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Die Schufa und ihre Test-Daten
Ich bin schon seit Jahrzehnten der Meinung, dass die Schufa verboten gehört. Wir machen immer viel Trara um Daten- und Verbraucherschutz in Deutschland, machen Gesetze und Verordnungen, aber am Ende kann eine Organisation wie die Schufa, die immer wieder wegen mangelndem Datenschutz, fehlerhaften Daten, fragwĂŒrdigem GeschĂ€ftsgebaren und sogar ungerechter Behandlung ganzer Bevölkerungsgruppen in die Kritik geraten ist, ungehindert weiter operieren. Ja, ihre Position und Quasi-Monopolstellung wird von Staat und Wirtschaft auch noch geschĂŒtzt. Im Grunde wendet die Schufa ein gewisses finanzielles Risiko von â vor allem gröĂeren â Unternehmen ab, welches dieses meist problemlos selbst tragen könnten. Und das Ganze auf Kosten normaler BĂŒrger, die in den schlimmsten FĂ€llen von Fehlern oder Missbrauch sogar ihre finanzielle Existenz verlieren können.
Das ist schon schlimm genug, wenn man vom Datenreichtum ausgeht, den die Schufa legalerweise ihr Eigen nennt. Aber jetzt stellt sich raus, dass bei der Schufa natĂŒrlich auch Daten liegen, die schon lĂ€ngst hĂ€tten gelöscht werden mĂŒssen. Ăberrascht das wirklich irgendwen?

Neben der âoffiziellenâ Schufa-Datenbank gibt es noch eine zweite Sammlung, von der selbst viele Fachleute nichts wussten: âHistorischeâ Daten von Millionen Verbraucherinnen und Verbrauchern, veraltete Informationen, die Jahre zurĂŒckreichen und von denen die Betroffenen bislang annahmen, dass sie lĂ€ngst gelöscht seien.
Im europĂ€ischen Datenschutzrecht gibt es ein âRecht auf Vergessenwerdenâ, eine gesetzliche Verpflichtung, alte Daten nach einer bestimmten Zeit zu löschen. Wer seine Schulden einmal beglichen hat, der soll nicht immer wieder von seiner Vergangenheit eingeholt werden können. Trotzdem glaubt die Schufa, auch solche Daten dauerhaft speichern und verwenden zu dĂŒrfen.
So berechnet sie auf Wunsch von Unternehmenskunden, zum Beispiel Banken, die ZahlungsfĂ€higkeit von Verbrauchern fĂŒr einen bestimmten Tag in der Vergangenheit â aber nur testweise, wie sie betont. Diese Datentests seien aus ihrer Sicht nicht zulĂ€ssig, sagt Ruth Janal, Expertin fĂŒr Datenschutzrecht und Professorin an der Uni Bayreuth. âHistorische Scores geben einen gewissen Einblick in die finanzielle Situation der betroffenen Personen in der Vergangenheit. Das geht die Vertragspartnerinnen der Schufa schlichtweg ĂŒberhaupt nichts an.â
Alles ist rechtens, das ist hingegen die Kernbotschaft der Schufa. âDie Speicherung und Weiterverarbeitung von historischen Daten stĂŒtzt sich insgesamt auf mehrere, sich gegenseitig ergĂ€nzende datenschutzrechtliche ErlaubnistatbestĂ€ndeâ, heiĂt es in einer Antwort an NDR und SZ. Besonders Banken seien gesetzlich verpflichtet, die Aussagekraft von Scores zu gewĂ€hrleisten â und deshalb sei âdie Schufa gehalten, historische Daten zu Testzwecken zu speichernâ.
â Die Schattendatenbank der Schufa, Tagesschau
Na, wenn das nur âtestweiseâ ist, ist ja alles gut! Ich wette, wenn wer in deren Server einbricht und die Daten kopiert, dann zieht im darauffolgenden Strafverfahren die Entschuldigung, der Hacker habe die Daten nur âtestweiseâ mitgehen lassen, allerdings nichtâŠ
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Katys Neue Webseite
Nach einiger Zeit und einer Menge Arbeit, habe ich gerade die neue Webseite meiner Frau online gestellt. Sie fĂŒhrt alle ihre wissenschaftlichen Publikationen und weitere Informationen zu ihrer Forschung auf: scherschel.science
Ich bin offensichtlich stolz â mehr auf meine Frau als auf die Webseite.

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Deutsche Bahn Bordbistro: Schlimmer geht immer
Reisen mit der Deutschen Bahn macht keinen SpaĂ. Jeder, der das regelmĂ€Ăig tut, weiĂ das. Reisen mit der Deutschen Bahn ist im besten Fall ertrĂ€glich, öfter allerdings ist es eine Zumutung. LĂ€rmende Kinder im Ruheabteil, Mitreisende die sich verhalten, als wĂ€ren sie in einem Schweinestall aufgewachsen, und dazu die stĂ€ndigen VerspĂ€tungen ⊠entspannt Reisen geht anders.
Das einzige, was frĂŒher den Schmerz wenigstens etwas betĂ€uben konnte, war das frischgezapfte Bier im Bordbistro. NatĂŒrlich wurde das dann erst mal abgeschafft. Und jetzt kommtâs noch besser: Jetzt gibt es auch zur Currywurst keine Pommes mehr. Der Grund? Klimapanik. Kann man sich nicht ausdenken, den Bullshit. Unglaublich.
Ich bin im Ruhrgebiet geboren. FĂŒr mich ist Currywurst / Pommes ein Kulturgut. Currywurst ohne Pommes?

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30 Jahre heise online
Mein ehemaliger Arbeitgeber heise online feiert heute sein 30-jĂ€hriges JubilĂ€um. Unglaublich, dass Leute im Journalismus nach so langer Zeit Online-News noch als etwas Neues, Unerprobtes betrachten. đ
Herzlichen GlĂŒckwunsch, heise online! Lustigerweise bin ich sogar mit Bild im JubilĂ€umsartikel, obwohl ich nur sechs der dreiĂig Jahre an Bord war. Aber ich habe anscheinend Bleibendes hinterlassen. âșïž
â 30 Jahre heise online â vielen Dank fĂŒr das Vertrauen!, heise online
Am 17. April 1996 erschien der erste Eintrag auf der Webseite, die in den folgenden Jahren als der âheise-Newstickerâ bekannt werden sollte: eine Meldung ĂŒber Sicherheitsprobleme von Java und JavaScript. Der cât-Artikel war bereits einige Tage zuvor veröffentlicht worden. Die erste âechteâ News schrieb unser Kollege Jo Bager noch am selben Tag, er arbeitet noch heute fĂŒr cât.

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Bramfels
Hamburg ⊠echt ⊠Wenn man sonst keine Probleme hat, auĂer der Frage, wie man einen random Stein benennt. đ âUwe der Urzeitkolossâ đ€Ł
Der Fund war vor wenigen Wochen bei Erdarbeiten fĂŒr die kĂŒnftige U5âHaltestelle am Bramfelder Dorfplatz gemacht worden. In etwa sieben Metern Tiefe stieĂ ein Bagger auf den massiven Stein, der anschlieĂend mit schwerem GerĂ€t geborgen wurde. Nach Angaben des Geologischen Landesamts stammt der Findling aus der SaaleâEiszeit und wurde vor rund 200.000 Jahren von Gletschern aus Skandinavien nach Norddeutschland transportiert.
Der âBramfelsâ ist nach Angaben der Umweltbehörde der viertgröĂte bekannte Findling Hamburgs. GröĂer sind lediglich der âAlte Schwedeâ, der 1999 bei einer Elbvertiefung gefunden wurde, der Stein von Othmarschen, der 1998 den Bau der vierten Elbtunnelrohre störte, sowie der HerzogâOttoâStein, der 2001 beim Bau der Harburg Arcaden entdeckt wurde. Der nun vergebene Name geht auf einen öffentlichen Aufruf der Umweltbehörde, der Verkehrsbehörde, des Bezirksamts Wandsbek sowie der Hochbahn zurĂŒck. Ăber soziale Medien die Hamburger eingeladen worden, NamensvorschlĂ€ge einzureichen. Hunderte Ideen gingen ein â von BezĂŒgen zum berĂŒhmten âAlten Schwedenâ, wie âJunger Schwedeâ oder âKluge Norwegerinâ, ĂŒber regionale Wortspiele, wie âBramscher Brockenâ, bis zu eher humorvoll gemeinten VorschlĂ€gen, etwa âUwe der Urzeitkolossâ.
â Welt: Hamburgs neuer UrzeitâRiese heiĂt âBramfelsâ
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Deutschland jetzt weltweit Nummer Vier bei RĂŒstungs-Exporten
Laut dem neuesten Bericht ĂŒber internationale Waffenlieferungen des Stockholm International Peace Research Institute, hat Deutschland im vergangenen Jahr China ĂŒberholt und ist damit zum viertgröĂten Waffenexporteur der Welt geworden. Die deutschen Waffenexporte in den Jahren 2021â2025 sind im Vergleich zum Zeitraum 2016â2020 um 15% gestiegen. Damit steht Deutschland kurz davor, Russland zu ĂŒberholen und den dritten Platz hinter den USA und Frankreich einzunehmen. 24% der deutschen Waffenexporte gehen in die Ukraine, 14% nach Ăgypten und 10% nach Israel.
Das ist Ă€uĂerst enttĂ€uschend, besonders wenn man die Geschichte unseres Landes berĂŒcksichtigt.
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Redaktion der Kölnischen Rundschau wird eingestampft
Der Heinen-Verlag stellt die Kölnische Rundschau und die Bonner Rundschau ein. Jedenfalls als eigenstĂ€ndiges journalistisches Produkt. Was bleibt, sind die âMarkenâ. Mit anderen Worten: man verĂ€ppelt die Leser.
Der DJV-NRW berichtet:
Erst gestern hatte die Belegschaft der Kölnischen Rundschau eine kurzfristige Einladung zur Belegschaftsversammlung erhalten, auf der ihnen heute mitgeteilt wurde, dass sie alle ihre KĂŒndigung erhalten, bis Ende MĂ€rz weiterarbeiten sollen, um dann freigestellt zu werden. Die Marke âKölnische Rundschauâ â ebenso die Marke âBonner Rundschauâ â sollen erhalten bleiben und werden kĂŒnftig vom âKölner Stadtanzeigerâ produziert. Eine eigenstĂ€ndige Rundschau-Lokalredaktion wird es nicht mehr geben.
Der Heinen-Verlag zieht nach 80 Jahren einen Schlussstrich unter seine publizistischen AktivitĂ€ten. Diese hatten mit der ersten Ausgabe der Kölnischen Rundschau am 19. MĂ€rz 1946 begonnen. Der Heinen-Verlag gibt auch seinen 50-Prozent-Anteil an der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG) in Köln an DuMont ab. Die RRG produziert seit 2014 fĂŒr die Rundschau und den Kölner Stadt-Anzeiger die gemeinsamen Umlandausgaben. Bereits 1999 hatte DuMont das VerlagsgeschĂ€ft der Rundschau ĂŒbernommen.
Der DJV-NRW appelliert an das Medienhaus DuMont, seiner publizistischen Verantwortung gerecht zu werden und fĂŒr Nordrhein-Westfalens gröĂte Stadt eine zweite unabhĂ€ngige Lokalredaktion zu erhalten. âWo die Konkurrenz fehlt, leidet die QualitĂ€t und die Medien- und damit Meinungsvielfaltâ.
Die Meinungsvielfalt leidet nicht. Sie ist nicht mehr gegeben, wenn es nur eine Zeitung gibt.
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Forstamt Speranza
Ein Logo fĂŒr meine ARC-Raiders-Gruppe:

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Fefe langsam auf dem Wege der Besserung
Seit der Kult-Blogger der deutschen Tech-Szene, Felix âFefeâ von Leitner, im Mai 2025 plötzlich aus dem Netz verschwunden war, vermissen viele Leser seine charakteristischen Kommentare zu den Nachrichten des Tages. Zwischenzeitlich hatten wir erfahren, dass Fefe einen Schlaganfall erlitten hatte.
Am 6. Dezember hatte Fefe dann anscheinend tatsÀchlich einen neuen Eintrag auf seinem Blog veröffentlicht.
Seitdem herrscht allerdings wieder Funkstille. Auch auf der deutschen Hacker-Konferenz 39C3 in Hamburg wurde Fefe anscheinend von vielen vermisst.
Viele GrĂŒĂe und ein groĂes Dankeschön fĂŒr die vielen lieben GenesungswĂŒnsche und WeihnachtsgrĂŒĂe soll ich von Fefe ausrichten.
Der Gipfel ist ĂŒberwunden, aber der Weg bleibt steinig, sagt er. Allen auf dem #39c3 wĂŒnscht er viel SpaĂ!
  â ĂzgĂŒr Kesim
Fefes fehlende Blog-EintrĂ€ge haben offensichtlich so ein so groĂes Loch in die deutsche Blogger-Szene gerissen, dass sich auf Reddit nun in seiner Abwesenheit eine Community von Leuten zusammengefunden hat, die den Stil seines Blogs tagesaktuell imitieren: /r/fefe_blog_interim
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Schnee
Schnee am EDDLAls wir heute Morgen aufwachten, war die Welt in WeiĂ gehĂŒllt. Es hatte geschneit. Wie es hier in Westdeutschland schon fast Tradition ist, hatten wir keine weiĂe Weihnacht, sondern stattdessen Schnee Anfang Januar. Das ist schon seit Jahrzehnten so, und tatsĂ€chlich schneit es etwa alle zwei oder drei Jahre Anfang Januar. Wenn es hier schneit, dann normalerweise Anfang Januar.
Die Presse erzĂ€hlt uns natĂŒrlich seit ĂŒber 25 Jahren, dass Kinder nie wieder Schnee sehen werden. Aber das erweist sich fĂŒr eine Generation nach der anderen als falsch. Wenn ich gerade aus meinem Fenster schaue, sehe ich mehrere Kinder, die fröhlich einen Schneemann bauen. Es scheint fast so, als wĂ€ren die meisten dieser Vorhersagen völliger Blödsinn. đ€
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