Daß mir von Hause aus die Natur der Geschäfte und der dienstlichen Stellung unsrer Staatsdiener nicht zusagt, daß ich es nicht unbedingt für ein Glück halte, Beamter und selbst Minister zu sein, daß es mir ebenso respectabel und unter Umständen nützlicher zu sein scheint, Korn zu bauen als administrative Verfügungen zu schreiben, daß mein Ehrgeiz mehr danach strebt, nicht zu gehorchen, als zu befehlen: das sind facta, für die ich außer meinen Geschmack keine Ursache anzuführen weiß, indessen, dem ist so.

— Otto von Bismarck, Werke in Auswahl, Brief an seinen Vater (29. September 1838)

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Dabei bin ich nie so zufrieden gewesen wie hier; ich schlafe nur 6 Stunden und finde große Freude am Studiren, zwei Dinge, die ich lange Zeit für unmöglich hielt.

— Otto von Bismarck, Werke in Auswahl, Brief an Gustav Scharlach (4. Mai 1836)

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Bei alle dem war es indeß nicht mein Wille, ohne Abschied von ihm zu scheiden, wie leider durch meine löbliche Gewohnheit, alles auf den letzten Tag zu verschieben, geschehen ist.

— Otto von Bismarck, Werke in Auswahl, Brief an Gustav Scharlach (7. April 1834)

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In der Brennerei wird hier sehr viel gebaut, auch wird ein neues Haus mit Kellern angesetzt, der sonstige Pferdestall wird zur Wohnung eingerichtet, die Tagelöhnerhäuser sollen nach der Schäferei hinaus, und wo sie jetzt stehen, bekommt Carl ein Haus. Ich habe schon ganz schrecklich viel gearbeitet!

— Otto von Bismarck, Werke in Auswahl, Brief an seinen Bruder Bernhard vom 25. Juli 1829

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