Silvester in Berlin

Tagesschau: Silvesternacht in Deutschland: Tote und Verletzte bei Unfällen und Krawallen

Eigentlich ist in der Silvesternacht in Berlin so gut wie nichts passiert:

Die Polizei war nach Angriffen auf Einsatzkräfte in den vergangenen Silvesternächten verstärkt vor allem in Städten unterwegs. Allein in Berlin waren mehr als 4.000 Polizisten im Einsatz. Nach ersten Angaben von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) nahm die Polizei in Berlin mehr als 420 Menschen fest und zählte 30 verletzte Beamte. Die Polizei sei in der Hauptstadt “konsequent gegen Gewalttäter mit allen rechtsstaatlichen Mitteln vorgegangen”. Einsatzstrategie und -konzept seien erfolgreich gewesen. Dennoch sei es auch diesmal zu “Gewalt” gekommen. Nun müsse die Justiz Straftaten “schnell und konsequent” verfolgen.

420 Festnahmen in einer Stadt von 3,6 Millionen Einwohnern sind so gut wie nichts. Okay, 30 verletzte Polizisten sind nicht schön, aber da ich annehme, dass da auch kleinste Verletzungen wie verknackste Knöchel gezählt werden, ist es dann wahrscheinlich auch nicht mehr so schlimm, wie es sich erstmal anhört.

Es ist eine statistische Unausweichlichkeit, dass es mehr Verhaftungen und mehr verletzte Polizisten gibt, je mehr Polizisten man an solchen Abenden einsetzt. Aber natürlich muss die Presse, egal wie wenig passiert, wieder mal alles Negative hervorheben.

Stephan Weh, Landesbezirkschef in Berlin bei der Gewerkschaft der Polizei, sagte bei tagesschau24, in den “Hotspots” sei es etwas ruhiger gewesen. Dennoch gab es mehrere verletzte Einsatzkräfte. Man somit können wir “nicht von einem friedlichen Silvesterabend reden”.

Das gleiche gilt für Feuerwerk. Natürlich verletzen sich jedes Jahr die Spinner, die unverantwortlich mit Böllern hantieren. Das ist nun wirklich nichts Neues. Das steht seit über 50 Jahren nach jedem Silvester in der Zeitung. Trotzdem wird es immer wieder berichtet, als ob es das erste Mal wäre.

In Berlin zogen sich zudem beim Umgang mit Feuerwerk mehrere Menschen in der Silvesternacht schwerste Verletzungen zu. Im Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) waren bis Donnerstagmorgen mehr als 30 Verletzte in Behandlung, bei einigen von ihnen mussten Finger oder Teile der Hand amputiert werden, wie Kliniksprecherin Angela Kijewski der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auch Verbrennungen, Gesichts- und Augenverletzungen seien vorgekommen.

“Besonders entsetzlich” sei, dass unter den Verletzten acht Minderjährige zwischen 14 und 17 Jahren seien: “Ihr Leben wird sich durch diese Verletzungen für immer verändern”, sagte Kijewski. Zudem hätten mehrere junge Männer beim Beugen über Böllerbatterien Feuerwerk ins Gesicht bekommen und dabei schwere Verletzungen etwa an den Augen davongetragen. Die Klinik erwarte, dass sich im Laufe des Tages noch weitere Menschen zur Behandlung einfinden werden.

Als nächstes kommen dann wieder die Rufe nach Verboten. Nur weil ein paar dumme Menschen dumme Dinge gemacht haben. 🤦‍♂️

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