Stadt an sich ist ziemlich hässlich: laut, dreckig und voll. Man sieht die Armut der Leute hier an jeder Ecke. Überall liegt Müll herum. Ortygia, allerdings, ist wunderschön. Winzige, verwinkelte Gassen schlängeln sich labyrinthartig zwischen alten Gebäuden durch. Gefühlt findet man an jeder Ecke eine katholische Kirche. Zwar sind auch hier die Häuser ziemlich alt und schäbig (zumindest von außen), in den winzigen Gassen hat das Ganze allerdings einen enormen Charme. Ein bisschen hat es mich an einen Besuch in Venedig vor ein paar Jahren erinnert. Zumal die Insel so klein ist, dass man nirgends weit vom Wasser entfernt ist.</p>

<p>Wenn man das Fenster unsere kleinen, minimalistischen aber sehr schicken Dachgeschoßwohnung öffnete, konnte man dementsprechend auch die Brandung der Wellen an den Steinmauern der Insel hören. Die Ausläufer des <a href="http://www.spiegel.de/panorama/sturmtief-fabienne-frau-stirbt-durch-unwetter-in-bayern-a-1229635.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sturmtiefs Fabienne</a> aus der vorangegangenen Woche sorgten dafür, dass das Wetter während unseres Aufenthaltes ziemlich durchwachsen war. Wir hatten nicht so viel Sonne, wie wir uns das eigentlich gewünscht hatten. Dafür sorgte der Wind für ein ziemliches Spektakel an der Küste: Raue Brandung türmte Wellen bis zu 1,5 Metern auf, die spektakulär an den Mauern und Wellenbrechern von Ortygia zerschellten. An den Stränden in der Nachbarschaft von Syrakus hatten wir so ziemlich coolen Wellengang – wovon ich beim Schwimmen immer ein großer Fan bin. Ich habe das Mittelmeer noch nie dermaßen rau erlebt.</p>


<p>Die Kombination aus Wetter und dem Mangel an Stränden in der unmittelbaren Umgebung sorgte dafür, dass wir relativ viel Zeit beim Erkunden der Insel und auf unserer Dachterasse beim Lesen vebracht haben. An zwei Tagen war das Wetter immerhin so gut, dass es für klassischen Badeurlaub in der prallen Sonne reichte. Zuerst ging es mit dem Bus zum Strand – wir sind auf dem Hinweg schwarz gefahren, da wir erst nicht kapiert haben, wie und wo man Tickets kauft. Danach haben wir uns ein Auto gemietet, das wir praktischerweise am letzten Tag einfach am Flughafen in Catania abgeben konnten. Dank dem unkomplizierten Service bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Avis_Rent_a_Car" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Avis</a> hat das alles auch hervorragend funktioniert.</p>


<p>Eigentlich wollten wir mit unserem Opel Corsa auch noch <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Taormina" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Taormina</a> erkunden, auf Grund von Stau in der Rush Hour in Catania auf dem Weg dorthin entschlossen wir uns allerdings, lieber den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84tna" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ätna</a> hinauf zu fahren. Die Aussicht da oben ist ganz gut und die Fahrt rauf ziemlich schön, aber wir hatten nicht genug Zeit und keine Lust auf eine Wanderung zu den Kratern. Im Endeffekt hätte mir ein Besuch in Taormina wohl besser gefallen. Wie immer, wenn ich mit meiner Frau im Auto unterwegs bin, hat der Roadtrip allerdings trotzdem viel Spaß gemacht.</p>

<p>Das absolute Highlight unserer Woche auf Sizilien war das Essen. Die Küche meines Vaters hat mich fast meine komplette Jugend lang an die italienische Art zu Kochen gewöhnt – das waren bei uns zu Hause einfach die beliebtesten Gerichte. Ich glaube mittlerweile, dass die da unten nichts kochen können, was ich nicht mag. Gut, die Frühstuckskultur ist schrecklich und man muss sich unbedingt eine Kaffeemühle, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Pressstempelkanne" target="_blank" rel="noopener noreferrer">French Press</a> und den eigenen Kaffee mitnehmen, wenn man vernünftige Mengen von dem Zeugs haben will – aber das haben wir in weiser Voraussicht auch getan. Aber Abends, da blüht der Italiener kulinarisch gesehen auf. Zum Abschluss jeden Tages hatten wir die schwere Wahl: Pizza oder Pasta?</p>

<p>Am Ende haben wir zwei exzellente Restaurants entdeckt (wie immer bei sowas hauptsächlich der Verdienst meiner Frau) und fast jeden Abend dort gegessen. Im Schwarzen Schaf (<a href="https://www.pizzerialapecoranera.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">La Pecora Nera</a>) auf der Hauptinsel gibt es köstliche Pizza. Und in der <a href="http://www.trattoriaoscina.it/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trattoria O&rsquo; Scinà</a> in Ortygia bekommt man göttliche Nudeln und der Service ist sehr nett und familiär. Der Kellner dort hat sich wirklich aus ganzem Herzen gefreut, als wir zum zweiten Mal dort auftauchten. Alleine wegen des Essens könnte ich Monate auf Sizilien verbringen. Die Pizza dort ist grandios – wie nicht anders zu erwarten war. Und dann die Pasta… Spaghetti Siciliana, Carbonara di Mare… herrlich! Sogar das <a href="https://www.essen-und-trinken.de/sugo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sugo</a>, das ich an zwei Tagen gekocht habe, schmeckt dort besser, weil die Tomaten und das Olivenöl einfach perfekt sind. Gerne hätte ich auch noch die von den <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Andrea_Camilleri#Commissario_Montalbano" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Montalbano-Büchern</a> inspirierten Rezepte im O&rsquo;Scinà probiert. Ach, beim nächsten Mal!</p>

<p>Schweren Herzens sind wir schließlich wieder zum Flughafen gefahren. Immerhin haben wir fünf Tage lang gut gegessen, zwei Tage in vollen Zügen Sonne getankt und in der Zwischenzeit eine Menge gelesen. Und sogar der Rückflug fand am richtigen Tag statt! Wir haben entschieden, Sizilien auf jeden Fall wieder zu besuchen – diesmal vielleicht irgendwo im Norden, bei <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Palermo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Palermo</a>. Ich wollte schon immer mal <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Corleone" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Corleone</a> sehen. Aber jetzt geht es erst mal daran, die 800 Euro von Eurowings einzutreiben, <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Fluggastrechte#Rechte_bei_Annullierung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">die uns zustehen</a>.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Ausfahrt auf dem Lotsenschoner</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2018/lotsenschoner/</link>
    <pubDate>Sun, 02 Sep 2018 11:29:45 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2018/lotsenschoner/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Ein Bericht über eine Tagestour auf der No. 5 Elbe, dem ältesten noch fahrtüchtigen Segelschiff Hamburgs.</em></p>
<p>Normalerweise stehe ich an einem Sonntag nicht um sieben Uhr auf; dafür mag ich es viel zu sehr, am Wochenende auszuschlafen. Am vergangenen Sonntag hatten wir allerdings einen Segeltörn auf dem <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/No._5_Elbe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lotsenschoner No. 5 Elbe</a> gebucht. Und für Hamburgs ältestes noch seetüchtiges Holzschiff von 1883 kann man schließlich auch mal früher aufstehen. Es hat sich gelohnt, muss ich sagen.</p>

<p>Bei wunderschönem Wetter an einem noch relativ warmen, späten Augusttag unternahm der Lotsenschoner seine letzte Fahrt für dieses Jahr. Zum Ende der Saison wird er nun nach Dänemark überführt, um dort in einer Werft generalüberholt zu werden – und hoffentlich im nächsten Jahr für weitere Fahrten bereit zu stehen. Ich hatte meiner Frau im vergangenen Jahr einen Törn mit dem Schiff zum Geburtstag geschenkt und wir wollten unbedingt noch dieses Jahr mitsegeln. Bei der achtstündigen Fahrt handelte es sich um eine gemütliche Sonntagstour vom Hamburger Traditionshafen in der HafenCity aus die Elbe hinunter – und im Anschluss wieder hinauf. Allerdings ist selbst eine gemütliche Sonntags-Ausfahrt im Hamburger Hafen auf einem knapp 30 Meter langen Traditions-Segelschiff ein kleines Abenteuer.</p>
<p>Den ersten Teil der Strecke, bis hinter das Airbus-Gelände in Finkenwerder, mussten wir mit Hilfe der Diesel-Motoren des Schiffes zurücklegen, da man auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens in diesem Teil des Hafens die Fahrrinne nicht kreuzen darf. Und wir hätten kreuzen müssen, denn der Wind wehte munter die Elbe hinauf genau in den Hafen hinein. Selbst unter Diesel-Kraft involviert das Steuern dieses altertümlichen Schiffes in einem so vielbefahrenen Fahrwasser vier Leute: Der eigentliche Steuermann an der Pinne, zwei Besatzungsmitglieder, die sich an Steuerbord und Backbord über die Reling lehnen, sowie ein Ausguck auf dem Vorsteven des Schiffes. Und alle schreien sich munter Befehle zu, ein bisschen wie in <em>Das Boot</em>.</p>
<p>Da der Lotsenschoner keinen Aufbau auf dem Achterdeck hat, kann der Steuermann nämlich nicht wirklich gut sehen, was genau vor dem Schiff passiert. Es ist für die Besatzung des Schiffes jedes Mal eine ganz schönes Stück Arbeit, den Sandtorhafen auf diese Art zu verlassen und an den Landungsbrücken vorbei die Elbe runter zu fahren, ohne dabei mit einer der unzähligen Fähren, Ausflugsschiffe oder gar Containerfrachter zu kollidieren, die an einem Sonntagmorgen den Hamburger Hafen bevölkern.</p>

<p>Nachdem wir die Werften von Blohm + Voss und später den Airbus-Flughafen passiert hatten, gab es erst mal eine deftige Gulaschsuppe zum Mittagessen. Natürlich aus den selben Muggs, aus denen an Bord auch der Kaffee serviert wird. Stilecht. Danach wurde es dann Zeit, Hand anzulegen und die Segel zu setzen. Allerdings kamen wir gegen den Wind kreuzend, bei 3,5 Knoten Gegenströmung aus Richtung Elbmündung nicht sehr schnell vorwärts. Wir mussten trotzdem allerhand kleiner Schaluppen ausweichen, die in Höhe des Yachthafens Hamburg ebenfalls munter das Fahrwasser kreuzten – wieder eine nicht zu unteschätzende Aufgabe für den Steuermann und sein Team. Richtig ins Segeln kamen wir allerdings erst auf dem Rückweg; mit Strömung und Rückenwind.</p>




<p>Der Ausflug hat richtig Spaß gemacht. Kein Wunder, das Wetter war für Hamburger Verhältnisse immerhin schon fast unrealitisch gut. Es hat mir Lust auf weitere Ausfahrten mit diesem wunderschönen Schiff gemacht. Kein Wunder. Das Holz, die polierten Messingbeschläge und die liebevolle Einrichtung unter Deck – es ist unmöglich, sich <em>nicht</em> in dieses Schiff zu verlieben. Ich glaube, das nächste Mal will ich richtig segeln. Neben Törns auf der Elbe kann man auch Überführungsfahrten mit der No. 5 Elbe mitmachen, in der Vergangenheit gab es Fahrten über Kanäle und die Nord- und Ostesee. Die Deutsche Bucht mit diesem Schiff zu durchfahren muss absolut überwältigend sein. Vielleicht wird das mein nächstes Abenteuer.</p>
]]></description>
</item>
<item>
    <title>Unendliche Möglichkeiten</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2018/freelancer/</link>
    <pubDate>Wed, 08 Aug 2018 09:43:06 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2018/freelancer/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Heute mache ich etwas öffentlich, an dem ich schon eine ziemlich lange Zeit arbeite. Zum Ende des Jahres werde ich freier Journalist.</em></p>
<p>Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich mag die Arbeit bei <a href="https://www.heise-gruppe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Heise</a>, trotz der Tatsache, dass ich jetzt seit über einem Jahr von Hamburg nach Hannover pendele. Ich habe bei der <em>c&rsquo;t</em> und bei <em>heise online</em> eine Menge netter und sehr intelligenter Menschen kennengelernt und ich mag es, mit ihnen zusammenzuarbeiten. In meiner Zeit bei Heise habe ich mehr gelernt, als ich in Worte fassen kann. Nichtsdestotrotz ist es nun Zeit zu gehen. Ich glaube fest daran, dass man sich als Schreiber und als Journalist ständig neuen Herausforderungen stellen muss, wenn man gut sein will. Ich befürchte, dass wenn ich bei Heise bleibe, ich dort stagniere. Es ist etwas beängstigent, mich jetzt als Freelancer selbstständig zu machen, aber wenn mir eins noch mehr Angst macht, dann ist es, bis zum Ende meiner Karriere an ein und dem selben Schreibtisch fest zu sitzen.</p>
<p>Alle Dinge, die mir im Leben wichtig sind – meine Frau, meine Zeit in Australien, meine Podcasts, mein Job als Journalist – habe ich, weil ich im richtigen Moment nicht bewegungslos erstarrt bin, sondern mich entschlossen habe, zu handeln. Wenn ich damals nicht die Eier gehabt hätte, mich auf einen Tweet hin als englischsprachiger Journalist in London zu bewerben, wäre ich nie bei Heise gelandet. Das war damals auch beängstigent. Und trotzdem bin ich heute hier.</p>
<p>Aus genau diesem Grund habe ich mich zu einem Sprung in neue Abenteuer entschlossen. Ich freue mich schon sehr auf das, was auf mich zu kommt! Falls ich für euch schreiben soll, findet ihr auf meiner <a href="http://fabsh.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lebenslauf-Webseite</a> eine Menge Kontaktmöglichkeiten. Ab Januar 2019 stehe ich zu Diensten.</p>

<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/XE2RmuV6ed0">Casey Horner</a></p>]]></description>
</item>
<item>
    <title>Hello World!</title>
    <link>https://fab.industries/de/blog/2018/hello-world/</link>
    <pubDate>Wed, 25 Jul 2018 17:41:01 &#43;0200</pubDate>
                <author>
                    <name>Fabian A. Scherschel</name>
                    <uri>https://fab.industries/about</uri>
                    <email>contact@fab.industries</email>
                </author>
    <guid>https://fab.industries/de/blog/2018/hello-world/</guid>
    <description><![CDATA[<p><em>Willkommen bei FOXTROT ALFA BRAVO, dem Blog und der Projektseite von fab.industries, meiner neuesten Unternehmung im Web.</em></p>
<p>An diesem Punkt fragt ihr euch wahrscheinlich, was fab.industries sein soll. Also… ich habe diese Seite als zukünftigen Sammelpunkt für alles konzipiert, was ich im Netz so produziere. Die Seite ist explizit getrennt von meinem Podcast-Netzwerk <a href="http://sixgun.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sixgun Productions</a> konzipiert. Hier sollen auch Dinge landen, die ich in meinem Job bei <a href="http://heise.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heise online</a> nicht unterbringen kann. Ich werde hier aber auch ein Portfolio meiner Arbeit an anderen Orten im Netz pflegen.</p>
<p>In Zukunft könnt ihr hier Blog-Artikel über meine tägliche Arbeit als Tech-Journalist erwarten. Außerdem werde ich natürlich über all die Dinge schreiben, die ich interessant finde und euch über neue Podcast-Folgen und Streams von Sixgun Productions informieren. Ich habe vor, hier regelmäßig auch auf Englisch zu schreiben, um meine Sprachfähigkeiten weiter zu trainieren. Auch das Übesetzen <a href="/" rel="">englischer Texte</a> ins Deutsche sollte dabei helfen, den Rost von meinen Übersetzungsfähigkeiten fernzuhalten.</p>
<p>Ich hoffe, ihr findet hier bei fab.industries etwas für euch Lesenswertes, so dass ihr ab und zu mal wieder hier vorbeischaut. In Zukunft habe ich an dieser Stelle vielleicht auch mal aufregende Nachrichten zu berichten. Ihr hört&rsquo;s hier auf jeden Fall zuerst. Bis dahin!</p>
<hr>
<p>Aufmacherbild: <a href="https://unsplash.com/photos/3InMDrsuYrk">Alexander Popov</a></p>]]></description>
</item>
</channel>
</rss>
